Geissens erleben Horror-Flug: "Guck mal da raus"
Die Geissens sind für einen wichtigen Besuch nach Deutschland eingeladen. Für die schnelle Anreise nutzen sie den Privatjet - eine Entscheidung, die die Familie wenig später stark bereut. Denn ihr Flugzeug gerät in ein heftiges Gewitter.
16-Jährige vor Zug gestoßen: Täter könnte abgeschoben werden
Diese Tat sorgte letzten Sommer bundesweit für Entsetzen: Eine 16-Jährige verlor ihr Leben, weil sie am Bahnhof Friedland in Niedersachsen von einem Mann vor einen Zug gestoßen wurde. Der mutmaßliche Täter befindet sich derzeit in einer Psychiatrie – das hatte das Landgericht Göttingen letzte Woche angeordnet. Da es sich um einen Asylbewerber handelt, prüfen die Behörden, ob er abgeschoben werden kann. "Sollte eine Abschiebung rechtlich und tatsächlich möglich sein, werden die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um diese umzusetzen", erklärt eine Sprecherin des niedersächsischen Justizministeriums.
Der Fall ist rechtlich kompliziert. "Eine Entlassung - und damit auch eine mögliche Rückführung - ist grundsätzlich nur dann zulässig, wenn keine erhebliche Gefahr mehr für die Allgemeinheit besteht", betont die Sprecherin des Justizministeriums.
Der ausreisepflichtige Iraker hätte nach den europäischen Asyl-Regeln eigentlich schon Monate vor der Tat von Deutschland nach Litauen gebracht werden müssen. Dort war er ursprünglich in die Europäische Union eingereist. Die Landesaufnahmebehörde hatte einen Antrag auf Abschiebungshaft gestellt, den das Amtsgericht Hannover aber ablehnte.
Der 31-Jährige könnte entweder nach Litauen gebracht - oder nach einem Asylverfahren in den Irak abgeschoben werden.
Die Erfolgsformel von Warren Buffett
Die Hauptversammlung von Warren Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway ist so etwas wie eine Art Woodstock für Anleger aus aller Welt und gilt als Symbol für langfristiges Investieren. Teil der Strategie von Warren Buffett ist es, an wertsteigernden Aktien auch über Jahrzehnte festzuhalten. Wie sich auch heute noch solche Aktien finden lassen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit David Houdek von der Fondsgesellschaft Acatis.
Neue ICE-Generation fährt ans Meer
Seit Anfang des Monats rollt die neue ICE-Generation zwischen Hamburg und Westerland. Auf Sylt wurde ein ICE L nun auf den Namen "Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" getauft. Laut der Deutschen Bahn bietet der neue Zug unter anderem barrierefreien Einstieg, mehr Platz für Familien und besseren Mobilfunkempfang. Das "L" steht für "Low floor". Im Laufe des Sommers sollen weitere Verbindungen mit dem neuen Modell hinzukommen, zum Beispiel Westerland-Berlin und Frankfurt-Köln-Münster-Westerland.
Prowestliche Regierung in Rumänien stürzt
In Rumänien setzt das Parlament den pro-europäischen Regierungschef Ilie Bolojan ab. 281 der 464 Abgeordneten in Bukarest stimmen für einen von den Sozialdemokraten (PSD) und der rechtsradikalen Partei AUR eingebrachten Misstrauensantrag. Die Sozialdemokraten waren im vergangenen Monat aus der Regierung ausgetreten, nachdem die Regierung von Ministerpräsident Bolojan eine Reihe unpopulärer Maßnahmen wie Steuererhöhungen ergriffen hatte.
Es dürfen schwierige Verhandlungen über die Bildung einer neuen Regierung anstehen. Nunmehr muss Staatspräsident Nicusor Dan dem Parlament einen neuen Kandidaten für das Amt des Regierungschefs vorschlagen. Lehnt das Parlament zwei entsprechende Vorschläge nacheinander ab, darf der Staatschef das Parlament auflösen und vorgezogene Neuwahlen verfügen.
Kleinkind aus Obergeschoss gefallen
In Hamburg-Dulsberg ist ein Kleinkind aus einem Obergeschoss gefallen. Es wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei macht bisher keine Angaben zum Zustand des Kindes und zu den näheren Umständen. Auch warum das Kind gefallen ist, ist nicht noch bekannt.
