Montag, 30. September 2019Der Tag

mit Franziska Türk
22:30 Uhr

Das war Montag, der 30. September 2019

So politisch turbulent die vergangene Woche auch war, so gemächlich läuft die neue Woche an. In Österreich macht sich Wahlsieger Sebastian Kurz zwar auf die Suche nach Koalitionspartnern, mit einem schnellen Durchbruch rechnet er aber nicht. Auch in Brüssel geht es nicht voran: Erneut werden zwei Bewerber für Ursula von der Leyens EU-Kommission blockiert. In Braunschweig beginnt der Mammutprozess gegen Volkswagen mit einer Musterfeststellungsklage - doch auch hier müssen sich Kunden wohl noch eine ganze Weile gedulden, bis es zu einer Einschätzung ihrer Chancen auf Schadensersatz kommt.

Ein weiterer vielbeachteter Prozess startete in Chemnitz. Die Terrorzelle "Revolution Chemnitz" soll einen politischen Umsturz und Angriffe auf Flüchtlinge und Andersdenkende geplant haben. Ungemütlich wird es derweil für die Regierungschefs in Großbritannien und den USA: Der englische Premier Boris Johnson wird von angeblichen Affären eingeholt. Und in den USA kündigt der anonyme Whistleblower an, gegen US-Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre aussagen zu wollen. Gute Nachrichten dagegen aus Katar: Gesa Felicitas Krause holt bei der Leichtathletik-WM die erste deutsche Medaille über 3000 m Hindernis. Diskutiert wird aber auch über die Kameras in den Startblöcken der Läuferinnen. Mein Kollege sagt: Die WM-Voyeur-Kameras müssen weg! Damit verabschiede ich mich und wünsche eine angenehme Nacht - bis morgen!

21:59 Uhr

Shakira trauert um ihren Songwriter

Er arbeitete mit Größen der US-Musikwelt wie Shakira, Pink oder Christina Aguliera zusammen. Jetzt ist Produzent und Songschreiber Busbee ist im Alter von 43 Jahren gestorben. Die genaue Todesursache von Busbee, der mit richtigem Namen Michael James Ryan hieß, ist nicht bekannt. Die "Variety" berichtet jedoch, dass bei Busbee im Sommer eine besonders aggressive Art eines Hirntumors diagnostiziert worden sei.

Stars wie Shakira nehmen nun in den sozialen Medien Abschied von ihrem Weggefährten. Mit Busbee sei ein "unheimliches Talent und eine einzigartige Seele" fortgegangen, twitterte Shakira. "Du hast uns früh verlassen, aber deine Musik und Leidenschaft werden wir für immer schätzen."

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21:27 Uhr

Ex-Bahnmitarbeiter wegen Sex-Angriffen vor Gericht

Ein früherer leitender Mitarbeiter der Deutschen Bahn muss sich wegen mutmaßlichen Sexualstraftaten gegen vier Mitarbeiterinnen vor einem Berliner Gericht verantworten. Er soll zwischen 2002 und 2016 seine Machtposition als Vorgesetzter ausgenutzt und sie sexuell belästigt, genötigt und vergewaltigt haben. Zwei der Frauen soll er in deren Büros eingesperrt und angegiffen haben. Die beiden anderen lockte er laut Anklage unter einem dienstlichen Vorwand in sein Büro und belästigte sie. Der 55-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

20:58 Uhr

Maaßen wechselt in Anwaltskanzlei

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Maaßen war bis November 2018 Präsident Verfassungsschutzes. Er geriet in Kritik, nachdem er bezweifelte, dass es nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz zu "Hetzjagden" auf Ausländer gekommen war.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der umstrittene frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen arbeitet künftig für die Kölner Kanzlei des Medienanwalts Ralf Höcker. Maaßen wechsele zum 1. Oktober ins Managing Board der Kanzlei, teilte diese auf ihrer Website mit. Zu den Mandanten der Kanzlei gehören demnach Politiker sämtlicher im Bundestag vertretenen Parteien. Maaßen werde jedoch auf eigenen Wunsch nicht persönlich befasst sein mit Mandaten der Linken, der Grünen, der AfD oder von Beobachtungsobjekten des Verfassungsschutzes, heißt es auf der Webseite.

Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" zählen zu den Mandanten der Kanzlei unter anderem Jörg Kachelmann, der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Heidi Klum. Zudem habe Höckers Kanzlei die AfD gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz vertreten. Höcker ließ dem Bundesamt demnach untersagen, weiter öffentliche Erklärungen darüber abzugeben, dass die AfD vom Verfassungsschutz als Prüffall eingestuft werde.

20:31 Uhr

Metallstücke in Rewe-Röstzwiebeln - Rückruf

Und noch ein Rückruf: Wegen möglicher Metallstücke ruft der niederländische Röstzwiebeln-Hersteller Top Taste das Produkt "Rewe Beste Wahl Röstzwiebeln" zurück. Betroffen sei die 150-Gramm-Dose mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 14.07. 2020, teilte der Großhändler Walke Trade & Consult mit. Vom Verzehr werde dringend abgeraten. Käufer der Röstzwiebel-Dose können betroffene Produkte auch ohne Vorlage des Kassenbons in jeder Rewe-Filiale zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet.

