Mittwoch, 30. November 2022Der Tag

Mit Sabine Oelmann und Marc Dimpfel
22:33 Uhr

Das war Mittwoch, der 30. November 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

die Filmwelt trauert um Christiane Hörbiger. Die Österreicherin starb im Alter von 84 Jahren in ihrer Heimatstadt Wien. Mit Auftritten in rund 130 Film- und Theaterproduktionen erspielte sie sich den Ruf der "Grande Dame" des deutschsprachigen Films.

In der Ukraine wird weiter gekämpft, allerdings hat Russland laut ukrainischen Angaben eine "Raketenpause" eingelegt. Diese werde genutzt, um neue Angriffe vorzubereiten und die Wirkung der bisherigen Attacken auszuwerten, sagt ein Vertreter des ukrainischen Geheimdienstes. Über alle Entwicklungen im Ukraine-Krieg hält Sie unser Liveticker auf dem Laufenden.

Diese Artikel waren heute noch wichtig:

Damit verabschiede ich mich, der "Tag" ist morgen wieder für Sie da. Kommen Sie gut durch die Nacht.

21:51 Uhr

Fleetwood-Mac-Sängerin Christine McVie ist tot

Die Sängerin der Rockband Fleetwood Mac, Christine McVie, ist tot. Sie starb im Alter von 79 Jahren nach "kurzer Krankheit" im Kreis ihrer Liebsten, wie die BBC in einem Statement mitteilt. "Wir möchten, dass jeder Christine in seinem Herzen behält und sich an das Leben eines unglaublichen Menschen und einer verehrten Musikerin erinnert, die von allen geliebt wurde", heißt es darin.

Die Britin stieß Anfang der 1970er-Jahre als Sängerin und Keyboarderin zur Band. Sie zeichnet sich für Hits wie "Little Lies", "Songbird" und "Don't Stop" verantwortlich. Nach 28 Jahren verließ McVie 1998 die Gruppe, kehrte aber im Jahr 2014 als festes Mitglied zurück.

21:38 Uhr

Alternative Nobelpreisträger ausgezeichnet

Aktivistinnen und Organisationen aus Somalia, Venezuela, Uganda und der Ukraine sind mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet worden. Die gemeinhin als Alternativer Nobelpreis bezeichnete Auszeichnung wurde den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern auf einer feierlichen Zeremonie in Stockholm überreicht. Alle Geehrten - die somalischen Menschenrechtsaktivistinnen Fartuun Adan und Ilwad Elman, die Ukrainerin Olexandra Matwijtschuk und das Center for Civil Liberties (CCL) sowie das venezolanische Kollektiv Cecosesola und das ugandische Africa Institute for Energy Governance (Afiego) - nahmen die Preise persönlich in der schwedischen Hauptstadt entgegen.

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Die ukrainische Menschenrechtsaktivistin Olexandra Matwijtschu gehört zu den Preisträgerinnen.

(Foto: picture alliance/dpa/TT NEWS AGENCY/AP)

21:11 Uhr

Russland verstärkt Truppen in Nordsyrien

Angesichts einer drohenden türkischen Bodenoffensive in Nordsyrien schickt Russland Truppen zur Verstärkung in ein von kurdischen Kämpfern und syrischen Regierungssoldaten kontrolliertes Gebiet. Bewohner der Stadt Tal Rifaat nördlich von Aleppo berichten, dass russische Soldaten die Stadt erreicht hätten. Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge verstärkt Russland zudem seine Truppen an einem nahegelegenen Luftstützpunkt und an der Grenzstadt Kobane.

Der Schritt folgt einer türkischen Militäroffensive, in deren Verlauf Ankara seit dem 20. November Hunderte kurdische Ziele in Nordsyrien und dem Nordirak angegriffen hat. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte auch mit einer Bodenoffensive. Die russischen Verstärkungen könnten ein Versuch sein, die "türkische Offensive zu stoppen oder hinauszuschieben", sagt der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman.

20:49 Uhr

Videos des Tages

20:18 Uhr

Elon Musk erntet Spott für Nachttisch-Foto

Elon Musk sorgt mal wieder für Aufsehen. Der Tesla-Chef veröffentlicht auf Twitter ein Foto seines Nachttisches. Darauf zu sehen sind unter anderem: zwei Waffen, vier leere Diät-Coca-Cola-Dosen, eine Wasserflasche und eine Holzkiste. Das Bild betitelt er mit den Worten: "Mein Nachttisch." Danach kommentiert er seinen Post noch mit: "Für die fehlenden Untersetzer habe ich keine Entschuldigung."

Der private Schnappschuss löst bei einigen Usern Verwunderung aus - aber auch Spott. Denn es dauert nicht lange, bis eine Welle von "Mein Nachttisch"-Memes folgt. "Mein Nachttisch. Es gibt keine Entschuldigung für meinen Mangel an Untersetzern", schreibt etwa eine Nutzerin zu einem Foto, das ein Packung Eierpunsch auf einem Nachtkästchen zeigt.

Ein anderer User veröffentlicht ein Bild, auf dem ein Maschinengewehr zusammen mit anderen Waffen und einem Rosenkranz auf dem Nachttisch liegen. Andere zeigen ein altes Buch und eine Waffe. Eine Melone darf auch nicht fehlen. Oreo-Kekse, ein Lama-Kuscheltier und Getränkedosen sind ebenfalls unter den Tweets zu finden.

Laut eines Berichts der "New York Post" handelt es sich bei den Waffen auf Musks Nachttisch um Nachbildungen. Im Deckel der Holzkiste ist ein Bild zu sehen, das George Washingtons Überquerung des Delaware Rivers zeigen soll. In der Kiste liegt eine Waffe, offenbar ein Replikat der Steinschlosspistole, die dem ersten Präsidenten der USA, George Washington, gehört hat. Das goldene Schmuckstück links im Bild ist laut dem Magazin ein tibetisches Amulett.

