mit Lea VerstlDas war Montag, der 15. April 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
Israel hat die iranischen Raketen zum überwiegenden Teil abgewehrt, der Schaden ist überschaubar. Nun stellt sich die Frage, ob Israel zum großen Gegenschlag ausholt - und falls ja, wie. Die USA fordern zumindest Zurückhaltung. Was Israel tun kann und warum die iranische Attacke Putin in die Hände spielt, erklärt Oberst Markus Reisner meinem Kollegen Volker Petersen im Interview.
Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:
Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.
Nach Pinkelprotest von Frauen: Amsterdam baut Toiletten
Nach jahrelangem Kampf und einem Protestpinkeln von Frauen werden in Amsterdam mehr öffentliche Toiletten geschaffen, die nicht bloß aus Pissoirs für Männer bestehen. Die Stadt investiere dazu vier Millionen Euro und die ersten der neuen Toiletten sollten noch in diesem Jahr errichtet werden, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender NOS unter Verweis auf einen städtischen Beschluss. Auslöser des Kampfs von Frauen in Amsterdam für mehr öffentliche Toiletten war die Verurteilung der Studentin Geerte Piening 2015 wegen Wildpinkelns.
Weil keine Toilette in der Nähe war, hatte Piening sich aus der Not heraus neben ein Gebäude gehockt. Dafür bekam sie eine Strafe von 90 Euro. Auch ein Gericht hielt nach einer Beschwerde der Studentin die Strafe aufrecht. Diese hatte vor Gericht gesagt, dass es in Amsterdam zwar 35 öffentliche Toiletten gebe, von denen aber nur zwei für Frauen geeignet seien. Es folgten Protestaktionen, bei denen Frauen demonstrativ in Pissoirs oder auf den Gehweg pinkelten. Piening findet die Investition in neue Toiletten prima. "Das hat recht lange gedauert, aber dass das nun geschieht, ist sehr gut", sagte sie dem Sender NH. In der Zwischenzeit nämlich, das räumte Piening gegenüber dem Sender ein, sei sie erneut zum "Wildplassen" gezwungen gewesen - so nennen die Niederländer das Wildpinkeln.
Eurojackpot wieder gut gefüllt
Glücksspiel kann süchtig machen. Dennoch juckt es viele anlässlich der Ausspielung des Eurojackpots am Dienstagabend um 21 Uhr in den Fingern. Schließlich geht es bei der Ziehung morgen um 98 Millionen Euro. Fünf Richtige plus die zwei korrekten Eurozahlen braucht es dafür. Doch selbst wer zu seinen fünf Richtigen nur eine Eurozahl hat, hat die Chance auf einen Millionengewinn.
Die hohe Summe des Jackpots baut sich auf, wenn kein Spieler die gezogenen Zahlen 5 aus 50 und die Eurozahlen (Zusatzzahlen) 2 aus 12 richtig ankreuzt. Das nicht verteilte Geld aus der ersten Gewinnklasse wandert dann in den Jackpot für die nächste Ziehung. Ziehungsort ist Helsinki, koordiniert wird die Lotterie von Westlotto in Münster. Die Chance, den Hauptgewinne einzufahren, ist natürlich verschwindend gering. Es ist viel wahrscheinlicher, ein Topmodel zu heiraten oder auch vom Blitz getroffen zu werden. Wen das alles nicht abschreckt, sondern eher anspornt, der kann es heute versuchen.
Chance: 1:140 Mio. Ab 18 Jahren. Glücksspielsucht. Hilfe unter buwei.de.
Vermittler gem. Whitelist. Ein Service von LOTTO24.
"Rust"-Waffenmeisterin muss in den Knast
Im Prozess um den tödlichen Schuss von Hollywood-Star Alec Baldwin am Set des Westernfilms "Rust" ist die Waffenmeisterin zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Hannah Gutierrez-Reed war im März von Geschworenen wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden. Seither sitzt sie in einem Bezirksgefängnis am Rand von Santa Fe im US-Staat New Mexico.
Baldwin hatte im Oktober 2021 bei einer Drehprobe für den Film "Rust" mit einer Waffe hantiert, als sich ein Schuss löste, der die 42 Jahre alte Kamerafrau Halyna Hutchins tötete und den Regisseur Joel Souza verletzte. Gutierrez-Reed war während der Produktion für die Waffen zuständig. Baldwin ist auch Co-Produzent des Films. Er beteuert, er habe nicht geahnt, dass eine scharfe Patrone in der Waffe steckte, die zudem versehentlich losgegangen sei. Der Prozess gegen den Schauspieler soll im Juli beginnen.
Polizei nimmt AfD-Politiker in Thailand fest
Der Stuttgarter AfD-Politiker Niels Foitzik sorgt innerhalb weniger Stunden für zwei Polizeieinsätze in Thailand. Nach einem Wutausbruch in einem Lokal lassen die Beamten ihn zunächst mit einer kleinen Geldstrafe davonkommen. Doch schon kurze Zeit später gibt es neue Beschwerden über den Urlauber.
