Der Tag
21. April 2023
Foto von Mitchmit Michael Bauer
Zum Archiv
22:20 Uhr

Das war Freitag, der 21. April 2023

Liebe Leserinnen und Leser,

das Wochenende naht und ein ereignisreicher Freitag endet. Vor allem in und um die Ukraine gab es heute zwei interessante Nachrichten. In Ramstein verständigen sich die Unterstützer Kiews auf die nächsten Schritte im Krieg gegen Russland: Statt Kampfjets zu liefern, will man die Luftverteidigung der Ukraine massiv stärken. Russland hatte wohl seinerseits Pläne, eine Querfront zwischen AfD und dem Lager um Sahra Wagenknecht zu unterstützen. Die Protagonisten wollen davon nichts wissen.

Diese Themen waren heute ebenfalls wichtig:

Damit bleibt mir noch, Ihnen ein schönes Wochenende zu wünschen. "Der Tag" kehrt am Montag wieder zurück. Bis dahin: Machen Sie es gut!

Das war Freitag, der 21. April 2023
21:49 Uhr

Zahl unerlaubter Einreisen steigt weiter

Der steigende Trend bei der Zahl unerlaubter Einreisen nach Deutschland hat sich im März fortgesetzt. Im dritten Monat des Jahres stellte die Bundespolizei nach Angaben vom Freitag 6672 solche Grenzübertritte fest - ein Plus von rund 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch im Vergleich zum vorangegangenen Monat Februar 2023, als 5367 unerlaubte Einreisen dokumentiert worden waren, nahm die Zahl zu.

Die Zahlen im Jahresvergleich steigen seit einiger Zeit deutlich an. Im Gesamtjahr 2022 stellte die Bundespolizei knapp 92.000 unerlaubte Einreisen fest - nach 57.637 im Vorjahr 2021. Die Feststellung unerlaubter Einreisen zählt zu den Kernaufgaben der Bundespolizei.

Zahl unerlaubter Einreisen steigt weiter
21:12 Uhr

Zoll findet Arsenal an Waffen bei Zigarettenhändlern

Der Zoll hat bei einem Schlag gegen den illegalen Zigarettenhandel im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh ein Arsenal an Waffen und Kriegsmunition entdeckt. Die Durchsuchungen wegen Steuerhehlerei richteten sich gegen vier Beschuldigte im Alter von 44 bis 73 Jahren, wie das zuständige Zollfahndungsamt in Hannover und die Bielefelder Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten. Gegen die Verdächtigen wurden Haftbefehle vollstreckt. Sie kamen in Untersuchungshaft.

Bei der Durchsuchung in einer Wohnung in Rheda-Wiedenbrück beschlagnahmten die Beamten am Dienstag demnach mehrere Waffen. Die Fahnder stießen auf drei Maschinenpistolen samt Schalldämpfer, eine russische Handgranate, vier Pistolen, vier Schießkugelschreiber und einen Revolver. Auch fanden die Beamten mehr als 2500 Schuss Munition und eine zerlegte Maschinenpistole. Wegen der zündfähigen, aber letztlich ungeladenen Handgranate rückte der Entschärfungsdienst aus.

Zoll findet Arsenal an Waffen bei Zigarettenhändlern
20:35 Uhr

"Let's Dance"-Juror Llambi spricht über sein Vermögen

Die RTL-Tanzshow "Let's Dance" können sich wohl nur wenige Zuschauerinnen und Zuschauer ohne Joachim Llambi vorstellen. Der Juror neben Motsi Mabuse und Jorge González ist seit jeher fester Bestandteil des Formats. Teil der Sendung ist er nicht nur wegen der Gage, wie er im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung erklärt.

Wie viel der gelernte Bankkaufmann bei "Let's Dance" verdient, möchte er nicht verraten. Bei den Verhandlungen über die Gage für die neuen Staffeln sei man sich aber stets "sehr schnell einig. Ich reize es nie bis zum letzten Cent aus."

Ein Vermögen von drei Millionen Euro, wie stellenweise im Internet zu finden sei, habe er nicht. Und vom Geld ganz abgesehen mache Llambi "das alles ja Spaß und ich würde auch bei viel mehr Geld auf meinem Konto noch weiter hinter diesem Jury-Pult sitzen wollen". Reich sei der Juror durch die Show "sicher nicht" geworden, sie ermögliche ihm jedoch "ein schönes Leben".

