Donnerstag, 18. August 2022Der Tag

mit Kristin Hermann
Kristin Hermann
22:33 Uhr

Das war Donnerstag, der 18.08.2022

Liebe Leserinnen und Leser,

heute haben viele Menschen die Schilderungen des mehrfachen olympischen Medaillengewinners Jan Hempel bewegt, der in einer ARD-Doku über jahrelangen sexuellen Missbrauch durch seinen Trainer spricht. Was Hempel berichtet, ist erschütternd. Dem deutschen Schwimmverband macht der Athlet schwere Vorwürfe.

Bei seinem Besuch in der Ukraine betont der türkische Präsident Erdogan seine Hoffnung auf ein diplomatisches Ende des Krieges. Unterdessen weisen britische Geheimdienste auf eine Schwachstelle russischer Panzer hin. Ein Experte glaubt aber nicht, dass Moskaus Armeen bald kollabieren. Welche Entwicklungen im Ukraine-Krieg heute sonst noch wichtig waren, finden Sie in unserer Tageszusammenfassung und in unserem Liveticker.

Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten des Tages ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen schönen restlichen Abend und eine gute Nacht.

22:19 Uhr

Entwarnung nach Bombendrohung in Bremerhaven

Die Polizei hat nach einer Bombendrohung am Klinikum Mitte in Bremerhaven Entwarnung gegeben. Nach Suchmaßnahmen sei keine Bombe gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin Abend. Zuvor hatten Feuerwehr und Rettungsdienst Patientinnen und Patienten von sechs Stationen der Klinik in Sicherheit gebracht und in das Klinikum am Bürgerpark verlegt. Die Patienten sollten voraussichtlich erst am Freitag zurückverlegt werden, sagte die Sprecherin. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Bombendrohung am späten Donnerstagnachmittag per Telefon bei der Klinik eingegangen. Zum genauen Inhalt und zum Urheber machten die Beamten zunächst keine Angaben. Es wurden Ermittlungen eingeleitet.

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Einsatzkräfte stehen auf einer Kreuzung vor dem Ameos Klinikum Mitte.

(Foto: picture alliance/dpa)

21:54 Uhr

Frau rast mit Auto durch Fußgängerzone in Hilden

Eine 57 Jahre alte Frau ist in Hilden mit ihrem Auto durch die Fußgängerzone in der Innenstadt gerast. Verletzt wurde bei der wilden Fahrt niemand, es entstand auch kein Sachschaden. Wie die Polizei mitteilt, riefen am Abend mehrere besorgte Zeugen an und berichteten von einem Auto, das mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone der Stadt in Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen gefahren sei. Kurze Zeit später konnten Beamte die offensichtlich verwirrte Frau stoppen. Die 57-Jährige wurde festgenommen. Unklar war noch, warum sie durch das Fußgänger-Areal fuhr.

21:44 Uhr

Dieb entreißt Lewandowski Armbanduhr vom Handgelenk

Weltfußballer Robert Lewandowski vom FC Barcelona ist nach Medienberichten durch das offene Autofenster eine Luxus-Armbanduhr vom Handgelenk gerissen worden. Der Diebstahl sei am Nachmittag kurz vor der Einfahrt des Trainingsgeländes des spanischen Clubs in Sant Joan Despí bei Barcelona passiert, als der der Ex-Bayern-Profi aus seinem Fahrzeug heraus Autogramme gegeben habe, berichteten das Fachblatt "Mundo Deportivo" und andere Medien unter Berufung auf die Polizei.

Der 33 Jahre alte Stürmer habe noch versucht, den Täter mit seinem Wagen zu verfolgen, den Mann aber bald aus den Augen verloren. Allerdings habe Lewandowski später Glück im Unglück gehabt, hieß es. Beamten konnten den Dieb den Berichten zufolge dank der Aussagen von Augenzeugen in der Nähe des Barça-Geländes ausfindig machen und festnehmen. Der junge Mann habe die Tat inzwischen zugegeben. Die in einem Kleingarten vergrabene Uhr sei sichergestellt worden.

21:22 Uhr

Priester in Haiti wegen Waffenschmuggels festgenommen

Wegen mutmaßlichen Waffenschmuggels hat die Polizei in Haiti einen Priester festgenommen. Der Mann soll illegal Waffen und Munition in den Karibikstaat gebracht haben, berichtete die Zeitung "Le Nouvelliste" unter Berufung auf die Polizei. Bei der Überprüfung eines für die Episkopalkirche des Verdächtigen bestimmten Containers im Hafen von Port-au-Prince hatten die Beamten zuletzt 18 halbautomatische Waffen, mehrere Handfeuerwaffen, fast 20.000 Schuss Munition und 120 Magazine entdeckt. Neben dem Priester wurden zwei Frauen verhaftet, darunter eine Mitarbeiterin der Zollbehörde. Nach einem weiteren Verdächtigen wird noch gefahndet.

20:57 Uhr

RKI-Wochenbericht: Corona-Zahlen sinken - Infektionsgefahr jedoch weiter hoch

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in der vergangenen Woche erneut gesunken. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liege um 18 Prozent niedriger als in der Vorwoche, heißt es im Wochenbericht des Instituts, der sich auf die Woche 8. bis 14. August bezieht. Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag in der Woche bei 356. Es ist jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

"Trotz des Rückganges der Fallzahlen bleibt der Infektionsdruck in der Allgemeinbevölkerung in allen Altersgruppen hoch", schreibt das RKI und wirbt nochmals für die Impfung: "Weiterhin zeigt sich für ungeimpfte Personen aller Altersgruppen ein deutlich höheres Risiko für eine schwere Verlaufsform der Covid-19-Erkrankung."

