Montag, 04. Januar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:25 Uhr

Das war Montag, der 4. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe, Sie haben den ersten Arbeitstag des neuen Jahres gut überstanden. Hier ein kurze Übersicht der Themen, die heute wichtig waren:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:07 Uhr

Kulturverein wird zu illegaler Spielhölle - 20 Männer erwischt

Wegen illegalen Glücksspiels hat die Hamburger Polizei einen Kulturverein im Stadtteil St. Georg geschlossen. Die Beamten waren am Sonntag nach einem anonymen Hinweis angerückt. Sie kontrollierten zwölf Männer, die das Lokal gerade verließen. Dabei stießen sie auf einen 50-Jährigen, der eine größere Summe Bargeld dabei gehabt haben soll. Er sei der Geldwäsche verdächtig. Den genauen Betrag nannte die Polizei nicht.

Im Verein stellten die Beamten weitere acht Männer fest, darunter die beiden Betreiber im Alter von 31 und 65 Jahren. Die Einrichtung des Vereins sowie Jetons, Quittungsblöcke, Spielscheine und Kartenspiele hätten den Verdacht des illegalen Glücksspiels erhärtet.

Gegen die 20 Männer im Alter zwischen 30 und 65 Jahren leitete die Polizei Strafverfahren ein, außerdem drohen ihnen Bußgelder wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung. Der Kulturverein wurde versiegelt.

21:36 Uhr

Mann bestiehlt Queen und muss dafür in Haft

Er hat Dutzende Orden, signierte Fotografien und andere Gegenständen aus dem Buckingham-Palast in London gestohlen - und muss nun dafür für acht Monate in Haft.

  • Der 37-Jährige habe drei Vorwürfe eingeräumt, meldete die Nachrichtenagentur PA. Die Polizei hatte bei einer Durchsuchung seiner Unterkunft eine "erhebliche Menge" gestohlener Gegenstände entdeckt. 
  • Der Mann - ein ehemaliger Angestellter im Palast - verkaufte das Diebesgut, darunter zwei prestigeträchtige Medaillen und ein Fotoalbum des Staatsbanketts für US-Präsident Donald Trump, deutlich unter Wert bei Ebay.
  • Er hatte seit 2015 in der Gastronomie des Palasts gearbeitet.
20:52 Uhr

Bayerische Staatskanzlei stellt klar: Söder war noch nie auf Borkum

imago0108237344h.jpg

Kann derzeit von Urlaub auf Borkum nur träumen: Markus Söder.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Die Bayerische Staatskanzlei hat Aussagen in sozialen Medien widersprochen, Ministerpräsident Markus Söder sei über die Feiertage mit seiner Familie im Urlaub auf der Insel Borkum gewesen. "Das ist erneut eine absurde Verschwörungstheorie", teilte ein Sprecher der Staatskanzlei in München mit. Der Ministerpräsident sei "an Silvester zu Hause in Nürnberg" gewesen - "und überdies noch nie auf Borkum".

Auch CSU-Generalsekretär Markus Blume twitterte: "Silvester auf Borkum!? So ein bösartiger Unfug wird von Verschwörungstheoretikern und Querdenkern verbreitet." Söder sei "in seinem ganzen Leben noch nicht auf Borkum" gewesen.

20:44 Uhr

Katar und Golfnachbarn legen Streit bei

Mehr als drei Jahre nach dem Beginn einer Blockade gegen Katar legen Saudi-Arabien und seine Verbündeten ihren Streit mit dem Emirat bei. Kuwaits Außenminister Ahmed Nassir al-Mohammed al-Sabah erklärte, dass die Länder sich auf eine Öffnung ihres Grenzverkehrs geeinigt hätten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:15 Uhr

Frau in Swingerclub von Hund gebissen - Betreiber muss zahlen

Dass man im Swingerclub gebissen wird, das kommt bestimmt ab und zu vor. Aber doch nicht von einem Hund…

An Weiberfastnacht vor fast vier Jahren besuchte eine Frau eine Swinger-Party im nordrhein-westfälischen Bad Honnef. Nach Darstellung des Landgerichts Bonn soll ein freilaufender Golden Retriever die 55-Jährige plötzlich in die rechte Hand gebissen haben. Da die Wunde nicht blutete, legte sie nur einen provisorischen Verband an - erst am nächsten Morgen musste die Frau notfallmäßig operiert werden. Einer der Finger sei bis heute nur eingeschränkt einsetzbar. 