"Let's Dance"-Juror Llambi spricht über sein Vermögen
20:05 Uhr

Sorgerechtsstreit: Mutter-Tochter-Gespann heuert Auftragskiller an

Nach der Trennung eines Paares im niedersächsischen Wolfenbüttel kommt es zum Sorgerechtsstreit. Der 36 Jahre alte Ex-Freund soll nach dem Willen der 41-jährigen Mutter kein Sorge- oder Umgangsrecht für das gemeinsame Kind bekommen. Für die 42-Jährige und deren Mutter geht das Ganze aber offenbar nicht schnell genug. Beide sollen einem vermeintlichen Auftragskiller 17.000 Euro für die Tötung des Ex-Freundes der Jüngeren bezahlt haben.

  • Die beiden Frauen seien wegen versuchter Anstiftung zum Mord angeklagt worden, sagte Andy Belke von der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Den Frauen droht ein Prozess am Landgericht Braunschweig. Die 69 Jahre alte Iranerin und ihre 41 Jahre alte deutsch-iranische Tochter sollen den Ermittlern zufolge Ende vergangenen Jahres einen 33-Jährigen mit der Tötung des Ex-Lebensgefährten der Tochter beauftragt haben.

  • Zum Schein sei der Bekannte auf das Angebot eingegangen, habe aber nie beabsichtigt, den Auftrag auszuführen. Nachdem die 17.000 Euro bezahlt waren, informierte der Mann die Polizei, die ein weiteres Treffen überwachte und die Frauen danach festnahm.

Sorgerechtsstreit: Mutter-Tochter-Gespann heuert Auftragskiller an
19:21 Uhr

FDP-Politikerin Beer schlägt Lindner versehentlich in die Weichteile

In seinen zehn Jahren an der Parteispitze hat Christian Lindner die FDP ganz auf sich zugeschnitten: Er ist Gesicht und Stimme der Liberalen. Auf dem Bundesparteitag in Berlin holte Lindner sich Rückendeckung für seinen Kurs, mit 88 Prozent wurde er an der FDP-Spitze bestätigt. Einen Wirkungstreffer kassiert Lindner aber doch - und zwar von seiner Parteikollegin Nicola Beer. Bei einer unglücklichen Gegenbewegung kollidierte Beers Handrücken mit den Kronjuwelen des FDP-Chefs - der gleich zusammenzuckte. Beer reagierte umgehend und entschuldigte sich bei Lindner.

FDP-Politikerin Beer schlägt Lindner versehentlich in die Weichteile
19:06 Uhr

Chile will Lithium-Abbau unter staatliche Kontrolle stellen

Die chilenische Regierung will den Abbau des für E-Autos wichtigen Rohstoffs Lithium stärker kontrollieren. Alle Privatunternehmen, die in Chile Lithium fördern wollten, müssten künftig mit dem Staat zusammenarbeiten, kündigte Präsident Gabriel Boric bei der Vorstellung der Nationalen Lithium-Strategie an.

  • In neuen Gemeinschaftsunternehmen könnten Privatfirmen maximal einen Anteil von 49,9 Prozent haben. "Chile verfügt über eines der größten Lithium-Vorkommen der Welt. Wir können uns nicht erlauben, keinen Nutzen daraus zu ziehen", sagte der Staatschef.

  • Derzeit bauen die Privatunternehmen SQM und Abemarle im einzigen aktiven chilenischen Abbaugebiet Salar de Atacama Lithium ab. Ihre Verträge laufen 2030 und 2043 aus. Die Regierung strebt allerdings an, die Verträge bereits vor dem Ablauf nachzuverhandeln und die Kontrolle über den Abbau zu übernehmen. Chile verfügt über eine der größten Lithium-Reserven der Welt und lag bei der Produktion im vergangenen Jahr nach Australien an zweiter Stelle.

  • Lithium wird unter anderem beim Bau von Elektrofahrzeugen benötigt.