19:49 Uhr

Trickbetrügeranruf: Seniorin bringt Geld zur echten Polizei

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Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben und behaupten, das Geld der angerufenen Senioren sei in Gefahr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach einem Anruf von Trickbetrügern, die sich als Polizisten ausgaben, hat eine 76-Jährige in Niedersachsen Geld zu einer echten Polizeiwache gebracht. Die Frau habe es von der Bank abgehoben, sich dann aber nicht mehr an Details der Absprache mit den Betrügern erinnern können, teilten die Beamten in Diepholz mit. Die Frau habe es daher auf der Wache abgeben wollen.

Dort erklärten die Beamten der 76-Jährigen den Fall und sorgten bei dieser damit "für Erleichterung". Demnach war es in den vergangenen Tagen in der Region vermehrt zu Anrufen von falschen Polizisten bei älteren Menschen gekommen.

19:21 Uhr

Erstickungsgefahr: Ikea ruft Lätzchen zurück

Ikea hat ein Modell seiner Lätzchen für Kleinkinder zurückgerufen. Der schwedische Möbelriese bat seine Kunden, das Produkt vom Typ "Matvrå" in eines der Einrichtungshäuser zurückzubringen, sofern es sich um den Zweierpack in den Farben Rot und Blau handele. Wenn ein Kind an dem Lätzchen ziehe, könne sich ein Knöpfchen lösen und damit eine Erstickungsgefahrquelle darstellen, teilte der Konzern mit.

Der Rückruf sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, der Kaufpreis werde komplett zurückerstattet. Die Lätzchen in Grün und Gelb seien sicher im Gebrauch, da sie aus einem anderen Material hergestellt worden seien und ein anderes Design hätten.

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18:53 Uhr

Das ist der deutsche Titel des neuen Bond-Films

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Nimmt Abschied von James Bond, hat offenbar aber nicht vor zu sterben: Daniel Craig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ich geb's zu: Ich habe nie länger als fünf Minuten in irgendeinen James-Bond-Film reingeschaut und habe auch nicht vor, das zu ändern. Weil ich aber weiß, dass die Begeisterung für 007 bei vielen anderen ungleich höher ist, möchte ich Ihnen den neuen Filmtitel natürlich nicht vorenthalten. Der 25. James-Bond-Film wird in Deutschland unter dem Titel "Keine Zeit zu sterben" in die Kinos kommen. Das teilte Universal Pictures Germany mit. Der Originaltitel lautet "No Time to Die".

Der Film soll am 2. April 2020 in den deutschen Kinos starten - zum letzten Mal ist dann Daniel Craig in der Rolle des 007 zu sehen. Die Dreharbeiten für den Agententhriller, in dem auch Oscar-Gewinner Rami Malek, Lashana Lynch und erneut Léa Seydoux mitspielen, laufen seit Monaten.

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17:50 Uhr

Rufnummernmitnahme soll deutlich billiger werden

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Die "Portierungsentgelte" werden von den Mobilfunkanbietern normalerweise an den Endkunden weitergereicht.

(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Da hat man endlich seine Handynummer auswendig gelernt, und dann wechselt man den Mobilfunkanbieter. Bei einem solchen Wechsel die alte Telefonnummer zu behalten, kann ganz schön teuer werden. Das soll sich nun aber ändern: Die Bundesnetzagentur kündigte an, sie werde die von Deutscher Telekom, Vodafone und Co den Kunden dafür in Rechnung gestellten Entgelte einer Überprüfung unterziehen. Es seien "deutliche Absenkungen zu erwarten".

Zuvor hatte die Bundesnetzagentur die sogenannten "Portierungsentgelte", die Vodafone den anderen Mobilfunkanbietern für die Mitnahme einer Mobilfunknummer bislang in Rechnung stellt, überprüft und für unwirksam erklärt. Die Behörde ordnete gestützt auf einen europäischen Preisvergleich ein Absenkung des Entgelts auf 3,58 Euro netto an. Bislang zahlen viele Kunden rund 25 Euro, wenn sie ihre Nummer auf einen neuen Provider umziehen wollen.

17:27 Uhr

Oliver Pocher hat sich verlobt

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Verliebt und nun auch verlobt: Amira Aly und Oliver Pocher.

(Foto: picture alliance/dpa)

Kurz vor der Geburt des gemeinsamen Kindes hat Comedian Oliver Pocher Nägel mit Köpfen gemacht und sich mit Freundin Amira Aly verlobt. Als das Paar gemeinsam auf dem Oktoberfest-Renntag in Langenhagen erschien, hatte Aly eine Ring mit riesigem Stein am Finger - und der Veranstalter kündigte dann auch "Oliver Pocher und seine Verlobte" an. Letztere sagte der "Bild", dass sie beim Anblick des Rings zuerst dachte, "er wäre aus dem Kaugummi-Automaten". Für ein "Ja" hat es offensichtlich trotzdem gereicht.

