mit Uladzimir ZhyhachouDas war Mittwoch, der 31. Juli 2024
Ismail Hanija, der Leiter des Politbüros der Hamas, stirbt bei einem Angriff im Iran. Mit der Tötung des Chefunterhändlers der islamistischen Terrororganisation geht Israel ein Risiko ein, denn die Gespräche über einen Geisel-Deal und eine Waffenruhe im Gazastreifen dürften damit beendet sein. Zugleich gibt es aus israelischer Sicht aber gute Gründe für Ort und Zeitpunkt des Anschlags. Welche das sind, erfahren Sie hier.
Was war heute sonst wichtig? Hier die Schlagzeilen des Tages:
Nach Israels Attacke in Beirut: Leiche von Hisbollah-Kommandeur unter Trümmern geborgen
Zitterpartie des Wahnsinns: Kerbers große Karriere endet auf dramatischste Weise
Rassismus oder notwendig?: Kinderarztpraxis behandelt Patienten nur auf Deutsch
Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht, bis morgen!
LKW-Fahrer mit 3,2 Promille baut Unfall auf Autobahn
Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kann ein Alkoholwert über drei Promille lebensbedrohlich bis tödlich sein. Einen LKW-Fahrer hat es aber nicht davon abgehalten, sich ans Steuer zu setzten – und auf der Autobahn 5 bei Ober-Mörlen in Hessen einen Unfall zu verursachen.
Der 56-Jährige habe bei einem Überholmanöver einen anderen LKW leicht gestreift, teilte die Polizei mit. Bei der Unfallaufnahme kam den Polizeibeamten dann der Verdacht, dass er betrunken sein könnte. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,19 Promille. Im Anschluss wurde dem Mann auf der Polizeistation Blut entnommen.
Der 56-Jährige hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Daher ordnete die Staatsanwaltschaft unter anderem an, den Führerschein zu beschlagnahmen.
Drei Mädchen getötet: Rechte randalieren auch nahe Downing Street
Nach der tödlichen Messerattacke in Southport ist ein Protest britischer Ultranationalisten nahe dem Regierungssitz Downing Street eskaliert. Es kam zu Handgemengen zwischen Rechten und der Polizei. Medienberichten zufolge warfen Randalierer Flaschen und Dosen, aber auch Feuerwerkskörper gegen den Zaun zur Downing Street. Mindestens ein Mann wurde festgenommen.
Die Protestaktion stand unter dem Motto "Enough is enough" (Genug ist genug). Teilnehmer riefen "Rule Britannia" und forderten in Sprechchören, die Einreise irregulärer Migranten zu stoppen. Falschnachrichten hatten das Gerücht in Umlauf gebracht, dass es sich beim Täter um einen irregulär eingereisten muslimischen Asylbewerber handele. Laut Polizei steht aber ein 17-Jähriger unter Mordverdacht, der in Großbritannien geboren wurde. Er soll am Montag drei Mädchen erstochen und acht weitere Kinder sowie zwei Erwachsene teils schwer verletzt haben.
In Southport nördlich von Liverpool hatten am Dienstagabend nach einer friedlichen Mahnwache etwa 200 bis 300 Rechtsradikale randaliert und die Polizei attackiert. Dabei wurden 53 Beamte verletzt, acht davon schwer.
Großbrand wütet in Rom
Wegen eines großen Brandes auf dem Hügel Monte Mario in Rom sind Büros des italienischen öffentlich-rechtlichen Senders Rai sowie mehrere Wohnhäuser evakuiert worden. Der Brand sei an den Hängen des Hügels im Nordwesten Roms ausgebrochen, teilte die Feuerwehr mit.
Umliegende Straßen mussten wegen des Brandes und der starken Rauchentwicklung gesperrt werden, was für erhebliche Verkehrsprobleme sorgte. Mehrere geparkte Autos in den nahe gelegenen Vierteln gerieten in Brand. Auf Bildern und Videos der Feuerwehr war zu sehen, wie eine dichte Rauchsäule in den Himmel stieg, die noch aus weiter Ferne deutlich zu sehen war.
Nach Angaben der Feuerwehr sind derzeit zehn Teams mit den Löscharbeiten beschäftigt. Außerdem seien drei Hubschrauber im Einsatz.
