Der Tag
26. Oktober 2022
IMG-3564mit Yuki Schubert
Zum Archiv
22:33 Uhr

Das war Mittwoch, der 26. Oktober 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

die USA sind besorgt über eine mögliche Unterstützung Moskaus bei der Niederschlagung der Massenproteste im Iran. "Wir wissen, dass sie möglicherweise eine Art Unterstützung für die Fähigkeit des Irans, gegen Demonstranten vorzugehen, in Betracht ziehen, und leider hat Russland darin Erfahrung", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby.

Währenddessen droht Russland nach dem Verlust eroberter ukrainischer Gebiete im Nordosten um die Stadt Charkiw ein erneuter Rückschlag. Vor diesem Hintergrund wiederholte der russische Präsident Wladimir Putin die Behauptung, die Ukraine planten den Einsatz einer "schmutzigen Bombe" - einem mit radioaktivem Material versetzten Sprengsatz. Er ordnete Manöver der Atomwaffen-Streitkräfte an. Belege für die angeblichen Pläne der Ukraine hat Russland bislang nicht vorgelegt.

Kiews Bestreben, Cherson wieder zurückzuerobern, wird derzeit durch die Wetterbedingungen erschwert. Laut dem Verteidigungsminister Olexij Resnikow bremsen schwere Regenfälle die Kampffahrzeuge mit Rädern aus. Dazu sei die Süd-Ukraine "eine landwirtschaftliche Region mit vielen Bewässerungskanälen, die von den Russen als Gräben genutzt werden", sagte Resnikow. Einen Überblick über die heutigen Geschehnisse erhalten Sie hier. Informationen rund um die Uhr zum Ukraine-Krieg gibt es in unserem Liveticker.

Diese Themen lohnen definitiv eine Lektüre:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und freue mich, Sie bald wieder hier begrüßen zu dürfen. Machen Sie sich einen angenehmen Abend.

Ihre Yuki Schubert

Das war Mittwoch, der 26. Oktober 2022
22:01 Uhr

Joko und Klaas überlassen ihre Instagram-Konten zwei Iranerinnen

Joko und Klaas haben ihre persönlichen Instagram-Accounts "für immer" an zwei iranische Aktivistinnen übergeben - es geht dabei um zusammen fast zwei Millionen Follower. Die beiden Entertainer kündigten die Solidaritätsaktion am Abend in der Sendung "Joko und Klaas 15 Minuten live" an. Zuvor hatten sie alle ihre eigenen Posts gelöscht. Auf dem Konto von Joko Winterscheidt, 43, postet in Zukunft Frauenrechtsaktivistin Azam Jangravi, die nach einem Protest gegen das Kopftuchgebot im Iran fliehen musste. Das Konto von Klaas Heufer-Umlauf, 39, wird nun von Sarah Ramani von der Bewegung "The Voice of the Streets" (Stimme der Straße) für Botschaften genutzt.

Joko und Klaas überlassen ihre Instagram-Konten zwei Iranerinnen
21:47 Uhr

Weltwetterorganisation: Methanwerte 2021 so stark gestiegen wie nie zuvor

Methan ist besonders klimaschädlich, die Konzentration in der Atmosphäre ist 2021 so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Messungen vor 40 Jahren. Das teilt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mit. Demnach erreichte der Anteil des Treibhausgases an der Atmosphäre im Vorjahr 262 Prozent des Niveaus vor der Industrialisierung. Auch die Konzentrationen von Kohlendioxid und Distickstoffoxid erreichten neue Höchststände. Der Grund für den Anstieg der Methan-Konzentration sei unklar, scheine aber sowohl auf biologische als auch auf vom Menschen verursachte Prozesse zurückzuführen zu sein, erklärte die WMO. Die Zahlen unterstrichen "die enorme Herausforderung - und die lebenswichtige Notwendigkeit - dringender Maßnahmen", um Treibhausgas-Emissionen zu senken und einen weiteren Temperaturanstieg zu verhindern, sagte WMO-Chef Petteri Taalas.

Methan ist der zweitgrößte Verursacher des Klimawandels. Es verbleibt zwar nur etwa zehn Jahre in der Atmosphäre, wirkt sich aber viel stärker auf die Erderwärmung aus als CO2. Die meisten Methan verursachenden Prozesse stehen im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen, Abfällen oder der Landwirtschaft. Methan war zuletzt vor allem durch Lecks in den Pipelines Nord Stream 1 und 2 in die Schlagzeilen geraten.

Weltwetterorganisation: Methanwerte 2021 so stark gestiegen wie nie zuvor
21:23 Uhr

Opposition: Meloni macht Mafia ein Geschenk

Als eine ihrer ersten Amtshandlungen will die neue italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Höchstgrenze für Bargeld-Zahlungen anheben. Damit werde sie eines ihrer Wahlversprechen einlösen, sagte die Parteichefin der rechtsradikalen Fratelli d'Italia. Nach einem Gesetzentwurf ihrer Koalitionspartner Lega zufolge soll das Limit von derzeit 2000 auf 10.000 Euro angehoben werden soll. Ursprünglich sollte die Höchstgrenze 2023 sogar auf 1000 Euro reduziert werden. Die Begrenzung von Bargeld-Zahlungen soll Steuerhinterziehung erschweren. Franco Mirabelli von der oppositionellen Demokratischen Partei bezeichnete die Pläne als Geschenk für die Mafia. "Es fördert Steuerhinterziehung und Geldwäsche", schrieb er auf Facebook. Meloni verneinte einen Zusammenhang. Mit Blick auf Deutschland fügte sie hinzu: "Es gibt Länder ohne Höchstgrenzen und mit einer sehr geringen Steuerhinterziehung." Einer Studie der Bank von Italien zufolge verhalf die Anhebung der Höchstgrenze von 1000 auf 3000 Euro im Jahr 2016 der Schattenwirtschaft allerdings zu einem Schub.

