Donnerstag, 26. Mai 2022Der Tag

mit Heidi Ulrich
Heidi Ulrich
22:45 Uhr

Das war Donnerstag, der 26. Mai 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

zumindest in Deutschland ist heute zwar Feiertag, ruhig war der Tag aber nicht, friedlich schon gar nicht. Die Kämpfe zwischen Russland und der Ukraine halten an. Nach ukrainischen Angaben rückt die russische Armee im Donbass weiter vor. Währenddessen stärkt die NATO ihre Nordflanke - in Wilhelmshaven bricht deshalb ein Kriegsschiff in See. Außerdem waren diese Meldungen heute wichtig:

22:18 Uhr

Exil-Uiguren rufen deutsche Firmen zum Handeln auf

Die Exil-Organisation der Uiguren fordert nach neuen Berichten über eine brutale Verfolgung der muslimischen Minderheit in China Sanktionen – auch von der Bundesregierung. Die Beweislage sei mittlerweile klar, sagt der Präsident des Uigurischen Weltkongresses (UWC), Dolkun Isa, in München. "In den vergangenen fünf, sechs Jahren hat die chinesische Regierung ihren Kurs geändert - von erzwungener Assimilierung und Diskriminierung zum Völkermord." Isa fordert außerdem: "Deutsche Unternehmen sollten keine Geschäfte mehr in China machen." Als Beispiele nennt er VW, Bosch und Adidas. Diese Woche hatten zahlreiche Medien erneut von Menschenrechtsverletzungen gegen Uiguren in China berichtet: Fotos, Reden und Behördenweisungen dokumentierten unter anderem Folter. Peking weist die Vorwürfe als "Lüge des Jahrhunderts" zurück.

21:50 Uhr

Polen will umstrittene Disziplinarkammer abschaffen

Polens Parlament stimmt im Streit mit der EU über die Unabhängigkeit seiner Justiz für eine Abschaffung der umstrittenen Disziplinarkammer für Richter. Die Zustimmung des Senats fehlt noch.

  • Die Kammer kann Richter bestrafen und entlassen. Ihre Mitglieder werden vom von der Politik kontrollierten Landesjustizrat ernannt.
  • Die nationalkonservative Regierung in Warschau untergrabe so die Unabhängigkeit der Justiz und verstoße gegen einen Grundwert der EU, kritisierte Brüssel.
  • Der Europäische Gerichtshof verurteilte Polen im Oktober zur Zahlung eines Zwangsgeldes von einer Million Euro pro Tag, weil Warschau die Auflösung zunächst verweigerte.
  • Die Auflösung ist Voraussetzung, damit Polen von der EU 35 Milliarden Euro Corona-Hilfen bekommt.
  • Nun soll die Kammer durch ein neues Gremium ersetzt werden.
  • Kritiker bemängeln, dass das nun verabschiedete Gesetz nicht auf die Bedenken hinsichtlich der politischen Beeinflussung der Justiz in Polen eingehe.
21:04 Uhr

Spaniens Parlament stimmt für "Nur Ja heißt Ja"

Das spanische Parlament hat dem sogenannten "Nur Ja heißt Ja"-Gesetz mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Der Gesetzentwurf der linken Regierung sieht vor, dass alle beteiligten Personen sexuellen Handlungen ausdrücklich zustimmen müssen. Der Senat muss den Entwurf noch billigen, das gilt aber als Formsache.

Sexuelle Übergriffe werden künftig als Vergewaltigung betrachtet - egal ob das Opfer sich wehrt oder eine Handlung aus Angst geschehen lässt. Auf Vergewaltigung und sexuelle Gewalt werden dann bis zu 15 Jahre Haft stehen.

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"Die feministische Bewegung schreibt Geschichte in Spanien", sagt Gleichstellungsministerin Irene Montero (M.).

(Foto: picture alliance / Jorge Rey / MediaPunch)

In Spanien hatte es in den letzten Jahren mehrere Fälle von Gruppenvergewaltigungen gegeben, bei denen die Täter nur milde Strafen erhielten. Besonders große Empörung löste ein Fall in 2016 aus: Fünf Männer hatten eine Frau mehrfach vergewaltigt und die Taten gefilmt. Das zuständige Gericht sah den Tatbestand der Vergewaltigung dennoch als nicht gegeben an, weil es, wie es im Urteil von 2018 hieß, "weder Schläge noch Drohungen" gegeben habe und das Opfer passiv geblieben sei. Das Urteil löste Proteste im ganzen Land aus.

