Erfolgreich seit 1966Toyota Corolla - das meistverkaufte Auto der Welt

Bescheiden, brav und doch beliebter als alle anderen: Der Toyota Corolla hat bereits 55 Millionen Käufer gefunden. Das meistverkaufte Auto der Welt versteht es, seit 60 Jahren auf fünf Kontinenten erfolgreich zu sein - sogar erfolgreicher als VW Käfer oder Golf. Dazu setzt Toyota auch auf adrenalinhaltige Sportler und angesagte SUV.
Er ist der automobile Liebling der ganzen Welt, ein japanischer Volkswagen, der zuerst den VW Käfer als meistgebautes Auto aller Zeiten entthronte und dann mehr Herzen gewann als der Golf: Der kompakte Toyota Corolla fand in 60 Jahren gut 55 Millionen Käufer in über 150 Ländern.
Eine einmalige Erfolgsbilanz in der Automobilgeschichte, die nicht einmal der Trend zum SUV beendet, gibt es den Corolla doch längst auch als "Cross". Vor allem zahlt sich aus, dass die Corolla Limousine auf dem weltweit geschrumpften Stufenheck-Markt anders als viele frühere Konkurrenten weiter präsent ist und hinter dem größeren Toyota Camry die Führung in diesem Segment übernommen hat - als bieder-braves Auto mit überlegener Qualität und Zuverlässigkeit. Wie ein römischer Cäsar seinen Lorbeer trägt der Corolla die namensgebende Blütenkrone, auf frühen Fahrzeugen erkennbar als Logo mit drei blühenden Kirschpflanzen, die sich weltweit vermehren sollten.
Nummer eins, ohne Straßenbild zu prägen
Tatsächlich tauchten schon 1966 die ersten Corolla in Europa auf, und auch in den USA bewies der nach neuen Qualitätsprinzipien gebaute Japaner, dass nicht nur Wolfsburger Krabbeltiere preiswert und fast unkaputtbar sind. Der Corolla reüssierte als Fahrschulauto, Familienkutsche, Dienstwagen, Taxi und Behördenauto.
So machte er Toyota zur weltweiten Nummer eins unter den Autobauern, ohne jemals selbst das Straßenbild optisch zu prägen. Das verhinderten die oft im Vier-Jahresturnus wechselnden Designs von bis heute zwölf Corolla-Generationen, und auch der Sprung zur coolen Kultkarre gelang nur wenigen Corolla-Typen.
1966 änderte alles
Ganz langsam hatte die japanische Automobilindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg losgelegt, amüsiert oder gelangweilt schauten die westlichen Konzerne in Wolfsburg, Turin oder Detroit auf die ersten Exportversuche von Toyota und Nissan mit technisch altbacken wirkenden Biedermännern in kuriosem Design.
Aber das Jahr 1966 machte alles anders, für die Japaner war es wie ein Neustart im Automobilbau: Mazda (Familia), Mitsubishi (Colt 1100), Subaru (1000), Nissan (Sunny) und Toyota (Corolla) entdeckten gleichzeitig die moderne Kompaktklasse und damit die ersten echten Volksautos für das Land der aufgehenden Sonne, die zugleich das Potenzial zum globalen Exportbestseller mitbrachten.
Trends der westlichen Welt
Nissan machte den Anfang: Am Neujahrstag rief der Autobauer die Bevölkerung von Nippon via Zeitungsanzeige auf, einen Namen für den Nissan im Format von VW Käfer oder Opel Kadett zu finden, und 8,5 Millionen Menschen beteiligten sich per Postkarte.
"Sunny" sollte der Neue heißen und damit Internationalität vermitteln. Schließlich hatte Japan gerade sein Shakkanhō-Maßsystem durch das metrische Maßsystem ersetzt, italienische Designer beeinflussten Mode und Farben im Kaiserreich, und auch die Band The Beatles bestätigte durch ausverkaufte Konzerte in Tokio, dass Japan den Trends der westlichen Welt hinterherlief.