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20:33 Uhr

Großeinsatz an Klinikum in Bremerhaven - Patienten werden evakuiert

In Bremerhaven gibt es einen Großeinsatz der Polizei am Klinikum Mitte. "Patienten des Krankenhauses werden gerade von Feuerwehr und Rettungsdienst evakuiert", teilt die Polizei am Abend auf Twitter mit. Die "Nordsee-Zeitung" berichtet, es handele sich um eine Bombendrohung. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur konnte die Polizei zunächst jedoch nichts zu den Hintergründen des Einsatzes sagen.

20:04 Uhr

Ex-Finanzchef der Trump-Organisation bekennt sich schuldig

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Allen Weisselberg

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der ehemalige Finanzchef der Trump-Organisation, Allen Weisselberg, hat vor einem New Yorker Gericht zugegeben, mit dem Unternehmen des Ex-Präsidenten Donald Trump Steuern hinterzogen zu haben. Der 75-Jährige antwortete auf zahlreiche Fragen des Richters Juan Merchan mehrfach mit "Ja, euer Ehren", wie US-Medien übereinstimmend aus dem Gerichtssaal berichteten. Demnach bekannte er sich zu insgesamt 15 Anklagepunkten schuldig - darunter der Verschwörung, des Steuerbetrugs, des schweren Diebstahls und der Fälschung von Geschäftsunterlagen. 

Mit seinem Schuldbekenntnis willigte der Top-Manager einer Verständigung in dem Strafverfahren ("Plea Deal") ein, um einer Haftstrafe von bis zu 15 Jahren zu entgehen. Im Gegenzug muss Weisselberg im Prozess gegen das Unternehmen aussagen, falls die Staatsanwaltschaft ihn vorladen will - allerdings nicht gegen Trump selbst. Weisselberg muss knapp zwei Millionen US-Dollar (1,98 Millionen Euro) Strafe zahlen und fünf Monate Haft verbüßen. "In einer der schwierigsten Entscheidungen seines Lebens hat sich Herr Weisselberg heute dazu entschlossen, sich schuldig zu bekennen, um diesem Fall und den jahrelangen rechtlichen und persönlichen Albträumen, die er für ihn und seine Familie verursacht hat, ein Ende zu setzen", sagte sein Anwalt Nicholas Gravante Jr laut Medienberichten. 

20:02 Uhr

Während "intensiver Prüfung": DSV suspendiert Bundestrainer nach schweren Vorwürfen

Der Deutsche Schwimm-Verband hat Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow in Zusammenhang mit der Missbrauchs-Affäre um den ehemaligen Weltklasse-Springer Jan Hempel suspendiert. "Dem amtierenden Bundestrainer Wasserspringen Lutz Buschkow wird in der Dokumentation vorgeworfen, er habe zum damaligen Zeitpunkt Kenntnis über die Vorwürfe Jan Hempels gegenüber seinem damaligen Trainer Werner Langer gehabt. Der DSV-Vorstand prüft diesen Vorwurf aktuell intensiv", hieß es in einer ersten Stellungnahme des Verbandes am Donnerstagabend. Zum jetzigen Zeitpunkt habe die bereits durchgeführte Akteneinsicht keinerlei derartige Anhaltspunkte ergeben, hieß es weiter.

Der Prozess der Aufklärung sei noch nicht abgeschlossen. "Dennoch hat sich der DSV-Vorstand aufgrund seiner hohen moralischen Ansprüche dazu entschieden, Herrn Buschkow bis zur finalen Klärung des Sachverhaltes mit sofortiger Wirkung von seiner Tätigkeit als Bundestrainer Wasserspringen im DSV freizustellen."

19:53 Uhr
19:19 Uhr

Zwei Kinder sterben bei Unwetter in Österreich

Zwei Kinder sind im Zuge eines schweren Unwetters im österreichischen Bundesland Kärnten ums Leben gekommen. Wie Polizei und Rotes Kreuz mitteilten, stürzten an einem kleinen Badesee in St. Andrä mehrere Bäume um. Zwei Kinder starben, rund zehn weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Durch die Sturmböen stürzten auch Dutzende Bäume bei Griffen auf die Südautobahn (A2) in Kärnten. Außerdem kam es zu Stromausfällen in Tunnels. Die wichtige Verkehrsverbindung nach Italien wurde für Aufräum- und Reparaturarbeiten an mehreren Stellen gesperrt.

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18:48 Uhr

Bekannter Kriminologe fällt beinahe auf Fake-Polizisten herein

Der Kriminologe Christian Pfeiffer.

Der Kriminologe Christian Pfeiffer.

