Zukunftsmacher

Vela Entertainment Leichter lernen per Smartphone

Lernen wann immer man Zeit hat, wo immer man will - wer Bücher und Skripte mitschleppen muss, kann das nicht. Doch die Smartphone-Apps von Vela Entertainment machen genau das möglich. Das Startup ist Aushängeschild der "Chancenrepublik Deutschland".

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Mit der Segelschein-App fing die Erfolgsgeschichte an.

Bücher und Karteikarten sind für die Meisten, die ertwas lernen wollen, immer noch die wichtigsten Hilfsmittel. Doch als Sebastian Witzmann für seinen Segelschein büffeln musste, war ihm das zu unpraktisch: "Warum gibt es keinen Segelkurs auf dem Smartphone?", fragte er sich. Die Idee für eine Segelschein-App war geboren. Das Gute daran: "Man lernt, wann es gerade passt", erklärt Witzmann: "Egal ob im Bus oder im Zug, es ist natürlich wichtig, dass man all die Sachen dafür dabei hat und nicht noch eine schwere Tasche mit Büchern, Karteikartenboxen und Skripten braucht."

Aus der Idee mit der Segelschein-App machte Sebastian Witzmann schließlich "Vela Entertainment". Das Startup ist spezialisiert auf Lern-Apps für Smarthones und Tablets. Die große Nachfrage zeigt, dass das Interesse an neuen Lösungen zum mobilen Lernen gewaltig ist und es hier noch viel zu wenige Lösungen gibt. Witzmann hat bei den Nutzern einen "Ah-" und einen "Oh-Effekt" beobachtet: Ersterer stellt sich ein, wenn die Nutzer sich freuen, dass sie lernen können, wann, wo und was sie gerade wollen. Das Lernpensum ist geringer. "Das ist dann der Oh-Effekt, wenn man feststellt, anstatt 200 Karteikarten habe ich nur zehn Fragen oder beispielsweise zehn Verben vor mir, die ich heute lernen muss, um mein Lernziel zu erreichen."

Aushängeschild der "Chancenrepublik Deutschland"

Inzwischen befriedigt Vela auch den Wissensdurst von Fußballfans mit eigenen Apps, die im Gegensatz zu vielen Konkurrenten auf allen Smartphoneplattformen laufen. Das brachte dem Unternehmen jüngst auch die Aufnahme ins Trendbook "Zukunft Bildung" von Microsoft ein, in dem die weltweit spannendsten IT-Bildungsinnovationen gekürt wurden.

Henrik Tesch von der Initiative "Chancenrepublik Deutschland" erklärt, wie dabei beide Seiten gefördert werden: "Bei der Nutzung von IT in der Bildung geben wir zum einen Anregungen, diese Technologien auch anzuwenden. Gleichzeitig bieten wir denjenigen, die die Technologie anbieten, die Möglichkeit, sichtbarer zu werden." Sichtbar und mit Preisen ausgezeichnet ist Vela Entertainment bereits - und zudem auch ein Aushängeschild der Initiative "Chancenrepublik Deutschland". "Mit dem Projekt Chancenrepublik Deutschland wollen wir zum einen aufzeigen, welche internationalen und nationalen Erfahrungen es bei der Nutzung von IT bereits gibt. Und wir wollen zum anderen genau solche Projekte unterstützen, damit sie in Deutschland auch Wirklichkeit werden."

Diesen Mut erhofft sich Vela nun auch von Schulen und Universitäten, deren Softwarelösungen noch viele Lücken haben.  "Nichts davon ist davon voll umfänglich", stellt Witzmann fest. So mangele es noch an der Kommunikation zwischen Lehrendem und Lernenden und viele andere Aspekte fehlten auch. "In vielen anderen Bereichen ist die Vernetzung längst möglich. Bei Facebook beispielsweise ist jeder ist mit jedem verbunden, und warum geht das nicht auch beim Lernen?" Wenn es nach Witzmann geht, kann Lernen kann ganz einfach sein – und ganz mobil.

 

Quelle: ntv.de, ino