Chile will Lithium-Abbau unter staatliche Kontrolle stellen
18:34 Uhr

Polizist crasht absichtlich frontal in Geisterfahrer

US-Polizist Chad McCoy ist grade auf dem Rückweg von einer Schicht, als ihm auf dem Highway ein Geisterfahrer entgegenkommt. Binnen Sekunden entschließt er sich zu einem beherzten Eingreifen und rammt den sich nähernden Truck.

Polizist crasht absichtlich frontal in Geisterfahrer

Polizist crasht absichtlich frontal in Geisterfahrer
17:47 Uhr

Mann mit Messer randaliert in Jüdischem Krankenhaus - Polizei eröffnet Feuer

Die Polizei hat im Jüdischen Krankenhaus Berlin auf einen mit einem Messer bewaffneten Mann geschossen. Dieser sei am Bein verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Die Polizei sei von Beschäftigten der Klinik alarmiert worden, weil der Mann auf einer Station randaliert und andere angegriffen habe. Nach Angaben des Polizeisprechers attackierte der Mann die Einsatzkräfte mit einem Messer. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar. Ebenso, ob der Mann möglicherweise Patient in dem Krankenhaus war.

Mann mit Messer randaliert in Jüdischem Krankenhaus - Polizei eröffnet Feuer
17:15 Uhr

Strafbefehl wegen Hygienemängeln: Oktoberfest-Wirt will dagegen vorgehen

Peter-Reichert-Wirt-des-Oktoberfestzeltes-Braeurosl-und-der-Gaststaette-Donisl-posiert-nach-einer-Pressekonferenz-zum-Strafbefehl-gegen-ihn-wegen-Hygienemaengeln-in-seinem-Wiesn-Zelt-fuer-die-Fotografen
Peter Reichert, Wirt des Oktoberfestzeltes "Bräurosl" und der Gaststätte "Donisl", posiert nach einer Pressekonferenz zum Strafbefehl gegen ihn wegen Hygienemängeln in seinem Wiesn-Zelt für die Fotografen. (Foto: Lennart Preiss/dpa)

Oktoberfest-Wirt Peter Reichert will seinen Strafbefehl wegen Hygienemängeln nicht akzeptieren. "Ich werde gegen dieses Verfahren Einspruch erheben", sagte er in München. "Auf die Qualität im "Donisl" und in der "Bräurosl" war und ist Verlass." In seinen Läden seien keine schlechten oder verdorbenen Lebensmittel verarbeitet oder in Umlauf gebracht worden.

Das Amtsgericht München hatte den Strafbefehl erlassen, weil er in zwei Fällen vorsätzlich Lebensmittel in den Verkehr gebracht haben soll, die für den Verzehr durch Menschen ungeeignet sind. Die Vorwürfe beziehen sich auf sein Münchner Lokal und das Wiesn-Zelt "Bräurosl", in dem Reichert im vergangenen Jahr erstmals Wirt war. Am Freitag stellte er nicht nur ein überarbeitetes Hygienekonzept vor, sondern entschuldigte sich auch für sein Verhalten.

Strafbefehl wegen Hygienemängeln: Oktoberfest-Wirt will dagegen vorgehen
17:10 Uhr

Lindner als FDP-Vorsitzender wiedergewählt

Die FDP hat ihren Vorsitzenden Christian Lindner für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Beim Bundesparteitag in Berlin entfielen am Freitag 88 Prozent der Delegiertenstimmen auf den 44-Jährigen. Lindner steht seit Dezember 2013 an der Spitze der FDP.

Lindner als FDP-Vorsitzender wiedergewählt
16:49 Uhr

LKW-Fahrer tot in Futtermittelschacht aufgefunden

Der Fahrer eines Lastwagens ist tot in einem Futtermittelschacht einer Schweinemastanlage in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt worden. "Nach ersten Erkenntnissen habe der 62-Jährige mit seinem LKW eine Ladung Futtermittel in den vorgesehenen Trichter kippen wollen", teilte die Polizei in Ludwigslust mit. Ein Mitarbeiter habe ihn später leblos in dem Trichter entdeckt.

Den Angaben nach stellte ein hinzugerufener Notarzt den Tod des 62-Jährigen sowie mehrere Verletzungen fest. Eine Obduktion sei angeordnet worden, da bisher unklar sei, ob es sich bei dem Vorfall um einen Unfall handelt oder nicht.