Felssturz bei Oberstdorf: Mensch tot geborgen
Bei einem Felssturz bei Oberstdorf im Süden Bayerns ist ein Mensch gestorben. Der oder die Verunglückte sei tot geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Ein tonnenschwerer Fels sei auf einen Wanderweg gestützt und habe einen Menschen eingeklemmt, hatte die Polizei zuvor gemeldet. Es habe geregnet - ob dies den Felssturz mit ausgelöst habe, sei offen, sagte ein Polizist.
Der Wanderer sei auf einem Weg im Bereich des Fellhorns unterwegs gewesen, als sich in der Nähe eines Bachlaufes der Fels gelöst habe. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, blieb zunächst offen. Ein anderer Wanderer habe die Rettungskräfte alarmiert.
US-Notenbank schreckt vor Zinssenkung zurück
Die US-Notenbank hält noch die Füße still und signalisiert zugleich Bereitschaft zu einer baldigen Zinswende. Die Währungshüter um Federal Reserve-Chef Jerome Powell beließen den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent. Zugleich öffneten sie die Tür für eine Zinssenkung.
William und Harry trauern um ihren Onkel
Prinz William und Prinz Harry trauern um ihren Onkel. Lord Robert Fellowes ist am Montag im Alter von 82 Jahren gestorben. Er war neun Jahre lang als Privatsekretär von Queen Elizabeth II. tätig und war der Ehemann von Lady Jane Spencer, der Schwester von Prinzessin Diana.
Dianas Bruder Charles Spencer bestätigte Fellowes' Tod in einem Beitrag bei X und schrieb zu einem Bild eines Artikels der "The Times": "Mein wundervoller Schwager Robert ist nicht mehr unter uns. Er war ein absoluter Gentleman, in der besten Bedeutung dieses Wortes, ein Mann mit Humor, Weisheit und absoluter Integrität. Ich bin sehr stolz darauf, sein Schwager gewesen zu sein."
Hisbollah bestätigt: Leiche von Kommandeur gefunden
Nach dem Angriff der israelischen Armee auf den ranghöchsten Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz, Fuad Schukr, ist dessen Leichnam gefunden worden. Er sei unter den Trümmern des angegriffenen Gebäudes entdeckt worden, verlautete aus dem Umfeld der pro-iranischen Miliz. Die israelische Armee hatte am Dienstagabend mitgeteilt, den ranghöchsten Hisbollah-Militärkommandeur bei einem "gezielten Angriff" getötet zu haben.
Schukr soll nach israelischen Angaben für den Angriff auf die Ortschaft Madschdal Schams auf den von Israel besetzten Golanhöhen verantwortlich gewesen sein. Bei dem Angriff starben am Samstag zwölf Kinder.
Zwei deutsche Piloten in der Arktis gerettet
Zwei deutsche Piloten sind auf dem Weg in die USA, um eine Flugshow zu sehen. Dann müssen sie mit ihrem Flieger notlanden - vor Grönland harren sie in einer Rettungsinsel aus. Zuvor schaffen sie es noch, einen Notruf abzusetzen.
Fast jeder Zweite liest täglich Print-Zeitung
Print ist tot? Von wegen! 33,7 Millionen Menschen in Deutschland lesen einer aktuellen Untersuchung zufolge täglich Zeitung. Das entspricht einem Anteil von 47,7 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren, wie die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse in Frankfurt mitteilte.
Den Angaben zufolge ging diese Gesamtreichweite aller Titel im Jahresvergleich ein klein wenig zurück: 2023 waren es noch 34,6 Millionen Leserinnen und Leser gewesen (49,4 Prozent).
Abo-Zeitungen erreichen demnach Tag für Tag 29,4 Millionen. Von ihnen haben die regionalen Titel mit 28,1 Millionen Lesern pro Tag die höchste Reichweite. Die Boulevardzeitungen, die einzeln verkauft werden, erreichen täglich 6,9 Millionen. Überregionale Abo-Zeitungen finden im Schnitt pro Tag 3,6 Millionen Leserinnen und Leser.
E-Paper-Ausgaben und andere digitale Angebote sind in der Erhebung nicht berücksichtigt.
