Das war Donnerstag, der 12. April 2018
Während wir uns auf das schöne Wetter freuen, hat die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Heute haben ihre Experten die Identität des Gifts bestätigt, das beim Anschlag auf den Ex-Spion Skripal verwendet wurde: Das ist das in Russland erfundene Nowitschok. Ob das eingesetzte Gift aber auch tatsächlich aus Russland stammt, bleibt weiter unklar. Moskau weist den Bericht zurück.
Natürlich beschäftigen sich sie Experten der OPCW auch mit der Untersuchung des mutmaßlichen Giftgas-Angriffs in Syrien. Ein Team ist bereits unterwegs nach Duma.
Was war heute sonst los? Hier eine kurze Übersicht:
Mitten im Zentrum von Hamburg: Kind und Mutter bei Messerangriff getötet
Großes Stühlerücken bei VW: Herbert Diess wird neuer Volkswagen-Chef
Heynckes-Nachfolger steht fest: Niko Kovac übernimmt wohl beim FC Bayern
Macron: Beweis für Giftgas: Merkel schließt Beteiligung an Militäraktion aus
Ich wünsche Ihnen eine ruhige Nacht!
Mann entreißt Familie Kind und springt vor Zug
Schockierende Meldung aus Wuppertal: Dort hat sich ein Mann an einem Bahnhof ein fremdes Kind geschnappt und ist mit ihm vor einen einfahrenden Zug gesprungen.
Das fünfjährige Kind wurde dabei leicht verletzt, der Zug hatte eine Notbremsung eingeleitet.
Die Eltern des Kindes standen mit dem Fünfjährigen und ihren beiden anderen Kindern am Bahnhof Wuppertal-Elberfeld. Plötzlich näherte sich der fremde 23-Jährige, griff nach dem Fünfjährigen, lief einem einfahrenden Zug entgegen und sprang schließlich ins Gleisbett.
Kurz vor dem Zusammenstoß legte sich der Mann mit dem Kind längs zwischen die Schienen. Der Lokführer bremste, konnte aber nicht verhindern, dass der Zug noch einige Meter über die Beiden hinwegrollte.
Der polizeibekannte Mann wurde festgenommen. Zu dem Motiv der Tat war zunächst nichts bekannt.
Niko Kovac wird wohl neuer Bayern-Trainer
Die Trainer-Suche des FC Bayern München ist offenbar beendet. Einem Bericht von "Bild" und "Sport Bild" zufolge haben sich die Bayern-Bosse auf Niko Kovac verständigt. Der Trainer von Eintracht Frankfurt soll im Sommer den scheidenden Jupp Heynckes beerben.
Mehr dazu lesen Sie in Kürze.
Chefin der Nobelpreis-Akademie tritt nach Skandal zurück
Wegen eines Skandals um sexuelle Übergriffe ist die Chefin der renommierten Schwedischen Akademie, Sara Danius, zurückgetreten. Sie lege auf Wunsch der Akademie, die alljährlich über die Vergabe des Literaturnobelpreises entscheidet, ihr Amt mit sofortiger Wirkung nieder, erklärte Danius.
Die Zeitung "Dagens Nyheter" hatte vor Monaten berichtet, dass ein der Akademie nahestehender hochrangiger Kulturfunktionär über Jahre hinweg 18 Frauen aus dem Umfeld der Akademie belästigt oder missbraucht habe.
Entführter Deutscher wohl nach Mali verschleppt
Der im westafrikanischen Niger entführte deutsche Entwicklungshelfer ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen offenbar ins benachbarte Mali verschleppt worden.
Die Entführer hätten den Mann bereits nach Nord-Mali gebracht, sagte ein Vertreter der nigrischen Sicherheitskräfte. Sie hätten vermutlich im Auftrag "terroristischer Gruppen" gehandelt.
Der Mitarbeiter der Hilfsorganisation Help war am Mittwoch im Westen des Niger von bewaffneten Angreifern überfallen und verschleppt worden.