20:32 Uhr

Passagier hat 26 Kilo Nashorn-Teile im Handgepäck

Damit kam ein Passagier nicht ins Flugzeug: Weil er 26 Kilogramm Nashorn-Teile im Handgepäck hatte, wurde ein 41-Jähriger am Flughafen von Johannesburg in Südafrika festgenommen. Das Horn wurde beschlagnahmt. Dem Mann, der nach Singapur wollte, droht ein Verfahren wegen illegalen Handels mit Rhinozeros-Horn. In Südafrika hat die Nashorn-Wilderei Experten zufolge vor allem in privaten Naturparks wieder deutlich zugenommen.

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Dem Sicherheitsdienst waren die Nashorn-Teile aufgefallen.

(Foto: picture alliance/dpa/Polizei Südafrika)

20:08 Uhr

Videos des Tages

19:59 Uhr

Amber Heard: Bekomme Tausende Morddrohungen

Seit sechs Wochen stehen sich die Ex-Eheleute und Hollywood-Stars Amber Heard und Johnny Depp im Verleumdungsprozess um Vorwürfe der häuslichen Gewalt vor Gericht gegenüber. Seitdem habe sie immer mehr Drohungen erhalten, berichtet die 36-Jährige. "Ich werde jeden einzelnen Tag belästigt, gedemütigt und bedroht, allein, schon wenn ich in diesen Gerichtssaal laufe", sagt Heard vor dem Gericht des Bezirks Fairfax im US-Bundesstaat Virginia. "Ich bekomme regelmäßig Hunderte Morddrohungen, quasi täglich. Tausende, seit dieser Prozess begonnen hat", fügt sie hinzu. "Die Menschen machen sich lustig über meine Aussagen, dass ich missbraucht worden bin." Morgen werden die Abschlussplädoyers erwartet.

19:19 Uhr

Ray Liotta ist tot

Der Star aus "Goodfellas" Ray Liotta ist gestorben. Nach Angaben seiner Sprecherin starb er "völlig überraschend" im Schlaf. Liotta wurde 67 Jahre alt. Er habe sich zu Dreharbeiten in der Dominikanischen Republik aufgehalten.

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Ray Liotta (M.) spielt in Goodfellas den Gangster Henry Hill.

(Foto: imago/United Archives)

Liotta ist vor allem für das Mafia-Epos "Goodfellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia" aus dem Jahr 1990 bekannt. In dem Film von Regie-Legende Martin Scorsese spielte er die Hauptrolle an der Seite von Robert De Niro und Joe Pesci. Im Jahr zuvor hatte er an der Seite von Kevin Costner im Baseball-Film "Feld der Träume" mitgespielt. Weitere bekannte Filme sind "Operation Dumbo" (1995) und "Cop Land" mit Sylvester Stallone (1997). Für einen Gastauftritt in der Ärzteserie "Emergency Room - Die Notaufnahme" gewann Liotta 2005 einen Emmy. Im vorigen Jahr war er in dem Mafia-Streifen "The Many Saints of Newark" zu sehen.

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19:06 Uhr

Irak verbietet per Gesetz Kontakt zu Israelis

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Der einflussreiche schiitische Geistliche Muktada al-Sadr rief seine Anhänger nach der Abstimmung auf, auf den Straßen zu feiern.

(Foto: dpa)

Selbst ein Chat mit israelischen Freunden oder Verwandten kann für Menschen im Irak künftig mit der Todesstrafe enden: Das irakische Parlament hat ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Die Staatsagentur INA berichtet, laut dem Gesetzentwurf seien jegliche Verbindungen zu Israel und seinen Menschen verboten und könnten mit lebenslanger Haft oder gar dem Tod bestraft werden. Auch ausländische Institutionen, Firmen und Privatpersonen, die im Irak tätig sind, könnten für jeglichen Kontakt zu Israelis bestraft werden, heißt es weiter. Medienberichten zufolge hatte der Block des schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr den Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht. Antisemitismus ist im Irak stark verbreitet. Nur noch eine Handvoll Juden leben heute in dem Land. Die große Mehrheit verließ den Irak nach der Gründung Israels.

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18:43 Uhr

Berichte: Ex-Louvre-Chef unter Betrugsverdacht

Ein mutmaßlich großangelegter Handel mit geraubten Antiquitäten aus dem Nahen Osten beschäftigt die französische Justiz schon länger. Nun gerät auch der ehemalige Louvre-Direktor Jean-Luc Martinez ins Visier der Ermittler. Gegen ihn werde wegen des Verdachts auf Geldwäsche und der Beihilfe zum bandenmäßigen Betrug ermittelt, berichtet die Nachrichtenagentur AFP und beruft sich auf Justizkreise. Martinez sei am Montag in Polizeigewahrsam genommen worden. Der 58-Jährige weist die Vorwürfe nach Angaben seiner Anwälte "mit aller Entschiedenheit" zurück.