Opposition: Meloni macht Mafia ein Geschenk
21:01 Uhr

Rihanna kündigt neuen Song noch für diese Woche an

Mehr als sechs Jahre ist es her, dass Riri neue Musik veröffentlicht hat: Desto schöner ist es, dass die 34-Jährige nun bestätigt hat, dass sie schon in wenigen Tagen einen neuen Song präsentieren wird. Unter anderem auf Instagram gibt sie bereits einen Vorgeschmack auf das Lied und teilt mit, dass "Lift Me Up" am 28. Oktober erscheinen soll. "Lift Me Up" ist Teil des Soundtracks des kommenden Blockbusters "Black Panther: Wakanda Forever". Die Marvel Studios hatten bereits zuvor auf Twitter angedeutet, dass Rihanna wohl einen Song zum Soundtrack beisteuert.

Das neue Lied von Rihanna soll laut "Variety" das Leben und Vermächtnis von Chadwick Boseman (1976-2020) ehren. Der Schauspieler war im ersten "Black Panther"-Film als Hauptdarsteller zu sehen. Im Sommer 2020 starb er mit nur 43 Jahren an den Folgen einer Darmkrebserkrankung.

Rihanna kündigt neuen Song noch für diese Woche an
20:43 Uhr

Nur noch die "Zeit Gottes": Mexiko schafft die Sommerzeit ab

Mexiko dreht am kommenden Sonntag ein letztes Mal am Zeiger: Nach einer jahrelangen Diskussion über den Sinn der Zeitumstellung wird die Sommerzeit abgeschafft. Das beschloss der Senat des lateinamerikanischen Landes am Mittwochmorgen (Ortszeit). Künftig werde nur noch die "Zeit Gottes" gelten, sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador in Anspielung auf eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Normalzeit. Die Sommerzeit war in Mexiko 1996 eingeführt worden, um Energie zu sparen. Wie auch in Deutschland gab es in Mexiko immer wieder Debatten über die Vor- und Nachteile der Sommerzeit. Die Abschaffung sei aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll, hieß es nun zur Begründung aus dem Senat. In den vergangenen 26 Jahren habe es außerdem keinen wesentlichen Energiespareffekt gegeben, sagte der Senator Félix Salgado von der Regierungspartei Morena.

Ab kommendem Sonntag gilt auch in Deutschland wieder die Winterzeit. Die Uhren werden in der Nacht von 3.00 auf 2.00 Uhr zurückgestellt.

Nur noch die "Zeit Gottes": Mexiko schafft die Sommerzeit ab
20:17 Uhr

Sprengsätze in Herne gefunden: Verdächtiger soll Auftragsmord geplant haben

Mitte Oktober werden im Ruhrgebiet mehrere Wohnungen durchsucht und Sprengsätze entdeckt, diese waren für einen geplanten Auftragsmord und den Handel mit Sprengstoff gedacht. Das hat Landesjustizminister Benjamin Limbach im Rechtsausschuss des Landtags nun mitgeteilt. Einem von fünf Beschuldigten im Alter zwischen 30 und 64 Jahren werfen die Ermittler vor, im April 2022 Kontakte in Essen gesucht zu haben, um einen Bekannten töten zu lassen. Dabei sei ein Sprengsatz zum Preis von knapp 15.000 Euro verkauft worden, der aus einer Wohnung in Herne abgeholt und dem Käufer übergeben wurde. Der Sprengsatz war mit einem Handy als Zünder verbunden. Beim ersten Klingeln hätte der Sprengsatz ausgelöst, berichtet Limbach den Ausschussmitgliedern. In der Folge seien weitere Sprengsätze angeboten worden, aber ohne Erfolg. Vom Anwerben des Auftragsmörders wurde dann abgesehen.

  • Am 17. Oktober wurden in Herne und Essen Wohnungen durchsucht und baugleiche Sprengsätze entdeckt.

  • Bei weiteren Durchsuchungen in insgesamt sieben Objekten wurden Schusswaffen, Munition, Drogen und unversteuerte Zigaretten entdeckt.

  • Gegen drei der Männer wurden Haftbefehle erlassen, ein zuvor Tatverdächtiger wurde wieder aus der Haft entlassen. Nach jetzigem Ermittlungsstand geht die Polizei von organisierter Kriminalität aus.

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Bei Durchsuchungen im Ruhrgebeit hat die Polizei Sprengstoff, Waffen und Drogen sichergestellt. (Foto: picture alliance/dpa/Polizei Düsseldorf)
Sprengsätze in Herne gefunden: Verdächtiger soll Auftragsmord geplant haben
19:20 Uhr

Mehr als 6000 Bilder: Osnabrücker Priester bekommt wegen Kinderpornografie-Besitz Bewährung

Wegen des Besitzes von mehr als 6000 kinderpornografischen Bilddateien ist ein katholischer Priester aus Osnabrück zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht der niedersächsischen Stadt ordnete nach Angaben einer Sprecherin zusätzlich an, dass der Mann 10.000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen, eine bereits begonnene Psychotherapie fortsetzen sowie zehn Beratungsgespräche wahrnehmen muss. Der 58-Jährige räumte die Vorwürfe ein.

Laut Anklage hatte sich der Beschuldigte etwa 6600 Bilddateien mit kinder- und jugendpornografischen Darstellungen aus dem Internet heruntergeladen und auf verschiedenen Datenträgern gespeichert. Diese wurden bei einer Durchsuchung der Wohnung des Geistlichen vor etwa einem Jahr beschlagnahmt. Das Bistum Osnabrück stellte den Beschuldigten mit sofortiger Wirkung frei und meldete den Fall an den Vatikan in Rom. Ihm drohen deshalb auch kirchenrechtliche Konsequenzen.

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Der Pfarrer wurde für den Besitz von Daten, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, verurteilt. (Foto: picture alliance/dpa)
Mehr als 6000 Bilder: Osnabrücker Priester bekommt wegen Kinderpornografie-Besitz Bewährung
18:52 Uhr

Schluss mit Fiesta bei Ford

Ford beendet nach fast 50 Jahren die Produktion des Fiesta. "Es ist Zeit, sich von dem kleinen Auto zu verabschieden, das uns alle berührt hat", erklärte der Autokonzern auf Twitter. Eine Ära gehe zu Ende, eine neue beginne gerade erst. Die Mitteilung endet mit einem Stecker und einem Blitz - Hinweis auf die geplante Umstellung des Herstellers auf Elektroautos.