LKW-Fahrer tot in Futtermittelschacht aufgefunden
16:06 Uhr

"Maxim" kürt "Heißeste Frau der Welt"

Das Plus-Size-Model Ashley Graham führt für die Zeitschrift "Maxim" die Top 100 der heißesten Frauen der Welt ("World's Sexiest Woman") an. Als "HOT 2023"-Coverstar ziert die dreifache Mutter in Dessous die Mai/Juni-Ausgabe.

  • Auf seiner offiziellen Instagram-Seite zeigt das Magazin das Cover und bezeichnet Graham als "Königin der Kurven". Sie sei "großartig" und "inspirierend". Das Model zeigt sich passend zu seinem neuen Titel "Heißeste Frau der Welt" in Dessous und einem Morgenmantel mit Federn.

  • Die 35-Jährige ließ Stars wie Margot Robbie, Ana de Armas und Cara Delevingne hinter sich. Sie setzt sich seit Jahren für Bodypositivity ein und sagt: "Wir können die Formen und Größen, das Geschlecht, die ethnische Zugehörigkeit und das Alter eines jeden Menschen als Teil dessen betrachten, wer er ist. Es muss nicht negativ oder positiv sein. Es sollte etwas sein, das leicht angenommen werden kann, und wir müssen diese Gespräche nicht die ganze Zeit führen. Unsere Körper verändern sich ständig und entwickeln sich ständig weiter."

"Maxim" kürt "Heißeste Frau der Welt"
15:39 Uhr

Immer mehr Bundeswehr-Soldaten haben Nebenjob

Bei der Bundeswehr ist die Zahl der Soldatinnen und Soldaten mit Nebenjobs in den vergangenen Jahren gestiegen. Wie der "Spiegel" mit Verweis auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion berichtete, sind in diesem Jahr für die etwa 183.000 Soldatinnen und Soldaten 16.319 Nebentätigkeiten erfasst. Demnach waren es Ende 2019 noch 13.171, vergangenes Jahr dann schon 14.434.

Genaue Angaben über die Art der Nebenjobs konnte das Wehrressort nicht geben; solche Daten würden nicht zentral erhoben. In den vergangenen sechs Jahren seien allerdings 607 Genehmigungen für Tätigkeiten in Sicherheitsfirmen erteilt worden.

Immer mehr Bundeswehr-Soldaten haben Nebenjob
14:51 Uhr

Hochspannungskabel kracht auf sechsspurige A7

Ein Hochspannungskabel ist bei Hildesheim auf die Autobahn 7 gestürzt. Alle sechs Spuren waren betroffen, sagte eine Polizeisprecherin. Es kam zu Unfällen mit Verletzten, vier Fahrzeuge wurden beschädigt. Mehr Details zu den Unfallopfern lagen zunächst nicht vor, schwer verletzt wurde aber niemand.

Zwischen den Anschlussstellen Hildesheim-Drispenstedt und Laatzen wurde die Autobahn zeitweise gesperrt, der Verkehr wurde abgeleitet. Schließlich sei die Autobahn in Richtung Norden freigegeben worden, in Richtung Süden sei eine Spur frei, sagte die Sprecherin. Unklar war zunächst, warum das Hochspannungskabel abstürzte. "Wir ermitteln noch", erklärte die Polizeisprecherin. Zunächst musste sicher sein, ob das Kabel noch Strom führte.

Hochspannungskabel kracht auf sechsspurige A7
14:26 Uhr

Vertuschungsvorwürfe: Alterzbischof Zollitsch verzichtet auf Bundesverdienstkreuz

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Robert Zollitsch (Foto: dpa)

Der Freiburger Alterzbischof und frühere Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat nach den Vertuschungsvorwürfen im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch den vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstorden der Bundesrepublik zurückgegeben. Außerdem verzichte der 84-Jährige auf das Privileg, nach seinem Tod in der Bischofsgruft des Freiburger Münsters beigesetzt zu werden, erklärte ein Sprecher von Zollitsch.

