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Auslieferung ab 2020 VW nimmt Bestellungen für ID.3 an

Volkswagen will die Elektromobilität massentauglich machen und bietet deshalb ein vergleichsweise kostengünstiges vollelektrisches Auto an. Um auf die Liste der potenziellen Käufer zu kommen, müssen Kunden allerdings erst einmal zahlen.

Volkswagen hat die Vorbestellungen für seinen vollelektrischen Hoffnungsträger ID.3 im Internet gestartet. Der Preis für die zunächst auf 30.000 Fahrzeuge beschränkte Premieren-Edition mit einer Reichweite von 420 Kilometern soll unter 40.000 Euro liegen, teilte das Unternehmen in Berlin mit. Für die kleinste Version peilt der Autobauer sogar einen Preis von unter 30.000 Euro an. Ziel sei es, die Elektromobilität massentauglich zu machen, sagte VW-Markenvertriebschef Jürgen Stackmann.

VW Vorzüge
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Interessenten in 29 europäischen Ländern können sich seit dem heutigen Mittwoch zum Kauf für das Startmodell registrieren lassen. Dabei wird eine Reservierungsgebühr von 1000 Euro fällig, die später verrechnet oder erstattet wird. "In vielen Ländern sind die Webseiten unter der Last der Anfragen zusammengebrochen", sagte ein VW-Sprecher und versprach eine möglichst schnelle Lösung der IT-Probleme.

Komplett Angucken erst im September

Komplett sehen können Interessenten den Wagen noch nicht. Die Weltpremiere ist für September bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt angekündigt. Kurz danach sollen verbindliche Bestellungen möglich sein, die ab April 2020 wirksam werden. Die Produktion der ID-Modellfamilie soll Ende 2019 im VW-Werk Zwickau beginnen, wo derzeit der Umbau zur ersten E-Auto-Fabrik läuft. "Erste Fahrzeuge werden Mitte 2020 ausgeliefert", kündigte VW an. 

Für den Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer ist Volkswagen damit auf einem guten Weg der kompletten Neuausrichtung. Vor allem die Partnerschaften bei der Batterieherstellung seien richtig. Großes Potenzial sieht der Professor der Universität Duisburg-Essen auch in dem Baukastensystem für Elektroautos, dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB). "Die Plattform wird dem Unternehmen einen Vorsprung gegenüber Konkurrenten wie Toyota ermöglichen", sagte Dudenhöffer.

Erfolgsdruck ist hoch

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Wie genau das Auto aussieht, erfahren die Käufer erst im September auf der IAA.

(Foto: dpa)

"Allerdings ist auch der Erfolgsdruck angesichts der Milliardeninvestitionen hoch", meint Stefan Bratzel, Leiter des Centers of Automotive Management an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. Die Qualität dieses Systems werde darüber entscheiden, ob Volkswagen den Rückstand auf Tesla aufholen kann. In Deutschland ist die günstigste Version des Model 3 vom amerikanischen Elektroauto-Hersteller derzeit für 44.500 Euro bestellbar.  

Der aktuelle VW-Konzernchef Herbert Diess hatte schon 2017 - damals noch als Markenchef - angekündigt, dem Elektroauto-Pionier bei günstigeren Stromern den Rang ablaufen zu wollen. "Da werden wir ihn stoppen, an der Linie von 30.000 Euro", hatte Diess gesagt. In 29 europäischen Märkten sind nun erste Vorbestellungen für den neuen Hoffnungsträger möglich, der der Golf für das Elektrozeitalter werden soll. Vor allem in wichtigen Märkten wie Norwegen sei das Interesse riesig, sagte Stackmann. Das skandinavische Land gilt als Vorreiter in Sachen Elektromobilität und die Regierung hat mit der Ankündigung, ab 2025 nur noch emissionsfreie Neuwagen zulassen zu wollen, weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Dass die weltweite Nachfrage für Elektroautos und Hybride stark wächst, zeigt eine Analyse des Beratungsunternehmen PwC auf Basis von Zulassungszahlen in den großen Automärkten. Batteriebetriebene Elektroautos seien dabei mit einer Wachstumsrate von 85,4 Prozent das am stärksten wachsende Segment, sagte PwC-Experte Felix Kuhnert laut einer Mitteilung.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

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