Der Tag
10. Juni 2026
imageHeute mit Anne Renzenbrink und Leah Nowak
Zum Archiv
22:25 Uhr

Das war Mittwoch, der 10. Juli 2026

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Blick auf das Reichstagsgebäude in Berlin. (Foto: picture alliance / photothek.de)

Liebe Leserinnen und Leser,

der "Tag" neigt sich dem Ende entgegen. Bevor in der Redaktion die Lichter ausgehen, möchte ich Ihnen noch folgende Texte meiner Kolleginnen und Kollegen ans Herz legen.

Kommen Sie gut durch die Nacht, morgen früh ist meine Kollegin Anne Renzenbrink wieder für Sie da.

Das war Mittwoch, der 10. Juli 2026
22:23 Uhr

Trump setzt 70-Milliarden-Dollar-Paket für Abschiebungen durch

US-Präsident Donald Trump hat ein Gesetz unterzeichnet, das in den kommenden drei Jahren 70 Milliarden Dollar für Migrationskontrollen und Abschiebungen bereitstellt. Das Geld soll vor allem an Einwanderungs-, Grenzschutz- und Zollbehörden fließen. Der Kongress hatte das Paket nach monatelangen Auseinandersetzungen verabschiedet.

Die Demokraten waren mit Forderungen nach strengeren Auflagen für die Behörden gescheitert. Zuletzt hatte auch innerhalb der Republikanischen Partei Widerstand gegen Teile des Gesetzes gegeben, darunter einen geplanten Entschädigungsfonds für verurteilte Teilnehmer des Kapitolsturms. Dieses Vorhaben liegt vorerst auf Eis.

Trump setzt 70-Milliarden-Dollar-Paket für Abschiebungen durch
21:19 Uhr

Bill Gates: "Jeffrey Epstein hat mich erpresst"

Der Microsoft-Mitgründer Bill Gates wurde nach eigenen Angaben von dem inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erpresst. Vor einem Ausschuss des US-Kongresses erklärte Gates, Epstein habe versucht, Informationen über außereheliche Beziehungen zu nutzen, um ihn unter Druck zu setzen, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig erklärte Gates, er habe Epstein zwar mehrfach getroffen, jedoch niemals von dessen fortgesetzten Straftaten gewusst. Zugleich räumte er ein, nicht die nötige Sorgfalt walten gelassen zu haben. "Ich hätte Epstein niemals treffen dürfen", sagte der 70-Jährige.

Der Ausschuss befasst sich mit den zuletzt veröffentlichten Epstein-Akten, in denen auch Gates' Name auftaucht. Nach seinen Angaben dienten die Kontakte ausschließlich Gesprächen über mögliche Finanzierungen für globale Gesundheitsprojekte und endeten 2014.

Bill Gates: "Jeffrey Epstein hat mich erpresst"
20:13 Uhr

"Mir scheißegal": Daniela Katzenberger lässt sich Zehen verkürzen

Im Zuge eines Social-Media-Trends für mehr Offenheit hat Daniela Katzenberger Einblicke in ihre persönlichen Unsicherheiten gegeben. Auf Instagram sprach die 39-Jährige unter anderem über ihre Naturhaarfarbe, kahle Stellen auf der Kopfhaut nach jahrelangen Extensions sowie ihr früheres Gebiss. Zudem kündigte sie an, im Oktober zwei Zehen operativ verkürzen lassen zu wollen. Mit dem Beitrag beteiligte sich Katzenberger an dem Trend "By the way", der für mehr Ehrlichkeit in sozialen Netzwerken wirbt. Für ihre Offenheit erhielt sie von vielen Followern positive Reaktionen.

"Mir scheißegal": Daniela Katzenberger lässt sich Zehen verkürzen
19:41 Uhr

Tankrabatt endet zum 1. Juli

Der seit Anfang Mai geltende Tankrabatt endet wie geplant zum 1. Juli. Darauf haben sich die Fraktionen von Union und SPD verständigt. Zur Begründung verweisen beide Seiten auf die angespannte Haushaltslage. Zugleich warnten die Fraktionsvizes Sepp Müller und Armand Zorn Mineralölkonzerne vor deutlichen Preissteigerungen nach dem Auslaufen der Entlastung. Sollte sich die Lage am Kraftstoffmarkt drastisch verschärfen, wolle die Koalition kurzfristig gegensteuern. Diskutiert werden unter anderem gezielte Zuschüsse für Geringverdiener, eine höhere Pendlerpauschale oder ein Spritpreisdeckel.