Einbruch auf Bushido-Grundstück – Täter im Koma
Nach dem versuchten Einbruch in ein Haus in Kleinmachnow bei Berlin ist der mutmaßliche Täter schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden.
Auf dem Grundstück befinden sich mehrere Wohnhäuser, darunter ist auch das Haus des Rappers Bushido. Laut Polizei war sein Haus aber nicht von dem versuchten Einbruch betroffen. Nach RBB-Informationen soll es sich um ein Haus handeln, das Bushidos langjährigem Freund und Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker gehört. Er ist Chef eines libanesischstämmigen Berliner Clans, unter dessen Schutz Bushido jahrelang stand.
Zeugen hatten auf einem Glasdach einen Mann beobachtet und die Polizei alarmiert. Später wurde ein blutender Mann mit einer Kopfwunde entdeckt. Er wollte flüchten und wehrte sich, konnte aber ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Verletzungen zog er sich vermutlich beim Sturz vom Dach zu. Der etwa 20-Jährige wurde in ein künstliches Koma versetzt.
Säulen am Taj Mahal zerstört
Starke Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde haben an Eingangstoren zum weltberühmten Taj Mahal in Indien zwei Minarette von ihren Sockeln gerissen.
Die etwa drei bis viereinhalb Meter hohen Türmchen stürzten nach zu Boden, verletzt wurde dabei niemand.
Das Taj Mahal selbst und die vier großen Minarette, die den weißen Marmorbau aus dem 17. Jahrhundert in der nordindischen Stadt Agra umgeben, blieben demnach unversehrt.
Die Videos des Tages
Herbert Diess wird neuer VW-Chef
Nun ist es offiziell: Der bisherige VW-Markenchef Herbert Diess wird neuer Volkswagen-Konzernchef. Er löse Matthias Müller an der Spitze des Wolfsburger Konzerns ab, teilte VW nach einer Aufsichtsratssitzung mit.
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OPCW-Team unterwegs nach Syrien
Ermittler der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) sind auf dem Weg nach Syrien und sollen dort ab Samstag die Untersuchung nach einem mutmaßlichen Giftgas-Angriff starten. Syrien hatte zuvor erklärt, dass die Experten Duma besuchen könnten.
Zu dem Team gehören unter anderem Chemiker, Mediziner sowie Waffenexperten. Die Experten sollen nicht nur Boden- und Gewebeproben sammeln und analysieren. Sie haben auch ein Mandat, Augenzeugen, Opfer sowie medizinisches Personal zu befragen.
Brandenburgs CDU offen für Koalition mit Linken
Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben hält sich eine Koalition mit der Linkspartei nach der Landtagswahl 2019 offen. "Es gibt einen großen Unterschied zwischen den Linken im Landtag und den Linken im Bundestag", sagte Senftleben der "Welt". In einem Interview der "Berliner Zeitung" unterstrich er: "Ich möchte für alle deutlich machen, dass es in einem offenen Wettbewerb der Parteien mehr Optionen gibt als in den letzten 28 Jahren in Brandenburg."
Die Linke erklärte, es sei nicht das Ziel, mit der CDU Gespräche über eine Koalition zu führen. Derzeit regiert in Potsdam eine rot-rote Koalition.
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Trump kündigt baldige Entscheidung zu Syrien an
Die USA wollen nach den Worten von Präsident Trump "bald" über ein militärisches Vorgehen in Syrien entscheiden. Noch am Donnerstag finde ein Treffen zu Syrien statt, kündigte Trump an. US-Verteidigungsminister James Mattis erklärte, alle Optionen würden bei einer Zusammenkunft des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus erörtert. Eine Entscheidung über Angriffe sei noch nicht gefallen.
Trump hatte gestern über Twitter mit einen Angriff auf Syrien gedroht und auch harsche Worte an Russland gerichtet, das auf Seiten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad steht.
Neurochirurg soll aus Gewinnsucht operiert haben
Ein Neurochirurg muss sich wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht in Rostock verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, 2010 eine Patientin überflüssigerweise und zudem fehlerhaft operiert zu haben. Aus finanziellen Gründen habe er sie zu einer Versteifung der Halswirbelsäule überredet, die medizinisch nicht notwendig gewesen sei.