19:56 Uhr

Das ist der Baum des Jahres 2023

In nahezu allen denkbaren Kategorien wird in Deutschland ein Jahresbester gekrönt. Da gibt es den Brillen- und den Krawattenträger des Jahres, das Spiel des Jahres, den Vogel des Jahres oder gar den Düsseldorfer des Jahres. Definitiv einen ernsten Hintergrund hat die Auszeichnung "Baum des Jahres", die für mehr Wald- und Naturschutz werben soll. Für 2023 geht der Titel an die Moor-Birke, die in Deutschlands Feuchtgebieten anzutreffen ist. "Wie die Wälder sind die Moore für die Bindung von CO2 von allergrößter Wichtigkeit und ein Zuhause für seltene Arten", erklärt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände ihre Kür.

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Charakteristisch für die Moor-Birke sind ihre weißen Rindenpartien und die lichten, hellgrünen Baumkronen. In den Mooren bildet sie oft die einzige Baumvegetation.

(Foto: picture alliance/dpa/Dr. Silvius Wodarz Stiftung)

19:22 Uhr

Mindestens 19 Tote nach Explosion in Afghanistan

Bei einer Explosion in einer Koranschule im Norden Afghanistans sind nach Angaben eines Arztes mindestens 19 Menschen getötet worden. 24 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Arzt, der in einem Krankenhaus in Aybak arbeitet, der Hauptstadt der Provinz Samangan. Alle Opfer seien "Kinder und gewöhnliche Leute". Die radikalislamischen Taliban, die Opferzahlen häufig herunterspielen, sprechen hingegen von zehn Toten und weiteren Verletzten.

Einige Verletzte wurden dem Arzt zufolge in besser ausgestattete Krankenhäuser im rund 120 Kilometer entfernten Masar-e Scharif gebracht. Die in Aybak verbliebenen Verwundeten seien vorwiegend durch Granatsplitter und Druckwellen verletzt worden. Manche von ihnen hätten Granatsplitter im Gesicht, andere gebrochene Hände und Beine, sagte der Arzt.

18:38 Uhr

Großbritanniens Knäste sind "plötzlich" voll

Großbritanniens Gefängnisse gelten als chronisch überfüllt. Doch derzeit ist die Situation besonders extrem. Wegen eines "akuten und plötzlichen" Anstiegs der Gefängnisinsassen würden bis zu 400 Zellen fehlen, sagt Staatssekretär Damian Hinds und bittet die Polizei um Hilfe.

Die "lang erwartete" Zunahme liege einerseits an zusätzlichen Maßnahmen im Kampf gegen Kriminalität, sagt der konservative Politiker. Andererseits sei dies die Folge eines wochenlangen Streiks von Anwälten. So hätten währenddessen mehr Menschen in Untersuchungshaft gesessen, und nach dem Ende des Streiks habe die Zahl vor allem an männlichen Häftlingen deutlich zugenommen.

18:08 Uhr

Tourismus-Werbung mit Haferdrink? Tirols Milchbauern sauer

Ein Tiroler Tourismus-Werbespot mit Haferdrink statt Kuhmilch sorgt für Proteste in der Landwirtschaft. Wie Patricio Hetfleisch von Tirol Tourismus bestätigt, wurde eine laufende Online-Kampagne mit dem Film eingestellt. In dem Spot tritt eine traditionelle Figur aus dem alpinen Brauchtum mit Hörnern, Gruselmaske und Zottelfell in eine Wirtsstube ein, um dort einen "Latte macchiato mit Hafermilch" zu bestellen. Der Slogan lautet: "In Tirol ist jeder willkommen."

Tirols oberster Bauernvertreter hatte bereits in einem TV-Interview kritisiert, dass der Spot mangelnden Respekt für die traditionelle alpine Milchproduktion als Grundstein des regionalen Tourismus zeige. "Das hat mich wirklich extrem schockiert, dass man so wenig Sensibilität bei der Tirol Werbung hat", sagte Tirols Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger.

Hetfleisch räumt ein, dass die Verwendung des Wortes "Hafermilch" für den Haferdrink rechtlich nicht korrekt sei und geändert werden sollte. Die grundsätzliche Kritik der Bauern lässt er jedoch nicht gelten. "Dieser Vorwurf wiegt schwer und ist aus meiner Sicht unberechtigt", so Hetfleisch. Der Spot habe mit Humor auf die sich ändernden Lebensmittelpräferenzen der Urlauber Bezug genommen.

17:35 Uhr

Terrorgruppe IS ernennt einen neuen Anführer

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat den Tod ihres Anführers verkündet und dessen Nachfolger ernannt. Der Iraker Abu Hassan al-Haschimi al-Kuraschi sei "im Kampf gegen die Feinde Gottes" getötet worden, erklärt ein Sprecher der Miliz, ohne Angaben zum Zeitpunkt und zu den Umständen des Todes zu machen. Er fügt hinzu, zum neuen "Kalifen der Muslime" sei Abu al-Hussein al-Husseini al-Kuraschi ernannt worden.

Die Miliz war mehrfach durch den Tod oder die Gefangennahme ihrer Anführer destabilisiert worden. Anfang des Jahres war der Anführer Abu Ibrahim al-Kuraschi in der nordsyrischen Provinz Idlib bei einem US-Angriff getötet worden. Sein Vorgänger Abu Bakr al-Baghdadi wurde im Oktober 2019 ebenfalls in Idlib getötet.

17:14 Uhr

Klimaaktivist muss nach Blockaden Geldstrafe zahlen

Ihr Anliegen ist ernst, ihre Methoden umstritten: Die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" sorgen seit Wochen für Aufruhr. Weil er an mehreren Straßenblockaden teilgenommen hatte, verurteilt das Amtsgericht Berlin-Tiergarten einen Aktivisten nun zu einer Geldstrafe. Das teilt die "Letzte Generation" mit. Zur Höhe macht die Gruppierung keine Angaben. Die Verteidigung des Klimaaktivisten hatte der langjährige Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi übernommen.

