Alkoven mit acht SchlafplätzenForster kommt mit Wohnmobil-Neuheiten zu günstigen Preisen

Die noch junge Marke Forster hat sich in den bisherigen 13 Jahren ihres Bestehens einen guten Ruf als preisgünstiger Anbieter praxisnaher und cleverer Wohnmobil-Lösungen erarbeitet. Auf dem Caravan-Salon will sie das wieder beweisen.
Zugegeben, die Zielgruppe, die für den Reisemobil-Urlaub unbedingt ein Fahrzeug mit acht Schlafplätzen benötigt, dürfte recht klein sein. Dennoch hat die Einsteigermarke Forster bei der kompletten Renovierung ihrer Alkoven-Baureihe mit dem Modell A699 DVB solch einen Grundriss ins Programm aufgenommen. Und zwar nicht in einem ausufernden Luxusliner, sondern auf eher bescheidenen sieben Metern Länge.
Der noch junge, erst 2013 gegründete Eura-Mobil-Ableger aus Sprendlingen bei Bingen will damit zeigen, was mit ein paar cleveren Ideen beim Innenausbau alles möglich ist. Bei günstigen Preisen ab 59.000 Euro.
Erfolgsrezept wie bei Skoda: praktisch und günstig
Es sind fast die gleichen Attribute, die im Pkw-Bereich den Erfolg der Marke Skoda ausmachen: praxisnahe Lösungen und allem voran ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.
Und weil sich der Vollsortimenter beim Düsseldorfer Caravan-Salon (29. August bis 6. September, Preview Day am 28. August) nicht mit einer Neuheit begnügt, trifft das auch auf weitere Debütanten wie die teilintegrierten 7,45-Meter-Flaggschiffe T745 EF und QF ab rund 69.000 Euro, die schmalere Coupé-Serie der T-Modelle ab 56.000 Euro und den ebenfalls runderneuerten Camper-Van Vantasy zu, der mit 48.900 Euro sogar noch unter der 50.000er-Marke bleibt.
Doch zunächst zurück zum Forster-Alkoven A699 DBV, der auf dem Ford Transit mit hellgrau abgesetztem Fahrerhaus und serienmäßigem 130-PS-Diesel basiert.
Wie auch die beiden anderen, gleichlangen Varianten mit Einzel- oder Kinder-Stockbetten im Heck profitiert der Multi-Schläfer von den allgemeinen Modellpflegemaßnahmen der Baureihe: das veränderte Außendesign mit neuer Heckpartie, die flacheren Seitenschweller, eine jetzt holzfreie GfK-Karosserie, eine Aufbautür mit zentraler Doppelverriegelung und ein neu geformter Alkoven, der 2,04 Meter Stehhöhe im Innern garantiert.
Die acht Schlafplätze ergeben sich aus dem sehr breiten Doppelbett im oberen Erker, der Dinette mit zwei Sitzbänken hinter dem Fahrersitz, die sich ebenfalls in eine Zweierkoje mit 1,80 Meter Länge umbauen lässt, und den recht schmalen Stock-Doppelbetten im Heck. Für Übernachtungsgäste, die sich der Nachwuchs auf dem Campingplatz einlädt, reicht das allemal.
Für unterwegs kann das untere Bett seitlich weggeklappt werden und schafft somit Raum für eine große Garage. Das obere Bett ist zudem höhenverstellbar. Da die Dinette vier gurtgesicherte Sitzplätze (entgegen der Fahrtrichtung nur mit Beckengurten) anbietet, können auf der Fahrt sechs Personen an Bord sein. Theoretisch. Denn obwohl die überarbeiteten Alkoven-Modelle leichter geworden sind, wird es bei voller Besetzung und entsprechendem Gepäck schwer, innerhalb der 3,5-Tonnen-Zulassung zu bleiben.
Auch wenn für den Grundpreis von 59.000 Euro wohl kaum ein Fahrzeug in Kundenhand wechseln wird, halten günstige Pakete von der Travel Line (unter anderem mit 165-PS-Motor, Automatik und Rückfahrkamera) bis zum Winter-Paket (mit Wahlmöglichkeit Gas- oder Dieselheizung) den Preis immer noch in einem günstigen Rahmen.
Baureihen nähern sich innen und außen weiter an
Die beiden teilintegrierten Baureihen nähern sich zum Modelljahr 2027 innen wie außen weiter an. So übernehmen die mit 2,05 Metern schmaleren Coupé-Fahrzeuge das Innenraumdesign mit grifflosen Möbelklappen, weißen Möbelfronten, Ambientebeleuchtung und einem Boden in Schiffsplankenoptik vom großen, 2,35 Meter breiten Bruder. Und die insgesamt fünf T-Modelle mit den neuen Grundrissen T745 EF (mit Einzelbetten und Face-to-Face-Sitzgruppe) und T745 QF (mit Queensbett) übernehmen die holzfreie Aufbaukonzeption und die Möbelarchitektur vom Coupé.
Die beiden Sechs-Meter-Modelle aus dem Teilintegrierten-Sortiment, die einen neuen Waschraum mit schwenkbarer Duschwand erhalten, kosten ab 63.900 Euro knapp 5000 Euro weniger als die größeren Premieren-Brüder.
Die breiten T-Modelle bauen allesamt in Serie auf dem 140 PS starken Fiat-Ducato-Diesel auf, während die Coupé-Modelle mit dem Ford Transit als Basisfahrzeug kombiniert werden. Sie werden im neuen Jahrgang auch ausschließlich mit Dieselheizung angeboten. Den preislichen Einstieg markiert hier der TC599 HB mit klassischem Querbett-Grundriss ab 55.900 Euro.
Bei den Camper-Vans schließlich hat Forster die Vantasy-Baureihe aufgewertet. Dank neuer Möbelarchitektur wächst die Bewegungsfreiheit im Gang (plus acht Zentimeter), bietet der Schrank mehr Ladevolumen und die Küche einen größeren Arbeitsbereich. Auch hier gibt es ein neues Variobad mit Schwenkwand und einen Schiffsplankenboden. Die Basis bildet der Fiat Ducato mit 140 PS zum unveränderten Preis ab 48.900 Euro.