"For Everyone on Earth"
Für Toyota Anlass, den Sunny schnell mit dem Corolla zu kontern, die Rivalen von Mazda, Mitsubishi und Subaru zu überholen und globale Zeichen zu setzen - vielleicht nach dem Vorbild des fernöstlichen Hightech-Spielzeuggiganten Bandai, der ab 1966 sogar auf den westlichen Matchbox- und Mattel-Heimatmärkten viel Anerkennung fand.
Für den Corolla als allerersten asiatischen Exportartikel "For Everyone on Earth" entstanden die riesigen Takaoka Auto Works in Toyota City, ein Produktionszentrum, dem sogar VW- und GM-Vorstände Respekt zollten. Sollte das anfangs nur 3,85 Meter lange, aber fünfsitzige Familienauto doch das erste Null-Fehler-Fahrzeug in der Automobilhistorie sein, ein neues Auto ohne Mängel und die damals üblichen "Kinderkrankheiten", die erst in Kundenhand kuriert wurden.
Kritische europäische Fachwelt beeindruckt
Vorbei die Zeiten, als zuverlässige, aber klapprige Corona- und Crown-Karossen nur preissensible Knauserkunden in den USA oder in Skandinavien überzeugten, der zunächst 43 kW/58 PS starke Corolla beeindruckte die kritische europäische Fachwelt auf Anhieb - weit mehr als der Nissan Sunny.
Toyota bewies mit dem Corolla, warum er als erster Autobauer den Deming Award für Verdienste um das Total-Quality-Management erhalten hatte. Bereits wenige Monate nach seinem Debüt als Limousine und Kombi überraschte der Corolla die Besucher der Autosalons von Brüssel und Paris mit serienmäßig fast kompletter Ausstattung - ein weiteres Erfolgsrezept, das 1971 auch den Deutschlandstart erleichterte.
"Japan Speed"
Damals hatte es Toyota dank des Corolla bereits auf Platz drei im Ranking der weltgrößten Autobauer gebracht, und der kompakte Shootingstar war mit "Japan Speed" dabei, neue westliche Massenmodelle von Ford (Escort/Pinto), Fiat (128), Renault (12) oder Chevrolet (Chevette) zu überholen.
Dies mit einem über den ganzen Globus verteilten Netz an Produktionsstätten und einem rasanten Innovationszyklus: Alle vier Jahre eine neue Corolla-Generation, das war beeindruckend flott, zumal es den Japaner mit einem großen Karosserieportfolio gab, das für Emotionen Raum gab.
Sportkombi, Sportcoupé, Rallyes
Für Furore sorgte etwa die dritte Generation des Corolla als Sportkombi im Stil eines extravaganten Shootingbrakes. Das fein ausgekleidete Frachtabteil bot viel Platz für Golfbags oder großes Urlaubsgepäck.
Für Gänsehautmomente zuständig waren die Rallye- und Rundstreckenrenner, vor allem aber ab 1983 eine Driftmaschine: Obwohl die fünfte Corolla-Generation auf Frontantrieb setzte, wählt Toyota für das 955 Kilogramm leichte Sportcoupé AE86, in Japan auch Levin oder Trueno genannt, den klassischen Hinterradantrieb in Kombination mit einem drehfreudigen 16-Ventil-Triebwerk.
Der agile Sportler entwickelte sich rasch zum Drift-Champion und gewann sogar die Tourenwagen-Europameisterschaft. Bis heute genießt die Zahl "86" in Japan einen ikonenhaften Ruf vergleichbar der "911" in Deutschland. Genau diesen Corolla AE86 zitierten später die Sportcoupés Toyota GT86 und GR86.