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17:07 Uhr

Ministerium sieht keine Häufung von Fehlbildungen in NRW

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Im Jahr 2017 kam es bei einer von 2260 Geburten in Nordrhein-Westfalen zu einer Fehlbildung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor wenigen Wochen machten Berichte über mehrere Neugeborene mit Hand-Fehlbildungen in einer Gelsenkirchener Klinik die Runde. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium fragte daraufhin alle Kliniken im Land ab - und kam nun zu dem Ergebnis, dass bei Arm- und Handfehlbildungen Neugeborener in den vergangenen Jahren "keine offensichtlichen Trends und regionalen Häufungen erkennbar" sind. Die Behörde hatte in allen rund 140 Geburtskliniken des Bundeslandes nach Fehlbildungen in den Jahren 2017, 2018 und 2019 gefragt.  "Für die Jahre 2017, 2018, 2019 wurden mit Stand vom 27. September 2019 insgesamt 72, 64 beziehungsweise 61 Fehlbildungen der oberen Extremitäten in Nordrhein-Westfalen gemeldet", heißt es.

16:27 Uhr

Trump bringt Verhaftung von US-Demokrat ins Spiel

Die Ukraine-Affäre setzt US-Präsident Donald Trump unter Druck - und zwar so sehr, dass er nun sogar die Verhaftung des US-Demokraten Adam Schiff ins Spiel bringt, der den Vorsitz des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses innehat. Schiff habe das brisante Telefonat Trumps mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj falsch dargestellt, twitterte Trump und schrieb dazu "Festnahme wegen Landesverrats?"

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Ein Gesprächsprotokoll des Telefonats mit Selenskyj zeigt, dass Trump seinen ukrainischen Amtskollegen zu Ermittlungen ermunterte, die seinem Rivalen Joe Biden schaden könnten. Dabei geht es um frühere Geschäfte von Bidens Sohn Hunter in der Ukraine und angebliche Bemühungen Bidens, ihn vor der ukrainischen Justiz zu schützen. Die Identität des Whistleblowers ist nicht bekannt.

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15:48 Uhr

Chemische Reaktion: Häftling schweißt Gitterstäbe durch

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Mario K. hatte eine Millionärsfamilie überfallen und deren Personenschützer verletzt. Außerdem entführte er einen weiteren Geschäftsmann.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eben habe ich Ihnen von dem Häftling aus China berichtet, der nach 17 Jahren auf der Flucht von der Polizei geschnappt wurde. Von ihm hätte sich ein anderer Häftling aus Berlin vielleicht ein paar Tipps holen müssen: Sein Ausbruchsversuch aus der Justizvollzugsanstalt Tegel scheiterte - war aber dennoch äußerst spektakulär. Der wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte "Maskenmann" Mario K. schaffte es, die Gitterstäbe seiner Zelle mit Hilfe einer chemischen Reaktion durchzuschweißen.

Bei der angewandten Thermitreaktion werden die extrem hohen Temperaturen ausgenutzt, die entstehen, wenn Eisenoxid- und Aluminiumpulver gemeinsam entzündet werden. Die Hitze reicht sogar aus, um Metalle zu schmelzen - und Gefängnisgitterstäbe. Trotzdem fällt der Fluchtversuch eher in die Kategorie gut gedacht, schlecht gemacht: Aus seiner Zelle entkam der chemieaffine Häftling zwar, zwischen ihm und der Freiheit standen allerdings noch ein mit Alarmanlagen gesicherter Zaun und eine Mauer.

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15:18 Uhr

Polizei schnappt Gefängnis-Ausbrecher nach 17 Jahren

Jahrelang versteckt sich Song Jiang vor der Polizei. Dann, 17 Jahre nach seinem Ausbruch aus einem Gefängnis in China, wird er doch geschnappt - in einer winzigen Höhle in den Bergen der südwestchinesischen Provinz Yunnan. Die Polizei hatte das Gebiet mit einer Drohne abgeflogen und war stutzig geworden, als sie zwei blaue Punkte im Wald entdeckte. Und das zurecht, wie Bilder auf dem WeChat-Account der Polizei zeigen: Denn bei den blauen Punkten handelte es sich um zwei Stahldächer, die zum Lager des gesuchten Verbrechers gehörten.

Der mittlerweile 63-Jährige hauste demnach in einer nur zwei Quadratmeter großen Höhle. Bei seiner Festnahme war er nach all den Jahren in der Isolation kaum mehr in der Lage, sich zu verständigen. Er war seinerzeit wegen Menschenhandel verurteilt worden, weil er Frauen und Kinder entführt und verkauft hatte.

14:50 Uhr

Klöckner will Nutri-Score als Nährwert-Logo

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Dieses Logo könnte uns beim Einkauf im Supermarkt künftig häufiger begegnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zucker, Fett und Salz sollen auf Lebensmitteln künftig besser gekennzeichnet werden - so sollen sich Verbraucher gesünder ernähren können. Mein Kollege hat Sie heute Morgen schon gefragt, welches Logo Sie zu diesem Zweck für am sinnvollsten halten, und das Ergebnis ist eindeutig: 75 Prozent sprechen sich für den farbigen Nutri-Score aus, der auch in Frankreich verwendet wird. Der Nutri-Score bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe oder Proteine in eine Bewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an - in einer fünfstufigen Skala von "A" auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes "C" bis zu einem roten "E" für die ungünstigste.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner und die Befragten einer Umfrage im Auftrag des Ministeriums sind übrigens zum gleichen Schluss gekommen wie Sie. Auch Klöckner sprach sich deshalb für die künftige Verwendung des Nutri-Scores aus. Sie will nun eine Verordnung vorlegen, die den Rechtsrahmen für eine freiwillige Verwendung des Logos auf der Vorderseite vieler Verpackungen schafft.