Der angeklagte Rostocker Arzt war bereits 2014 wegen Abrechnungsbetrugs zu vier Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt.
Die Frau sagte als Zeugin vor Gericht aus. Nach der Operation sei es ihr sehr schlecht gegangen. Sie habe nicht stehen und nicht sitzen können und unter erheblichen Schmerzen gelitten, sagte sie.
Als sie nach mehreren Reha-Maßnahmen andere Ärzte konsultierte, stellte sich heraus, dass sie nie einen Halswirbelbruch erlitten hatte, und die Versteifung überflüssig war. Die Implantate aus Schrauben und Platten seien ihr zudem falsch eingesetzt worden.
Seehofer fürchtet neue Flüchtlingsströme
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat bei seinem Antrittsbesuch in Paris vor einer militärischen Eskalation in Syrien und neuen Flüchtlingsbewegungen gewarnt.
Eine Fortsetzung der Spirale der Gewalt werde "das Problem der Migration noch weiter stärken", sagte der Minister. Er werde als CSU-Vorsitzender "alles in meiner Macht stehende tun, dass dieser Konflikt friedlich und im Dialog und diplomatisch gelöst wird".
Drei Kinder überfallen Laden mit Softairpistole
Drei Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren haben in Nordhorn im Landkreis Grafschaft Bentheim versucht, ein Geschäft mit einer Softairpistole zu überfallen.
Die Jungen bedrohten eine Angestellte des Ladens mit einer Schusswaffe, die sich später als Softairwaffe entpuppte.
Die Kinder forderten die Frau auf, ihnen Geld aus der Kasse zu geben. Als die Mitarbeiterin das ablehnte, flohen die Drei.
Beamte, die auf Streife waren, konnten die Jungs in der Nähe des Ladens in Gewahrsam nehmen. Die Kinder räumten die Tat ein und wurden nach der Befragung an ihre Erziehungsberechtigten übergeben.
Eine Strafe droht ihnen nicht, weil sie jünger als 14 Jahre alt sind.
Schlagzeilen zum Feierabend
Russland weist OPCW-Bericht zurück
Russland hat die Ergebnisse der Chemiewaffenexperten zum Fall des vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal zurückgewiesen. Russland akzeptiere keinerlei Ermittlungsergebnisse, so lange Moskau keinen Zugang zu den Untersuchungen Großbritanniens und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) erhalte, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa.
Die OPCW hatte zuvor einen Bericht veröffentlicht, worin sie den Einsatz des Nervengiftes Nowitschok gegen Skripal und seine Tochter Julia bestätigt. Die Experten lieferten aber keine Hinweise auf die Täter oder Drahtzieher.
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Sohn geht mit Schwert auf seine Mutter los
Und schon wieder ein Familiendrama: Ein 17 Jahre alter Jugendlicher soll im brandenburgischen Neuhausen seine Mutter mit einem Schwert schwer verletzt haben.
"Es passierte am Morgen im Haus der Familie. Ein Zeuge hatte uns alarmiert", sagte ein Polizeisprecher.
Die 59-jährige Mutter wurde demnach am Kopf und an den Händen mit dem Zier-Schwert getroffen und musste in eine Spezialklinik geflogen werden. Lebensgefahr bestehe nicht.
Die Sicherheitskräfte suchten mit Hunden und einem Hubschrauber nach dem Sohn, der geflohen war. Ihm wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Grund für die Gewalttat war zunächst unklar.
Nachdem ein Familienvater heute in Hamburg sein Kind und seine Ex-Frau mit einem Messer attackiert hat, ist nun auch die Frau im Krankenhaus gestorben. Das Kind erlag seinen Verletzungen noch am Tatort.