Tankrabatt endet zum 1. Juli
19:31 Uhr

Streitbarer Soziologe Jean Ziegler ist tot

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Galt als Kämpfer gegen Profitgier: Jean Ziegler. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Der streitbare Schweizer Soziologe und Ex-Politiker Jean Ziegler ist gestorben. Das bestätigte seine Frau dem Schweizer Rundfunk RTS und anderen Medien. Er wurde 92 Jahre alt. Ziegler war jahrelang für die Sozialdemokraten im Parlament. Als Autor und UN-Berater wollte der Soziologieprofessor gegen Ungerechtigkeit in der Welt kämpfen. Er setzte sich zeitlebens gegen die Globalisierung, Profitgier und "die verlogene Herrschaftsschicht" ein. In seiner Heimat wurde er oft als Nestbeschmutzer verunglimpft.

Ziegler wurde 1976 bekannt, nachdem er in seinem Buch "Eine Schweiz, über jeden Verdacht erhaben" großen Schweizer Konzernen Profite auf Kosten der Ärmsten vorgeworfen hatte. 1990 stellte er seine Heimat als Finanzdrehscheibe des internationalen Verbrechens dar ("Die Schweiz wäscht weißer"). In "Die Schweiz, das Gold und die Toten" prangerte er 1997 die Verstrickung von Schweizer Geldinstituten mit den Nazis und den Umgang mit Guthaben von Holocaust-Opfern auf Schweizer Konten an.

Streitbarer Soziologe Jean Ziegler ist tot
18:48 Uhr

Stuttgart 21 wird wohl erneut mehrere Milliarden Euro teurer

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 könnte erneut deutlich teurer werden. Nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" rechnet die Deutsche Bahn mit zusätzlichen Kosten von mindestens zwei bis drei Milliarden Euro. Die Bahn äußerte sich dazu nicht konkret und verwies auf geplante Informationen nach dem Lenkungskreis Ende Juni.

Bereits jetzt liegen die veranschlagten Gesamtkosten bei rund 11,3 Milliarden Euro - ursprünglich waren gut 4,5 Milliarden Euro vorgesehen. Die Mehrkosten trägt die Bahn einem Urteil zufolge allein. Auch der Zeitplan steht unter Druck: Medienberichten zufolge könnte sich die Eröffnung des neuen Bahnhofs bis Ende 2031 verzögern.

Stuttgart 21 wird wohl erneut mehrere Milliarden Euro teurer
18:04 Uhr

Missbrauchsskandal: 132 Mitarbeiter an Pariser Schulen suspendiert

Nach zahlreichen Missbrauchsfällen an französischen Schulen sind in Paris seit Jahresbeginn 132 Mitarbeiter der Nachmittagsbetreuung suspendiert worden. 52 der Fälle stehen laut Angaben des Pariser Bürgermeisters Emmanuel Grégoire unter dem Verdacht sexualisierter oder sexistischer Gewalt. Grégoire kündigte die Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission an, um strukturelle Versäumnisse aufzuarbeiten und Konsequenzen zu ziehen.

Erst im April hatte die Stadt einen Aktionsplan im Umfang von 20 Millionen Euro vorgestellt. Auch auf nationaler Ebene wurden die Kontrollen verschärft, die Nationalversammlung verabschiedete ein entsprechendes Gesetz, das unter anderem auf frühere Missbrauchsfälle reagiert. Die Staatsanwaltschaft in Paris ermittelt derzeit in Dutzenden Einrichtungen.

Missbrauchsskandal: 132 Mitarbeiter an Pariser Schulen suspendiert
17:55 Uhr

"KI-generiert" - EU will Label verpflichtend machen

KI oder echtes Foto? Die EU-Kommission hat einen Praxisleitfaden zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten vorgelegt. Demnach sollen Videos und Bilder künftig klar sichtbar mit Hinweisen wie "KI generiert" oder "KI modifiziert" markiert werden, etwa in einer Ecke des Bildes oder direkt zu Beginn eines Videos. Die Markierung soll bei Videos dauerhaft sichtbar sein oder regelmäßig wieder eingeblendet werden.