Gysi bezeichnete den Kampf gegen den Klimawandel nach Angaben der "Letzten Generation" als "Frage der Menschenwürde" und forderte in seinem Plädoyer einen Freispruch. "Es wäre mit Sicherheit richtiger, robust und massiv gegen jene vorzugehen, die unsere Lebensgrundlagen für ihre eigenen Gewinne zerstören, statt Klimaschützer einzusperren", erklärt Gysi laut einer Mitteilung der Gruppe. Demnach kündigt er außerdem Rechtsmittel an. Nach Angaben der Klimaaktivisten ging es in der Verhandlung um Vorwürfe der Nötigung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, in einem Fall auch um Hausfriedensbruch.

17:01 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:46 Uhr

20 Tornados sorgen in den USA für Zerstörung

20 Tornados haben im Süden der USA schwere Schäden angerichtet. Nach Angaben des staatlichen Wetterdiensts wüteten die Tornados in den Bundesstaaten Mississippi, Louisiana und Alabama. Dort beschädigten sie Straßen, entwurzelten Bäume und rissen Dächer von Häusern; stellenweise fiel der Strom aus.

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Ganze Häuser wurden im US-Bundesstaat Alabama zerstört.

(Foto: AP)

Der Wetterdienst warnt vor einer "lebensbedrohlichen" Windhose in Alabama. "Warten Sie nicht darauf, den Tornado zu sehen oder zu hören. Suchen Sie sofort Schutz!" heißt es in der Warnung. Für die betroffenen Bezirke in Alabama warnt die Behörde vor Hagelkörnern, welche die Größe eines Baseballs erreichen können.

16:17 Uhr

Rücktritt im Buckingham-Palast nach Rassismusvorwurf

Nach Vorwürfen über rassistische Kommentare bei einem Empfang im Buckingham-Palast ist ein Mitglied des Hofpersonals zurückgetreten. Das Königshaus nehme den Vorfall sehr ernst, und die Betroffene habe ihre ehrenamtliche Rolle mit sofortiger Wirkung niedergelegt und entschuldige sich für das verursachte Leid, teilt der Buckingham-Palast mit.

Eine prominente schwarze Aktivistin für die Opfer häuslicher Gewalt, Ngozi Fulani, die als Gast bei dem Empfang von Queen Camilla eingeladen war, beschrieb danach "gemischte Gefühle". Auf dem Twitter-Account ihrer Organisation Sistah Space gab sie die Konversation aus ihrer Erinnerung wieder: Eine Frau, die Mitglied des Hofpersonals gewesen sei, habe sie mehrfach gefragt, wo sie "wirklich" herkomme, und sich nicht mit der Antwort zufriedengegeben, dass sie in Großbritannien geboren und britisch sei. Das Mitglied des Hofpersonals habe mehrfach nachgehakt und nach ihren Wurzeln gefragt. Es seien "inakzeptable und sehr bedauerliche Kommentare" geäußert worden, schrieb der Palast dazu in seinem Statement.

15:48 Uhr

Deutschland hat ein neues Weltkulturerbe

Der in Deutschland geprägte Moderne Tanz hat es auf die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes geschafft. Dass die Weltkulturorganisation den Modernen Tanz in Deutschland auf diese Weise auszeichne, sei "ein wichtiger Schritt und eine sehr gute Nachricht", erklärt Kultur-Staatsministerin Claudia Roth.

Der UNESCO-Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe tagt seit Montag und noch bis Samstag in Marokkos Hauptstadt Rabat. Einziger deutscher Kandidat war in diesem Jahr die Praxis des Modernen Tanzes in Deutschland. Es handele sich dabei um eine "kreative Ausdrucksform, die den Tanz von Grund auf verändert hat und heute Bühnen wie Tanzausbildung gleichermaßen prägt", erklärt die deutsche UNESCO-Kommission in Bonn. Einen Eindruck dieses Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Stils bietet das Bewerbungsvideo des Dachverbandes Tanz.

15:25 Uhr

Kochsalzlösung statt Impfung: Bewährungsstrafe für Krankenschwester

Im Prozess um wirkungslose Corona-Impfungen mit Kochsalzlösung verurteilt das Landgericht Oldenburg die Angeklagte zu einer Bewährungsstrafe. Das Gericht geht von vorsätzlichen Körperverletzungen ins sechs Fällen aus und verhängt eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung, wie ein Gerichtssprecher sagt. Angeklagt waren ursprünglich 15 Fälle. Die restlichen neun Fälle seien ihr aber nicht nachgewiesen worden. Die damalige Krankenschwester hatte im April 2021 in einem Impfzentrum im niedersächsischen Landkreis Friesland nach eigener Aussage eine Ampulle mit dem Impfwirkstoff fallen lassen, sodass diese zerbrach. Um ihr Missgeschick zu vertuschen, zog sie sechs Spritzen mit fast ausschließlich Kochsalzlösung auf. Das Gericht konnte nicht feststellen, dass die Frau aufgrund einer möglichen kritischen Haltung gegenüber dem Impfen die Impfkampagne sabotieren wollte.

15:05 Uhr

Schulklasse findet 3000 Jahre alten Skarabäus

Auf einer Klassenfahrt macht eine Gruppe Schülerinnen und Schüler in Israel eine außerordentliche Entdeckung: "Wir wanderten umher, als ich etwas auf dem Boden sah, das wie ein kleines Spielzeug aussah", berichtet Gilad Stern von der Israelischen Altertumsbehörde, der die Klassenfahrt in Azor nahe Tel Aviv leitete. Als er den Käferstein aufhob, sei er verblüfft gewesen. "Es war ein Skarabäus mit einer deutlich eingeritzten Szene." Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse seien ganz aufgeregt gewesen.

