In "geheimer Mission"? BKA-Polizist ohne Ticket im Zug erwischt
Kein Ticket dabei, aber einen Dienstausweis - damit kam ein Polizeibeamter des Bundeskriminalamts (BKA) bei einer Ticketkontrolle in einem ICE nicht durch. Die Staatsanwaltschaft Berlin klagt den Mann wegen versuchten Betrugs im besonders schweren Fall an. Das ist laut Staatsanwaltschaft in dem Zug passiert: Der 25-Jährige stieg mit großem Gepäck in Berlin in einen Zug in Richtung Basel. Dann soll er dem Zugführer seinen Dienstausweis gezeigt und diesem gesagt haben, dass er eine Observation mit einem Kollegen vornehme. Das machte den Bahnmitarbeiter jedoch skeptisch, der daraufhin den vermeintlichen Polizisten auf "geheimer Mission" observierte. Der Polizist beobachtete wohl niemanden um ihn herum, sondern schaute wohl vor allem aufs Handy. Auch der angekündigte Kollege tauchte nicht auf. Der Zugführer schilderte das Ganze der Bundespolizei, die dann ihren Kollegen am Bahnhof in Hannover traf. Dabei stellte sich heraus, dass der Beamte dienstlich nichts mit Überwachung zu tun hat und auch nicht im Dienst ist. Der Fahrpreis von knapp 70 Euro, den er nachzahlen musste, ist wohl jetzt das kleinste Problem für den Polizisten.
Kochunfall als Ursache? Inferno zerstört 1000 Häuser auf Borneo
In einem Küstenort im malaysischen Teil der Insel Borneo bricht mitten in der Nacht ein Feuer aus. In rasendem Tempo erfasst der Brand große Teile des Armenviertels, 1000 Häuser fallen den Flammen zum Opfer, 9000 Menschen sind betroffen. Dem Dorfvorsteher zufolge ist ein Kochunfall Auslöser des Infernos.
Schichtwechsel
Für meinen liebe Kollegin Anne Renzenbrink ist der verdiente Feierabend erreicht, aber hier in "Der Tag" geht es noch etwas weiter. Ich übernehme hier und halte Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau und sollten Sie Fragen, Hinweise oder Kritik haben, schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Parlamentswahl in Bulgarien: EU "freut sich auf Zusammenarbeit" mit Radew
Die Spitzen von EU-Kommission und Rat haben dem bulgarischen Ex-Präsidenten Rumen Radew zum Sieg bei der Parlamentswahl gratuliert. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit für den Wohlstand und die Sicherheit Bulgariens und Europas", schreibt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X. EU-Ratspräsident António Costa erklärt auf X, er habe am Morgen mit Radew telefoniert und wünsche ihm "alles Gute" für seine neue Aufgabe.
Radews Mitte-links-Bündnis hat nach Angaben der bulgarischen Wahlkommission die Parlamentswahl in dem südosteuropäischen EU- und Nato-Staat gewonnen. Nach Auszählung fast aller Stimmen konnte Radews Bündnis Progressives Bulgarien demnach einen deutlichen Sieg für sich verbuchen. Der 62-Jährige strebt einen Dialog mit Russland an und lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine ab, will entsprechende EU-Beschlüsse aber nicht blockieren.
Zirkus-Tiger springt ins Publikum - Panik bricht aus
Es ist eine albtraumhafte Szene: Im russischen Rostow am Don kommt es während einer Zirkusveranstaltung zu einem beunruhigenden Zwischenfall. Während drei Tiger auf der Bühne sind, sackt auf einmal das Trennnetz ab - und eines der Tiere springt in den Zuschauerraum.
Mann bei Streit mit Armbrust getötet: 50-Jähriger in Untersuchungshaft
Mit einer Armbrust soll ein 50-Jähriger bei einem Streit in Mecklenburg-Vorpommern einen Kontrahenten getötet haben. Nach der Tat am Samstag in Neustrelitz wählte der Tatverdächtige selbst den Notruf, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg mitteilen. Einsatzkräfte fanden auf dem Grundstück des Beschuldigten den leblosen 32-Jährigen und nahmen den mutmaßlichen Schützen fest. Ein Atemalkoholtest bei diesem ergab rund 2,8 Promille. Er wurde später in Untersuchungshaft genommen.
