Der Tag
8. Februar 2024
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Zum Archiv
22:16 Uhr

Das war Donnerstag, der 8. Februar 2024

Liebe Leserinnen und Leser,

der Tag glich einem Füllhorn an Ereignissen. Biden traf Scholz, gewaltige Elefanten stapften währenddessen im Hinter- und Vordergrund, die EU beschließt ihren Einsatz im Roten Meer, Umfragetiefs versetzten die FDP offenbar in ein Delirium, in dem sie bereits Koalitionspartneransprüche stellt (definitiv nicht die Grünen). Und das ist nur ein Teil der überaus spannenden Nachrichtenlage.

Natürlich habe ich noch ein paar schöne Stücke mehr für Sie:

Ich begebe mich jetzt in den Feierabend und wünsche Ihnen eine geruhsame Nacht. Der "Tag" ist ab morgen früh wieder für Sie da.

Das war Donnerstag, der 8. Februar 2024
21:39 Uhr

Januar war der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen

Das Jahr beginnt, darauf lässt zumindest eine Auswertung des Copernicus Climate Changen Services C3S der EU schließen, besonders warm. Demnach ist der Januar 2024 der wärmste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen, womit er sogar den 2020-Rekordmonat übertrifft. Die C3S-Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1950 zurück. Das Jahr 2023 war in den globalen Aufzeichnungen, die bis 1850 zurückreichen, zuvor als das wärmste Jahr der Erde eingestuft worden. Der vom Menschen verursachte Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño, das das Oberflächenwasser im östlichen Pazifik erwärmt, hatten demnach die Temperaturen in die Höhe trieben. Jeder Monat seit Juni war laut den EU-Wissenschaftlern der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, verglichen mit dem entsprechenden Monat der Vorjahre. "Dies ist nicht nur der wärmste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen, sondern wir haben auch einen Zwölfmonatszeitraum erlebt, in dem die Temperaturen um mehr als 1,5 °C über dem vorindustriellen Referenzzeitraum lagen", sagte die stellvertretende C3S-Direktorin Samantha Burgess. Eine rasche Verringerung der Treibhausgasemissionen sei die einzige Möglichkeit, den globalen Temperaturanstieg zu stoppen.

Januar war der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen
21:10 Uhr

Ehemaliger OpenAI-Entwickler plant KI-Startup in Deutschland

Ein ehemaliger Entwickler des ChatGPT-Anbieters OpenAI hat sich für sein deutsches KI-Startup Daedalus zusätzliches Kapital gesichert. 21 Millionen Dollar haben ihn Bestandinvestoren und neue Geldgeber offenbar zur Verfügung gestellt. Daedalus nutzt Künstliche Intelligenz (KI), um autonome Fabriken für hochpräzise Zulieferteile aufzubauen, bei denen von der Planung bis zum fertigen Produkt kaum menschliche Einmischung notwendig ist. Zu den mehr als 100 Kunden gehörten mittelständische Unternehmen und milliardenschwere Konzerne aus zahlreichen Branchen, sagte Gründer und Firmenchef Jonas Schneider.

"Stellen Sie sich Werke vor, welche das kollektive Wissen und die Erfahrung aller Ingenieure und Maschinenbauer, die jemals dort gearbeitet haben, in sich vereinen und selbst die anspruchsvollsten Teile mit übermenschlicher Zuverlässigkeit bei zehnfacher Effizienz herstellen können", beschrieb er seine Vision. Seinen Optimismus hat er sich offenbar bei Sam Altman abgeschaut. Hoffen wir nur, dass sich OpenAI nicht als Minos entpuppt. Auf Daedalus war der nicht gut zu sprechen.

Ein weiteres deutsches KI-Projekt finden Sie hier

Ehemaliger OpenAI-Entwickler plant KI-Startup in Deutschland
20:33 Uhr

Drohungen gegen israelische Botschaft in Den Haag

Nachdem die israelische Botschaft in Den Haag Drohungen erhalten hat, ergriff die Polizei Sicherheitsmaßnahmen. Das Gebiert um das Botschaftsgebäude ist weiträumig abgesperrt worden. Der Bürgermeister betonte, dass die Bedrohung "äußert ernst genommen werden" muss. Über die Art der Bedrohung könne er keine Angaben machen. Im Laufe des Tages waren vor das Gebäude Absperrgitter mit schwarzen Sichtschirmen gestellt worden. Auch stehen mehrere Polizeiwagen auf der Straße. Die Bedrohung hängt vermutlich mit dem Gaza-Krieg zusammen. Auch andere Gebäude wie Synagogen oder jüdische Schulen waren strenger gesichert worden. Die Botschaft Israels befindet sich in der Nähe des Amtssitzes des niederländischen Ministerpräsidenten. Bei der israelischen Botschaft in Stockholm war Ende Januar eine Handgranate gefunden worden.

Drohungen gegen israelische Botschaft in Den Haag
19:59 Uhr

Auto rast in Tankstelle und löst Explosion aus

An einer Tankstelle in Boston kommt es zu einer Explosion. Ein Auto, dass zunächst einige Meter entfernt steht, fährt plötzlich quer über die Tankstelle in eine Zapfsäule. Ein Mitarbeiter will den Brand noch manuell löschen, bevor die Automatik einsetzt. Die Fahrerin flieht kurzerhand.