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Der Ex-Louvre-Chef weist die Vorwürfe zurück. Heute arbeitet er für das französische Außenministerium. Zu seinen Aufgaben gehört der Kampf gegen illegalen Kunsthandel.

(Foto: AP)

Französische Ermittler vermuten, dass Hunderte von Artefakten aus Ägypten und anderen Nahost-Ländern während des sogenannten Arabischen Frühlings ab Ende 2010 geplündert und verkauft wurden. Laut der Wochenzeitung "Le Canard enchaîné" versuchen die Ermittler herauszufinden, ob Martinez bei falschen Ursprungszeugnissen für fünf ägyptische Antiquitäten ein Auge zugedrückt hat, die der Louvre für seinen Ableger in Abu Dhabi "für mehrere zehn Millionen Euro" erworben haben soll.

18:15 Uhr

Deutschland fliegt bei Eishockey-WM raus

Das deutsche Eishockey-Nationalteam ist im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Finnland ausgeschieden. Deutschland unterlag Tschechien mit 1:4 (0:2, 0:1, 1:1). Titelverteidiger Kanada hat es hingegen ins Halbfinale geschafft. Kanada besiegte Schweden nach Verlängerung mit 4:3 (0:2, 0:1, 3:0, 1:0).

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17:56 Uhr

Firma kauft zwei Melonen für über 22.000 Euro

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Edel verpackt sind die Früchte auch.

(Foto: dpa)

Die jährliche Versteigerung der Yubari-Melonen ist Tradition und markiert den Handelsstart auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido. Das höchste Gebot für ein Paar Yubari-Melonen lag dieses Mal bei drei Millionen Yen (umgerechnet etwa 22.000 Euro). Der Sender NHK World berichtet, ein Unternehmen für Lebensmittelverpackung habe die Melonen ersteigert. Die erfolgreichen Bieter nutzen die Versteigerung in der Regel zu Werbezwecken. Die Früchte gibt es auch im normalen Handel für einige Tausend Yen – was allerdings immer noch ein stolzer Preis für Früchte ist.

Yubari-Melonen werden unter höchst schwierigen Bedingungen im harten Winter Hokkaidos gezüchtet. Die Ernte beginnt im Mai und dauert bis zum August.

17:14 Uhr

Afrikanische Behörde warnt vor Hortung von Pocken-Impfstoff

Die Afrikanische Gesundheitsbehörde für Ansteckende Krankheiten (CDC) hat angesichts der Ausbreitung von Affenpocken-Fällen in Europa und Nordamerika vor einer Hortung von Impfstoffen in den westlichen Staaten gewarnt. Ahmed Ogwell, stellvertretender CDC-Direktor, appellierte, Lehren aus der Anfangszeit der Corona-Pandemie zu ziehen. Derzeit verfügten die Gesundheitsbehörden in den afrikanischen Ländern, in denen die Krankheit endemisch ist, über nur wenig Impfstoff. Daher würden vor allem die Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes "an der Front" der Krankheitsbekämpfung geimpft. "Wir hoffen, dass Impfstoff vor allem dort verfügbar ist, wo das Risiko am höchsten ist - nicht dort, wo man besonders viel für ihn bezahlen kann." Affenpocken kommen in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, der Demokratischen Republik Kongo sowie Nigeria endemisch vor. Die afrikanischen Gesundheitsexperten wüssten, wie mit Affenpocken umzugehen sei und seien bereit, ihr Wissen zu teilen, sagt Ogwell.

17:13 Uhr
Breaking News

Kevin Spacey wegen Missbrauchsvorwürfen angeklagt

Hollywood-Star Kevin Spacey wird in Großbritannien angeklagt: Ihm werden sexuelle Übergriffe auf drei Männer vorgeworfen. Das gibt die britische Strafverfolgungsbehörde Crown Prosecution Service bekannt. Die Vorwürfe beziehen sich auf angebliche Übergriffe in England zwischen 2005 und 2008 sowie im Jahr 2013. In einem der Fälle wird er beschuldigt, eine Person zu "penetrierenden sexuellen Aktivitäten" genötigt zu haben.

Gegen Spacey waren im Herbst 2017 im Zuge der MeToo-Debatte Vorwürfe von sexuellen Übergriffen und Belästigungen laut geworden. Auch Crewmitglieder der Netflix-Serie "House of Cards" warfen Spacey sexuelle Belästigungen vor. Daraufhin kündigte Netflix die Zusammenarbeit. Vor einem Jahr stand der zweifache Oscar-Preisträger erstmals seit den Vorwürfen wieder vor der Kamera.