(Foto: Horst Galuschka/dpa/Archivbild)

Mit einem emotionalen Schockanruf haben Trickbetrüger beinahe den Kriminologen Christian Pfeiffer nach eigenen Angaben hereingelegt. Die Täter hätten sich als Polizisten ausgegeben, sagte der Kriminologe aus Hannover vor Journalisten. Demnach sollte seine Tochter in einen Autounfall mit einem Kind verwickelt gewesen sein und benötigte 55.000 Euro als Kaution, um einem Haftbefehl zu entgehen. Geschickt hätten die Betrüger einen realistischen Anruf vorgetäuscht, Details wie den Namen der Tochter und die Farbe ihres Autos genannt und ihn so dazu bewegt, Kontakt mit seiner Bank aufzunehmen.

Der Betrug sei aufgeflogen, als Pfeiffer nach technischen Problemen die echte Polizei in Hannover anrief, um einen erneuten Kontakt herzustellen. Der prominente Kriminologe wollte mit seiner Pressekonferenz gemeinsam mit der Polizei der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover Menschen auf die Betrugsmasche hinweisen.

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18:19 Uhr

Frauke Ludowig moderiert erstmals live mit ihrer Tochter

Beim Finale der Wahl zur "Miss Germany" im kommenden Jahr werden TV-Moderatorin Frauke Ludowig und Tochter Nele erstmals gemeinsam eine Liveshow moderieren. "Es ist für mich eine große Ehre, das Miss Germany Finale zu moderieren. Mit meiner Mutter habe ich die bestmögliche Unterstützung an meiner Seite, von der ich mir sehr viel abschauen kann", sagte die Ludowig-Tochter laut Mitteilung.

17:49 Uhr

Deutscher legt mit Drohne Luftraum über dänischem Flughafen lahm

Ein Deutscher hat seine Drohne in der Nähe des dänischen Flughafens Karup fliegen lassen und damit eine Sperrung des Luftraums ausgelöst. Ein Drohnendetektor habe am Mittwoch Alarm geschlagen, schrieben die dänischen Streitkräfte in einer Mitteilung. "Wenn eine Drohne mit einem Flugzeug oder Hubschrauber zusammenstößt, kann das schwere Konsequenzen haben - im schlimmsten Fall kann es Menschenleben kosten", hieß es. Der Deutsche habe angegeben, die Drohne zu Arbeitszwecken genutzt zu haben. Die Aktion etwa zwei Kilometer von dem Flughafen entfernt war nach Angaben der Streitkräfte aber trotzdem rechtswidrig. Der Militärflugplatz in der kleinen dänischen Stadt Karup in Jütland wird auch als ziviler Flughafen genutzt.

17:18 Uhr

Polens Regierung: Toxische Algen im Wasser der Oder entdeckt

In den untersuchten Wasserproben aus der Oder sind nach Angaben von Polens Regierung toxische Algen entdeckt worden. "Das Institut für Binnenfischerei in Olsztyn hat nach weiteren Untersuchungen seltene Mikroorganismen, sogenannte Goldalgen, in Wasserproben aus der Oder gefunden", sagte Umweltministerin Anna Moskwa. Die Blüte dieser Algen könne das Auftreten von Toxinen verursachen, welche Wasserorganismen wie Fische und Muscheln töten, aber für den Menschen nicht schädlich seien.

Auf deutscher Seite war kürzlich die giftige Algenart Prymnesium parvum in der Oder identifiziert worden. Prymnesium parvum wird gelegentlich auch Goldalge genannt, dies ist aber kein biologischer Begriff. Mehrere Arten werden so bezeichnet, weil sie golden schimmern. Weder vom Institut für Binnenfischerei in Olsztyn noch vom polnischen Umweltministerium war zunächst in Erfahrung zu bringen, wie der lateinische Name für die von Ministerin Moskwa genannte Goldalge lautet und ob es sich um die gleiche Algenart handelt, die in Deutschland entdeckt wurde.

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16:50 Uhr

Etliche Motoren und Getriebe: Autohersteller in Millionenhöhe bestohlen

Drei Männer sollen über Jahre hinweg Motoren und Getriebe in Millionenwert von einem Automobilhersteller in Stuttgart gestohlen haben. Ein Richter erließ am Dienstag Haftbefehl gegen zwei 52 und 57 Jahre alte Männer, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Stuttgart heute mitteilen. Zum Aufenthalt eines 36 Jahre alten mutmaßlichen Komplizen dauerten die Ermittlungen weiter an, hieß es.

Den Männern werde vorgeworfen, seit Februar 2020 über 100 Verbrennungsmotoren und über 500 Automatikgetriebe im Wert von mehreren Millionen Euro aus einem Zentrallager des Herstellers in Stuttgart gestohlen zu haben. Nach Angaben der Polizei waren die beiden nun verhafteten Männer in dem Zentrallager beschäftigt. Bei Durchsuchungen von Wohnungen in Esslingen, Stuttgart und im Landkreis Schwäbisch Hall sowie einer Lagerhalle in Backnang beschlagnahmten Ermittler demnach zahlreiche Beweismittel, darunter auch Teile der Beute.

16:18 Uhr

STIKO empfiehlt zweite Auffrischungsimpfung gegen Coronavirus ab 60 Jahren

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die zweite Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bereits ab 60 Jahren. Dadurch sollten besonders gefährdete Menschen noch besser vor schweren Covid-19-Erkrankungen und dadurch verursachten Todesfällen geschützt werden, teilt die STIKO in Berlin mit. Bislang war eine zweite Auffrischungsimpfung Menschen erst ab 70 Jahren empfohlen worden.

