Der Tag
23. April 2026
DSCF2333-2-Zuschnitt-Autorenboxmit Friederike Zörner
Zum Archiv
22:31 Uhr

Das war Donnerstag, der 23. April 2026

Nicht nur hinter den Kulissen, auch auf offener Bühne zoffen sich die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD. Von dem Anspruch, es besser als die am Ende heillos zerstrittene Ampel-Koalition zu machen, ist nicht mehr viel übrig. Mein Kollege Volker Petersen schreibt in seinem Kommentar schon von einer Drama-Serie, die sich in den vergangenen Tagen und Wochen in Berlin abgespielt hat. Mittendrin: Bundeskanzler Friedrich Merz, der scheinbar nicht nur seinen Vize Lars Klingbeil angebrüllt hat, sondern auch bisweilen mit Klartext-Ansagen für die nächste Koalitionskrise sorgt. Daher der Appell: Meldet euch wieder, wenn ihr euch geeinigt habt.

Diese Abendlektüre empfehle ich Ihnen heute außerdem:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

Das war Donnerstag, der 23. April 2026
22:10 Uhr

Info kommt per E-Mail: Facebook-Konzern streicht massiv Stellen

Der Facebook-Konzern Meta greift inmitten erheblicher Investitionen in Künstliche Intelligenz zu einem weitreichenden Stellenabbau. Am 20. Mai sollen rund zehn Prozent der Belegschaft entlassen werden, teilte Meta den Mitarbeitern in einer internen E-Mail mit. Außerdem sollen etwa 6000 derzeit freie Stellen nicht besetzt werden. Meta hatte zum Jahreswechsel knapp 79.000 Beschäftigte. Damit dürften die Entlassungen nahezu 8000 Menschen treffen.

In der unter anderem vom Finanzdienst Bloomberg veröffentlichten E-Mail räumte Personalchefin Janelle Gale ein, dass den Mitarbeitern damit vier Wochen Ungewissheit bevorstünden. Allerdings habe man sich nach Leaks entschieden, die noch unfertigen Pläne schon jetzt in Grundzügen bekanntzugeben. Zur Begründung für die Entlassungen hieß es, man wolle das Unternehmen effizienter machen und Ausgaben ausgleichen. Meta investiert gerade in großem Stil in KI-Infrastruktur. Allein für dieses Jahr wurden Kapitalinvestitionen zwischen 115 Milliarden und 135 Milliarden US-Dollar (98,44 Mrd. bis 115,56. Mrd Euro) in Aussicht gestellt.

Info kommt per E-Mail: Facebook-Konzern streicht massiv Stellen
21:44 Uhr

Bundestag hebt Immunität zweier Abgeordneter von AfD und Linke auf

Der Bundestag hat die Immunität des AfD-Abgeordneten Hannes Gnauck und der Linke-Politikerin Gökay Akbulut aufgehoben. Das Parlament stimmte am Abend einstimmig für entsprechende Beschlussempfehlungen des Immunitätsausschusses.

Berlin-Deutschland-Deutscher-Bundestag-68
Vor zwei Jahren wurde Hannes Gnauck im Zusammenhang mit den Vorwürfen schon einmal die Immunität entzogen worden. (Foto: picture alliance / dts-Agentur)

Beim Brandenburger AfD-Politiker Gnauck genehmigte der Bundestag die Durchführung eines gerichtlichen Disziplinarverfahrens. Es geht um ein Verfahren aus seiner Bundeswehr-Zeit, wie Gnauck auf dem Portal X bekannt machte. Gnauck war von 2014 bis 2021 Soldat auf Zeit. Laut einem von dem Abgeordneten auf X verbreiteten Dokument wird ihm vorgeworfen, seine Dienstpflichten verletzt zu haben. Unter anderem, weil er für die damalige AfD-Jugendorganisation Junge Alternative aktiv war, nachdem diese vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall im Bereich des Rechtsextremismus eingestuft worden war. Demnach werden ihm auch Sympathiebekundungen auf Facebook für die AfD Brandenburg und den später aufgelösten "Flügel" um den Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke vorgehalten, die damals ebenfalls als Verdachtsfall eingestuft wurden. Gnauck zeigte sich in einem auf X verbreiteten Video überzeugt, dass das Verfahren am Ende eingestellt werden wird.

Im Fall der baden-württembergischen Abgeordneten Akbulut genehmigte der Bundestag die Durchführung eines Strafverfahrens gegen die Abgeordnete. Worum es dabei geht, ist noch unklar.

Berlin-Deutschland-Deutscher-Bundestag-62
Worum es in dem Fall von Gökay Akbulut geht, ist noch nicht klar. (Foto: picture alliance / dts-Agentur)
Bundestag hebt Immunität zweier Abgeordneter von AfD und Linke auf
21:19 Uhr

Trumps Justizministerium überprüft eigenen Umgang mit Epstein-Akten

Nach heftiger Kritik am Umgang des US-Justizministeriums mit den Epstein-Akten schaltet sich das Aufsichtsgremium des Ressorts ein. Das interne Kontrollorgan kündigte eine Prüfung dazu an, inwiefern das Gesetz zur Veröffentlichung der Akten rund um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eingehalten worden sei, wie es in einer Mitteilung hieß.

  • Ziel sei eine Bewertung, ob das Ministerium bei der Identifizierung und Schwärzung der Dokumente sowie der Behandlung von Bedenken hinsichtlich der Veröffentlichung dem Gesetz entsprochen habe.

  • Das Aufsichtsgremium kündigte nach Abschluss der Prüfung einen Bericht an - wann dieser vorliegen soll, wurde nicht gesagt.

  • Das US-Justizministerium steht seit längerem wegen seines Umgangs mit den Akten unter Druck. Kritiker werfen dem Ressort vor, das seit Kurzem vom früheren Vize-Justizminister Todd Blanche geführt wird, besonders delikate Akten zurückzuhalten und bestimmte prominente Persönlichkeiten zu schützen.

  • Kritik gab es zudem daran, dass Namen und Kontaktdaten von Opfern bei der schrittweisen Veröffentlichung einiger Akten nicht ausreichend unkenntlich gemacht wurden.