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16:26 Uhr

Shakiras Beschwerde gegen Steuerprozess scheitert

Ein Steuerstrafprozess gegen Superstar Shakira rückt näher. Ein Gericht in Barcelona wies ihre Beschwerde zurück, wie der Oberste Gerichtshof Kataloniens erklärt. Die Sängerin wollte die Entscheidung eines Richters vom vergangenen Juli für die Eröffnung eines Strafprozesses stoppen. Die Justiz wirft ihr Steuerhinterziehung in Millionenhöhe in den Jahren 2012 bis 2014 vor. Bei einer Verurteilung könnte ihr sogar Haft drohen. Wann der Prozess beginnen könnte, ist nicht bekannt. Gestritten wird vor allem um die Frage, wo der Superstar in den drei Jahren steuerpflichtig war – in Spanien oder auf den Bahamas. Die Sängerin betont, sie habe erst ab 2015 ständig in Barcelona gelebt, außerdem habe sie alle Steuern inzwischen nachgezahlt.

15:45 Uhr

Viele Renten liegen unter Grundsicherungsniveau trotz 45 Jahren Vollzeit

Selbst wer 45 Jahre lang in Vollzeit gearbeitet und jährlich stets 23.800 Euro im Jahr verdient hat, erhält einem Bericht zufolge keine Nettorente oberhalb der Grundsicherung. Rechnerisch habe das Ende 2020 für über 2,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner gegolten, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Sie beruft sich auf eine Regierungsantwort auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Sören Pellmann. Den Grundsicherungsbedarf im Alter bezifferte das Arbeitsministerium demnach im bundesweiten Durchschnitt mit brutto 833 Euro im Monat (Stand Ende 2020). Im Osten falle der Betrag deutlich niedriger aus, heißt es weiter: Je nach Bundesland zwischen 747 und 784 Euro. Das deutsche Rentenniveau beträgt aktuell 49,4 Prozent. Es zeigt an, wie stark die gesetzlichen Renten im Schnitt den Löhnen und Gehältern folgen.

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15:23 Uhr

Schweres Erdbeben erschüttert Peru

Ein schweres Erdbeben hat den Süden von Peru erschüttert. Laut der US-Erdbebenwarte USGS hatte es die Stärke 7,2. Das Geophysikalische Institut von Peru gab die Stärke mit 6,9 an. Über mögliche Opfer oder Schäden ist noch nichts bekannt. Das Zentrum des Bebens lag nordwestlich der Stadt Azángaro.

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15:06 Uhr

Iran meldet Toten bei Zwischenfall in Militäranlage

Bei einem Zwischenfall in einer international umstrittenen Militäranlage im Iran ist nach Angaben aus Teheran ein Mensch ums Leben gekommen. Das Verteidigungsministerium spricht von einem Unfall in einer Forschungseinheit der Anlage in Partschin. Ein Ingenieur sei gestorben, ein weiterer Mitarbeiter verletzt worden. Die Unfallursache werde untersucht. Nähere Einzelheiten werden nicht genannt. Der Iran wurde in der Vergangenheit verdächtigt, in Partschin militärische Tests vorzunehmen, die angeblich zu einem Programm für die Entwicklung von Atomwaffen gehörten. Teheran hat dies mehrfach bestritten. Das iranische Atomprogramm ist seit Jahren regelmäßig Ziel von Sabotageakten und Cyber-Angriffen. Auch mehrere wichtige beteiligte Wissenschaftler wurden ermordet. Die iranische Regierung beschuldigt ihren Erzfeind Israel, dafür verantwortlich zu sein.

14:26 Uhr

Brauerei: Bei Gaskrise droht "Weißbier-Triage"

Die steigenden Energiepreise lösen auch in der Bierbranche Besorgnis aus. Brauen verbrauche viel Energie, betont etwa der Vertriebschef der Brauerei Erdinger Weißbräu Josef Westermeier bei "t-online". Die gestiegenen Kosten seien "grausam, sie haben sich verdreifacht". Bei einer Gaskrise wegen des Ukraine-Krieges müsste das Familienunternehmen abwägen, was es noch produzieren könne und was nicht. "Fassbier wäre am wenigsten gefährdet, das ist am wenigsten energieintensiv. Überspitzt ausgedrückt: Wir bräuchten eine Weißbier-Triage, eine Priorisierung bei den Absatzwegen." Es müsste also entschieden werden, welcher Kunde wie viel Bier noch bekommen würde - hier hätten die treuesten Kunden Vorrang.