Seit dem Start des Fiesta 1976 wurden 22 Millionen Stück verkauft. Die Produktion soll Ende Juni 2023 eingestellt werden.

Schluss mit Fiesta bei Ford
18:31 Uhr

Christian Bale: "Ich bin ein nerviger Bastard"

Spricht Tacheles über sich selbst: Der britische Schauspieler Christian Bale ("The Dark Knight") nimmt grundsätzlich keine Rollenangebote an, bevor er das Drehbuch gelesen hat. "Nein, das mache ich nie. Ich bin ein nerviger Bastard, was das angeht", sagte Bale. "Ich werde mich nie absolut auf etwas festlegen. Ich warte erstmal ab, ob ich damit warm werde." Der 48-Jährige will nach eigener Aussage zunächst sichergehen, dass ihm die Rolle auch liegt. "Weil ich immer erst wissen will, was ich dazu beisteuern kann", so Bale. "Jeder hat seine Schwächen. Es gibt Dinge, die ich nicht kann. Was, wenn der Regisseur denkt, ich könnte etwas leisten - und dann muss ich sagen: Tut mir leid, Kumpel, das übersteigt meine Fähigkeiten?"

Bale zeigt sicher stets eher bescheiden. 2011 erhielt er einen Oscar als Bester Nebendarsteller für "The Fighter" und seitdem wurde er drei weitere Male für den begehrtesten Preis der Filmbranche nominiert. In seinem neuen Film "Amsterdam" (Kinostart 3. November) spielt Bale einen humpelnden Kriegsveteranen mit Glasauge, der mit seinen Freunden ein politisches Komplott im Amerika der 30er Jahre aufdeckt.

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Christian Bale bei der Premiere seines neuesten Films "Amsterdam" in London. (Foto: picture alliance / Vianney Le Caer/Invision/AP)
Christian Bale: "Ich bin ein nerviger Bastard"
18:07 Uhr

Czaja will, dass Ampel bei Cannabis zurückrudert: Lauterbach spiele mit Kindergesundheit

CDU-Generalsekretär Mario Czaja schießt scharf gegen die Pläne der Ampel-Koalition zur Cannabis-Freigabe. SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach spiele mit der Gesundheit der Kinder, sagte Czaja. "Mit dieser Debatte wird vor allem jungen Menschen der Eindruck vermittelt, es handele sich um eine harmlose Droge. Das Gegenteil ist der Fall." Der frühe Konsum habe erheblich negativen Einfluss auf das Wachstum und die Entwicklung des Gehirns. "Wir appellieren an die Ampel-Koalition, das Vorhaben fallen zu lassen", sagte Czaja. Statt sich mit Drogenfreigabe zu beschäftigen, solle der Gesundheitsminister den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in einer ihrer schwersten Krisen helfen. Das Bundeskabinett hatte Lauterbachs Vorschläge zur Legalisierung am Mittwoch beschlossen.

Czaja will, dass Ampel bei Cannabis zurückrudert: Lauterbach spiele mit Kindergesundheit
17:42 Uhr

Schüsse bei Gedenken an Amini im Iran

Im Iran ist es beim Gedenken an die 22-jährige Mahsa Amini an deren Grab zu Ausschreitungen gekommen. Sicherheitskräfte hätten auf Trauernde in ihrer Heimatstadt Sakes in der Provinz Kurdistan geschossen, sagte ein Augenzeuge. Dutzende Personen seien festgenommen worden. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Insa meldete, rund 10.000 Menschen hätten sich in Sakes am letzten Tag der Trauerperiode beteiligt.

Natalie Amiri, ARD-Korrespondentin in Teheran, schreibt auf Twitter, dass der Journalist Shahed Alavi die Zahl der angereisten Menschen weit höher schätzt.

Schüsse bei Gedenken an Amini im Iran
17:00 Uhr

Wegen "Layla": Frau schlägt Weinfest-Veranstalter ins Gesicht

Der als sexistisch kritisierte Partysong "Layla" hat bei einem Weinfest an einer Hochschule in Landshut zu Gewalt geführt. Einer 27-Jährigen gefiel laut Polizei nicht, dass der gleichaltrige Veranstalter aus Regensburg am Vortag den Song spielte. Sie schlug dem Mann daraufhin mit der Faust ins Gesicht. Die laut Polizei "erheblich alkoholisierte" Frau wurde wegen Körperverletzung angezeigt. "Layla" war zum Wiesnhit 2022 gekürt geworden. Schon vor dem Oktoberfest hatte es Diskussionen um den Text des Songs "Layla" gegeben, der wochenlang auf dem ersten Platz der deutschen Charts stand: "Ich hab' 'n Puff - und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler."

Wegen "Layla": Frau schlägt Weinfest-Veranstalter ins Gesicht
16:29 Uhr

Reform bei den Royals gefordert: Werden Prinz Andrew und Prinz Harry bald ersetzt?

"Arbeitende Royals" gesucht: Im britischen Parlament wird diskutiert, ob ein altes Gesetz geändert werden soll - sodass Prinz Andrew, 62, und Prinz Harry, 38, im Notfall nicht mehr regieren dürften. Aktuell sind die beiden Royals noch "Counsellors of State". Das bedeutet, dass sie offiziell wichtige verfassungsmäßige Aufgaben erfüllen können, sollte der aktuelle König krank oder im Ausland sein. Diese Position ist auf ein Gesetz aus dem Jahr 1937 zurückzuführen, das besagt, dass der Ehepartner oder die Ehepartnerin der Monarchin oder des Monarchen sowie die vier Royals in der Thronfolge, die älter als 21 Jahre sind, diese Rolle einnehmen dürfen.