Auto rast in Tankstelle und löst Explosion aus

Auto rast in Tankstelle und löst Explosion aus
19:34 Uhr

Nasa schickt Erdbeobachtungssatellit erfolgreich Richtung Himmel

Kürzlich schickte die Nasa im Rahmen der sogenannten "Pace"-Mission einen Satelliten mit einer "Falcon 9"-Rakete von SpaceX gen Himmel. Der Start verlief erfolgreich, die Zusammenarbeit mit Elon Musks Privatunternehmen scheint zu fruchten. Mit dem Satelliten soll der Klimawandel erforscht werden, eben aus der Vogelperspektive. Schon bald sollen mit Daten des "PACE"-Satelliten (die Abkürzung steht für "Plankton, Aerosol, Climate, ocean Ecosystem"), gesendet von Hunderten Kilometern über der Erde, kleinste Partikel in Wasser und Luft und ihr Zusammenhang mit dem Klimawandel untersucht werden.

Nasa schickt Erdbeobachtungssatellit erfolgreich Richtung Himmel
18:59 Uhr

Kälteeinbruch in China kreiert faszinierende Kunstwerke

Den Süden Chinas sucht eine Kältewelle heim. In der Stadt Wuhan überfrieren Pflanzen nur millimeterdick. Bewohner sind fasziniert von den detaillierten Abdrücken im Eis. Hecken hingegen werden durch das gefrorene Wasser erstaunlich widerstandsfähig.

Kälteeinbruch in China kreiert faszinierende Kunstwerke
18:28 Uhr

Lindner wünscht sich Lockerung des deutschen Lieferkettengesetzes

Bisher kassierte die FDP für die Blockade der EU-Lieferkettenlinie ordentlich Kritik. Zur Erinnerung: Mit der geplanten Richtlinie sollen Unternehmen stärker für Missstände in ihren Lieferketten in die Pflicht genommen werden, etwa Verstöße gegen Menschenrechte oder Umweltauflagen. Nun will Parteichef Christian Lindner auch ans deutsche Lieferkettengesetz. "Arbeitsminister Hubertus Heil hat unlängst gute Vorschläge gemacht, wie das deutsche Lieferkettengesetz mit seinen Berichtspflichten schlanker werden kann", sagte Finanzminister und FDP-Chef Christian Lindner dem Nachrichtenportal t-online. SPD-Politiker Heil hatte die Lockerung der deutschen Regeln allerdings an die Zustimmung der FDP zur europäischen Lieferketten-Richtlinie geknüpft. Die Liberalen sind darauf nicht eingegangen. Wegen der Uneinigkeit in der Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP wird sich Deutschland bei der EU-Abstimmung am Freitag enthalten, was wie ein Nein wirkt. Nötig ist in Brüssel eine qualifizierte Mehrheit der 27 EU-Staaten. Sollten auch Italien und einige kleinere europäische Staaten nicht zustimmen, was für möglich gehalten wird, wäre das Projekt vor der im Juni anstehenden Europawahl nicht mehr zu retten.

Lindner wünscht sich Lockerung des deutschen Lieferkettengesetzes
17:55 Uhr

Studenten protestieren gegen Privatunis in Griechenland

In Griechenland plant die konservative Regierung, private Universitäten ab 2025 zuzulassen. Tausende Studenten in Athen und Thessaloniki protestierten kürzlich gegen das Vorhaben. Studierende und Lehrkräfte haben die Sorge, dass Bildung damit elitär wird, sehr zu Ungunsten staatlicher Einrichtungen. Sie berufen sich auf das Verbot privater Unis, das bislang in der griechischen Verfassung verankert ist. Neben Professoren beteiligten sich auch andere Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes an den Protesten. Bildungsminister Kyriakos Pierrakakis sagte in einem Fernsehinterview, die Kriterien zur Zulassung neuer Hochschulen seien "die strengsten in Europa". Auch werde es für Privat-Unis genauso einen Numerus clausus geben wie für die staatlichen Institutionen.

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Die Studenten in Griechenland sind wütend. (Foto: picture alliance/dpa)

In Bezug auf den Vorwurf, die Qualität der Abschlüsse könne geringer sein als bei staatlichen Hochschulen, verwies Pierrakakis darauf, dass derzeit rund 40.000 Studenten im Ausland studierten, deren Abschlüsse später ebenfalls anerkannt würden. Jedoch ist hier nicht die Rede davon, ob es sich bei dabei ebenfalls um Privatunis oder öffentliche handelt. Klar ist, dass private Einrichtungen nicht nur zu Wettbewerb zwischen den Einrichtungen hinsichtlich der Lehrkräfte führen könnte, schlimmstenfalls zum Nachteil öffentlicher Universitäten. Ebenso kommt es so deutlich weniger zu sozialer Durchmischung, stattdessen öffnet man das Tor für mehr Abgrenzung.