Ersten Erkenntnissen zufolge kannten sich beide Männer und gerieten vor der Tat in einen Streit. Ermittlungen zum genauen Motiv und weiteren Details dauerten an, heißt es weiter.
Drei tote Schafe mit Bisswunden entdeckt
Auf einer Wiese im Grenzgebiet zwischen Bayern und Baden-Württemberg sind drei tote Schafe mit Bisswunden entdeckt worden. Welches Tier dafür verantwortlich sein könnte, soll nun das Landratsamt Dillingen an der Donau aufklären. Nach Polizeiangaben starben die Schafe in der Nacht von Samstag auf Sonntag nahe Bächingen an der Brenz.
Fast jeder zweite neue Song bei Deezer ist KI-erzeugt
44 Prozent aller neu hochgeladenen Musiktitel beim Musikstreaming-Dienst Deezer werden mittlerweile von Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Wie das Unternehmen mit Sitz in Paris mitteilt, erreichen die Plattform täglich rund 75.000 KI-generierte Tracks - das entspricht etwa 44 Prozent aller täglichen Uploads. Innerhalb von nur etwas mehr als einem Jahr ist diese Zahl von zuvor 10.000 Titeln pro Tag massiv angestiegen.
Trotz der Flut an Inhalten bleibt die tatsächliche Nutzung durch die Hörer gering. Laut Deezer liegt der Anteil dieser Songs an den gesamten Streams lediglich zwischen einem und drei Prozent. Dies führt der Dienst auf gezielte Gegenmaßnahmen zurück: Deezer kennzeichne KI-Inhalte transparent, schließe sie von algorithmischen Empfehlungen aus und habe aufgehört, hochauflösende Versionen solcher Tracks zu speichern.
ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt
Letzte Chance: Heute endet das 27-Euro-Angebot
Nur noch heute bis 23:59 Uhr gilt der Einführungspreis von 27 Euro für die ETF Masterclass. Ab morgen kostet der Zugang wieder 54 Euro. Ob dieses Angebot erneut verfügbar sein wird, ist offen. Wenn Sie sich aktuell mit Ihrer privaten Altersvorsorge beschäftigen, ist heute der richtige Zeitpunkt zu handeln.
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Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert Nordjapan - Tsunami-Warnung
Ein schweres Erdbeben hat den Norden Japans erschüttert. Es hatte nach Angaben der zuständigen Wetterbehörde die Stärke 7,4, sein Zentrum lag nördlich der Präfektur Iwate im Pazifik. Auch im hunderte Kilometer entfernten Tokio waren die Erschütterungen zu spüren.
Die Wetterbehörde gab zugleich eine Tsunami-Warnung aus. In der betroffenen Region könnten bis zu drei Meter hohe Wellen ans Ufer krachen. Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1500 Erdbeben erschüttert.
Justin Bieber überrascht Billie Eilish bei Coachella-Festival
Justin Bieber hat Billie Eilish beim Coachella-Musikfestival ein Ständchen gesungen. Der 32-Jährige holte die Sängerin bei seinem Auftritt am vergangenen Wochenende auf die Bühne für seinen Hit "One Less Lonely Girl", wie mehrere US-Medien berichten. Ein Video des Branchenportals "Variety" zeigt, wie Billie Eilish (24) sich während des Liedes bewegt, die Hand vor den Mund schlägt und überwältigt auf die Knie sinkt. Am Ende des Liedes umarmen sich die beiden Musiker mehrfach. Billie Eilish ist bekannt dafür, seit ihrer Jugend ein großer Fan von Justin Bieber zu sein.
Aber Billie Eilish blieb nicht der einzige prominente Gast auf Biebers Bühne. Sängerin SZA sang mit ihm ihren Song "Snooze" und Big Sean kam für seinen Rap-Teil in "As Long as You Love Me" und "No Pressure" auf die Bühne. Generell widmete Bieber seinen diesjährigen Coachella-Auftritt älteren Liedern, die aus der Anfangszeit seiner Karriere auf YouTube stammen. Er trat am vergangenen Wochenende schon einmal bei dem großen Musikfestival in der Colorado-Wüste auf.