Schichtwechsel
Guten Tag!
Für meine liebe Kollegin Friederike Zörner geht es jetzt in den wohlverdienten Feierabend. Dafür übernehme ich, Heidi Ulrich, um Sie hier weiter auf dem Laufenden zu halten. Bei Fragen oder Hinweisen zu "Der Tag" können Sie mir an heidi.ulrich(at)ntv.de schreiben. Ich wünsche Ihnen einen schönen Dienstagnachmittag!
Ehepaar gesteht Millionendiebstahl aus Münzautomaten
Die Einsicht kommt zu spät: Im Prozess um einen Millionendiebstahl aus Parkautomaten in Kempten im Allgäu hat das angeklagte Ehepaar die Vorwürfe zum Auftakt in vollem Umfang gestanden. "Ich habe viele Menschen enttäuscht. Ich bereue meine Taten zutiefst", sagte der 40-jährige Mann im Landgericht Kempten am Morgen unter Tränen. Die Anklageschrift sei in allen Punkten richtig. Der ehemalige Mitarbeiter der Stadt soll binnen zehn Jahren mithilfe seiner 39-jährigen Frau rund 1,9 Millionen Euro erbeutet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar, das seit November vergangenen Jahres in Untersuchungshaft sitzt, gewerbsmäßigen Diebstahl vor. Das Gesetz sieht dafür eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft vor.
Der Angeklagte war für das Leeren der Parkscheinautomaten zuständig. Die Münzen soll das Paar auf private Konten eingezahlt und sich dafür Supermarktgutscheine geholt haben. In 335 einzelnen Fällen soll das Duo von 2020 bis 2025 insgesamt 1,34 Millionen Euro gestohlen haben. Mehr als 500 weitere Fälle seit dem Jahr 2015 sind mittlerweile verjährt, dafür können die Eheleute nicht bestraft werden. Das bei diesen mutmaßlichen Diebstählen erbeutete Geld in Höhe von insgesamt fast 584.000 Euro soll aber ebenfalls von der Justiz eingezogen werden. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Einziehung des gesamten Schadens in Höhe von etwa 1,9 Millionen Euro bei dem Paar.
Viele Verletzte bei Tram- und Buskollision in Dresden
Bei einem Zusammenstoß zwischen einer Straßenbahn und einem Linienbus in Dresden sind rund 30 Menschen verletzt worden. Fünf von ihnen kamen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser, etwa 25 weitere erlitten leichte Verletzungen und wurden vor Ort versorgt, wie die Feuerwehr mitteilte. Schwere Verletzungen wurden bislang nicht bekannt.
Der Unfall ereignete sich gegen 8.30 Uhr an einer Kreuzung im Dresdner Stadtteil Cotta. Beim Abbiegen kollidierte die Straßenbahn mit einem Bus und entgleiste. Einsatzkräfte hoben die Tram zurück ins Gleis. Wegen der vielen Verletzten wurde ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgerufen, um die Versorgung zu koordinieren. Die Ursache ist noch unklar, die Ermittlungen laufen.
In Nordsee gebrachter Buckelwal laut Experten wahrscheinlich tot
War die ganze aufwendige Rettung - wie zuvor befürchtet - umsonst? Der nach einer wochenlangen Odyssee und mehrfachen Strandungen an der Ostseeküste von einer privaten Initiative in die Nordsee gebrachte Buckelwal ist nach Einschätzung von Experten wahrscheinlich tot. Es sei davon auszugehen, dass das extrem geschwächte Tier "nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt", teilte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund mit.
Unabhängig verifizierbare Informationen über den Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand des Tiers lägen seit der letzten nachweislichen Sichtung per Drohne am vergangenen Samstag nicht mehr vor, betonte das Museum. Für den Nachweis der erfolgreichen Rettung sei es "essenziell", dass die Privatinitiative genaue Informationen zu dem angeblich an dem Wal angebrachten GPS-Tracker sowie sämtliche Roh- und Livedaten des Ortungsgeräts mit einer unabhängigen Organisation teile. Experten des Meeresmuseums waren über Wochen in die Rettungsbemühungen für den Wal eingebunden. Gemeinsam mit anderen Fachleuten unter anderem von Umweltschutzorganisationen kamen sie vor etwa einem Monat zu dem Schluss, dass dem schwer angeschlagenen Tier nicht mehr zu helfen sei und alle weiteren Hilfsversuche unterbleiben sollten. Am späteren Transport durch die von Unternehmern finanzierte Initiative war das Museum nicht beteiligt. Viele Experten kritisierten die Aktion.