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15:49 Uhr

Täuschungsmanöver? Überraschende Wendung nach Fund von getöteter Frau in Ingolstadt

Der Fall einer in Ingolstadt in einem Auto tot aufgefundenen Frau hat eine überraschende Wendung genommen. Eine zunächst als Gewaltopfer identifizierte 23-Jährige wurde lebend gefunden und festgenommen, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen die Frau und einen 23-jährigen ebenfalls festgenommenen Mann wurde Haftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts beantragt. Am Dienstagabend war die Leiche einer 23-Jährigen in einem abgestellten Auto in Ingolstadt entdeckt worden. Familienangehörige hatten die Frau zuvor in einer zunächst offensichtlich hilfsbedürftigen Lage gefunden. Ein Notarzt konnte jedoch nur noch ihren Tod feststellen.

Die Obduktion und kriminaltechnische Abgleiche weckten den Angaben zufolge allerdings "massive Zweifel" an der Identität der Frau. Zugleich gingen mehrere Zeugenhinweise ein, die diese Ermittlungsergebnisse bekräftigten. Am Mittwochabend nahmen die Beamten schließlich eine in Ingolstadt wohnende Frau fest, bei der es sich um die zunächst für tot gehaltene 23-Jährige handelt. Noch in der Nacht wurde ein ebenfalls 23-jähriger Mann mit Hilfe von Spezialeinheiten in seiner Wohnung festgenommen. Bei der in dem Auto gefundenen Toten handelt es sich laut Polizei um eine ebenfalls 23-jährige Frau, die allerdings aus einem anderen Bundesland stammt und der Festgenommenen "auffallend ähnlich sah".

15:15 Uhr

500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe nahe Berliner Bahnhof Ostkreuz gefunden

In der Nähe des Berliner Bahnhofs Ostkreuz ist bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Der Sprengkörper sei geschätzt 500 Kilogramm schwer, sagte eine Polizeisprecherin. Die Beamten errichteten einen 500 Meter großen Sperrkreis und begannen im Anschluss mit der Räumung aller darin befindlichen Gebäude. Darunter befindet sich auch der Bahnhof. Der Zugverkehr wurde deshalb temporär eingeschränkt. Zeitgleich bereiteten Spezialisten der Polizei die Entschärfung des Funds vor.

14:50 Uhr

Kleinkind in Luxemburg mit Affenpocken-Virus infiziert

In Luxemburg ist bei einem Kleinkind eine Infektion mit dem Affenpocken-Virus nachgewiesen worden. Das Kind sei "in einem stabilen und nicht besorgniserregenden Zustand", teilte das luxemburgische Gesundheitsministerium mit. Es sei isoliert untergebracht. Die Tagesstätte, die das Kind besuchte, bleibe geöffnet, da derzeit kein weiteres Kind Symptome aufweise, hieß es in der Mitteilung. Personen, mit denen das Kind Kontakt hatte, seien informiert. Alter und Geschlecht des Kindes wurden nicht genannt.

Nach Zahlen vom 10. August hatten sich in Luxemburg bis dahin 41 Männer mit dem Affenpocken-Virus infiziert. Das Durchschnittsalter lag bei 39 Jahren. In Deutschland, wo bislang mehr als 3200 Fälle registriert sind, wurde bislang keine solche Infektion bei einem Kind nachgewiesen.

14:17 Uhr

Neuseeland: Tote in Koffern aus Auktion sind Kinder

In zwei in Neuseeland versteigerten Koffern sind die sterblichen Überreste zweier Kinder entdeckt worden. Wie die Polizei mitteilte, waren die Kinder offenbar schon vor mehreren Jahren gestorben. Bei ihrem Tod seien sie zwischen fünf und zehn Jahre alt gewesen. Die Koffer mit den sterblichen Überresten waren in einem Lagercontainer aufbewahrt worden, bis eine Familie dessen Inhalt ersteigerte und öffnete.

Die Familie aus einem Vorort von Auckland hatte die zwei Koffer zusammen mit einer ganzen Anhängerladung voller Hausrat bei einer Versteigerung von eingelagerten Gegenständen erworben, deren Besitzer nicht mehr ermittelt werden konnten. Die Familie ist in dem Fall nicht verdächtig, sei aber "verständlicherweise erschüttert", sagte Inspektor Tofilau Faamanuia Vaaelua. Zu dem Fund der toten Kinder in den Koffern sagte Vaaelua, die Tatsache, dass zwischen dem Tod und der Entdeckung der Leichen so viel Zeit vergangen sei, belaste die Ermittlungen. Dies erschwere die Autopsie und die Identifizierung der Kinder.

13:56 Uhr

Satellitenbilder zeigen Dürre-Auswirkung auf Rhein

Dürre und Hitze trocknen Europas Flüsse aus. Besonders heftig betroffen ist derzeit Italien. Aber auch am Rhein sind bereits deutlich die Folgen des Klimawandels zu erkennen, wie neue Satellitenaufnahmen eindrucksvoll aufzeigen.

13:23 Uhr

Unwetter auf Korsika töten mindestens drei Menschen

Bei den schweren Gewittern im Mittelmeerraum sind auf der französischen Ferieninsel Korsika drei Menschen ums Leben gekommen und etwa ein Dutzend weitere verletzt worden. Bei den Todesopfern handele es sich um eine 13-jährige Jugendliche, eine 72 Jahre alte Frau und einen 46-jährigen Mann, teilte die Präfektur des Départements Corse-du-Sud in einer vorläufigen Bilanz mit.