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14:27 Uhr

China verstärkt Truppenpräsenz in Hongkong

China hat Tausende zusätzliche Einsatzkräfte nach Hongkong verlegt und damit seine militärische Präsenz in der Sonderverwaltungszone offenbar mehr als verdoppelt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Bei einer von chinesischen Staatsmedien im August als Rotation ausgewiesenen Truppenentsendung habe es sich in Wirklichkeit um eine Verstärkung gehandelt, sagten mehrere asiatische und westliche Gesandte.

Drei von ihnen schätzten, dass mittlerweile zwischen 10.000 und 12.000 chinesische Militärangehörige in Hongkong stationiert seien. In den Monaten vor der Verstärkung seien es 3000 bis 5000 gewesen. Es sei davon auszugehen, dass sich derzeit so viele aktive Mitglieder der Volksbefreiungsarmee und anderer Sicherheitskräfte in Hongkong befinden wie nie zuvor.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Michael Bauer kämpft sich durch den Sturm in den Feierabend. Was so los ist in der Welt erfahren Sie natürlich weiterhin hier im "Tag" - und zwar von mir, Franziska Türk. Bei Fragen oder Anregungen: franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Haben Sie einen schönen Nachmittag!

13:54 Uhr

Kult-Elefant Ben Long ist tot

Seit Wochen wurde der kleine Elefantenbulle Ben Long im Leipziger Zoo wegen kritischer Leberwerte medizinisch betreut. Nun mussten die Pfleger seinem Leiden ein Ende setzen, wie der Zoo auf seiner Internetseite schreibt. Ben Long sei zunehmend schwächer geworden "und konnte heute früh trotz medizinischer Unterstützung sowie Hilfe durch seine Ziehmutter Don Chung und die Pfleger nicht mehr aufstehen".

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Ben Long wurde nur acht Monate alt.

(Foto: dpa)

"Unsere Mittel waren angesichts der Laborwerte begrenzt, aber wir haben alles Erdenkliche getan, um ihn zu stabilisieren und haben bis zum Schluss gehofft, dass er es schafft. Diese unsagbar schwere Entscheidung heute Vormittag war unumgänglich. Wir mussten Bền Lòng erlösen", sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold traurig.

13:27 Uhr

Ivanka Trump erntet Spott für "Star Wars"-Tweet

Auf den ersten Blick wirkt es wie ein ganz normales Familienfoto: Präsidententochter Ivanka Trump, ihr Mann Jared Kushner und die gemeinsamen Kinder haben sich offenbar im Wohnzimmer aufgestellt und posieren für die Kamera. Eines ihrer Kinder ist dabei als Sturmtruppler verkleidet. Den Twitter-Post umschreibt Ivanka mit der "Star Wars"-Anspielung: " The Force is strong in my family". ("Die Macht ist stark in unserer Familie").

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Der Witz kommt allerdings nicht wirklich gut an. Die Journalistin Miranda Yaver kommentierte darunter, dass die Sturmtruppler zu den Bösen in der Weltraum-Saga gehören. Und auch Luke Skywalker ließ sich einen Seitenhieb nicht nehmen. Schauspieler Mark Hamill schrieb unter das Foto, Ivanka hätte statt "Force" das Wort "Fraud" benutzen müssen, was übersetzt Betrüger heißt.

13:04 Uhr

Bundesagentur für Arbeit warnt vor Mindestlohnanstieg auf 12 Euro

"Ich habe aber Zweifel, ob die Wirtschaft in einigen Branchen und Regionen es verkraften könnte, wenn die Lohnuntergrenze auf einen Schlag von 9,19 Euro auf 12 Euro angehoben würde", sagt der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. Aus seiner Sicht könne der Mindestlohn aber schneller steigen als in den bisherigen Trippelschritten.

Besonders innerhalb der SPD und von den Gewerkschaften gibt es Forderungen, den Mindestlohn kräftig anzuheben.

12:37 Uhr

Krötengift wird zu New Yorker Szenedroge

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Die Coloradokröte.

(Foto: imago/imagebroker)

Wenn Pilze oder Mescalin New Yorker Hipstern zu langweilig werden, dann greifen sie zur Kröte. Über eine Wasserpfeife wird tatsächlich Gift inhaliert, das aus Coloradokröten gewonnen wird. Die Trips sind nur kurz, dafür stark und setzen sofort ein. Es versetzt Benutzer in einen unbeweglichen und ahnungslosen Zustand und kann nach Ansicht von Arzneimittelforschern und Anwendern extreme emotionale Reaktionen wie Euphorie auslösen. "Es ist keine Freizeitdroge", sagte Alan K. Davis, klinischer Psychologe an der Johns Hopkins University in Baltimore der "New York Times". Es sei eine so intensive Erfahrung, dass es in den meisten Fällen nicht sicher sei, sie auf einer Party zu nehmen.