Ein Skarabäus ist eine Art Amulett in Form des Pillendreherkäfers, das seinen Ursprung im alten Ägypten hat. Einst war der Käferstein ein Siegel, später wandelte er sich zum Schutz- und Glücksbringer.

14:42 Uhr

Der meistgestreamte Künstler Deutschlands ist ...

... Luciano! Zumindest auf der Streaming-Plattform Spotify. Der 28-jährige Rapper räumt beim Jahresrückblick "Wrapped" gleich doppelt ab. Der im sächsischen Bautzen geborene Luciano ist nicht nur der meistgestreamte Künstler des Landes, sein Lied "Beautiful Girl" war auch der meistgehörte Song. Mit RAF Camora und Bonez MC dominiert Rap auch Platz zwei und drei der meistgestreamten Künstler hierzulande, wie es von dem aus Schweden stammenden Audio-Streaming-Dienst Spotify heißt. Platz zwei und drei der meistgestreamten Songs belegen "Sehnsucht" von Miksu, Macloud und t-low und der Party-Hit "Layla" von DJ Robin und Schürze.

14:14 Uhr

Seltener Moment: Julia Roberts zeigt Zwillinge zum 18. Geburtstag

Zum 18. Geburtstag ihrer Zwillinge hat Hollywoodstar Julia Roberts einen seltenen Einblick in ihr Familienalbum gewährt. Auf Instagram postete die 55-Jährige ein Bild von sich mit Hazel und Phinnaeus als Babys. Eines der beiden Kinder hält sie dabei in den Händen, das andere sitzt von der Kamera abgewandt vor ihr.

Roberts kommentierte ihren Post mit mehreren Stern-Emojis, der Zahl 18 und einem knappen "Love you". Mit ihrem Mann, dem Kameramann Danny Moder, den sie 2001 kennengelernt hatte, hat die Schauspielerin drei Kinder: Die Zwillinge Hazel und Phinnaeus sowie Henry Daniel, der inzwischen 15 Jahre alt ist.

14:14 Uhr

Schichtwechsel

Meine geschätzte Kollegin Sabine Oelmann hat ihr Soll erfüllt und geht in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Marc Dimpfel und ich begleite Sie bis in die späten Abendstunden durch den Nachrichten-Tag. Wie gewohnt erreichen Sie mich unter dertag@n-tv.de.

13:35 Uhr

William und Kate reisen in die USA

Bei ihrer ersten Auslandsreise nach dem Tod von Queen Elizabeth II. will Prinz William in den USA auf den Kampf gegen die Klimakrise aufmerksam machen. Gemeinsam mit seiner Frau Kate wird der britische Thronfolger in Boston erwartet, wo am Freitag der diesjährige "Earthshot"-Preis verliehen werden soll.

Zur Feier des royalen Besuchs sollen Sehenswürdigkeiten in Boston grün angestrahlt werden. Die Verleihung findet zum zweiten Mal statt und gilt als Herzensprojekt von William. Damit sollen jährlich fünf Projekte ausgezeichnet werden, die sich in den Kategorien Naturschutz, Schutz der Meere, Luftsauberkeit, Müllvermeidung und Klimaschutz hervortun.

Auch Bruder Harry und Schwägerin Meghan sind an der Ostküste - ob die Paare sich treffen ist - noch - nicht bekannt.

13:15 Uhr

Fahrerloses Parken im Parkhaus zum ersten Mal genehmigt

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die erste Genehmigung für ein fahrerlos einparkendes Fahrzeug erteilt. Die Erlaubnis erhielt der Hersteller Mercedes-Benz. Dabei geht es um ein Parksystem, mit dem ein Auto im Parkhaus abgestellt werden kann - ohne Fahrer oder Fahrerin.

"Mit diesem System erreichen wir einen weiteren Baustein auf dem Weg zum autonomen Fahren", erklärte das KBA. Die Behörde sei zugleich Treiberin der Entwicklung und Wächterin über die damit verbundenen hohen Sicherheitsanforderungen an die Systeme.

Bei dem genehmigten Parksystem handelt es sich nach KBA-Darstellung um einen autonomen Fahrmodus, bei dem der Fahrer oder die Fahrerin das Auto künftig an einem bestimmten Übergabeort in einem geeigneten Parkhaus abstellt. Danach übernimmt die Infrastruktur im Parkhaus und das Fahrzeug fährt zu einem vorher reservierten Parkplatz. Eine Kontrolle durch den Fahrer ist dann nicht mehr nötig.

12:54 Uhr

"Ku'damm 56"-Crew plant Scheckübergabe zum Welt-Aidstag

Anlässlich so vieler Katastrophen, Kriege und Konflikte auf der Welt geraten manche Themen in den Hintergrund, die trotzdem immer noch absolut weltbewegend sind. Wie zum Beispiel die Berichterstattung zum Thema HIV. Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember findet daher am Vorabend im Theater des Westens im Anschluss an die Abendvorstellung von "Ku'damm 56" eine Scheckübergabe an die Berliner AIDS Hilfe statt.

 

Klaus Wowereit und Judy Winter sind als Vertreter der Berliner AIDS Hilfe zur Show eingeladen. Der Cast hat gemeinsam mit dem Theater des Westens Spenden für die Stiftung gesammelt  - die Übergabe findet nach der Show und vor der Zugabe statt. 

Mit mehr als 250.000 Menschen, die das populäre Stück aus der Feder von Grimme-Preisträgerin Annette Hess und mit der Musik von Peter Plate und Ulf Leo Sommer (u.a. Rosenstolz, Sarah Connor, Max Raabe) bisher gesehen haben, gilt "Ku'damm 56" als das erfolgreichste deutsche Musical. In dieser unserer anstrengenden Zeit appelliert das Musical, das Entdecken und Umarmen individueller Eigenheiten zuzulassen. Die Zuschauer können sich im Handumdrehen mit den Charakteren, die Mut zum Anderssein machen, identifizieren. Bis zum 19. Februar 2023 ist Gelegenheit, sich "Ku'damm 56" anzuschauen.