Zum Auris und zurück
Der sechste Corolla bahnte mit dem Tercel 4x4 Crossover-Modellen wie dem RAV4 den Weg, im Jahr 2004 enterte der Corolla mit dem Verso vorübergehend das Van-Segment. Seit 2002 werden die in Europa verkauften Corolla nicht nur in der Alten Welt gebaut, sondern auch dort entwickelt - und dennoch schützte diese Strategie nicht vor Fehlern: Der fünftürige Corolla mutierte zum Auris, ein vermeintliches "Goldstück", das die neue koreanische Konkurrenz abwehren sollte, aber plötzlich mit Qualitätspannen auffiel.
Der seit 2009 tätige CEO Akio Toyoda - ein Enkel des Unternehmensgründers - revitalisierte daraufhin nicht nur den Traditionsnamen Corolla, sondern fand auch zurück zur Null-Fehler-Strategie.
Alle 15 Sekunden wird ein Corolla verkauft
Hinzu kamen Hybrid-Varianten, mit denen die "Blütenkrone" einmal mehr als meistverkauftes Auto des Erdballs neue Meilensteine setzte. Die 50-Millionen-Produktionsmarke knackte der Corolla 2021, und auch heute wird noch alle 15 Sekunden ein Corolla verkauft - künftig wahlweise als Verbrenner, Stromer oder mit Wasserstoff, wie die bereits als Concept Car gezeigte 13. Generation des japanischen Weltautos andeutet. Seine einstigen japanischen Rivalen hat dieser Toyota übrigens alle längst überlebt.
Chronik
1962: Entwicklungsstart für das Kompaktklassemodell Corolla, das als japanisches Volksauto und als Exportmodell, auch mit Blick auf den deutschen Markt, den Wettbewerb auf Distanz halten soll
1965: Toyota erhält den Deming Award für Verdienste um das Total-Quality-Management. Der Corolla soll das erste Null-Fehler-Auto in der Geschichte des Autobaus werden
1966: Im Mai erfolgt die Medienvorstellung der zweitürigen Corolla-Limousine mit 1,2-Liter-Vierzylinder statt der bisher in der Kompaktklasse verbreiteten 1,0- und 1,1-Liter-Aggregate. Marktstart und Großserienproduktion des Zweitürers ab November in einem eigens errichteten Werk in Toyota-City, das über 600.000 Corolla pro Jahr ausstoßen kann. Außerdem ergänzt noch im Startjahr ein Kombi das Programm. Toyota Belgien wird gegründet und zum Startaufgebot dieses europäischen Importeurs zählt der Corolla, der in Brüssel vorgestellt wird. Im Lauf seiner Produktionszeit wird der Corolla international auch unter folgenden Modellnamen vertrieben: Allex (ab 2001), Allion (ab 2021), Altis (ab 2001), Auris (ab 2006), Axio (ab 2006), Carri (ab 1988), Charmant (ab 1974), Conquest (ab 1988), Fielder (ab 2006), Levin (ab 1983), Holden Nova (ab 1989), Prizm (Geo, ab 1987), Runx (ab 2007), Sprinter (ab 1968), Suzuki Swace (ab 2020), Tazz (ab 1988), Trueno (ab 1983)
1967: Ab Mai ist der Corolla auch als viertürige Limousine und Kombi lieferbar. Insgesamt liefen im ersten vollen Produktionsjahr 160.000 Corolla vom Band. Sein Europa-Debüt feiert der Corolla auf den Salons in Brüssel und Paris. Unter Chef-Ingenieur Tatsuo Hasegawa beginnt die Entwicklung der zweiten Corolla-Generation mit größerem 1,4-Liter-Motor
1968: Der jährliche Produktionsausstoß des Corolla verdoppelt sich auf 1,1 Millionen Einheiten. Motorsporterfolge des Corolla in Bathurst, auch 1969 erzielt der Corolla dort einen Klassensieg. Über das neue Vertriebsnetz Toyota Auto Store wird in Japan das Fließheck-Coupé Corolla Sprinter vertrieben. Schon seit Januar ist der Corolla als Kombi und mit Toyoglide-Automatik lieferbar. Der Export in die USA beginnt, auch die Ausfuhr nach Europa läuft an. Produktionsbeginn von Toyota in Europa. Als erstes Modell wird der Corolla in Portugal im Werk Salvador Caetano IMVT gefertigt