Studenten protestieren gegen Privatunis in Griechenland
17:30 Uhr

Biden verwechselt Merkel mit Kohl

Es ist nicht lange her, da verwechselte US-Präsident Joe Biden Macron mit Mitterrand, was hinsichtlich ihrer völlig entgegengesetzten politischen Positionen für den einen oder anderen Schmunzler sorgte. Jetzt folgt der nächste Patzer. Bei einer Veranstaltung zum Einsammeln von Wahlkampfspenden in New York gab der 81-jährige Biden eine Unterhaltung wieder, die er während des G7-Gipfels im Jahr 2021 mit Helmut Kohl geführt habe - der langjährige Bundeskanzler war jedoch schon 2017 verstorben. Stattdessen war Deutschland durch Bundeskanzlerin Angela Merkel vertreten. Naja, immerhin beide CDU. Biden erinnerte bei seinem Auftritt an den G7-Gipfel, der im Juni 2021 in Großbritannien stattfand - wenige Monate nach seiner Amtseinführung und dem Sturm der Anhänger seines Vorgängers Donald Trump auf das Kapitol in Washington. "Helmut Kohl, der Deutsche, hat mich angesehen und gesagt: 'Was würden Sie sagen, Herr Präsident, wenn Sie morgen die britische 'Times' aufschlagen, um dort zu lesen, dass 1000 Menschen die Tür des britischen Parlaments gewaltsam geöffnet und Leute getötet haben, mit der Absicht, die Amtsübernahme des Premierministers zu verhindern?'"

Biden verwechselt Merkel mit Kohl
17:01 Uhr

Pick-up dreht Runden im Meer - Fahrer verhaftet

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal rettet ein Bus-Passagier einer Mitfahrerin durch einen erstaunlichen Reflex das Leben und will ein Mann herausfinden, ob sein Truck auch wellenreiten kann.

Pick-up dreht Runden im Meer - Fahrer verhaftet

Pick-up dreht Runden im Meer - Fahrer verhaftet
16:31 Uhr

Nach umstrittenen Protesten: UdK positioniert sich gegen Antisemitismus

In den vergangenen Monaten kam es zu umstrittenen propalästinensischen Aktionen an der Berliner Universität der Künste. Jetzt positionieren sich die Lehrenden klar gegen Antisemitismus. "Für uns ist es unerträglich und nicht hinnehmbar, dass jüdische, israelische und antisemitismuskritische Menschen, darunter Studierende und Dozierende an der UdK Berlin seit dem Massaker der Hamas an Zivilisten in Israel am 7. Oktober 2023 diskriminiert und bedroht werden", heißt es in einer Erklärung. Diese kritisiert "gewaltvolle antisemitische Proteste und Aktionen" an der UdK im November. Dabei sei unter anderem der Terror der Hamas relativiert worden. "Antisemitismus ist keine Meinung, sondern eine Form von Diskriminierung." Menschenverachtende Narrative fielen nicht unter die Rede- oder Kunstfreiheit. Der Zentralrat der Juden begrüßte die Erklärung. "Ein wichtiges, ausführliches und differenziertes Statement der Lehrenden und Mitarbeiter der @UdK_Berlin_ zum Antisemitismus an ihrer Einrichtung und zum Umgang mit Antisemitismus an Hochschulen insgesamt", schrieb der Zentralrat auf X.

Nach umstrittenen Protesten: UdK positioniert sich gegen Antisemitismus
15:52 Uhr

Hackerangriff trifft mehr als 33 Millionen Menschen in Frankreich

In Frankreich gab es eine Hacking-Attacke gegen zwei Dienstleister des Krankenversicherungswesens. Betroffen sind dabei Name, Geburtsdatum und Versicherungsnummer sowie Namen der gewählten Zusatzkrankenversicherung von mehr als 33 Millionen Menschen, meldet die Datenschutzbehörde CNIL. Weiterführende Informationen wie Kontodaten, Adressen oder medizinische Daten seien allerdings nicht in die Hände von Unbefugten gelangt. Die beiden Dienstleister hatten die Behörde über die Attacke vom Januar informiert. Die Krankenversicherungen, die mit den Dienstleistern zusammenarbeiteten, müssten betroffene Versicherte darüber informieren. Die Datenschutzbehörde rief die betroffenen Menschen zur Vorsicht bei allen Krankenversicherungsangelegenheiten auf. Außerdem sollten sie ihre Bankkonten im Blick behalten, denn möglich sei, dass Unbefugte die erlangten Daten mit weiteren Informationen kombinierten, die bei anderen Hacking-Attacken erlangt wurden.

Hackerangriff trifft mehr als 33 Millionen Menschen in Frankreich
15:21 Uhr

Disney will mit "Fortnite"-Macher riesiges Metaverse schaffen

Ein wenig klingt es nach einer übermotorisierten Ankündigung, doch Disney und "Fortnite"-Macher Epic Games schließen sich zusammen, um ein "expansives und offenes Spiele- und Unterhaltungsuniversum" aufzubauen. Disney gab dazu bekannt, 1,5 Milliarden US-Dollar investieren zu wollen. Im Grunde soll es sich um ein metaverseähnliches Projekt handeln, jedoch sind die Informationen zu dem Vorhaben eher spärlich.