Zollitsch war von 2003 bis 2013 Freiburger Erzbischof und von 2008 bis 2014 Vorsitzender der Bischofskonferenz. Der damalige Bundespräsident Joachim Gauck verlieh ihm 2014 den Verdienstorden der Bundesrepublik. Ein am Dienstag vorgelegter Bericht des Erzbistums Freiburg lastet ihm und seinem 2008 verstorbenen Vorgänger Oskar Saier Vertuschung, Ignoranz und Verstöße gegen das Kirchenrecht im Umgang mit Missbrauchsfällen an.

Vertuschungsvorwürfe: Alterzbischof Zollitsch verzichtet auf Bundesverdienstkreuz
13:59 Uhr

Junger Mann zündet sich vor US-Botschaft an

Ein junger Mann hat sich nach Polizeiangaben vor der amerikanischen Botschaft in Kopenhagen in Brand gesteckt. Wie die Polizei der dänischen Hauptstadt auf Twitter mitteilt, zündete er sich vor der Botschaft im Kopenhagener Stadtteil Østerbro anscheinend selbst an. Das Feuer sei gelöscht, der Mann bei Bewusstsein. Es handle sich um einen 18-jährigen dänischen Staatsbürger, der ins Kopenhagener Reichskrankenhaus gebracht worden sei. Er sei außer Lebensgefahr. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau hatte die US-Botschaft den Vorfall am Vormittag bei der Polizei gemeldet. Warum der Mann das getan hat, ist bislang unklar.

Junger Mann zündet sich vor US-Botschaft an
13:31 Uhr

Lindner wirft Klimaklebern "physische Gewalt" vor

Die Straßenblockaden von Klimaaktivisten sind FDP-Chef Christian Lindner ein Dorn im Auge. Mit Sorge sehe er auch eine gewisse Sympathie in der öffentlichen Diskussion für sogenannte Klimakleber, sagt er in Berlin zum Auftakt des FDP-Bundesparteitages. Manche sagten, die Motive der Blockierer seien edel. Wer aber eine andere Politik wolle, der könne in die Politik gehen und Mehrheiten für seine Positionen erwerben. Das Blockieren von Straßen und Autobahnen sei nichts anders "als physische Gewalt", sagte Lindner. "Tempolimit und 9-Euro-Ticket, das sind ganz kleine Ideen - und dafür der große Ärger", sagte Lindner weiter. "Umgekehrt wäre besser."

Lindner wirft Klimaklebern "physische Gewalt" vor
12:59 Uhr

Nach langer Käufersuche: Mexiko findet endlich Abnehmer für Protz-Präsidentenjet

Seit Jahren versucht Mexikos Präsident López Obrador das protzige Präsidentenflugzeug seines Amtsvorgängers Peña Nieto zu verkaufen, nun findet sich endlich ein Abnehmer: Die Regierung Tadschikistans kauft den einst rund 200 Millionen Euro teuren Flieger für etwa 84 Millionen Euro. Das Geld fließt in soziale Projekte.

Nach langer Käufersuche: Mexiko findet endlich Abnehmer für Protz-Präsidentenjet
12:25 Uhr

Amokfahrer von Berliner Ku'damm soll dauerhaft in Psychiatrie

Rund zehn Monate nach einer tödlichen Amokfahrt auf dem Berliner Kurfürstendamm soll der 30-jährige Fahrer dauerhaft in einer Psychiatrie untergebracht werden. Das Landgericht in der Hauptstadt verurteilt Gor H. in einem sogenannten Sicherungsverfahren, in dem es unter anderem um den Vorwurf des Mordes sowie 16 Fälle des versuchten Mordes ging. Der Mann leidet jedoch an einer paranoiden Schizophrenie und ist deshalb schuldunfähig.

Amokfahrer von Berliner Ku'damm soll dauerhaft in Psychiatrie
11:56 Uhr

Täter nach Attacke in Fitnessstudio weiter auf der Flucht

Knapp drei Tage nach der Attacke in einem Duisburger Fitnessstudio ist der Tatverdächtige weiter auf der Flucht. "Die Identität steht weiterhin nicht fest. Wir wissen aber, wie er aussieht", sagt ein Polizeisprecher. Der Mann sei wohl von einer Kamera gefilmt worden. Die Ermittler planen demnach eine Öffentlichkeitsfahndung, bei der ein Foto des etwa 30 Jahre alten Verdächtigen veröffentlicht werden soll.