Im Parlament möchten manche das Gesetz nun allerdings den neuesten Gegebenheiten anpassen. Es sei Zeit für "sensible Änderungen", heißt es dort laut "BBC". Die Liberalen setzen sich demnach dafür ein, dass die Titel an "arbeitende Royals" gehen - "jemand, der tatsächlich königliche Pflichten übernimmt". Immerhin lebe Prinz Harry nicht mal mehr in Großbritannien und Prinz Andrew habe sich vom öffentlichen Leben zurückgezogen. König Charles III. soll sein Einverständnis für die Gesetzesänderung laut "Mirror" bereits gegeben haben.

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Statt Andrew und Harry könnten laut Royal-Experten Prinz Edward und Prinzessin Anne zu den neuen "Counsellors of State" ernannt werden. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)
Reform bei den Royals gefordert: Werden Prinz Andrew und Prinz Harry bald ersetzt?
16:05 Uhr

Papst warnt Priester vor Pornografie: "So tritt der Teufel ein"

Pornografie schwächt den Geist, da ist sich der Pontifex sicher. Vor Seminaristen und Priestern in Rom warnte er: "Das ist eine Sünde, die vielen Leuten, Laien, Priestern und Ordensschwestern auf erliegt. So tritt der Teufel ein", warnte der 85 Jahre alte Argentinier. Franziskus betonte weiter, er spreche nicht nur von "krimineller Pornografie", wie jener mit Missbrauch von Kindern, sondern auch von der "einigermaßen normalen Pornografie". Der Papst mahnte die in Rom studierenden Kirchenmänner, sich vor Pornos in Acht zu nehmen. "Das reine Herz, das Jesus jeden Tag empfängt, darf solche pornografischen Informationen nicht empfangen." Wenn die Männer so etwas auf ihren Mobiltelefonen löschen könnten, dann sollten sie das tun, um die Versuchung nicht in der Hand zu halten.

Papst warnt Priester vor Pornografie: "So tritt der Teufel ein"
15:43 Uhr

So spürte "Stern"-Investigativteam Attila Hildmann auf

Ein Investigativteam des Magazins "Stern" macht den wegen Volksverhetzung gesuchten Attila Hildmann in der Türkei ausfindig. Wie die minutiöse Detektivarbeit und das darauffolgende Treffen mit dem Verschwörungsideologen ablief, erzählt "Stern"-Reporterin Tina Kaiser im Interview.

So spürte "Stern"-Investigativteam Attila Hildmann auf
15:16 Uhr

DNA-Spur auf Pokal führt zu Verdächtigem in einem 35 Jahre alten Kriminalfall aus Köln

Neue Untersuchungen zahlen sich aus: Ein Verdächtiger wurde nach mehr als 35 Jahren in einem bisher ungelösten Mordversuch-Fall in Köln festgenommen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Schlüssel? Eine alte DNA-Probe. Die Spuren des Erbguts wurde nun an der mutmaßlichen Tatwaffe von damals - einem Pokal aus der Wohnung des Opfers - festgestellt, erläuterte der Leiter der zuständigen Ermittlungsgruppe "Cold Cases", Markus Weber. Diese wiederum habe dann zum Treffer geführt. Der Verdächtige war am Vortag in Köln festgenommen worden. Ihm wird ein versuchter Raubmord im Mai 1987 vorgeworfen. Das Opfer, ein damals 50 Jahre alter Mann, war einst von Nachbarn mit schweren Kopfverletzungen in seiner Wohnung gefunden worden. Einen Täter konnte man nicht finden, auch weil das Opfer den Tathergang nie wirklich genau beschreiben konnte.

Als gesichert galt, dass er damals mit einem jungen Mann in Gaststätten unterwegs gewesen sein soll. Diesen Mann glauben die Ermittler dank der DNA gefunden zu haben. Er sei bei seiner Festnahme "sicherlich überrascht" gewesen, sagte Ermittler Weber. Allerdings habe er angegeben, dass er sich nicht mehr erinnern könne und nichts damit zu tun habe. Die DNA des Verdächtigen, die den Abgleich ermöglichte, schlummerte nach Angaben der Staatsanwaltschaft wohl schon seit Ende der 80er Jahre in der Datenbank. Seinerzeit sei sie wegen eines anderen Deliktes erhoben worden. Dieses Delikt sei zwar mittlerweile "gelöscht". Für die DNA-Daten allerdings gebe es keine Löschfristen.

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Markus Weber, Leiter der Ermittlungsgruppe "Cold Cases", spricht nach der Festnahme zu einem Fall von 1987. (Foto: picture alliance/dpa)
DNA-Spur auf Pokal führt zu Verdächtigem in einem 35 Jahre alten Kriminalfall aus Köln
14:46 Uhr

Britin will erste Solo-Durchquerung der Antarktis - Prinzessin Kate gibt Schützenhilfe

Die britische Militärärztin Preet Chandi, 33, will als erste Frau die Antarktis alleine und ohne Unterstützung zu Fuß durchqueren und kann dabei auf royale Unterstützung bauen. Prinzessin Kate, 40, habe die Schirmherrschaft für das Vorhaben übernommen, teilte der Palast mit. "Captain Chandi nimmt die Herausforderung auf, um künftige Generationen dazu zu inspirieren, an sich selbst zu glauben, ihre Grenzen zu überschreiten und zu zeigen, wie die Natur ihnen helfen kann, ihre Träume zu verwirklichen", hieß es aus dem Königshaus. Kate glaube fest an den enormen Einfluss der Natur auf das menschliche Wohlbefinden und auf Kompetenzen wie Selbstvertrauen und Belastbarkeit.

Chandi war im Januar solo bis zum Südpol gewandert. Ihren Rekordversuch will sie Anfang November starten. Für die mehr als 1600 Kilometer weite Distanz hat sie 75 Tage Zeit.

Britin will erste Solo-Durchquerung der Antarktis - Prinzessin Kate gibt Schützenhilfe
14:34 Uhr

Menschenmassen strömen zu Grab von Mahsa Amini

40 Tage nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini sind Menschenmassen in ihrer Heimatstadt Sakes in der Provinz Kurdistan eingetroffen. Ein Video der Zeitung "Hammihan" zeigte Menschen, die entlang einer Hauptstraße zum Grab der iranischen Kurdin strömten. Im Iran wird nach dem Tod eines Familienmitglieds traditionell 40 Tage lang getrauert. Augenzeugen zufolge ist die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz.