11:33 Uhr

"Meghan wurde ernsthaft bedroht"

Der frühere Anti-Terror-Chef der Londoner Polizei, Neil Basu, hat in einem Interview über Drohungen gegen Herzogin Meghan während ihrer Zeit in Großbritannien gesprochen. Es habe viele "sehr ernsthafte und ekelhafte" Drohungen gegen die Frau von Prinz Harry gegeben, so der scheidende Kommissar, der lange die Anti-Terror-Einheit leitete. "Wir hatten Teams, die deswegen ermittelt haben. Es wurden auch Menschen wegen dieser Drohungen strafrechtlich verfolgt", sagt er. Basu war für mehrere der größten Polizeieinsätze in der britischen Hauptstadt in den vergangenen Jahren zuständig.

Harry und Meghan haben sich 2020 aus Großbritannien und dem britischen Königshaus verabschiedet und leben mittlerweile mit ihren zwei Kindern in Kalifornien. Als einer der Gründe für den Rückzug galt auch der Umgang des britischen Boulevards mit der Herzogin.

Die Sicherheit bei Aufenthalten im Vereinigten Königreich beschäftigte Harrys Familie auch nach dem Umzug noch: Harry begab sich in einen Rechtsstreit mit dem britischen Innenministerium, nachdem ihm der Polizeischutz, der als arbeitender Royal für ihn und seine Familie galt, verwehrt blieb. Die Behörden lehnten seinen Vorschlag ab, selbst für Polizeischutz zu zahlen.

10:57 Uhr

"Kein Filmstar? Whaaat?" Sticheleien zwischen Tarrantino und Jackson

Hollywoodstar Samuel L. Jackson wundert sich über Äußerungen, laut denen Schauspieler der Marvel-Filme keine Filmstars seien. "Das Kriterium für einen Filmstar war nochmal was genau?" fragt der 73-Jährige, der selbst in Marvel-Filmen den Agenten Nick Fury spielt, in der US-Talkshow "The View". Jackson war auf den Regisseur Quentin Tarantino angesprochen worden, mit dem er unter anderem den Kultfilm "Pulp Fiction" gedreht hatte und der kürzlich in einem Podcast gesagt hatte, dass Filmstars aufgrund der "Marvelisierung Hollywoods" verschwunden seien.

"Es ist für mich ganz klar, dass diese Schauspieler offenbar Filmstars sind", betonte Jackson mit Blick auf seine Marvel-Kollegen. Das sei etwa bei seinem vor zwei Jahren verstorbenen Kollegen Chadwick Boseman nicht abzustreiten: "Chadwick Boseman ist Black Panther. Das kann niemand bestreiten, und er ist definitiv ein Filmstar."

Vor Tarantino hatte auch bereits etwa der Regisseur Martin Scorsese mit seiner Äußerung, dass Marvelfilme für ihn kein Kino seien, für Aufsehen und Empörung gesorgt. Ungeachtet der Sticheleien gegen die Superhelden-Filme spielen Spider-Man, Doctor Strange und Co. an den Kinokassen seit Jahren Rekordzahlen ein.

10:16 Uhr

Weniger Studenten, aber mehr Erstsemester

An den Hochschulen in Deutschland sind im Wintersemester erstmals seit der Weltfinanzkrise weniger Studenten eingeschrieben als im Vorjahr. Ihre Zahl ging um 1,0 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Damit habe sie sich nach einem stetigen Wachstum seit dem Wintersemester 2007/2008 erstmals wieder verringert. Demnach waren 2,915 Millionen Menschen an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben - rund 30.400 weniger als im Wintersemester 2021/2022.

Die Erstsemesterzahl an den Hochschulen hat sich nach ersten vorläufigen Ergebnissen gegenüber dem Vorjahr allerdings leicht - um 0,4 Prozent - erhöht. Im Studienjahr 2022 nahmen demnach 474.100 Personen erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule auf, das waren 1800 mehr als im Vorjahr. Damit stieg die Studienanfängerzahl erstmals wieder, nachdem sie sich über vier Jahre rückläufig entwickelt hatte. So hatten im Studienjahr 2017 noch 513.200 Personen zum ersten Mal ein Studium an einer deutschen Hochschule aufgenommen. Seitdem war die Zahl der Erstsemester vor allem deshalb zurückgegangen, weil die Zahl der jungen Menschen in den relevanten Altersgruppen abnahm.

Die Corona-Pandemie habe diese Entwicklung noch verstärkt, da vorübergehend die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer, die zum Studium nach Deutschland kamen, stark zurückging, so das Statistische Bundesamt.

09:59 Uhr

Chinas ehemaliger Präsident Jiang Zemin ist tot

Chinas einstiger Präsident Jiang Zemin ist tot. Der langjährige Staatschef sei im Alter von 96 Jahren gestorben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. "Jiang Zemin starb in Shanghai infolge einer Leukämie und wegen eines multiplen Organversagens", berichtet Xinhua. Er führte China von 1989 bis Anfang der 2000er Jahre in einer Zeit großer Umbrüche in dem Land.

Jiang war nach der Niederschlagung der Proteste am Tiananmen-Platz in Peking an die Macht gekommen. Danach steuerte er die Entwicklung des bevölkerungsreichsten Landes der Welt zu einer Großmacht.

Als er 1989 die Macht von Deng Xiaoping übernahm, war China noch im Anfangsstadium seiner wirtschaftlichen Modernisierung. Als der langjährige Partei- und Staatschef 2003 abtrat, war China ein Mitglied der Welthandelsorganisation WTO, Peking hatte sich die Olympischen Spiele für 2008 gesichert und das Land war auf dem besten Weg zu einer Supermacht. Nach Ansicht von Analysten übten Jiang und seine "Shanghai Bande" auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt noch Einfluss auf die Politik des kommunistisch regierten Landes aus. Er hinterlässt seine Ehefrau Wang Yeping und zwei Söhne.

