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"Wolltest du Zweifel säen?"Köppen konfrontiert Ofarim beim Dschungel-Nachspiel

23.02.2026, 01:25 Uhr Bildschirmfoto 2026-02-21 um 21.32.44Von Verena Maria Dittrich
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"Falsch formuliert": Beim Dschungelspiel entschuldigt sich Gil Ofarim für seine "unglückliche Wortwahl". (Foto: picture alliance/dpa/RTL)

Das Dschungelcamp liefert erneut ein Nachspiel. Und weil auch Jan Köppen "aus dem Schlechten das Gute ziehen" möchte, konfrontiert er den Dschungelkönig höchstpersönlich mit seiner "unglücklichen Wortwahl" im Camp. Dessen Antwort: erstaunlich direkt.

Wenn es am Samstag schönes Essen gibt, bleibt meistens was übrig für Sonntag und manchmal ist so eine Resteverwertung vom Vortag fast noch besser, weil alles schön durchgezogen ist. Aber manchmal ist das Aufgewärmte stellenweise schon gekippt und so in etwa muss man sich dieses zweite Dschungelcamp-Nachspiel vorstellen. Wir machen das hier jetzt einfach so, wie es Samira bei Eva macht: "Wir ziehen aus dem Schlechten das Gute".

Können wir aber eins vorab einmal festhalten? Die gute Frau Belstler-Boettcher ist nicht als Erste achtkantig aus dem Camp geflogen, weil sie etwa so schlecht performt hat, sondern weil ihr auf Insta "nur 6000" Leute folgen. Aha, na dann! Und unser Umut, der aussieht, als habe er die Selbstbräuner-Tube aufgegessen, beweist, dass eine große Community nicht zwingend bedeutet, dass sie für einen anruft. Er flog als Zweiter über das Dschungelnest, obwohl ihm auf Insta mehr als 200.000 Menschen folgen.

So lauschen wir noch einmal, was die Camper so über ihre Zeit im Dschungel zu sagen haben. Vieles davon klingt wie aus einem Glückskeks und man fragt sich, ob hier wohl zu lange auf diesen Instagram-Resilienz -Achtsamkeitseiten rumgelungert wurde. Schon lustig, dass unser Prinz Hubsi "auf Promi-Jagd geht", obwohl er selber "ein Promi" ist.

Und was war denn jetzt wirklich Sache zwischen Umut und Ariel und der vermeintlichen "Love-Story", die sie angeblich im Camp fingieren wollten? Die Frau, die für Werte steht, sagt nach wie vor, auch für die Wahrheit zu stehen. Und vielleicht kann man ihr an dieser Stelle ja auch mal sagen, dass es tatsächlich wahr ist, auch wenn TikTok was anderes behauptet: Die Erde ist keine Scheibe. Menschenskinder, dass sie darauf aber auch wirklich niemand anspricht!

Geistig im Schuhkarton

Stattdessen erfahren wir, dass Gil elf und Hardy acht Kilo verloren und noch nie vor seiner Teilnahme das Dschungelcamp gesehen hat. Lieber Herr Krüger, eine gute Vorbereitung, lassen Sie sich das gesagt sein, ist das A und O. Selbstverständlich wohnen wir auch wieder dem Streit zwischen Samira und Eva bei, jener Frau, die laut der Dschungel-Prinzessin, "geistig in ihrem Schuhkarton sitzt und da nicht rauskommt".

Kalenderweisheiten werden wiederholt, von Postgeheimnis und Barbara Salesch ist an anderer Stelle die Rede oder wie Samira, laut Hubsi "voller Groll" wiederholt: Beide Frauen seien nur wegen des Skandals im Dschungel gelandet und nicht, weil eine Eva eben Eva ist.

Der Einwand der Griechin: stimmt alles nicht, sie habe schließlich schon sieben Jahre eine Karriere im Reality TV genießen dürfen, lange vor diesem Serkan-Skandal. Hubert, den die Camper in einer ganz eigenen Wahl übrigens zum Dschungelkönig gekürt hätten, findet, Samira würde sich selbst "als Königin" sehen, aber er spart auch nicht mit deutlicher Kritik an "Königsmacherin" Ariel.

Moderatorin Sonja sagt, die neue "Bachelorette" habe "die meiste Sendezeit" gehabt, sei aber trotzdem nur auf dem sechsten Platz gelandet. "Denkst du, das lag an RTL?". Die Schweizerin antwortet teils innerlich aufgeräumt. Es käme nicht auf den Inhalt an, sondern darauf, wie man etwas sagt. Jan Köppen ergänzt: "Der Ton macht die Musik".

Den meisten Hass hätte die 22-Jährige vor allem von Menschen "zwischen 40 und 60" Jahren erhalten und sie sei deswegen happy, eine so schöne (junge) Community zu haben. Sonja schiebt an dieser Stelle ein, sie sei froh, "bald 58 und nicht im Reality aufgewachsen" zu sein. Der Grund, weshalb Ariel Ofarim im Camp gefühlt pausenlos gegängelt habe, liege vor allem daran, dass von seiner Seite nie etwas zurückkam.

Auch der Dschungelkönig, den seine eigenen Mitcamper auf den letzten Platz gewählt hätten, wird noch einmal hart aber herzlich in die Mangel genommen. Sonja möchte wissen, ob die Zeit für ihn eher "eine Applaustour oder ein Spießrutenlauf" war, aber bis auf ein paar Halbsätze erfährt der Zuschauer wieder mal nichts Neues außer: "Danke, danke, ich habe nicht damit gerechnet."

"Das Camp ist kein Gerichtssaal"

Deutliche Worte findet Jan Köppen, dem es ein persönliches Anliegen ist, Ofarim noch einmal auf seine "unglückliche Wortwahl" im Camp anzusprechen. Unter anderem auch darauf, dass es überhaupt keine Verschwiegenheitserklärung, sondern eine Unterlassungserklärung gibt. Er habe keine Zweifel säen wollen, entgegnet der umstrittene Dschungelkönig.

Und ja, das sei auch "falsch formuliert" gewesen, was aber schlicht daran gelegen habe, dass er eben "mürbe" gewesen sei von all den Fragen der Mit-Camper. Er habe in der Unterlassungserklärung eine Klausel unterschrieben, die alle schütze, auch Herrn W. Dennoch bleiben weiterhin Fragen offen, etwa warum er im Camp sagte, er wolle auch "Antworten" - und zwar von der "deutschen Justiz".

Alles war angeblich nicht böse gemeint, so hört sich das in der Retrospektive heute an. 17 Tage Camp, wenig zu beißen, dies und das. Seine Worte waren sehr unglücklich gewesen, er sei "nicht freigesprochen" worden, wie er behauptete, sondern das Verfahren wurde eingestellt. Damit gilt er als unschuldig. Oder wie Eva sagt: "Das Camp ist kein Gerichtssaal, wir sollten einen Menschen nicht reduzieren auf einen Fehler, den er begangen hat und pausenlos auf ihm herumhacken."

Mobbing habe im Camp nicht stattgefunden. Was jetzt in den Kommentarspalten der Camper und auf Social Media geschehe, das sei wirkliches Mobbing. Das letzte Wort des Nachspiels gebührt dem Dschungelkönig, der sich nochmal bei allen bedankt und einfach nur "mit seinen Kindern Hausaufgaben und Musik machen möchte." Ein Jahr lang trage er nun diese Krone, was, wie auch die Moderatoren ironisch anmerken, überhaupt nichts zu bedeuten hat, schließlich sei alles "nur eine große Fernsehshow", die auch 2027 mit einer neuen Staffel weitergehen wird.

Quelle: ntv.de

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