"Das neue persistente Universum wird nicht nur ein erstklassiges Spielerlebnis sein und mit Fortnite interagieren, sondern auch eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Verbraucher bieten, Inhalte, Charaktere und Geschichten von Disney, Pixar, Marvel, Star Wars, Avatar und anderen zu spielen, zu sehen, einzukaufen und sich mit ihnen zu beschäftigen", schreibt Disney. Nutzer sollen dabei in der Lage sein, "ihre eigenen Geschichten und Erlebnisse zu schaffen" und mit anderen zu teilen.

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Disney und Epic planen wohl Großes. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)
Disney will mit "Fortnite"-Macher riesiges Metaverse schaffen
14:52 Uhr

Salzborn warnt vor antisemitischer Stimmung an Unis

Erst vor wenigen Tagen wird der jüdische Student Lahav Shapira krankenhausreif geprügelt. Das sorgte für einen Schock sondergleichen. Berlins Antisemitismusbeauftragter Samuel Salzborn sieht in der Attacke aber keinen Einzelfall, er sieht sie vielmehr als "Ausdruck einer insgesamt antisemitisch verhetzen Stimmung" und der Radikalisierung einer Minderheit an Universitäten. Jüdische Studierende hätten ihm immer wieder berichtet, dass sie sich insbesondere an der Freien Universität Berlin nicht sicher fühlten. Der 30-jährige Shapira sei zwar am Wochenende nicht an der Uni, sondern im öffentlichen Raum zusammengeschlagen worden. "Der Hintergrund scheint aber zu sein, dass antisemitische Propaganda bei Studierenden immer wieder verfängt und sich eine Minderheit zunehmend und rasant radikalisiert", sagte Salzborn. "Ohne antisemitisches Weltbild käme es nicht zu einer derartigen Gewalteskalation." Der mutmaßliche Täter im Fall Shapira ist ein 23 Jahre alter propalästinensischer Kommilitone. Er soll den jüdischen Studenten auf einer Straße in Berlin-Mitte geschlagen und getreten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt die Hintergründe.

Salzborn warnt vor antisemitischer Stimmung an Unis
14:30 Uhr

Eiszapfen regnen wie Geschosse von Brücke herab

Auf einer Brücke in Wuhan sorgt ein Wetterphänomen für zahlreiche Schreckmomente bei Autofahrern. Aus großer Höhe fliegen Eiszapfen auf die Fahrzeuge, reihenweise Scheiben gehen zu Bruch. Ursache sind wechselhafte Temperaturen. Die Brücke muss gesperrt werden.

Eiszapfen regnen wie Geschosse von Brücke herab
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den Feierabend - ich übernehme an ihrer Stelle. Mein Name ist Tim Kröplin und ich führe Sie durch den restlichen Tag. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: tim.kroeplin@ntv.de.

Schichtwechsel
13:58 Uhr

Nordkorea kassiert Wirtschaftskooperation mit Südkorea

Nach seiner Einstufung Südkoreas als Feindstaat Nummer eins hat Nordkorea ein Gesetz über die Förderung der innerkoreanischen Wirtschaftszusammenarbeit abgeschafft. Ein entsprechendes Dekret habe der Ständige Ausschuss der Obersten Volksversammlung bei einer Sitzung in Pjöngjang verabschiedet, berichteten die staatlichen Medien. Demnach wurden ebenfalls noch bestehende Abkommen über die wirtschaftliche Kooperation für nichtig erklärt. Auch wurde ein Gesetz über internationale Reisen in eine Sonderzone am Kumgang-Gebirge an der Ostküste Nordkoreas, wo beide Staaten einst ein gemeinsames Tourismusprogramm betrieben hatten, abgeschafft.

Zwischen beiden koreanischen Staaten herrscht infolge zunehmender Spannungen schon seit Längerem Funkstille. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte bei einer Sitzung der herrschenden Arbeiterpartei Ende 2023 die innerkoreanischen Beziehungen als solche zwischen zwei sich bekämpfenden Staaten bezeichnet.

Nordkorea kassiert Wirtschaftskooperation mit Südkorea
13:37 Uhr

Streit um Honig-Werbung: Böhmermann hat vor Gericht das Nachsehen

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In dem Beitrag ging es um Kritik an Firmen, die "Beewashing" als eine Form des Greenwashings betreiben - ein Wortspiel aus Greenwashing und dem englischen Begriff für Bienen. (Foto: picture alliance/dpa)

Im Rechtsstreit um die Werbung eines sächsischen Imkers mit einem Bild des Moderators Jan Böhmermann hat das Landgericht Dresden dem Ansinnen des prominenten TV-Satirikers auf ein Verbot widersprochen. Eine Zivilrichterin gab dem Bienenzüchter und Honigproduzenten aus Meißen auf ganzer Linie Recht und wies am Donnerstag Böhmermanns Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück. Er könne keine Unterlassungsansprüche wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte hinsichtlich seines Namens und seiner Abbildung geltend machen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Berufung zum Oberlandesgericht Dresden möglich.

Böhmermann wollte dem Unternehmen von Rico Heinzig, der zuvor unfreiwillig in der Sendung "ZDF Magazin Royale" vorgekommen war, Vertrieb von und Werbung für "Beewashing-Honig" verbieten. Der Imker hatte das Produkt nach eigenen Angaben als satirische Reaktion auf die Sendung am 3. November 2023 herausgebracht, in der Böhmermann ihn benannt und ohne Einverständnis auch sein Bild gezeigt hatte.