Der Mann hatte bei dem Angriff am Dienstagabend mit einer Hieb- und Stichwaffe vier Menschen schwer verletzt. Der 21-Jährige, gegen den sich die Attacke nach derzeitigem Ermittlungsstand "gezielt" richtete, ist nach Angaben des Polizeisprechers vom Freitagmorgen nach wie vor in Lebensgefahr. Die drei anderen Opfer im Alter von 24, 24 und 32 Jahren, die laut den Ermittlungen nicht direktes Ziel des Angriffes waren, sind außer Lebensgefahr.

Täter nach Attacke in Fitnessstudio weiter auf der Flucht
11:23 Uhr

Britischer Vize-Premier Raab tritt wegen Mobbing-Vorwürfen zurück

Die Mobbing-Vorwürfe gibt es schon lange, jetzt zieht der stellvertretende britische Regierungschef Dominic Raab Konsequenzen - und erklärt seinen Rücktritt. In einem Schreiben teilt Raab mit, er lege diesen Posten und auch sein Amt als Justizminister nieder. Er fühle sich verpflichtet, den Ausgang der Untersuchung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen zu akzeptieren, zugleich wies er aber den größten Teil der Anschuldigungen zurück.

Britischer Vize-Premier Raab tritt wegen Mobbing-Vorwürfen zurück
10:58 Uhr

LKW kracht in Auto auf A7 - zwei Menschen sterben

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(Foto: picture alliance / Ostalb Network)

Bei einem Unfall mit einem Lastwagen und zwei weiteren Fahrzeugen sind in Baden-Württemberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Lastwagen prallte in der Nacht auf der Autobahn 7 bei Heidenheim aus zunächst unklarer Ursache auf ein Auto, das daraufhin über die Fahrbahn schleuderte, wie die Polizei in Ulm berichtet. Ein nachfolgender Wagen kollidierte dann ebenfalls mit diesem Auto, dessen zwei Insassen durch den Aufprall getötet wurden.

Die fünf Insassen des anderen Wagens wurden verletzt in Kliniken gebracht. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt. Die A7 in Fahrtrichtung Ulm wurde für mehrere Stunden komplett gesperrt. Ermittlungen zum genauen Unfallhergang wurden aufgenommen.

LKW kracht in Auto auf A7 - zwei Menschen sterben
10:33 Uhr

Bahn verlängert Gültigkeit heutiger Fahrkarten

Zwischen 3.00 Uhr und 11.00 Uhr steht die Bahn heute still. Unzählige Reisende sind betroffen. Als Gegenmaßnahme will die Bahn ihren Kunden etwas mehr Flexibilität ermöglichen. Auch um überfüllte Züge zu vermeiden, wie Bahn-Sprecher Achim Stauß erklärt.

Bahn verlängert Gültigkeit heutiger Fahrkarten
10:09 Uhr

Der erste richtige Frühlingstag ist da

Der Freitag verbreitet nach zuletzt trüben Tagen Frühlingsstimmung. Pünktlich zum Wochenende ziehen Temperaturen und auch die Sonnenstunden deutlich an. Vor allem in der Nordosthälfte wird es heute sonnig, sonst gibt es nach örtlichem Frühnebel einen Mix aus Sonne und Wolken, aber zunächst fällt nur selten Regen. Am Nachmittag zeigt die Prognose für die Südwesthälfte dann einige Regenschauer, örtlich auch Gewitter. Immerhin wird es spürbar wärmer als zuletzt mit 17 bis 21, an der See und im Bergland 13 bis 17 Grad. An der Nordsee weht kräftiger Ostwind.

Der erste richtige Frühlingstag ist da
09:34 Uhr

Vermisste 19-Jährige aus Klötze tot aufgefunden

Eine seit Wochen vermisste 19-Jährige aus Klötze im Westen Sachsen-Anhalts ist tot. Ihre Leiche wurde am Donnerstag im Landkreis Helmstedt entdeckt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stendal mitteilt. Ein 42-jähriger Beschuldigter sei festgenommen worden. Die 19-Jährige ist demnach mutmaßlich Opfer eines Verbrechens geworden. Einzelheiten nennt die Staatsanwaltschaft am Morgen nicht. Gegen den 42 Jahre alten Tatverdächtigen war bereits wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt worden. Ein Geständnis hatte es aber zunächst nicht gegeben. Die 19-Jährige war laut Polizei am Nachmittag des 7. März als vermisst gemeldet worden. Sie soll am 4. März letztmalig in Klötze gesehen worden sein.