Zehn Millionen Jahre alte Skelette von Ur-Elefanten bei München entdeckt
Bei München sind ungewöhnlich gut erhaltene Überreste von drei Ur-Elefanten entdeckt worden. Der Fund aus dem Landkreis Erding ist Experten zufolge von der Menge der Knochen und deren Zustand her eine Sensation. Die Tiere, die bis zu 13 Tonnen schwer wurden und über vier Meter Schulterhöhe erreichten, gehören der Gattung Deinotherium und der Art Deinotherium giganteum an und sind über zehn Millionen Jahre alt, wie Peter Kapustin, Leiter des Urzeitmuseums in Taufkirchen an der Vils, am Montag berichtete.
Der Fund umfasst 120 Knochen, darunter Schädel und Stoßzähne eines Jungtieres, das zu 70 Prozent erhalten ist. "Er ist spektakulär. Dass diese Ur-Elefanten hier lebten, wissen wir. Aber relativ vollständige Skelette sind selten", sagte Gertrud Rößner, Oberkonservatorin für fossile Säugetiere an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, die in die Bewertung des Fundes eingebunden war.
Fischer entdecken Boot mit verwesten Leichen
Im brasilianischen Bundesstaat Pará machen Fischer einen schrecklichen Fund: stark verweste Leichen auf einem kleinen Boot. Dieses wird an die Küste angespült; die menschlichen Überreste bringt die Polizei zur Untersuchung. Doch es ist nicht das erste Mal, dass tote Menschen auf dem Meer treiben.
Raketen wie Gurken: Arabische Welt spottet über Irans Angriff
"Comedy-Show", Gurken-Raketen oder Papierflieger: Nach Irans Angriff gegen Israel, bei dem fast alle Flugkörper abgefangen wurden, gibt es in der arabischen Welt Spott und Häme über Teheran und dessen militärische Fähigkeiten. "Schlechte Show", schrieb etwa Alaa Mubarak, Sohn des verstorbenen ägyptischen Langzeitherrschers Husni Mubarak, bei X.
Im Internet machte auch das Bild die Runde von einem Militärfahrzeug, von dessen Rampe riesige Gurken statt Raketen gestartet werden. Andere Nutzer teilten Fotos von Händen, die Papierflieger werfen, und bezeichneten Irans Angriff als "schlecht produzierte Comedy-Show". Auch ein Clip der Zeichentrickserie "Tom und Jerry" tauchte auf, in dem Kater Tom - versehen mit Israel-Flagge - die angekettete Bulldoge Spike - Iran - unentwegt malträtiert, während der Hund vergeblich versucht, Tom auch nur einen Kratzer zu verpassen. Die Nachrichtenseite "Independent Arabia", die im Besitz eines saudi-arabischen Herausgebers ist mit Verbindungen zur dortigen Königsfamilie, veröffentlichte eine Karikatur zum Angriff.
Capital Bra zeigt ausgebranntes Auto seiner Frau
Rap-Star Capital Bra veröffentlicht auf seinem Instagram-Account zwei Videos: Das eine zeigt einen ausgebrannten PKW vor dem Haus des Musikers und das andere Videoaufnahmen der mutmaßlichen Brandleger. Er und seine Familie bleiben unverletzt.
Aufgebrachte Menge stoppt Krankenwagen - und setzt Verletzte rein
Eine aufgebrachte Menschenmenge in Berlin-Neukölln hat einen Rettungswagen bei einer Blaulichtfahrt mit Martinshorn mitten auf der Straße gestoppt und zwei Männer mit Stichverletzungen in den Wagen gesetzt. Diesen Vorfall von Donnerstagabend, den die Polizei in ihrer Mitteilung vom Freitag verschwieg, bestätigte die Feuerwehr nun im Innenausschuss.
Die Sanitäter im Rettungswagen hätten einen Patienten transportiert, sagte ein Feuerwehr-Vertreter. Nachdem sie von den etwa 50 Männern gestoppt worden seien, hätten sie umgehend die Polizei alarmiert und dann die insgesamt drei Patienten im Krankenhaus abgeliefert. Tätlich angegriffen worden seien die Sanitäter nicht. Aber durch die "Masse der Personen auf der Fahrbahn wurde der Wagen zum Anhalten gezwungen".
Salma Hayek meditiert mit Eule auf dem Kopf
Wenn Salma Hayek meditiert, dann macht sie das mit ihrer Eule "Kering" auf dem Kopf. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, ist für die Schauspielerin ganz selbstverständlich. Bereits 2019 entscheidet sie sich für dieses ungewöhnliche Haustier und integriert die Eule in ihren Alltag.
Klimaaktivisten stürmen Bühne von Andreas Gabalier
Während eines Auftritts von Andreas Gabalier in Ischgl passiert es: Aktivisten der Letzten Generation stürmen auf die Bühne, um dort mal wieder möglichst populär für ihre Forderung nach schärferen Maßnahmen zum Klimaschutz zu demonstrieren. Durchaus mit einigem Erfolg - die Schlagzeilen sind ihnen danach schließlich gewiss. Nicht zuletzt auch, da ein Video von der Aktion in den sozialen Netzwerken kursiert. Darin zu sehen ist, wie zwei junge Männer das Podest erklimmen, auf dem Gabalier und seine Band dem Publikum gerade einheizen.