  • Der Betreiber des Swingerclubs muss nun Schadenersatz zahlen. Dazu verurteilte ihn heute das Landgericht. Über die konkrete Höhe soll später entschieden werden.
  • Der Betreiber bestreitet den Hundebiss. Einen solch dramatischen Vorfall hätte er - da er an dem Abend im Club war - mitbekommen müssen.
  • Die Bonner Kammer jedoch glaubte - nach den Aussagen mehrerer Gäste des Swingerclubs - der Klägerin. Demnach hätten sich die Hunde zwischen tanzenden Paaren frei bewegt.
19:36 Uhr

Flugzeug-Triebwerk spuckt plötzlich Flammen

Beim Start einer Boeing 787-8 im mexikanischen Cancún spuckt eines der Triebwerke plötzlich Feuer. Die beunruhigende Szene fangen Passagiere mit ihrem Handy ein. Der Pilot muss den Start abbrechen und die Maschine evakuieren. Ursache für die Panne ist laut Airline ein Vogel.

 

19:15 Uhr

EU genehmigt deutsche Milliarden-Staatshilfe für Tui

Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Corona-Krise getroffenen Reisekonzern Tui genehmigt. Das teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

18:35 Uhr

"Frau" verführt verheirateten Mann und entpuppt sich als Erpresser

Tatverdächtiger_1133.png

Man freut sich auf ein Date mit einer hübschen Frau und dann so was.

(Foto: Polizei Essen)

Ein Mann, 28, verheiratet, lernt im Internet eine gut aussehende Frau kennen. Als sich die beiden zu einem Date in Gelsenkirchen treffen, entpuppt sich die Dame allerdings als ein Mann. Und dieser droht dem verheirateten 28-Jährigen "mit der Offenbarung seiner Chat-Aktivitäten, falls er ihm kein Bargeld aushändige", wie die Polizei nun mitteilt.

  • Der Mann zahlt zwar das Geld, wird aber weiter erpresst.
  • Der 28-Jährige muss nun in den sauren Apfel beißen - er offenbart sich seiner Frau. Bei nächster Geldübernahme filmt er seinen Peiniger und übergibt die Aufnahmen an die Polizei.  
  • Mit Hilfe dieser Bilder versucht die Polizei nun, den mutmaßlichen Erpresser zu schnappen.
18:14 Uhr

Mexiko bietet Assange Asyl an

Nach der Entscheidung eines britischen Gerichts, dass Julian Assange nicht an die USA ausgeliefert werden darf, will Mexiko dem Wikileaks-Gründer politisches Asyl anbieten. Dies kündigte Präsident Andrés Manuel López Obrador vor Journalisten an. Zugleich forderte er die britische Regierung auf, Assange freizulassen.

2012 hatte bereits Ecuador Assange politisches Asyl gegeben. Der Wikileaks-Gründer verbrachte sieben Jahre in der Botschaft des Landes in London, bevor Ecuador 2019 das Asylangebot zurückzog. Assange wurde daraufhin festgenommen, er sitzt derzeit in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:11 Uhr

Weltweite Störung legt Slack lahm

Wer im Homeoffice arbeitet und sich in diesen Minuten in den Feierabend verabschieden will, wird wohl eine aufwändige Mail an seine Kollegen schreiben müssen, anstatt einfach mit einer lustigen Gif einen schönen Abend zu wünschen. Denn eine massive Störung hat den beliebten Team-Messenger Slack weltweit lahmgelegt. Das Unternehmen bestätigte die Störung bei Twitter und versicherte, alles Mögliche für die Behebung des Problems zu tun.

 

17:00 Uhr
16:23 Uhr

Trump will wohl vor Bidens Amtseinführung nach Schottland flüchten

Am 20. Januar findet in Washington die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden statt. Der scheidende Präsident sollte an dem Event eigentlich auch teilnehmen. Doch Donald Trump hat offenbar was Besseres vor.