Die giftige Flüssigkeit wird der Kröte extrahiert, indem die Giftdrüsen "gemolken" und anschließend zu einer Paste getrocknet werden. New Yorker Hipster heuern sogar Schamanen an, die Zeremonien mit der Droge durchführen - die Kosten belaufen sich auf mehrere Hundert Dollar.

In diesem Sinne:

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12:06 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:57 Uhr

Sportgeschäft in Fußgängerzone zeigt ungewollt Pornos

In der Fußgängerzone von Neuseelands größter Stadt Auckland hat ein Sportgeschäft am Wochenende ungewollt stundenlang Pornos gezeigt. Die Sex-Szenen waren eine ganze Nacht lang auf großen Bildschirmen über dem Eingang zu sehen. Die Vorführung wurde erst gestoppt, als die ersten Angestellten zur Arbeit kamen.

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Auckland bei Nacht: Passanten staunten über die ungewöhnliche Videowerbung des Sportladens.

(Foto: imago/Danita Delimont)

Vermutet wird, dass sich jemand durch einen Hacker-Angriff Zugang zum internen Videosystem verschafft und die Bilder aufgespielt hat. Der japanische Sportartikel-Hersteller Asics, dem das Geschäft gehört, entschuldigte sich. Der Geschäftsführer des Ladens sagte der Zeitung, er sei "zu 100 Prozent sicher", dass die Pornos von keinem seiner Mitarbeiter kämen. Die Firma schaltete auch die Polizei ein.

11:50 Uhr

Bahnverkehr steht still: "Jetzt nochmal alle auf Toilette"

Der Bahnverkehr im Norden kommt durch das Sturmtief "Mortimer" zum Erliegen. Was an Bord der Züge passiert, schildert unsere Kollegin Clara Pfeffer, die auf dem Weg von Berlin nach Braunschweig mit einem ICE liegengeblieben ist. "Es folgte eine Durchsage, dass wir jetzt noch circa 40 Minuten Strom und Wasser haben. Deswegen sollten noch einmal alle zur Toilette gehen", berichtet die n-tv Reporterin.

Gegen 10.15 Uhr wurde der ICE schließlich evakuiert - fast drei Stunden, nachdem der Zug zum Halten kam. "Es ist alles ruhig gelaufen", beschreibt sie den Ablauf. Über eine Autobahnbrücke und Busse wurden die Insassen zum Wolfsburger Hauptbahnhof transportiert. Die Evakuierung hat sie für uns in Bildern festgehalten:

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(Foto: Clara Pfeffer)

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(Foto: Clara Pfeffer)

11:26 Uhr

Münchner SPD-Fraktionschef wechselt zur CSU

Knapp sechs Monate vor den Kommunalwahlen muss die krisengeschüttelte SPD in München einen herben Verlust hinnehmen. Ihr Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, Alexander Reissl, wechselt zur CSU. Das gab er überraschend in der Landeshauptstadt bekannt. Der ehemalige Sparkassen-Angestellte ist seit 1996 im Stadtrat und sitzt unter anderem im Aufsichtsrat der Stadtwerke München und des Städtischen Klinikums.

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Ist dem Narrentum verfallen: Alexander Reissl.

(Foto: imago/Lindenthaler)

10:45 Uhr

De Niro wettert gegen Trump und gibt Fox News das F-Wort

Schauspiellegende Robert De Niro ist kein Fan von Donald Trump. Das hatte der 76-Jährige jüngst in einer Rede bei den Tony Awards offenbahrt. Im Interview mit dem Sender CNN legte er noch einmal nach. Die Entscheidung der Demokraten, eine Amtsenthebung voranzutreiben, sei der einzige Weg, Trump endlich aus dem Weißen Haus zu bekommen. Den US-Präsidenten bezeichnete er als "verrückt" und die bisherige Amtszeit sei schlimmer als befürchtet.

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"Wir sind in einem Moment in unserem Leben, in diesem Land, wo dieser Typ sich wie ein Gangster verhält", sagte De Niro. "Wir sagen immer wieder: Das ist schrecklich, wir sind in einer schrecklichen Situation, wir sind in einer schrecklichen Situation. Doch dieser Typ macht einfach weiter und weiter und weiter, ohne gestoppt zu werden." Sein Unmut über Trump brachte De Niro in der Vergangenheit Kritik von Fox News ein - dem Haus- und Hofsender des Präsidenten. Darauf angesprochen antwortet der Schauspieler schmallippig mit einem zweimaligen "F*** 'em" - was im Deutschen soviel wie "Scheiß auf sie" bedeutet.

10:19 Uhr

Boris Johnson soll Journalistin begrapscht haben

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Boris Johnson

(Foto: picture alliance/dpa)

Dem englischen Premierminister Boris Johnson steht neuer Ärger ins Haus. Eine Journalistin wirft ihm vor, sie begrapscht zu haben. Auf Twitter schrieb Charlotte Edwardes von der "Sunday-Times": "Wenn sich der Premierminister nicht an den Vorfall erinnern kann, dann habe ich eindeutig ein besseres Gedächtnis als er".