Auch für Audio- und Textinhalte sieht der Leitfaden entsprechende Hinweise vor, etwa zu Beginn eines KI-generierten Podcasts oder oberhalb von Texten. Für künstlerische oder satirische Inhalte sind weniger störende Kennzeichnungen vorgesehen. Die Leitlinien sind selbst nicht verbindlich, sollen aber als Orientierung für die Umsetzung des EU-KI-Gesetzes dienen, das schrittweise ab August in Kraft tritt.

"KI-generiert" - EU will Label verpflichtend machen
17:01 Uhr

Drei Tote nach Brand in Einfamilienhaus entdeckt

Nach einem Brand im brandenburgischen Friesack sind drei Leichen in dem ausgebrannten Haus entdeckt worden. Das teilt ein Sprecher der Polizei mit. Nun soll untersucht werden, um wen es sich bei den Toten handelt. Erste Gutachter sollen im Laufe des Nachmittags die Brandstelle untersuchen. Fraglich ist etwa noch die Brandursache.

Der Brand war um 1 Uhr nachts gemeldet worden. Als Feuerwehr- und Polizeikräfte am Ort eintrafen, stand nach Polizeiangaben das Einfamilienhaus und ein Nebengebäude bereits in Vollbrand.

Drei Tote nach Brand in Einfamilienhaus entdeckt
16:21 Uhr

Trumps großer Pool-Umbau - das hat sich (nicht) verändert

Wenn man die Bilder der Wasserfläche vergleicht, fällt auf, dass fast nichts auffällt: Zumindest optisch sind keine großen Unterschiede auf den Fotos des Pools vor dem Lincoln Memorial von heute und von vor sechs Monaten zu erkennen. Dabei hat US-Präsident Donald Trump statt der zunächst angedachten 1,8 Millionen Dollar satte 10 Millionen Dollar für den Umbau ausgegeben.

Trumps großer Pool-Umbau - das hat sich (nicht) verändert
16:01 Uhr

Tausende Bienen überfallen italienischen Strand

Mehrere Tausend Bienen haben am Adria-Strand nahe Rimini für Unruhe gesorgt. Der Schwarm schwirrte zunächst zwischen den Badegästen umher, bevor er sich auf einem einzelnen Sonnenschirm niederließ. Ein herbeigerufener Bienenzüchter konnte die Tiere schließlich weglocken, verletzt wurde nach Behördenangaben niemand. Experten vermuten, dass sich die Bienenkönigin auf dem Schirm niedergelassen hatte und der Schwarm ihr gefolgt war. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich erst vor wenigen Tagen an einem Strand im nahegelegenen Riccione ereignet. Als mögliche Ursache werden die ungewöhnlich hohen Temperaturen genannt.

Tausende Bienen überfallen italienischen Strand
15:20 Uhr

Riesige Eis-Wand donnert vor Ausflugsschiff ins Meer

Ein gewaltiger Eisbrocken bricht in der grönländischen Diskobucht ab und löst riesige Wasserfontänen und große Wellen aus. Ein Video zeigt, wie die Wassermassen auf ein Ausflugsschiff mit Passagieren zurollen.

Riesige Eis-Wand donnert vor Ausflugsschiff ins Meer
14:40 Uhr

20.000 Menschen wollen Kerkeling als Bundespräsidenten

Mehr als 20.000 Menschen unterstützen inzwischen eine Online-Petition, die den Komiker und Autor Hape Kerkeling als Bundespräsidenten ins Spiel bringt. Der Aufruf richtet sich an die Fraktionsspitzen von Union, SPD, Grünen und Linken und wirbt für einen überparteilichen Kandidaten. Zur Begründung verweisen die Initiatoren unter anderem auf Kerkelings Rede beim Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald, in der er für Demokratie und Erinnerungskultur warb.

Der 61-Jährige reagierte auf die Debatte mit Ironie und sagte laut Stern TV, er schließe inzwischen "nichts mehr aus". Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dessen zweite Amtszeit 2027 endet, wollen die Regierungsparteien erst im Herbst entscheiden.