106574892.jpg

Am letzten Tag seiner Präsidentschaft will Trump laut einem Bericht nach Schottland fliegen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Laut einem Bericht der schottischen Zeitung "Sunday Post" wurden am Flughafen Prestwick viele ungewöhnliche Aktivitäten des US-Militärs verzeichnet. Besonders brisant: Der Flughafen befindet sich ganz in der Nähe eines Golfresorts von Trump. Laut dem Bericht rechnet der Flughafen am 19. Januar - das ist der Tag vor Bidens Amtseinführung - mit der Ankunft einer Boeing 757 des US-Militärs, mit der auch Trump bereits geflogen war.

Demnach wurden in den letzten Wochen auch mehrere Flugzeuge der US-Armee gesichtet, die Trumps Turnberry Golf Ressort überwachen sollen. "Es ist normalerweise ein Zeichen, dass Trump für längere Zeit irgendwo sein wird", sagte eine Quelle aus dem Flughafen der Zeitung.

15:39 Uhr

Lottogewinner holt elf Millionen Euro nicht ab

Das ist mehr als ärgerlich. Mehr als zweieinhalb Jahre hatten ein Mann oder eine Frau aus Baden-Württemberg Zeit, einen Lottogewinn in Höhe von 11,3 Millionen Euro abzuholen - nun ist die Frist verstrichen.

Der Gewinnerspielschein war im März 2017 anonym in einer Annahmestelle im Stadtgebiet von Reutlingen abgegeben worden. Bei der Ziehung am 1. April gewann der unbekannte Spieler genau 11.300.368 Euro - die fließen nun in den Topf für Sonderauslosungen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:42 Uhr

Schichtwechsel

Sebastian Huld verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

14:14 Uhr

Vierjährige in Thüringen auf Schlitten eingeklemmt und verstorben

Bei einem Rodelausflug mit seinen Eltern ist in Gera ein vier Jahre altes Mädchen ums Leben gekommen. Das Kind, das auf einem Schlitten saß, sei zwischen zwei Autos eingeklemmt worden und vor Ort an schwersten Verletzungen gestorben, teilte die Polizei in Thüringen mit. Die Familie war am Sonntag mit Bekannten zum Rodeln auf einem Feld unterwegs. Ein 25-Jähriger aus der Gruppe soll sein Auto zum Driften auf dem Schnee benutzt haben. Er habe die Kontrolle über den Wagen verloren, sodass er gegen einen geparkten Transporter stieß. Dabei sei das Mädchen eingeklemmt worden. Rettungsdienst und Notarzt konnten das Kind nicht mehr retten.

13:53 Uhr

120 historische Bajonette in Nordrhein-Westfalen gestohlen

imago0072995033h.jpg

Bajonette sind Messer oder Dolche, die am Ende eines Gewehrlaufs für Nahkampfsituationen befestigt werden.

(Foto: imago/Eibner)

Im nordrhein-westfälischen Windeck sind bei einem Einbruch 120 zum Teil jahrhundertealte Bajonette gestohlen worden. Die Stichwaffen wurden aus den Räumen einer Stiftung für Völkerverständigung im osteuropäischen Raum entwendet, wie die Polizei mitteilte. Die fehlenden Sammlerstücke haben demnach einen Wert von mehreren tausend Euro. Die Bajonette stammen den Angaben zufolge aus der Zeit zwischen dem 17. Jahrhundert und 1945 und waren an einer Wand befestigt. Der Einbruch habe sich vermutlich zwischen dem 1. und dem 30. Dezember ereignet. Einbruchsspuren wurden demnach nicht gefunden, allerdings stand dem Stifter zufolge ein Fenster des Gebäudes offen.

13:29 Uhr

Insolvenzverfahren gegen Kölner Großbordell "Pascha" eröffnet

217670834.jpg

Das "Pascha" ist auch aus vielen TV-Formaten bekannt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für das von der Corona-Krise hart getroffene Großbordell "Pascha" in Köln ist offiziell ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Es beziehe sich auf die Betreibergesellschaft des Hauses, erklärte ein Sprecher des Amtsgerichts Köln am Montag. Den Angaben zufolge wurde es bereits am 28. Dezember eröffnet - wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Das "Pascha" gehört zu den größten Bordellen in Europa. "Die 60 Mitarbeiter haben ihre Kündigungen erhalten. Die sechsstelligen monatlichen Fixkosten waren für uns ohne Einnahmen nicht zu stemmen", sagte Geschäftsführer Armin Lobscheid der "Bild"-Zeitung.

