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Nur noch 7 Prozent Das bringt die Mehrwertsteuer-Ersparnis bei Gas

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Nach der Gasumlage gibt's die Entlastung bei der Mehrwertsteuer.

(Foto: IMAGO/serienlicht)

Darüber, wieso Gas bisher bei der Besteuerung nicht als lebensnotwendig eingestuft wurde, obwohl es als Heizmittel regelmäßig im Winter viele vor dem Erfrierungstod rettet, darf gerätselt werden. Nun ist es jedoch so weit - so viel spart dadurch jeder Haushalt.

Steuern? Zahlt niemand gerne. Sie dienen aber dem Fortbestand des Staates. Und damit auch dem Gemeinwohl. Allerdings ist es nicht so, dass nur der für das Gemeinwohl zur Kasse gebeten wird, der überhaupt ein Einkommen erzielt, sondern alle, die irgendetwas an der Ladenkasse oder sonst wo käuflich erwerben. Nämlich in Form der Mehrwertsteuer. Die wird auf den Nettowert aller Waren erhoben, die im Anschluss verkauft werden. Entweder in Höhe von 19 oder 7 Prozent. Was in aller Regel vom Konsumenten klaglos hingenommen wird. Ungeachtet der Tatsache, dass die Steuer jedermann gleich teuer zu stehen kommt. Egal, ob reich oder arm.

Die Idee dahinter: Die Grundversorgung soll für jeden erschwinglich bleiben. Deshalb wird vom Gesetzgeber unter anderem für Grundnahrungsmittel und deren Vorprodukte ein geringerer Steuersatz, der ermäßigte in Höhe von 7 Prozent, erhoben. Bestimmte Güter des lebensnotwendigen Bedarfs sollen derart verbilligt werden. So nun auch Gas, wenn auch nur vorübergehend - bis März 2024.

Belastung verringert sich um 10 Prozent

Darüber, wieso Gas bisher nicht als lebensnotwendig eingestuft wurde, obwohl es als Heizmittel von etwa der Hälfte aller Haushalte in der Bundesrepublik genutzt wird und viele regelmäßig im Winter vor dem Erfrierungstod rettet, darf gerätselt werden. Ein näherer Blick darauf, welche Produkte mit welchem Mehrwertsteuersatz belegt werden, fällt aber ohnehin verwirrend bis erheiternd aus.

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Wie auch immer. Zurück zum jetzt vorübergehend vergünstigten Gasbezug. Für die unterschiedlichen Haushalte würde sich mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz und inklusive der ab Oktober fälligen Gasumlage auf Grundlage der Augustpreise (1. 1185 Euro, 2. 2638 Euro, 3. 4293 Euro; diese sind inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer) folgende durchschnittliche jährliche Belastung ergeben:

  1. Single-Haushalt (5000 kWh Gas pro Jahr inklusive 7 Prozent Mehrwertsteuer): 1066 Euro
  2. Pärchen-Haushalt (12.000 kWh Gas pro Jahr inklusive 7 Prozent Mehrwertsteuer): 2372 Euro
  3. Familie (20.000 kWh Gas pro Jahr inklusive 7 Prozent Mehrwertsteuer): 3860 Euro

Der Single-Haushalt hätte im Vergleich zum vollen Mehrwertsteuersatz somit eine Ersparnis von 119, der Pärchen-Haushalt von 265 und der Familienhaushalt von 433 Euro pro Jahr. Durch den reduzierten Mehrwertsteuersatz verringert sich die Belastung aller drei Modellrechnungen um 10 Prozent. Immerhin.

Quelle: ntv.de

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