"Wie textsicher ist Ischgl?", hört man den Sänger noch sagen, als die Demonstranten bereits dabei sind, auf die Bühne zu klettern. Dort angelangt, versuchen sie, ein paar Transparente zu entrollen, während die Band - anscheinend unbeirrt - im Hintergrund einfach weiterspielt. Ein paar Bühnenmitarbeiter fahren den Demonstranten jedoch in die Parade. Nicht gerade zimperlich hindern sie die beiden daran, ihre Transparente in die Höhe zu halten. Schließlich kommen auch noch mehrere Security-Männer in gelben Westen hinzu und helfen dabei, die Aktivisten von der Bühne zu tragen.
"Anzeigenhauptmeister" schürt Gerüchte mit Komiker-Video
Der im Internet berüchtigte "Anzeigenhauptmeister" veröffentlicht ein Video von dem Komiker Matze Knop, der sich als das Original mit charakteristischem Fahrradhelm und gelber Warnjacke inszeniert. Zuschauer vermuten dahinter einen neuen Hinweis auf eine Verbindung zum Comeback von Stefan Raab.
Arbeiter aus festhängender Gondel an Hochhaus gerettet
Zwei Arbeiter sind aus einer festhängenden Gondel an einem Frankfurter Hochhaus gerettet worden. Wegen eines technischen Defekts hing die Gondel in Höhe des 33. Stockwerks und konnte nicht mehr bewegt werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Die zwei Arbeiter wurden nach rund einer Stunde von der Höhenrettung über eine Leiter aus ihrer Lage befreit
Sie blieben unverletzt, einer der Männer musste wegen Kreislaufproblemen medizinisch betreut werden. Die Seile, an denen die Gondel hänge, hätten sich aus den Sicherungsschienen gelöst, erklärte die Feuerwehr. Die Gondel hing am Hochhaus "One" im Frankfurter Europaviertel. Die Feuerwehr war gegen 12.20 Uhr alarmiert worden, rund eine Stunde später gelang die Rettung der beiden Männer.
Ampel-Fraktionen einig bei Klimaschutzgesetz und Solarpaket
Nach monatelangen Verhandlungen einigt sich die Ampel auf ein neues Klimaschutzgesetz. Mit dem neuen flexibleren Gesetz ohne starre Sektorziele für den Treibhausgas-Ausstoß sei auch der Weg für das geplante Paket zur Solarförderung frei, teilen die Fraktionen mit.
Mängel bei 155 Fahrrädern legen Fahrradstaffel der Polizei lahm
Die Berliner Polizei zieht 155 Diensträder aus dem Verkehr. Die Arbeit der Fahrradstaffel der Berliner Polizei kann kaum erledigt werden, da kein Ersatz da ist. Die Polizeiführung hat nach lokalen Medienberichten bereits vergangene Woche die Nutzung von 87 Diensträdern eines deutschen Herstellers untersagt, weil die Vorderradbremse beim Training versagte.
Zusätzliche 68 Fahrräder des gleichen Herstellers wurden zuvor verboten, da die Sturzgefahr hoch war. Der Mangel an Fahrrädern werde "erhebliche Auswirkungen auf die Streifendiensttätigkeiten der Fahrradstaffel und die Streifendienste der örtlichen Direktionen haben", zitieren mehrere Medien aus einem Schreiben der Polizeiführung. "Ein Ersatz kann in dieser Größenordnung nicht gestellt werden."
Nachtrag: Das vorübergehende Nutzungsverbot von 155 Dienstfahrrädern der Berliner Polizei wurde nach Angaben der "Berliner Morgenpost" am Nachmittag wieder aufgehoben. Die Staffel ist wieder voll einsatzfähig.
Angreifer sticht in Sydney auf Prediger und Gläubige ein
Zwei Tage nach dem Amoklauf eines Messerstechers in Sydney ist es in Australien wieder zu einem Angriff mit einem Messer gekommen. In einer Kirche in Walkley etwa 30 Kilometer westlich von Sydney seien mehrere Menschen verletzt worden, teilte die Polizei mit. Ein Mann sei festgenommen worden, er werde verhört. Die Kirchgänger seien nicht lebensgefährlich verletzt worden, sie würden von Sanitätern behandelt.
Ein Kirchenvorsteher und mehrere Gläubige seien während eines Gottesdienstes in der Kirche niedergestochen worden, berichteten lokale Medien. Im Internet wurden Video-Aufnahmen veröffentlicht, auf denen zu sehen ist, wie ein Mann auf einen Prediger einsticht.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Friederike Zörner verabschiedet sich in den Feierabend, nachdem sie mir das Mikrofon übergeben hat. Mein Name ist Lea Verstl und ich begrüße Sie herzlich. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de.
15-Jähriger rast mit gestohlenem Mietauto durch Berlin
Ein 15-Jähriger ist in Berlin mit einem gestohlenen Mietwagen vor der Polizei geflüchtet und hat mehrere Autos beschädigt. Auf der Flucht vor einem Polizeifahrzeug fuhr der Jugendliche am Sonntag mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, überquerte eine rote Ampel und missachtete mehrere Vorfahrten, wie die Berliner Polizei mitteilte.