  • Sie erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump im November auf erheblichem Druck des US-Parlaments hin ein Gesetz unterzeichnet hatte, das die Veröffentlichung von Epstein-Akten durch das Justizministerium anordnete.

Trumps Justizministerium überprüft eigenen Umgang mit Epstein-Akten
20:52 Uhr

Nicole Kidman musste während Serien-Dreh ins Krankenhaus

Das nennt man wohl masochistische Arbeitsmoral: Hollywood-Star Nicole Kidman hat so lange pflichtbewusst vor der Kamera gestanden, obwohl es ihr gar nicht gut ging, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Das erzählt ihr Kollege Nick Offerman. Doch der Reihe nach: In der kürzlich gestarteten Apple-TV-Serie "Only Margo" ist Kidman unter anderem an der Seite von Offerman, Michelle Pfeiffer und Elle Fanning zu sehen. Für den ersten Drehtag Kidmans sei eine große Szene mit Hunderten Statisten geplant gewesen, erklärt der Schauspieler dem US-Magazin "People". Plötzlich sei gegen 8 Uhr morgens die Nachricht eingetrudelt, dass Kidman an einer Grippe leide und deshalb vielleicht nicht am Set auftauchen werde. Dabei war nur dieser Drehtag für "den ganzen Zirkus" eingeplant.

Doch die Oscar-Preisträgerin tauchte später trotzdem auf. Die 58-Jährige sei bei ihrer Ankunft "so krank" und "so blass" gewesen, erinnert sich Offerman. "Sie hatte einfach eine ganz schlimme Grippe." Trotzdem habe die Schauspielerin sichergestellt, dass jede Aufnahme, die von ihr benötigt wurde, im Kasten landete. Sie habe "ganz im Superhelden-Stil alles getan, was nötig war, damit wir nicht das Geringste von dem verloren haben, was wir für ihren Charakter gebraucht haben". Als Kidman mit der Arbeit fertig war, wurde sie Offerman zufolge "buchstäblich ins Krankenhaus gebracht, um eine Infusion zu bekommen". Zu seiner Kollegin habe er gesagt: "Ich habe dich ohnehin schon so sehr bewundert, aber genau so wird man zu Nicole Kidman - indem man da ist, damit die Serie keine Minute deines Werts verliert." Kidman sei "erstaunlich" gewesen.

Nicole Kidman musste während Serien-Dreh ins Krankenhaus
20:29 Uhr

Eisige PR-Aktion für Rapper Drake stiftet Chaos in Toronto

Toronto-Fire-crews-spray-water-on-a-large-ice-block-installation-created-to-promote-rapper-Drake-s-upcoming-album-in-Toronto-Ontario-Canada-April-22-2026
Die Feuerwehr macht kurzen Prozess mit der Eis-Installation. (Foto: REUTERS)

Rapper Drake hat mit tonnenschweren Eisblöcken in Toronto für sein neues Album geworben - und Chaos im Zentrum der kanadischen Großstadt verursacht. Menschen hätten mit Spitzhacken und Hämmern das Eis bearbeitet und auch ein Feuer darauf gelegt, teilte die örtliche Polizei mit. In dem fast acht Meter hohen Klotz aus gestapelten Eisblöcken war das Datum für die Veröffentlichung des neuen Albums "Iceman" des kanadischen Rappers versteckt.

Auf Videos war zu sehen, wie Menschen das Eis etwa mit Brenngeräten bearbeiteten und darauf einhackten, wobei sich teilweise dicke Eisbrocken von der Skulptur lösten und herabstürzten. Verletzt worden sei aber niemand, so die Polizei. In einem Instagram-Beitrag hatte der Rapper zuvor Fotos der Installation veröffentlicht und darunter geschrieben: "Zeit, die Welt einzufrieren. Veröffentlichungsdatum ist dadrin." Nachdem der Hinweis (das Album erscheint am 15. Mai) gefunden wurde, machte die Feuerwehr sich daran, den massiven Eisblock schmelzen zu lassen, wie der Sender CBC berichtete.

Eisige PR-Aktion für Rapper Drake stiftet Chaos in Toronto
19:55 Uhr

Trump schwärmt einmal nicht von sich selbst, sondern jemand anderem

"Ein fantastischer Mann": Das sagt Donald Trump ausnahmsweise nicht über sich selbst, sondern über König Charles. Dem britischen Sender BBC sagte Trump in einem Telefon-Interview auf die Frage, ob der in der kommenden Woche anstehende Staatsbesuch die beschädigten Beziehungen zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich wieder reparieren könnte: "Ganz bestimmt. Er ist fantastisch. Er ist ein fantastischer Mann." Er kenne Charles schon seit vielen Jahren, fügte Trump hinzu.

Der US-Präsident hatte unlängst den britischen Premier Keir Starmer scharf kritisiert, weil dieser sich nicht dem US-israelischen Krieg gegen den Iran anschließen wollte. Zudem belasten Skandale im Zusammenhang mit dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein das Verhältnis der beiden Länder. Trump hatte außerdem die Rundfunkanstalt BBC unlängst wegen eines Beitrags im Vorfeld der jüngsten US-Präsidentschaftswahl auf mindestens zehn Milliarden Dollar (etwa 8,51 Milliarden Euro) verklagt.

FILE-PHOTO-King-Charles-III-left-with-US-President-Donald-Trump-at-Windsor-Castle-Berkshire-before-formally-bidding-farewell-to-the-president-on-day-two-of-their-state-visit-to-the-UK-September-18-2025
Erst im September trafen die beiden aufeinander: Charles und Trump. (Foto: via REUTERS)
Trump schwärmt einmal nicht von sich selbst, sondern jemand anderem
19:30 Uhr

Vogelschlag: Flieger muss am Kölner Flughafen Start abbrechen

Am Flughafen Köln/Bonn sind 79 Passagiere plus Crew mit dem Schrecken davongekommen. Wegen eines Vogelschlags am Triebwerk wurde der Start ihres Fliegers kurzerhand abgebrochen. Betroffen war ein Airbus A320, teilte ein Sprecher der Fluggesellschaft Eurowings auf Anfrage mit. Die Maschine sei noch auf der Startbahn zum Stehen gekommen und dann in eine Parkposition gebracht worden, sagte ein Flughafensprecher. Wie in solchen Fällen vorgeschrieben, sei die Flughafenfeuerwehr zu der Maschine ausgerückt.