Bei einem gemeinsamen Mittagessen vor rund 20 Jahren soll Johnson sie "weit oben" an die Innenseite des Oberschenkels gefasst haben. Ein Regierungssprecher hatte den Vorwurf zuvor als "unwahr" zurückgewiesen.

Dazu belastet Johnson eine Affäre mit Jennifer Arcuri. Er soll das Unternehmen der US-Geschäftsfrau in seiner Zeit als Londoner Bürgermeister mit Fördergeldern versorgt haben. Das würde einen mutmaßlichen Amtsmissbrauch und die mögliche Veruntreuung von Steuergeldern darstellen. Bewiesen ist der Fall bislang nicht.

09:44 Uhr

VW soll auch bei Automatikgetrieben getrickst haben

Gut vier Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals beginnt heute ein Mammutprozess zwischen klagenden Kunden und dem Volkswagen-Konzern. Einem Medienbericht zufolge hat VW offenbar in größerem Stil auch an den Automatikgetrieben seiner Fahrzeuge manipuliert, um die Abgase und Verbrauchswerte auf dem Teststand künstlich niedrig zu halten.

Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Aussagen von Beschuldigten im Dieselskandal gegenüber den Staatsanwaltschaften Braunschweig und München sowie interne Unterlagen des Unternehmens. Betroffen sind laut "Handelsblatt" zahlreiche Modelle des Konzerns, darunter Tiguan, Passat sowie Touareg, aber auch Audi-Modelle.

09:10 Uhr

China verschenkt 620.000 Flachbildfernseher wegen Militärparade

China feiert am 1. Oktober den 70. Jahrestag der Gründung seiner Republik. Dafür wird in einer großer Militärparade Stärke demonstriert. Die fortschrittlichsten Raketen, Drohnen und anderen Waffen sollen der Welt und dem eigenen Volk präsentiert werden. Aber was nützt eine massive Machtdemonstration, wenn nicht jeder sie sieht?

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620.000 chinesische Haushalte dürfen sich über ein neues TV-Gerät freuen.

(Foto: imago stock&people)

Daher verschenkt die kommunistische Partei 620.000 TV-Geräte an ärmere Haushalte. Die 32 Zoll großen Flachbildfernseher kommen natürlich von einer einheimischen Marke, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. An die Bevölkerung übermittelt wurde diese Information entsprechend über chinesische Radiosender und Tageszeitungen.

09:06 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:53 Uhr

Umfrage: Wie sollen "Dickmacher" gekennzeichnet werden?

Seit Jahren wird über eine Kennzeichnung diskutiert, die Verbrauchern bei einer gesünderen Ernährung helfen soll. Ernährungsministerin Julia Klöckner stellt heute in einer Umfrage vor, welches Nährwert-Logo künftig über den Gehalt an Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln aufklären soll.

  • Am bekanntesten ist der französische Nutri-Score. Er bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz und gibt dann einen einzigen Wert an - in einer Skala von Grün bis Rot.
  • Das MRI-Modell zeigt in Waben die genauen Nährwerte an, die Lebensmittel enthalten. Das BLL-Modell versucht es auf gleiche Weise, nur mit Kuchendiagrammen.
  • Vierter Kandidat ist das "Keyhole"-Logo aus Skandinavien mit weißem Schlüsselloch auf grünem Grund nur für gesündere Produkte.

Wir wollen von Ihnen wissen, welches Modell Sie bevorzugen würden:

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08:25 Uhr

Ein Berliner Sehnsuchtsort wird 50

Wussten Sie, dass … eine der berühmtesten deutschen Uhren heute vor 50 Jahren mitten in Berlin eingeweiht worden ist? Am 30. September 1969 wurde die Weltzeituhr für die Öffentlichkeit auf dem Alexanderplatz hergerichtet, Grund war der unmittelbar bevorstehende 20. Jahrestag der DDR-Gründung

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Schnell entwickelte sich das Werk des Industriedesigners Erich John zum beliebten Treffpunkt im Zentrum von Ost-Berlin - und für viele zum Sehnsuchtsort, denn im Gegensatz zur sozialistischen Hauptstadt war die Zeit grenzenlos, ebenso wie die über der Uhr kreisenden Planeten. Auch heute bietet die Weltzeituhr immer noch zeitliche und räumliche Orientierung und steht seit vier Jahren unter Denkmalschutz. Deshalb bleibt im Innern alles beim Alten: Der Stundenring läuft dank eines Trabi-Getriebes.

Das passierte außerdem am 30. September:

  • Vor 9 Jahren eskaliert in Stuttgart eine Schülerdemonstration gegen das Bauprojekt "Stuttgart 21" und mündet in einem massiven Polizeieinsatz.
  • Vor 30 Jahren verkündet Außenminister Hans-Dietrich Genscher vom Balkon der BRD-Botschaft in Prag die Ausreiseerlaubnis für rund 6000 DDR-Flüchtlinge.
  • Vor 228 Jahren wird in Wien "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart uraufgeführt.
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Buon compleanno!