Zuvor hatten Aktivisten anlässlich des Trauertags zu landesweiten Protesten aufgerufen. Auch in der Hauptstadt Teheran sowie in Täbris und Rascht im Norden des Landes berichteten Zeugen von einer enormen Polizeipräsenz auf den Straßen.

  • Auslöser der systemkritischen Massenproteste im Iran war der Tod von Amini.

  • Die Sittenpolizei hatte sie festgenommen, weil sie gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verstoßen haben soll.

  • Die Frau starb am 16. September in Polizeigewahrsam. Seit ihrem Tod demonstrieren landesweit Tausende gegen den repressiven Kurs der Regierung sowie das islamische Herrschaftssystem.

Menschenmassen strömen zu Grab von Mahsa Amini
14:22 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Bergfest mit wunderschön raschelnden Herbstblättern am Boden melde ich mich hier im "Tag" zur Stelle, während mein Kollege Michael Bauer bereits davon geradelt ist. Bis zum späten Abend durchforste ich nun für Sie die News aus aller Welt und lege natürlich asap für Sie los.

Bei Fragen und Anregungen zum Format melden Sie sich gerne unter: dertag@n-tv.de.

Ihre Yuki Schubert

Schichtwechsel
14:00 Uhr

Söder wünscht sich Kontrollzentrum für Mond-Missionen in Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder setzt darauf, dass bei künftigen Mond-Missionen ein Kontrollzentrum dafür in Oberpfaffenhofen bei München sitzt. Dort, beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), befindet sich heute eines der Kontrollzentren für die internationale Raumstation ISS. "Das Mond-Kontrollzentrum wollen wir unbedingt haben", sagte Söder bei einem von ihm veranstalteten "Raumfahrtgipfel" in Oberpfaffenhofen.

DLR-Vorstand Walther Pelzer plädierte dafür, dass der Standort auch für andere künftige Missionen Kontrollzentrum wird. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will mit ihrem "Artemis"-Programm in wenigen Jahren wieder Menschen zum Mond schicken. Aktuell ist eine unbemannte Mission geplant - der Start musste zuletzt aber mehrfach verschoben werden. Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat das Ziel, mit dem "Artemis"-Programm bis Ende des Jahrzehnts erstmals auch eine Europäerin oder einen Europäer auf den Mond zu bringen.

Söder wünscht sich Kontrollzentrum für Mond-Missionen in Bayern
13:39 Uhr

Tanklaster-Kollision entfacht Flammeninferno in Florida

Auf einer Autobahn in Florida stoßen ein LKW und ein Tanklaster zusammen. Letzterer kippt daraufhin auf die Seite und fängt Feuer. In dem daraus entstehenden Inferno springen die Flammen auf drei weitere Wagen über. Fünf Menschen werden verletzt, drei von ihnen schwer.

Tanklaster-Kollision entfacht Flammeninferno in Florida

Tanklaster-Kollision entfacht Flammeninferno in Florida
13:08 Uhr

200 ausländische Touristen bei Razzia in Karaoke-Bar festgenommen

Bei einer Anti-Drogen-Razzia in einer illegalen Karaoke-Bar in Bangkok sind mehr als 200 ausländische Touristen festgenommen worden. Die meisten von ihnen seien chinesische Staatsbürger, teilte die thailändische Polizei mit. Die Festgenommenen hätten Urin-Tests machen müssen. "Dabei wurde festgestellt, dass sie illegale Substanzen konsumiert haben."

Die Razzia fand in einem der Party-Viertel der thailändischen Hauptstadt statt. Auf von der Polizei und von Medien verbreiteten Aufnahmen waren benommen und verwirrt wirkende Gäste der Karaoke-Bar zu sehen. Ihnen drohen nun bis zu zehn Jahren Haft.

200 ausländische Touristen bei Razzia in Karaoke-Bar festgenommen
13:02 Uhr

Audi-Chef sprich sich für autofreie Tage aus

Audi-Chef Markus Duesmann befürwortet angesichts der Energiekrise zeitweise Einschränkungen für Autofahrer. "Um uns in Deutschland besser einzustimmen auf die Lage und die Notwendigkeit des Sparens, könnte es wieder autofreie Tage geben, so wie in den 1970er-Jahren", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Auch ein Tempolimit könne ein hilfreiches Symbol sein.

  • "Wir müssen umdenken, uns klar werden, dass sich unser Leben ändert", sagte Duesmann weiter. Er erlebe selbst, dass viele Menschen zunehmend langsam fahren, um Sprit zu sparen. Geld "als einziger Regler" in dieser außergewöhnlichen Situation reiche aber nicht aus.

  • Duesmann sagte der Zeitung, es gebe "erste Zeichen", dass in Europa der Bestelleingang des Autobauers zurückgehe - und zwar aufgrund der Wirtschaftskrise, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst worden sei. "Ich neige nicht zur Sorge, aber die aktuelle Situation beschäftigt mich schon."

Audi-Chef sprich sich für autofreie Tage aus
12:24 Uhr

"Servicecenter" - China mit illegalen Polizeistationen in den Niederlanden?

In den Niederlanden gibt es Hinweise darauf, dass China dort zwei illegale "Polizei-Zentren" zur Überwachung von Dissidenten unterhält. Wie das Außenministerium in Den Haag mitteilte, wurden Untersuchungen zu den "Aktivitäten der sogenannten Polizei-Zentren" eingeleitet. "Wenn wir mehr Klarheit haben, werden entsprechende Maßnahmen getroffen", sagte ein Sprecher des niederländischen Außenministeriums der Nachrichtenagentur AFP.

Die Polizeistationen seien als "Servicecenter" getarnt. Der chinesische Dissident Wang Jingyu wird in den Berichten zitiert, er sei in eines der Center geladen worden. Dort habe man ihm zur China-Rückkehr aufgefordert und mit dem Tod gedrocht.