20.000 Menschen wollen Kerkeling als Bundespräsidenten
14:15 Uhr

Busse kollidieren - mehrere verletzte Kinder in Bayern

Bei einem Zusammenstoß von zwei Bussen sind laut Polizei in Oberbayern mehrere Menschen, darunter auch Kinder, verletzt worden. Ein Reisebus mit Schulkindern sei bei Hebertshausen im Landkreis Dachau mit einem Linienbus kollidiert, teilte die Polizei mit. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Beamten von mehreren mittel- bis schwer verletzten Kindern aus.

Vor Ort liefen demnach "umfangreiche Rettungs- und Bergungsmaßnahmen". Der Unfall passierte den Angaben zufolge gegen 12.30 Uhr auf einer Staatsstraße zwischen Hebertshausen und Haimhausen. Die Orte liegen rund 20 Kilometer nördlich vom Münchner Stadtzentrum.

Busse kollidieren - mehrere verletzte Kinder in Bayern
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine geschätzte Kollegin Anne Renzenbrink befindet sich im Feierabend. Durch den restlichen "Tag" werde ich Sie begleiten. Mein Name ist Leah Nowak, bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.

Schichtwechsel
13:47 Uhr

"Schockierend und völlig inakzeptabel": Starmer verurteilt Ausschreitungen in Belfast

Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Ausschreitungen bei ausländerfeindlichen Protesten im nordirischen Belfast scharf verurteilt. Er bezeichnet die Vorfälle als "schockierend und völlig inakzeptabel". Es sei klar, dass Menschen "wegen ihres Hintergrunds" ins Visier genommen worden seien, erklärt der linksgerichtete Labour-Politiker auf X. Das werde er nicht tolerieren. "Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen", fügt er hinzu.

Die Demonstrationen in mehreren Städten folgten auf die Veröffentlichung eines Videos von einem Messerangriff, für den ein sudanesischer Migrant verantwortlich gemacht wird. In Belfast lieferten sich die Demonstranten gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei und setzten Fahrzeuge und Gebäude in Brand. Bewohner mussten von der Feuerwehr aus brennenden Häusern geholt werden. Zu den Protesten hatten rechtsextreme Aktivisten aufgerufen.

"Schockierend und völlig inakzeptabel": Starmer verurteilt Ausschreitungen in Belfast
13:04 Uhr

Schwere Explosionen zerreißen Gasleitung in Russland

An einer Gas-Pipeline in der russischen Republik Dagestan kommt es zu mehreren Explosionen. Flammen schießen in die Höhe, Rauchsäulen sind kilometerweit zu sehen. Aufnahmen dokumentieren die Zerstörung und die Folgen für die Anwohner, die ihre Häuser verlassen müssen.

Schwere Explosionen zerreißen Gasleitung in Russland
12:31 Uhr

Zoll findet klein geschnittene Schlangen und Frösche in Reisegepäck

Zollbeamte haben bei einer Kontrolle am Düsseldorfer Flughafen das Fleisch verschiedener Reptilien im Gepäck einer Reisenden gefunden. Die Frau hat demnach versucht, Frösche, Geckos, klein geschnittene Schlangen und Insekten aus Thailand nach Deutschland zu schmuggeln, wie die Polizei mitteilt.

Die 62-Jährige wollte am Montag den Zollbereich durch den Ausgang für anmeldefreie Waren verlassen, als Zöllner sie zur Kontrolle des Reisegepäcks baten. Im Gepäck fanden sie die Tiere, die die Reisende laut Polizei zum eigenen Verzehr mitgebracht hatte. Neben den insgesamt 3,2 Kilogramm Fleisch entdeckten die Zöllner noch knapp 12 Kilogramm Obst und Gemüse. Zwar stellten die Beamten keinen Verstoß gegen Artenschutzbestimmungen fest, dennoch sei das Mitbringen tierischer Lebensmittel aus dem Ausland grundsätzlich verboten. Das gelte aufgrund der Art und Menge in diesem Fall auch für das Obst und Gemüse. Die Lebensmittel seien sichergestellt worden und würden nun vernichtet. Für die Kosten muss die Reisende aufkommen.