(Foto: imago images / Italy Photo Press)

Wir gratulieren … Monica Bellucci, Kopfverdreherin zahlreicher Männer, zum 55. Geburtstag. Sie hat Maria Magdalena und eine Braut von Dracula gespielt. Und weil sie es kann, schlüpfte die zweifache Mutter mit zarten 50 Lenzen auch einmal in die Rolle des Bond-Girls ("Spectre"). Jura hat die verführerische Italienerin auch noch studiert. Mamma mia! Was kommt denn da als Nächstes?

  • Bata Illic, serbokroatischer Schlagerbarde ("Michaela"), zum 80. Geburtstag
  • Jean-Marie Lehn, französischer Chemie-Nobelpreisträger (1987), zum 80. Geburtstag
  • Max Verstappen, niederländischer Formel-1-Flitzer (Red Bull), zum 22. Geburtstag

In eigener Sache: "Riekes Rückspiegel" gibt's nun schon seit acht Wochen mit unterschiedlichen Geschichten - von der Erfindung der Thermos-Flasche bis zur Einführung des Emoticons. Uns interessiert, was Sie von dem Format halten. Stimmen Sie hier unten ab.

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08:21 Uhr

Bahn stellt weite Teile des Fernverkehrs im Norden ein

Die Deutsche Bahn hat ihren Fernverkehr in Norddeutschland wegen des Sturmtiefs "Mortimer" am Montagmorgen weitgehend eingestellt. Betroffen von der Sperrung ab etwa 08.00 Uhr waren die Strecken Hamburg - Berlin, Hamburg - Hannover, Bremen - Hannover, Hannover - Göttingen, Hannover - Wolfsburg und die Strecke Wolfsburg - Braunschweig - Hildesheim - Göttingen, wie die Deutsche Bahn via Twitter mitteilte. "Züge des Fernverkehrs werden zurückgehalten", hieß es. Im Regionalverkehr gab es zunächst keine größeren Behinderungen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:00 Uhr

Ricky Martin wird zum vierten Mal Vater

Die Familie von Ricky Martin und seinem Ehemann Jwan Yosef wächst weiter. Bei einer Veranstaltung in Washington verkündete der 47-Jährige, dass ein weiteres Kind unterwegs sei, wie in einem Twitter-Video des Events zu sehen ist. "Ich muss bekannt geben, dass wir Nachwuchs erwarten", sagte der Sänger und fügte vor den jubelnden Zuschauern hinzu: "Ich liebe große Familien."

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Erst Anfang August hatte der Musiker auf Instagram erstmals ein Bild von Lucia gezeigt. Martin hatte Ende Dezember 2018 die Geburt seiner Tochter bekannt gegeben. Im Januar 2018 hatte er bestätigt, dass er seinen Partner Jwan Yosef geheiratet habe. Die beiden lernten sich 2015 kennen und sind seit Anfang 2016 offiziell ein Paar. Die Zwillingssöhne Matteo und Valentino wurden von einer Leihmutter im Sommer 2008 zur Welt gebracht.

Mit Ricky Martin verbinde ich ja immer diesen Song:

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07:33 Uhr

Mindestens 19 Tote bei Fabrikbrand in China

Bei einem Brand in einer Fabrik in China sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer war am Sonntag in einer Fabrik des Unternehmens Ruiqi Daily Necessities in der ostchinesischen Provinz Zhejiang ausgebrochen, teilte die örtliche Regierung mit. Drei Menschen wurden verletzt. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein.

Das Unglück ereignete sich kurz vor dem 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China. In China kommt es immer wieder zu schweren Industrie-Unglücken. Sicherheitsvorschriften werden häufig nicht eingehalten.

07:11 Uhr

Vier Sträflinge brechen aus US-Gefängnis aus

In den USA sind vier Insassen des Gallia County Gefängnisses in Ohio geflohen. Sheriff Matt Champlin bestätigte in einer Erklärung, dass die vier Insassen zwei weibliche Sicherheitskräfte mit einer selbstgemachten Waffe überwältigt haben und weiter auf der Flucht sind.

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Brynn Martin, Christopher Clemente, Troy McDaniel Jr. und Lawrence Lee III sind zurzeit auf der Flucht.

(Foto: AP)

Nach Angaben der Behörden hatte das Quartett bei der Flucht Hilfe durch eine Person von außen. Die vier Flüchtigen saßen wegen verschiedener Verbrechen im Gefängnis: Einbruch und Diebstahl, Drogenhandel sowie Identitätsbetrug und Körperverletzung. Alle gelten als extrem gefährlich.

06:57 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

Die Woche startet regnerisch und stürmisch. Bereits in der Nacht kam es regional zu Überschwemmungen, dabei sollten Sie sich heute aber auch vor dem Wind in Acht nehmen. Mit orkanartigen Böen ist vielerorts zu rechnen - und das auch noch zum Herbstferienbeginn in den Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz.

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"Wer mit wem?" heißt es in Österreich.