Die 13-Jährige starb den Angaben zufolge, als ein Baum auf ihren Bungalow auf dem Campingplatz Le Sagone im Westen der Insel stürzte. Die 72-Jährige kam an der Küste der westlichen Gemeinde Coggia ums Leben, als das fortgewehte Dach einer Hütte auf ihr Fahrzeug stürzte. Bei dem 46-jährigen Todesopfer handelte es sich um einen französischen Touristen, auf dessen Bungalow in Calvi ein Baum stürzte. Im selben Pinienwald stürzte ein Baum auf eine 23-jährige Italienerin und verletzte sie lebensgefährlich. Zuvor hatte die Präfektur bereits von zwölf Verletzten gesprochen.

12:49 Uhr

Stripperinnen wollen Gewerkschaft gründen

"Wir mögen, was wir machen", erklärt die Stripteasetänzerin Velveeta. "Wir würden unsere Jobs sogar noch mehr mögen, wenn wir grundlegenden Arbeitsschutz genießen würden." Tänzerinnen eines Stripclubs in Los Angeles haben deshalb erste Schritte für eine Gewerkschaftsvertretung unternommen. Die Tänzerinnen der Star Garden Topless Dive Bar im Stadtteil North Hollywood reichten am Mittwoch (Ortszeit) Dokumente bei der zuständigen Behörde ein, um künftig von der Künstlergewerkschaft Actors' Equity vertreten zu werden.

"Stripperinnen sind Live-Unterhalter, und während einige Aspekte ihres Jobs einmalig sind, haben sie viel gemein mit anderen Equity-Mitgliedern, die für ihren Lebensunterhalt tanzen", erklärt die Präsidentin der Actors' Equity Association, Kate Shindle. "Diese Tänzerinnen haben über ständige Probleme bei der Bezahlung einschließlich Lohndiebstahls berichtet, außerdem über Gesundheits- und Sicherheitsrisiken." Die Tänzerinnen wollten eine Krankenversicherung und andere Leistungen, führte Shindle, deren Gewerkschaft noch nie Stripperinnen vertreten hat, aus. "Sie brauchen Schutz vor sexueller Belästigung, Diskriminierung und ungerechtfertigten Entlassungen."

12:19 Uhr
Breaking News

Regierung will Mehrwertsteuer auf Gas senken

Die steigenden Energiepreise dürften spätestens im Winter zum Problem für zahlreiche Haushalte in Deutschland werden. Um die Belastung für die Bürger abzufedern, will die Regierung die Mehrwertsteuer auf Gas laut Kanzler Scholz von 19 auf 7 Prozent senken.

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12:16 Uhr

Tempeldach stürzt während Gebet auf Mönche

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal bekommt eine Schlange Roboterbeine verpasst, müssen sich Mönche vor ihrem maroden Tempel in Sicherheit bringen und paddeln Tausende Freizeit-Piraten durch San Sebastián.

11:43 Uhr

Studie: Covid-19 erhöht Risiko für neurologische Probleme

Die langfristigen Folgen einer Corona-Erkrankung werden derzeit noch erforscht. Laut einer neuen Studie haben Covid-19-Patienten noch zwei Jahre nach der Infektion ein leicht erhöhtes Risiko für manche psychiatrische und neurologische Probleme. Das berichten britische Forscher im Fachjournal "The Lancet Psychiatry" nach Auswertung der Krankenakten von 1,28 Millionen Covid-Patienten und von ähnlich vielen Menschen mit einer anderen Atemwegserkrankung.

Die Gruppe um Paul Harrison und Maxime Taquet von der University of Oxford verwendete Daten aus den USA, Großbritannien, Spanien, Bulgarien, Australien, Indien, Malaysia und Taiwan. Bei dem Abgleich achteten die Forscher darauf, dass die Gruppe der Covid-19-Patienten und die Kontrollgruppe mit anderen Atemwegserkrankungen im Hinblick auf Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft und andere Merkmale sehr ähnlich waren. Die Covid-Erkrankungen waren zwischen Januar 2020 und April 2022 diagnostiziert worden.

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11:17 Uhr

Die meisten Banken schaffen die Strafzinsen ab

Viele Bankkunden können aufatmen: Vier Wochen nach der ersten Zinserhöhung im Euroraum seit Jahren haben die allermeisten Kreditinstitute Negativzinsen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto abgeschafft. Nach Daten des Vergleichsportals Verivox weisen aktuell noch mindestens 79 Geldhäuser in ihren Preisverzeichnissen Minuszinsen aus. Damit haben mehr als 80 Prozent der betroffenen Institute das sogenannte Verwahrentgelt für Privatkunden seit der Zinserhöhung gestrichen, wie aus der Auswertung von rund 1300 Banken und Sparkassen hervorgeht.

Angesichts der hohen Inflation haben Sparer aktuell allerdings wenig Grund zum Jubeln. "Die große Mehrheit der Banken hat nach der Zinserhöhung schnell reagiert und ihre Negativzinsen abgeschafft", berichtete Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH (Stand: 17. August). Insbesondere bei vielen Genossenschaftsbanken und Sparkassen seien die Negativzinsen an den Einlagezins der Europäischen Zentralbank (EZB) gekoppelt gewesen und damit automatisch entfallen, als am 27. Juli die neuen Leitzinsen in Kraft traten.