13:04 Uhr

In neuer Berliner Station Rotes Rathaus gerät U-Bahnwagen in Brand

225409440.jpg

Die neue Station gehört zur Linie 5, die durchs Regierungsviertel fährt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Bereich des neuen Berliner U-Bahnhofs Rotes Rathaus hat ein U-Bahnwagen gebrannt. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers handelte es sich dabei am Montag um ein kleines Feuer, das schnell gelöscht wurde. Der U-Bahnzug war zu dem Zeitpunkt leer, wie der Sprecher sagte. Es waren rund 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Auf einem auf Twitter geteilten Foto waren zahlreiche Feuerwehrautos direkt vor dem Haupteingang des Roten Rathauses, Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller, zu sehen. Die U-Bahnstation Rotes Rathaus wurde Anfang Dezember eröffnet. Zuletzt hatte am Samstag ein Brand im U-Bahnhof Schloßstraße im Stadtteil Steglitz einen Großeinsatz der Berliner Feuerwehr ausgelöst.

12:38 Uhr

"Holy Shit": Edward Snowden jubelt über Assange-Urteil

Das Urteil zugunsten von Wikileaks-Gründer Julian Assange bewegt auch einen anderen vermeintlichen Verräter auf der US-Fahndungsliste: Der im Zwangsexil in Russland lebende Edward Snowden, der das NSA-Spionageprogramm gegen alles und jeden im Internet aufdeckte, kommentierte das Urteil mit mehreren Tweets. Snowden bedankte sich bei allen, die sich für Assanges Freilassung eingesetzt haben. Die Nachricht, dass die Richterin ihr Urteil mit dem Zustand des US-Gefängnissystems begründete, kommentierte Snowden mit einem knappen "Holy Shit" - zu Deutsch....ach Sie wissen schon.

12:00 Uhr

Versteigerung von David Hasselhoffs "Knight Rider"-Auto K.I.T.T. gestartet

Kinder und Jugendliche der 80er aufgepasst: K.I.T.T., das sprechende Kultauto aus der TV-Serie "Knight Rider" wird versteigert. Schauspieler David Hasselhoff bietet bei einer Auktion sein eigenes Modell des Wunderautos an. In einem Video auf Twitter eröffnete der 68-Jährige am vergangenen Wochenende die Auktion und wünschte den Fans Glück beim Bieten. Für das Auto K.I.T.T. erwartet die Auktionsplattform eine Summe zwischen 175.000 und 300.000 US-Dollar. Wenn sie um mehr als 25 Prozent über dem Wunschergebnis liegt, wird Hasselhoff nach Angaben der Plattform den Wagen persönlich dem neuen Besitzer überbringen. Die Begegnung mit Haseloff ist aber auch günstiger zu haben: Für nicht mehr als 8500 US-Dollar kann man mit dem 68-Jährigen essen gehen.

11:32 Uhr

Angehender Fahrlehrer unter Kokain-Einfluss am Steuer erwischt

Die Hamburger Polizei hat einen angehenden Fahrlehrer unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen. Wie die Beamten in der Hansestadt mitteilten, wurde der 27-Jährige in der vergangenen Woche bei einer Verkehrskontrolle überprüft und geriet wegen "körperlicher Auffälligkeiten" in den Verdacht des Rauschmittelkonsums. Ein Speicheldrogenschnelltest reagierte positiv auf Kokain. Zuvor hatte der junge Mann, der gerade auf seine Fahrlehrerlizenz hinarbeitet, vergeblich zu betrügen versucht. Nach einem Urinschnelltest übergab er den Beamten eine andere Flüssigkeit. Den Einsatzkräften fiel aber auf, dass der Becher keine Körpertemperatur hatte. Daher setzten sie den Speicheltest ein.

11:04 Uhr

Kein Zoll-Chaos im französischen Calais nach Brexit

Zu Beginn der ersten Arbeitswoche nach dem vollständigen Bruch Großbritanniens mit der Europäischen Union ist das befürchtete Verkehrschaos am Ärmelkanal ausgeblieben. Es habe keine Störungen gegeben, sagte eine Sprecherin der für die nordfranzösische Hafenstadt Calais zuständigen Präfektur. Auch zu Neujahr war der Verkehr fließend gewesen. Den Behörden zufolge ist das Verkehrsaufkommen zu dieser Zeit im Jahr typischerweise eher schwach.