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Die Frau hat laut Polizei versucht, Frösche, Geckos, klein geschnittene Schlangen und Insekten aus Thailand nach Deutschland zu schmuggeln. Foto: Zoll (Foto: Zoll)
Zoll findet klein geschnittene Schlangen und Frösche in Reisegepäck
11:40 Uhr

Mann in Südchina überlebt tagelang auf offenem Meer

Ein Mann in Südchina hat nach einem Sturz ins Meer tagelang auf hoher See überlebt, bis Fischer ihn lebend aus dem Wasser zogen. Qin Jianping sei am 27. Mai bei stürmischem Wetter während eines nächtlichen Spaziergangs an der Promenade in Haikou auf Chinas beliebter Urlaubsinsel Hainan ausgerutscht und ins Meer gefallen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Aufnahmen von Überwachungskameras der Polizei bestätigten demnach den Vorfall. Die Strömung zog den Mann auf das Meer hinaus, wo er nach eigenen Angaben vergeblich versuchte, dagegen anzuschwimmen. "Ich bin zuvor noch nie im Meer geschwommen", sagt der 39-Jährige einem Reporter im Krankenhaus.

Sein Mobiltelefon ging verloren, sodass er keine Hilfe rufen konnte. Um Energie zu sparen, ließ er sich treiben und entledigte sich seiner Kleidung und seines Schmucks. Nach mehr als 40 Stunden erreichte er eine Boje, auf der er sich erholte, bis ihn eine Welle wieder ins Meer zurückstieß, wie Xinhua am vergangenen Wochenende berichtet. Am 31. Mai, dem fünften Tag seiner Odyssee, erreichte er eine weitere Boje, an der er sich vor lauter Erschöpfung nur noch festklammern statt hinaufziehen konnte. Um seinen Hunger zu stillen, aß er nach eigenen Worten Dutzende kleine Krebse roh, die er an der Boje fand. Seinen Durst bekämpfte er laut Xinhua mit salzigem Meerwasser und eigenem Urin.

Mann in Südchina überlebt tagelang auf offenem Meer
11:16 Uhr

Jay-Z und Eminem machen nach 25 Jahren offenbar wieder zusammen Musik

25 Jahre nach ihrer letzten Zusammenarbeit sind die Rapper Jay-Z und Eminem einem Bericht zufolge wieder gemeinsam in einem Lied zu hören. Wie das Musikmagazin "Rolling Stone" unter Berufung auf den Produzenten Matthew Markoff berichtet, sind die beiden auf dem neuen Album von US-Rapper Rakim dabei, das im August erscheinen soll.

Markoff postete am Wochenende auf Instagram eine Liste mit den Titeln des Albums, auf der auch die Namen von Eminem und Jay-Z zu lesen waren. Die beiden sollen laut Markoff auf dem Album Rapper Rakim würdigen. Das letzte Mal waren die beiden dem Bericht zufolge auf dem Lied "Renegade" zu hören, das 2001 auf Jay-Zs Album "The Blueprint" veröffentlicht wurde.

Jay-Z und Eminem machen nach 25 Jahren offenbar wieder zusammen Musik
10:32 Uhr

Nick Reiner fordert Geld aus Fonds seiner toten Eltern für Verteidigung in Mordprozess

Im Verfahren zum gewaltsamen Tod von US-Regisseur Rob Reiner und dessen Frau fordert der angeklagte Sohn Nick Reiner Geld aus einem Treuhandvermögen seiner Eltern zur Finanzierung seiner Verteidigung. In einem 136 Seiten langen Antrag beim zuständigen Gericht in Los Angeles heißt es, Nick Reiner hätte bereits seit zwei Jahren Auszahlungen aus dem Treuhandfonds mit einem Umfang von 1,5 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) bekommen müssen.

Weil ihm der Zugriff verwehrt werde, habe der 32-Jährige seinen ursprünglichen Verteidiger, den Star-Anwalt Alan Jackson, nicht mehr bezahlen können. "Nick hat seine Eltern geliebt und er ist am Boden zerstört wegen ihres Todes", betonten Reiners Anwälte in dem Antrag. "Aber die Fakten dazu, was mit ihnen geschehen ist und was nicht, sind kein Thema bei dem Treuhand-Rechtsstreit." Es geht um einen von drei Fonds, die Rob Reiner und seine Frau für ihre Kinder eingerichtet hatten. Laut dem Antrag sollte Nick Reiner die Hälfte des Geldes mit 30 Jahren erhalten und die andere fünf Jahre später. Diese Bestimmungen seien "verpflichtend und bedingungslos", betonten Nick Reiners Anwälte.

