Der Tag
23. Februar 2026
imageHeute mit Heidi Ulrich
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12:42 Uhr

Neuer niederländischer Premier sorgt für Premieren

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Jetten ist seit 20 Jahren in der Politik: Er war unter anderem Klimaminister, Abgeordneter in Den Haag, und davor in der Kommunalpolitik. (Foto: IMAGO/ANP)

Die Niederlande haben eine neue Regierung: Rob Jetten und seine Kabinettsmitglieder schworen vor König Willem-Alexander in Den Haag den Amtseid. Es gibt gleich mehrere Premieren. Jetten ist der Parteichef linksliberalen D66. Diese stellt zum ersten Mal den Regierungschef. Mit 38 Jahren ist er auch der jüngste und der erste offen homosexuelle Regierungschef des Landes.

Seine Partei hatte die Wahl Ende Oktober knapp vor der Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders gewonnen und bildet nun eine Koalition mit der christdemokratischen CDA und der rechtsliberalen VVD. Das Bündnis hat aber in beiden Kammern des Parlaments keine Mehrzeit.

Neuer niederländischer Premier sorgt für Premieren
12:30 Uhr

EU lässt US-Handelsdeal erstmal in der Schwebe

Der EU fehlt Klarheit nach dem Zoll-Urteil in den USA. Das Europaparlament wolle die Arbeit an der Umsetzung einer zuvor geschlossenen Handelsvereinbarung mit Washington pausieren, melden mehrere Nachrichtagenturen. Dafür hätten sich die Abgeordneten einer breiten Mehrheit der Fraktionen ausgesprochen, heißt es. Das Parlament stimmt demnach vorerst nicht über eine Abschaffung der EU-Zölle auf US-Industrieprodukte ab. Die EU brauche zunächst mehr Details von den USA zu deren neuem Zollprogramm. Am Freitag hatte der Oberste Gerichtshof der USA die von Präsident Trump verhängten Sonderzölle für unrechtmäßig erklärt. Daraufhin kündigte Trump neue Zölle über 15 Prozent an.

EU lässt US-Handelsdeal erstmal in der Schwebe
12:04 Uhr

Rauchwolke über Essen: Autohandel steht in Flammen

In Essen steht das Gelände eines Fahrzeughändlers in Flammen. Mehrere Wagen und eine Lagerhalle brennen komplett aus. Anwohner im Essener Stadtgebiet werden über die Warn-App NINA aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Rauchwolke über Essen: Autohandel steht in Flammen
11:37 Uhr

Messerangreifer attackiert Männer am Würzburger Bahnhof

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat am Morgen mehrere Menschen am Würzburger Hauptbahnhof angegriffen. Die Polizei hat den Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich um einen 35-jährigen afghanischen Staatsangehörigen. "Er trat an einen Stand der Zeugen Jehovas heran und führte in der Folge unvermittelt mehrere Stichbewegungen in Richtung eines 68-jährigen Mannes aus und ging auch einen 55-Jährigen und einen 51-Jährigen körperlich an", schreibt die Polizei zu der Tat im Bereich der Eingangshalle. Die drei Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen in dem Gerangel leicht verletzt, erlitten jedoch keine Schnittverletzungen. Mehrere Passanten, darunter ein Polizist in Zivilkleidung, hätten sofort eingegriffen und den Mann überwältigt, so die Polizei. Das Motiv des Angreifers ist noch unklar. Seine Wohnung werde durchsucht und Videos ausgewertet. Die Polizei sucht auch weitere Augenzeugen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Messerangreifer attackiert Männer am Würzburger Bahnhof
10:50 Uhr

Trump-Kette will australischen Touri-Hotspot dominieren

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Blick auf die Skyline im Jahr 2023. (Foto: picture alliance / Newscom)