Biontech schließt Standorte - Bis zu 1860 Jobs bedroht
Der Impfstoffhersteller Biontech plant die Schließung mehrerer Produktionsstandorte. Insgesamt bis zu 1860 Stellen könnten von den Einschnitten betroffen sein, kündigte das Management des Biopharma-Unternehmens in Mainz an.
Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff vermutlich von Mensch zu Mensch übertragen
Für die auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik festsitzenden Passagiere und Crew-Mitglieder gibt es noch keine finale Lösung. Wo und wann sie an Land gehen dürfen und gegebenenfalls in Behandlung können, ist unklar. Stattdessen erreicht sie eine Hiobsbotschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese geht nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch an Bord von einer Übertragung von Mensch zu Mensch aus. "Wir vermuten, dass es bei sehr engem Kontakt eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt", sagte die WHO-Epidemiespezialistin Maria Van Kerhove in Genf. Der erste auf dem Schiff erkrankte Passagier habe sich vermutlich infiziert, bevor er an Bord gegangen sei.
Drei Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "MV Hondius" waren nach einem Hantavirus-Ausbruch gestorben, darunter ein Deutscher. Bei zwei der Todesopfer wurde das Virus inzwischen durch Labortests nachgewiesen, zudem gibt es laut WHO fünf weitere mutmaßliche Hantavirus-Fälle. Ein schwer kranker Patient wird in Südafrika auf der Intensivstation behandelt, drei weitere haben leichtere Symptome und befinden sich laut WHO weiterhin an Bord des vor der Küste der Kapverden liegenden Schiffs. Die Behörden von Kap Verde weigern sich, die Passagiere an Land zu lassen. Laut der WHO-Epidemiespezialistin soll das Schiff nun voraussichtlich zu den Kanarischen Inseln fahren. Spanien habe sich bereit erklärt, die "MV Hondius" anlegen zu lassen, sagte Van Kerkhove. Ziel sei es, den Vorfall zu untersuchen, das Schiff gründlich zu desinfizieren und das Risiko für die verbleibenden Passagiere zu bewerten.
Zustimmung zur Bundesregierung stürzt nach einem Jahr ab
Ein Jahr nach Amtsantritt stößt die schwarz-rote Bundesregierung in der Bevölkerung auf massive Kritik. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv sind lediglich 11 Prozent der Bundesbürger mit der Arbeit der Koalition zufrieden, während 87 Prozent unzufrieden sind.
Im Vergleich zum Juli 2025 ist die Zustimmung damit deutlich eingebrochen - damals lag sie noch bei 38 Prozent. Besonders schwach fällt die Bewertung in zentralen Politikfeldern aus: Rund 80 bis 90 Prozent der Befragten zeigen sich unzufrieden mit Maßnahmen zur Infrastruktur, zur Begrenzung der Preissteigerungen, zur Reform der sozialen Sicherungssysteme sowie zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Etwas besser schneidet die Regierung lediglich beim Thema Begrenzung illegaler Zuwanderung ab, wo 32 Prozent zufrieden sind - allerdings überwiegt auch hier mit 60 Prozent die Kritik deutlich.
Datenbasis: 1002 Befragte. Erhebungszeitraum: 30. April und 4. Mai 2026. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Auftraggeber: RTL Deutschland
Macron trällert Chanson - Armeniens Premier am Schlagzeug
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron scheut kein Rampenlicht, nicht mal als Sänger. Am Rande eines Banketts in Eriwan singt er das Chanson "La Bohème" von Charles Aznavour. An Schlagzeug und Flügel begleiten ihn Armeniens Premierminister und Präsident.