In einer Straße im Bezirk Neukölln verlor der Jugendliche die Kontrolle über das Auto und stieß gegen einen parkenden Wagen, der auf zwei weitere Fahrzeuge geschoben wurde. Anschließend flüchtete der 15-Jährige zu Fuß weiter. Einsatzkräfte fassten ihn kurz darauf und nahmen ihn fest. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten ein in der Öffentlichkeit verbotenes Einhandmesser. Neben dem Verstoß gegen das Waffengesetz muss sich der Jugendliche nun wegen des Fahrens ohne Führerschein, Unfallflucht, wegen eines illegalen Autorennens und des Diebstahls von Kraftfahrzeugen verantworten.
Tierschützer warnen vor Katzenschwemme
Wenn Sie nicht so ein Hundemensch sind wie ich und noch Platz für einen Vierbeiner bei sich haben, könnten Sie sich in den nächsten Wochen einmal überlegen, ob Sie nicht eine Katze bei sich aufnehmen wollen. Der Deutsche Tierschutzbund warnt nämlich vor einer extremen Katzenflut in den bereits überfüllten Tierheimen im Laufe der kommenden Monate. Grund seien unkastrierte Freigängerkatzen aus Privathaushalten und Straßenkatzen, die sich ohne Kontrolle fortpflanzen würden.
Der Dachverband der Tierheime gehe davon aus, dass in den ohnehin überfüllten Tierheimen die Zahl gefundener, abgegebener oder ausgesetzter ungewollter Katzenjungen in die Höhe schieße, heißt es in der Mitteilung des Tierschutzbundes. Parallel dazu steige die Zahl des Katzennachwuchses, der ohne menschliche Fürsorge auf der Straße frühzeitig sterbe. Der Tierschutzbund erneuert deshalb seine Forderung nach einer bundesweiten Kastrationspflicht für Freigängerkatzen.
Berichte: Tesla baut Tausende Stellen ab
Der US-Elektroautobauer Tesla will Berichten zufolge weltweit mehr als jeden zehnten Arbeitsplatz streichen. Konzernchef Elon Musk habe den Stellenabbau in einer internen Mitteilung angekündigt, berichteten die Tech-Publikation "Electrek" und das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Schreiben. Demnach seien 14.000 Arbeitsplätze von dem Stellenabbau betroffen.
"Das wird uns schlank, innovativ und hungrig für die nächste Wachstumsphase machen", schreibt Musk den Berichten zufolge. Er hasse den Schritt, aber er sei nötig. Tesla äußerte sich noch nicht dazu.
Dieser Eintrag stammt von meinen Kollegen aus dem Börsen-Tag. Weitere Meldungen aus der Welt der Wirtschaft lesen Sie hier.
Texanerin geht auf Kreuzfahrt und lässt Kinder allein zu Hause
Eine Frau aus Texas wurde verhaftet, nachdem sie angeblich ihre Kinder allein zu Hause gelassen hatte, um eine mehrtägige Kreuzfahrt zu machen. Das berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend. Die 29-Jährige habe ihren achtjährigen Sohn und ihre sechsjährige Tochter allein in ihrer Wohnung in Houston zurückgelassen. Aus einer Strafanzeige gehe hervor, sie sei am 4. April in den Urlaub gefahren und erst am 10. zurückgekehrt, schreibt die "New York Post".
Nachbarn hatten zuvor die Behörden alarmiert, nachdem sie die Muttern mit Taschen und Gepäckstücken beim Verlassen des Wohnkomplexes gesehen und festgestellt hatten, dass sie mehrere Tage nicht zurückgekehrt war, berichtet "USA Today". Beamte besuchten daraufhin die Wohnung, die "völlig verwahrlost und mit Müll und Essensresten übersät" gewesen sei. Es habe auch einen "sehr starken Geruch von Urin" im Inneren gegeben. "Es war kein Erwachsener anwesend, der die Jugendlichen beaufsichtigte, und keiner schien seit der Abreise der Angeklagten anwesend gewesen zu sein", heißt es in der Strafanzeige. Die Beamten hätten auch eine Kamera in der Wohnung gefunden, die die Frau benutzt haben soll, um die Kinder während ihrer Reise zu beobachten und mit ihnen zu sprechen. Ihr Sohn hatte demnach ein Telefon, um ihr zu schreiben. Die Kinder befinden sich inzwischen in Obhut ihrer Tante.
Karl-Theodor zu Guttenberg spricht über Depression
Der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat offen über seine Depression gesprochen. "Insbesondere als ich doch sehr früh und viel zu schnell in diese hohen Ämter aufgestiegen bin, bin ich einfach an die Grenzen meiner Belastbarkeit gestoßen", sagte der 52-Jährige dem Entertainer Harald Schmidt im Podcast "Raus aus der Depression" des Radiosenders NDR Info. "Das sind Grenzen, die sind physischer Natur", sagte zu Guttenberg weiter. "Aber ich habe auch festgestellt, wie zunehmend mein Geist Schaden nimmt." Dann sei schließlich "eine Depression diagnostiziert" worden. "Es hat sich herausgestellt, dass Depression eine sehr frühe Veranlagung in meinem Leben war", sagte der CSU-Politiker.
Sein Rücktritt als Verteidigungsminister sei dabei nur ein "zusätzlicher Trigger" gewesen. Guttenberg war 2011 wegen einer Affäre um Plagiate in seiner Doktorarbeit nach 16 Monaten im Amt zurückgetreten. Eine Behandlung mit Psychotherapie und kurzfristig auch Medikamenten habe geholfen, dass er heute wieder ein zufriedenes Leben führen könne.