Es soll das höchste Gebäude Australiens werden, in bester Lage direkt am Wasser. Im Touristen-Hotspot Surfers Paradise an der Ostküste ist ein Trump-Tower geplant. Der Vertrag sei unterzeichnet, erklärt die australische Entwicklerfirma Altus Property Group. Vorgesehen ist ein 340 Meter hoher Luxus-Wolkenkratzer mit 91 Stockwerken. Somit würde der "Trump International Hotel & Tower" den 322 Meter hohen Q1 Tower überragen, der im gleichen Ort steht und bisher das höchste Gebäude des Kontinents ist. Auch würde der Trump-Tower die markante Skyline des Küstenabschnitts umformen. Kosten soll der Bau umgerechnet 900 Millionen Euro, finanziert von privaten Investoren aus Singapur, Hongkong, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA. Neben einem Hotel umfasst das Vorhaben 270 Luxusresidenzen sowie einen privaten Beach Club und Einzelhandels- und Gastronomieflächen.

Trump-Kette will australischen Touri-Hotspot dominieren
10:12 Uhr

China ruft USA auf, Zölle aufzuheben

Was passiert nach dem Urteil des höchsten US-Gerichts zu Trumps Zöllen? China fordert die Regierung in Washington auf, ihre einseitigen Zollmaßnahmen gegen Handelspartner aufzuheben. "Einseitige Zölle der USA verstoßen gegen internationale Handelsregeln und US-amerikanisches Recht und sind nicht im Interesse einer der Parteien", teilt das chinesische Handelsministerium mit. China werde die weitere Entwicklung genau beobachten und seine Interessen entschlossen schützen. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof in den USA viele der von US-Präsident Trump verhängten Zölle gekippt, darunter auch einige gegen China. Trump reagierte auf die Entscheidung, indem er neue, zusätzliche Zölle ankündigte. Zuerst sollten diese zehn Prozent auf alle US-Importe betragen, nur einen Tag später sprach er von 15 Prozent.

China ruft USA auf, Zölle aufzuheben
09:32 Uhr

Radar: Trumps Grönland-Schiff ist gar nicht losgefahren

Trump sorgt erneut für Irritationen: Ein riesiges Lazarettschiff der US-Marine soll sich auf den Weg nach Grönland machen, um Patienten medizinisch zu versorgen. Was das Schiff dort tatsächlich soll, weiß niemand genau. Zudem zeigt das Marine-Radar: Der schwimmende Klotz ist noch gar nicht unterwegs.

Radar: Trumps Grönland-Schiff ist gar nicht losgefahren
09:19 Uhr

Fahrstuhl von Tokios Fernsehturm bleibt stecken – Besucher erleben abenteuerliche Rettung

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634 Meter hoch ist der Tokyo Skytree. Der Fahrstuhl blieb auf dem Weg von der Aussichtsplattform stehen, die sich in 350 Metern Höhe befindet. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Für die 20 Betroffenen war das wohl ein Sonntagsausflug zum Abhaken. Sie saßen mehr als fünf Stunden in einem Fahrstuhl des Fernsehturms in Tokio fest. Der Fahrstuhl der Gruppe, zu der zwei Kinder gehörten, war in 30 Metern Höhe stehengeblieben. Um 2 Uhr morgens Ortszeit wurden sie erlöst. Laut dem Fernsehsender NHK sah die Rettung so aus: Zunächst konnte ein benachbarter Aufzug auf dieselbe Höhe des Fahrstuhls abgesenkt werden. Daraufhin wurden die Notausgänge beider Aufzüge geöffnet und eine Metallbrücke mit Handläufen zwischen den beiden etwas mehr als einen Meter voneinander entfernten Aufzügen angebracht. Über diese konnten die Eingeschlossenen schließlich in Sicherheit gebracht werden, meldet NHK. Verletzt wurde niemand. Warum der Fahrstuhl plötzlich stehenblieb, ist unklar. Mehr dazu lesen Sie hier.

Fahrstuhl von Tokios Fernsehturm bleibt stecken – Besucher erleben abenteuerliche Rettung
08:43 Uhr

Bald bis zu 20 Grad: Ist das jetzt schon der Frühling?