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10:50 Uhr

"Dieter ist glücklich": Pietro Lombardi kehrt zu DSDS zurück

Besonderes Comeback bei "Deutschland sucht den Superstar": Nachdem erst kürzlich die Rückkehr von Dieter Bohlen in der Jubiläumsstaffel angekündigt wurde, steht laut RTL nun auch fest, dass Pietro Lombardi 2023 in der Jury sitzen wird. Nach seinem Sieg im Jahr 2011 nahm Lombardi bereits 2019 und 2020 hinter dem Jury-Pult Platz.

Bohlen freut sich auf seinen Jury-Kollegen. Die beiden verbindet seit Jahren auch abseits von "DSDS" eine tiefe Freundschaft. "Der Dieter ist glücklich", sagt der 68-Jährige in einem Instagram-Video. Lombardi habe die ganze Zeit hinter ihm gestanden, die beiden seien ein "Dreamteam": "Ich freue mich auf die neue Staffel." Lombardi kommentierte den Beitrag: "Ich liebe dich, das weißt du. Es wird krass."

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10:18 Uhr

Hund beißt Dreijährige ins Gesicht - Besitzerin wird aggressiv

In einem Zug in Baden-Württemberg ist ein dreijähriges Kind von einem Hund ins Gesicht gebissen worden. Zwei Hunde sprangen auf das Mädchen, als es in einer S-Bahn stürzte, wie die Bundespolizei in Stuttgart nun mitteilte. Einer davon biss dem Kind knapp unter dem Auge in eine Wange. Das Kind befand sich mit seiner Mutter und zwei Geschwistern am Mittwochnachmittag in der Bahn bei Böblingen. Gegenüber der Familie saß offenbar eine Frau mit zwei kleinen Hunden. Nach dem Sturz des Mädchens und dem Biss wurde die Hundebesitzerin aggressiv und stieg in Böblingen aus. Offenbar stieg sie dann jedoch in einen anderen Wagen wieder ein. Das Mädchen wurde von einem Arzt untersucht, es erlitt eine Bisswunde. Die Polizei sucht nun nach der unbekannten Hundebesitzerin und nach Zeugen.

09:57 Uhr

Walmart soll wegen Opioid-Verkaufs 650 Millionen zahlen

Parallel zu der Corona- grassiert die Opioid-Krise in den USA. Innerhalb von zwölf Monaten bis zum April 2021 starben nach Schätzungen von Behörden 100.000 Menschen an den Folgen des Konsums der synthetisch hergestellten Arzneimittel. Walmart, CVS und Walgreens sind in einem wegweisenden Opioid-Verfahren in den USA zur Zahlung von insgesamt 650 Millionen Dollar (638 Millionen Euro) verurteilt worden. Der zuständige Bundesrichter entschied am Mittwoch (Ortszeit) in Cleveland, dass die Konzerne sich an den Kosten zur Bewältigung der Suchtmittelkrise in Ohio beteiligen müssen.

Eine Jury hatte Walmart, CVS und Walgreens im November eine Mitschuld an der Opioid-Krise in dem Bundesstaat zugesprochen, da ihre Apothekenketten den Verkauf von süchtig machenden Schmerzmitteln angeblich nicht ausreichend kontrollierten. Geklagt hatten zwei Landkreise in Ohio. Sie forderten von den Konzernen Milliarden Dollar an Entschädigung für Kosten, die ihnen im Kampf gegen Opioid-Abhängigkeit und Überdosierungen entstanden seien. Der Richter sah aber nur eine Teilschuld bei Walmart, CVS und Walgreens und ordnete deshalb auch nur einen relativ geringen Beitrag der Unternehmen zu den Gesamtkosten an - über 15 Jahre gestreckt zu zahlen.

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09:36 Uhr
Breaking News

Bundesverfassungsgericht weist Klagen gegen Masern-Impfpflicht zurück

Die Masern-Impfpflicht unter anderem für Kita-Kinder bleibt in Kraft. Das Bundesverfassungsgericht weist mehrere Klagen betroffener Familien zurück. Die Grundrechtseingriffe seien zumutbar, um besonders gefährdete Menschen vor einer Infektion zu schützen.

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09:26 Uhr

Wissler über Energie-Demos: "Werden keinerlei Nazis dulden"

Mit ihren Plänen für Proteste gegen erhöhte Energiepreise muss sich die Linke immer wieder die Frage gefallen lassen, ob sie damit nicht auch antidemokratische Kräfte anzieht. Die Linken-Vorsitzende Janine Wissler will bei der am 5. September in Leipzig geplanten Montagsdemonstration gegen die Energiepolitik der Bundesregierung jedenfalls keine rechten Kräfte akzeptieren. Man dürfe den sozialen Unmut und die Proteste nicht den Rechten überlassen, sagte Wissler im ARD-"Morgenmagazin". Es sei "ureigenste Aufgabe einer linken Partei, darauf hinzuweisen, dass es eine gerechte Verteilung dieser Krisenlasten geben muss."