Deutliche Mehrheit ist für Straffreiheit bei Abtreibungen
Nach Paragraf 218 des Strafgesetzbuchs ist ein Schwangerschaftsabbruch im Grundsatz in Deutschland verboten. Er bleibt aber bis zur zwölften Schwangerschaftswoche nach einer Pflichtberatung straffrei (siehe auch Eintrag von 07.04 Uhr). Laut RTL/ntv-Trendbarometer fänden es 72 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger richtig, wenn eine Abtreibung künftig innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen ohne Einschränkungen erlaubt wäre. Auch eine Mehrheit von Katholiken (60 Prozent) und Protestanten (69 Prozent) ist dafür. Bei den Anhängern der Grünen ist die Zustimmung mit 82 Prozent am höchsten, bei den Anhängern der AfD, mit 55 Prozent, am niedrigsten. Im Osten Deutschlands sind 81 Prozent für eine solche Legalisierung, im Westen 71 Prozent.
Eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission sprach sich am Vormittag für eine entsprechende Reform der Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch aus. Die grundsätzliche Rechtswidrigkeit von Abtreibungen in der Frühphase der Schwangerschaft nach dem Strafgesetzbuch sei aus Sicht des Gremiums "nicht haltbar", sagte Kommissionsmitglied Liane Wörner in Berlin. "Hier sollte der Gesetzgeber tätig werden und den Schwangerschaftsabbruch rechtmäßig und straflos stellen."
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat für das RTL/ntv-Trendbarometer am 11. und 12. April 2024 1001 Menschen befragt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt +/- 3 Prozentpunkte.
"Ich habe vor Angst geweint": So erlebte Andrea Kiewel den Angriff auf Israel
Die Moderatorin Andrea Kiewel fühlt sich mit Israel eng verbunden. "Als ich 2017 mit meinem jüngsten Sohn nach Israel gekommen bin, habe ich hier mein Herz in die Erde gepflanzt", erzählte sie einst. "Ich bin selbst jüdisch und liebe dieses Land so sehr, dass es zu meiner Heimat geworden ist." Jetzt erlebte die 58-Jährige bei dem Großangriff des Iran in dem Land eine Nacht des Schreckens. "Ich habe vor Angst geweint, mehr als einmal", sagte "Kiwi" der "Bild"-Zeitung. Seit Jahren lebt sie mit ihrem israelischen Lebensgefährten, einem ehemaligen Elitesoldaten, in Tel Aviv. "Ich wollte doch nicht sterben durch Raketen und Drohnen aus dem Iran", sagte sie in dem Interview.
Es sei "die längste Nacht meines Lebens" gewesen, erzählte "Kiwi" weiter. "Ich wünschte mir unaufhörlich, dass sie schnell vorbei sein möge und hatte zugleich Angst davor, dass dann alles vorbei ist." Die Raketennacht, die sie im Schutzraum ihres Hauses verbrachten, erlebten sie laut "Bild" als traumatisch: Sie hätten die ganze Nacht gewartet und kein Wort gesprochen. "Am Himmel über Tel Aviv war im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los. Die israelische Luftabwehr tat alles, um uns zu beschützen." In ihrer Angst habe ihr der Gedanke an ihre Mutter in Deutschland Kraft gegeben. "Meine Mama hat Montag Geburtstag. Sie wird 93. Das war mein Mantra: Am Montag werde ich mit meiner Mama feiern ..." Sie sei nach dieser schlimmen Nacht zwar "erschöpft", aber auch "unendlich erleichtert", dass "es dem Iran nicht gelang, uns zu zerstören".
Kinderchirurgen warnen vor Magnetspielzeug
Anfang des Jahres stirbt ein 20 Monate altes Mädchen, das mehrfach an Erbrechen, Durchfall und Austrocknung gelitten hat. Nach Angaben der Direktorin der Klinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Jena, Felicitas Eckoldt, hatten Magnete einen akuten Darmverschluss verursacht, ausgelöst durch den Druck der Anziehungskraft der Magnete auf die Darmwände. Das Kind hatte offenbar zeitversetzt mehrere Magnete verschluckt.
Aus diesem Anlass warnen Kinderchirurgen vor den Gefahren von magnetischem Spielzeug. Das Verschlucken von kleinen Kügelchen oder Würfeln mit einer starken magnetischen Anziehungskraft könne im schlimmsten Fall tödliche Auswirkungen haben, erklärte Eckoldt im Vorfeld des Deutschen Chirurgie Kongresses in Leipzig. "Das Verschlucken mehrerer Magnete oder von einem Magneten und einem Metallteil ist extrem gefährlich." Die Anziehung der Magnete in verschiedenen Teilen des Magen-Darm-Traktes könne die Durchblutung in einem Areal herabsetzen, und es könnten Löcher in der Darmwand entstehen. Derartige Magnete würden beispielsweise als Material für 3D-Puzzles beworben, sagte Eckoldt, oder als Konstruktionsspielzeug für Erwachsene und Jugendliche. Fälle zeigten jedoch, dass es immer wieder in die Hände von kleineren Kindern gelange.