"Servicecenter" - China mit illegalen Polizeistationen in den Niederlanden?
11:50 Uhr

"'N bisschen Frieden"-Musical bereits wieder eingestampft

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Die Musical-Macher um Ralph Siegel wollen nun "neue Kräfte sammeln" und "im Dezember noch besser zurückzukommen". (Foto: IMAGO/Reichwein)

Nur sechs Tage nach der Weltpremiere mit viel Prominenz kommt schon das vorläufige Aus für das neue Ralph-Siegel-Musical "'N bisschen Frieden - Rock'n'Roll Summer" in Duisburg. Der Ticketverkauf lief nach gerade einmal einer Handvoll Aufführungen so schleppend, dass alle noch geplanten Vorstellungen im Oktober und November im Theater am Marientor abgesagt wurden. Die 15 Vorstellungen im Dezember rund um Weihnachten sollen jedoch wie vorgesehen stattfinden.

  • Die Anzahl der verkauften Tickets liege "in einem Bereich, der einen wirtschaftlich sinnvollen Theaterbetrieb nicht erlaubt", sagte Theaterchef und Executive Producer Wolfgang DeMarco laut einer Mitteilung. "Die Aneinanderreihung der fortgesetzten Krisen der letzten zwei Jahre haben die Kulturbranche und die Kulturschaffenden großen Turbulenzen ausgesetzt, die hier wieder überdeutlich sichtbar werden", klagte der Wiener über die für alle Beteiligten "sehr traurige Entscheidung".

  • Alle bisher gekauften Karten behielten ihre Gültigkeit und könnten für eine der Dezember-Vorstellungen umgetauscht werden, hieß es weiter.

"'N bisschen Frieden"-Musical bereits wieder eingestampft
11:34 Uhr

CSU-Vize Weber zu Cosco-Deal: "Völlig falsches Signal"

Der CSU-Vize und Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, hat Kritik am Kompromiss zum Einstieg des chinesischen Staatskonzerns Cosco bei einem Containerterminal im Hamburger Hafen geübt. "Die Bundesregierung setzt mit ihren Entscheidungen zum Einstieg von Cosco beim Hamburger Hafen das völlig falsche Signal für ganz Europa", sagte der Vorsitzende der Mitte-Rechts-Fraktion im Europaparlament am Mittwoch. Ansatz sollte es sein, auf Reziprozität zu setzen. "Die chinesische Staatsführung würde europäischen Staatsfirmen nie erlauben, ihre Infrastruktur zu kaufen", erklärte Weber.

Das Argument möglicher Wettbewerbsnachteile will er nicht gelten lassen. Hamburg argumentiere, dass andere Häfen, bei denen Cosco beteiligt sei, bevorzugt würden. Genau dies spreche für ein europäisch abgestimmtes Vorgehen, sagte der CSU-Parteivize. Die SPD habe "aus ihrer Naivität bei Nord Stream 2 leider nicht gelernt". Das Wirtschaftsministerium hatte zuvor bestätigt, dass sich das Bundeskabinett im Streit um den Cosco-Einstieg auf einen Kompromiss verständigt hat. Demnach können die Chinesen einen Anteil unterhalb von 25 Prozent an dem Containerterminal Tollerort erwerben. Ein weitergehender Erwerb oberhalb dieses Schwellenwerts werde untersagt. Cosco wollte ursprünglich einen Anteil von 35 Prozent erwerben.

CSU-Vize Weber zu Cosco-Deal: "Völlig falsches Signal"
11:06 Uhr

Wittenberg hält an Schmährelief "Judensau" fest

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Der Erklärtext zum Relief soll neu gefasst werden. Kern ist die Bitte um Vergebung an das jüdische Volk. (Foto: IMAGO/Steffen Schellhorn)

In der Auseinandersetzung um das antijüdische Schmährelief an der Wittenberger Stadtkirche hat sich der Gemeindekirchenrat (GKR) für den Erhalt der Plastik ausgesprochen. Die Stätte der Mahnung solle als Ganzes erhalten bleiben, sagte Jörg Bielig, der Vorsitzende des GKR. Die Entscheidung in der Stadtkirchengemeinde sei "einmütig" gefallen, sagte Pfarrer Matthias Keilholz.

  • Das Relief, das laut Historikern im Mittelalter entstand, sorgt seit langem für Diskussion. Es zeigt eine Sau, an deren Zitzen zwei Menschen saugen, die durch Spitzhüte als Juden identifiziert werden sollen. Eine als Rabbiner geltende Figur hebt den Schwanz des Tieres und blickt in den After. Schweine gelten im jüdischen Glauben als unrein.

  • Die Stätte des Schmähreliefs "Judensau" soll nun als Gesamtensemble vor Ort weiterentwickelt werden, mit einer "bleibenden Kontextualisierung" und einem pädagogischen Konzept, hieß es vom GKR. Das heißt, man wolle intensiver mit den Menschen ins Gespräch kommen, Wissen vermitteln, die Historie erklären.

Wittenberg hält an Schmährelief "Judensau" fest
10:36 Uhr

Japanische Konditorei verkauft irrtümlich Gebäck aus Plastik

In Japan hat eine Konditorei irrtümlich Plastik-Eiertörtchen an die Kundschaft verkauft. Das ungenießbare Gebäck ging bei Andrew's Egg Tart in Osaka über die Ladentheke. Nachgeahmte Nahrungsmittel werden in Japan unter dem Namen "Shokuhin sampuru" vermarktet und erzielen Millionenumsätze.

  • Im Fall des Verkaufs in Osaka wurden versehentlich fünf falsche Eiertörtchen abgesetzt. Aber die Branche hat noch mehr aus Plastik zu bieten - darunter Bier und Nudelsuppe.

  • "Es tut uns sehr leid, dass wir die Sachen irrtümlich verkauft haben", sagte ein Vertreter des Unternehmens. Ein Angestellter hatte den Fehler rasch bemerkt und die Kunden gaben die Ware zurück. In Zukunft sollen in dem Geschäft Sticker eingesetzt werden, um Shokuhin sampuru von echten Lebensmitteln zu unterscheiden.