Ihre Partei werde Abstand zur AfD und anderen rechten Parteien haben. "Das sind nicht unsere Verbündeten", sagte Wissler. Man rufe auch nicht zusammen mit der AfD zu dem Protest auf, betonte die Linken-Parteichefin. "Uns geht es darum, breite Bündnisse zu schaffen mit Gewerkschaften und Sozialverbänden." Die Linke fordere eine Übergewinnsteuer und einen Gaspreisdeckel. Für die Linke gehe es bei den Protesten um Solidarität. Damit unterscheide sich die Partei von den Rechten. "Wir werden auf unseren Demonstrationen keinerlei Rechte, keinerlei Nazis dulden."

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:56 Uhr

Forscher fürchten bei Vulkanausbruch Krise wie bei Corona

Die Menschheit kämpft noch mit der Corona-Pandemie, dabei sollte sie sich auch für weiteres Unglück wappnen. Ein massiver Vulkanausbruch etwa könnte Experten zufolge die Welt in eine Krise von ähnlichem finanziellem Ausmaß stürzen wie die Pandemie. Davor warnen Wissenschaftler des Centre for the Study of Existential Risk (CSER) an der Universität Cambridge und von der Uni Birmingham. In einem Paper, das die Forscher im Fachmagazin "Nature" veröffentlichten, mahnen sie eindringlich, die Gefahr ernst zu nehmen und mehr Geld in die Beobachtung von Vulkanen und die Vorbereitung auf den Ernstfall zu stecken.

Die Welt sei "bedauernswert unvorbereitet" für einen massiven Vulkanausbruch und die wahrscheinlichen Folgen für globale Lieferketten, Klima und Nahrungsmittel, heißt es darin. Den Wissenschaftlern zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch der Stärke 7 in 100 Jahren bei einem Sechstel. Eruptionen dieses Ausmaßes hätten in der Vergangenheit abrupte Klimaveränderungen und den Kollaps ganzer Zivilisationen ausgelöst, warnte die Risiko-Expertin Lara Mani vom CSER.

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08:19 Uhr

Finnlands Regierungschefin Marin empört mit Party-Video

Feucht-fröhliche Feierstunden genießt nicht nur der britische Ex-Premier Boris Johnson. Auch die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin trinkt Alkoholisches, um in Tanzlaune zu kommen. Dabei lässt sie sich auch gerne filmen, was der 36-Jährigen nun zum Verhängnis wurde. Auf sozialen Netzwerken sind Videos aufgetaucht, auf denen Marin offensichtlich nicht mehr ganz nüchtern das Tanzbein schwingt. Sie lösen unter Nutzern Empörung aus.

Der finnische Sport-Talkshow-Moderator Aleksi Valavuori schrieb auf Twitter zum Clip: "Das ist Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin. Einige sagen, sie sei cool … vielleicht unter anderem Teenager. Aber eine verantwortungsvolle Führerin für ein Land in der Krise? Sie ist mit Abstand die inkompetenteste Premierministerin, die wir je hatten. Weiß nichts. Bitte nehmen Sie Ihre Lederjacke und treten Sie zurück. Vielen Dank."

Ein anderer schrieb: "Dieses Video zeigt die Premierministerin von #Finnland @MarinSanna (Brünette in weißer Hose und schwarzem Oberteil) auf einer privaten Party. Finnland leidet unter rekordhohen Strompreisen, einem Mangel an Fachkräften im Gesundheitswesen und in der Altenpflege, und so verbringt unsere Staatschefin ihre Zeit!"

07:52 Uhr

Es gibt noch Probleme beim Gasimport aus Kanada

Mit einem drohenden Versiegen der Gaseinfuhren aus Russland sucht Deutschland nach möglichen Alternativen. Eine davon: Kanada. Das Land ist einer der größten Erdgasproduzenten weltweit und darüber hinaus ein wichtiger Verbündeter und enger Partner Deutschlands und der EU. Bundeskanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck reisen am kommenden Sonntag mit einer Wirtschaftsdelegation nach Kanada, um die Möglichkeiten auszuloten. Der Import von kanadischem Gas ist jedoch schwierig.

Russland oder auch der wichtige Gas-Produzent Algerien haben den Vorteil, als Nachbarn der EU Gas per Pipeline liefern zu können. Eine Leitung durch den Atlantik ist hingegen nicht machbar, Einfuhren aus Kanada wie auch aus den USA sind daher nur in flüssiger Form, auf Tankschiffen möglich - sogenanntes LNG (Liquid Natural Gas). In Deutschland und anderen europäischen Ländern wird deshalb seit einiger Zeit mit Hochdruck am Bau von LNG-Terminals zum Entladen von Gastankern gearbeitet. An der deutschen Nordseeküste sollen die ersten noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Allerdings fehlen im Fall von Kanada auch die Terminals, um die Tanker überhaupt zu beladen.

Bau-Projekte für Export-Terminals an der kanadischen Ostküste kamen in den vergangenen Jahren nur schleppend voran und wurden zeitweise sogar eingefroren. Reibungslos und zeitnah kündigt sich der Ausbau der LNG-Infrastruktur nicht an. Im Fokus stehen zwei mögliche Standorte für kanadische LNG-Exportterminals in New Brunswick und Nova Scotia. In beiden Fällen könnte aber frühestens in einigen Jahren Gas in Richtung Europa verschifft werden.