Der Flug hätte nach Wien gehen sollen. Alle Fluggäste seien auf einen späteren Flug nach Wien umgebucht worden, teilte Eurowings weiter mit. Wie nach einem Vogelschlag üblich, werde das Flugzeug einer technischen Kontrolle unterzogen. Sowohl für die Fluggäste als auch für die Crew habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, so Eurowings. Die Passagiere hätten das Flugzeug über Treppen verlassen können und seien zurück zum Terminal gebracht worden, so der Airport.

Vogelschlag: Flieger muss am Kölner Flughafen Start abbrechen
18:57 Uhr

Letzter Blick ins Innere: DDR-Traumschiff wird zerlegt

Luxus war in der DDR eher eine Seltenheit - und meist als Belohnung für Parteitreue vorbehalten. So auch bei Fahrten mit dem "Traumschiff" der Republik, der "MS Völkerfreundschaft". Nun wird das 1980 von der DDR gekaufte und zuletzt unter portugiesischer Flagge betriebene Kreuzfahrtschiff endgültig verschrottet.

Letzter Blick ins Innere: DDR-Traumschiff wird zerlegt
18:27 Uhr

Porsche-Mitarbeiter bekommen keine Prämie für 2025

Dunkle Wolken über Stuttgart-Zuffenhausen: Die Krise bei Porsche hat nun auch Folgen für die Mitarbeiter des Sport- und Geländewagenbauers: Erstmals seit Jahren erhalten sie keine Prämie. "Aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens wird es für das Geschäftsjahr 2025 keine freiwillige Sonderzahlung geben", teilte ein Sprecher des MDax-Konzerns auf Anfrage mit. Die Belegschaft sei darüber bereits informiert worden.

Für 2023 hatten sich Unternehmensführung und Betriebsrat noch auf eine Prämie von bis zu 9690 Euro geeinigt. Ein Jahr später lag sie bei bis zu 5250 Euro. In der Vergangenheit erhielten die Sonderzahlung alle Beschäftigten an deutschen Standorten, die fest bei der Porsche AG und Tochtergesellschaften angestellt sind. Dazu gehören auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Porsche-Werks in Leipzig. Das sind derzeit mehr als 27.000 Menschen.

Porsche-Mitarbeiter bekommen keine Prämie für 2025
17:54 Uhr

25-jährige Spanierin verschwindet in Berlin spurlos

In Berlin wird eine 25-jährige Spanierin vermisst. Sie verschwand am S-Bahnhof Gesundbrunnen und lief mutmaßlich in den Humboldthain. Die Frau spricht nur Spanisch und ist auf Hilfe angewiesen. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

25-jährige Spanierin verschwindet in Berlin spurlos
17:18 Uhr

Lastkahn ist auf dem Weg zum Ostsee-Buckelwal

Seit Tagen versucht eine private Initiative, den vor der Ostsee-Insel Poel liegenden Buckelwal zu retten. Doch bislang waren die Maßnahmen nicht von Erfolg gekrönt. Jetzt gibt es einen neuen Plan. "Ich möchte das Tier endlich verbringen", sagte die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die gemeinsam mit Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz das Projekt finanziert. Man arbeite "weiter mit Hochdruck" an der Rettung. Nachdem die ursprüngliche Transportlösung mit Pontons und einer Netzplane nicht mehr aktuell ist, soll das zwölf Tonnen schwere Tier nach einer Mitteilung eines Mitglieds der Initiative nun mit einer sogenannten Barge transportiert werden.

Das neue Konzept sei bislang erst vorbesprochen, hieß es dazu aus dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern. Die hierfür notwendigen und prüffähigen Unterlagen lägen dem Land derzeit nicht vor, sollen aber im Laufe des Tages eingehen. Bei der Barge handelt es sich um einen etwa 15 Meter breiten, absenkbaren Lastkahn, der nicht selbstständig fährt, sondern von Schleppern gezogen wird. Sie sei auf dem Weg aus dem Hamburger Raum, hieß es weiter. Wann genau sie eintreffe, sei nicht klar. Geplant sei zuvor noch ein Stopp in einer Werft in Wismar. Die Anfahrt brauche Zeit, da die Barge nur mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten, etwa neun Kilometern in der Stunde, unterwegs sei und durch den Nord-Ostsee-Kanal müsse, hieß es von der Initiative.

Lastkahn ist auf dem Weg zum Ostsee-Buckelwal
16:54 Uhr

FBI-Chef blafft Reporter an und widerspricht sich selbst

Wegen angeblichen Fehlverhaltens am Dienstplatz gerät FBI-Chef Kash Patel massiv unter Druck. Auf einen kritischen Bericht im US-Magazin "The Atlantic" reagiert er mit unverhohlenen Drohungen. Auch auf einer Pressekonferenz reagiert er unwirsch auf eine Frage zum Thema.

FBI-Chef blafft Reporter an und widerspricht sich selbst
16:36 Uhr

Braunbär tötet Frau in Polen

In Polen hat ein Braunbär eine Frau angefallen und tödlich verletzt. Das Unglück ereignete sich nahe der Ortschaft Plonna im äußersten Südosten des Landes, wie die örtliche Polizei mitteilte. Den Notruf hatte demnach der Sohn der 58-Jährigen abgesetzt. Als die Retter von Bergwacht, Polizei und Feuerwehr an dem schwer zugänglichen Unglücksort eintrafen, fanden sie die schwer verletzte Frau. Für sie kam jedoch jede Hilfe zu spät, wenig später erlag sie ihren Verletzungen.

Nach Informationen des Sender TVP wollten die Frau und ihr Sohn in dem Waldgebiet nach abgeworfenen Hirschgeweihen suchen. Dabei verloren sie sich aus den Augen. Als der Sohn nach der Mutter suchte, fand er sie schließlich mit schweren Verletzungen. Die Polizei appellierte an die Bewohner der Ortschaft im Vorkarpatenland, ihre Häuser vorerst nicht zu verlassen.