Streit um Honig-Werbung: Böhmermann hat vor Gericht das Nachsehen
13:03 Uhr

Betreiber: Rund 5500 Liter radioaktiven Wassers aus A Fukushima ausgetreten

Aus einem Leck am zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in Japan sind nach Angaben des Betreibers rund 5500 Liter radioaktives Wasser ausgetreten. Rund um die Anlage seien jedoch keine Anzeichen einer Verseuchung festgestellt worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers Tepco. Das Wasser sei am Mittwochmorgen ausgetreten, ein Angestellter habe das Leck beim Reinigen eines Filters entdeckt. Es wurde dann direkt geschlossen.

Obwohl der Betreiber Tepco nicht davon ausgeht, dass die Umgebung kontaminiert wurde, soll die Erde rund um das Leck nach Angaben der Sprecherin nun ausgetauscht werden. Das Wasser sei aus einem Teil der Anlage ausgetreten, in dem radioaktives Wasser aufbereitet wird.

Betreiber: Rund 5500 Liter radioaktiven Wassers aus A Fukushima ausgetreten
12:24 Uhr

Anklage in Berlin: Frau soll Minderjährige zu Prostitution gezwungen haben

Weil eine 39-Jährige in Berlin eine Minderjährige über anderthalb Jahre zur Prostitution gezwungen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Sie wirft der Frau Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuellen Missbrauch von Jugendlichen vor, wie die Behörde in der Hauptstadt mitteilte.

Anfang November 2021 soll die Beschuldigte demnach eine damals 15-Jährige aus der Slowakei nach Berlin geholt haben. Anschließend habe die Jugendliche täglich zwei Freier in Hotels und anderen Etablissements bedienen müssen. Von dem eingenommenen Geld soll sie einen kleinen Teil für sich erhalten haben. Den Rest habe sie an die 39-Jährige abgeben müssen. Die Frau habe der Jugendlichen zudem den Reisepass weggenommen, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Erst im April 2023, als die Jugendliche schwanger wurde, durfte sie mit der Prostitution aufhören. Seit Oktober sitzt die 39-Jährige in Untersuchungshaft. Über die Zulassung der Anklage und eine Hauptverhandlung muss nun das Amtsgericht Tiergarten entscheiden.

Anklage in Berlin: Frau soll Minderjährige zu Prostitution gezwungen haben
11:40 Uhr

Größerer Polizeieinsatz: "Familiäre Bedrohungssituation" in Mutterstadt

Aufgrund einer "familiären Bedrohungssituation" läuft der Polizei zufolge ein größerer Einsatz in Mutterstadt (Rhein-Pfalz-Kreis). Der Einsatz habe in den frühen Morgenstunden begonnen, teilte die Polizeiinspektion Schifferstadt mit.

Zu der Bedrohungssituation sei es in der Nacht in einem Mehrfamilienhaus gekommen, hieß es. Im Verlauf sei bei einem Angehörigen "wohl auch ein Gegenstand gesehen worden, der wie eine Schusswaffe aussah". Eine Gefährdung für Dritte bestand der Polizei zufolge nicht.

Größerer Polizeieinsatz: "Familiäre Bedrohungssituation" in Mutterstadt
11:17 Uhr

Umfrage: AfD-Wähler wünschen sich mehrheitlich Trump ins Weiße Haus

Sollte es bei der US-Präsidentenwahl im November zum Duell zwischen Amtsinhaber Joe Biden und seinem Vorgänger Donald Trump kommen, wären die Sympathien in der deutschen Bevölkerung klar verteilt. 63 Prozent würden sich dann nach einer YouGov-Umfrage eher den 81-jährigen Demokraten Biden als Wahlsieger wünschen und nur 16 Prozent den vier Jahre jüngeren Republikaner Trump. 21 Prozent nennen in der Umfrage keine Präferenz.

Die Wähler der AfD hoffen allerdings mehrheitlich darauf, dass Trump ins Weiße Haus zurückkehrt. 57 Prozent von ihnen wünschen sich eher den Republikaner als Präsidenten und nur 24 Prozent Biden. Bei der Frage nach den Wahlchancen sind beide allerdings fast gleichauf. 36 Prozent der fast 2500 Befragten trauen Biden eher den Wahlsieg zu und 33 Prozent Trump. 31 Prozent machen keine Angaben. In den USA laufen derzeit noch die Vorwahlen. Trump gilt als wahrscheinlichster Herausforderer Bidens bei der Wahl am 5. November.

Umfrage: AfD-Wähler wünschen sich mehrheitlich Trump ins Weiße Haus
10:49 Uhr

So hat sich Ryan Gosling auf Ken-Rolle vorbereitet

"Barbie"-Schauspieler Ryan Gosling hat sich eigenen Angaben zufolge für seine Rolle als Ken auch bei der Datingshow "Die Bachelorette" Inspiration geholt. "Ich schaue viel Reality-TV", sagte der 43-Jährige dem US-Magazin "Variety". Gosling verkörpert in dem Kassenhit "Barbie" von Regisseurin Greta Gerwig und mit Hauptdarstellerin Margot Robbie den Freund der Barbie-Puppe - der ohne Barbie nicht ganz weiß, wer er ist. Auch die "Bachelorette"-Anwärter säßen untätig herum und warteten darauf, dass die Bachelorette sie beachte, erklärte der Kanadier.