09:25 Uhr

Liebe, Schneefall, Kitsch und Klaus: Vorweihnachtliches TV-Streaming

Bald ist Weihnachten: Eine Auswahl von meist neuen Filmen oder Serien bei den Streamingdiensten. Was sich lohnt zu streamen, um in Stimmung zu kommen - von 1 bis 24.

1: RTL+ bringt nach eigenen Angaben "die erste deutschsprachige Adventskalenderserie überhaupt". Vom 1. bis 24. Dezember gibt es jeden Tag ein "Türchen". 2: "A Christmas Carol" von Charles Dickens ist ein Klassiker unter den Weihnachtserzählungen (RTL+). Netflix hat ab 2.12. den Animationsfilm "Scrooge: Ein Weihnachtsmusical" im Programm. 3: Bei Apple TV+ gibt es die Neuverfilmung und Komödie "Spirited" mit Will Ferrell und Ryan Reynolds. 4: In "The Guardians of the Galaxy Holiday Special" (seit 25.11. bei Disney+) suchen die Guardians nach einem geeigneten Weihnachtsgeschenk für ihren Anführer. 5: 2022 ist Lindsay Lohan in "Falling for Christmas" als Millionärstochter zu sehen (seit 10.11.) 6: Zum Nikolaus passt "Klaus". Im spanischen Netflix-Animationsfilm geht es um den Postboten Jesper, der im missgünstigen Zwietrachtingen den melancholischen Spielzeugmacher Klaus trifft. 7: Im Netflix-Weihnachtsfilm "Christmas With You" (seit 17.11.) stößt eine Popsängerin auf der Suche nach Weihnachtshit-Material in den sozialen Medien auf ihren Fan Cristina. 8: Im neuen Netflix-Film "The Noel Diary" (seit 24.11.) muss Autor Jake an Weihnachten den Nachlass seiner entfremdeten Mutter regeln und begegnet Rachel.

9: Mit "Friedliche Weihnachten" bringt Amazon Prime Video am 9.12. seine erste deutsche Weihnachtsserien-Eigenproduktion. Ein junges Pärchen muss zum Familien-Fest in ein Chalet in Österreich. 10: Drei Monate nach der Disney-Produktion "Pinocchio" von Robert Zemeckis hat auch Netflix eine neue Fassung des Klassikerstoffs im Programm (seit 9.12.). "Guillermo del Toros Pinocchio" ist noch düsterer als die Disney-Version mit Tom Hanks (seit 8.9. verfügbar). 11: Weil er die Nummer einer in Berlin kennengelernten Wienerin verschusselt hat und nur noch weiß, dass sie an ihrem Geburtstag (den er nicht kennt) immer Torte im Hotel Sacher essen geht, setzt sich ein junger Verliebter jeden Tag in das Café. Die romantische Komödie "Sachertorte" läuft bei Amazon Prime (seit 18.11.). 12: Das ZDF hat einige ältere Weihnachtsfilme in der Mediathek: "Obendrüber da schneit es", "Beste Bescherung", "Familie Bundschuh: Tief durchatmen, die Familie kommt", "Familie Bundschuh im Weihnachtschaos" und "Mona & Marie". 13: Die inzwischen 16 Jahre alte Weihnachts-Romcom "Liebe braucht keine Ferien" geht immer. Der Haustauschfilm zwischen Los Angeles und England ist für Romantik-Fans. 14: Die "Santa Clause"-Trilogie besteht aus den Filmen "Santa Clause - Eine schöne Bescherung", "Santa Clause 2 - Eine noch schönere Bescherung" und "Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung". Sie hat jetzt einen sechsteiligen Miniserien-Nachfolger bei Disney+ bekommen. 15: Das Sky Original "Ein Junge namens Weihnacht" zeigt den Weihnachtsmann nicht als dickbäuchigen, bärtigen Mann, sondern als elfjährigen Nikolas. 16: Die norwegische Netflix-Dramedy "Weihnachten zu Hause" gehört mit ihren Staffeln von 2019 und 2020 zu den besten Festtags-Miniserien und dreht sich um Krankenschwester Johanne, die ihrer Familie vorgaukelt, einen Freund zu haben. Ab 16.12. läuft "Ein Sturm zu Weihnachten", es geht um Reisende am Flughafen Oslo, die kurz vor dem Fest festsitzen.

17: Sechs neue Folgen der Historienserie "Sisi", ab 16.12. bei RTL+. 18: Vor 40 Jahren sendete das ZDF die Weihnachtsserie "Jack Holborn". Ab heute, genau wie "Madita", "Silas", "Nesthäkchen", "Oliver Maass", "Mino", "Nonni und Manni" sowie "Timm Thaler", "Patrik Pacard" und "Anna". 19: Das zehn Jahre alte Dreamworks-Animationsabenteuer "Die Hüter des Lichts" mit Weihnachtsmann, Osterhase, Zahnfee und Jack Frost geht immer (Netflix). 20: Auf Disney+ zum Beispiel auch die 30 Jahre alte Puppenversion "Die Muppets Weihnachtsgeschichte". 21: Heute startet die dritte Staffel der klischeebeladenen, umstritten kitschigen Netflix-Serie "Emily in Paris". 22: "The Knight before Christmas" ist ein Märchenfilm über einen Ritter (Knight), der in der Gegenwart landet und auf eine Lehrerin trifft (Netflix). 23: Ab heute ist Daniel Craig bei Netflix in einem zweiten Film als schrulliger Detektiv Benoit Blanc zu sehen: "Glass Onion - A Knives Out Mystery" ist eine Art Fortsetzung von "Knives Out - Mord ist Familiensache". 24: Bei Disney+: "Das Wunder von Manhattan", einer der besten Weihnachtsfilme überhaupt.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:16 Uhr

"Außergewöhnliche Maßnahmen": Heimliche Übernahme von Ministerposten

Wie kann man "heimlich" Minister werden? In Australien geht das anscheinend: Das australische Parlament hat gegen Ex-Premierminister Scott Morrison wegen der heimlichen Übernahme mehrerer Ministerposten während seiner Amtszeit eine Rüge ausgesprochen. 86 Abgeordnete stimmten für den Antrag, 50 dagegen. Morrison habe "das öffentliche Vertrauen in die australische Demokratie untergraben" und eine angemessene Rechenschaftspflicht unmöglich gemacht, hieß es darin.

Der frühere Regierungschef hatte von März 2020 bis zu seiner Abwahl im Mai dieses Jahres weitere Ministerposten übernommen, ohne die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Er hatte sich unter anderem mit der Leitung der Ministerien für Finanzen, Inneres und Wirtschaft betraut. Nach Bekanntwerden der Vorgänge erklärte Morrison, sein Land habe sich wegen der Corona-Pandemie in einer Ausnahmesituation befunden, die außergewöhnliche Maßnahmen erfordert habe. Morrison verteidigte sein Vorgehen vehement und warf der aktuellen Mitte-Links-Regierung "politische Einschüchterung" vor.

"Ich bin stolz auf das, was ich in diesem Amt erreicht habe, und ich bin stolz auf meine Regierung", sagte er. Er räumte ein, er hätte die Übernahme der Ministerposten nicht geheim halten sollen. Er werde sich jedoch nicht dafür entschuldigen, "dass ich in einer nationalen Krise Maßnahmen ergriffen habe (...), um Leben zu retten und Existenzen zu erhalten".

08:03 Uhr

Tochter durfte Hinrichtung ihres Vaters in Missouri nicht beiwohnen

In den USA ist ein zum Tode verurteilter Polizistenmörder hingerichtet worden. Der 37-jährige Kevin Johnson sei im Gefängnis der Stadt Bonne Terre im Bundesstaat Missouri um 19.40 Uhr Ortszeit nach Verabreichung einer tödlichen Injektion für tot erklärt worden, teilten die Behörden mit. Johnsons 19-jährige Tochter war mit einem Antrag gescheitert, der Vollstreckung des Todesurteils beiwohnen zu können.

Der Afroamerikaner hatte 2005 in einem Vorort der Stadt St. Louis einen weißen Polizisten erschossen. Zwei Stunden zuvor war sein zwölf Jahre alter Bruder an einem Schlaganfall gestorben, als Polizisten Johnson wegen eines Verstoßes gegen Bewährungsauflagen festnehmen wollten. Der damals 19-jährige Johnson machte die Polizei für den Tod seines kleinen Bruders verantwortlich - und erschoss einen Beamten.

Johnsons Tochter Corionsa Ramey beantragte, der Hinrichtung ihres Vaters beizuwohnen. Die Justiz lehnte dies jedoch ab, weil in Missouri für das Beiwohnen einer Hinrichtung ein Mindestalter von 21 Jahren gilt. "Es bricht mir das Herz, dass ich in den letzten Augenblicken meines Vaters nicht an seiner Seite sein kann", erklärte Ramey vergangene Woche, nachdem sie vor Gericht mit ihrem Antrag gescheitert war. Johnson ist der 17. Häftling, der in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten hingerichtet wurde. Viele Bundesstaaten halten trotz massiver Kritik an der Todesstrafe fest.

07:47 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, es ist der 30. November, und ich muss heute noch zwei Adventskalender basteln. Gut, dass ich so früh aufgestanden bin. Bis es so weit ist begleite ich Sie aber noch bis 14 Uhr durch den Tag, der wettermäßig recht novemberlich wird, aber das ist ja auch gut so. Bei Fragen, Wünschen, Anregungen - einfach eine Mail an dertag@n-tv.de schreiben.

Das könnte heute wichtig werden:

  • Die Themen der NATO-Außenminister am zweiten und letzten Tag in Bukarest sind unter anderem der Umgang mit China und die Beziehungen zu Partnerländern wie Bosnien-Herzegowina, Georgien und Moldau.
  • In Stockholm werden heute Abend die Alternativen Nobelpreise vergeben: Der Right Livelihood Award geht nach Somalia, Venezuela, Uganda und erstmals auch in die Ukraine. Die in Kiew ansässige Menschenrechtsaktivistin Olexandra Matwijtschuk und ihr Center for Civil Liberties (CCL) zählen zu den diesjährigen Preisträgern, außerdem werden die somalischen Menschenrechtsaktivistinnen Fartuun Adan und Ilwad Elman, das venezolanische Kollektiv Cecosesola und das Africa Institute for Energy Governance (Afiego) aus Uganda geehrt.
  • Die Agentur für Arbeit (BA) legt die Jobdaten für den Monat November vor. Dabei wird sich zeigen, ob die Energiekrise tiefere Spuren am Arbeitsmarkt hinterlässt. Laut BA steht zwar kein Einbruch bevor. Doch war die Herbstbelebung im Oktober schwächer ausgefallen als sonst üblich.
  • Michael Jackson veröffentlichte heute vor 40 Jahren sein legendäres Album "Thriller". Es ist das meistverkaufte Pop-Album aller Zeiten.
  • Die Stars des Weihnachtsklassikers "Tatsächlich...Liebe" kommen zum 20-jährigen Jubiläum wieder zusammen: Die Spezialsendung "The Laughter & Secrets of Love Actually: 20 Years Later - A Diane Sawyer Special" wird auf dem Sender ABC ausgestrahlt. Es wird einen Blick hinter die Kulissen geben sowie Interviews mit Hugh Grant und Emma Thompson.
07:27 Uhr

Das Wetter am letzten November-Tag

Die dicke Wolkendecke der letzten Tage löst sich heute nur stellenweise auf. Im östlichen Teil Deutschlands lässt sich ab und an mal die Sonne blicken, ansonsten wird es verbreitet nasskalt und trüb. Die Temperaturen bleiben durchweg einstellig, mit Werten zwischen zwei und acht Grad.