14:21 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Allen Vätern einen schönen Vatertag und viel Spaß bei den Vatertags-Aktivitäten! Mein Kollege Marc Dimpfel hat nun zumindest theoretisch die Möglichkeit, sich auch ins Bollerwagen-Getümmel zu stürzen, er hat Feierabend. Ich freue mich auf den Nachmittag, mal schauen, was heute noch passiert! Sie erreichen mich über dertag(at)n-tv.de, falls Sie Fragen, Anmerkungen oder Kritik zu "Der Tag" haben.

13:55 Uhr

Elf Neugeborene sterben bei Klinikbrand im Senegal

Im westafrikanischen Senegal ereignete sich ein grausames Unglück. Bei einem Krankenhausbrand kamen elf Neugeborene ums Leben. Das Feuer war in der Nacht in der Entbindungsstation der "Mame Abdou Aziz Sy Dabakh"-Klinik in der westlichen Stadt Tivaouane ausgebrochen, schreibt Präsident Macky Sall auf Twitter. Ersten Berichten zufolge sei der Brand durch einen Kurzschluss ausgelöst worden und habe sich rasant ausgebreitet. Die Regierung verspricht nun, die technische Ausstattung von Kliniken landesweit Prüfungen zu unterziehen. Ein Einwohner Tivaouanes, der als Freiwilliger die Rettungsarbeiten unterstützte, berichtet, drei Babys seien aus den Flammen gerettet worden.

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Die Regierung kündigt eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls an.

(Foto: REUTERS)

13:36 Uhr

Schweinepest erreicht Baden-Württemberg

Für den Menschen gilt die Afrikanische Schweinepest als ungefährlich, für Haus- und Wildschweine ist sie jedoch hochansteckend und verläuft meist tödlich. Nun hat die Krankheit auf Baden-Württemberg und damit erstmals auf ein westdeutsches Bundesland übergegriffen. Die Virusinfektion sei in einem Hausschweinebestand mit zuletzt 35 Tieren in Freilandhaltung im Landkreis Emmendingen aufgetreten, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Das Friedrich-Loeffler-Institut habe den Befund des baden-württembergischen Landeslabors bestätigt. Alle noch vorhandenen Tiere in dem Bestand seien umgehend getötet worden. Die Behörden hätten Schutzmaßnahmen eingeleitet und eine Schutz- und Überwachungszone um den Betrieb festgelegt.

13:12 Uhr

Trainingsunfall: "RTL Turmspringen" fällt für Thorsten Legat ins Wasser

Der ehemalige Fußballprofi und Kult-Dschungelcamper Thorsten Legat fällt aufgrund eines schmerzvollen Trainingsunfalls für das "RTL Turmspringen" aus. Eigentlich hätte Legat bei dem Show-Event am 3. Juni (20:15 Uhr) gemeinsam mit anderen Stars seine Qualitäten als Kunstspringer unter Beweis stellen wollen. Doch er kam bei einem Probesprung derartig unglücklich auf, dass er sich gar mehrfache Verletzungen im Intimbereich zuzog. Typisch für Herrn Kasalla: Nach dem missglückten Sprung vom Drei-Meter-Brett hat er nicht etwa aufgehört, sondern eisern weitertrainiert. Mit weitreichenden Folgen: Nachdem ein Hoden "fast so groß wie ein Luftballon" angeschwollen ist, hat ein Arzt einen Hodenanriss, ein Hämatom und auch noch eine Blasen-Entzündung bei Legat festgestellt. Statt in rund einer Woche kunstvoll ins Wasserbecken zu springen, stehen Schonung und Antibiotika auf dem Programm. Ganz auf ihn verzichten werden die TV-Zuschauer aber offenbar nicht müssen. So wird er als moralische Unterstützung und Antreiber für seine Promi-Kollegen am Beckenrand stehen und noch einmal genauer erklären, wie es zu seinem Ausfall gekommen ist.

12:54 Uhr

Aachener Karlspreis geht an die "mutigsten Frauen Europas"

Mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen werden jedes Jahr Menschen geehrt, die sich um die Einheit Europa verdient gemacht haben. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die belarussischen Aktivistinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo. Das Direktorium der Karlspreis-Gesellschaft würdigte damit "die drei Leitfiguren der belarussischen demokratischen Bewegung". In ihrer Laudatio bezeichnet Bundesaußenministerin Annalena Baerbock die Preisträgerinnen als "die mutigsten Frauen Europas". Die 40 Jahre alte Kalesnikava verbüßt wegen ihres Protests gegen das Regime von Machthaber Alexander Lukaschenko derzeit eine elfjährige Haftstrafe, die 39-jährige Tichanowskaja und die 45 Jahre alte Tsepkalo sind im Exil. Tichanowskaja und Tsepkalo waren bei der Preisverleihung in Aachen anwesend, für Kalesnikova nahm deren Schwester die Auszeichnung entgegen. "Ihr seid für Millionen Frauen auf der Welt ein Vorbild", sagt Baerbock.

