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Attraktiver GrundpreisAhorn Camp T690 auf Renault Master - gute Basis für neues Reisemobil

27.05.2026, 17:52 Uhr
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Der neue Ahorn Camp T690 sieht gut aus. (Foto: sp-x/Michael Lennartz)

Mit dem Generationswechsel beim Renault Master hat Reisemobil-Hersteller Ahorn Camp sein gesamtes Modellprogramm umgebaut und die Produktion in die Hymer-Gruppe verlagert. Der T690 zeigt, dass vor allem das neue Basisfahrzeug aus Frankreich dem Teilintegrierten gutgetan hat.

Wenn bei einem Reisemobil das Außendesign das wichtigste Kaufkriterium wäre, würde der Ahorn Camp T690 in der Kategorie der sieben Meter langen Teilintegrierten gewiss ganz weit oben rangieren. Das neue Outfit ganz in Weiß mit schwarz-grauen Akzentlinien, dem schicken Ahornblatt-Logo und der ausdrucksstarken Frontpartie, die dem Generationswechsel des Basisfahrzeugs Renault Master geschuldet ist, kann sich wirklich sehen lassen. Und in Verbindung mit einem attraktiven Grundpreis von 61.900 Euro klingt das nach einem sehr verlockenden Angebot.

Doch ist es das wirklich? Denn einmal wissen wir, dass die preisliche Basis bei Wohnmobilen eher als Orientierungsgröße einzuordnen ist, die - gemessen an den eigenen, meist nur mit aufpreispflichtigen Details zu erfüllenden Ansprüchen - mehr oder weniger stark in die Höhe klettern kann. Und dann sind es eben diese Wünsche an Wohn- und Fahrkomfort, die bei der Kaufentscheidung noch vor der Außendarstellung den Ausschlag geben dürften.

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Der Ahorn Camp T690 ist ab knapp 62.000 Euro zu haben. (Foto: sp-x/Michael Lennartz)

Viel verändert

Bei Ahorn Camp hat sich hier wie dort vieles verändert. Eigentlich alles. Denn das Unternehmen aus Speyer hat im vergangenen Jahr einen kompletten Neustart hingelegt. Der Modellwechsel beim Renault Master wurde zu einem Umbau des gesamten Portfolios genutzt.

Die Pfälzer, die schon zuvor auf Basisfahrzeuge der Franzosen vertraut hatten, konzentrieren sich jetzt ausschließlich auf den Master als Grundlage für alle Kastenwagen sowie Teilintegrierte und haben sich durch eine noch engere vertragliche Bindung mit den gallischen Nachbarn eine weitgehende Exklusivität gesichert. Außerdem wird die gesamte Modellpalette jetzt im italienischen Laika-Werk der Erwin-Hymer-Gruppe produziert, wovon man sich eine deutliche Verbesserung der Verarbeitungsqualität verspricht.

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Im Wohnraum setzt Ahorn auf den gängigen Einzelbetten-Grundriss. (Foto: Ahorn Camp)

Perfekter Reisemobil-Partner

Der neue Renault-Transporter erweist sich im T690 als perfekter Reisemobil-Partner. Der 96 kW/130 PS starke 2,0-Liter-Turbodiesel verrichtet seine Arbeit in Verbindung mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe verhältnismäßig leise, hat ausreichend Power, um flott voranzukommen, und geht einigermaßen genügsam mit dem derzeit so teuren Diesel um. Auf der Autobahn kamen wir auf einen Schnitt von 9 bis 10 l/100 km, auf Landstraßen blieb der Verbrauch des 3,5-Tonners stets deutlich unter der 9er-Marke.

Außerdem gefällt das Pkw-ähnliche Cockpit mit einem intuitiv zu bedienenden 10-Zoll-Multimediasystem und ungewöhnlich viel Ablagefächern. Zwei auf dem Armaturenbrett, ein offenes und ein geschlossenes Handschuhfach sowie Cupholder und große Türfächer. Der Handbremshebel befindet sich zwischen den Vordersitzen. Eine gut funktionierende Einrichtung sorgt dafür, dass der Hebel mit angezogener Bremse nach unten klappt, um die drehbaren Frontsessel bedienen zu können. Das wiederum fällt nicht schwer, obwohl das Cockpit insgesamt enger wirkt als etwa in einem Fiat Ducato.

