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Erster seiner Art Cupra Formentor - ein SUV-Coupé vom Feinsten

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Mit dem Formentor präsentiert Cupra in Genf sein erstes ganz eigenes Auto in Form eines SUV-Coupés.

(Foto: Cupra)

Mit dem Cupra Ateca hat die spanische Sportwagenschmiede ihr erstes gelabeltes Auto auf den Markt gebracht. Ein feines Stück Sport-SUV. Auf dem Genfer Salon präsentiert sich nun der Formentor. Ein SUV-Coupé, das es so nur von Cupra gibt.

Mit dem Cupra Ateca hat die spanische Sportwagenschmiede mit großer Bravour ihr erstes Fahrzeug unter dem eigenen Marken-Label vorgestellt. Klar basierte das sportliche SUV auf dem, was VW an Technik und Seat am Design vorgegeben hat, aber Cupra hatte den Wagen so hervorragend abgestimmt, dass sie mit Fug und Recht behaupten können, hier einen Cupra auf die Räder gestellt zu haben.

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In der Silhouette ist der Cupra Formentor mehr Sportwagen als SUV.

(Foto: Cupra)

In Genf nun drehen die Spanier den Spieß um und präsentieren vor der einstigen Muttermarke das Konzept für ein SUV-Coupé unter dem Namen Formentor. Wie schon bei Seat bleibt auch Cupra der Idee treu, den Namen nach Städten oder Gebieten in Spanien zu benennen. Im Fall des Formentor handelt es sich um die Halbinsel im Osten von Mallorca. Das ist dann wohl auch ein Indiz dafür, dass es das SUV-Coupé später auch in entschärfter Form mit dem Seat-Logo geben wird.

Wirklich nur 245 PS?

Aber so scharf ist der Formentor eigentlich gar nicht, denn anders als der Cupra mit seinen 300 PS muss er sich trotz seines Plug-in-Hybrid-Antriebs mit einer Nennleistung von 245 PS begnügen. Dafür soll er aber eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometern haben. Allein diese Angaben lassen Erinnerungen an den in Paris vorgestellten Skoda Vision RS wach werden. Dessen Plug-in-System kombinierte den bekannten 1,5-Liter Benziner mit einem Elektromotor, der weitere 102 PS zur Verfügung stellt. Gemeinsam entwickeln sie eine Systemleistung von 245 PS.

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Die Front des Cupra Formentor erinnert an den Seat Tarraco, was darauf hindeutet, dass es den Wagen auch bei der Muttermarke geben wird.

(Foto: Cupra)

Während sich Cupra mit den Daten zum Formentor noch zurückhält, sprach Skoda seinerzeit von einer Beschleunigung des Vision RS in 7,1 Sekunden auf Tempo 100. Auch die Tschechen gaben bei der rein elektrischen Fahrstrecke 50 Kilometer an. Das wiederum könnte darauf hindeuten, dass der RS etwa das gleiche Gewicht auf die Waage bringt wie der Spanier. Insofern steht auch zu befürchten, dass der Standardsprint des Cupra nicht deutlich schneller vonstatten geht als beim RS.

Das wäre allerdings schade, weil es der durch den Cupra Ateca gesetzten Messlatte nicht mal im Ansatz gerecht werden würde. Der hat es nämlich mit 55 PS mehr unter der Haube in 5,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h geschafft. Interessant wäre für den Formentor eine Kombination aus dem 2.0-Liter-Benziner mit 300 PS und dem Elektromotor. Hier wären dann über 400 PS abrufbar und Cupra würde deutlich eher seinem selbstgewählten Markenanspruch gerecht werden als mit einer Motorenkombination, die so auch in einem Passat Einzug halten wird.

Der wirkt mächtig

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Das Heck des Cupra Formentor könnte auch vom Lamborghini Urus sein.

(Foto: Cupra)

Wie dem auch sei, optisch kann der Spanier sich sehen lassen. Zwar orientiert er sich bei Scheinwerfern und Kühlergrill stark am Seat Tarraco, versteht es aber durchaus, eigene Akzente zu setzen. Die Schürze ist aggressiver, die Lufteinlässe an der Front sind größer. Über die kreisrunden Nebelscheinwerfer, die neben dem Grill angeordnet sind, kann man streiten. Die Seitenansicht wird durch eine Coupé-Linie bestimmt, die ein mächtiger Dachkantenspoiler abschließt. In der Höhe misst der Formentor übrigens lediglich 1,54 Meter. Das ist ebenso erstaunlich wie der Umstand, dass die Basis die MQB-01-Plattform ist, die auch der Ateca nutzt. Der Formentor soll nämlich in der Länge lediglich 4,40 Meter messen.

Mächtiger wirkt der Formentor wegen der markanten Blechfalz, die sich hinter den Fondtüren unter der C-Säule aufschwingt. Am Heck trägt der Formentor ein markantes LED-Leuchtband. Um einmal mehr die Potenz zu betonen, haben die Spanier die Heckschürze mit Windleitblechen verschärft und die vier Endrohre innenseitig kupferfarben gestaltet. Ein Feature, das sich in der Serie mit Sicherheit nicht wiederfinden wird. Sportfreunde werden sich beim Anblick des Hinterteils des Formentor vielleicht sogar an einen Lamborghini Urus erinnert fühlen.

Gangwahlstummel wie im neuen 911

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Auch der Innenraum des Cupra Formentor ist ganz auf Sport getrimmt und wurde von unnützen Knöpfen und Reglern befreit.

(Foto: Cupra)

Auch für den Innenraum sind alle Regler auf Sport gestellt. Auf den ersten Bildern ist neben dem Sportlenkrad und Karbondekor auch das neue Multimediasystem MIB 3 mit freistehendem 10-Zoll-Monitor von VW zu erkennen. Augenscheinlich trägt das neue Multimediasystem zur Verlagerung einiger Bedienelemente in den Touchscreen bei, denn in der Armatur sind deutlich weniger Schalter und Knöpfe zu erkennen. Bei der Gestaltung des Gangwahlhebel für das mutmaßlich verbaute DSG haben sich die Designer augenscheinlich vom neuen Porsche 911 (992) inspirieren lassen.

Am Ende steht mit dem Cupra Formentor ein sehr gelungenes ersten eigenes Sport-SUV in den Messehallen in Genf. Bleibt nur zu hoffen, dass die Idee mit der Motorisierung und dessen Leistungsdaten noch einmal überdacht wird. Denn am Ende würde es das Alleinstellungsmerkmal des Spaniers irgendwie zerstören.

Quelle: n-tv.de

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