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Elektrischer Fahrspaß als SE Mini setzt den Cooper unter Strom

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Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Cooper SE nicht von den Verbrenner-Kollegen.

(Foto: Mini)

Mit dem Cooper SE zeigt Mini, dass BMW abseits eines i3 auch noch andere stromgetriebene Fahrzeuge bauen kann. Für den E-Cooper versprechen die Bayern nicht nur das typische Go-Kart-Feeling, sondern einiges mehr.

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Bis zu 275 Kilometer soll der Mini Cooper SE mit einer Batterieladung fahren.

(Foto: Mini)

Mit dem Ausstieg von Harald Krüger als BMW-Chef zum April 2020 ging ja auch der Vorwurf einher, die Bayern hätten zu wenig für die E-Mobilität getan. Mit Blick auf den Druck der Politik und der Presse mag das stimmen. Angesichts der Tatsache, dass BMW mit dem i3 im Jahr 2013 das erste deutsche Unternehmen war, das überhaupt ein alltagstaugliches und vor allem bezahlbares Elektroauto im Angebot hatte, relativiert sich diese Behauptung dann aber wieder. Zudem hatten die Bayern auch als Erste erfahren müssen, wie zäh sich der Absatz solcher Fahrzeuge angesichts mangelnder Infrastruktur gestaltet.

Nun, wie dem auch sei, ab November 2019 bietet BMW über seine Submarke Mini mit dem Cooper SE erneut ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug an. Und das im typisch gepflegten Stil der Briten. Wichtig war den Entwicklern vor allem, das in den E-Cooper zu übertragen, was fahrdynamisch auch schon die Benzin-Kollegen auszeichnet: das Go-Kart-Feeling. Dafür sorgt nicht nur ein im Vergleich zum Verbrenner 30 Millimeter tieferer Fahrzeugschwerpunkt, sondern auch ein 184 PS starker Elektromotor, dessen maximales Drehmoment von 270 Newtonmetern bautypisch, über ein einstufig ausgelegtes Getriebe mit integriertem Differenzial, unmittelbar aus dem Stand heraus an die Vorderräder geleitet wird. Das heißt, der E-Mini sprintet in 7,3 Sekunden auf Tempo 100. Das kann sich sehen lassen, denn der Cooper SE wiegt mit knapp 1,4 Tonnen etwa 145 Kilogramm mehr als ein Mini Cooper S.

Bis zu 270 Kilometer Reichweite

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Wie beim Verbrenner sitzt der Treibsatz unter der Fronthaube.

(Foto: Mini)

Natürlich musste die Höchstgeschwindigkeit zugunsten der Reichweite auf 150 km/h reduziert werden. Dafür soll der Brite mit den bayrischen Genen je nach Fahrweise zwischen 235 und 270 Kilometer abspulen, bevor er wieder an die Dose muss. Damit das komplikationslos vonstatten geht, kann der Cooper SE mit Wechselstrom oder mit Gleichstrom unter Verwendung von Typ-2- und CCS-Combo-2-Steckern geladen werden. An der Haushaltssteckdose soll die Batterie bereits nach 8,5 Stunden zu 100 Prozent geladen sein; mit einem 50-kW-Anschluss, verspricht BMW, ist der Akkumulator des Mini Cooper SE bereits nach 35 Minuten zu 80 Prozent gefüllt.

Auch abseits des Antriebs hat man bei Mini dafür gesorgt, dass die Alltagstauglichkeit erhalten bleibt. Der Stauraum beträgt wie beim 3-Türer mit Verbrennungsmotor 211 Liter. Wer die Fondsitzlehnen flach macht, kann seine Sachen auf 731 Litern verteilen. Auch beim Platzangebot im Innenraum sind der E-Cooper und sein Bruder identisch. Das wiederum lässt auch Raum für die bekannte Instrumentenkombination. Dazu gehört das 5,5 Zoll große Farbdisplay ebenso wie sämtliche Bedienelemente im Arbeitsbereich des Fahrers.

Wärmepumpe regelt das Klima

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Im Innenraum des Mini Cooper SE erwartet den Piloten ein Arbeitsplatz, wie er ihn aus den Verbrennern kennt.

(Foto: Mini)

Zur Serienausstattung des Cooper SE gehört eine 2-Zonen-Klimaautomatik. Wobei die Beheizung des Innenraums mithilfe einer Wärmepumpe erfolgt, die die Abwärme aus dem Motor, der Antriebssteuerung und der Hochvoltbatterie sowie der Außenluft aufnimmt und der Klimaanlage zuführt. Zur Steigerung der Reichweite sind die Kühl- beziehungsweise Heizkreisläufe für den Innenraum und die Antriebstechnologie miteinander verbunden. Selbst im Winterbetrieb beansprucht das System 75 Prozent weniger Energie als eine konventionelle elektrische Heizung in einem Verbrenner.

Zudem gehört zur Standardausstattung des Cooper SE ein Navigationssystem, das speziell auf die Bedürfnisse der Elektromobilität abgestimmt ist. So wird neben dem Aktionsradius beim Start der Routenführung neben der schnellsten und kürzesten Strecke auch eine "Green Route" vorgeschlagen, die den geringsten Stromverbrauch garantiert.

Und was kostet der 3-türige Mini Cooper SE? Während der BMW i3s, der mit der gleichen Motorisierung unterwegs ist, mit 41.600 Euro im Katalog steht, soll der Cooper SE bereits ab 32.500 Euro zu haben sein.

Quelle: n-tv.de

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