Braunbär tötet Frau in Polen
16:12 Uhr

Collien Fernandes will keinen Kontakt mehr zu ihrem Ex-Mann

Direkten Kontakt zu ihrem Ex-Mann hat sie nicht mehr, sagt Collien Fernandes im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). "Den will ich auch nicht." Rund fünf Wochen, nachdem die Vorwürfe, die sie gegen Christian Ulmen erhebt, öffentlich wurden, schildert die Schauspielerin, wie es ihr zuletzt ergangen ist. Eindrücklich war ihr Auftritt bei einer Demo gegen digitale Gewalt in Hamburg, wo sie Ende März mit kugelsicherer Weste auf der Bühne stand. "Mein Management hat mir gesagt, ich könne auf keinen Fall dahin, weil bei ihnen so viele Irre anrufen und mir drohen. Das war emotional wahnsinnig strapazierend für mich."

Sie habe anderthalb Jahre lang das Thema therapeutisch aufgearbeitet, "und ich hatte wirklich eine harte Zeit. Gerade ist es ein emotionales Auf und Ab. Kaum geht es mir besser, schreiben Leute: Sie sieht ja gar nicht wirklich traumatisiert aus", so die 44-Jährige. Viele hätten nach ihrer Wahrnehmung eine falsche Vorstellung davon, wie Opfer aussehen. "Ich bekomme viele Nachrichten von Frauen: dass ihnen genau das vorgeworfen wurde und dass ihr Fall fallen gelassen wurde, weil sie sich nicht wie ein Opfer verhalten hätten. Vielleicht sollten wir unser Opferbild überdenken? Das kommt in vielen Fällen nicht aus der Realität, sondern aus der Fiktion." Als sie gefragt wird, ob sie Männern noch vertrauen kann, offenbart sie, dass sie gleich nach der Trennung von Ulmen eine schlechte Erfahrung mit einem anderen Mann gemacht habe. "Also da ist schon richtig was kaputtgegangen in mir. Ich glaube dennoch, dass ich mittlerweile wieder vertrauen kann und nicht jedem Mann pauschal Misstrauen entgegenbringe." Doch im Hinblick auf ihren Ex-Mann sagt sie, dass sie ihn eigentlich erst nach 15 Jahren richtig kennengelernt habe. "Und wenn 15 Jahre nicht ausreichen, um jemanden wirklich zu kennen, wie lang soll ich dann jetzt bitte daten?"

Collien Fernandes will keinen Kontakt mehr zu ihrem Ex-Mann
15:51 Uhr

"Mir fehlt die Fantasie" - Wirtschaftsweise hat Zweifel an Unions-Steuerkonzept

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hat sich kritisch zu den Vorschlägen aus der Unionsfraktion für eine umfassende Steuerreform geäußert. "So wünschenswert eine Einkommensteuerreform wäre, es fehlt mir die Fantasie, wie eine Gegenfinanzierung durch eine Kürzung bei Finanzhilfen und Subventionen politisch gelingen soll", sagte Schnitzer t-online.de. Schnitzers Kritik bezieht sich auf ein Konzept der Finanzpolitiker Florian Dorn und Yannick Bury.

Diese wollen staatliche Förderungen pauschal über drei Jahre hinweg jährlich um 15 Prozent kürzen. Damit wollen sie ein Sparvolumen von 22 Milliarden Euro erreichen. Weitere acht Milliarden Euro sollen demnach durch Einsparungen in der Bundesverwaltung zusammenkommen. Mit dem Geld wollen die beiden Abgeordneten eine höhere Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz finanzieren, was Gutverdiener entlasten würde. Zudem wollen sie den steuerlichen Grundfreibetrag für alle um "mindestens 1000 Euro" erhöhen. Der Solidaritätszuschlag, der nur noch auf sehr hohe Einkommen erhoben wird, soll generell entfallen. Im Gegenzug sind Verschärfungen bei der Reichensteuer vorgesehen.

"Mir fehlt die Fantasie" - Wirtschaftsweise hat Zweifel an Unions-Steuerkonzept
15:06 Uhr

Zehn-Meter-Riesenhai taucht direkt vor Fischern auf

Nur einen Kilometer vor der französischen Mittelmeerküste werden Fischer Zeugen eines seltenen Naturspektakels: An ihnen schwimmt ein zehn Meter langer Riesenhai vorbei. Das Meerestier gilt als zweitgrößte Fischart der Welt und wird nur sehr selten von Menschen gesichtet. 

Zehn-Meter-Riesenhai taucht direkt vor Fischern auf
14:26 Uhr

Vier Tote in hessischer Lederfabrik - Todesursache ist bekannt

Eine Woche nach einem schweren Arbeitsunfall in einer Lederfabrik im hessischen Runkel mit vier Toten steht die Todesursache fest. Die Mitarbeiter sind an einer Schwefelwasserstoffvergiftung gestorben, teilten die Polizei in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Limburg gemeinsam mit. Das habe die Obduktion ergeben. Weitere Erkenntnisse soll eine forensisch-toxikologische Untersuchung ergeben.

Das Unglück hatte sich am Donnerstag vergangener Woche ereignet. Fünf Menschen wurden bewusstlos in der Fabrik gefunden, drei von ihnen starben noch am selben Tag. Zwei weitere wurden in ein Krankenhaus gebracht. Am Mittwoch teilten die Ermittler mit, dass einer von ihnen, ein 35-Jähriger, ebenfalls den Folgen seiner Verletzungen erlegen sei. Schwefelwasserstoff in hoher Konzentration kann innerhalb kürzester Zeit zu Kollaps, Bewusstlosigkeit, Atemlähmung und Herzversagen führen. Wie es zu dem Unglück kam, ist laut Staatsanwaltschaft und Polizei weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Vier Tote in hessischer Lederfabrik - Todesursache ist bekannt
14:20 Uhr

Hektik in Berlin: Sohn von Irans Schah attackiert

Beim Besuch von Reza Pahlavi, dem Sohn des früheren iranischen Schahs, in Berlin kommt es zu einem Zwischenfall: Ein Mann bespritzt den Exilpolitiker vor der Bundespressekonferenz mit roter Flüssigkeit. Aus dem Pahlavi-Umfeld heißt es, es sei Tomatensoße gewesen. Der Täter wird festgenommen, das Motiv ist noch unklar.