Nick Reiner fordert Geld aus Fonds seiner toten Eltern für Verteidigung in Mordprozess
09:56 Uhr

Mehrere Kinder vor Schule in Hamburg von Auto erfasst

Bei einem Verkehrsunfall vor einer Schule im Hamburger Stadtteil Blankenese sind mehrere Kinder verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Kinder bei einem Ausparkmanöver von einem Auto erfasst. Zwei Kinder wurden nach Angaben der Polizei zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Über die Schwere der Verletzungen sowie zum genauen Unfallhergang gibt es bislang keine Angaben.

Mehrere Kinder vor Schule in Hamburg von Auto erfasst
09:18 Uhr

Rückschlag für Brad Pitt: Tochter Zahara will seinen Namen loswerden

Die Tochter von Angelina Jolie und Brad Pitt, Zahara, hat offiziell beantragt, den Nachnamen "Pitt" streichen zu lassen. Das berichtet das "People"-Magazin unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. Daraus soll hervorgehen, dass die 21-Jährige bei einem Gericht in Kalifornien einen Antrag auf Namensänderung gestellt hat. Zaharas Antrag stammt laut "People" vom 28. April und erfolgte damit nur wenige Tage, nachdem ihr Bruder Maddox Jolie ebenfalls beantragt hatte, den Nachnamen seines Vaters ablegen zu können.

Brad Pitt und Angelina Jolie hatten sich im Jahr 2016 getrennt, nachdem sie zwei Jahre verheiratet und über zehn Jahre ein Paar gewesen waren. Ihre Scheidung wurde im Dezember 2024 vollzogen. Das einstige Paar hat sechs gemeinsame Kinder: Maddox, Pax (22), Zahara, Shiloh (20) sowie die 17-jährigen Zwillinge Knox und Vivienne. Auch Shiloh hat US-Medienberichten zufolge bereits "Pitt" als Nachnamen abgelegt. Der Schritt erfolgte kurz nach dem 18. Geburtstag.

Rückschlag für Brad Pitt: Tochter Zahara will seinen Namen loswerden
08:42 Uhr

Aufwendige Suche nach Blindgängern - Autobahn zehn Tage lang gesperrt

Eine der wichtigsten Autobahnen im Ruhrgebiet wird am Freitagabend für zehn Tage gesperrt. Fachleute sollen auf der A40 in Mülheim nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg suchen. Dafür müssen Auto- und Lastwagenfahrer auf dem Ruhrschnellweg zwischen Duisburg und Essen weite Umleitungen fahren und sich auf Staus einstellen. Die Sperrung zwischen den Anschlussstellen Mülheim-Heißen und Mülheim-Winkhausen beginnt am Freitagabend um 21 Uhr und soll bis zum 22. Juni dauern. Betroffen seien beide Fahrtrichtungen, teilt die Autobahn GmbH mit.

Die A40 ist eine der wichtigsten Autobahnen im Ruhrgebiet. Auf dem Abschnitt zwischen Duisburg und Essen sind laut Autobahn GmbH jeden Tag 80.000 bis 90.000 Fahrzeuge unterwegs. Für die geplanten Baumaßnahmen sei an einer Stelle in Mülheim an der Ruhr eine ungewöhnlich aufwendige Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg nötig, erläutert eine Sprecherin. Es gehe zwar nur um einen etwa 20 Meter langen Abschnitt. Doch für die Suche nach Bomben oder Munitionsresten im Erdreich müsse dort zunächst die Fahrbahn abgerissen werden. Erst dann könnten Kampfmittel-Spezialisten mit ihrer Arbeit beginnen. Anschließend müsse die Fahrbahn wiederhergestellt werden. Deshalb gebe es zu der zehntägigen Sperrung der Autobahn keine Alternative.

Aufwendige Suche nach Blindgängern - Autobahn zehn Tage lang gesperrt
07:59 Uhr

Papst Leo funkt seinen Segen an Kampfjet-Eskorte

Die zweite Etappe seiner Spanien-Reise führt Leo XIV. nach Barcelona. Im Flug stattet der Papst der Crew im Cockpit einen kurzen Besuch ab. Winkend und per Funk übermittelt er den Piloten der Kampfjets seinen Dank, die die Papst-Maschine begleiten.