Mit dem Jahreswechsel ist Großbritannien nicht mehr Mitglied des EU-Binnenmarktes und der Zollunion. Das bedeutet auch Zollkontrollen. Ein Großteil des Handels Großbritanniens mit dem europäischen Kontinent wird über die Fährverbindung ins französische Calais und über den nahen Eurotunnel abgewickelt.

10:36 Uhr

Feuerwehr rettet entkräfteten Hund aus dem Rhein

223986167.jpg

Die Fleher Brücke zwischen Düsseldorf und Neuss

(Foto: picture alliance/dpa)

Einen völlig entkräfteten Hund hat die Feuerwehr am Sonntag aus dem Rhein bei Düsseldorf gerettet. Das Tier schwamm in der Strommitte und konnte aus eigener Kraft das Ufer nicht mehr erreichen, wie die Feuerwehr in Neuss mitteilte. Der sichtlich erschöpfte Labrador-Mischling sah demnach das sich nähernde Feuerwehrboot und schwamm mit letzter Kraft in dessen Richtung.

Die Retter konnten den Hund über die Bugklappe an Bord nehmen. Der stark unterkühlte Vierbeiner wurde versorgt und von den Helfern betreut. Zeitgleich verständigte die Polizei den Hundebesitzer, der das nasse, aber augenscheinlich unverletzte Tier am Hafen in Neuss in Empfang nahm. Der Eigentümer hatte den Hund bereits seit zwei Tagen vermisst.

10:17 Uhr

Habeck bekräftigt Forderung nach Digitalsteuer für Onlinehändler

227796501.jpg

Habeck will Amazon und Co an den Infrastrukturkosten beteiligen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Einzelhandel dicht, und der Onlinehandel boomt: Die Corona-Krise zeigt aus Sicht von Grünen-Chef Robert Habeck die Dringlichkeit einer Digitalsteuer. "Die lokalen Geschäfte schließen zum Pandemieschutz, Innenstädte drohen auszusterben", sagte Habeck. "Die großen Online-Händler dagegen machen das Geschäft des Jahrhunderts." Aber sie zahlten im Vergleich zum "Buchladen um die Ecke" viel weniger Steuern. Sie nutzten Infrastruktur wie Breitband-Internet und Straßen, beteiligten sich aber kaum an der Finanzierung. "Amazon, Google und Co. müssen sich wirklich an der Finanzierung der Infrastruktur der öffentlichen Strukturen beteiligen", forderte Habeck.

09:55 Uhr

Zweijährige unter Todesopfern des Erdrutsches in Norwegen

227679615.jpg

Der Erdrutsch riss mindestens sieben Menschen in den Tod.

(Foto: picture alliance/dpa/ntb/AP)

Am vierten Tag nach dem heftigen Erdrutsch im norwegischen Ask hat die Polizei weitere Namen identifizierter Todesopfer bekannt gegeben. Unter den sieben gefundenen Todesopfern ist demnach ein zweijähriges Mädchen sowie ihr 40 Jahre alter Vater. Auch die 31 Jahre alte Mutter des kleinen Mädchens gehörte zu den ursprünglich zehn Vermissten. Ob sie zu den beiden bisher nicht identifizierten Toten zählt oder weiterhin vermisst wird, ist unklar. Nach Angaben des norwegischen Rundfunksenders NRK war die Frau schwanger.

09:23 Uhr

Schrumpfende Bevölkerung: erstmals seit 2007 weniger Erwerbstätige

218802718.jpg

Weniger Menschen kommen auf den Arbeitsmarkt, mehr verlassen ihn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Zahl der Erwerbstätigen ist 2020 zum ersten Mal seit 14 Jahren gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren im Jahresdurchschnitt rund 44,8 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Das sind 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Laut Bundesamt wäre der seit 2007 andauernde Beschäftigungszuwachs "vermutlich auch ohne die Corona-Krise bald zum Ende gekommen, da das Erwerbspersonenpotenzial aufgrund des demografischen Wandels schwindet". Durch die Alterung der Bevölkerung stehen also immer weniger Menschen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Diese Entwicklung werde immer weniger durch eine höhere Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie durch Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte kompensiert, erläuterten die Statistiker.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:43 Uhr

13-Jähriger in England mutmaßlich von Gleichaltrigen erstochen

In der Stadt Reading, westlich von London gelegen, ist am Sonntag ein 13 Jahre alter Junge erstochen worden. Wie die britische PA News berichtet, wurden vier Jungen und ein Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren festgenommen. Sie stünden unter Verdacht, sich zum Mord verabredet zu haben. Die Polizei war am Sonntag zu dem Tatort, einem Feld im Norden der Stadt, gerufen worden. Sie sucht nun nach Augenzeugen und möglichen Kameraaufnahmen von Ausflüglern.