1969: Im September wird ein neuer 1,2-Liter-Motor vorgestellt, dazu mehr Leistung im Corolla SL. Toyota feiert den 100.000sten Corolla, der für den Export bestimmt ist
1970: Am 9. Oktober wird die "Deutsche Toyota-Vertrieb Gesellschaft mit beschränkter Haftung" gegründet. Vereinzelt wurden schon vor 1970 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen, darunter auch Corolla. Diese stammten vor allem aus Belgien und der Schweiz. Im Mai Vorstellung der zweiten Corolla-Generation (E20) mit längerem Radstand und 1,4-Liter-Vierzylinder. Das Top-Triebwerk leistet 66 kW/90 PS, damals sensationell
1971: Deutschlandstart für den Corolla E20 als Limousine, Coupé und Sprinter Coupé. Der erste offiziell in Deutschland abgesetzte Corolla ist ein Sprinter Coupé
1972: In Japan geht im März der Corolla Levin als sportliches Kultcoupé in Serie. Neu ist der Corolla Kombi in Deutschland. Im September Facelift, erkennbar an neuem Kühlergrill und seitlichen Blinkern
1973: Neues Spitzenaggregat mit 1,6 Liter Hubraum auf verschieden Märkten ab April lieferbar. Im November gewinnt W. Boyce auf Corolla (TE20) in den USA für Toyota den erste internationalen Rallyelauf
1974: Der Corolla erreicht die höchste Jahresproduktion weltweit unter allen Pkw-Modellen. Im April wird die dritte Corollla-Generation (E30-E60) eingeführt. Erst Ende des Jahres Exporteinstellung für Coupé und Kombi der zweiten Corolla-Generation
1975: Im März deutsche Markteinführung der dritten Corolla-Generation. Toyota überholt in den USA nicht zuletzt dank des Corolla Volkswagen als größte Importmarke. Toyota übernimmt auch beim Corolla eine Vorreiterrolle in der Entwicklung von Abgas-Katalysatoren, seit 1974 für Nordamerika und Japan. Hannu Mikkola gewinnt mit dem Corolla Levin (2T-G) u.a. die 1000-Seen-Rallye in Finnland
1976: Im Juni fährt der fünfmillionste Corolla vom Band. Im Januar Debüt des Sportkombis Toyota Corolla Liftback. Deutsche Händlerpremiere für den Corolla Liftback mit drei Motorversionen im November
1977: Zur Frankfurter IAA umfassende Modellpflege in Interieur und Exterieur (neuer Kühlergrill). Die Siege von Achim Warmbold und Harald Demuth machen den Corolla in Deutschland zum erfolgreichsten Rallyeboliden
1978: Erneute Modellpflege, modifizierte Frontgestaltung
1979: Im Januar läuft der siebenmillionste Corolla vom Band. Im März wird die vierte Corolla-Generation (E70) vorgestellt. Europapremiere auf der IAA Frankfurt in kantigem Design und vier Karosserieversionen (Limousine zwei- und viertürig, Kombi, Liftback)
1980: Im Januar Auslieferungsbeginn in Deutschland für die vierte Corolla-Generation
1982: Facelift mit neuer Front- und Heckgestaltung und leistungsstärkeren Motoren
1983: Der Corolla knackt die Produktionsmarke von zehn Millionen Einheiten. Die Exporte erfolgen nun in 116 Länder. Optionaler Dieselmotor für Corolla Limousine ab Februar. Abverkauf dieser Corolla-Generation im August. Schon im Mai erfolgt die Vorstellung der unter Chefentwickler Fumio Agetsuma realisierten fünften Corolla-Generation (E80) mit Frontantrieb, zunächst als viertürige Stufenheck-Limousine und fünftürige Liftback-Version sowie als Kombi. Weltpremiere für den Corolla GT AE86 mit dem ersten japanischen Großserien-Vierventiler und Heckantrieb für eine Motorsportkarriere. In Deutschland Vertrieb unter der Bezeichnung Corolla Coupé GT 16V. Der Corolla AE86 erzielt einen Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen in Spa Francorchamps