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07:23 Uhr

Schiff kollidiert mit Brücke - Kapitän verletzt

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Einsatzkräfte der Feuerwehr sind an einem Schiff auf dem Wesel-Datteln-Kanal im Einsatz.

(Foto: picture alliance/dpa/Bludau Foto)

Ein Schubverband auf dem Wesel-Datteln-Kanal im Ruhrgebiet ist in der Nacht zum heutigen Donnerstag aus bisher ungeklärter Ursache gegen die Dorstener Straßenbrücke gestoßen. Dabei sei der Schiffsführer leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der 42-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sowohl das Führerhaus des Schiffes als auch die Brücke wurden bei dem Vorfall beschädigt. Die Polizei konnte den entstandenen Sachschaden zunächst noch nicht einschätzen. Die Brücke ist für den Straßenverkehr zwischenzeitlich gesperrt worden, weil zunächst geklärt werden muss, ob ein Befahren der Brücke gefahrlos möglich ist. Die Polizei ermittelt.

07:03 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Alle reden über Corona - dabei ist es auch bei anderen Krankheiten wichtig, dass möglichst viele Menschen geimpft sind. Bei den Masern macht der Staat Eltern seit 2020 mehr Druck: mit einer Impf-Nachweispflicht für Schule und Kinderbetreuung. Aber ist diese Maßnahme auch mit dem Grundgesetz vereinbar? Oder ist sie ein unverhältnismäßiger Eingriff in das Grundrecht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit und in das Erziehungsrecht der Eltern? Diese Frage will das Bundesverfassungsgericht heute in seiner Entscheidung zu Klagen mehrerer Familien beantworten.

  • Die Türkei und die Vereinten Nationen wollen heute im ukrainischen Lwiw zu einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammenkommen.
  • Im Konflikt zwischen dem Kosovo und Serbien hat der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell für 10.30 Uhr in Brüssel den kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti und Serbiens Präsident Aleksandar Vucic zu einem Vermittlungsgespräch eingeladen.
  • Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) informiert um 9.30 Uhr in Berlin über aktuelle Zahlen zum Ausbildungsmarkt.
  • Der 1. FC Köln steigt als erster deutscher Club in dieser Saison in den Fußball-Europacup ein: In den Playoffs zur Conference League trifft der FC um 20.30 Uhr auf den Fehérvár FC aus Ungarn.

Mein Name ist Lea Verstl und ich darf Sie durch die Morgenstunden dieses Donnerstags begleiten. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de

06:43 Uhr

"Madame Butterfly"-Designerin Hanae Mori ist gestorben

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Hanae Mori ist tot.

(Foto: picture alliance / Kyodo)

Sie kleidete die US-Präsidentengattin Nancy Reagan, die Oscar-Preisträgerin Grace Kelly sowie unzählige Mitglieder der japanischen High Society ein. Nun ist die berühmte japanische Mode-Pionierin Hanae Mori im Alter von 96 Jahren gestorben. Die wegen ihrer charakteristischen Schmetterlingsmotive auch "Madame Butterfly" genannte Designerin starb am 11. August in ihrem Haus in Tokio an Altersschwäche, wie ihr Büro nach Angaben japanischer Medien bekannt gab. Mori wurde 1977 als erste Japanerin in den elitären Pariser Kreis der Haute-Couture-Designer aufgenommen.

Mori entwarf etwa ein weißes Kleid für die frühere japanische Kaiser-Gattin Masako, das diese 1993 während einer Hochzeitsparade trug. In den 1950er Jahren kreierte sie zudem Kostüme für Hunderte von japanischen Filmen. In der noch immer von Männern dominierten japanischen Gesellschaft zählte Mori zu den bis heute ganz wenigen Frauen in ihrem Land, die ein internationales Unternehmen führten.

06:20 Uhr

"Lass alles los": Russischer Astronaut muss Spaziergang an ISS abbrechen

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Hier sind Oleg Artemjew und Denis Matwejew während ihres Weltraumspaziergangs auf der Internationalen Raumstation (ISS) zu sehen.

(Foto: picture alliance/dpa/Roscosmos Space Agency Press Service/AP)

Technische Probleme haben dem russischen Kosmonauten Oleg Artemjew den geplanten Weltraumspaziergang verhagelt. "Oleg, du musst so schnell wie möglich zur Luftschleuse zurückkehren", ordnete das russische Kontrollzentrum mehr als zwei Stunden nach Beginn des Weltraumspaziergangs an, wie auf einer Live-Übertragung der US-Weltraumbehörde NASA zu hören war. "Lass alles los und kehre zurück", hieß es mehrfach. Der 51-Jährige, der zusammen mit seinem Kollegen Denis Matwejew einen Außeneinsatz zur Installation von Kameras an der ISS absolvierte, hatte zuvor über ungewöhnliche Volt-Angaben für die Batterie seines Weltraumanzugs berichtet.

"Bitte mache dir keine Sorgen, alles ist okay", funkte das Kontrollzentrum. "Ich? Mir Sorgen machen? Auf keinen Fall", antwortete der Kosmonaut. Artemjew kehrte in die Luftschleuse der ISS zurück und schloss sich wieder an das Stromsystem der Weltraumstation an. Dann wartete er, bis Matwejew das bei dem Außeneinsatz verwendete Material einsammelte und zu ihm in die Luftschleuse kam.

06:00 Uhr

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