Baby kommt vier Jahre nach Tod seiner Eltern zur Welt
Es klingt unmöglich, ist aber wahr: Vier Jahre nach dem Tod seiner Eltern ist in China ein Baby zur Welt gekommen. Eine Leihmutter aus Laos brachte das Kind im Dezember zur Welt, wie die Zeitung "Beijing News" diese Woche berichtete.
Die leiblichen Eltern hatten sich einer Kinderwunschbehandlung unterzogen, als sie 2013 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen. Die Großeltern setzten vor Gericht durch, dass sie Zugang zu den in einem Krankenhaus in Nanjing aufbewahrten Embryos erhielten.
Wie es weiterging, lesen Sie hier.
Junge schwebt nach Messerattacke in Lebensgefahr
Bei einer Messerattacke in Nordrhein-Westfalen ist ein 13-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden.
Der irakische Junge wurde in Moers von einem oder mehreren Tätern angegriffen. Der oder die Täter sind flüchtig.
Der Junge wurde am Oberkörper verletzt. Er ist noch nach Hause gelaufen und hat die Polizei alarmiert. Danach ist er ins Krankenhaus gebracht und sofort operiert worden.
"Es besteht zum jetzigen Zeitpunkt Lebensgefahr", erklärte die Polizei. Der Zustand sei nach Angaben der Ärzte aber stabil. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.
Immer weniger Flüchtlinge kommen nach Deutschland
Im März sind erneut weniger Asylsuchende nach Deutschland gekommen.
Insgesamt wurden 10.717 Menschen erstmals als schutzsuchend in Deutschland registriert, wie das Bundesinnenministerium mitteilte.
Das waren 2,6 Prozent weniger als im Vormonat und 28,4 Prozent weniger als im März 2017.
Die meisten Asylbewerber kamen zuletzt aus Syrien, Eritrea und dem Irak.
Nachteulen sterben früher
Der frühe Vogel fängt den Wurm - und zwar für viele Jahre: Wer gerne früh in den Tag startet, lebt laut einer neuen Studie länger. Nachteulen haben dagegen ein höheres Sterberisiko, wie die Wissenschaftler der Universität Surrey und der Northwestern-Universität in Chicago feststellten.
Die Forscher untersuchten 430.000 Menschen im Alter zwischen 38 und 73 Jahren in Großbritannien. Sie fanden heraus, dass die extrem nachtaktiven Teilnehmer während des Untersuchungszeitraums von sechseinhalb Jahren ein um zehn Prozent erhöhtes Sterberisko hatten als die Frühaufsteher.
Die "Nachteulen" hatten einen deutlich stärkeren Hang zu psychischen Problemen, Diabetes, Magen- und Atembeschwerden. Sie schliefen pro Nacht weniger Stunden, sie konsumierten vergleichsweise mehr Zigaretten, Alkohol und Kaffee oder illegale Drogen.
"Nachteulen, die versuchen in einer Welt der Morgenmenschen zu leben, können gesundheitliche Probleme bekommen", sagte Ko-Autorin Kristen Knutson aus Chicago.
Naher Osten für Mittelstand attraktiver als GB
Hören sie das Wort "Brexit", winken viele deutsche Mittelständler ab. Die EU-Austrittspläne lassen die Attraktivität der Insel plumpsen.
40 Prozent der Befragten beurteilen Großbritannien als Absatzmarkt negativ, zeigt eine Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und des Tübinger Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW). Damit schneidet das Land aus Sicht der Firmen noch schlechter ab als die Regionen Nahost und Nordafrika.
Und mehr als die Hälfte sehe das Vereinigte Königreich als Schlusslicht bei den Produktionsstandorten, heißt es in dem Papier, für das knapp 370 Manager von Mittelständlern befragt wurden. "Der Brexit könnte zum Mittelstandsexit werden", sagte LBBW-Vorstand Karl Manfred Lochner bei der Vorstellung der Studie in Stuttgart.
