Gebrauchte

Traumnoten aber kein Traumpreis Porsche 911 (991) - Traumwagen gebraucht

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Der Porsche 911 der Generation 991 ist ein begehrter Gebrauchtwagen.

Vielen gilt Porsche als das Nonplusultra, der 911 soll gar der beste Sportwagen sein der je gebaut wurde. Nach der Ablösung des 991, lohnt sogar der Blick auf einen Gebrauchten. Doch vorher gilt es seine Schwachstellen zu kennen.

In der aktuellen Baureihe 991 sprechen viele vom besten Elfer, der je gebaut wurde. Die Ikone geht zwar – abgesehen von den GT3- und GT3-RS-Modellen – ausschließlich zwangsbeatmet an den Start. Ein Blick auf die saugenden Vertreter des 991 lohnt also.

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Die Faszination für den Elfer ist ungebrochen.

Das Heckmotor-Konzept ist das größte Alleinstellungs-Merkmal des 911. Seit dem ersten Elfer von 1964 hat sich die Heckmotor-Heckantrieb-Strategie der Zuffenhausener weiterentwickelt – und bewährt. Zwar gibt es den 911 mittlerweile auch mit Allradantrieb, "klassischer" ist allerdings nur eine angetriebene Achse. Der Kofferraum in der Front des Autos ist geräumiger als er auf den ersten Blick erscheint und schluckt auch Getränkekisten oder Reisegepäck. Wer keinen GT3 oder GT3 RS fährt, deren Überrollbügel den Fond einschränken, kann auch hinter die Sitze noch Ladung packen. Die Sitzposition im 991 ist perfekt und man wähnt sich bei der sportlichen Kurvenhatz schon fast in einem echten Rennauto. Der 991 ist 5,6 Zentimeter länger als der Vorgänger 997 und hat einen um zehn Zentimeter längeren Radstand.

Der Vorfacelift-991 ist der letzte frei saugende Basis-Elfer. Beim 991.2 sind ausschließlich Turbomotoren zu haben. Im Standard-Carrera kommt ein 3,4 Liter großer Sechszylinder-Boxer zum Einsatz, der 350 PS leistet. Das Drehmoment von 390 Newtonmeter liegt bei 5600 Umdrehungen an. Im Carrera S wächst der Hubraum auf 3,8 Liter. Das größere Aggregat stemmt 400 PS auf die Kurbelwelle, das Drehmoment beträgt 440 Newtonmeter. Für den GTS wird die Leistung sogar auf 430 PS angehoben. Das Drehmoment bleibt gleich. Der 991 ist klangtechnisch ein echter Porsche und der rasselnde Boxer-Sound sticht auch im Verkehr aus der Masse heraus. Wer auf Drehzahl steht, dem sei der GT3 mit 475 PS empfohlen. Das 3,8-Liter-Triebwerk rennt erst bei 9000 Umdrehungen pro Minute in den Begrenzer. Die stärksten 991 sind allerdings der Turbo mit 520 PS und der Turbo S mit 560 PS.

Bestnoten beim TÜV

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Bei aller Sportlichkeit ist der 911 im Innenraum auch edel.

(Foto: worldwide unlimited)

Der 911 ist nicht nur ein echter Sportwagen, sondern mit sechs Airbags auch sicherheits-technisch gut aufgestellt. Im 991 gibt es erstmals eine elektrische Servolenkung, die für eine genauere Umsetzung der Lenkbefehle und einen besseren Geradeauslauf bei schneller Autobahnfahrt sorgt. Die Aufpreisliste konnte je nach Geschmack und Geldbeutel sehr lang werden. Von sportlicheren Sitzen über Leder-Ausstattungen bis hin zu Hardware-Optionen wie Fahrwerken und Carbon-Keramik-Bremsen bot Porsche einiges mehr an. Auch die Wahl zwischen manuellem und Doppelkupplungsgetriebe – beide mit sieben Gängen – blieb dem Kunden überlassen (außer bei GT3 und Turbo, hier gibt es nur ein PDK).

Die Bestnote im TÜV-Report 2017 und ein problemfreier Dauertest bei der Zeitschrift "Sport Auto" sprechen für den 991. "Made in Zuffenhausen" ist ein Qualitätsversprechen. Beim aktuellen Modell machen lediglich Kinderkrankheiten wie ab und an knarzende Cabrio-Verdecke Sorgen. Bei gebrauchten Modellen sollte auf erhöhten Verschleiß an fahrspaßrelevanten Teilen wie Bremsen, Kupplung und Reifen geachtet werden.

Fazit: Der Porsche 911 ist auch in der aktuellen 991-Generation ein Maßstab im Bereich der Alltagssportwagen. Probleme gibt es nahezu keine, der Elfer macht in jeder Situation Spaß und punktet mit mehr Understatement als vergleichbare Modelle anderer Sportwagenhersteller. Das Vorfacelift-Modell als letzter frei saugender Basis-Carrera könnte außerdem ein echter Klassiker werden. Gute Gebrauchte starten momentan bei unter 70.000 Euro. Für das limitierte Sondermodell 911 R zahlen Sammler bis zu einer Million Euro – ein echtes Spekulationsobjekt, leider.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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