  • "Und, ja, sie haben keine andere Aufmerksamkeit als die, die sie ihnen schenkt." Die Männer in der Flirtshow würden oft mit nur einem einzigen charakteristischen Merkmal gezeigt, sinnierte Gosling.

  • "Ein Typ ist der Brillenträger. Ein Typ hat den einen Ohrring. Wenn man diese Person herausfordert und dasselbe tut wie sie, würde man ihre Identität verletzen." Um sich selbst von den anderen Kens im Barbieland abzuheben, habe sein Ken deshalb begonnen, einen Pelzmantel zu tragen.

  • Seine Rolle, die ihm eine Oscar-Nominierung eingebracht hat, bezeichnete Gosling als die "schwierigste Rolle", die er je gespielt habe.

  • Auch alte Erinnerungen an seine Zeit im "Mickey Mouse Club" hätten ihm für seine Rolle gedient, erzählte Gosling. "Ich konnte mich mit Ken identifizieren und mit dem Bedürfnis, sich selbst zu finden und sich abzuheben."

So hat sich Ryan Gosling auf Ken-Rolle vorbereitet
10:28 Uhr

EU-Militäreinsatz: Fregatte "Hessen" unterwegs ins Rote Meer

Um die Handelsschifffahrt im Roten Meer gegen die Huthi-Miliz zu sichern, ist die deutsche Fregatte "Hessen" zu einem geplanten EU-Militäreinsatz ausgelaufen. Das Kriegsschiff mit rund 240 Soldatinnen und Soldaten an Bord verließ den größten Stützpunkt der deutschen Marine in Wilhelmshaven. Mit der Verlegung des Kriegsschiffes will die Bundeswehr die Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung an einem EU-Einsatz schaffen.

Ein EU-Beschluss und ein Mandat des Bundestages stehen dafür noch aus - sie werden im Laufe des Februars erwartet. Die "Hessen" soll bis Ende des Monats in dem Einsatzgebiet ankommen. An dem Pier des Marinestützpunktes wurde die Besatzung von zahlreichen Kameraden, Familienangehörigen und Freunden verabschiedet.

EU-Militäreinsatz: Fregatte "Hessen" unterwegs ins Rote Meer
09:50 Uhr

Erneut Vulkanausbruch auf Island: Glutrote Lava sprudelt aus einem Erdriss

Auf Island ist es erneut zu einem Vulkanausbruch gekommen. Am Morgen tat sich nördlich des Küstenortes Grindavík ein langer Erdriss auf, aus dem glutrote Lava viele Meter in die Höhe sprudelte. Rund um den Riss bildete sich schnell ein Lavafeld, wie in Livestreams des isländischen Rundfunksenders RÚV zu sehen war. In dem Vulkangebiet auf der Reykjanes-Halbinsel südwestlich von Reykjavik hat es in der vergangenen Zeit immer wieder spektakuläre Spalteneruptionen dieser Art gegeben, zuletzt im Januar, als die Lava auch die Ausläufer von Grindavík erreicht hatte.

Die Wetterbehörde Vedurstofa hatte jüngst eine erneute Ansammlung von mehreren Millionen Kubikmetern Magma unterhalb des Gebietes verzeichnet und deshalb davor gewarnt, dass die Wahrscheinlichkeit einer zeitnahen erneuten Eruption gestiegen sei. Nach Angaben der Wetterbehörde begann der Ausbruch gegen 6.00 Uhr nordöstlich des Berges Sylingarfell, nachdem er sich kurz davor durch zunehmende Erdbebenaktivität angekündigt hatte. Der Riss sei etwa drei Kilometer lang, die Lava fließe zunächst hauptsächlich nach Westen, teilte die Behörde am Morgen mit. Eine unmittelbare Gefahr für Grindavík, das nahegelegene Geothermalbad Blaue Lagune oder ein Kraftwerk in dem Gebiet bestand nach RÚV-Angaben zunächst nicht.

Erneut Vulkanausbruch auf Island: Glutrote Lava sprudelt aus einem Erdriss
09:24 Uhr

Karnevalisten bewaffnen sich mit Schirm und Regencape

Bei strömendem Regen haben sich bereits am frühen Morgen die ersten Karnevalisten in der Kölner Innenstadt eingefunden. Bewaffnet mit Schirm und durchsichtigem Regencape über dem Kostüm zogen kleinere Gruppen durch die Stadt.

Im benachbarten Düsseldorf blieb es am Morgen dagegen zunächst trocken. Die Närrinnen und Narren müssen sich an Weiberfastnacht auf reichlich Regen einstellen. Die Temperaturen erreichen im Rheinland bis zu zehn Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte

Karnevalisten bewaffnen sich mit Schirm und Regencape
08:50 Uhr

Entdeckung bei Erdarbeiten: Polizei geht bei Knochenfund nicht von Straftat aus

Es war ein grausiger Fund: Bei Erdarbeiten im nordrhein-westfälischen Lippetal sind 15 Schädel und eine Vielzahl von Knochen entdeckt worden. Die Polizei geht zunächst nicht von einer Straftat aus. Vermutet werde vielmehr, dass sich an der Stelle eine Grabstätte befunden habe, sagte ein Polizeisprecher.