Merkel: Keine Beteiligung an Militärschlag
Die USA haben einen Militärschlag gegen Syrien angekündigt - das wirft natürlich die Frage auf, ob sich die Verbündeten daran beteiligen würden. Deutschland jedenfalls nicht, stellte nun Merkel klar. Das sagte sie bei einer Pressekonferenz mit dem dänischen Ministerpräsidenten in Berlin. Am Vormittag hatte Außenminister Maas mitgeteilt, es gebe bislang auch gar keine entsprechende Anfrage. Merkel verurteilte aber jedweden Einsatz von Chemiewaffen. Es gebe viele Hinweise, dass Syrien diese eingesetzt habe.
Gottschalk kündigt neues Projekt an
Sind Sie bei Twitter? Da gibt es einen coolen, neuen Nutzer, der twittert lustige Dinge aus seinem Leben. @herbstblond heißt der, mit richtigem Namen Thomas Gottschalk. Doch nun verkündet der Jungstar aus dem sozialen Netzwerk, er wolle eine Sommerpause einlegen. Ein neues Buch wolle er schreiben. Da sind wir aber gespannt!
Macron: Haben Beweis für Chemiewaffen-Einsatz
Hat das Assad-Regime in Syrien wieder Chemiewaffen eingesetzt? Frankreichs Präsident Macron sagt nun: Ja. "Wir haben den Beweis, dass (...) Chemiewaffen verwendet wurden, zumindest Chlor, und dass sie vom Regime von Baschar al-Assad verwendet wurden", sagte Macron in einem Interview des Senders TF1.
Griechischer Kampfbomber abgestürzt
Die griechische Luftwaffe vermisst einen ihrer Piloten. Sein Kampfbomber vom Typ Mirage-5 sei über der Ägäis abgestürzt, meldet das Staatsradio ERT.
Die Maschine sei kurz vor der Landung auf dem Militärflughafen der Insel Skyros ins Meer abgestürzt. Der Pilot hatte geholfen, türkische Flugzeuge abzufangen.
Die beiden Nachbarstaaten streiten sich seit Jahrzehnten um Hoheitsrechte, unter anderem für den Luftraum über der Ägäis. Immer wieder kommt es deswegen zu Abfangmanövern.
Trump: Habe nie gesagt, wann wir angreifen
Dass der US-Präsident per Tweet einen Raketenangriff auf Syrien ankündigte, brachte Donald Trump Kritik ein. Journalisten hielten ihm vor, er habe damit genau das getan, was er seinem Vorgänger Obama immer vorgeworfen hatte - nämlich Militärschläge anzukündigen. Möglicherweise nimmt er auf diese Kritik Bezug, wenn er nun twittert, er habe ja nie gesagt, wann der Angriffe erfolge. "Könnte sehr bald sein oder auch überhaupt nicht bald!", textete er. Um dann leicht das Thema zu wechseln: "Jedenfalls haben die Vereinigten Staaten unter meiner Administration einen großartigen Job gemacht, die Region von ISIS zu befreien. Wo ist unser 'Danke Amerika'?"
Man könnte über die Antwort mutmaßen - vielleicht fällt das "Dankeschön" schwächlich aus, weil der IS gar nicht erst hochgekommen wäre, wenn die USA nicht damals im Irak einmarschiert wären und Jahre des Bürgerkriegs mit Zehntausenden Toten durch zahlreiche Autobombenanschläge und andere Akte des Terrors die Folge gewesen wäre. Aber wie gesagt, das ist nur gemutmaßt.
Mehr als 3000 Jahre altes Boot aus Bodensee geborgen
Dieses Ding stammt aus einer Zeit, als man noch irgendwie ohne Smartphones und Internet auskam: Aus dem Bodensee haben Forscher ein 3150 Jahre altes Boot gezogen. Das war schon vor drei Jahren entdeckt worden, nun wurde das Alter des fast sieben Meter langen Kahns bestimmt. Es soll künftig in der Archäologischen Staatssammlung München weiter untersucht werden. Der Einbaum von Wasserburg sei der bisher älteste Schiffsfund im Bodensee, sagte Dorothee Ott vom Landesamt.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Vater soll eigenes Kind am Jungfernstieg erstochen haben
Es passierte am U-Bahnhof Jungfernstieg in Hamburg: Ein Mann sticht auf ein Kind und seine Ex-Frau ein, das Kind stirbt, die Mutter wird schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wird festgenommen - es soll der Vater sein.