Vermisste 19-Jährige aus Klötze tot aufgefunden
09:02 Uhr

Das denkt Scarlett Johansson über Ex-Ehemann Ryan Reynolds

Schauspielerin Scarlett Johansson spricht nur sehr selten über ihren Ex-Ehemann Ryan Reynolds. Jetzt hat sie doch eine Kleinigkeit verraten, nämlich was sie von ihm hält. Bei einem Auftritt im "Goop"-Podcast spricht Gastgeberin und Schauspielerkollegin Gwyneth Paltrow Johansson auf ihre Ehen an. Paltrow erklärt dabei, dass sie ganz vergessen habe, dass Johansson mal mit Ryan Reynolds verheiratet gewesen ist. Ihr Gast merkt an, dass sie auch "nicht sehr lange verheiratet waren". Als die Podcast-Moderatorin dann scherzt: "Wir lieben einen guten Ryan Reynolds im Haus", antwortet Johansson: "Er ist ein guter Kerl." Scarlett Johansson und Ryan Reynolds gaben im Dezember 2010 nach zweijähriger Ehe ihre Trennung bekannt. Die Scheidung erfolgte im Juli darauf.

Das denkt Scarlett Johansson über Ex-Ehemann Ryan Reynolds
08:28 Uhr

Archäologen entdecken 50 Gräber aus dem zweiten Jahrhundert

Eine Münze, die ein Verstorbener für seine Fahrt in die Totenwelt im Mund hatte, hat Archäologen in Paris bei der Datierung eines sensationellen Fundes geholfen: Etwa 50 Gräber aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus sind bei Bauarbeiten an der Stadtbahn in Paris entdeckt worden. "Seit der Antike hat sie noch niemand gesehen", sagt Dominique Garcia, der Vorsitzende des archäologischen Instituts Inrap.

Ganz unerwartet kam der Fund am RER-Bahnhof Port-Royal nicht, denn die Existenz einer Totenstadt aus gallisch-römischer Zeit in dieser Gegend war bekannt. Sie lag im Süden von Lutetia, wie Paris damals hieß - ein Name, der Asterix-Fans vertraut ist.

Archäologen entdecken 50 Gräber aus dem zweiten Jahrhundert
07:59 Uhr

Künstler schickt nackte Männer auf den Beichtstuhl

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Beichtstuhl, ein Priester und sechs nackte junge Männer, auf Kirchenbänken kniend - diese Live-Installation sorgt für Furore. Denn Künstler Dennis Josef Meseg lässt nur wenig Spielraum für Deutungen - es geht um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche. Doch die Aktion, die noch bis Sonntag bei der Kunstmesse Discovery Art Fair in Köln zu sehen ist, hat noch eine Wendung: In späteren Szenen sind die Rollen am Beichtstuhl vertauscht. "Ich verweise die Täter auf den Platz, der ihnen zusteht. Und zwar vor ihren Opfern kniend", sagt Meseg.

"Absolvo te!" heißt die Installation - "Ich spreche dich frei". "Sie hüllen sich in teure Gewänder, predigen Gottes Wort und erteilen Absolution. Dabei sind sie es, die Vergebung benötigen. Denn sie sind Wölfe im Schafspelz", wird Meseg in der Beschreibung der Aktion deutlich. Der 44-Jährige aus Wesseling bei Köln betont aber: "Ich greife mit der Kritik nicht die katholische Kirche oder den Glauben an sich an, sondern Umgang und Kommunikation mit Tätern und Opfern."