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Preisträgerin des Internationalen Karlspreises zu Aachen: Swetlana Tichanowskaja

(Foto: picture alliance/dpa)

12:10 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:45 Uhr

Corona-Vorschriften am Arbeitsplatz sind (vorerst) passé

Die besonderen Corona-Vorschriften des Gesetzgebers für Betriebe in Deutschland laufen wie geplant heute aus. "Relevante regionale und betriebliche Infektionsausbrüche sind jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen", sagt ein Sprecher des Arbeitsministeriums. Arbeitgeber seien daher aufgefordert, ihre Gefährdungsbeurteilung stetig an das Infektionsgeschehen anzupassen. Hierfür werde das Ministerium auf seiner Homepage Empfehlungen bereitstellen. Zuletzt galt, dass der Arbeitgeber im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung zu prüfen hat, ob bestimmte Maßnahmen erforderlich sind - etwa Homeoffice, kostenlose Tests und die Bereitstellung von Schutzmasken.

11:20 Uhr

Mahnwache nach Amoklauf: "Unsere Herzen sind gebrochen"

Die Kleinstadt Uvalde steht nach dem Massaker an der Grundschule unter Schock. In einer bewegenden Mahnwache gedenken Hunderte Anwohner den Opfern des Amoklaufs. "Ich habe heute und gestern viel geweint. Vielleicht weine ich noch mehr, während wir hier sprechen", sagt Pastor Tony Gruben von der Baptist Temple Church. "Ihr könnt weinen, denn unsere Herzen sind gebrochen. Wir sind am Boden zerstört." Wie der "Texas Tribune" berichtet, fanden sich rund 1000 Menschen in einem Mehrzweckstadion der Kleinstadt nahe der mexikanischen Grenze ein, um mit Gebeten und Gesang der Opfer zu gedenken. Auf Englisch und Spanisch sprachen Pastoren verschiedener örtlicher Kirchen vor der versammelten Menge. Viele Menschen waren sichtlich aufgebracht, weinten oder umarmten sich.

10:41 Uhr

Die Barbie wird erstmals Trans

Schauspielerin und LGBTQ-Aktivistin Laverne Cox erhält ihre eigene Barbie. Es ist damit das erste Mal, dass eine Barbie nach dem Vorbild einer Trans-Frau geschaffen wird. Die Firma Mattel arbeitete US-Medienberichten zufolge direkt mit Cox zusammen, um eine Barbie zu kreieren, die genau zu ihrem Stil passt. Die Puppe trägt laut den Berichten ein rotes Kleid, bestehend aus einem enganliegenden Oberteil und einem weiten Tüllrock. Die Schauspielerin selbst zeigt sich begeistert über die Ehre: "Ich kann es kaum erwarten, dass Fans meine Puppe in den Regalen finden und die Möglichkeit haben, ihrer Sammlung eine Barbie-Puppe hinzuzufügen, die einer Transgender-Person nachempfunden ist", sagt Cox. "Wir sind stolz darauf, die Bedeutung von Inklusion und Akzeptanz in jedem Alter hervorzuheben und Lavernes bedeutenden Einfluss auf die Kultur mit einer Tribute Collection Barbie zu feiern", erklärt Lisa McKnight von Mattel. Die Puppe soll in der kommenden Woche in den Handel kommen und umgerechnet etwa 37 Euro kosten.

10:20 Uhr

Shanghai beschreitet steinigen Weg aus dem Lockdown

Nach einem wochenlangen Corona-Lockdown bereitet sich Chinas 25-Millionen-Metropole Shanghai auf die Rückkehr zur Normalität vor. Von einer Erholung ist Chinas bedeutendster Wirtschaftsstandort aber noch weit entfernt. Während Einkaufszentren und Kaufhäuser am 1. Juni ihre Türen öffen, können Schüler ab 6. Juni in die Schulen zurückkehren, kündigen Beamte der Stadt an. Ministerpräsident Li Keqiang hatte zuvor einen düsteren Blick auf die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft gegeben. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien in einigen Bereichen größer als im Jahr 2020, als das Land zum ersten Mal vom COVID-19-Ausbruch getroffen worden sei. China werde sich aber bemühen, im zweiten Quartal ein "angemessenes" Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zu erreichen.