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Berliner Polizei zieht goldenen Lamborghini aus Verkehr
Schick ist er ja, wenn man darauf steht bzw. darin sitzt. Denn dann sieht man die Farbe ja nicht - wie auch immer, die Berliner Polizei hat den in obigem Tweet abgebildeten Lamborghini aus dem Verkehr gezogen. Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, hatte das mit dem goldigen Erscheinungsbild zu tun. Der Lack blende andere Autofahrer zu sehr, hieß es. Erschwerend kam hinzu, dass der Fahrer keine Nummernschilder montiert hatte und auch keine Fahrzeugpapiere vorweisen konnte. Interessant war, dass die Beamten das Auto nahe des Finanzministeriums sicherstellten. Der Fahrer fühlt sich nun sicher wie eine schwarze Null.
Erstklässlerin fragt, Seibert antwortet
So ein Regierungssprecher hat viel zu tun - aber seine Aufgabe ist es nunmal, gegenüber der Öffentlichkeit die Politik der Bundesregierung zu erklären. Und da auch Twitter zur Öffentlichkeit gehört, kann man Herrn Seibert auch dort Fragen stellen. Zum Beispiel wie dieses Mädchen, das darum bittet, dass Merkel etwas gegen die Funklöcher auf deutschen Autobahnen unternimmt. Ich bin versucht, eine Umfrage zur Zahl der Rechtschreibfehler im Brief des Mädchens zu starten, aber das wäre irgendwie fies. Zumal ich mich hier ja auch leider andauernd vertippe.
Ergänzung: Und gerade sagt mir eine Kollegin, dass es sich hier um die Lautschrift handelt, die viele Erstklässler mittlerweile lernen. Sie schreiben, was sie hören. Was angesichts der oft völlig unlogischen deutschen Rechtschreibung zu fiaskösem Schriftbild führt. Wenn man das "richtige" gewohnt ist. Und die Kollegin meint, es sei doch beachtlich, dass eine Erstklässlerin schon so schreiben kann. Stefan Seibert bediente sich jedenfalls der klassischen Rechtschreibung (s. u.), der ich ebenfalls nacheifere.
Landesweites Sirenengeheul in Israel
Sechs Millionen Menschen sterben im Holocaust, in deutschem Namen, in den Todeslagern der Nazis. Heute ist Holocaustgedenktag und der wird in Israel mit Lautstärke begangen. Landesweit heulten am Vormittag zwei Minuten lang die Sirenen. Fahrer stiegen aus ihren Autos, Fußgänger hielten an und verharrten in stillem Gedenken.
Zahlreiche Israelis nahmen am Mittwochabend an dem Programm "Erinnerung im Wohnzimmer" teil. Dabei erzählen Überlebende oder ihre Nachfahren anderen Israelis in privaten Häusern von Erlebnissen während des Holocaust. Wie die Münsteranerin Erna de Vries die Zeit erlebte, können Sie sich in der obenstehenden Doku von Studenten der Uni Münster ansehen.
Rebellen in Duma geben schwere Waffen ab
Die letzten in der syrischen Stadt Duma verbliebenen Rebellen übergeben ihre schweren Waffen an die russische Militärpolizei. Das meldet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der Anführer der Gruppe Dschaisch al-Islam, Issam Buwaidani, habe die Enklave in Richtung Norden verlassen. Syrische Regierungstruppen hatten die Rebellenhochburg Ost-Ghuta bei Damaskus nach russischen Angaben zuvor vollständig unter ihre Kontrolle gebracht.
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Jetzt 10,6 Millionen Ausländer in Deutschland
Die Zahl der in Deutschland gemeldeten Ausländer wächst weiter.
Ende 2017 waren insgesamt rund 10,6 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das waren rund 585.000 beziehungsweise 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
2016 hatte der Zuwachs noch bei 13 Prozent gelegen. Damit schwächte sich das Wachstum der ausländischen Bevölkerung ab und war etwa so hoch wie 2013, vor dem Beginn der Flüchtlingskrise.