50.000 Ärzte zu wenig ausgebildet: Lauterbach sieht Engpass kommen
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stimmt die deutsche Bevölkerung auf große Lücken in der medizinischen Versorgung ein. "Wir haben 50.000 Ärztinnen und Ärzte in den letzten zehn Jahren nicht ausgebildet. Daher werden uns in den nächsten Jahren flächendeckend die Hausärztinnen und Hausärzte fehlen. Wir werden in eine ganz schwierige Versorgungssituation kommen", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". Den künftigen Mangel "kann man sich noch gar nicht richtig vorstellen", warnte er.
Lauterbach verwies auf sein geplantes Gesetz, das die Versorgung vor Ort stärker absichern soll. Nach seinen Plänen sollen zudem für Hausärzte Vergütungs-Obergrenzen (Budgets) wegfallen. Dies sei wichtig, um Nachwuchs zu gewinnen. Wenn die Budgets wegfallen, werde ein größerer Teil junger Mediziner sich für den Hausarztberuf entscheiden, sagte der SPD-Politiker. "Selbst dann wird der Mangel gravierend sein. Aber es muss sofort kommen."
Grimes entschuldigt sich bei Fans für katastrophalen Auftritt
"Bitte verzeiht mir!" Grimes hat sich nach ihrem Auftritt am ersten Coachella-Wochenende bei ihren Fans entschuldigt. Bei ihrem Auftritt auf dem beliebten Festival in der Wüste Kaliforniens kämpfte sie in der zweiten Hälfte mit erheblichen Gerätestörungen. Dazu kam, dass sie ihre Frustration offen zeigte und wütend ins Mikrofon schrie.
Noch auf der Bühne versuchte Grimes den Tausenden Festivalbesuchern zu erklären: "Alle meine Tracks haben ein doppeltes Tempo und ich kann das nicht nachrechnen." Später schrieb die 36-Jährige in einem langen Posting auf X unter anderem, dass sie anderen die Organisation der Tracks überlassen hatte, was zu dem chaotischen Auftritt geführt habe. Zudem versicherte die Sängerin, die aus einer On-off-Beziehung mit Tesla-Chef Elon Musk drei Kinder hat, ihren Fans, dass sie am zweiten Coachella-Wochenende alles tun werde, um sicherzustellen, dass ihr Set "fehlerfrei" laufe.
Chinesischer Student hat Angst vor Cannabis - Scholz gibt Rat
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber so einen Dialog habe ich nicht kommen sehen. Auf seiner China-Reise ist Bundeskanzler Olaf Scholz bei dem Besuch der Tongji Universität in Shanghai mit der Cannabis-Legalisierung in Deutschland konfrontiert worden - und er gab Ratschläge, die in dieser Art und Weise wohl nur er selbst geben kann. Zuvor hatte sich ein Student, der ab September in Berlin studieren will, besorgt über den vermeintlichen Cannabis-Konsum dort gezeigt.
Der junge Mann wollte vom Kanzler wissen, was er als Student in Berlin beachten müsse, "wenn ich Cannabis überhaupt nicht probieren will und meine eigene Gesundheit nicht gefährden will." Er habe gelesen, dass Studenten in Deutschland jetzt Cannabis in Wohnungen anbauten. In China sei das nicht legal. "Deshalb habe ich große Sorge." Scholz sagte, die Antwort sei ganz einfach: "Nicht rauchen." Er selbst sei jetzt fast 66 und habe "noch nie Cannabis geraucht". Dem Eindruck, dass nun alle in Berlin mit Joints herumliefen, trat Scholz entgegen: "Wenn man in Berlin studiert, kann man die ganze Zeit durch die Gegend rennen und trifft niemanden, der so etwas tut."
Familienministerin Paus räumt Fehler ein
Im Streit um die Kindergrundsicherung hat Bundesfamilienministerin Lisa Paus Fehler in ihrer Kommunikation eingeräumt - insbesondere zu den genannten 5000 nötigen Stellen dafür. "Ich hätte vielleicht noch deutlicher machen sollen auch gleich am Anfang, es ging um die Prognosezahlen der Bundesagentur für Arbeit", sagte die Grünen-Politikerin im Podcast des Medienhauses Table.Briefings. Die Zahlen seien vom November 2023 und hätten Entlastungen an anderen Stellen wie den Jobcentern noch nicht vollständig berücksichtigt. "Es ist eine unsinnige Debatte, die wir in den letzten zwei Wochen geführt haben in diesem Land, deswegen haben wir sie gemeinsam klar beendet. Weil wir haben gestritten über Prognosezahlen vom November letzten Jahres und das hat nichts mit der Verhandlungssituation zu tun", sagte Paus.
Der Gesetzentwurf zur Kindergrundsicherung, die als das sozialpolitische Prestigeprojekt der Grünen gilt, wird derzeit zwischen den Fraktionen im Bundestag beraten. Ob das Vorhaben wie geplant Anfang 2025 eingeführt wird, ließ Paus in dem Interview offen. Einen Rücktritt, wie von Unionspolitikern nahegelegt, schloss die Grünen-Politikerin aus.