Hektik in Berlin: Sohn von Irans Schah attackiert
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein geschätzter Kollege Alexander Schultze hat sich in den Feierabend verabschiedet und genießt hoffentlich eine Kugel Eis in der Frühlingssonne. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt in "Der Tag". Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Schichtwechsel
13:59 Uhr

Der Bart ist ab - das ist der Grund für Söders neuen Look

Markus Söder hat im Bayerischen Landtag am Rande der finalen Haushaltsdebatte für Gesprächsstoff gesorgt: Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef erschien im Parlament ohne Bart. Sogleich wurde auf den Fluren über den Grund spekuliert - der jedoch schnell und einfach erklärt war: CSU-Abgeordnete wussten zu berichten, dass Söder ein Missgeschick beim Rasieren passiert sei, sodass er sich den Bart kurzfristig abrasiert habe.

Aus dem Umfeld des Ministerpräsidenten hieß es, der Zuspruch sei überraschend hoch. Womöglich bleibe der Bart nun erst einmal ab. Im vergangenen Jahr hatte Söder seinen Bart einmal gezielt abrasiert - als er bei der Fastnacht in Franken in Veitshöchheim als Elvis Presley auftrat. Danach hatte er den Bart dann aber erst einmal wieder wachsen lassen.

Der Bart ist ab - das ist der Grund für Söders neuen Look
13:25 Uhr

Toter in Unterführung im Saarland - 45-Jähriger wegen Mordes angeklagt

Nach der Explosion mit einem Toten und vier Verletzten in einer Unterführung im saarländischen Völklingen steht ein 45-Jähriger unter Mordverdacht. Er soll dem späteren Todesopfer ein Paket mit einem Sprengsatz zukommen gelassen haben, teilte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken mit. Der 32-Jährige habe das Paket dann in der Nacht zum Samstag in dem Glauben geöffnet, es enthalte Betäubungsmittel - wobei es zur Explosion kam. Der 45-Jährige aus dem Regionalverband Saarbrücken wurde laut Staatsanwaltschaft in seiner Wohnung festgenommen. Am Mittwochabend erging Haftbefehl. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Am Samstag gegen 0.15 Uhr Samstag waren bei der Polizei mehrere Notrufe wegen eines lauten Knalls eingegangen. Eine Person soll laut um Hilfe geschrien haben. In der Unterführung fanden die Beamten die fünf Männer. Für einen 32-Jährigen kam jede Hilfe zu spät, die vier anderen Männer erlitten schwere Verletzungen. Die Polizei richtete eine Sonderkommission "Glas" ein. Zwei der Männer schwebten noch Anfang der Woche in Lebensgefahr. Der getötete 32-Jährige und der beschuldigte 45-Jährige haben sich laut Staatsanwaltschaft gekannt. Gegen den 45-Jährigen laufen Ermittlungen wegen des dringenden Verdachts des Mordes, versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung in vier Fällen. Ihm wird Heimtücke und die Verwendung eines gemeingefährlichen Mittels vorgeworfen - beides sind Mordmerkmale.

Toter in Unterführung im Saarland - 45-Jähriger wegen Mordes angeklagt
12:52 Uhr

Crockett und Tubbs gefunden - Darsteller-Duo für "Miami Vice"-Revival steht fest

Das neue Ermittlerduo Tubbs und Crockett für die Neuauflage von "Miami Vice" ist gefunden. Wie das US-Branchenblatt "Deadline" berichtet, hat Universal Pictures nun Michael B. Jordan und Austin Butler als Hauptdarsteller für sein neues Kinoprojekt offiziell bestätigt. Wie ebenfalls enthüllt wurde, wird der Film den Titel "Miami Vice '85" tragen und am 6. August 2027 in den US-Kinos starten. Regie führt Joseph Kosinski, der zuletzt mit "Top Gun: Maverick" einen Milliardenerfolg landete.

Jordan und Butler übernehmen die legendären Rollen der Undercover-Detectives Ricardo "Rico" Tubbs und James "Sonny" Crockett, die in der Originalserie von Philip Michael Thomas und Don Johnson gespielt wurden. Laut "Deadline" soll sich der Streifen am Pilotfilm sowie an der ersten Staffel der einflussreichen Fernsehserie orientieren und "den Glamour und die Korruption des Miami der mittleren Achtzigerjahre" in den Mittelpunkt rücken. Die Originalproduktion hatte in den 1980er-Jahren Modetrends und filmästhetische Standards mitgeprägt.

Crockett und Tubbs gefunden - Darsteller-Duo für "Miami Vice"-Revival steht fest
12:29 Uhr

Nach AfD-Vetternwirtschaft: Sachsen-Anhalt begrenzt Mitarbeiterzahl für Abgeordnete

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat Konsequenzen aus der Vetternwirtschaftsaffäre in der AfD gezogen. Künftig soll es nicht mehr möglich sein, dass Abgeordnete die Familienangehörigen anderer Landtagsabgeordneter in ihren Büros anstellen. Obendrein wird die Zahl der Mitarbeiter pro Abgeordnetem auf fünf begrenzt - auch um Scheinbeschäftigungen zu erschweren. Recherchen mehrerer Medien hatten ans Licht gebracht, dass AfD-Landtagsabgeordnete in Sachsen-Anhalt besonders viele Mitarbeiter beschäftigten - eine Politikerin hat etwa 16 Personen angestellt.

Die Parlamentsreform, für die eine Zweidrittelmehrheit nötig war, wurde mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP, Linken und Grünen beschlossen. Die AfD stimmte dagegen. Vor einigen Wochen waren mehrere Fälle bekanntgeworden, in denen Familienangehörige von AfD-Politikern bei anderen AfD-Abgeordneten beschäftigt worden sind. Künftig müssen Mitarbeiter von Landtagsabgeordneten in Sachsen-Anhalt angeben, ob sie mit einem Mitglied des Landtags verwandt oder verschwägert sind.