Therapie gemacht, abgenommen, gelernt: Mann bedankt sich für Haft
Im Alltag hat man oft keine Zeit für Selfcare. Wenn man im Gefängnis sitzt, hat man dagegen alle Zeit der Welt. Ein Angeklagter in Österreich hat was draus gemacht und nach seiner siebenmonatigen Untersuchungshaft eine eher ungewöhnliche positive Bilanz gezogen.
"Eigentlich bin ich für die Zeit im Gefängnis dankbar. Ich habe eine Psychotherapie gemacht, ich habe 20 Kilo abgenommen, ich habe etwas gelernt", sagte der Software-Entwickler vor dem Landgericht Wien. Er habe seine Kenntnisse über die Künstliche Intelligenz erweitert, was er zukünftig professionell nutzen werde: "Das ist momentan der meistgebrauchte Beruf der Welt."
Der 45-Jährige ist angeklagt, als Unternehmer widerrechtlich Mittel aus dem EU-Förderprogramm "Reparaturbonus" erschlichen zu haben. Er habe bei 800 Kunden jeweils die Tuner ihrer Fernsehgeräte ausbauen lassen, womit sich diese nach damaliger Rechtslage die Rundfunkgebühr erspart hätten. Das stelle allerdings keine Reparatur dar. Insofern sei inzwischen bei ihm "das Bewusstsein da, dass es falsch war, dass es nicht korrekt war".
Als man ihm auf die Schliche kam, waren laut Anklage bereits 162.000 Euro ausbezahlt worden. Hinsichtlich weiterer 40.000 Euro blieb es beim Versuch. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu drei Jahre Haft.
Kerbers Tennis-Karriere endet im dramatischen Olympia-Viertelfinale
Nach einem ergreifenden Kampf im Viertelfinale des Tennisturniers bei den Olympischen Spielen schied Angelique Kerber in Paris gegen Qinwen Zheng aus China aus und beendete damit ihr olympisches Märchen - und ihre große Tennis-Karriere.
"Geldregen" auf der A3 sorgt für Polizeieinsatz
Auf der Autobahn 3 bei Heusenstamm in Hessen hat es buchstäblich Geld geregnet. Wer dafür verantwortlich war, ist noch unklar. Klar ist aber, dass das Geld falsch war. Autofahrer meldeten umherfliegende Geldscheine, eingetroffene Polizisten sammelten insgesamt 110 Scheine mit dem Nennwert von 10 und 20 Euro ein.
Dabei stellte sich heraus, dass es sich nicht um echtes Geld, sondern Film- oder Spielgeld handelte. Einige Autofahrer hatten bereits angehalten, um die vermeintlichen Geldscheine schnell einzusammeln. Die Polizei warnte mit Blick auf die Gefährlichkeit vor einem derartigen Verhalten.
Die Beamten schlossen nicht aus, dass jemand die Scheine absichtlich auf der Autobahn verteilte, um gefährliche Verkehrssituationen zu verursachen.
Hotline für bedrohte Kommunalpolitiker startet
Erst vor einer Woche hatte der Rücktritt des Landrats des Kreises Mittelsachsen, Dirk Neubauer, bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Denn als einer der Gründe für seinen Rücktritt gab der parteilose Politiker Bedrohungen "aus rechter Ecke" an. Neubauer ist bei weitem nicht der einzige Lokalpolitiker, der mit Anfeindungen konfrontiert wird.
Nach Monaten der Vorbereitung nimmt an diesem Donnerstag die bundesweite Anlaufstelle zum Schutz von Landräten und Bürgermeistern ihre Arbeit auf. Die sogenannte "starke Stelle" ist eine Hotline, die kommunalen Amts- und Mandatsträgern, die von Anfeindungen und Bedrohungen betroffen sind, individuelle Beratung und Unterstützung anbietet. Ihre Anliegen sollen vertraulich behandelt werden.
Das neue Angebot sei dringend nötig, "denn Hass und Hetze gegen Engagierte in der Kommunalpolitik haben sich auf hohem Niveau etabliert", hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme von Städtetag, Landkreistag und Städte- und Gemeindebund. Die kommunalen Spitzenverbände erklärten, sie wollten Betroffene auch ermutigen, strafrechtlich relevante Vorfälle zur Anzeige zu bringen. "Es gehört nicht zum Amt, sich verleumden, beleidigen oder bedrohen zu lassen", heißt es in ihrer Stellungnahme weiter.