Messerangreifer von Sydney hatte es auf Frauen abgesehen
"Die Videos sprechen für sich, oder nicht?" Laut der Polizeichefin des australischen Bundesstaats New South Wales, Karen Webb, attackierte der Messerangreifer, der in Sydney sechs Menschen tötete, gezielt Frauen. Das hätten Überwachungsaufnahmen aus dem Einkaufszentrum Westfield Bondi Junction, wo sich der Angriff ereignete, gezeigt. Die Ermittler suchen nun nach dem Motiv des Täters, der von einer Polizistin erschossen wurde. Dazu werde die Familie des 40-jährigen Angreifers Joel C. befragt.
"Es ist für mich und für die Ermittler offensichtlich, dass dies ein Bereich ist, der von Interesse ist: Der Täter hatte es auf Frauen abgesehen und mied die Männer", so Webb. Bei dem Messerangriff am Samstag wurden sechs Menschen getötet, fünf davon Frauen. Mehr als ein Dutzend weitere Menschen wurden verletzt. Die Polizei hat einen terroristischen Hintergrund ausgeschlossen und erklärt, der 40-Jährige sei psychisch krank gewesen. Der einzige Mann, der bei dem Angriff getötet wurde, war ein pakistanischer Flüchtling, der in der Mall als Wachmann arbeitete. Er war unbewaffnet.
Bill Gates zeigt sich erstmals mit Freundin auf rotem Teppich
Bill Gates und seine Freundin Paula Hurd haben sich am Wochenende erstmals zusammen auf einem roten Teppich gezeigt. Der Microsoft-Mitbegründer brachte seine Partnerin zu der 10. Breakthrough-Preisverleihung im Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles mit. Dabei zeigten sie sich im schwarzen Partnerlook.
Das Paar bestätigte seine Beziehung im Jahr 2023. Zuvor wurden sie gemeinsam bei Sportveranstaltungen gesehen, etwa beim Laver Cup im September 2022 und den Australian Open im Januar 2023. Sie nahmen auch an der Verlobungsfeier von Jeff Bezos und Lauren Sánchez im vorigen Jahr teil. Paula Hurd ist die Witwe des ehemaligen Oracle-CEO Mark Hurd (1957-2019). Gates und seine damalige Frau Melinda French Gates gaben im Mai 2021 ihre Scheidung bekannt.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
am Montag nach dem iranischen Großangriff auf Israel blicken wir weiter auf die Lage in Nahost (zum Liveticker geht es hier entlang). Israels Staatsführung hat Medienberichten zufolge noch nicht entschieden, wie sie reagieren soll. Das Kriegskabinett habe bei mehr als dreistündigen Beratungen gestern Nachmittag keinen Beschluss über das weitere Vorgehen gefasst, berichtete die Zeitung "Times of Israel". In den kommenden Tagen sollten weitere Gespräche geführt werden, meldete auch das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf einen israelischen Beamten.
Darüber hinaus blicken wir nach Washington, wo heute etwas Historisches passiert: Mit Donald Trump sitzt ab 16 Uhr (MESZ) erstmals in der Geschichte der USA ein früherer Präsident bei einem Strafprozess auf der Anklagebank. In dem Verfahren in Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an den Pornostar Stormy Daniels ist der 77-Jährige unter anderem wegen Fälschung von Geschäftsunterlagen angeklagt.
Diese Termine stehen heute außerdem auf der Agenda:
Zu einer geplanten Liberalisierung des Abtreibungsrechts stellt eine Expertenkommission um 9 Uhr in Berlin ihre Vorschläge an die Bundesregierung vor. Berichten zufolge wollen die Experten eine generelle Straffreiheit von Schwangerschaftsabbrüchen innerhalb der ersten zwölf Wochen empfehlen (siehe Eintrag von 07.04 Uhr).
Der Expertenrat für Klimafragen veröffentlicht um 10.15 Uhr seinen Prüfbericht zu den deutschen Treibhausgas-Emissionen für das vergangene Jahr.
Bundeskanzler Olaf Scholz setzt seine China-Reise in Shanghai fort.
Überschattet von internationalen Krisen und den anhaltend hohen Verbraucherpreisen beginnen der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank ihre jährliche Frühjahrstagung in Washington.
Mit der Auktion der TV-Rechte beginnt die wichtigste Aufgabe der Deutschen Fußball Liga. Innerhalb von zwei Wochen will die Bundesliga beim Wettbieten mehrere Milliarden erlösen.
Im Sommermärchen-Prozess vor dem Landgericht Frankfurt am Main wird um 10 Uhr Uli Hoeneß als Zeuge befragt.
Knapp sechs Wochen nach dem Schuldspruch gegen die US-Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed wegen fahrlässiger Tötung während Dreharbeiten für den Western-Film "Rust" soll heute Abend (MESZ) das Strafmaß verkündet werden.
Kommen Sie gut in die neue Woche. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie bis zum frühen Nachmittag durch den Tag. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Zug kracht in Auto - Autofahrer und Beifahrerin flüchtig
Ein Zug ist am späten Sonntagabend im Kreis Steinfurt mit einem auf den Gleisen festgefahrenen Auto kollidiert. Der Autofahrer und seine Beifahrerin flüchteten von der Unfallstelle in Ibbenbüren und werden gesucht, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand. Die beiden Insassen waren rechtzeitig ausgestiegen, bevor der Zug ihr festgefahrenes Auto erfasste und zu Schrott fuhr. Auch an Zug und Bahnanlage gebe es "nicht unerhebliche Schäden", teilte die Polizei mit. Die Bahnstrecke zwischen Osnabrück und Rheine wurde für mehrere Stunden gesperrt. Für die Zugpassagiere wurde ein Ersatzverkehr bereitgestellt.