08:14 Uhr

Polizei findet Betrunkenen nach Fahrerflucht im Baum

Ein betrunkener Autofahrer ist nach einem selbst verursachten Unfall geflüchtet - wenig später fand ihn die Polizei in einem Baum. Der 44-Jährige war am Sonntagabend in Trier mit seinem Auto gegen ein parkendes Fahrzeug gekracht, wie die Polizei mitteilte. Vermutlich war er zu schnell gefahren. Anwohner hörten den Knall und sahen, wie der Mann anschließend zu Fuß in Richtung eines Flusses flüchtete. Dort fand ihn die Polizei wenig später im Geäst eines Baumes - über dem Wasser hängend. Ein Atemtest bei ihm ergab einen Alkoholwert von 2,27 Promille. Nach ersten Erkenntnissen besitzt der Mann außerdem keinen gültigen Führerschein.

07:26 Uhr

Schallplatten feiern Comeback in Japan

221671920.jpg

Das Rauschen und Knistern der Platten ist digital nicht zu haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Deutschland sind LPs ja schon länger wieder gefragt. Aber die gute alte Schallplatte feiert auch im Hightechland Japan ein Comeback. Mit dem Erscheinen der CD hatten die Vinyl-Scheiben lange Zeit ein Schattendasein gefristet - doch offenbar reicht vielen Japanern der Sound ihrer Smartphone-Kopfhörer nicht mehr aus. Inzwischen erfreuen sich Schallplatten wieder wachsender Popularität, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Montag berichtete. Die Produktion sei in den vergangenen zehn Jahren um das Zwölffache gestiegen - auf zuletzt 1,2 Millionen Platten im vergangenen Jahr. Viele Künstler brächten neue Songs und Alben in Schallplattenform heraus.

07:03 Uhr

Moskaus U-Bahn bekommt erstmals Zugführerinnen

106507980.jpg

Wer ganz vorne sitzt, macht für die Metrokunden keinen Unterschied.

(Foto: picture alliance/dpa)

Lichtblick am Ende des (Moskauer Metro-)Tunnels: Erstmals in ihrer mehr als 80-jährigen Geschichte werden die Moskauer U-Bahnen nun auch von Frauen geführt. Die Verkehrsbetriebe der russischen Hauptstadt gaben am Sonntag die Einstellung der ersten Frauen als Zugfahrerinnen im U-Bahn-Netz bekannt. Ihre Anheuerung wurde durch eine im September vom Arbeitsministerium erlassene Änderung des Arbeitsrechts ermöglicht: Dadurch war die Liste der Berufe, in denen nur Männer arbeiten dürfen, von 456 auf etwa hundert gekürzt worden.

Die Moskauer U-Bahn wurde 1935 eingeweiht und war ein Stolz der früheren Sowjetunion. Der Beruf des U-Bahn-Fahrers war Frauen in Russland aber bislang unter anderem mit der Begründung verwehrt worden, dass er für sie körperlich zu anstrengend sei. Auch die staatliche russische Bahngesellschaft will in diesem Jahr mit der Einstellung von Fahrerinnen beginnen.

06:50 Uhr

Zehn Ex-Verteidigungsminister warnen US-Militär vor Wahleinmischung

214291544.jpg

Gehen schon lange getrennte Wege: Mattis und Trump.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Zehn ehemalige US-Verteidigungsminister haben das Militär aufgerufen, sich nicht an dem Versuch von Präsident Donald Trump zur Blockade der Machtübergabe an Joe Biden zu beteiligen. Die Wahlen seien vorbei, die Neuauszählungen und Überprüfungen abgeschlossen und das Wahlleute-Kolleg habe abgestimmt, hieß es am Sonntag in einem gemeinsamen Kommentar in der "Washington Post".