Segelflugzeug stürzt auf Autobahn - Pilot stirbt
Ein kleines Flugzeug ist im Süden der Niederlande abgestürzt. Die Trümmer landeten auf einer Autobahn. Der Pilot kam ums Leben. An Bord waren keine weiteren Menschen. Nach Angaben des Automobilclubs ANWB handelte es sich um ein Segelflugzeug. Das Unglück ereignete sich beim Ort Rucphen nahe der Stadt Roosendaal. Die Autobahn wurde in Richtung Roosendaal abgesperrt.
Israel schweigt zum Tod Hanijas
Die israelische Regierung will sich nicht zum Tod des Hamas-Anführers Ismail Hanija äußern. "Wir kommentieren diesen speziellen Vorfall nicht", sagt Sprecher David Mencer. Israel fühle sich den Verhandlungen für eine Waffenruhe im Gazastreifen verpflichtet. Es wolle eine Vereinbarung zur Freilassung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln.
Der im Iran getötete Hamas-Auslandschef soll am Freitag in Katar bestattet werden. Nach einer offiziellen Trauerfeier in Teheran am Donnerstag werde sein Leichnam in die katarische Hauptstadt Doha überführt, teilte die Hamas mit. Die Trauerfeier solle am Freitagmittag mit einem Gebet beginnen. Hanijas Leichnam solle dann auf einem Friedhof in der Stadt Lusail nördlich von Doha bestattet werden. Erwartet würden dazu "arabische und islamische Anführer".
Hanija lebte mit Teilen seiner Familie seit Jahren in dem Golfemirat Katar. Die Hamas unterhält in Doha auch ein politisches Büro
Hochwasser in Nordkorea: Kim fährt rauchend im Schlauchboot
Nach starken Regenfällen stehen große Teile Nordkoreas unter Wasser. Kim Jong Un macht sich von einem Schlauchboot aus ein Bild der Lage vor Ort - während er dabei Zigaretten raucht. Zudem räumt der Machthaber Fehler beim Katastrophenschutz ein, was unüblich ist.
Schichtwechsel
Hedviga Nyarsik verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Weiter geht's mit mir. Ich heiße Uladzimir Zhyhachou und wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!
Schweizer verleiht keine Schlitten an Juden - und wird wegen Diskriminierung verurteilt
Im Februar hängt ein Schlittenverleiher in Davos in der Schweiz ein Zettel auf Hebräisch in sein Ladenfenster, das besagt, dass er keine Schlitten und andere Sportgeräte mehr an jüdische Touristen ausleihe. Jetzt wird er zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt und muss zusätzlich Bußgeld zahlen. Der Mann wurde wegen Diskriminierung und Leistungsverweigerung schuldig gesprochen, wie der Staatsanwalt in Graubünden, Franco Passini, sagte. Diskriminierung "von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie, Religion oder sexuellen Orientierung" ist in der Schweiz verboten.
Nachdem dem Schlittenverleiher bereits im Februar eine Welle der Entrüstung entgegen geschwappt war, hatte er sich entschuldigt. Der Aushang sei falsch formuliert gewesen. Spannungen zwischen jüdischen Gästen und Einheimischen schwelten aber schon länger. Der damalige Tourismusdirektor sprach von teils respektlosem Verhalten Jüdisch-Orthodoxer gegenüber Gastgebern und anderen Dienstleistern. Jetzt will der Ort Maßnahmen "zur Verständigung zwischen internationalen Gästen und Einheimischen in Davos" ergreifen.
Güterzug zerteilt Reisebus auf Bahnübergang
Ein Reisebus kommt aufgrund eines elektronischen Defekts im brasilianischen Juiz de Fora auf den Bahngleisen zum Stehen. Die Insassen können sich noch vor einem heranrasenden Güterzug in Sicherheit bringen. Ein Handyvideo zeigt, wie der Bus durch die Wucht des Aufpralls in zwei Hälften geteilt wird.
Eisbär greift deutschen Forscher auf Grönland an
Sie zählen zu den beeindruckendsten Tieren der Erde, aber auch zu den gefährlichsten: Eisbären. Das bekam nun ein deutscher Forscher auf Grönland zu spüren. Wie der grönländische Rundfunksender KNR berichtet, wurde der Mann am vergangenen Freitag auf der ostgrönländischen Insel Traill Ø von dem Raubtier attackiert. Der Deutsche sei im Anschluss auf die Station Mestersvig und später in ein Krankenhaus auf Island gebracht worden, sagt eine Polizeisprecherin. Sein Zustand sei zunächst kritisch gewesen, am Tag nach dem Angriff aber bereits als stabil beschrieben worden.
Der Mann soll nach KNR-Angaben Teil eines deutschen Forscherteams gewesen sein, das sich auf der Insel aufhielt. Kein weiteres Teammitglied ist demnach zu Schaden gekommen.
Leiche liegt zwei Jahre unentdeckt in Aachener Wohnung
Schockierender Fund in Aachen: In der Wohnsiedlung Preuswald stößt ein Mitarbeiter eines Wohnungsunternehmens im Zuge einer Räumungsklage auf die mumifizierte Leiche eines Mannes, der vermutlich schon seit zwei Jahren tot war. Die schreckliche Entdeckung erfolgte erst, weil in der Nachbarwohnung ein Wasserschaden festgestellt wurde. Auch war monatelang keine Miete mehr eingegangen, daher hatte das Unternehmen rechtliche Schritte eingeleitet. Der Mann starb Polizeiangaben zufolge vermutlich bereits Anfang 2022. Anhand von geöffneten Briefen in der Wohnung ließ sich feststellen, dass der aus Köln stammende Mieter offenbar am 31. Dezember 2021 das letzte Mal seinen Briefkasten leerte. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es demnach nicht.
Richard Gere: Mein Körper ist wie ein Hotelzimmer
Hollywoodstar Richard Gere befasst sich nach eigenen Worten beim Meditieren täglich mit dem eigenen Tod. Obwohl er früh verstanden habe, dass er irgendwann sterbe, habe er dieses Wissen noch verinnerlichen müssen, erklärt der 74-Jährige dem Magazin "Bunte". "Das erfordert eine tägliche Übung, immer und immer wieder. Man muss sich stets vor Augen halten, dass alles vergänglich ist." Er führte aus: "Man kann es Meditation nennen oder einfach Reflexion oder Analyse. Eine meditative Technik sieht so aus, dass du dir ständig vorstellst, wie du stirbst. Denn damit veränderst du die Vorstellung von dir selbst."
Gere wandte sich schon vor vielen Jahren dem Buddhismus zu und ist mit dem Dalai Lama befreundet. Der Schauspieler glaubt eigenen Worten zufolge daran, dass er beim Tod nur seinen Körper verlasse, während sein Bewusstsein weiterlebe. "Mein Körper ist wie ein Hotelzimmer. Ich habe eingecheckt, und eines Tages checke ich wieder aus. Deshalb habe ich auch meinen Frieden mit dem Tod gemacht."
Mann entführt Frau im Kofferraum - Zeuge verfolgt Auto
Auch dank eines geistesgegenwärtigen Zeugen ist eine mutmaßliche Entführung in der Region Schweinfurt laut Polizei binnen weniger Minuten beendet worden. Ein 49-Jähriger soll in Bergrheinfeld eine zwei Jahre ältere Frau geschlagen und in den Kofferraum seines Wagens verfrachtet haben, wie die Polizei mitteilt. Daraufhin sei er mit dem Auto davongefahren. Ein Zeuge habe die Polizei informiert und das Auto verfolgt, während er laufend seinen Standort an die Beamten weitergab.
Ein sofort ausgelöster Großeinsatz der Polizei führte den Angaben zufolge zusammen mit den Informationen des Zeugen zur schnellen Befreiung der Frau und vorläufigen Festnahme des Mannes - etwa sechs Kilometer vom Ausgangsort entfernt in Schweinfurt. Zwischen Erstmeldung und Festnahme vergingen laut Polizei nur sieben Minuten. Der Zeuge habe "super reagiert" und alles richtig gemacht, lobt ein Sprecher der Polizei.
Feuer lodern direkt hinter Hotels an der Adria
Seit Wochen kämpfen Albanien, Griechenland und Nordmazedonien mit Waldbränden. Im albanischen Adria-Badeort Shëngjin fressen sich die Flammen nun in unmittelbare Nähe zu den Hotels am Strand vor. Behörden fordern Menschen im Ort zur Evakuierung auf.
Boden von Ladenlokal auf Mallorca gibt plötzlich nach – Frau stürzt in die Tiefe
Auf Mallorca hat sich ein erschreckender Zwischenfall ereignet: Die Inhaberin eines Friseursalons stürzte unerwartet in einen mehr als einen Meter tiefen Schacht, nachdem der Boden unter ihren Füßen plötzlich nachgegeben hatte. Die Frau hatte gerade ihren Salon geöffnet und wollte ihre Handtasche in einem Hinterraum ablegen, als der Boden unweit des Eingangs nachgab. Die Frau stürzte in die Tiefe und zog sich dabei eine Schnittwunde am Fuß zu.
Nach dem Schock gelang es ihr zunächst nicht, sich selbst aus der misslichen Lage zu befreien. Sie alarmierte ihren Partner, der wiederum den Besitzer einer nahegelegenen Bar verständigte. Dieser eilte sofort zur Unglücksstelle und leistete der verletzten Frau Erste Hilfe, bis weitere Unterstützung eintraf.
Wenige Minuten später erreichten mehrere Streifenwagen der Lokalpolizei und Einsatzkräfte der Feuerwehr den Einsatzort. Aufgrund der unklaren Statik des Gebäudes entschieden die Einsatzkräfte, zur Sicherheit die Bewohner des Hauses des angrenzenden Gebäudes vorsorglich zu evakuieren.
Elizabeth Banks wäre beinahe an einer Erbse erstickt
Nahtoderfahrung wegen einer kleinen Erbse: US-Schauspielerin Elizabeth Banks ("Pitch Perfect") wurde eigenen Angaben zufolge kürzlich mit dem Heimlich-Griff vor dem Ersticken bewahrt. Am Set ihres neuen Thrillers "Skincare" habe sie sich beim Mittagessen an einer Erbse verschluckt, berichtete die 50-Jährige in der US-Sendung "Good Morning America". "Ich konnte wirklich nicht atmen, und es war unheimlich beängstigend."
Sie sei zu dem Zeitpunkt allein in ihrem Wohnwagen gewesen, erzählte Banks weiter. "Ich habe die Tür aufgestoßen, konnte kein Geräusch machen, hatte solche Angst. Es war schrecklich. Ich sah zufällig jemanden, der sagte: "Erstickst du?"" Als sie dem Mann ein "Ja" gestikulierte, habe dieser bei ihr den Heimlich-Griff durchgeführt und damit ihre Luftföhre von der Erbse befreien können. "Sein Name ist Julius und er ist mein Schutzengel", sagte Banks. Sie erzähle seitdem allen Menschen von dem Vorfall, damit jeder den Heimlich-Griff lerne.
Mehr Kostentransparenz für Fernwärmekunden
Das Bundeswirtschaftsministerium will für mehr Kostentransparenz für Fernwärmekunden sorgen. Zudem soll der Schutz von Verbrauchern vor zu hohen Fernwärmepreisen gestärkt werden, wie das Ministerium mitteilt. Geplant ist konkret, dass Veröffentlichungspflichten der Fernwärmeversorgungsunternehmen erweitert werden sollen. So soll künftig eine Musterrechnung im Internet veröffentlicht werden, aus welcher sich die Anwendung einer etwaigen Preisänderungsklausel verständlich nachvollziehen lässt, wie aus dem Referentenentwurf zur Änderung der Verordnung hervorgeht.
Aus Sicht von Verbraucherschützern ist derzeit für Verbraucherinnen und Verbraucher schwer nachvollziehbar, wie Preise bei Fernwärme gebildet werden. Die Preise für Fernwärme in Deutschland unterschieden sich regional deutlich.
"The Beach"-Strand wird für zwei Monate gesperrt
Sie ist einer der schönsten Strände der Welt: die Maya Bay im Süden Thailands. Weltruhm erlangte der weiße Tropenstrand mit seinen markanten Felsen durch Danny Boyles Hippie-Blockbuster "The Beach" aus dem Jahr 2000 mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Doch eine verheerende Korallenbleiche bedroht die atemberaubende Unterwasserwelt. Teilweise sind 100 Prozent aller Korallen und Seeanemonen betroffen. Um das Paradies zu erhalten, wird es ab Donnerstag wieder für zwei Monate für den Tourismus geschlossen. Während der Regenzeit vom 1. August bis 30. September seien keine Besucher zugelassen, damit sich die Bucht und ihr fragiles Ökosystem vom Besucheransturm erholen könnten, berichteten thailändische Medien unter Berufung auf die Behörden.
Neben der Maya Bay würden noch zwei weitere Buchten geschlossen, Loh Samah Bay und Lo Kor Bay, zitierte die Zeitung "The Nation" den Chef des örtlichen Nationalparks, Yutthapong Damsrisuk.
Metas Chatbot bestritt Trump-Attentat
KI-Chatbots sind dafür bekannt, Dinge zu erfinden. Der Facebook-Konzern Meta machte diese Erfahrung ausgerechnet bei einem so politisch sensiblen Thema wie dem Attentat auf Donald Trump. Der Konzern erklärte in einem Blogeintrag, man habe Meta AI zunächst mit Absicht nicht über das Attentat am 13. Juli sprechen lassen. Denn rund um schlagzeilenträchtige Ereignisse gebe es oft widersprüchliche Angaben und unbegründete Spekulationen bis hin zu Verschwörungstheorien. Aber auch nachdem der KI-Chatbot mit Informationen über das Attentat gefüttert worden sei, habe er "in wenigen Fällen" behauptet, es sei nicht passiert, räumte Meta ein. Das sei "unglücklich", aber keine Absicht gewesen.
Die "Halluzinationen" sind ein allgemeines Problem von KI-Chatbots und haben damit zu tun, wie die Software funktioniert. Die Programme werden zunächst mit riesigen Mengen an Informationen trainiert. Bei ihren Reaktionen auf Nutzeranfragen wägen sie dann auf dieser Basis Wort für Wort ab, wie ein Satz wahrscheinlich weitergehen sollte. Dadurch kann die Software völlig falsche Aussagen zusammenwürfeln, auch wenn sie nur mit korrekten Informationen angelernt wurde.
Chris Pratt gratuliert Schwarzenegger: "Du bist einzigartig"
Geburtstagsgrüße von Star zu Star: Hollywoodstar Chris Pratt zollt seinem berühmten Schwiegervater, Arnold Schwarzenegger, an dessen Geburtstag Tribut. "Du bist einzigartig", schreibt Pratt an den "Terminator"-Star gerichtet in seinen sozialen Medien. Er würde sich auf ein weiteres Jahr mit klugen Ratschlägen, guten Zigarren, Schachspiel-Anfeuerungen und aufs Verfüttern von selbstgebackenen Keksen an die vielen Farmtiere in Schwarzeneggers Küche freuen. Pratt, der seit 2019 mit Schwarzeneggers Tochter Katherine verheiratet ist und mit ihr zwei kleine Töchter hat, postete dazu mehrere Fotos. Eins zeigt den gebürtigen Österreicher mit zwei Kindern und seinem Hausschwein in der Küche.
Diesen beliebten Urlaubsländern geht das Wasser aus
In der Hitze wollen Einwohner und Touristen baden, planschen, sich erfrischen - doch in vielen Urlaubsländern hat es lange nicht oder nur kaum geregnet. Denn die große Hitze und Trockenheit, die diesen Sommer in weiten Teilen Südeuropas herrschen, haben auch massive Auswirkungen auf die Wasserversorgung. Welche Länder und Regionen stark betroffen sind:
Während die Wasserreservoirs auf Zypern beispielsweise nur noch zu einem Drittel gefüllt sind, hat Spanien im Vergleich zu den vergangenen Jahren aktuell kein großes Problem.
Anders in Italien, wo vor allem Sizilien schlecht dran ist: Dort gilt inzwischen mancherorts der Notstand, weil es in den vergangenen Wochen kaum geregnet hat. In der Landwirtschaft wird ein Milliardenverlust befürchtet.
In Griechenland wiederum wird das Wasser vor allem auf beliebten Urlaubsinseln wie Santorini, Mykonos und Paros knapp. Schuld daran sind nicht zuletzt die zahlreichen Touristen, die den Wasserverbrauch enorm in die Höhe treiben.
Dennoch gibt es, ebenso wie in wasserarmen Regionen Bulgariens und der Türkei, bislang keine staatlich verordneten Maßnahmen - obwohl es etwa in der Türkei dieses Jahr so wenig geregnet hat wie seit 23 Jahren nicht mehr.