Panorama

Wetterwoche im Schnellcheck Erstes Sturmtief fegt über Deutschland

Das erste Sturmtief des Jahres bringt Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern in der Stunde - und könnte durchaus Schaden anrichten, warnt n-tv Meteorologe Björn Alexander. Auch sonst zeigt sich der Herbst von seiner ungemütlichen Seite.

Der Start in die neue Wetterwoche bringt uns das erste Sturmtief des noch jungen Herbstes 2019. Und gerade die frühen Stürme haben auch immer ein vergleichsweise hohes Schadenspotenzial: die Bäume sind noch stark belaubt und bieten dem Wind somit viel Angriffsfläche. Brisanter ist die Lage zudem durch die große Trockenheit. Viele Bäume sind abgestorben oder geschwächt, so dass es überproportional viel Windbruch geben könnte. In den Wäldern besteht somit Gefahr für Leib und Leben. Gleichzeitig sollten sich auch Bahnreisende über die aktuelle Lage informieren. Gerade im morgendlichen Berufs- und Fernverkehr könnte es nämlich ziemlich brenzlich werden. Einerseits durch umgestürzte Bäume, andererseits müssen Sie bei Sturmlagen auch immer damit rechnen, dass Strecken vorsichtshalber still gelegt werden. Hier die Details: 

Sturmlage zum Wochenbeginn

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Vor allem im Bergland und auf den Nordseeinseln wird es stürmisch.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Laufe der Nacht zum Montag weiten sich die Sturmböen mit Spitzen um 60 bis 80 km/h im Flachland bis zur Elbe hin aus. Im Bergland und auf den Nordseeinseln sind Böen um 100 km/h (Windstärke 10 bis 11), in Gipfellagen des Schwarzwaldes und auf dem Brocken im Harz 120 bis 140 km/h (Orkanböen) zu erwarten. Am frühen Morgen drohen besonders in Schleswig-Holstein und im östlichen Niedersachsen Spitzenböen von 90 bis 110 km/h (Windstärke 10 bis 11).

Am späteren Vormittag stürmt es von Mecklenburg-Vorpommern über Berlin und Brandenburg bis nach Sachsen am heftigsten. Hier sind vereinzelt ebenfalls Böen um die 100 km/h möglich - in den Gipfellagen von Harz und Erzgebirge auch Orkanböen jenseits von 120 km/h. Erst ab etwa 15 Uhr ist der Sturm auch im Osten durch. Neben dem Sturm gibt es aber natürlich auch noch "Wetter". Und das wird geprägt von vielen Wolken und reichlich Regen. Erst mit der Beruhigung von Westen her folgen wieder mehr sonnige Abschnitte. Die Temperaturen gehen allmählich zurück bei Höchstwerten zwischen 14 und 20 Grad.

Dienstag

Ein vorerst letztes Aufbäumen der eher spätsommerlichen Werte beschert dem Süden abseits des Nebels viel Sonne und bis zu 23 Grad. Derweil zeigen sich der Norden und der Westen verregnet bei windig kühlen Werten, die zum Teil nicht mehr als 11 Grad erreichen. 

Mittwoch  

Björn Alexander

Björn Alexander

Das Blatt wendet sich: Der Süden ist grau und nass, während sich der Westen wieder über deutlich mehr Sonne freuen darf. Ansonsten bleibt es wechselhaft und windig bei 9 bis 16 Grad. 

Donnerstag und Freitag

Nach einer frischen Nacht geht es tagsüber mit einem herbstlichen Sonne-Wolken-Mix und gelegentlichen Schauern bei 9 bis 15 Grad weiter. Insgesamt ist der Tag der Einheit somit durchaus ausflugstauglich, was ebenfalls auf den Freitag zutrifft, der etwas milder um die Ecke kommt.  

Am Wochenende

Tendenziell bleibt der Trend zur Milderung bestehen, zum Teil mit Spitzenwerten etwas über 20 Grad. Jedoch ist ein stabiles Hoch nach wie vor nicht in Sicht, so dass es eher durchwachsen weitergeht.  

Quelle: n-tv.de

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