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Vorn finden an den drehbaren Vordersitzen, der L-Sitzbank und einem Einzelsitz sogar fünf Personen Platz. (Foto: Ahorn Camp)

Im Wohnraum setzt Ahorn auf den gängigen Einzelbetten-Grundriss, wobei die Längskojen mit 2,06 und 1,99 Metern bemerkenswert lang sind. Über eine Verlängerung in der Mitte und mit einem zusätzlichen Polster lassen sich die beiden Betten auch verbinden. Vorn finden an den drehbaren Vordersitzen, der L-Sitzbank und einem Einzelsitz sogar fünf Personen Platz. Für ein gemütliches Abendmahl wird es an dem drehbaren, aber nicht erweiterbaren Tisch allerdings sehr eng.

In der Küche wirds eng

Während der flexible WC-/Waschraum mit einer schwenkbaren Wand in eine Dusche verwandelt werden kann und genügend Raum für Utensilien bietet, herrscht in der Küche eher Platzmangel. Die Ausstattung mit Zweiflammenkocher und Rundspüle ist noch okay, aber der Arbeitsbereich ist schon knapp und der Stauraum mit zwei mittelgroßen Oberschränken und einem einzigen großen Fach unter der Besteckschublade noch knapper. Zumal da auch noch der Abfalleimer untergebracht ist, der an der Tür weniger Platz wegnehmen würde. Mehr Stauraum lässt der im Küchenblock eingebaute Kühlschrank aber nicht zu, obwohl das Kühlaggregat mit 89 Litern Volumen sogar eher klein dimensioniert ist.

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Über eine Verlängerung in der Mitte und mit einem zusätzlichen Polster lassen sich die beiden Betten auch verbinden. (Foto: Ahorn Camp)

Stauraum ist auch sonst in der GFK-Wohnkabine nicht gerade üppig gesät. Im Bettbereich gibt es lediglich zwei Fächer für Klamotten. Die offenen Ablagen daneben sehen zwar schick aus, praktischer wären aber eher zwei weitere Oberschränke. Zumal unser T690-Testfahrzeug über der Sitzgruppe mit einem optionalen Hub-Einzelbett ausgestattet war, an dem lediglich noch ein weiteres Staufach angebracht war. Das meiste müssen die Mitreisenden also unter den Enden der Einzelbetten in den beiden großen Fächern deponieren, die nicht so leicht zugänglich und auch nicht beleuchtet sind.

Geräumige Heckgarage

Die Heckgarage ist dagegen geräumiger, als es die schmale Außenklappe auf der Beifahrerseite und die noch kleinere Öffnung auf der anderen Seite vermuten lassen. Zwei Fahrräder passen mühelos hinein, auch ohne Lenker verdrehen zu müssen, und für Campingmöbel oder anderes Sperrgut ist dann immer noch Platz. Hier gibt es auch eine Schiene mit Verzurr-Ösen und Licht.

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In der Küche herrscht eher Platzmangel. (Foto: Ahorn Camp)

Generell wirkt der Wohnbereich in dem 7 Meter langen, 2,32 Meter breiten und 2,85 Meter hohen Teilintegrierten mit den hellen Möbeln und Polstern, der grauen Arbeitsfläche und den weißen Schrankklappen frisch und modern. Allerdings zeigen die grifflosen und zum Teil schwergängigen Oberschrankklappen - möglicherweise nur eine Frage der Einstellung -, die der Zierde dienenden Holzlamellen an der Wand, die nur per Klettband befestigt sind, und eine sich lösende Türdichtung, dass auch in einem Werk der Hymer-Gruppe noch Luft nach oben ist.

Unterm Strich punktet der Teilintegrierte Ahorn Camp T690 mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn mit einigen Optionen wie Multimediapaket, Panorama-Dachfenster, Hubbett, Markise, Solaranlage und einiges mehr ein Endpreis von 75.460 Euro zu Buche steht.

Quelle: ntv.de, Michael Lennartz, sp-x

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