Wochenlang haben Schnee und Eis weite Teile Deutschlands im Griff. Jetzt zieht warme Luft aus Südeuropa ins Land. Der Wochenstart bleibt bei Plusgraden zwar noch grau, windig und mitunter verregnet - dann aber stehen bis zu 20 Grad an. Zeit für erste Frühlingsgefühle.

Bald bis zu 20 Grad: Ist das jetzt schon der Frühling?
08:14 Uhr

Aktivisten hängen Andrew-Foto im Louvre auf

Andrew_nach_Festnahme
Ein Reuters-Fotograf hielt diesen bezeichnenden Moment fest.

Das Foto von Andrew Mountbatten-Windsor ging um die Welt. Die Momentaufnahme zeigt ihn auf der Rückbank eines Autos zusammengesackt sitzend, kurz nachdem er aus einer Polizeiwache freigekommen ist. Etwa 12 Stunden zuvor war er wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen worden. Dieses Foto war nun am Sonntag, wenn auch nur für Minuten, im Pariser Louvre zu sehen. Aktivisten der Gruppierung "Everyone Hates Elon" haben es dort aufgehängt - zusammen mit einer Bildbeschreibung: "He's Sweating Now - 2026" (Zu Deutsch: "Er schwitzt jetzt - 2026") Ein Sprecher der Gruppe erklärt die Aktion: "Wir wollten dem ehemaligen Prinzen Andrew zeigen, wie die Welt ihn in Erinnerung behalten wird, indem wir dieses ikonische Verhaftungsfoto im Louvre aufgehängt haben. Hoffen wir, dass dies nur der Anfang ist. Gerechtigkeit für alle Überlebenden von Epstein." Berichten zufolge entfernten Louvre-Mitarbeitende das Bild nach etwa einer Viertelstunde von der Wand. Mehr dazu lesen Sie hier.

Aktivisten hängen Andrew-Foto im Louvre auf
07:27 Uhr

Passagiere harren über Nacht in Flugzeugen auf dem Vorfeld aus

Der Wetterumschwung sorgt dafür, dass sich einige wetterbedingte Probleme beim Reisen erledigen. Noch vor ein paar Tagen hatte das Winterwetter etwa 500 Fluggästen am Münchner Flughafen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Anstatt ihrem Reiseziel wie geplant am Donnerstagabend näher zu kommen, mussten sie die ganze Nacht auf dem Vorfeld im Flugzeug ausharren. Weil es so stark geschneit hatte, wurden ihre Flüge in der Nacht gestrichen, nachdem schon alle Passagiere an Bord und die Flugzeuge startbereit waren, wie ein Sprecher der Lufthansa mitteilt. Um trotz des Nachtflugverbots auch nach Mitternacht noch starten zu können, hätten einige Flüge Sondergenehmigungen erhalten. Wegen des Schnees hätten bereits abgefertigte und startbereite Flüge aber dann doch keine Starterlaubnis bekommen, so der Lufthansa-Sprecher. Die Passagiere hätten aber nicht mehr zum Terminal zurückkehren können. Dem Flughafen zufolge waren keine Busse vorhanden, um die Passagiere dorthin zurückzubringen. "Zu diesem Zeitpunkt waren bereits alle Parkmöglichkeiten für Flugzeuge direkt am Terminal belegt und die Buskapazitäten auf den Vorfeldern eingeschränkt", teilt der Flughafen mit. Warum genau keine Busse vorhanden waren, wird nicht erklärt. Erst am frühen Morgen fuhren dem Lufthansa-Sprecher zufolge wieder Busse, die die Passagiere abholten. Neben drei Lufthansa-Flügen waren nach Angaben der Airline auch zwei Air-Dolomiti-Flüge betroffen. Der Flughafen entschuldigt sich: "Wir bedauern die damit entstandenen Unannehmlichkeiten sehr."