"Es kann sein, dass es sich um einen Friedhof handelt, weil es in unmittelbarer Nähe einer Kirche ist." Aber es werde in alle Richtungen ermittelt. "Wir gehen, Stand jetzt, nicht davon aus, dass es sich um strafrechtliche Dinge handelt." In Verbindung mit alten Gemeindeplänen könnten der Polizei zufolge möglicherweise Indizien gewonnen werden, warum die menschlichen Überreste an der Stelle lagen. An der Fundstelle befand sich nach Polizeiangaben ein 40 bis 50 Jahre altes Haus, das für einen Neubau abgerissen worden war. Bei Erdarbeiten wurden dann am Mittwoch die Schädel und Knochen ausgegraben und sichergestellt. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

Entdeckung bei Erdarbeiten: Polizei geht bei Knochenfund nicht von Straftat aus
08:13 Uhr

König Charles nutzt Krebsdiagnose, um Leidensgenossen zu helfen

Die Nachricht, dass König Charles III. an Krebs erkrankt ist, sorgt für weltweite Betroffenheit. Zugleich will der britische Monarch aus dieser Not so gut es geht eine Tugend machen - so habe er die Erkrankung überhaupt erst öffentlich gemacht, um für mehr Bewusstsein zu sorgen.

Diesen Weg beschritten er und seine Familie nun weiter und veröffentlichten auf ihrer offiziellen Instagram-Seite einige wichtige Tipps im Umgang mit Krebspatienten. Gemeinsam mit der Wohltätigkeitsorganisation Maggie's posteten die Royals "Wege, um Freunde oder Familienmitglieder mit Krebsdiagnose zu unterstützen". Hierfür wurden Menschen mit Krebs nach Beispielen gefragt, die ihnen persönlich am besten geholfen haben.

  • Einer der wichtigsten Punkte: "Redet mit eurem Freund so, wie ihr es normal tun würdet. Sprecht über die Dinge, über die ihr auch so sprechen würdet. Aber seid darauf gefasst, ohne Vorurteile zuzuhören, wenn sie über die ernsten Dinge reden wollen."

  • Ein weiterer Slide des Postings legt nahe, wie wichtig schon kleinste Gesten von Zeit zu Zeit sein können: "Helft mit kleinen Haushaltsaufgaben, etwa das Bett frisch zu beziehen oder den Müll herauszubringen."

  • Oder auch: "Kommt spontan zum Essen vorbei."

  • Die aber wohl wichtigste Message an alle Menschen, die unsicher im Umgang mit Krebspatienten sind: "Bleibt ein Freund."

König Charles nutzt Krebsdiagnose, um Leidensgenossen zu helfen
07:40 Uhr

Noch ein Mensch vermisst: Gesunkenes Schiff in Elbe soll geborgen werden

Nach einem Schiffsunfall in der Nähe der Hamburger Köhlbrandbrücke soll mit einsetzendem Tageslicht das Wrack geborgen werden. Vermisst wird noch immer ein Mensch, nach dem Taucher und Einsatzkräfte in Booten und einem Polizeihubschrauber stundenlang vergeblich gesucht hatten. Die Polizei hält es für ausgeschlossen, dass er noch lebend gerettet werden kann.

Bei der Bergung des untergegangenen Schiffs soll geprüft werden, ob sich der Leichnam des Vermissten darin befindet, hieß es von der Polizei. Falls nicht, werde man keine große weitere Suchaktion starten. Einen Toten in der Elbe zu finden, sei aufgrund der Tiefe, der Strömung und der schlechten Sichtverhältnisse schlichtweg unmöglich

Noch ein Mensch vermisst: Gesunkenes Schiff in Elbe soll geborgen werden
07:01 Uhr

Haus geht in Flammen auf: Schüsse auf Elfjährige abgefeuert?

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Offen blieb zunächst auch, ob die Berichte über die angeblichen Schüsse auf das Mädchen korrekt waren. Der gesamte Straßenzug wurde evakuiert. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Nach Schüssen und einem Feuer in einem Wohnhaus nahe der US-Metropole Philadelphia werden mehrere Mitglieder einer Familie vermisst, darunter mehrere Kinder. Die Familie habe in dem Haus in dem Ort East Lansdowne gelebt, sagte Bezirksstaatsanwalt Jack Stollsteimer. Man wisse derzeit nichts über den Verbleib von sechs bis acht Familienmitgliedern.

Die Polizei war am Nachmittag zu dem Haus gerufen worden, weil auf der Straße angeblich Schüsse auf ein elf Jahre altes Mädchen abgefeuert worden waren. Als die Polizei am Tatort ankam, eröffnete ein Schütze laut Stollsteimer aus dem Wohnhaus heraus sofort das Feuer. Zwei Polizisten seien angeschossen und ins Krankenhaus gebracht worden. In dem Haus brach schließlich aus noch ungeklärten Gründen ein Feuer aus. "Unsere Angst ist, dass mehrere Menschen in diesem Haus sind", sagte Stollsteimer. "Ich weiß nicht, ob sie tot sind." Er machte deutlich, dass die Einsatzkräfte erst am Morgen in dem Gebäude nach den Vermissten suchen könnten, weil dieses noch in Flammen stehe.

Haus geht in Flammen auf: Schüsse auf Elfjährige abgefeuert?
06:43 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

während der Verdi-Warnstreik bei der Lufthansa auch heute noch zu einigen Flugausfällen führen kann, bricht heute um 11.11 Uhr in den Karnevalshochburgen wieder der närrische Frohsinn aus. Mit Weiberfastnacht oder Altweiberdonnerstag beginnt der Straßenkarneval. In vielen Städten stürmen Frauen die Rathäuser und übernehmen symbolisch die Macht. So nehmen in Düsseldorf die "Möhnen" den Bürgermeister gefangen. In Köln fordert das Dreigestirn die Stadtschlüssel ein. Ein kleiner Stimmungsdämpfer könnte das Wetter sein: Es dürfte regnerisch und windig werden. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Das Oberste Gericht der USA verhandelt über die Teilnahme Donald Trumps an den Vorwahlen für die republikanische Präsidentschaftskandidatur. Bei der Anhörung greifen die Richterinnen und Richter einen Antrag des früheren US-Präsidenten und aktuellen Präsidentschaftsbewerbers auf.

  • Die deutsche Fregatte "Hessen" soll am vom Marinestützpunkt in Wilhelmshaven zu einem geplanten EU-Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Roten Meer auslaufen. Mit der Verlegung des Kriegsschiffes mit rund 240 Soldatinnen und Soldaten an Bord will die Bundeswehr die Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung an einem solchen Einsatz schaffen.

  • Im Zivilrechtsstreit um Werbung mit dem Namen und Bild von TV-Satiriker Jan Böhmermann gegen einen Imker aus der sächsischen Stadt Meißen soll am Landgericht Dresden ein Urteil verkündet werden. Böhmermann will dem Bienenzüchter und Unternehmer aus Sachsen, der zuvor unfreiwillig in der Sendung "ZDF Magazin Royale" vorgekommen war, die Werbung für "Beewashing-Honig" verbieten.

  • Zum Opernball in Wien werden heute rund 5000 Gäste erwartet. Angekündigt sind unter anderem der österreichische Unternehmer Richard Lugner, der von US-Schauspielerin Priscilla Presley begleitet werden soll. Außerdem wollen der Volksmusiker Heino, der Komiker Oliver Pocher sowie Kinostar Franco Nero Österreichs gesellschaftliches Top-Event besuchen.

Von närrischem Frohsinn ist bei uns in Berlin erfahrungsgemäß nicht allzu viel zu bemerken. Traurig bin ich deswegen nicht besonders. Falls Sie aber heute feiern sollten, wünsche ich Ihnen einen ganz fantastischen Tag. Mein Name ist Juliane Kipper und ich versorge Sie bis in den frühen Nachmittag mit den wichtigsten Nachrichten.

Das wird heute wichtig
06:35 Uhr

RKI: Grippefälle führen zu hoher Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen

Nach wie vor erkranken zunehmend Menschen in Deutschland an einer Grippe. Alle Altersgruppen sind betroffen, wie es in einem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hieß.

Die Erkrankungen führten zu "einer hohen Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen". Für die vergangene Woche seien bislang knapp 31.600 bestätige Laborfälle an das RKI übermittelt worden. 16 Prozent der Betroffenen kamen demnach in ein Krankenhaus. Insgesamt wurden den Experten seit Oktober rund 102.000 Grippefälle übermittelt. Dabei ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Auch die RSV-Welle (Respiratorisches Synzytial-Virus) bestimmt nach wie vor das Infektionsgeschehen in Deutschland. "Von einer Krankenhauseinweisung mit RSV-Infektion sind insbesondere Kleinkinder betroffen", schrieb das RKI.

RKI: Grippefälle führen zu hoher Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen
06:02 Uhr

Ältester Bewohner des Berliner Zoos gestorben

Ingo der Flamingo, der nach Angaben des Berliner Zoos älteste Bewohner der Anlage, ist tot. "Ingo der Flamingo ist mit imposanten 75 Jahren altersbedingt von uns gegangen", teilte der Zoo mit. "In Berlin lebte der Rosa Flamingo seit 1955 - wahrlich eine Legende!". Laut der Inschrift am Ring an Ingos Bein wurde das Tier am 23. Juni 1948 in Kairo geboren, hieß es weiter. Was es genau mit dem Datum auf sich hat und ob Ingo wirklich an jenem Tag schlüpfte, lässt sich nicht zweifelsfrei klären. Der Zoo jedoch wertete es als Beleg für sein Mindestalter.

Flamingos werden in freier Wildbahn durchschnittlich um die 30 Jahre alt. Der Berliner Zoo war nach eigenen Angaben der erste in Deutschland, dem von Anfang/Mitte der 60er Jahre an Bruten von Chile-Flamingos und Rosaflamingos gelangen. Auch Ingo hat nach Angaben des Zoos wohl Nachkommen gezeugt, es wurde jedoch nicht Buch über den Flamingo-Nachwuchs geführt.

Ältester Bewohner des Berliner Zoos gestorben