Japanische Konditorei verkauft irrtümlich Gebäck aus Plastik
10:09 Uhr

Cannabis-Legalisierung - Bayern warnt vor Drogentourismus

Bayern warnt durch die geplante Legalisierung von Cannabis vor Drogentourismus nach Deutschland und einem Verstoß gegen europäisches Recht. "Die Legalisierungspläne der Bundesregierung stellen nicht nur für Deutschland, sondern auch für ganz Europa ein gefährliches Signal dar", sagte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der "Augsburger Allgemeinen". "Es ist zu befürchten, dass eine Legalisierung in Deutschland auch Cannabis-Fans aus anderen europäischen Ländern anlockt."

Die Bundesregierung müsse daher sicherstellen, "dass keine Anreize für einen Drogentourismus nach Deutschland geschaffen werden", forderte Holetschek. Das Bundeskabinett beriet am Mittwoch über Eckpunkte von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zur Cannabis-Legalisierung.

Cannabis-Legalisierung - Bayern warnt vor Drogentourismus
09:29 Uhr

Razzia: Polizei geht gegen Clans ins NRW und Berlin vor

Wegen des Verdachts des Versicherungsbetrugs und der Geldwäsche haben Polizisten in drei Städten Nordrhein-Westfalens und in Berlin am Mittwochmorgen eine Durchsuchungsaktion gestartet. Zeitgleich würden mehrere Wohnungen und drei Gewerbeobjekte in Duisburg, Essen, Düsseldorf und Berlin durchsucht, sagte ein Sprecher der Polizei Duisburg. Das Ermittlungsverfahren richtet sich den Angaben zufolge gegen sechs Beschuldigte, die teilweise einer Clan-Struktur zugerechnet würden. Die zwei Frauen und vier Männer seien im Alter zwischen 19 und 61 Jahren. Die Schadenshöhe soll sich auf etwa 200.000 Euro belaufen.

Razzia: Polizei geht gegen Clans ins NRW und Berlin vor
08:59 Uhr

Formel-1-Star Lewis Hamilton sieht Zukunft im Filmgeschäft

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Lewis Hamilton mochte Filme "schon immer". (Foto: IMAGO/Eibner)

Der Rennfahrer Lewis Hamilton ist nicht nur einer der größten Stars der Formel 1. Auch das Filmgeschäft hat es dem Briten offenbar angetan. Wie das Branchenportal "Deadline" berichtet, gründet Hamilton eine eigene Produktionsfirma mit dem Namen Dawn Apollo Films. Der siebenmalige Weltmeister deutet auch an, dass er sich nach seinem Karriereende, das offenbar noch in weiter Zukunft liegt, voll auf das Unternehmen konzentrieren möchte. Unter dem Banner Dawn Apollo Films sollen demnach Film- und TV-Produktionen entstehen.

  • Zwei Projekte sind bereits geplant: eine Dokumentation über Hamiltons eigenen Weg zum Profirennfahrer und ein noch nicht betitelter Formel-1-Film mit Brad Pitt.

  • "Ich mochte schon immer Filme", erzählt Hamilton im Gespräch mit "Deadline". Es gebe viele Produktionen, die er als inspirierend empfinde und er habe stets davon geträumt, eines Tages in diesem Bereich tätig zu sein.

Formel-1-Star Lewis Hamilton sieht Zukunft im Filmgeschäft
08:36 Uhr

Türkische Drohne verletzt griechischen Luftraum

Erneut ist eine türkische Drohne in den griechischen Luftraum eingedrungen und hat dabei die griechische Insel Kinaros überflogen. Über den Vorfall berichtete der griechische Staatssender ERT unter Berufung auf den griechischen Generalstab. Bereits vergangenen Freitag hatte eine türkische Drohne diese Insel überflogen. Türkische Jets und Drohnen haben nach Angaben des griechischen Generalstabs seit Beginn des Jahres bis zum 25. Oktober 197 Mal griechisches Territorium überflogen. Die kleine Insel Kinaros liegt rund 85 Kilometer westlich der nächstgelegenen türkischen Küste und ist ein beliebter Ankerplatz für Segler.

  • Auf der Insel lebt nur eine einzige griechische Hirtenfamilie, die im Sommer eine Taverne betreibt. Der Überflug des Territoriums oder das Eindringen in den Luftraum eines Landes gilt als schwere Verletzung der Souveränität.

  • Die EU hat solche Aktionen der Türkei wiederholt verurteilt. Ankara stellt den Status zahlreicher bewohnter und unbewohnter griechischer Inseln in der Ägäis infrage. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte in den vergangenen Wochen Griechenland immer wieder mit dem Satz "Wir könnten plötzlich eines Nachts kommen".

Türkische Drohne verletzt griechischen Luftraum
07:53 Uhr

"Let's Dance"-Star Ekaterina Leonova ist verliebt

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Ekaterina Leonova (Foto: IMAGO/Revierfoto)

Bei "Let's Dance" verzaubert sie die Zuschauerinnen und Zuschauer - und auch privat hat Ekaterina Leonova das Herz einer ganz besonderen Person erobert. Das hat die Tänzerin, die einer der Fanlieblinge der RTL-Tanzshow ist, nun bei Instagram verraten. Wie ihre Follower wüssten, werde "oft über mein Privatleben spekuliert", schreibt Leonova. Um diese Spekulationen zu beenden, wolle sie nun mit den Fans teilen, dass sie vergeben ist: "Ich bin seit einigen Monaten in einer festen und sehr schönen Beziehung." Diese mache sie "sehr glücklich und motiviert mich für mehr".

Leonova hofft, dass sich die Follower für sie freuen und bittet um Verständnis dafür, dass sie ihre Beziehung "weiterhin schützen und für mich genießen möchte". Ihre Fans, Freunde und Kollegen zeigen sich in den Kommentaren tatsächlich ganz angetan.

"Let's Dance"-Star Ekaterina Leonova ist verliebt
07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

wir starten in den Mittwoch und die Augen sind auf Kanzler Olaf Scholz und Emmanuel Macron gerichtet. Inmitten von Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland besucht der Bundeskanzler den französischen Präsidenten. Bei einem Arbeitsessen in Paris wollen die beiden mittags über europapolitische und bilaterale Fragen reden. Der Krieg in der Ukraine wird uns heute ebenfalls wieder beschäftigen. Um auf dem Laufenden zu bleiben, lege ich Ihnen unseren Ticker ans Herz.