1984: In Europa wird der Toyota Corolla Levin GT 16V bzw. Corolla Coupé GT 16V eingeführt, dies mit 115 bis 120 PS Leistung. Als Gruppe-A-Version leistet der Levin GT 16V (AE86) 180 PS (bei 850 Kilogramm Leergewicht), gewinnt die British Open Championship und wird bei Rallye- und Driftevents eingesetzt
1985: Neue zusätzliche Modellserie Corolla Compact mit Steilheck und Heckklappe als Nachfolger des Tercel eingeführt. Neuer 1,3-Liter-12-Ventil-Motor als Basistriebwerk, außerdem als Spitzenversion Corolla GT
1986: Ab März optionaler Dieselmotor für Liftback und Compact
1987: Unter dem Credo "Quality" entwickelt und lanciert Toyota die sechste Corolla-Generation (E90) als Compact, Liftback, Limousine und Kombi. Der in 2.000 Punkten optimierte Corolla setzt laut Medien und Zuverlässigkeitsrankings in der Folge neue Qualitätsmaßstäbe. Ab September ungeregelter Katalysator für einige Motoren lieferbar
1988: Im August wird der Corolla Tercel Xli 4x4 als Crossover-Kombi eingeführt mit sperrbarem Zentraldifferential und hinterer Starrachse
1989: In Australien startet der Corolla als Holden Nova. Ab März für alle Modelle geregelter Drei-Wege-Katalysator lieferbar. Zur IAA umfangreiche Modellpflege für alle Corolla
1991: Weltpremiere für den siebten Corolla (E100), diese Corolla-Generation soll in den Disziplinen "Style in Design", Fahreigenschaften, Sicherheit und Zuverlässigkeit neue Maßstäbe setzen
1992: Im Juli Deutschlanddebüt für die siebte Corolla-Generation in fünf Karosserieversionen. Der Corolla Tercel entfällt
1993: Ab Juli optional mit 2,0-Liter-Diesel bestellbar
1995: Liftback entfällt, Fahrer- und Beifahrer-Airbag serienmäßig
1997: Der Corolla avanciert mit 22,65 Millionen verkauften Einheiten zum meistverkauften Auto der Welt. Im September deutsche Markteinführung der achten Corolla-Generation (E110), die laut Toyota effizienter und kostengünstiger im Unterhalt sein soll. Vorstellung des Corolla WRC für die Rallye-Weltmeisterschaft mit Allradantrieb
1998: Im Dezember endet nach 30 Jahren und 666.700 Einheiten im australischen Port Melbourne die Produktion des Corolla. Ab Juli Seitenairbags im Compact serienmäßig. Im November Produktionsstart des Corolla Liftback im Werk Burnaston/Großbritannien
1999: In der WRC gewinnt Toyota mit dem Corolla die dritte Markenweltmeisterschaft
2000: Facelift für die achte Corolla-Generation. Neuer D-4D-Turbodiesel-Direkteinspritzer
2001: In Japan startet das Corolla-Derivat Allex. Erstmals wird ein Corolla speziell für Europa entwickelt. Im Januar Markteinführung dieser neunten Corolla-Generation (Serie E120) in Japan. Die Europaversion feiert auf der IAA Frankfurt Premiere als Limousine, Liftback, Compact, Kombi und Kompaktvan Verso
2002: Von nun an produziert Toyota jährlich mehr als eine Million Corolla. Deutsche Händlereinführung der achten Corolla-Generation
2004: Facelift für die ganze Corolla-Baureihe. Im türkischen Toyota-Werk läuft die Produktion des Kompaktvans Corolla Verso an
2005: Neue Spitzenversion wird der Corolla TS Compressor mit 165 kW/225 PS
2006: Die Produktion des fünftürigen Corolla im britischen Burnaston endet nach 28 Jahren zugunsten des Auris
2007: Im März löst der Auris den Corolla der Serie E120 in Westeuropa ab
2008: Mit der Fertigung von 8,972 Millionen Fahrzeugen wird Toyota weltgrößter Autobauer vor General Motors. In den USA wird Toyota größte Automarke vor Chevrolet