Nach AfD-Vetternwirtschaft: Sachsen-Anhalt begrenzt Mitarbeiterzahl für Abgeordnete
11:58 Uhr

ADAC: Verbrenner haben deutlich mehr Pannen als E-Autos

Elektroautos sind laut der Pannenstatistik des ADAC erheblich zuverlässiger als Verbrenner. Bei einem vier Jahre alten Elektroauto traten im vergangenen Jahr im Schnitt 6,5 Pannenfälle auf, bei gleich alten Verbrennern waren es 12,5, wie der Automobilclub mitteilte. "Über alle Altersklassen hinweg" zeige sich dieses Muster.

"Der Grund dafür ist, dass in einem Elektroauto deutlich weniger verschleißanfällige Teile verbaut sind", erklärte der ADAC. "Typische Fehlerquellen beim Verbrenner sind etwa Elemente des Antriebsstrangs oder das Kraftstoffsystem." Bei E-Autos gibt es demnach auffällig viele Pannen beim Bordnetz, was ADAC-Experten auf die kompliziertere Bordelektronik zurückführen. Unabhängig vom Antrieb ist allerdings ein Defekt der 12V-Batterie die mit Abstand häufigste Ursache für Einsätze der Pannenhilfe. "Fast die Hälfte aller Fälle geht darauf zurück", erklärte der Automobilclub. Im vergangenen Jahr waren die "gelben Engel" fast 3,7 Millionen Mal im Einsatz.

ADAC: Verbrenner haben deutlich mehr Pannen als E-Autos
11:25 Uhr

Schussabgabe auf flüchtenden Wagen - Freispruch für Polizisten aufgehoben

In einem Berufungsprozess wegen einer Schussabgabe auf ein flüchtendes Fahrzeug hat das Landgericht Zwickau den Freispruch eines Polizeibeamten aufgehoben. Die beiden Schüsse, durch die zwei Menschen verletzt wurden, seien nicht gerechtfertigt gewesen, teilte ein Gerichtssprecher in der sächsischen Stadt mit. Die Kammer sprach den 34-Jährigen daher der zweifachen fahrlässigen Körperverletzung im Amt schuldig. Das Landgericht sprach zudem eine Verwarnung mit Strafvorbehalt aus und verpflichtete den Angeklagten, 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung und 2000 Euro an einen der Geschädigten zu bezahlen. Damit hob es das Urteil des Amtsgerichts Zwickau auf, das den Mann freigesprochen hatte.

Der zweifachen Schussabgabe im Oktober 2022 war eine Verfolgungsjagd vorausgegangen. Der Fahrer des später beschossenen Autos war laut Gericht mit mindestens 100 Kilometern pro Stunde durch Zwickau gerast und hatte mehrere rote Ampeln missachtet. Der Polizist gab die Schüsse ab, um das mit vier Insassen besetzte Auto zu stoppen. Einer davon traf den Fahrer am Hinterkopf, der daraufhin operiert werden musste. Lebensgefahr bestand nicht. Aus Sicht des Landgerichts war die Schussabgabe aber nicht geeignet, die Flucht zu verhindern und auch nicht verhältnismäßig. Laut Kammer lag weder ein rechtfertigender Notstand noch eine Notwehrsituation vor. Durch die Fahrlässigkeit bei seiner Amtshandlung habe der Polizist eine Körperverletzung bei zwei Personen verursacht und insgesamt vier Personen gefährdet.

Schussabgabe auf flüchtenden Wagen - Freispruch für Polizisten aufgehoben
10:52 Uhr

Bericht: Merz ging Klingbeil im Koalitionsausschuss frontal an

Beim Koalitionsausschuss am vorvergangenen Sonntag ist Bundeskanzler Friedrich Merz seinen Vizekanzler Lars Klingbeil frontal angegangen. Das bestätigten mehrere Teilnehmer dem "Spiegel". Demnach soll Merz beim Spitzentreffen in der Villa Borsig gegenüber Klingbeil laut geworden sein, berichteten Eingeweihte. Einige sagten, Merz sei regelrecht aus der Haut gefahren. Es soll zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen ihm und Klingbeil gekommen sein. Es soll bei der Auseinandersetzung um Absprachen im Vorfeld des Koalitionsgipfels gegangen sein, die Merz und Klingbeil unterschiedlich in Erinnerung hatten. Ob sich der Streit inhaltlich an der Übergewinnsteuer für Mineralökonerze entzündete oder am Bundeshaushalt, dazu gibt es verschiedene Angaben.

Nach dem Zusammenstoß mussten die Verhandlungen für ein Zwiegespräch des Kanzlers mit seinem Finanzminister unterbrochen werden. In der Koalition herrscht Ratlosigkeit über die Frage, wie es nach dem Scheitern der Reformverhandlung in der Villa Borsig weitergeht. Von "dunklen Wolken" über dem Regierungsbündnis ist die Rede. Es werde schwierig, da wieder herauszukommen. 

Bericht: Merz ging Klingbeil im Koalitionsausschuss frontal an
10:23 Uhr

486 Gangmitglieder stehen zeitgleich vor Gericht

El Salvador startet einen Massenprozess gegen 486 mutmaßliche Gangmitglieder der MS-13. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem zehntausende Tötungen vor. Angeklagte aus verschiedenen Hochsicherheitsgefängnissen sind per Video zugeschaltet. Die Kritik an dem Verfahren ist schwerwiegend.

486 Gangmitglieder stehen zeitgleich vor Gericht
09:56 Uhr

Züge in Dänemark kollidiert - 17 Menschen verletzt

Bei einem Zugunglück in Dänemark sind nach Angaben eines Sprechers der Region 17 Menschen verletzt worden. Vier Menschen befinden sich laut der Nachrichtenagentur Ritzau in kritischem Zustand. Zwei Züge waren am frühen Morgen auf der Bahnstrecke zwischen den Orten Hillerød und Kagerup in Nordseeland zusammengestoßen. Wie es dazu kam, ist noch unklar.