Das Staatsbankett in der Hauptstadt Eriwan fand nach einem Treffen mit fast 40 Staats- und Regierungschefs aus Europa statt. Die Kaukasusrepublik richtete am Montag ein Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft aus. Aznavour war einer der größten französischen Chanson-Stars. Er kam 1924 in Paris als Sohn armenischer Einwanderer zur Welt und pflegte eine enge Beziehung zu dem Kaukasusland. In seiner mehr als 70-jährigen Karriere komponierte er mehr als 1300 Chansons und verkaufte mehr als 180 Millionen Platten weltweit. Aznavour starb 2018 im Alter von 94 Jahren.
EU-Land identifiziert ein Opfer in Epstein-Akten
Nachdem Lettland in den Ende Januar vom US-Justizministerium publik gemachten Epstein-Dokumenten als möglicher Rekrutierungsort für junge Frauen und Minderjährige aufgetaucht war, haben die Behörden in dem baltischen EU-Land Untersuchungen eingeleitet. Lettland wird in den Akten in verschiedenen Zusammenhängen mehr als 500 Mal erwähnt, die Hauptstadt Riga sogar mehr als 800 Mal. Medienberichten zufolge sind darin die Namen mehrerer lettischer Models und Modelagenturen sowie die persönliche Korrespondenz des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein mit lettischen jungen Frauen und Minderjährigen zu finden. Darunter ist demnach auch ein Video, in dem ein junges Mädchen leicht bekleidet über den Boden einer Modelagentur in Lettland läuft, ihren Körper präsentiert und sich mit Namen, Größe und Wohnort Riga vorstellt.
Nun gelang es Lettlands Polizei, ein weibliches Opfer zu identifizieren. Dabei handele es sich um eine lettische Staatsbürgerin, sagte Polizeichef Armands Ruks im Fernsehen. Das mutmaßliche Opfer sei volljährig und von einem Ausländer rekrutiert worden, dessen Identität die Ermittler bereits festgestellt haben. Lettische Staatsbürger, die direkt an der Rekrutierung von Mädchen oder Frauen zur sexuellen Ausbeutung beteiligt gewesen waren, sind nach Angaben von Ruks bislang noch keine identifiziert worden. Die lettische Polizei habe auch die USA um Rechtshilfe ersucht. Bislang liege aber noch keine Antwort vor, sagte der lettische Polizeichef.
Feuerwehr saugt Marderbaby aus Regenrohr
Eine im Mauerwerk eingeschlossene vermeintliche Katze hat in Neustadt bei Coburg einen aufwendigen Rettungseinsatz ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, saß das Tier mehrere Meter tief in einem Regenrohr fest und musste mit ungewöhnlichen Mitteln befreit werden. Demnach öffnete die Feuerwehr am Montagabend zunächst Teile des Mauerwerks, nachdem ein Anrufer den Notfall gemeldet hatte. Mithilfe der Rohrkamera einer Kanalreinigungsfirma konnte schließlich die genaue Position des verirrten Tieres im Regenrohr bestimmt werden.
Um größere Schäden am Gebäude zu vermeiden, griffen die Einsatzkräfte zu einer kreativen Lösung: Mit einem Industriestaubsauger wurde die im Rohr vermutete vermeintliche Katze vorsichtig angesaugt und aus dem Rohr gerettet. Die Überraschung folgte nach der Befreiung: Statt einer Katze kam ein junger Marder zum Vorschein. Er wurde zur Versorgung in eine Tierklinik gebracht.
"Dynamischer" Waldbrand am Saurüsselkopf
Am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen wird der Kampf gegen den Waldbrand heute intensiv fortgesetzt. Die Bundeswehr soll mit Hubschraubereinsätzen helfen. Deren Hubschrauber könnten rund 5000 Liter Wasser transportieren, deutlich mehr als die Hubschrauber der Polizei, sagte der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer. Insgesamt sollen heute rund zehn Hubschrauber von verschiedenen Betreibern eingesetzt werden.
Das Landratsamt beschrieb die Lage der Nacht als "dynamisch". Die wechselnde Windrichtung habe zu einer Rauchausbreitung geführt. An der Ostseite des Berges sei es teilweise zu Steinschlag gekommen. Im Süden hätten die Hitzeentwicklung und die Flammenbildung zugenommen. Danzer hatte am Vortag den Katastrophenfall ausgerufen. Schätzungen zufolge seien 50 bis 60 Hektar Wald in Brand geraten, hieß es am Montag vom Landratsamt. Das Feuer bedroht ein Trinkwasserschutzgebiet. "Wir müssen die Quelle schützen. Die Quelle versorgt 30.000 Bürgerinnen und Bürger", sagte Danzer. Ihr Schutz bleibe zentrale Aufgabe der Maßnahmen.