2009: In den USA beginnt im September die erste von mehreren Rückrufaktionen, die letztlich über acht Millionen Toyota-Fahrzeuge erfassten. Akio Toyoda, der Enkel des Unternehmensgründers, übernimmt die Führung des Konzerns und die Verantwortung für die durch die Rückrufaktionen bewirkte Krise. Toyoda richtet 2010 ein "Special Committee for Global Quality" ein, um den Qualitätsvorsprung der Marke wieder herzustellen. Qualität soll vor Wachstum stehen
2010: Modellpflege für den Auris im März. Im September debütiert der Auris Hybrid
2012: Die zweite Generation des Toyota Auris wird im Oktober auf dem Pariser Salon vorgestellt. Der historische Corolla Levin GT wird in der britischen ANCC-Motorsportserie eingesetzt und beim Goodwood Festival of Speed vorgestellt
2013: Der Corolla avanciert erneut zum auflagenstärksten Auto der Weltproduktion mit 1,22 Millionen Einheiten im Jahr. Die Produktion des Corolla bei Toyota Sakarya in der Türkei läuft an, zusätzlich zu der Fertigung in Großbritannien. Deutscher Marktstart des Auris. Auf dem Genfer Salon debütiert die Kombiversion Auris Touring Sports. Im Juni wird die 11. Generation des Corolla vorgestellt. Produktionsjubiläum 40 Millionen Corolla
2014: In China debütiert der Toyota Corolla als Levin. Im Januar kehrt der Corolla als Stufenhecklimousine zurück auf den deutschen Markt
2015: Im September Modellpflege für Auris und Auris Touring Sports
2016: Toyota kommuniziert 44 Millionen verkaufte Corolla in 150 Ländern. Der Corolla wird weltweit in 16 Werken gebaut. Jeder fünfte bis dahin gebaute Toyota ist ein Corolla
2018: Auf dem Genfer Salon debütiert im März die zwölfte Generation der Toyota-Kompaktklasse zunächst unter dem Modellnamen Auris. Im Oktober beim Pariser Salon mutiert der Auris in serienreifer Version zum Toyota Corolla. Von der ausgelaufenen elften Generation wurden in Deutschland nur gut 2.000 Einheiten Corolla als Stufenheck-Limousine zugelassen, hinzu kommt der Auris als Fünftürer und Kombi
2019: Deutscher Marktstart der zwölften Corolla-Generation
2020: Mit 1,13 Millionen Zulassungen ist der Corolla in diesem Jahr erneut das meistverkaufte Auto der Welt. Baugleich mit dem Corolla Touring Sports ist der Suzuki Swace auch in Deutschland im Handel
2021: Toyota feiert die Produktion des 50-millionsten Corolla. In China kommt der Corolla als Allion in den Handel
2022: Mit dem Corolla Cross Hydrogen Concept unterstreicht Toyota seinen Ansatz, auf vielfältige Antriebe zu setzen
2023: Mit 176.285 Zulassungen in Europa liegt der Toyota Corolla Cross auf Platz 7 in den europäischen Verkaufscharts. In den globalen Verkaufscharts belegt der Corolla den dritten Platz hinter dem Toyota RAV4 und dem Tesla Model Y
2025: Auf der Japan Mobility Show in Tokio zeigt Toyota ein Corolla Concept Car als Viertürer in coupéartigen Linien. Diese kommende 13. Generation des Corolla soll auf Antriebe mit Strom, Wasserstoff und Benzin setzen. Der Corolla Cross wird in Facelift-Version vorgestellt, neu ist auch die Variante Corolla GR Sport. Trotz des SUV-Hypes findet die Corolla Limousine in den USA noch 248.000 Käufer
2026: Der Corolla wird seit 60 Jahren produziert. Ein Jubiläum, das Toyota Deutschland in der Fahrzeugausstellung Toyota Collection feiert. Produziert wird der Corolla in Japan (Takaoka), Brasilien (Sao Paulo), China (Tianjin), Großbritannien (Derbyshire), Kanada (Cambridge, Ontario), Pakistan (Karachi), Portugal (Caetano), Südafrika (Durban), Taiwan, Thailand, Türkei (Sakarya), Vietnam, USA (Blue Springs, Mississippi; bis 2010 in Fremont, Kalifornien). Frühere Werke gibt es in Australien, Indien, Indonesien, Malaysia, Neuseeland, Philippinen und Venezuela.