Züge in Dänemark kollidiert - 17 Menschen verletzt
09:33 Uhr

Gestrandeter Wal lässt Nachfrage nach Büchern über Meeressäuger explodieren

Seit dem Auftauchen des Buckelwals Anfang März boomt der Verkauf von Büchern rund um das Thema Wal. So ist die Nachfrage im Zeitraum von der ersten Sichtung Anfang März bis zur Strandung in der Wismarer Bucht am 23. März deutlich gestiegen, wie das Marktforschungsunternehmen Media Control auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Verkaufszahlen erreichten demnach Anfang April ihren Höhepunkt und lagen dabei 95 Prozent höher als vor der ersten Wal-Sichtung am 3. März.

Wie erklärt sich das? "Ich sehe da eine hohe emotionale Identifikation mit der Thematik. Das ist nicht nur ein Thema, das ich medial verfolge (...), sondern eins, das sich auch in andere Lebensbereiche auswirkt", sagte die Neurowissenschaftlerin Maren Urner. Die Menschen hätten so das Gefühl, sich aktiv einbringen zu können, indem sie sich mit dem Thema auseinandersetzten.

Die Top 3 der verkauften Bücher führt laut Media Control "Die Schnecke und der Buckelwal" von Julia Donaldson und Axel Scheffler an. Dahinter kommen "Wieso? Weshalb? Warum? junior - Tiere im Meer" von Anita van Saan und "Wundervolle Welt. Wasser" von Sam Hume.

Gestrandeter Wal lässt Nachfrage nach Büchern über Meeressäuger explodieren
08:57 Uhr

Ex-US-Präsident adelt Luisa Neubauer

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat das Engagement der deutschen Aktivistin Luisa Neubauer für den Klimaschutz gelobt. Die 30-Jährige gehöre zu den jungen Leuten im Programm seiner Stiftung, der Obama Foundation, die ihm Hoffnung gäben, schrieb Obama in einem Post auf X. In einem Video stellt er Neubauer als eine Frau vor, die beschlossen habe, nicht darauf zu warten, dass jemand anderes etwas verändert - sondern selbst zu handeln. Neubauers Geschichte sei unglaublich, findet der Demokrat.

In dem Video ist die Klimaschützerin in dicker Jacke mit Schwimmweste auf einem Schiff in der Antarktis zu sehen. Trotz des Klimawandels sei die Region um den Südpol für sie ein "Ort der Hoffnung", weil sie durch einen einzigartigen internationalen Vertrag geschützt sei, sagt Neubauer. Die Existenz dieses wilden und geschützten Kontinents in der heutigen Welt erscheine ihr "geradezu utopisch" und zeige, was möglich sei, wenn Menschen sich gemeinsam für den Frieden und den Schutz unseres Planeten einsetzen.

Die Aktivistin der Bewegung Fridays for Future war an einer vierwöchigen Forschungsreise auf dem Forschungssegler "Malizia Explorer" beteiligt und hatte 2020 das Leadership Program der Obama-Stiftung absolviert, wie sie erzählt. Anlass für das Video ist der sogenannte Earth Day am 22. April, an dem die Aufmerksamkeit auf Umwelt- und Klimaschutz gelenkt werden soll.

Ex-US-Präsident adelt Luisa Neubauer
08:22 Uhr

"Wal kann mit altem Konzept nicht mehr gerettet werden"

Für den gestrandeten Wal wird ein neues Rettungskonzept entwickelt - doch die Zweifel wachsen. Experten halten die Chancen für gering, während Helfer weiter um das Tier kämpfen. Dessen Zustand bleibt kritisch, wie ntv-Reporter Ibrahim Kayed berichtet.

"Wal kann mit altem Konzept nicht mehr gerettet werden"
08:01 Uhr

Kubicki bezieht zu AfD und Brandmauer Position

Der Bewerber für den FDP-Vorsitz, Wolfgang Kubicki, würde eigene Anträge nicht davon abhängig machen, dass die AfD zustimmen könnte. Das machte Kubicki im Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Mediengruppe deutlich. "Würde ich das tun, wie dumm ist das denn, würde ich die komplette Agenda der AfD in die Hand geben", argumentierte der FDP-Politiker. Zugleich betonte Kubicki, er würde keinem AfD-Antrag zustimmen, mit ihr auch nicht koalieren oder sich von der AfD dulden lassen.

Auf die Frage, ob die Brandmauer zur AfD stehe, sollte er die FDP führen, sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende: "Die steht weder in der Verfassung noch ist sie gesetzgegeben. Ich kenne keine Brandmauer. Ich werde keine Veranstaltung deshalb nicht besuchen, weil da ein AfD-Vertreter auftritt." Kubicki tritt auf dem FDP-Parteitag Ende Mai für den Vorsitz der Liberalen an, Gegenkandidat ist der nordrhein-westfälische FDP-Chef Henning Höne. Der jetzige Parteichef Christian Dürr hat seinen Verzicht erklärt.

Kubicki bezieht zu AfD und Brandmauer Position
07:32 Uhr

Landwirtschaftsminister Rainer stemmt sich gegen Zuckersteuer

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken befürworteten Zuckersteuer eine Absage erteilt. Er sei "kein Freund der Zuckersteuer" und glaube nicht, dass sie die erhofften gesundheitlichen Effekte oder spürbare Einsparungen im Gesundheitsbereich bringe, sagte Rainer im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Den erwartbaren Einnahmen von rund 100 Millionen Euro stellte er Milliardenbeträge im Gesundheitssystem gegenüber.

Statt neuer Lenkungssteuern setzt Rainer auf freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz; diese Strategie wirke und solle fortgesetzt werden. Fakt ist allerdings, dass etwa in Großbritannien nach Einführung einer Zuckersteuer der Zuckergehalt in zahlreichen Getränken deutlich gesenkt wurde. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte erklärt, dass in den vergangenen Jahren die freiwillige Reduzierung von Zucker in Lebensmitteln weitgehend gescheitert sei.

Die Zuckersteuer soll ein Baustein sein, um die gesetzlichen Krankenkassen beziehungsweise das Gesundheitssystem generell zu entlasten. Die dafür eingesetzte Kommission hatte diesen Vorschlag unterbreitet. Verbandsvertreter hatten diesen begrüßt.