Mann setzt sich trotz Fahrverbot ans Steuer und düst zur Polizei
Obwohl ein junger Mann in Niederbayern nicht sicher gewesen ist, ob er derzeit überhaupt Auto fahren darf, ist er mit seinem Wagen zur Polizei gedüst. Dort erklärten ihm die Beamten, dass ein gegen ihn verhängtes Fahrverbot bereits rechtskräftig wirksam sei. Das hielt den 24-Jährigen aber nicht davon ab, nach dem Polizeibesuch in Vilsbiburg wieder ins Auto zu steigen und davonzufahren.
Nach Polizeiangaben zog ihn keine halbe Stunde später am Sonntagabend eine Streife aus dem Verkehr. Gegen den 24-Jährigen wurden mehrere Ermittlungsverfahren wegen Fahrens trotz Fahrverbots eingeleitet.
Buckelwal schwimmt los - Boote sollen ihn lenken
Der Buckelwal, der seit knapp drei Wochen vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns festsaß, wird aktuell von Booten begleitet. Die Boote seien unterwegs, sagt die leitende Tierärztin der privaten Initiative, Janine Bahr-van Gemmert. Der Wal war am frühen Morgen bei steigenden Wasserständen und starkem Wind losgeschwommen. Dies war auf Livestreams im Internet zu erkennen. Er wechselte immer wieder die Richtung. Von den Booten aus wurde zunächst vergeblich versucht, ihn gezielt in Richtung offene Ostsee zu lenken.
Der Meeressäuger hatte seit dem 31. März in der Wismarbucht vor der Insel Poel festgelegen. Bislang geplant war, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit sollte er aus dem flachen Bereich geholt und später Richtung Nordsee gebracht werden. Für den Fall, dass der Wal losschwimmt, sollte den Angaben der Initiative "Plan B" greifen und der Wal durch Boote geleitet werden.
Philippinen und USA starten große gemeinsame Militärübungen
Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im Südchinesischen Meer haben die Philippinen und die USA eines der größten gemeinsamen Militärmanöver ihrer Geschichte gestartet. An den 19-tägigen Übungen "Balikatan" beteiligen sich mehr als 17.000 Soldaten aus sieben Ländern, die zu Land, zu Wasser und in der Luft trainieren.
Geplant sind bis zum 8. Mai unter anderem scharfe Schießübungen, ein simulierter Angriff auf See sowie koordinierte Luftmanöver. Unter anderem nehmen daran auch Streitkräfte aus Japan, Kanada, Australien, Neuseeland und Frankreich teil. Die Manöver finden in verschiedenen Provinzen der nördlichen Insel Luzon statt, die teilweise nahe Taiwan und teilweise nahe umstrittener Gebiete im Südchinesischen Meer liegen. China betrachtet das unabhängig regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Auch kommt es regelmäßig zu Zwischenfällen im Südchinesischen Meer. Peking beansprucht die rohstoffreiche Region größtenteils für sich und widerspricht damit dem Urteil eines Schiedsgerichts in der Sache.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
im Nahen Osten hat sich die Lage noch mal verschärft. Kurz vor einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten neuen Verhandlungsrunde mit dem Iran hat das US-Militär einen iranischen Frachter angegriffen. Er habe versucht, die US-Seeblockade zu durchbrechen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Irans Militär sprach von "bewaffneter Seepiraterie" und kündigte an, man werde "bald reagieren", wie der regierungstreue Sender Press TV meldete. Alle aktuellen Entwicklungen können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen.
Derweil zeichnet sich bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Bulgarien nach Hochrechnungen eine überwältigende Mehrheit für die Wahlallianz von Ex-Staatschef Rumen Radew ab. Dass sich Radew als Präsident russlandfreundlich gezeigt hatte und sich für Dialog mit Moskau einsetzte, wirft Fragen dazu auf, wie er sich als Regierungschef innerhalb der EU zur Ukraine-Unterstützung positionieren könnte. Russische Zeitungen sehen Radew als den "bulgarischen Orban".