Motorisierungen Toyota Corolla
Toyota Corolla (Serie E10, ab 1966) mit 1,1-Liter-Vierzylinder-Motoren (43 kW/58 PS bzw. 44 KW/60 SAE-PS bzw. 54 kW/73-SAE-PS) bzw. mit 1,2-Liter-Vierzylinder-Motoren (48 KW/65 SAE-PS bzw. 57 kW/78 SAE-PS)
Toyota Corolla (Serie E20, ab 1970) mit 1,2-Liter-Vierzylinder-Motoren (43 kW/58 PS bzw. 40 kW/55 PS)
Toyota Corolla (Serie E30, ab 1975) mit 1,2-Liter-Vierzylinder-Motor (40 kW/55 PS) bzw. mit 1,6-Liter-Vierzylinder-Motoren (53 kW/73 PS bzw. 62 kW/84 PS)
Toyota Corolla (Serie E70, ab 1979) mit 1,3-Liter-Vierzylinder-Motor (44 KW/60 PS bzw. 48 kW/65 PS) bzw. mit 1,6-Liter-Vierzylinder-Motoren (54 KW/74 PS bzw. 55 kW/75 PS bzw. 63 kW/86 PS bzw. 81 kW/110 PS) bzw. mit 1,8-Liter-Dieselmotor (43 kW/58 PS)
Toyota Corolla (Serie E80, ab 1983) mit 1,3-Liter-Vierzylinder-Motor (48 KW/65 PS bzw. 51 kW/69 PS) bzw. mit 1,3-Liter-12V-Vierzylinder-Motor (54 KW/73 PS bzw. 55 kW/74 PS) bzw. mit 1,6-Liter-Vierzylinder-Motoren (54 kW/73 PS bzw. 62 KW/84 PS) bzw. mit 1,6-Liter-16V-Vierzylinder-Motor (85 KW/116 PS bzw. 89 kW/121 PS bzw. 91 kW/124 PS) bzw. mit 1,8-Liter-Dieselmotor (47 kW/64 PS)
Toyota Corolla (Serie E90, ab 1987) mit 1,3-Liter-12V-Vierzylinder-Motor (53 kW/73 PS bzw. 55 kW/74 PS) bzw. mit 1,6-Liter-16V-Vierzylinder-Motor (66 kW/90 PS bzw. 77 kW/105 PS bzw. 85 kW/116 PS) bzw. mit 1,8-Liter-Dieselmotor (47 kW/64 PS)
Toyota Corolla (Serie E100, ab 1992) mit 1,3-Liter-12V-Vierzylinder-Motor (65 kW/88 PS bzw. 55 kW/75 PS) bzw. mit 1,6-Liter-16V-Vierzylinder-Motor (84 kW/114 PS) bzw. mit 2,0-Liter-Dieselmotor (53 kW/72 PS)
Toyota Corolla (Serie E110, ab 1997) mit 1,3-Liter-Vierzylinder-Motor (63 kW/86 PS) bzw. mit 1,6-Liter-Vierzylinder-Motor (81 kW/110 PS) bzw. mit 2,0-Liter-Dieselmotor (53 kW/72 PS) bzw. mit 2,0-Liter-D-4D-Dieselmotor (66 kW/90 PS)
Toyota Corolla (Serie E120, ab 2002) mit 1,4-Liter-Vierzylinder-Motor (71 kW/97 PS) bzw. mit 1,6-Liter-Vierzylinder-Motor (81 kW/110 PS) bzw. mit 1,8-Liter-Vierzylinder-Motor (99 kW/135 PS bzw. 141 kW/192 PS) bzw. mit 2,0-Liter-D-4D-Dieselmotor (66 kW/90 PS bzw. 81 kW/110 PS)
