Gebrauchte

Kleiner Raumkünstler Honda Jazz macht auch gebraucht Musik

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Eine Schönheit ist der Honda Jazz II nicht. Dafür punktet er mit praktischen Werten.

In Deutschland wurde der Honda Jazz von 2008 bis 2015 angeboten. Zum Verkaufsschlager entwickelte er sich in dieser Zeit nicht. Doch der Japaner hat seine Qualitäten und als Gebrauchter einen erschwinglichen Preis.

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In Deutschland verkaufte sich der kompakte Japaner nicht wirklich gut.

Der zwischen Ende 2008 und 2015 angebotene Honda Jazz II ist auf deutschen Straßen eher selten anzutreffen. Dabei kann der clevere Kleinwagen mit seinen reichlich vorhandenen Talenten viel Überzeugungsarbeit leisten. Zumal er im Alter noch mit hoher Zuverlässigkeit punkten kann. Wohl deshalb werden selbst ältere Exemplare zu erstaunlich hohen Preisen angeboten.

Mehr als ein Kleinwagen

Der Jazz II ist mehr als nur ein Kleinwagen. Dank des One-Box-Designs genießen Passagiere in beiden Sitzreihen ein gutes Platzangebot fast wie in einem Van. Ein besonderer Trumpf des Jazz ist zudem der hochvariable Fond, der sich dank einer ausgefuchsten Rückbank-Falttechnik äußerst schluckfreudig gibt. Obwohl der Jazz nur 3,90 Meter kurz ist, passen hinten fast 1400 Liter rein. Da muss sich mancher Mittelklassekombi geschlagen geben. Dank der klugen Rückbankkonstruktion bietet der Jazz zudem viele Nutzungsmöglichkeiten.

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Vor allem seine praktischen Werte machen den Honda Jazz II zu einem alltagstauglichen Begleiter.

Vielfältig ist auch das Angebot an praktischen Ablagen, mit welchen der leicht futuristisch wirkende und dennoch funktionale Arbeitsplatz aufwartet. Obwohl hier Hartplastik dominiert, bietet das progressiv gestaltete Interieur einen durchaus wohnlichen Charme.

Vernunft gepaart mit Leistung

Bei den Antrieben hat der Jazz zwei konventionelle Motoren der Vernunft mit ordentlichem Leistungspotenzial im Angebot. Ob man sich für den 1,2-Liter-Benziner mit 90 oder den 1,4-Liter-Otto mit 100 PS entscheidet, ist fast schon einerlei. Ein spezieller Fall ist das für den großen Benziner angebotene automatisierte Schaltgetriebe i-Shift, welches zwar von Schaltarbeit entlastet, bei einem flotten Fahrstil allerdings mit unharmonischen Gangwechseln nerven kann.

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Das Platzangebot ist für 3,90 Meter Fahrzeuglänge beachtlich.

Ausschließlich mit Automatik zu haben ist der recht seltene Jazz Hybrid. Hier arbeiten ein 88 PS starker Benziner und ein 14 PS leistender E-Motor zusammen. Kurzzeitig erlaubt der E-Antrieb auch rein elektrisches Fahren beziehungsweise hilft beim Segeln. Die von Honda proklamierten 4,5 Liter Normverbrauch wird man praktisch allerdings nur mit äußerster Gasfuß-Disziplin erreichen. Unterm Strich ermöglicht der Hybrid dennoch Praxisverbrauchswerte, die auf dem Niveau eines Dieselmotors liegen.

In Hinblick auf Lenkung und Fahrwerk gibt der Jazz ansonsten wenig Anlass zu ernster Kritik. Manch einer würde sich mehr Federungskomfort wünschen, anderen fehlt hingegen eine direktere Rückmeldung vor allem von der Lenkung. In der Summe bietet das Setup ein für den Autoalltag unauffällig guten Kompromiss.

Mit Sicherheit ein Vorbild

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1400 Liter passen bei umgelegter Rückbank in den kleinen Japaner.

In puncto Sicherheit ist der Jazz ein vorbildlicher 5-Sterne-Typ. ESP und sechs Airbags gibt es bereits in der Basisversion Trend, die unter anderem mit elektrischen Fensterhebern, einer Klimaanlage und einem CD-Radio aufwartet. Die Version Comfort bietet darüber hinaus eine Klimaautomatik. Wer noch Panoramaglasdach und Tempomat wünscht, sollte nach der gehobenen Ausstattung Elegance suchen. Die Topversion Exclusive bietet außerdem noch Ledersitze, auf die man angesichts der schicken Stoffbezüge allerdings verzichten sollte.

Vor allem ob seiner Langzeitqualitäten kann der Jazz als Gebrauchtwagen überzeugen. Laut TÜV-Report 2016 ist er ein Mängelzwerg. Das gilt übrigens auch für den Vorgänger, der bei den TÜV-Checks ebenfalls nur wenige Schwächen zeigt. Vergleichsweise wenig Verschleißerscheinungen zeigt der Jazz in Hauptuntersuchungen unter anderem beim Fahrwerk. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Die Bremsen können erstaunlich früh Probleme bereiten. Neben verrosteten Leitungen können auch die Bremsscheiben bereits nach wenigen Jahren verschlissen sein. Auch ein Blick auf die Auspuffanlage schadet bei älteren Exemplaren nicht, da diese im Alter Rost ansetzen. Dennoch: Insgesamt sorgt der Jazz selten für Verdruss.

Fazit: Viel Platz, hohe Variabilität und wenig Mängel – der Jazz ist ein besonders empfehlenswerter Kleinwagen. Abgesehen von Problemen mit den Bremsen überzeugt der Japaner mit vorbildlichen Langzeitqualitäten. Diese haben allerdings ihren Preis: Selbst ältere Exemplare sind kaum unter 5000 Euro zu haben.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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