Diese Themen haben wir heute außerdem im Blick:
Bundeskanzler Friedrich Merz und der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva beraten in Hannover zusammen mit insgesamt 15 Ministern beider Seiten über den Ausbau der Beziehungen der Länder. Kurz bevor das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den lateinamerikanischen Mercosur-Staaten vorläufig in Kraft tritt, wird es bei dem Treffen vor allem um wirtschaftliche Fragen gehen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stellt um 10.00 Uhr die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Vorjahr vor. Die Statistik gibt einen Überblick über die Entwicklung von Straftaten, die der Polizei bekannt werden, sowie über Entwicklungen in verschiedenen Kriminalitätsbereichen.
Die große Militärübung "Balikatan" startet auf den Philippinen. Besonders die USA spielen eine zentrale Rolle als wichtigster Partner.
Nach fast dreiwöchiger Unterbrechung soll der Prozess um die Entführung der Block-Kinder fortgesetzt werden.
Amnesty International stellt seinen Jahresbericht zur Lage der Menschenrechte weltweit vor.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich begleite Sie heute durch die erste Tageshälfte. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
Gestrandeter Buckelwal schwimmt weg - aber in die falsche Richtung
Der an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Buckelwal schwimmt weg. Dies ist auf Livestreams im Internet zu erkennen. Allerdings bewegt sich das Tier nicht in Richtung offener Ostsee.
US-Armee: Drei Tote bei Angriff auf mutmaßliches Drogenboot in der Karibik
Bei einem erneuten US-Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmuggelboot in der Karibik sind nach Angaben der US-Armee drei Menschen getötet worden. Es habe am Sonntag einen "tödlichen kinetischen Angriff" auf ein Schiff ausgeführt, das von "als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben wurde", teilt das für Lateinamerika und die Karibik zuständige Kommando der US-Streitkräfte (Southcom) im Onlinedienst X mit. Dabei seien "drei männliche Drogenterroristen getötet" worden.
Weiter heißt es, geheimdienstliche Erkenntnisse hätten bestätigt, "dass das Schiff bekannte Drogenhandelsrouten in der Karibik befuhr und an Drogenhandel beteiligt war". US-Armeevertreter haben der Nachrichtenagentur AFP zufolge im April mindestens sechs solcher Angriffe gemeldet. Damit stieg die Zahl der Toten bei solchen Einsätzen auf mindestens 180.
Feuerwerkskörper explodiert: Zwei Kinder schwer verletzt
Zwei Kinder sind in Mecklenburg-Vorpommern durch Feuerwerkskörper schwer verletzt worden. Die Polizei wurde am Sonntagnachmittag durch einen Ersthelfer in Neu Krenzlin informiert, wie ein Sprecher sagt. Die Kinder seien mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht worden. Die Minderjährigen befanden sich nach Polizeiangaben in der Nähe von Feuerwerkskörpern, als diese explodierten. Bisher gibt es demnach keine Anhaltspunkte auf weitere Beteiligte. Die Polizei ermittelt unter anderem zum Ursprung der Pyrotechnik und sucht Zeugen.
Rückschlag für Blue Origin - Bezos-Rakete setzt Satellit in falscher Umlaufbahn ab
Die Raumfahrtfirma Blue Origin von Jeff Bezos hat bei dem dritten Start ihrer Schwerlastrakete New Glenn einen Rückschlag erlitten. Der Satellit wurde in einer zu niedrigen Umlaufbahn ausgesetzt und ist damit verloren. Die wiederverwendbare erste Stufe der Rakete landete jedoch planmäßig. Die Rakete war am Sonntag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet.
Der Satellit habe sich zwar vom Träger gelöst und seine Systeme hochgefahren, die erreichte Höhe sei jedoch zu niedrig, um den Betrieb mit dem eigenen Antrieb aufrechtzuerhalten. Er werde daher zum Absturz gebracht, teilte der Betreiber AST SpaceMobile mit. Der Satellit mit dem Namen BlueBird 7 sollte Teil eines weltraumgestützten Mobilfunknetzes werden, ähnlich wie Leo von Amazon oder Starlink von SpaceX. Für Blue Origin war die Mission dennoch ein Teilerfolg. Die Landung der ersten Raketenstufe war ein wichtiger Schritt, um die Wiederverwendbarkeit des Systems nachzuweisen und mit der Falcon-9-Rakete von SpaceX konkurrieren zu können.