09:50 Uhr

Gans Günther hält die Polizei auf Trab

Die Polizei in Northeim bei Göttingen muss sich mit einem tierischen Wiederholungstäter herumschlagen: Eine freche Gans ist bereits drei Mal von ihrem Bauernhof entlaufen. Die Gans sei dabei über einen niedrigen Zaun entwischt, sagt eine Polizeisprecherin. "Wo sie hin will, wissen wir nicht." Von den Ausbrüchen hatte die Polizei von Passanten erfahren, die der Gans begegnet waren. Weil eine Beamtin die Gans immer wieder einfangen musste, wird das Tier mittlerweile "schon liebevoll Günther genannt", wie die Polizei auf Twitter schreibt. Günther lebt demnach mit seinem Weibchen und zwei weiteren Gänsen auf einem Bauernhof. Mit den anderen beiden Gänsen soll er sich laut Angaben der Sprecherin allerdings nicht sonderlich gut verstehen. Diese sind wohl auch nicht so abenteuerlustig wie Günther. "Nur Günther ist frech und haut ab", sagt die Sprecherin.

09:37 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:15 Uhr

Labour-Politikerin über Johnson: "Es tut ihm leid, dass er erwischt wurde"

In der "Partygate"-Affäre wirft die Opposition dem britischen Premierminister Boris Johnson vor, die Schuld für Regelbrüche in der Downing Street auf andere abzuschieben. "Seine volle Verantwortung besteht darin, dass er die Verantwortung an rangniedrigere Mitarbeiter abgetreten hat, die mit einer Geldstrafe belegt wurden und die für das, was unter seiner Regierung, unter seiner Führung vor sich ging, die Schuld auf sich genommen haben", sagt die Labour-Politikerin Lisa Nandy der BBC. "Es tut ihm nicht leid, dass er es getan hat, es tut ihm leid, dass er erwischt wurde." Johnson hatte am Vortag angekündigt, er übernehme die volle Verantwortung für die Lockdown-Feiern im Regierungssitz. Zugleich distanzierte er sich von den Vorfällen. Die "Arbeitstreffen", als die er die Veranstaltungen eingeschätzt habe, seien erst aus dem Ruder gelaufen, nachdem er gegangen sei.

08:28 Uhr

"Geht da rein!" - Amoklauf-Zeugen berichten von zögerlichen Polizisten

Bei dem Amoklauf in der Robb Elementary School in Texas sollen frustrierte Zuschauer die Polizisten aufgefordert haben, die Grundschule zu stürmen. "Geht da rein! Geht da rein!", sollen umstehende Frauen den Beamten kurz nach Beginn des Angriffs zugeschrienen haben, sagt Juan Carranza laut der Nachrichtenagentur AP. Der 24-Jährige beobachtete die Szene von seinem Haus gegenüber der Schule und gibt an, die Beamten seien nicht hineingegangen. Carranza sagt, die Beamten hätten die Schule früher betreten sollen. "Sie waren mehr. Er [der Täter] war alleine", sagt er.

Javier Cazares, dessen Tochter bei dem Angriff getötet wurde, sagt AP, er sei zur Schule gerast, als er von der Schießerei hörte, und kam an, während die Polizei noch vor dem Gebäude versammelt war. Verärgert darüber, dass die Polizei nicht einrückte, schlug er vor, mit anderen Umstehenden die Schule zu stürmen. "Lasst uns einfach reinstürmen, weil die Cops nicht tun, was sie sollen", sagt er. "Man hätte mehr tun können. Sie waren unvorbereitet", fügt er hinzu.

08:02 Uhr

Durchwachsenes Wetter am Feiertag

Der heutige Feier- und Ausflugstag beginnt teils bewölkt, teils freundlich und vor allem nördlich der Mittelgebirge bilden sich ein paar Schauer. Laut den Meteorologen von wetter.de lässt das Regenrisiko im Laufe des Tages nach und die Wolken lockern häufiger auf. Am längsten scheint die Sonne an der Ostsee und am Oberrhein. Die Temperaturen klettern im Süden zudem auf frühsommerliche 24 Grad. In der Mitte liegen sie bei kräftigem Wind um 20 Grad. An der Küste wird es stürmisch und mit 15 Grad nur bedingt ausflugstauglich. Ein Keil des Azorenhochs kann sich vorübergehend bis nach Süddeutschland ausdehnen und für Wetterbesserung sorgen. In der Folge stellt sich dann aber eine windige und wechselhafte Westströmung ein. Am Wochenende dreht die Strömung sogar auf Nord und bringt ziemlich frische Luft nach Deutschland.