Bericht: Weißes Haus bereitet sich auf Niederlage bei Kongresswahlen vor
Noch nie war Donald Trump so unbeliebt: Einer aktuellen Umfrage zufolge sind 62 Prozent der US-Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich unzufrieden mit der Arbeit des Republikaners. Für seine Partei sieht es bei den anstehenden Kongresswahlen im November angesichts vielfältiger Probleme im Land (Iran-Krieg, Lebenshaltungskosten, Epstein-Skandal) ebenfalls nicht gut aus. Wie die "Washington Post" vor diesem Hintergrund berichtet, ist man auch im Weißen Haus desillusioniert und bereitet sich auf das Worst-Case-Szenario vor. Die Rechtsabteilung hält laut zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen interne Briefings für die politischen Amtsträger der Regierung ab, um ihnen zu vermitteln, wie sie sich am besten auf eine mögliche demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus und/oder Senat einstellen können.
Die etwa 30-minütigen Einweisungen umfassen dem Bericht zufolge eine Powerpoint-Präsentation darüber, wie die Kontrolle der Aktivitäten der Regierung durch den Kongress funktioniert und wie man am besten damit umgeht. Mitarbeiter der Rechtsabteilung hätten demnach politische Amtsträger dazu angehalten, bei schriftlichen Äußerungen Vorsicht walten zu lassen, und ihnen Leitlinien an die Hand gegeben, wie sie zeitnah auf Anfragen des Kongresses reagieren sollten. Auch für Trump persönlich könnte eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse durchaus Folgen haben: "Wir müssen die Zwischenwahlen gewinnen, denn wenn wir die Zwischenwahlen nicht gewinnen, werden sie einen Grund finden, ein Amtsenthebungsverfahren gegen mich einzuleiten", sagte der Präsident im Januar. "Dann wird ein Amtsenthebungsverfahren gegen mich eingeleitet."
Bericht findet Erklärung für verheerenden Flugzeugabsturz im Jahr 2022
Neu veröffentlichte Unterlagen der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB nähren den Verdacht, dass der Absturz einer Maschine der chinesischen Fluggesellschaft China Eastern im März 2022 absichtlich ausgelöst worden sein könnte. In einem technischen Bericht der Behörde heißt es, die Treibstoffschalter beider Triebwerke der Boeing 737-800 seien in rund 29.000 Fuß Höhe von "Run" auf "Cut off" gewechselt. Danach seien die Drehzahlen der Triebwerke gesunken. Das Dokument nennt keine endgültige Absturzursache. Die Unterlagen wurden auf Grundlage des US-Informationsfreiheitsgesetzes veröffentlicht. Die eigentliche Untersuchung führt die chinesische Luftfahrtbehörde CAAC, die bisher keinen Abschlussbericht vorgelegt hat.
Der US-Sender CNN wertete die Daten dahingehend aus, dass jemand im Cockpit die Treibstoffzufuhr absichtlich abgeschaltet haben könnte. "Diese Daten zeigen eindeutig, dass die Treibstoffschalter unmittelbar vor dem Absturz manuell auf Aus gestellt wurden", sagte der CNN-Luftfahrtanalyst David Soucie. Der Luftfahrtexperte Tony Stanton von der australischen Beratung Strategic Air mahnte bei CNN zur Vorsicht. "Das veröffentlichte Material beweist für sich genommen weder Motiv noch Absicht oder wer die Schalter bewegt hat", sagte Stanton. Die Abfolge sei aber nur schwer mit einem gewöhnlichen mechanischen Ausfall beider Triebwerke zu erklären und passe eher zu einer durch Menschen ausgelösten Unterbrechung der Treibstoffzufuhr.
"Poller gehören in Leipzig nicht zum Sicherheitskonzept" - Anzahl Verletzter nach Amokfahrt weiter unklar
Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt ist die genaue Anzahl der Verletzten weiter unklar. "Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben", sagte der Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, Ricardo Schulz.