Diese Themen werden heute ebenfalls spannend:

  • Vor der Weltklimakonferenz im November in Ägypten wollen die Vereinten Nationen heute ihren Bericht zu den Klimaschutzplänen der einzelnen Staaten vorstellen. Der letzte Bericht aus dem Herbst 2021 war ernüchternd ausgefallen. Vom UN-Klimasekretariat hieß es damals, dass die Nationen "ihre Klimaanstrengungen dringend verdoppeln müssen", wenn sie einen globalen Temperaturanstieg über 1,5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts verhindern wollen.

  • Das Bundesverfassungsgericht verkündet um 15.00 Uhr ein Urteil zu den Informationspflichten der Bundesregierung gegenüber dem Bundestag. Dabei geht es um Fragen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

  • Das Bundeskabinett will sich heute mit der geplanten Cannabis-Legalisierung in Deutschland befassen. Es geht noch nicht um ein konkretes Gesetzgebungsverfahren, sondern zunächst um die Verabschiedung sogenannter Eckpunkte von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), um Einigkeit in der Regierung über Grundzüge des Vorhabens herzustellen.

  • Rund zweieinhalb Wochen nach der Landtagswahl nehmen Niedersachsens SPD und Grüne um 10.00 Uhr in Hannover Koalitionsverhandlungen auf.

  • Die EU-Kommission stellt um 12.00 Uhr in Brüssel Vorschläge zu Maßnahmen gegen Schadstoffe in Wasser und Luft vor.

  • Die Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt (gegen Olympique Marseille) und Bayer Leverkusen (bei Atlético Madrid) stehen in der Champions League mächtig unter Druck. Für beide Clubs würde eine Niederlage das vorzeitige Ausscheiden in der Gruppenphase bedeuten. Der FC Bayern, der bereits für das Achtelfinale qualifiziert ist, kann sich mit einem Erfolg beim FC Barcelona den ersten Platz in Gruppe C sichern.

Damit bleibt mir noch, Ihnen einen guten Start in den Tag zu wünschen. Mein Name ist Michael Bauer, bei Fragen und Anregungen können Sie mich unter dertag@nama.de erreichen.

Das wird heute wichtig
07:19 Uhr

Nach geplatztem Adidas-Deal: Kanye West kein Milliardär mehr

Nach erneuten Eskapaden von Kanye West hat Sportartikelhersteller Adidas bei der Zusammenarbeit mit dem umstrittenen US-Rapper die Reißleine gezogen. Das Fass zum Überlaufen brachten antisemitische Äußerungen des Rappers, die den Druck auf Adidas erhöhten. Die von Kanye West entworfene und unter der Marke "Yeezy" verkaufte Produktlinie wird sofort eingestellt.

Das bedeutet für Adidas einen Verlust von Hunderten Millionen, für Rapper West kommt es noch dicker: Er wird vom Milliardär zum Millionär. Sein auf zwei Milliarden Dollar geschätztes Vermögen basiere laut "Forbes" zu 1,5 Milliarden Dollar auf dem Adidas-Deal, der dem Musiker hohen Lizenzzahlungen zusichert. Das verbliebende Vermögen des Rappers setzt sich aus Immobilien, seinen Musikverkäufen und Anteilen an der Firma seiner Ex-Frau Kim Kardashian zusammen.

Nach geplatztem Adidas-Deal: Kanye West kein Milliardär mehr
06:42 Uhr

"Stern" enthüllt Aufenthaltsort von gesuchtem Attila Hildmann

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Der "Stern" recherchierte eigenen Angaben zufolge seit Mai 2022 zu Hildmanns Aufenthaltsort. (Foto: picture alliance / Eventpress Hoensch)

Über den Aufenthaltsort von Verschwörungsideologe Attila Hildmann wurde bereits spekuliert, nun soll sein Standort sicher sein. Laut "Stern" versteckt sich der wegen Volksverhetzung gesuchte Ex-Koch in der türkischen Stadt Kartepe. Hildmann wird per internationalem Haftbefehl gesucht.

Laut "Stern" wohnt Hildmann seit Sommer dieses Jahres in Kartepe. Demnach wohnte er zuvor seit Herbst 2021 in dem Küstenort Gömec in der Provinz Balikesir. Hildmann war während der Coronakrise als Verschwörungsideologe in Erscheinung getreten. Ihm werden von der deutschen Justiz unter anderem Volksverhetzung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten vorgeworfen.

"Stern" enthüllt Aufenthaltsort von gesuchtem Attila Hildmann
06:33 Uhr

RKI meldet rund 95.000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 528,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 570,2 gelegen (Vorwoche: 670,5; Vormonat: 293,6). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 94.787 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 130.074) und 242 Todesfälle (Vorwoche: 248) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

RKI meldet rund 95.000 Corona-Neuinfektionen
06:19 Uhr

Politologe: Protest ist in Ostdeutschland gut etabliert

Der Dresdner Politikwissenschaftler Hans Vorländer sieht eine ganze Reihe von Gründen, warum der aktuelle Protest gegen steigende Energiekosten in Ostdeutschland stärker ausgeprägt ist als im Westen. "Zukunftsängste und Unzufriedenheit sind im Osten stärker, weil man hier schon viele Krisen und Umbrüche erlebt hat", sagte der Wissenschaftler in Dresden.

  • Verschiedene Gruppierungen seien in einzelnen Regionen gut verankert, etwa die rechtsextremen "Freien Sachsen" und "Freien Thüringer". Sie schafften es genau wie die AfD, immer wieder Leute zu mobilisieren.

  • "Es gibt im Osten gewissermaßen ein politisches Unternehmertum. Der Protest ist hier gut etabliert. Die Strukturen sind da, die Personen sind da, das organisatorische Know-how ist da", sagte Vorländer. Das alles führe zu einer hohen Mobilisierbarkeit.

Politologe: Protest ist in Ostdeutschland gut etabliert