CDU-Vize: Abtreibungen sollten strafbar bleiben
Die Strafbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen und der damit verbundene Paragraf 218 sorgen immer wieder für Diskussionen. Die Ampel-Regierung hat gemäß einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag vor gut einem Jahr eine unabhängige Kommission damit beauftragt, die Frage zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen Abtreibungen künftig straffrei sein könnten. An diesem Montag will die Kommission die Ergebnisse in Berlin vorstellen. Bereits vorab wurde bekannt, dass die Experten der Bundesregierung nahelegen, Schwangerschaftsabbrüche in der Frühphase der Schwangerschaft künftig nicht mehr unter Strafe zu stellen. Die bislang bestehende Pflicht für Schwangere, sich vor einem Abbruch beraten zu lassen, stellen sie infrage.
Silvia Breher geht das zu weit. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende warnt vor einer künftigen Regelung außerhalb des Strafrechts. "Das Strafgesetzbuch ist der richtige Ort, um dieses sensible Thema zu regeln. Es geht hier schließlich um den Schutz des ungeborenen Lebens und seiner grundgesetzlich verankerten Menschenwürde." Es gebe "weder neue wissenschaftliche oder medizinische Erkenntnisse noch europa- oder völkerrechtliche Verpflichtungen", die eine Neuregelung in dieser strittigen Frage erforderten, argumentierte sie weiter. Das bisherige Abtreibungsrecht sei ein "gut austarierter Kompromiss", der "sowohl die reproduktive Selbstbestimmung der Frau als auch den Schutz des ungeborenen Lebens angemessen wahrt".
In diesen Bundesländern startet heute der Blitzermarathon
Autofahrerinnen und Autofahrer mit einem Hang zum Rasen aufgepasst: Ab heute beginnt der Blitzermarathon. Aber in diesem Jahr gleicht Deutschland dabei einem Flickenteppich. Nur fünf Bundesländer beteiligen sich sowohl an der heute beginnenden Aktionswoche gegen überhöhte Geschwindigkeit als auch am Schwerpunkttag an diesem Freitag mit besonders intensiven Kontrollen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Innenbehörden und Landespolizeien. Sechs weitere Bundesländer nehmen nur an einer der beiden Aktionen teil, fünf an keiner der beiden.
Konkret verzichten Berlin, Bremen, Niedersachsen, das Saarland und Sachsen auf eine Teilnahme. Thüringen, Bayern und Brandenburg beteiligen sich nur am Blitzermarathon am 19. April, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein nur an der sogenannten Speedweek ohne Höhepunkt am Freitag - wobei man in Mecklenburg-Vorpommern sogar einen ganzen Aktionsmonat veranstaltet. Das volle Programm fahren nur Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Hessen, Hamburg und Baden-Württemberg.
FDP will bei Bundestagswahl "zehn Prozent plus X" holen
Laut dem aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer würde die FDP gerade so die Fünf-Prozent-Marke knacken und damit, wenn an diesem Sonntag gewählt würde, in den Bundestag einziehen. Bis zu der tatsächlich planmäßig im Jahr 2025 anstehenden Parlamentswahl will sich die Partei nach eigenem Bekunden aus diesem Umfragetief herausarbeiten. "Das Ziel der Freien Demokraten muss sein, wie bei den letzten zwei Wahlen, zweistellig zu sein", sagte der Chef der FDP im Bundestag, Christian Dürr, der "Bild"-Zeitung. Für die Bundestagswahl 2025 heiße das "zehn Prozent plus X".
Dürr sagte, es sei immer mal so gewesen, dass die Partei schwierigere Umfragewerte hatte. "Und am Ende haben die Wähler sich schon daran erinnert, wofür die FDP steht." Manche Position der FDP habe zuletzt auch in der Koalition mit SPD und Grünen zu Streit geführt. "Aber mir ist am Ende lieber, dass es auch mal eine Debatte gibt, die vielleicht ein wenig härter ist, wenn dann die richtigen Entscheidungen getroffen werden."
Ministerium: Rund 244.000 Rentner müssen keine Steuern mehr zahlen
Gute Nachricht am Morgen: Rund 244.000 Rentnerinnen und Rentner müssen in diesem Jahr keine Steuern mehr zahlen, weil sie von der Erhöhung des Grundfreibetrags profitieren. Das teilte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums auf Anfrage mit, zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Zugleich kämen aber auch 114.000 Rentnerinnen und Rentner wegen der im Juli anstehenden Rentenerhöhung neu als Steuerpflichtige hinzu. "Zusammen genommen würden somit 2024 rund 6,3 Millionen Menschen in der Kategorie 'Steuerpflichtige mit Renteneinkünften' verbleiben", führte der Sprecher aus. Insgesamt gibt es rund 21 Millionen Rentner in Deutschland.
Der Grundfreibetrag gilt für alle Steuerpflichtigen und bezeichnet das Jahreseinkommen, bis zu dem keine Steuer gezahlt werden muss. Er war zum Ausgleich der Inflation zum Jahreswechsel um 696 Euro auf 11.604 Euro erhöht worden.