Bei der Tat am Montag wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet, drei Menschen wurden schwer verletzt. Tatverdächtig ist ein 33-Jähriger, der sich unmittelbar nach der Tat widerstandslos hatte festnehmen lassen. Er soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. ntv-Reporterin Josephine Kahnt berichtet aus Leipzig über die Hintergründe und jüngsten Entwicklungen:
21 Tote bei gewaltiger Explosion in chinesischer Feuerwerksfabrik
Bei einer gewaltigen Explosion in einer Feuerwerksfabrik im Zentrum Chinas sind Staatsmedien zufolge mindestens 21 Menschen getötet worden. Bei der Explosion am Montag in der Fabrik in Liuyang in der Provinz Hunan wurden zudem 61 weitere Menschen verletzt, wie der staatliche chinesische Sender CCTV berichtete. Die Polizei habe die Unternehmensleitung vorerst festgenommen, während die Ermittlungen zur Unfallursache andauerten.
Videos in Onlinediensten vom Montag zeigten Explosionen und eine gewaltige Rauchwolke, die in einer ländlichen, von Bergen umgebenen Gegend hoch in den Himmel stieg. Drohnenaufnahmen von CCTV vom heutigen Dienstag zeigten qualmende Trümmerhaufen und Rettungskräfte, die mit Baggern das Schuttfeld durchkämmten. CCTV zufolge wurden mehr als 480 Rettungskräfte zu dem Unglücksort entsandt. Um den Ort der Explosion herum sei eine drei Kilometer große Kontrollzone eingerichtet worden. Anwohner seien evakuiert worden.
Dolly Parton gibt Gesundheitsupdate - und sagt Shows ab
Sie habe "gute und eine kleine schlechte Nachricht", sagt Country-Ikone Dolly Parton auf Instagram. Ihr Körper spreche sehr gut auf Medikamente und Behandlungen an, es gehe ihr von Tag zu Tag besser, teilt die Grammy-Preisträgerin ihren Fans mit. Doch leider werde es noch "eine kleine Weile" dauern, bis sie wieder auf der Bühne stehen könne. Die Mittel machten sie ein wenig schwindlig. Humorvoll setzt sie fort, dass es daher nicht möglich sei, auf hohen Absätzen und in schweren Strass-Kostümen mit ihren Musikinstrumenten auf die Bühne zu gehen. Deswegen sagt der Star die für September geplante Konzertreihe in Las Vegas ab.
Sie zieht den Vergleich mit einem Oldtimer-Fahrzeug, das nach einer Komplettüberholung besser als je zuvor laufen werde. Ihr Immun- und ihr Verdauungssystem seien in den vergangenen Jahren aus dem Gleichgewicht geraten und sie leide an Nierensteinen, teilt die 80-Jährige mit. Sie arbeite aber weiter an mehreren Projekten, versichert Parton. Noch in diesem Jahr soll am New Yorker Broadway ein Musical mit dem Titel "Dolly: A True Original Musical" über ihr Leben herauskommen.
17-Jähriger stirbt bei Zusammenstoß mit Güterzug
Ein 17-Jähriger ist im Landkreis Landshut mit seinem Motorroller mit einem Güterzug zusammengestoßen. Sein ebenfalls 17 Jahre alter Beifahrer kam bei dem Unfall nahe Geisenhausen ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer selbst sei schwerst verletzt worden.
Nach den bisherigen Ermittlungen soll der Jugendliche mit seinem Motorroller am Montagabend einen unbeschrankten Bahnübergang trotz Rotlichts überquert haben. Dabei kam es zu dem Zusammenstoß mit dem Zug. Der Beifahrer erlag demnach noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Der Fahrer wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.