Toyota Auris (ab 2007) mit 1,3-Liter-Vierzylinder-Motor (73 kW/99 PS bzw. 74 kW/101 PS) bzw. mit 1,6-Liter-Vierzylinder-Motor (97 kW/132 PS) bzw. mit 1,4-Liter-D-4D-Dieselmotor (66 kW/90 PS) bzw. mit 2,0-Liter-D-4D-Dieselmotor (93 kW/126 PS bzw. 130 kW/177 PS) bzw. als Auris Hybrid mit 1,8-Liter-Vierzylinder-Motor (Systemleistung 100 kW/136 PS) und 60 kW/82 PS Elektromotor
Toyota Auris (ab 2013) mit 1,2-Liter-Vierzylinder-Motor (85 kW/116 PS) bzw. mit 1,3-Liter-Vierzylinder-Motor (73 kW/99 PS) bzw. mit 1,4-Liter-D-4D-Dieselmotor (66 kW/90 PS) bzw. mit 1,6-Liter-D-4D-Dieselmotor (82 kW/112 PS) bzw. als Auris Hybrid mit 1,8-Liter-Vierzylinder-Motor (Systemleistung 100 kW/136 PS) und 60 kW/82 PS Elektromotor
Toyota Corolla (Serie E160 bis E180, ab 2012 global und ab 2014 in Deutschland) mit 1,3-Liter-Vierzylinder-Motor (73 kW/99 PS) bzw. mit 1,6-Liter-Vierzylinder-Motor (97 kW/132 PS) bzw. mit 1,4-Liter-D-4D-Dieselmotor (66 kW/90 PS)
Toyota Corolla (Serie E210, ab 2018) mit 1,2-Liter-Vierzylinder-Motor (85 kW/116 PS) bzw. als Hybrid 1.8 VVT-i Hybrid mit 1,8-Liter-Vierzylinder-Motor (72 kW/98 PS Benziner und 60 kW/82 PS Elektromotor, Systemleistung 90 kW/122 PS) bzw. als Hybrid 2.0 VVT-i Hybrid mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Motor (112 kW/152 PS Benziner und 80 kW/109 PS Elektromotor, Systemleistung 135 kW/184 PS) bzw. mit 1,8-Liter-Vierzylinder-Motor (72 kW/98 PS Benziner und 70 kW/95 PS Elektromotor, Systemleistung 103 kW/140 PS) bzw. als Hybrid 2.0 VVT-i Hybrid mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Motor (98 kW/133 PS Benziner und 83 kW/113 PS Elektromotor, Systemleistung 132 kW/178 PS) bzw. als GR Corolla mit 1,6-Liter-Dreizylinder-Motor (224 kW/304 PS Benziner)
Toyota Corolla Cross (ab 2022) u.a. als Hybrid mit 1,8-Liter-Vierzylinder-Motor (72 kW/98 PS Benziner und 70 kW/95 PS Elektromotor, Systemleistung 103 kW/140 PS) bzw. als Hybrid 2.0 VVT-i Hybrid mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Motor (98 kW/133 PS Benziner und 83 kW/113 PS Elektromotor, Systemleistung 132 kW/178 PS).