Landwirtschaftsminister Rainer stemmt sich gegen Zuckersteuer
07:01 Uhr

Was heute wichtig wird: Blockade-Ende, Bayern-Gegner und was macht der Wal?

Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA verlängert wurde, gibt der US-Präsident Teheran wohl nicht viel Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, bemühen sich Ägypten, Pakistan und die Türkei derzeit, ein neues Treffen beider Länder zu organisieren - vielleicht bereits an diesem Freitag.

Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs von Persien, ist heute für politische Gespräche in Berlin. Um 10 Uhr spricht er über die Lage seines Heimatlandes vor der Bundespressekonferenz. Er bringt sich selbst als möglichen Oppositionskandidaten im Iran ins Spiel. Die USA sehen ihn allerdings nicht in dieser Rolle. Und auch in der iranischen Bevölkerung findet er wenig Beachtung. Pahlavi lebt seit Ende der 70er Jahre nicht mehr im Land und wird vor allem von vielen Exil-Iranern als mögliche politische Führungsfigur ins Spiel gebracht.

Auf Zypern kommen heute Staats- und Regierungschefs der EU zusammen, um über die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten zu sprechen. Kanzler Merz ist dabei.

Wie mittlerweile jeden Tag stellt sich auch heute die Frage: Was macht der Wal? Das Konzept, ihn mit Pontons und einer Plane zu transportieren, scheint gescheitert. Nun soll ein neues Konzept ausgetüftelt werden, erklärte Umweltminister Till Backhaus. Daran arbeite die private Rettungsinitiative nun. Die steht aufgrund interner Spannungen und personeller Ausfälle ohnehin unter Druck.

Am Abend wird der Gegner des gestern siegreichen FC Bayern München gesucht. Im zweiten DFB-Pokal-Halbfinale stehen sich der VfB Stuttgart und der SC Freiburg gegenüber. Der VfB ist Titelverteidiger und könnte mit einem Sieg zum ersten Mal in seiner Vereinshistorie zweimal in Folge das Finale erreichen.

Das ist es für den Moment erst mal. Ich hoffe, Sie sind bis hierhin gut informiert. Alles Weitere lesen Sie im Tagesverlauf auf ntv.de. Im Tag begleite ich Sie bis 14 Uhr. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!

Was heute wichtig wird: Blockade-Ende, Bayern-Gegner und was macht der Wal?
06:30 Uhr

Umfrage: Arbeitgeber "ghosten" Bewerber wieder öfter

Der Stellenmarkt in Deutschland hat sich gedreht: Arbeitgeber haben wieder eine stärkere Stellung, Bewerber um Jobs haben nicht mehr die Qual der Wahl. Die Folge: Ghosting, wie in Partnerbörsen. "Die Mehrheit der Bewerber erhält keinerlei Antwort auf Bewerbungen", heißt es in einer repräsentativen Umfrage des Instituts Appinio im Auftrag der Jobbörse Indeed. Zwischen dem 9. und 11. März wurden jeweils 500 Männer und Frauen im Alter zwischen 16 und 66 Jahren befragt.

63,5 Prozent der Bewerber hätten angegeben, im letzten Jahr keine Rückmeldung auf ihre Bewerbungen erhalten zu haben, für fast 80 Prozent der Befragten habe Ghosting zugenommen. "Personalabteilungen stehen in Zeiten wirtschaftlicher Instabilität unter erheblichem Druck", sagte Indeed-Geschäftsführer Frank Heesgens. "Die sich wandelnde Marktdynamik darf jedoch keine Entschuldigung für mangelhafte Rekrutierungspraktiken sein." Das Ignorieren von Bewerbern untergrabe das Vertrauen in den Arbeitsmarkt.

Neben der mangelnden Kommunikation schrecke auch der Aufwand bei der Bewerbung ab. Auf die Frage nach den größten Hürden und Belastungsfaktoren sei der zeitliche und bürokratische Aufwand mit 41,5 Prozent bei der Umfrage auf dem ersten Platz gelandet. Komplizierte Formulare müssten teils per Hand ausgefüllt werden. Auch die Angst vor Ablehnung oder das Gefühl, sich verstellen zu müssen, wurden in der Umfrage als Hürde genannt. 63 Prozent der Befragten wünschten sich bei Stellenanzeigen mehr Transparenz, vor allem bei Angaben zum Gehalt. Nur 11,5 Prozent der Stellenanzeigen beinhalteten bisher entsprechende Angaben, hieß es von Indeed.

Umfrage: Arbeitgeber "ghosten" Bewerber wieder öfter
06:00 Uhr

Chronische Verspätung: Deutsche leiden unter "Zugangst" und meiden die Deutsche Bahn

Mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung vermeidet laut einer neuen Umfrage wegen der chronischen Verspätungen und Pannen die Fahrt mit der Bahn. Und über ein Viertel geht Zugfahrten zumindest vor wichtigen Terminen aus dem Weg, um nicht unpünktlich zu sein. Das sind die Hauptergebnisse der diesjährigen Mobilitätsstudie der HUK Coburg.

"Haben sich Planungen für Bahnfahrten bei Ihnen durch die verbreiteten Pünktlichkeitsprobleme verändert", lautete die entsprechende Frage an die 4114 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das beantworteten 35 Prozent mit: "Ich versuche Bahnfahrten wenn irgend möglich zu vermeiden." 28 Prozent gaben an, bei Bahnfahrten mittlerweile einen größeren Zeitpuffer zu kalkulieren, und 26 Prozent antworteten, dass sie wichtige Termine nicht mehr mit der Bahn planen.

Das Umfrageinstitut Yougov befragte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Auftrag der HUK im Januar und Februar, etwaige Auswirkungen des mit dem Iran-Krieg einhergehenden Anstiegs der Benzinpreise sind daher in der Umfrage nicht abgebildet. Die Ergebnisse sind laut HUK repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren sowohl bundesweit als auch in jedem einzelnen Bundesland.

Chronische Verspätung: Deutsche leiden unter "Zugangst" und meiden die Deutsche Bahn