Papst Leo funkt seinen Segen an Kampfjet-Eskorte
07:29 Uhr

Rotkehlchen brütet in Motorradhelm

In einem Schuppen in Gütersloh hat es sich ein Rotkehlchen in einem Motorradhelm gemütlich gemacht, um seinen Nachwuchs auszubrüten. Gleich sieben Eier habe es in sein sorgfältig gebautes Nest gelegt, berichtet Rainer Koch, der mit seiner Familie auf dem Grundstück wohnt. Noch sei der Nachwuchs nicht geschlüpft. Kochs Sohn Marcel hatte das brütende Vögelchen vergangene Woche in dem Helm entdeckt, als er etwas aus der Garage holen wollte. "Wir mussten schmunzeln: Der Helm liegt nämlich auf einem abgestellten Moped, genauer einer Schwalbe. Das hat sie sich schon passend ausgesucht", so Koch.

Moped und Helm waren erst seit wenigen Tagen in dem offenen Unterstand an dem ländlich gelegenen Haus der Familie in Gütersloh Avenwedde abgestellt - Zeit genug für das Rotkehlchen sich aus Moos, trockenem Gras und Ästchen ein gemütliches Nest zu bauen, wie Koch berichtet. "Es war ganz schön fleißig", sagt der 69-Jährige. Die ganze Familie mitsamt der zwei kleinen Enkelkinder sei nun schon sehr gespannt auf die Vogelkinder. "Wir gucken natürlich immer mal wieder um die Ecke, weil wir wissen wollen, was sie so macht." So habe man auch beobachten können, dass das Männchen der Vogelmutter Futter bringe, während sie die Eier warmhält und das Nest höchstens kurzzeitig verlasse. Koch geht davon aus, dass der Nachwuchs bald schlüpfen könnte. Insgesamt versuche man die werdende Familie möglichst in Ruhe zu lassen. "Wenn zu viele neugierige Besucher da sind, fühlt sie sich gestört und fliegt weg. Wir sind dann immer froh, wenn sie schnell wieder da ist", sagt Koch.

Ein-Rotkehlchen-hat-in-einem-Motorradhelm-in-einem-Unterstand-fuer-Fahrraeder-in-Guetersloh-sein-Nest-gebaut-Der-Helm-war-erst-kurze-Zeit-auf-dem-Sattel-des-alten-Mopeds-abgelegt-Der-Vogel-bruetet-aktuell-sieben-Eier-aus
Das Rotkehlchen Vogel brütet aktuell sieben Eier aus. (Foto: picture alliance/dpa/Rainer Koch)
Rotkehlchen brütet in Motorradhelm
07:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

trotz geltender Waffenruhe und den Verhandlungen um ein Kriegsende haben sich die USA und der Iran in der Golfregion erneut gegenseitig angegriffen. Nach dem Abschuss eines US-Militärhubschraubers führten die USA in der Nacht Vergeltungsschläge auf Ziele im Iran aus. Der Iran drohte seinerseits unmittelbar mit Gegenschlägen. Wenig später meldete Kuwait den Einsatz der Luftabwehr gegen einen feindlichen Angriff. In Bahrain heulten die Alarmsirenen wiederholt. Nach zunächst unbestätigten iranischen Angaben will Teheran auch einen US-Stützpunkt in Jordanien angegriffen haben. 

Über die aktuellen Entwicklungen rund um den Iran-Krieg halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

Diese Themen haben wir heute außerdem im Blick:

  • Die Spitzen der Regierungskoalition loten um 18 Uhr mit Arbeitgebern und Gewerkschaften aus, inwieweit es eine gemeinsame Sichtweise auf den Reformbedarf in Deutschland gibt. Dabei soll es zuallererst um den Arbeitsmarkt, aber auch um Sozialreformen, Steuern und Bürokratieabbau gehen. Entscheidungen sind nicht zu erwarten. Die sollen erst in einer Sitzung des Koalitionsausschusses fallen, die für den 1. Juli geplant ist.