Passagiere harren über Nacht in Flugzeugen auf dem Vorfeld aus
07:24 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Zum Wochenbeginn stehen diese Termine an:

  • Die EU-Außenminister beraten über ein Ukraine-Darlehen und weitere Russland-Sanktionen. Ungarn hat schon angekündigt, sich querzustellen.

  • Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer treffen sich zur letzten Tarifverhandlungsrunde vor dem Ende einer Friedenspflicht. Scheitern die Gespräche in dieser Woche, drohen ab März Arbeitskämpfe, die den Bahnverkehr bundesweit treffen könnten.

  • Die Tarifverhandlungen für rund 585.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie gehen in die zweite Runde.

  • Knapp vier Monate nach der Parlamentswahl bekommen die Niederlande eine neue Regierung. Die neue Ministerriege wird von König Willem-Alexander im Palast Huis ten Bosch in Den Haag vereidigt. Neuer Regierungschef wird der linksliberale Rob Jetten.

  • Der Internationale Strafgerichtshof startet das Vorverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte. Die Anklage wirft ihm mindestens 78 Morde im staatlichen "Krieg gegen die Drogen" von 2011 bis 2019 vor.

  • In Würzburg beginnt die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, bei der die Bischöfe auch einen neuen Vorsitzenden wählen wollen.

Mein Name ist Heidi Ulrich, ich darf Sie durch die erste Tageshälfte mit News begleiten. Bei Fragen zu "Der Tag" erreichen Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:35 Uhr

Schneesturm lässt New York stillstehen: Autos dürfen nicht fahren

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Keine Autos, Lastwagen, Motorroller und E-Bikes. Nur Einsatzkräfte dürfen hier noch fahren. (Foto: AP)

Während es hierzulande frühlingshaft wird, zieht ein heftiger Schneesturm über den Nordosten der USA hinweg. Mehrere Bundesstaaten haben deswegen den Ausnahmezustand verhängt. Auch wurden in Teilen der Region Fahrverbote erlassen. Sogar die Millionenmetropole New York sperrt ihre Straßen für den Autoverkehr. Die Stadt ergreift weitere Vorsichtsmaßnahmen: Schulen, Büchereien und andere Einrichtungen bleiben geschlossen. Außerdem fallen am berühmten Broadway die Theatervorstellungen aus. Bürgermeister Zohran Mamdani ruft die Bewohner auf, zuhause zu bleiben. Gleichzeitig gibt es Aufnahmezentren, in denen sich Bürger aufwärmen können. Bei einem Wintersturm im letzten Monat waren 18 Menschen in den Straßen von New York gestorben.

Schneesturm lässt New York stillstehen: Autos dürfen nicht fahren
06:03 Uhr

Kassenärzte-Chef schlägt vor, freiwillige Leistungen der Krankenkassen zu streichen

In der Debatte um Einsparungen im Gesundheitssystem fordert der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die komplette Abschaffung der häufig für Marketingzwecke genutzten freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. "Wenn nicht genug Geld für den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung da ist und gespart werden muss, sind 'Nice to have'-Leistungen als Erstes zu streichen", sagt Andreas Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es kann doch nicht sein, dass Kassen die Vergütung für Leistungen, die durch den Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossen worden sind, kürzen wollen und gleichzeitig hohe Summen für werbewirksame Dinge bezahlen", meint er mit Blick auf Forderungen der Kassen, die Honorare der Ärzte zu kappen.

Gassen bezieht sich auf die sogenannten Satzungsleistungen, die über das allgemeine Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen und von Kasse zu Kasse unterschiedlich sind. Dazu zählen etwa die umstrittenen Behandlungsmethoden Homöopathie, Anthroposophie oder Phytotherapie. Zudem zahlen viele Krankenkassen Zuschüsse zu Gesundheitskursen oder für den Kauf von Fitnesstrackern. Den Kassen wird immer wieder vorgeworfen, mit solchen Angeboten, Geld der Solidargemeinschaft für Werbezwecke einzusetzen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kassenärzte-Chef schlägt vor, freiwillige Leistungen der Krankenkassen zu streichen