07:38 Uhr

Schotte mit zwei neuen Händen ist überglücklich

Steven Gallagher, Transplantationspatient, liebt seine neuen Hände. "Diese Hände sind unglaublich, alles ging so schnell", sagt der 48-Jährige der britischen Nachrichtenagentur PA. "Seit dem Moment, als ich von der Operation erwachte, konnte ich sie bewegen." Der Schotte ist vermutlich der erste Patient, dem wegen der rheumatischen Autoimmunkrankheit Systemische Sklerose gleich beide Hände transplantiert wurden. "Es hat mir ein neues Lebensgefühl gegeben", sagt Gallagher.

Er finde einige Sachen noch immer schwierig. Knöpfe zumachen könne er beispielsweise nicht, dafür aber sich ein Glas Wasser einschenken. Wichtiger aber sei ein grundsätzliches Gefühl. "Die Schmerzen vor der Operation waren entsetzlich. Ich habe so viele Schmerzmittel genommen, das war unvorstellbar, und nun habe ich keine Schmerzen mehr", sagt der Vater dreier Töchter.

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Zwölf Stunden dauerte die Transplantation.

(Foto: dpa)

07:19 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn grölende Männergruppen mit Bier und Bollerwagen durch die Landschaft ziehen, dann heißt es wieder: Vatertag. Wahlweise auch Männertag oder Herrentag, je nachdem, in welcher Ecke des Landes Sie sich befinden. Die Namensauswahl macht bereits deutlich: Insbesondere die Herren der Schöpfung nehmen den heutigen Tag zum Anlass, um sich selbst zu feiern. Fun Fact: Die heutige Form des Vatertag-Zelebrierens wurde vermutlich in den 1930er Jahren von Brauereien ins Leben gerufen, die ihr Geschäft ankurbeln wollten. Aber ganz frei, ob Sie es heute doch eher ruhig angehen lassen, womöglich schon in ein verlängertes Wochenende starten oder, wie ich, arbeiten dürfen: Genießen Sie, und damit sind ausdrücklich nicht nur die Väter gemeint, den Tag. Bestens informiert bleiben Sie hier. Denn heute wird auch noch wichtig:

  • Drei belarussische Bürgerrechtlerinnen werden mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet. Die Aktivistinnen Swetlana Tichanowskaja, Weronika Zepkalo und Maria Kolesnikowa werden für ihren Einsatz für Menschenrechte und Frieden "unter schwierigsten politischen Bedingungen" geehrt.
  • Beim Weltwirtschaftsforum in Davos tritt am Vormittag Bundeskanzler Olaf Scholz auf.
  • In Berlin startet das G7-Treffen der Klima-, Energie-, und Umweltminister mit einer Begrüßung durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundesumweltministerin Steffi Lemke in den zweiten Tag.
  • Natürlich ist heute eigentlich ein religiöser Feiertag. Im Rahmen des 102. Deutschen Katholikentags in Stuttgart nimmt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt teil.

Mein Name ist Marc Dimpfel und ich begleite Sie heute durch die erste Tageshälfte. Erreichen können Sie mich unter dertag@n-tv.de.

06:45 Uhr

RKI meldet 39.705 neue Corona-Fälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) registriert 39.705 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Donnerstag der Vorwoche waren es noch 58.719 Corona-Fälle. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 262,6 von 281,8 am Vortag. 136 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

06:19 Uhr

Autorin von "Wie man seinen Ehemann tötet" verurteilt

In diesem Fall liegen Fiktion und Realität nah beieinander: Ein Gericht in den USA verurteilt eine Schriftstellerin, die einen Essay mit dem Titel "Wie man seinen Ehemann tötet" geschrieben hat, wegen Mordes an ihrem Ehemann. Nach achtstündigen Beratungen befinden die Geschworenen eines Gerichts im US-Bundesstaat Oregon Nancy Crampton Brophy des Mordes an ihrem Mann für schuldig.

Die Schriftstellerin, auf Liebesromane mit so vielsagenden Titeln wie "Die Hölle im Herzen" oder "Der falsche Ehemann" spezialisiert, stritt alle Vorwürfe ab. Den Staatsanwälten zufolge hatte sie finanzielle Probleme. Demnach hatte sie ihren Mann im Juni 2018 mit zwei Schüssen ins Herz getötet, um seine Lebensversicherung zu kassieren. In dem Essay "Wie man seinen Ehemann tötet" geht es um die Art und Weise, wie eine Frau ihren Ehepartner loswerden kann, ohne von der Justiz behelligt zu werden. Zumindest das sieht bei ihr in der Realität anders aus.

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Crampton Brophy befindet sich seit September 2018 in Haft.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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