  • Das Bonner Landgericht befasst sich mit einem Rechtsstreit zu Corona-Masken, der den Bund fast eine halbe Milliarde Euro kosten könnte. Der Hamburger Textilhändler Pure Fashion Agency pocht auf eine Vereinbarung vom März 2020, die nach seiner Lesart ein Kaufvertrag war. Hierzu kommt es um 12 Uhr zur Gerichtsverhandlung

  • Bill Gates sagt voraussichtlich vor dem Epstein-Ausschuss aus. Die Aussage des Microsoft-Mitgründers wird mit Spannung erwartet. In den Epstein-Akten kommt Gates immer wieder vor. Der Kontrollausschuss im US-Repräsentantenhaus arbeitet das Missbrauchsnetzwerk des 2019 verstorbenen Finanzinvestors und Sexualstraftäters Jeffery Epstein politisch auf.

  • Bundesaußenminister Johann Wadephul empfängt seine ungarische Amtskollegin Anita Orbán. Sie wollen gegen 13.30 Uhr vor die Presse treten.

  • Papst Leo XIV. setzt seinen Spanien-Besuch in Barcelona fort.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzt seinen Staatsbesuch in den Niederlanden fort. 

  • Im Deutschen Bundestag stellen sich Innenminister Alexander Dobrindt und Landwirtschaftsminister Alois Rainer der Regierungsbefragung.

  • Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) öffnet. Zu Gast sein wird unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz.

Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an dertag(at)ntv.de. Auf geht's!

Das wird heute wichtig
06:44 Uhr

Streit über Corona-Masken: Textilfirma fordert halbe Milliarde vom Bund

In einem Streit über Corona-Masken droht dem Bund eine Zahlungspflicht von fast einer halben Milliarde Euro. Der Hamburger Textilhändler Pure Fashion Agency pocht auf eine Vereinbarung vom März 2020, die nach seiner Lesart ein Kaufvertrag war. Hierzu kommt es am heutigen Mittwoch um 12 Uhr zu einer mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Bonn. Mit dem Urteil wird in einigen Wochen gerechnet.

Die Firma beruft sich auf Telefonate und Mails mit dem damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und mit Beamten des Ministeriums. Sie fordert 287 Millionen Euro plus Zinsen, was sich laut Klägerin auf 464 Millionen Euro summiert. Das Ministerium wertet die Kommunikation hingegen nicht als Kaufvertrag. Der Fall ist einer von zahlreichen Rechtsstreitigkeiten rund um Maskeneinkäufe, die das Bundesgesundheitsministerium 2020 kurz nach Beginn der Corona-Pandemie auf den Weg brachte. Damals bekam das Ministerium Zusagen über viel größere Mengen als erwartet. Das wurde zu einem finanziellen Problem, da die Preise zu dieser Zeit der Pandemie hoch waren und schon wenig später sanken: Man hatte zu teuer eingekauft.

Streit über Corona-Masken: Textilfirma fordert halbe Milliarde vom Bund
05:59 Uhr

Ätzende Flüssigkeit ausgelaufen? IC in Böblingen evakuiert

Wegen eines ungewöhnlichen Geruchs im Zug ist in Böblingen in Baden-Württemberg ein IC der Deutschen Bahn evakuiert worden. Die Bundespolizei sei kurz nach 17.40 Uhr darüber informiert worden, dass möglicherweise eine ätzende Flüssigkeit ausgelaufen sei, teilt ein Polizeisprecher mit. Ersten Erkenntnissen zufolge klagten zwei Fahrgäste über Atemwegsbeschwerden. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz. Der Zug sei geräumt worden. Außerdem hätten Einsatzkräfte die Bahnsteige 4 und 5 für den Zugverkehr gesperrt.

Nach der Evakuierung des Zuges ging die Feuerwehr mit Messgeräten in das betroffene Abteil. Diese hätten positiv auf Ammoniak reagiert, sagt ein Sprecher. Das bedeute aber noch nicht sicher, dass es Ammoniak gewesen sei. Die Flüssigkeit wurde aufgenommen und sicher verpackt. Danach wurde der Zug gelüftet, wie die Feuerwehr weiter mitteilte. Der Einsatz war gegen 21.00 Uhr beendet. Im Zug befanden sich den Angaben zufolge 130 Passagiere, die alle unverletzt blieben. Der IC war auf der Gäubahn von Stuttgart in Richtung Singen unterwegs.

Ätzende Flüssigkeit ausgelaufen? IC in Böblingen evakuiert