07:06 Uhr

Für Rapper und Ex-Fußballer Marteria ist an Katar "alles falsch"

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War schonmal in Katar, Freunde besuchen: Marteria.

(Foto: dpa)

Für Rapper und Ex-Fußballer Marteria ist an der Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar angesichts der dortigen Menschenrechtslage "alles falsch". Er habe sich vorgenommen, kein Teil dieser WM zu sein, ist "aber auch ehrlich genug, um zu sagen, okay, wenn es zu einem besonderen Highlight-Spiel kommt, guckt man das."

Der Künstler, der selbst in der Jugend seines Heimatvereins FC Hansa Rostock und in der U17-Fußball-Nationalmannschaft gespielt hat, sagt mit Blick auf die zahlreichen Boykott-Bekundungen: "Ich bin mir da unsicher, wer jetzt das eine sagt und am Ende doch das andere tut, ob man sich mal ein Spiel anguckt oder nicht."

Nach Auffassung des Hansa-Fans, genügt es ohnehin nicht, nur auf die Probleme anderswo zu schauen. "Man tut so, als wenn alle so toll sind hier. Aber auch hier hat man Probleme, auch hier gibt's Alltagsrassismus wie Sau, auch hier werden Schwule angefeindet und ausgegrenzt." Es gehöre mehr dazu, als einfach nur zu sagen, "ich boykottiere das und guck das nicht". Neu sei es obendrein auch nicht, "dass die FIFA sich nicht um Menschenrechtssituationen schert", findet der 39-Jährige.

06:42 Uhr

Chinesische Astronauten erreichen Raumstation

Eine neue Crew hat die chinesische Raumstation "Tiangong" (Himmelspalast) erreicht. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtet, betraten die drei Astronauten Fei Junlong, Deng Qingming und Zhang Lu nach einem etwa sechsstündigen Flug und Kopplungsmanöver die Station. Dort wurden sie von den bisherigen Besatzungsmitgliedern Chen Dong, Liu Yang und Cai Xuzhe begrüßt.

Die sechs Astronauten sollen für fünf Tage gemeinsam auf der Station leben und arbeiten. Dann soll die alte Crew zur Erde zurückkehren. Die neue Besatzung wird rund sechs Monate in der Raumstation bleiben. Die neue Station ist mit ihren drei Modulen weitgehend fertig, die offizielle Fertigstellung soll aber erst Ende Dezember verkündet werden. China will seinen "Himmelspalast" rund zehn Jahre lang betreiben.

06:29 Uhr

Kimono, Ikebana, Kabuki: Japan geht mit der Zeit

Es gehört zu Japans Kulturgut wie Kimono und Ikebana: Kabuki. Die jahrhundertalte traditionelle Theaterform begeistert noch heute Japanerinnen und Japaner wie auch ausländische Besucher des Landes. Kabuki (Japanisch für "Gesang und Tanz") ist das Theater des Bürgertums der Edo-Zeit (1603 bis 1868). Es besteht aus Gesang, Pantomime und Tanz und ist nicht ganz so formell wie das ältere, vom Buddhismus geprägte No-Theater der Samurai-Krieger. Aufgeführt werden die Stücke unter anderem im weltberühmten Kabukiza-Theater in Tokio.

Und nun gibt es Kabuki auch zum Streamen: Das Unternehmen Shochiku hat einen Kabuki-Video-Streaming-Dienst gestartet, der sich an ein Publikum außerhalb Japans richtet. Damit wolle man die ausländische Fangemeinde für Japans Kunst erweitern und Touristen in die Kabuki-Theater des Landes locken. Der On-Demand-Streaming-Dienst bietet drei berühmte Stücke für Zuschauer in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Italien, Taiwan, Australien, den USA und Kanada.

Dazu gehört "Sagi Musume", eine klassische Tanzgeschichte, die beiden anderen Stücke sind Kurumabiki und Benten Musume Meo No Shiranami. Die Videos werden im japanischen Original präsentiert, mit Untertiteln beziehungsweise Audiospur auf Englisch und kosten jeweils um die 1000 Yen (7 Euro).

06:14 Uhr

Bundesregierung sucht weiter Öl für PCK-Raffinerie

Kurz vor dem geplanten Stopp der Ölimporte aus Russland sucht die Bundesregierung nach wie vor neue Bezugsquellen für die PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt. Man sei in konstruktiven Gesprächen mit Polen und Kasachstan, sagt Wirtschaftsstaatssekretär Michael Kellner. Feste Zusagen fehlen jedoch. In Brandenburg wächst deshalb die Ungeduld und die Sorge vor höheren Preisen an der Zapfsäule.

In der EU gilt wegen des Ukraine-Kriegs ab 5. Dezember ein Embargo gegen russisches Öl auf Tankern. Zum 1. Januar will Deutschland zusätzlich auf Pipeline-Öl aus Russland verzichten - eine Zusage der Bundesregierung auf EU-Ebene. Davon ist die PCK-Raffinerie besonders betroffen, weil sie am russischen Öl aus der Druschba-Pipeline hängt. Ein Teil soll durch Lieferungen über Rostock ersetzt werden, doch das garantiert keine volle Auslastung.

"Was die alternativen Lieferungen angeht, sind wir keinen Schritt weiter", kritisiert der CDU-Fraktionschef im brandenburgischen Landtag, Jan Redmann. Womöglich werde PCK nach dem Ölembargo nur noch halb ausgelastet sein. Das könne auch Auswirkungen auf die Preise in Ostdeutschland haben. Dass es bereits eine erste Probelieferung aus Danzig nach Schwedt gab, sei jedoch ein wichtiges Signal.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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