(Foto: imago images/photonews.at)

Das kommt heute nachrichtentechnisch auf uns zu:

  • Nach dem deutlichen Sieg der konservativen ÖVP unter Sebastian Kurz bei der Parlamentswahl in Österreich rückt die Frage möglicher Koalitionen in den Mittelpunkt. Rechnerisch kann der Ex-Kanzler ein Bündnis mit den erstarkten Grünen schmieden, aber auch mit der SPÖ oder erneut mit der rechten FPÖ.
  • Acht mutmaßliche Rechtsterroristen aus Chemnitz müssen sich vor der Staatsschutzkammer des Oberlandesgerichts Dresden verantworten. Der Generalbundesanwalt wirft ihnen vor, in einer Chat-Gruppe Anfang September 2018 unter dem Namen "Revolution Chemnitz" eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben.
  • Gut vier Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals beginnt in Braunschweig ein Mammutprozess zwischen klagenden Kunden und dem Volkswagen-Konzern. Dabei wird das neue Instrument der Musterfeststellungsklage angewandt, in diesem Fall ziehen Verbraucherschützer stellvertretend für einzelne Betroffene vor Gericht.
  • Der Parteitag der britischen Konservativen in Manchester droht auch am zweiten Tag, von Brexit und Vorwürfen gegen Regierungschef Boris Johnson überschattet zu werden. Wir beobachten natürlich die Entwicklung in Großbritannien.
  • Das Team der künftigen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen muss sich ab heute der ersten Bewährungsprobe stellen. Mit der Befragung des designierten EU-Kommissars Maros Sefcovic beginnen die Anhörungen in den zuständigen Ausschüssen des Europaparlaments.
  • Zum Abschluss der Generaldebatte der UN-Vollversammlung werden in New York unter anderem Reden von Vertretern Nordkoreas und Afghanistans erwartet.

Alle weiteren wichtigen und wissenswerten Meldungen liefert Ihnen "Der Tag" natürlich ebenfalls. Bei Fragen und Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.

 

06:31 Uhr

Tief "Mortimer" bringt stürmischen Wochenbeginn

Der September endet heute mit dem ersten Herbst-Sturmtief. "Mortimer" hat inzwischen die Ostsee erreicht und damit hat sein Hauptsturmfeld den Westen Deutschlands bereits überquert. Auf den Bergen zum Teil mit Orkanböen bis über 140 Stundenkilometer. 

Die heftigste Böe aus der vergangenen Nacht meldete die Wetterstation auf dem Feldberg im Schwarzwald mit 146 Kilometer pro Stunde. Aber auch einige Flachland-Stationen vermeldeten bereits Windspitzen um die 100 km/h oder etwas darüber. Das entspricht schweren Sturmböen bis orkanartigen Böden der Windstärke 10 oder 11.

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Die Regenjacke wird in dieser Woche ein Muss.

(Foto: imago images/Jan Eifert)

Am Vormittag müssen Sie sich vor allem von der Nordsee bis herunter in den Osten Bayerns sowie in der gesamten Osthälfte nochmals mit einer ähnlichen Größenordnung rechnen. Also Orkanböen auf den Bergen und Windspitzen bis um die 100 km/h im Flachland. Weiter westwärts haben Sie hingegen das Schlimmste in Sachen Sturm hinter sich. Und auch wettertechnisch bringt der Tag dem Westen und dem Süden eine rasche Entspannung. 

Der meiste Regen ist gefallen und im Tagesverlauf zeigt sich die Sonne immer häufiger, während es in der Nordosthälfte wolkig oder wechselhaft mit zahlreicheren Schauern und einzelnen Gewittern weitergeht.

Die Temperaturen: vom letzten Hauch des Spätsommers, der gestern im Südwesten noch bis um die 26 Grad brachte, ist nichts mehr übrig. Die Werte bringen es maximal noch auf 14 bis 16 Grad im Norden sowie im Bergland und auf 17 bis 20 Grad im großen Rest.

Die weiteren Aussichten: morgen gibt es bei den Temperaturen nochmals einen kleinen Peak nach oben bei bis zu 23 Grad im Süden. Zeitgleich zieht im übrigen Land aber schon Tief "Nils" mit Wind und teils ergiebigem Regen durch. Hier die Details hierzu sowie der Blick auf die Sturmdetails und den Trend zum langen Wochenende. Kommen Sie gut und sicher in und durch den Tag.

Ihr Björn Alexander

06:04 Uhr

Kassenpatienten steuern auf höhere Beiträge zu

Der Chef der Techniker Krankenkasse sieht langfristig auf Kassenpatienten unter Umständen höhere Beiträge zukommen. "Auch in der Krankenversicherung sind die richtig guten Jahre wohl vorbei", sagte Jens Baas dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die gesetzlichen Kassen müssten die Kosten der Reformen aus dieser und der vorangegangenen Wahlperiode verkraften, die sich auf 10 bis 15 Milliarden Euro jährlich summierten. "Bisher konnte das durch die gute Beschäftigungslage und die starke Zuwanderung aufgefangen werden. Aber darauf können wir uns langfristig nicht stützen", sagte Baas. "Bei sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben werden die Krankenkassen ihre heutigen Beitragssätze auf Dauer nicht halten können."

Mehr dazu lesen Sie hier.
05:47 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht