mit Friederike ZörnerDas war Dienstag, der 24. März 2026
Ein Ende des Iran-Kriegs ist auch heute nicht in Sicht. Vielmehr könnte sich die Lage in den kommenden Tagen weiter zuspitzen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wollen die USA zusätzliche Elite-Eingreifkräfte in den Nahen Osten verlegen. Das "Wall Street Journal" berichtete, 3000 Soldaten der 82. Luftlandedivision sollten den Einsatz im Iran unterstützen. Sie sollen demnach zu Tausenden Soldaten des Marinekorps dazustoßen, die am Freitag in der Region erwartet werden. Dann läuft das neue Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus aus.
Trump hatte am Samstag mit Angriffen auf iranische Energieanlagen gedroht, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht öffnen. Am Montag verlängerte er die Frist um fünf Tage. Ob die nun entsandten Soldaten für genau so einen Militärschlag vorgesehen sind, ist unklar. Welche - schlechten - Optionen der Präsident gerade hat, um den Krieg zu beenden, hat meine Kollegin Frauke Niemeyer aufgeschrieben.
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Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.
Atommüll-Transport in NRW geht los: Polizei im Großeinsatz
Die Polizei hat am Abend in Jülich mit einem Großeinsatz zum Schutz eines Atommüll-Transports begonnen. "Wir sind gut vorbereitet auf alle Szenarien und schauen, was der Abend so bringt", sagte eine Sprecherin. Der erste Konvoi mit einem von 152 Castor-Behältern starte jetzt, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums am späten Abend. Der Konvoi soll vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus gehen. Auf der gut 170 Kilometer langen Strecke sollen insgesamt rund 300.000 Brennelemente-Kugeln aus dem früheren Versuchsreaktor Jülich transportiert werden. Das Verlagern des Atommülls quer durch NRW wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Mit 152 Castor-Behältern handelt es sich um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. In Jülich, Duisburg und Ahaus fanden bereits Proteste von Atomkraft-Gegnerinnen und Gegnern statt.
Angesichts des aufwendigen Atommüll-Transports warnte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor Überlastung. "Es wird schon sehr kritisch gesehen, weil es eine Aufgabe zur Unzeit ist", sagte GdP-Landeschef Patrick Schlüter im WDR. Die Einsatzkräfte seien ohnehin mit massiven anderen Aufgaben und einer sich ändernden Sicherheitslage konfrontiert. Deshalb sei die zusätzliche Belastung schwer nachvollziehbar. Für jeden einzelnen der 152 Castorbehälter, die über einen längeren Zeitraum transportiert werden, muss das Land demnach Tausende Beamte in Alarmbereitschaft halten. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul hatte sich zuletzt kritisch geäußert: "Wenn es nach mir ginge, könnte ich auf die anstehenden Castor-Transporte gerne verzichten. Aber die Arbeit der Polizei ist kein Wunschkonzert. Wir können uns die Einsätze nicht aussuchen."
Minnesota verklagt Trump-Regierung - wegen mangelnder Zusammenarbeit
Im Dezember schickt das US-Heimatschutzministerium im Rahmen der "Operation Metro Surge" Tausende teils bewaffnete und vermummte Einsatzkräfte nach Minnesota. Bei Razzien im Januar werden Renée Good und Alex Pretti durch Schüsse der Beamten getötet. Der US-Bundesstaat Minnesota hat deswegen nun die Trump-Regierung verklagt - der Vorwurf: Sie behindere die Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen. Die Kläger werfen dem Justiz- und dem Heimatschutzministerium vor, Beweise an Tatorten in Minneapolis unter Verschluss zu halten und örtlichen Ermittlern den Zugang zu verwehren. Sie hoffen, mit der Klage der Blockadehaltung der Regierung ein Ende zu setzen.
Der Bundesstaat wirft den beiden Ressorts mangelnde Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung der Todesfälle vor: "Anstatt Informationen weiterzugeben, nahmen die Bundesbehörden die gesammelten Beweismittel in ihren alleinigen Besitz und verwehrten den Ermittlern aus Minnesota den Zugang zu wichtigen Informationen", heißt es. Die Bundesermittler hätten sich selbst nach richterlichem Beschluss geweigert, den lokalen Ermittlern Zugang zum Tatort zu ermöglichen. Dem amtierenden Staatsanwalt des Bundesstaates, Keith Ellison, zufolge bricht die Regierung in Washington damit mit einer jahrzehntelangen Praxis der polizeilichen Zusammenarbeit.
Buchladen zieht gegen Weimer vor Gericht
Der Streit um den Deutschen Buchhandlungspreis geht in die nächste Runde: Der Berliner Buchladen "Zur schwankenden Weltkugel" zieht gegen eine Äußerung von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer vor Gericht. Man habe einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt, teilte Anwalt Jasper Prigge mit. "Dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien soll verboten werden, den Buchladen und seine Betreiberinnen öffentlich als politische Extremistinnen zu bezeichnen." Es geht um einen Satz Weimers in einem Interview der "Zeit". Der Interviewer stellte die Frage: "Aber warum haben Sie in die Vergabe des Buchhandlungspreises eingegriffen?" Weimer antwortete: "Wenn der Staat Preise vergibt und Steuergelder einsetzt, dann kann er das nicht für politische Extremisten tun."
Die Betreiberinnen des Buchladens hatten eine Unterlassungserklärung von Weimer gefordert. Doch dieser lehnte ab. "Herr Staatsminister Dr. Weimer hat die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgegeben", teilte eine Sprecherin des Kulturstaatsministers mit. Es müsse Weimer und anderen Mitgliedern der Bundesregierung möglich sein, diesen Satz zu sagen. "Die angegriffene Äußerung enthält ebenso wie die Fragestellung im Interview keinerlei Bezug zu einer konkreten Person", erklärte die Sprecherin.
Bombendrohung in Kaiserslautern - Hauptbahnhof gesperrt
Wegen einer Bombendrohung ist der Hauptbahnhof von Kaiserslautern gesperrt. Eine weitere Drohung betrifft ein Krankenhaus. Ein Polizeisprecher sagte, es gebe bisher "keine konkreten Anhaltspunkte für eine reale Gefahr". Kurz vor 17 Uhr ging nach Angaben der Polizei bei einer Polizeidienststelle im Stadtgebiet eine telefonische Drohung ein. Der Hauptbahnhof wurde vorsorglich geräumt und ist seither weiträumig abgesperrt. Bundes- und Landespolizei sind im Einsatz. Spezialhunde unterstützen die Beamten beim Absuchen des Geländes. Der Bahnverkehr ist derzeit eingestellt. Züge werden nach Angaben eines Bahnsprechers umgeleitet oder an Bahnhöfen zuvor angehalten. Wie lange die Sperrung dauert, sei offen.
Kurz nach der Drohung gegen den Bahnhof ging nach Angaben der Polizei eine weitere Drohung ein: "Gegen 18 Uhr meldete sich ein Anrufer beim Westpfalz-Klinikum und kündigte eine Bedrohungslage gegen das Krankenhaus an. Die Polizei hat daraufhin weitere Kräfte zusammengezogen und trifft vor Ort die erforderlichen Maßnahmen." Wie diese Maßnahmen konkret aussehen, sagt die Polizei nicht.
Update: Der Hauptbahnhof von Kaiserslautern ist wieder freigegeben worden. "Nach einer umfassenden Absicherung und Absuche des Bahnhofs durch Polizeikräfte und Spezialhunde wurde kein verdächtiger Gegenstand gefunden", teilte die Polizei gegen 20.30 Uhr mit. Alle Straßensperrungen seien aufgehoben worden. Auch für das betroffene Krankenhaus gab die Polizei Entwarnung.
Prognosen: Sozialdemokraten rutschen bei Dänemark-Wahl ab
Die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen gehen aus der Parlamentswahl in Dänemark ersten Prognosen zufolge erneut als stärkste Kraft hervor - steuern aber auf ein historisch schlechtes Ergebnis zu. Wie und ob Frederiksen das Land eine dritte Amtszeit lang regieren kann, ist deshalb noch nicht sicher: In Nachwahlbefragungen der großen Fernsehsender DR und TV2 zeichneten sich am Abend unklare Mehrheitsverhältnisse ab.
Epstein-Skandal: Ermittler durchsuchen Schweizer Bank - Diplomat im Fokus
Über das weitverzweigte Netzwerk des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wurde bereits umfassend berichtet. Dennoch rücken immer wieder neue Verbindungen des Pädokriminellen in den Fokus der Öffentlichkeit. Französische Ermittler haben in den vergangenen Tagen die Pariser Büros der Schweizer Bank Edmond de Rothschild durchsucht. Die Razzia steht im Zusammenhang mit einer Korruptionsermittlung gegen einen Diplomaten, der in Dokumenten mit Bezug zu Epstein genannt wird, wie die Finanzstaatsanwaltschaft heute mitteilte. Es werde wegen des Vorwurfs der passiven Korruption eines ausländischen Amtsträgers und der Beihilfe dazu ermittelt. Der Name des ehemaligen Mitarbeiters der Bank tauchte in mehr als 200 vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten auf. Der Mitarbeiter war von 2006 bis 2013 als französischer Diplomat an die Vereinten Nationen (UN) abgeordnet. Er bestritt ein Fehlverhalten.
Die Durchsuchung habe bereits am Freitag stattgefunden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Dabei sei auch die Chefin der Bank, Ariane de Rothschild, anwesend gewesen. Edmond de Rothschild kooperiere uneingeschränkt mit der Justiz. Zudem sei eine interne Untersuchung eingeleitet worden, sobald der Verdacht gegen den ehemaligen Mitarbeiter aufgekommen sei. Er habe von 2014 bis 2016 bei der Bank gearbeitet. Die Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Einige der von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen E-Mails zeigen die Weitergabe von vertraulichen Dokumenten an Epstein, darunter Briefings des UN-Sicherheitsrats. Das französische Außenministerium hat ebenfalls eine administrative Untersuchung und ein Disziplinarverfahren gegen die Person eingeleitet.
Briefwahlgegner Trump hat per Brief gewählt
Er ist erklärter Gegner der Briefwahl, nennt die Stimmabgabe per Post sogar "Betrug" und will sie verbieten. Jetzt hat US-Präsident Donald Trump laut US-Medien jedoch selbst von der Methode Gebrauch gemacht. Wie unter anderem CBS News berichtet, hat der Republikaner bei einer Sonderwahl in Florida seine Stimme per Brief abgegeben. Das zeigten öffentliche Aufzeichnungen des Wahlleiters von Palm Beach County. Bei der Wahl, die heute über die Bühne geht, wird über den Sitz im Repräsentantenhaus des 87. Bezirks von Florida abgestimmt. Trump unterstützte demnach den republikanischen Kandidaten Jon Maples.
Laut der Webseite der Wahlbehörde des Landkreises forderte der Präsident den Stimmzettel am Samstag, den 14. März, an. Er sei am folgenden Tag bei ihm eingegangen und Trump habe daraufhin seine Stimme abgegeben. Der Präsident war an jenem Wochenende laut CBS News auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach. Kaum eine Woche später sagte Trump demnach während eines Treffens zum Thema Kriminalitätsbekämpfung in Memphis, Tennessee: "Briefwahl bedeutet Briefwahlbetrug. Ich nenne es Briefwahlbetrug, und wir müssen etwas dagegen tun." Auf seine eigene Briefwahl angesprochen, entgegnete eine Sprecherin des Weißen Hauses, Trump lebe nun mal hauptsächlich in Washington. "Das ist keine Geschichte", sagte sie CNN.
Trump scheint bei Pressekonferenz mehrmals wegzudösen
Schaut er nur nach unten oder ist er kurz vor dem Einschlafen? US-Präsident Donald Trump, der seinen Vorgänger Joe Biden gern als "Sleepy Joe" verspottet, scheint nun seinerseits Probleme mit dem Wach-Bleiben zu haben. Und das nicht zum ersten Mal.
Jahrelanger Streit um legendären Schabowski-Zettel beigelegt
Im jahrelangen Rechtsstreit um den sogenannten Schabowski-Zettel zur Maueröffnung lenkt das Haus der Geschichte ein. Die Stiftung werde eine zuvor eingelegte Revision gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Nordrhein-Westfalen nicht weiterverfolgen und akzeptiere die Entscheidung, teilte das Museum mit. Demnach muss das Haus der Geschichte einem Journalisten darüber Auskunft geben, wer den handgeschriebenen Zettel für 25.000 Euro verkauft hat.
SED-Politbüromitglied Günter Schabowski ging am 9. November 1989 in die Weltgeschichte ein, als er bei einer Pressekonferenz auf die Frage, ab wann die neuen Reiseregelungen für DDR-Bürger gelten würde, antwortete: "Sofort, unverzüglich."
Wenig später führten diese Worte zur ungewollten Maueröffnung in Berlin. Das Haus der Geschichte in Bonn sicherte sich den Sprechzettel Schabowskis für seine Ausstellung.
Ein Reporter einer überregionalen Tageszeitung forderte vom Haus der Geschichte in Bonn für seine Recherche die Nennung der Namen der Leute, die den Zettel verkauften, also die Namen des Erst- und Zweitverkäufers. Bei der Klage berief sich der Reporter auf den Auskunftsanspruch der Presse.
Das Haus der Geschichte verweigerte die geforderten Angaben, weil den Verkäufern bei den Verhandlungen Anonymität zugesichert worden war. Sowohl das Verwaltungsgericht Köln als auch das OVG hatten der Klage jedoch stattgegeben.
Experten melden "Darmkrebs-Boom" bei Millennials
Die Zahl der Darmkrebs-Diagnosen bei Menschen unter 45 Jahren steigt rasant an. Krebs-Spezialisten sprechen bereits von einem regelrechten "Boom" bei den sogenannten Millennials. Das Schicksal eines jungen Mannes zeigt, wie fatal eine Fehleinschätzung sein kann.
"Funktioniert überhaupt nicht": Jusos kritisieren Doppelrolle von Klingbeil und Bas
Quo vadis SPD? Nach zwei niederschmetternden Landtagswahlen und angesichts ernüchternder Umfrageergebnisse herrscht bei den Sozialdemokraten dicke Luft. Die Nachwuchsorganisation Jusos legt nun offensiv den Finger in die Wunde: "Die Rollenteilung an der Parteispitze klappt aktuell nicht", sagte Bundeschef Philipp Türmer dem "Spiegel". "Die Doppelrolle der Parteivorsitzenden, die zugleich Minister sind, funktioniert überhaupt nicht." Er forderte Arbeitsministerin Bärbel Bas und Finanzminister Lars Klingbeil zu einem Kurswechsel auf - inhaltlich wie personell. "Sie müssen beantworten, was sie anders machen wollen, oder ob sie ihre Positionen zur Verfügung stellen", sagte er. "Klar ist: So wie jetzt kann es nicht weitergehen. Mit diesem Kurs marschieren wir in den Abgrund."
Auch am Zustand der Gremienarbeit in der Partei äußerte der Juso-Vorsitzende scharfe Kritik. "Ich nehme unsere Gremien teilweise als sinnlose Beschäftigungstherapie wahr", klagte er. "Wir kreisen häufig um uns selbst." Auch der Landes-Chef der bayerischen Jusos, Benedict Lang, kritisierte die Einbindung der SPD-Vorsitzenden im Bundeskabinett. "Diese Ämterhäufung ist eindeutig gescheitert und muss zeitnah aufgelöst werden", sagte Lang dem "Tagesspiegel".
Güterschiff rammt Brücke und steckt fest
Ein mit Containern beladenes Güterschiff hat im Hafen von Neuss eine Brücke gerammt. Zwei leere Container fielen dabei ins Wasser - weitere befanden sich in Schieflage, wie die Polizei mitteilte. Nach jetzigem Stand gebe es keine Verletzten. Die Brücke, über die nur die Hafenbahn fährt, sei für den Verkehr gesperrt worden und werde jetzt auf Schäden geprüft.
Das Schiff hatte sich aus noch unbekannten Gründen unter der Brücke verkeilt. Da es sich dabei um eine Hubbrücke handelte, habe man diese so schnell wie möglich angehoben, um das Schiff zu lösen, hieß es. Dabei sei noch mehr von der instabilen Ladung des Schiffes ins Wasser gefallen. Nach mehreren Stunden war das Schiff schließlich frei. Mehrere Boote der Polizei, Wasserwacht und Feuerwehr rückten an. Zusätzlich sicherten Arbeits- und Kranschiffe aus dem Hafen die verlorene Fracht, damit sie nicht in Richtung Rhein treibt.
Betrugsmasche mit Onlineretouren: Frau und Mann festgenommen
Es scheint ein überraschend profitables Betrugsgeschäft gewesen zu sein: Zwei Verdächtige sollen über Jahre hinweg einen großangelegten Betrug mit Onlineretouren begangen haben. Eine 22-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann wurden im Januar in Bonn in Nordrhein-Westfalen festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft im sächsischen Leipzig am Dienstag mitteilten. Demnach sollen beide zwischen 2020 und Anfang 2026 wiederholt hochwertige Elektronikwaren im Internet bestellt haben.
Nach Erhalt der Waren hätten sie die Rücksendungen lediglich vorgetäuscht. Die Kaufpreise ließen sie sich demnach erstatten. Das Geld hoben sie anschließend mit Geldkarten über zuvor eingerichtete Aliasidentitäten ab. Die Beschuldigten waren in Deutschland untergetaucht. Sie hatten zwar verschiedene Häuser angemietet, sich aber nie umgemeldet. Nach den Festnahmen durchsuchten die Ermittler mehrere Gebäude im nordrhein-westfälischen Neuss sowie in einer Kleinstadt im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Dabei beschlagnahmten die Behörden insgesamt eine Million Euro Bargeld.
Erster Lkw-Transport von Antimaterie geglückt
Am europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf ist ein historischer Meilenstein geglückt: Erstmals weltweit wurde Antimaterie auf einem Lkw transportiert. Der deutsche Physiker Stefan Ulmer überwachte aus einem Auto im Konvoi hinter dem Lastwagen heraus die Messdaten - und konnte kurz nach halb elf Uhr feststellen: "Es hat alles geklappt, die Antiprotonen sind noch da."
"Heute beginnt eine neue Epoche für Präzisionsmessungen", sagte Ulmer. Die Champagnerkorken sollen allerdings erst knallen, wenn im Laufe des Tages nachgezählt wird, ob tatsächlich sämtliche 92 Antiprotonen am Ende noch in der eigens gebauten transportablen sogenannten Penning-Falle waren. Der Transport auf dem Cern-Gelände war der Beweis, dass der von Ulmer, Christian Smorra und ihrem Team konzipierte Container funktioniert. In einigen Jahren sollen Antiprotonen nun in Labore etwa in Düsseldorf, Hannover oder Heidelberg transportiert werden, um dort noch präzisere Messungen vorzunehmen als am Cern möglich. Fernziel ist, vielleicht eines der größten Rätsel der Teilchenphysik zu lösen: Warum gibt es einen riesigen Materieüberschuss im Universum? Beim Urknall dürfte gleich viel Materie und Antimaterie entstanden sein. Bislang ist es in der Physik nicht gelungen, zu erklären, warum die Antimaterie fast vollständig verschwunden ist.
Brandenburger AfD zeigt Verständnis für rassistische Gesänge von Teenagern
Die Empörung über die (erneut) missbräuchliche Verwendung des Liedes "L'amour toujours" von Gigi D'Agostino bei einer Teenager-Party ist groß. Die AfD im Brandenburger Landtag findet das übertrieben - und liefert eine abenteuerliche Rechtfertigung. "Da rastet unser Ministerpräsident mal so richtig aus, wenn dieses Lied gespielt wird und ein paar Jugendliche in Brandenburg, wenn sie feiern gehen, mal ein paar Sätze sagen, die vielleicht nicht jeder schön finden muss", sagte der AfD-Bildungspolitiker Dennis Hohloch, der auch Mitglied im Bundesvorstand der AfD ist. Er glaube, dass sie "sicherlich kein Grund dafür sind, dass jetzt der Staatsschutz eingeschaltet werden muss". Er nannte dies "lächerlich".
Mehrere Jugendliche hatten vor einigen Tagen zu dem Partyhit in einem Club in Falkenberg/Elster rassistische Gesänge angestimmt. In einem Video auf Instagram ist zu hören, wie mehrfach gerufen wird: "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus." Der Staatsschutz nahm Ermittlungen auf. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zeigte sich fassungslos. "Jugendliche grölen Naziparolen und keiner greift ein", schrieb er bei Instagram. "Wir dürfen dazu niemals schweigen!" Die AfD-Landtagsfraktion zeigt dagegen Verständnis für die Parolen. "Warum singen die Jugendlichen denn so was? Weil sie eben mit dieser schlimmen Situation in den Schulen konfrontiert werden und die Regierung nicht in der Lage und nicht willens ist, die Situation für diese Kinder und für diese Jugendlichen zu verbessern", sagte AfD-Politiker Hohloch. Er riet Woidke, "einen Ton zurückzufahren". "Das ist eine Party, da wird getrunken, es geht um Minderjährige."
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Tobias Hauser hat sich motiviert in den Feierabend verabschiedet und mir das Zepter für den "Tag" übergeben. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
US-Polizisten ertappen Einbrecher in Kühlschrank
Anwohner im US-Bundesstaat Georgia alarmieren die Polizei, weil sie verdächtige Geräusche im Nachbarhaus hören. Die Beamten finden tatsächlich einen Einbrecher, der sich ein besonders kühles Versteck ausgesucht hat: den Kühlschrank. Eine kreative Ausrede hat er auch parat.
Mette-Marit zeigt sich wieder
Ihr Name ist aus verschiedenen Gründen derzeit sehr präsent, sie selbst hatte sich aber etwas zurückgezogen. Nach mehreren Skandalen und gesundheitlichen Problemen hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit nun zum ersten Mal seit langem einen Auftrag für das Königshaus wahrgenommen. Gemeinsam mit ihrem Mann Kronprinz Haakon nahm sie der Nachrichtenagentur NTB zufolge am Dienstag an einer Audienz anlässlich des Staatsbesuchs des belgischen Königspaares teil. Demnach war es ihr erster offizieller Auftrag seit Januar.
Wegen ihrer Freundschaft zu dem 2019 gestorbenen Sexualverbrecher Jeffrey Epstein steht die Kronprinzessin in ihrer Heimat heftig in der Kritik. Außerdem musste sich ihr Sohn Marius aus einer früheren Beziehung gerade erst wegen Vergewaltigungs-Vorwürfen vor Gericht verantworten. Auch Mette-Marits Gesundheitszustand hatte sich zuletzt nach Angaben des Hofs verschlechtert. Die Kronprinzessin leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose und benötigt perspektivisch eine neue Lunge.
Mega-Welle baut sich über Schwimmer in Cabo auf
Im mexikanischen Cabo San Lucas türmen sich riesige Wellen über einem Badegast. Schaulustige filmen die Szene zuerst unbekümmert. Nachdem der Schwimmer jedoch immer wieder untergeht, erkennt ein Mann die akute Lebensgefahr und eilt zur Rettung.
CSU-Politiker dankt SPD
Es ist in doch auch schön, mal eine positive Nachricht aus der Koalition zu hören: CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann erwartet keine Destabilisierung der schwarz-roten Koalition nach den schlechten Ergebnissen der SPD bei den jüngsten Landtagswahlen. Er nehme bei der Bundes-SPD eine "sehr konstruktive Herangehensweise" wahr, was die Vorhaben der Koalition angeht, sagte Hoffmann am Dienstag in Berlin. Es sei "klar", dass es in der SPD eine Debatte um das Personal gibt. Er sei der SPD aber "dankbar, dass sie diese Debatte führt ohne unmittelbare Auswirkungen auf die Koalition".
Er habe den Endruck, dass sich die SPD-Spitze "ihrer Verantwortung bewusst" sei, sagte Hoffmann weiter. "Ich hoffe, dass dies weiterhin stabilisierende Wirkung auf die Koalition hat. "Der CSU-Politiker räumte ein, dass die Umsetzung der geplanten Reformprojekte in den kommenden Monaten eine schwere Aufgabe für die Koalition sein werde. "Es wird nicht ohne Geburtswehen gehen", sagte er.
Trump besucht Presley-Anwesen und schwärmt von Mar-a-Lago
Nach einem Sicherheitstreffen in Memphis besucht Donald Trump das legendäre Anwesen Graceland von Elvis Presley. Als bekennender Fan signiert der US-Präsident eine Replika-Gitarre des "King of Rock'n'Roll" und schwärmt von seinem eigenen Anwesen in Florida.
Mann attackiert Frau in Münster - größerer Polizeieinsatz
In Münster hat ein Mann eine Frau in einer Wohnung bedroht und angegriffen, die Polizei hat den Bereich abgesperrt. Die Frau sei in Sicherheit gebracht worden, wie es ihr gehe und ob sie verletzt sei, könne man noch nicht sagen, schilderte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Der mutmaßliche Angreifer befinde sich noch in der Wohnung und sei womöglich bewaffnet. Der größere Einsatz dauere daher an.
Fall Fernandes - Was sagen eigentlich Männer?
Der Fall Fernandes befeuert die Debatte um Frauenfeindlichkeit. Vor allem Frauen zeigen Initiative. Doch auch immer mehr Männer äußern sich öffentlich zu Wort und rufen zu Selbstverantwortung auf. Doch auch der rechte Rand nutzt den Fall zur Mobilisierung.
15-Jährige liefern sich Verfolgungsjagd mit der Polizei
Drei 15-Jährige haben sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei im niedersächsischen Oldenburg geliefert. Die Jugendlichen flohen in der Nacht auf Sonntag vor den Beamten, um einer Kontrolle zu entkommen, wie die Polizei mitteilte. Zuvor hatten Zeugen die Jugendlichen gesehen und die Polizei alarmiert. Eine Streife entdeckte daraufhin das Auto, das mit überhöhter Geschwindigkeit durch das Stadtgebiet fuhr. Auf Anhaltezeichen reagierte der Fahrer mit der Beschleunigung des Fahrzeuges und der Flucht.
Während der Verfolgungsfahrt wurde auch eine rote Ampel überfahren. Schließlich verloren die Beamten das Auto aus den Augen. Im weiteren Verlauf fand die Polizei erst das geparkte Auto und dann zwei 15 Jahre alte Verdächtige. Später ermittelten die Polizisten einen dritten 15-Jährigen. Die Jugendlichen wurden später an ihre Eltern übergeben. Gegen die Jugendlichen wird jetzt wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.
Befreiung von gestrandetem Buckelwal scheitert erneut
In der Ostsee kämpft ein junger Buckelwal ums Überleben. Mehrfach versuchen Helfer, das geschwächte Tier von der Sandbank zu befreien - doch die Rettungsversuche scheitern. Kurz schafft es der Wal ins tiefere Wasser, nur um wieder festzustecken. Warum er sich in die Ostsee verirrte, ist ungewiss.
Knappes Drittel der Deutschen musste 2025 das Sparschwein plündern
29 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger haben im vergangenen Jahr einer Erhebung zufolge auf ihr Erspartes zurückgegriffen. Bei fast der Hälfte verkleinerten sich die Rücklagen hingegen nicht, 22 Prozent konnten sogar mehr ansparen, wie die Teambank mit Verweis auf ihr am Dienstag veröffentlichtes Liquiditätsbarometer mitteilte. Demnach mussten vor allem Haushalte mit einem Monatsnettoeinkommen von unter 2000 Euro ihr Erspartes deutlich häufiger antasten als der Bundesdurchschnitt.
Unter den Haushalten mit einem Nettoeinkommen von 4000 Euro und mehr pro Monat konnten hingegen 30 Prozent ihre Ersparnisse vergrößern, teilte die Bank weiter mit. Insgesamt verfügen demnach 85 Prozent der Deutschen über Rücklagen, allerdings in sehr unterschiedlicher Höhe. 18 Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben weniger als 500 Euro gespart, 26 Prozent mehr als 5000 Euro. Laut Daten der Deutschen Bundesbank besitzt das reichste Zehntel der Bevölkerung in Deutschland etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) des gesamten Vermögens im Land. Die ärmere Hälfte dagegen besitzt nur 3 Prozent.
Video zeigt Sekunden der tödlichen Rollfeld-Kollision
Ein Air‑Canada‑Flug aus Montreal kollidiert bei der Landung in LaGuardia mit einem Einsatzfahrzeug - zwei Piloten sterben, Dutzende Menschen werden verletzt. Nun soll ein Überwachungskamera den genauen Moment der Kollision zeigen. Derweil rätseln Ermittler, wie es zu dem fatalen Fehler kommen konnte.
SPD fordert CDU-Ministerin in NRW zur Niederlegung des Amtes auf
Nach drastischen Vorwürfen über einen rüden Umgang mit Mitarbeitern fordert die SPD-Opposition die vorläufige Ablösung von Nordrhein-Westfalens Heimatministerin Ina Scharrenbach. Das geht aus einem Brief an Ministerpräsident Hendrik Wüst hervor. Die Landesregierung solle einen unabhängigen Sonderermittler mit der Klärung der Vorwürfe betrauen. Bis dieser einen Abschlussbericht vorlege, solle Scharrenbach das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung zunächst nicht weiter leiten, so die Forderung der Opposition.
Der "Spiegel" hatte über einen dienstlichen Vermerk berichtet, der seit mehreren Monaten bei Düsseldorfs Staatskanzlei-Chef Nathanael Liminski liege. Dem Magazin zufolge ist von einer Arbeitsatmosphäre im Scharrenbach-Ministerium die Rede, die von "Angst und Schrecken" geprägt sei. "Dass Hilferufe von Beschäftigten und Hinweise von Personalvertretungen über einen so langen Zeitraum ohne erkennbare Konsequenzen geblieben sein sollen, verlangt eine lückenlose Aufklärung", schreibt die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion, Ina Blumenthal. Die Staatskanzlei hatte bestätigt, dass Liminski im Januar 2025 von einem Personalvertreter und vor drei Monaten von einem direkt Betroffenen auf Missstände hingewiesen worden war.
Was heute wichtig wird
Liebe Leserinnen und Leser,
Die Europäische Union und Australien haben nun nach rund acht Jahren die Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen machte bei ihrem Besuch in Canberra deutlich, dass die EU internationale Handelsbeziehungen ausbauen und diversifizieren will, um Risiken und Abhängigkeiten zu verringern. Zölle und Handelshemmnisse sollen abgebaut werden, um die Wirtschaft in Europa und Australien anzukurbeln. Die beiden Partner seien geografisch weit voneinander entfernt, sagte von der Leyen - doch in der Sicht auf die Welt könne man einander kaum näher sein.
Außerdem stehen heute noch folgende Termine an:
Während US-Präsident Donald Trump Hoffnung auf Gespräche mit dem Iran über ein Ende des Krieges macht, gehen die Kämpfe vorerst weiter.
Dänemark wählt heute ein neues Parlament. Die sozialdemokratische Regierungschefin Mette Frederiksen kämpft um ihre Wiederwahl - Konkurrenz macht ihr der rechtsliberale Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen.
Die bundesweiten Tarifverhandlungen für rund 585.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie gehen in die dritte Runde.
Im Hamburger Block-Prozess will das Gericht ab 9.30 Uhr eine weitere Kriminalbeamtin als Zeugen vernehmen.
Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg beginnen um 10.00 Uhr in Stuttgart die Sondierungsgespräche zwischen den Grünen und der CDU zur Bildung einer Regierung.
Ich freue mich, dass Sie hier im "Tag" mitlesen und wünsche ihnen einen guten Start in diesen Dienstag. Bei Fragen oder Anmerkungen erreichen Sie mich unter tobias.hauser@ntv.de
Traurige Nachrichten aus der Osbourne-Familie
Kelly Osbourne und ihr Verlobter Sid Wilson sollen ihre Beziehung beendet haben. Die Verlobung sei still und leise aufgelöst worden, berichtet die "Daily Mail" unter Berufung auf Insider. Wenig später schreibt auch das US-Promiportal "Just Jared" von einer Bestätigung aus Insider-Kreisen. Aus dem Umfeld des Paares heißt es laut "Daily Mail", die Trennung sei vor allem Kellys schwerer Trauerphase nach dem Tod ihres Vaters Ozzy Osbourne geschuldet. "Kelly hat nach dem Verlust ihres Vaters zu kämpfen. Die Trauerphase war unglaublich schwer und sie tut alles, was sie kann, um damit fertigzuwerden", so der Informant. Das Paar habe schon "seit einiger Zeit mit Herausforderungen in ihrer Beziehung zu kämpfen und die Dinge waren nicht so, wie sie schienen".
Für den gemeinsamen Sohn Sidney, der 2022 zur Welt kam, hätten die beiden zwar noch versucht, ihre Beziehung zu retten. Letztlich hätten sie aber aufgeben müssen, weil "eine Trennung der beste Weg nach vorne ist". Osbourne konzentriere sich jetzt "auf sich selbst und ihre Rolle als Mutter". Obwohl sie viel durchgemacht habe, wolle die trockene Alkoholikerin besonders darauf Acht geben, nüchtern zu bleiben.
Collien Fernandes schickt nach Riesen-Demo emotionale Nachricht an Fans
Nach der großen Solidaritätskundgebung am Brandenburger Tor am Sonntag hat sich Collien Fernandes mit einer persönlichen Nachricht auf Instagram zu Wort gemeldet. In einem emotionalen Statement schilderte sie die psychischen Belastungen, die der langjährige Kampf gegen die digitale Gewalt bei ihr hinterlassen hat.
Besonders eindringlich äußerte sich Fernandes über ihren Gesundheitszustand im vergangenen Jahr. Es habe Phasen gegeben, in denen sie "sehr unter die Räder" gekommen sei und aufgrund massiver Erschöpfung kaum in der Lage war, ihren Alltag zu bewältigen.
Die Moderatorin gab zu, dass sie zeitweise "nicht mehr aufstehen konnte und wollte", da die Auseinandersetzungen um den Opferschutz sie physisch und psychisch an ihre Grenzen gebracht hätten. Fernandes machte deutlich, dass sie kurz davor stand, den "Kampf" für bessere rechtliche Rahmenbedingungen aufzugeben. Angesichts der zehntausenden Menschen bei dem Protest in Berlin am Sonntag fühle sie sich auf ihrem Weg nun aber nicht mehr allein.
Zug rammt Transporter - mehrere Menschen verletzt
Bei der Kollision eines Regionalzugs mit einem Autotransporter in der Südpfalz sind mehrere Menschen verletzt worden. Zudem sind die Schäden nach dem Unfall groß - die Polizei sprach von einem Trümmerfeld von mehreren Hundert Metern Ausmaß.
Polizeiangaben nach war der Fahrer des Autotransporters im stockenden Verkehr mit seinem Auflieger auf dem Bahnübergang in Insheim im Landkreis Südliche Weinstraße stehen geblieben, als sich ein Regionalexpress näherte. Der Lokführer habe trotz Notbremsung den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen können, hieß es. Es kam zur Kollision. Die Ermittler schätzen den Sachschaden auf mehrere 100.000 Euro.
Der Transporterfahrer schaffte es noch, auszusteigen, wurde aber durch herumfliegende Trümmerteile schwer verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte. Trümmer trafen auch ein Auto auf einem nahe gelegen Parkplatz und setzten dieses in Brand. Auch der Transporter brannte. Zudem soll es mehrere Explosionen gegeben haben.