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Die elfte Auflage Neuer Honda Civic - fast schon Premium

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Bei der elften Auflage des Civic hat sich Honda ganz klar von Design-Experimenten verabschiedet und auf eine sehr elegante Linie geachtet.

(Foto: Honda)

Seit 50 Jahren und in zehn Generationen war der Honda Civic auch immer eine Spielwiese für Designer. Jetzt, in der elften Auflage, soll er mit Eleganz und inneren Werten überzeugen, die stark in Richtung Premium gehen, aber sicher auch ihren Preis haben.

Es gibt kaum einen Autofahrer, der den Honda Civic nicht kennt. Der Japaner wird seit 50 Jahren in Deutschland angeboten und hat sich in zehn Generationen weltweit 27,5 Millionen Mal verkauft. Zuletzt war der im Laufe seine Karriere vom Klein- zum relativ großen Kompaktwagen mutierte Civic aber nicht mehr ganz so erfolgreich. Vielleicht ein Grund, warum Honda in der ab Herbst debütierenden elften Generation beim Design deutlich nachgeschärft hat.

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Der neue Civic präsentiert sich als schickes, viertüriges Coupé.

(Foto: Honda)

Dennoch bleibt der Fünftürer dem sportlichen Markenkern treu. So ist Kotaro Yamamoto, bei Honda Motor Europe für Technik zuständig, stolz darauf, dass der neue Civic die geringste Gesamthöhe im C-Segment aufweist und die sanft abfallende Dachlinie für einen dynamischen Touch sorgt. Zudem will der Kompaktwagen mit einer guten Übersicht glänzen, dafür wurde die Motorhaube im Vergleich zum aktuellen Modell um 2,5 Zentimeter abgesenkt und die relativ schmale A-Säule nach hinten versetzt.

Auffallend sind die ausgeprägten Schultern des Fahrzeugs. Platz gibt es hinten als auch vorn genug, nur die Kopffreiheit im Fond könnte größeren Menschen Probleme bereiten und der Kofferraum fällt mit knapp über 400 Litern etwa 15 Liter kleiner aus als bisher. Übrigens fertigt Honda die Heckklappe erstmals aus Kunststoff, was sie rund 20 Prozent leichter macht und das Öffnen und Schließen erleichtern soll.

Innenraum fast auf Premium-Niveau

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Im Innenraum setzt Honda beim neuen Civic auf wertige Materialien und eine gute Verarbeitung.

(Foto: Honda)

Besonders punkten soll der Civic aber mit seinem Innenraum. In der Ausstattungsstufe Advanced präsentiert er sich dann auch fast schon auf Premium-Niveau: Weiche Kunststoffe, fein rastende Drehregler für die Klimaautomatik, klare Instrumente, schöne Ledersitze und eine penible Verarbeitung lassen hier jede Kritik verstummen. Außer vielleicht, dass Honda bei seinem neuen Modell kein Head-up-Display anbietet.

Der Fahrer schaut vielmehr durch das Lenkrad auf ein 10,2 Zoll großes Display und auf einen je nach Ausstattung entweder 8 oder 9 Zoll großen, hoch angesetzten und frei stehenden mittigen Bildschirm. Apropos Ausstattung: Neben der schon sehr gut und unter anderem mit Navigation ausgestatteten Basis "Elegance" offeriert Honda noch die Niveaus "Advanced" und "Advanced Sport", ohne allerdings schon genaue Details zu nennen.

Keine Wahl beim Antrieb

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In der Ausstattungsstufe Advanced gibt es für den Honda Civic auch noch schicke Lederpolster.

(Foto: Honda)

Beim Antrieb gibt es dagegen keine Wahl, zum Einsatz kommt der im Prinzip bekannte, für das neue Modell weiter verbesserte e:HEV. Hierbei handelt es sich um ein System, das automatisch zwischen reinem Elektro-, Hybrid- und Verbrennerantrieb wechselt, wobei der 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner primär als Energiequelle zum Aufladen der Akkus dient. Bei schneller Autobahnfahrt ist der Motor dann aber auch in der Lage, das Fahrzeug alleine anzutreiben. Das gleiche System mit ebenfalls 184 PS Leistung und maximal 315 Newtonmeter Drehmoment kommt bereits im SUV CR-V zum Einsatz und hält hier den Realverbrauch in überraschend engen Grenzen, wenn man es auf der Autobahn nicht übertreibt.

Die 72 Lithium-Ionen-Zellen sind unter der Rückbank angebracht, zwei Elektromotoren sorgen neben dem Benziner für Schwung. Noch ist die Homologation des Fahrzeugs nicht abgeschlossen, Honda peilt nach eigenen Angaben aber einen Verbrauch von unter fünf Litern und damit auch weniger als 110 Gramm CO₂ pro Kilometer an. Der Fahrer kann zwischen vier Modi wählen, neben den üblichen Eco, Normal und Sport gibt es auch die Möglichkeit einer individuellen Einstellung.

Reichhaltiges Angebot an Assistenten

Honda verspricht für den Civic auch ein reichhaltiges Angebot an Assistenzsystemen. Neu bei der Marke sind ein Stauassistent und eine 100-Grad-Weitwinkelkamera mit verbesserter Erkennung. Bei der passiven Sicherheit sind die elf eingebauten Airbags erwähnenswert. Unter anderen gibt es serienmäßig Seitenairbags hinten, Knieairbags und einen mittig zwischen den vorderen Sitzen platzierten weiteren Airbag, der im Falle eines Crashs den Zusammenprall von Fahrer und Beifahrer verhindern soll.

Am Ende ist der Honda Civic ein für die Mittelklasse ein relativ großes, sehr gut ausgestattetes Fahrzeug mit einem anspruchsvollen Antriebssystem. Ganz billig wird Japaner aber nicht werden, zumal sich das Fahrzeug nicht für den Umweltbonus qualifiziert. Ein Grundpreis von etwa 35.000 Euro scheint hier realistisch.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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