Die Zeit sei gekommen, Trumps Niederlage zu akzeptieren und Bidens Sieg anzuerkennen. "Versuche, die US-Streitkräfte in die Beilegung von Wahlstreitigkeiten einzubeziehen, würden uns in gefährliches, unrechtmäßiges und verfassungswidriges Territorium führen." Zu den Unterzeichnern gehörten auch Mark Esper und James Mattis, die unter Trump dienten.

06:36 Uhr

Arbeitgeber: Deutsche sollen länger arbeiten bis zur Rente

225411549.jpg

Der verdiente Lebensabend könnte für viele noch weiter nach hinten rücken.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Arbeitnehmer in Deutschland sollen länger arbeiten, fordern Deutschlands Arbeitgeber. "In den kommenden Jahren wird die "Babyboomer"-Generation in Rente gehen und der Druck auf unsere sozialen Sicherungssysteme wird aufgrund dieses demografischen Wandels immer stärker werden", sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. "Deshalb ist klar - und wir sollten uns alle bei diesem Thema auch einmal ehrlich machen: Wenn unsere Lebenserwartung immer weiter steigt, muss unsere Lebensarbeitszeit zwangsläufig auch steigen." Dulger sagte: "Es gibt keine Alternative, als dass die Kosten aus der Alterung der Gesellschaft auf die Generationen verteilt werden - denn nur so kann das langfristige Vertrauen in die gesetzliche Rente erhalten werden." Momentan liegt das gesetzliche Rentenalter bei 67 Jahren.

06:21 Uhr

Das wird heute wichtig

Ein Frohes Neues und einen schönen guten Morgen,

227758320.jpg

Eine Demonstrantin zeigt sich solidarisch mit Assange.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

es ist der erste Wochentag des neuen Jahres und der startet ungewöhnlich: nämlich vielerorts mit Schnee. Passen Sie gut auf sich auf und kommen Sie heil zur Arbeit, wenn Sie denn raus müssen. Ob unterwegs oder im Home Office: Bei ntv.de reinzuschauen, lohnt sich in jedem Fall, denn spannende Themen stehen auf der Agenda:

  • Vor der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin gehen die Diskussionen um eine Verlängerung des Lockdowns weiter.
  • Noch US-Präsident Trump setzt den Bundesstaat Georgia im Streit um das Präsidentschaftswahlergebnis unter Druck. Am Abend muss die Wahl seines Nachfolgers Biden im US-Kongress offiziell gemacht werden.
  • Großbritannien erlebt heute seinen ersten Arbeitstag nach Vollzug des Brexits. Wird der Fährverkehr für den lebenswichtigen Im- und Export von der Insel reibungslos funktionieren?
  • Ebenfalls in Großbritannien: Ein Gericht entscheidet heute über die Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA.

Wir freuen uns, dass Sie uns auch im neuen Jahr treu bleiben. Mein Name ist Sebastian Huld. Anregungen und Kritik schreiben Sie bitte an sebastian.huld@nama.de. Auf geht's!

06:07 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

06:04 Uhr

Angeblicher Astronaut prellt Japanerin um 50.000 Euro

Ein vermeintlicher Astronaut auf Betrugsmission hat eine gutgläubige Japanerin um eine stattliche Geldsumme gebracht. Wie die japanische Tageszeitung "Hokkaido Shimbun" berichtete, hatte die Frau in ihren 30ern nach eigenen Angaben den "russischen Astronauten" im Internet kennengelernt. Nach seiner "Mission" wolle er in Japan wohnen, habe der Mann ihr geschrieben. Er würde schon mal seine Sachen schicken, was sie bitte bezahlen möge.

Daraufhin sei sie von jemandem kontaktiert worden, der sich als Mitarbeiter einer Transportfirma ausgegeben und sie aufgefordert habe, die Versicherungsgebühr für das "Gepäck eines Russen" zu bezahlen. Daraufhin habe sie insgesamt sechs Millionen Yen (47.500 Euro) auf ein Konto überwiesen. Doch anscheinend verschwand der "Astronaut" damit in unbekannte Sphären, denn die Frau sieht sich nun als Betrugsopfer und wandte sich dem Bericht zufolge an die Stadtverwaltung.