Stars feiern Mode und Kunst bei Met-Gala - Heidi Klum als Statue
Unter dem Motto "Mode ist Kunst" präsentierten sich die größten Stars aus der Film-, Musik-, Sport- und Modewelt am Montag in ausgefallenem Stil auf dem roten Teppich der ikonischen Met-Gala in New York. Die US-Sängerin Beyoncé, die erstmals seit einem Jahrzehnt an der wichtigsten Nacht der Modewelt teilnahm und Co-Gastgeberin war, erschien in einem juwelenbesetzten Skelettkleid, über dem ein Federumhang und ein Kopfschmuck thronten. Auch Stars wie Nicole Kidman, Madonna, Rihanna, Kim Kardashian samt ihrer Mutter und den Halbschwestern Kendall und Kylie, Doja Cat, Sabrina Carpenter, Zoë Kravitz, Lena Dunham, Bad Bunny und Cher feierten bei der alljährlichen Gala die Eröffnung einer neuen Mode-Ausstellung.
Der Dresscode des Spektakels lautete in diesem Jahr "Mode ist Kunst", was das für aufwendige Verkleidungen berühmte Model Heidi Klum dazu veranlasste, im Ganzkörper-Kostüm einer steinernen Statue zu erscheinen. "Ich sehe hart aus, aber ich bin weich", kommentierte die 52-Jährige ihr Outfit. Die Idee dazu sei ihr bei einem Besuch im Metropolitan Museum gekommen. Der Sänger Bad Bunny war als älterer Mann verkleidet, die Sängerin Janelle Monáe trug ein Kleid aus Moos und Kabeln, ihre Kollegin Katy Perry eine Art Roboter-Maske und aus dem Kleid von Ski-Star Eileen Gu schwebten Seifenblasen heraus.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern und drei Schwerverletzten soll der Fahrer des Autos heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 33-jährige deutsche Staatsbürger war am Montagabend unmittelbar nach der Tat festgenommen worden. Unklar ist weiterhin, in welchem Zustand sich die Schwerverletzten befinden. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Der Iran warnt die USA davor, die von ihm blockierte Straße von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr freizumachen. "Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse", schrieb Irans Außenminister Abbas Araghtschi in der Nacht auf der Plattform X mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump verkündete Initiative für ein Ende der Blockade der Meeresenge. Wie es in dem Konflikt weitergeht, behalten wir für Sie im Auge (aktuelle Entwicklungen finden Sie in unserem Liveticker).
Knapp ein Jahr nach der Bundestagswahl wählen die 208 Abgeordneten der CDU und CSU ihre Führung neu. Die Fraktionssitzung beginnt um 15 Uhr. Als Fraktionsvorsitzender stellt sich erneut Jens Spahn zur Wahl.
Die italienische Bank Unicredit veröffentlicht um 7 Uhr in Mailand Zahlen für das erste Quartal und will ein offizielles Angebot für die Commerzbank vorlegen.
Wegen Diebstahls von Parkmünzen der Stadt Kempten im Allgäu im Millionenwert muss sich von 9 Uhr an ein Ehepaar vor dem dortigen Landgericht verantworten
Anti-Atomkraft-Initiativen erwarten am Abend den dritten Transport von hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus. Eine offizielle Bestätigung für den geplanten Transport durch Nordrhein-Westfalen gibt es nicht. Atomkraftgegner planen dennoch an mehreren Stellen Proteste.
Berlins Olympia-Planer gehen in die Offensive. Bei einer Pressekonferenz wollen der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger um 13 Uhr das Konzept für die Bewerbung der Hauptstadt um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 präsentieren.
Und um diese Themen kümmern sich meine Kolleginnen und Kollegen bei Deutschland am Morgen:
Ein Jahr ist Bundeskanzler Friedrich Merz morgen im Amt. Wobei, so richtig zum Feiern ist bei diesem Jubiläum wohl keinem. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage für RTL und ntv sind nur noch 13 Prozent der Befragten mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden. Ein neuer Tiefstand.
Die Deutsche Bahn stellt heute eine Kampagne vor, die ein deutliches Zeichen für mehr Respekt gegenüber den Beschäftigten im öffentlichen Nah- und Fernverkehr setzen soll. Das Thema am Morgen.
Nach einem möglichen Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind drei Menschen gestorben, darunter auch ein deutscher Passagier. Rund 150 Menschen sitzen immer noch auf dem Schiff vor den Kap Verden fest. Auch heute darf niemand das Schiff verlassen - für wie lang noch, ist unklar.
Schmerzmittel gehören für viele zum Alltag - allen voran Ibuprofen. Die Tablette ist schnell genommen und wirkt oft zuverlässig. Doch wie sicher ist die regelmäßige Einnahme? Welche Risiken drohen?