Künstler schickt nackte Männer auf den Beichtstuhl
07:17 Uhr

"Viele in der Türkei haben schon ihre Koffer gepackt"

Einfach wird es nicht, selbst bei einem Regierungswechsel stehen schwierige Zeiten bevor, ist sich der im Berliner Exil lebende türkische Journalist und Oppositionelle Can Dündar sicher. Er sieht den Ausgang der Präsidentschafts- und Parlamentswahl in der Türkei auch rund drei Wochen vor der Abstimmung als völlig offen an. "Die Türkei muss dann nach zwei Jahrzehnten Ein-Mann-Herrschaft die Demokratie neu lernen", sagt Dündar. Bei einer Niederlage von Staatschef Recep Tayyip Erdogan befürchtet er zudem eine Reaktion ähnlich dem Sturm auf das US-Kapitol im Februar 2021.

Viele Türken sehen der Wahl am 14. Mai mit Hoffen oder Bangen entgegen."Im schlimmsten Fall gewinnt Erdogan die Präsidentschaftswahl und seine Partei AKP bleibt im Parlament stärkste Macht", führt der in der Türkei unter anderem wegen angeblicher Spionage zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilte ehemalige Chefredakteur der regierungskritischen türkischen Zeitung "Cumhuriyet" aus. Das würde längerfristig eine vollständig autoritäre Herrschaft ohne Opposition bedeuten. "Die Enttäuschung wäre so groß, dass Hunderttausende aus der Türkei fliehen würden. Ich kenne viele, die schon ihre Koffer gepackt haben."

"Viele in der Türkei haben schon ihre Koffer gepackt"
06:50 Uhr

Kriegsspiel oder Technikbegeisterung? Panzerfahren als Freizeitvergnügen

Der Krieg in der Ukraine und die Debatte über Waffenlieferungen haben auch Panzer stärker in den öffentlichen Fokus gerückt. In Panzerfahrschulen für Jedermann wie etwa in Steinhöfel in Brandenburg oder Landsberg in Sachsen-Anhalt können Laien die schweren Stahlkolosse selbst lenken oder auf ihnen mitfahren. Es gehe nicht um Kriegsspiele, sondern um die Technikbegeisterung, betonen Betreiber wie Axel Heyse aus Steinhöfel. Schließlich seien alle der ausgemusterten Panzer demilitarisiert.

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Auf dem Gelände der Panzerfahrschule Heyse können Zivilisten mit ehemaligen Militärfahrzeugen fahren. (Foto: picture alliance/dpa)

Beim Gutschein-Vermittler Jochen Schweizer hat der Ukraine-Krieg jedoch dazu geführt, dass keine Panzerfahrten mehr im Programm sind. "Wir haben das Angebot "Panzerfahren" am 2. März 2022 offline genommen. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, dies aufgrund des Krieges in der Ukraine nicht mehr anzubieten", heißt es vom Münchner Unternehmen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Erfurter Gutschein-Vermittler panzer-fahren.net hingegen können weiterhin Tickets für Panzerfahrten gebucht werden. "Es gibt seit Langem auch in vielen anderen Teilen der Welt Krieg. Ist ein Menschenleben in Syrien weniger Wert als in der Ukraine?", gibt Geschäftsführer Axel Zawischa zu bedenken.

Kriegsspiel oder Technikbegeisterung? Panzerfahren als Freizeitvergnügen
06:22 Uhr

Deutschlandweit fährt fast "kein einziger Zug mehr"

Wenn Sie heute Morgen zur Arbeit oder die Kinder in die Schule müssen, nutzen Sie am besten Rad, Auto oder den Bus. Denn im deutschen Bahnverkehr hat am frühen Morgen der angekündigte bundesweite Warnstreik begonnen. Die von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gestarteten Arbeitsniederlegungen sollen sich über acht Stunden hinziehen und um 11.00 Uhr enden. Bis dahin wird der Gewerkschaft zufolge "kein einziger Zug fahren". Nach Angaben der Deutschen Bahn dürften die Auswirkungen im Fernverkehr bis zum frühen Abend spürbar sein.

"Nach Auskunft der Streikleitung haben die Mitglieder der EVG in den 50 bestreikten Betrieben pünktlich um 03.00 Uhr morgens die Arbeit niedergelegt", teilt die EVG mit. Mit ihrem zweiten bundesweiten Warnstreik innerhalb von vier Wochen will die EVG den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, "endlich verhandlungsfähige Angebote vorzulegen".

Deutschlandweit fährt fast "kein einziger Zug mehr"