In New York ist die Met Gala über die Bühne gegangen - die Oscars der Modewelt. Wer in welchen aufwendigen Roben begeistert hat und wer in diesem Jahr keine Einladung hatte, gibt es in der Sendung zu sehen.
Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de. Starten Sie gut in den Tag.
Hantavirus: Schiffspassagiere dürfen vorerst nicht von Bord - Nerven liegen blank
Nach einem möglichen Ausbruch des Hantavirus auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff ist noch immer nicht klar, wann der Albtraum für die betroffenen Passagiere endet. Die knapp 150 Menschen können nicht, wie ursprünglich geplant, auf Kap Verde von Bord gehen. Es gebe noch keinen gesicherten Zielort, eine Weiterfahrt in Richtung der Kanarischen Inseln werde aber geprüft, teilte der Schiffsbetreiber Oceanwide Expeditions mit. Für drei Personen sei eine medizinische Evakuierung über Kap Verde geplant, eine Inselgruppe vor der Westküste Afrikas. Aktuell liegt das Schiff dort vor dem Hafen von Praia. Auf den Kanaren, etwa in Las Palmas auf Gran Canaria oder auf Teneriffa, könnten bei einer Landung weitere medizinische Untersuchungen stattfinden, erklärte die Reederei. Diese könnten unter Aufsicht durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und niederländische Gesundheitsbehörden stattfinden. "Dies muss noch bestätigt werden", schränkte die Reederei am späten Montagabend ein.
Das Kreuzfahrtschiff mit 61 Besatzungsmitgliedern hatte sich vor einigen Wochen auf den Weg von Argentinien nach Kap Verde gemacht. Unterwegs kam es dann zu mehreren Todesfällen. Bislang sind drei Passagiere der "Hondius" gestorben, ein älteres niederländisches Ehepaar und ein Deutscher. Bei der verstorbenen Niederländerin wurde das Hantavirus nachgewiesen, wie die Reederei unter Berufung auf die WHO erklärte. Ein weiterer Passagier ist laborbestätigt am Hantavirus erkrankt und wird auf einer Intensivstation in Südafrika behandelt. Zudem gibt es an Bord Hantavirus-Verdachtsfälle. Zwei Besatzungsmitglieder seien erkrankt, teilte die Reederei mit.
Blake Lively und Justin Baldoni legen Gerichtsstreit überraschend bei
Damit hat niemand gerechnet: US-Schauspielerin Blake Lively und ihr Kollege Justin Baldoni haben ihren Rechtsstreit um den gemeinsamen Film "Nur noch ein einziges Mal" beigelegt. Am 18. Mai sollte der Prozess in New York beginnen, doch nun einigten sich beide Seiten außergerichtlich, wie US-Medien berichteten. Einzelheiten dazu wurden bislang nicht bekannt. In einer gemeinsamen Erklärung der Anwälte beider Parteien hieß es, dass alle an der Produktion Beteiligten "stolz" auf den Film seien. Sie würden hinter dem Ziel des Films stehen, das Bewusstsein zu schärfen und einen Beitrag für Überlebende häuslicher Gewalt zu leisten. Die Entstehung des Films habe "Herausforderungen" mit sich gebracht und die von Lively geäußerten Bedenken hätten es verdient, gehört zu werden. An Arbeitsplätzen sollte es kein Fehlverhalten geben, führten die Verfasser der Mitteilung weiter aus. Es sei jetzt ihre "aufrichtige Hoffnung", dass alle Beteiligten "konstruktiv und in Frieden" vorwärtsgehen können.
Lively, die mit Hollywood-Star Ryan Reynolds verheiratet ist, hatte ihren Co-Star Baldoni im Dezember 2024 wegen sexueller Belästigung beim Dreh von "Nur noch ein einziges Mal" angezeigt und ihm sowie dem Produzenten Jamey Heath in einer Klage vorgeworfen, ihren Ruf zerstören zu wollen. Baldoni, der bei dem Film auch Regie führte, hatte seinerseits mit einer Klage unter anderem gegen Lively und Reynolds wegen Verleumdung reagiert. Diese Klage war im vorigen November von einem Richter abgeschlagen worden.