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China wirft USA mangelnden Einigungswillen vor
Der Handelsstreit mit China sorgt für schlechte Stimmung auf beiden Seiten des Pazifiks - Peking wirft den Verhandlungspartnern in Washington nun vor, keinen ausreichenden Einigungswillen zu zeigen.
Die Gesprächsversuche der US-Seite seien nicht ernst gemeint, sagte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums am Donnerstag.
Formelle Verhandlungen habe es bislang nicht gegeben. "Es geht nicht darum, ob China bereit ist, zu verhandeln. Es geht um die USA, die überhaupt keine Aufrichtigkeit zeigen."
Pompeo will härtere Linie gegen Russland
Mike Pompeo soll neuer Außenminister der USA werden - heute soll ihn ein Senatskomitee im Amt bestätigen. Wenn das gelingt, könnte sich das Verhältnis der Vereinigten Staaten zu Russland noch weiter als sowieso schon abkühlen. Er kündigt nun eine härtere Linie gegenüber Moskau an.
Russland agiere weiterhin aggressiv, dies sei durch Jahre einer nachgiebigen Politik demgegenüber möglich geworden. "Damit ist es jetzt vorbei", schrieb der CIA-Direktor in Bemerkungen für den Senatsausschuss für auswärtige Beziehungen.
Die Regierung von Donald Trump habe bereits viel getan, um dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sein Vorgehen zu erschweren, fügte Pompeo hinzu. So werde das bereits starke Militär weiter aufgebaut und die nukleare Abschreckung verbessert. "Wir haben mehr scharfe Sanktionen erlassen und mehr russische Diplomaten und Nachrichtendienstler aus den USA ausgewiesen als seit dem Kalten Krieg."
Schlagzeilen am Morgen
Russland: Regierung kontrolliert ganz Ost-Ghuta
Es scheint so weit zu sein, die syrische Armee kontrolliert nun wieder ganz Ost-Ghuta bei Damaskus. Die Fahne der syrischen Regierung sei auf einem Gebäude der Stadt Duma gehisst worden, sagte der russische General Juri Jewtuschenko. Dies bedeute, dass die syrische Regierung "die Kontrolle über diese Stadt und folglich über ganz Ost-Ghuta hat".
A1 wegen Unfällen voll gesperrt
Zwei Verkehrsunfälle führen zu einer Vollsperrung der A1 bei Bremen in beiden Richtungen.
Am frühen Morgen kam ein Lkw nahe der Anschlussstelle Holdorf rechts von der Fahrbahn ab und landete im Graben, so die Polizei. Im späteren Verlauf sei es nahe der Anschlussstelle Groß Ippener zu einem weiteren Lkw-Unfall gekommen, bei dem der Fahrer auf eine Baustellenabsicherung gefahren sei.
Die Sperrung wird nach Polizeiinformationen in Richtung Bremen vermutlich noch bis 9 Uhr andauern. Wie lange die Fahrbahn in Richtung Osnabrück gesperrt sein wird, sei noch nicht abzusehen.
Von Storch nennt Münster-Tweet Fehler
Als die Amokfahrt von Münster gerade bekannt wurde, griff AfD-Frau Beatrix von Storch schon in die Tasten. Sie hatte nahegelegt, dass ein Flüchtling für die Tat verantwortlich war. Das nennt sie nun einen Fehler. Auf Facebook schreibt sie, es tue ihr leid. "Ich habe einen falschen Verdacht zur Unzeit geäußert, bevor die Fakten bestätigt waren." In dem ausführlichen Post attackiert sie Kanzlerin Merkel für ihre Flüchtlingspolitik und äußert die Befürchtung von Anschlägen durch islamistische Gewalttäter. "Der furchtbare Anschlag von Münster zeigte dasselbe Tatmuster wie bei den islamistischen Anschlägen zuvor. Diesmal war es aber ein psychisch kranker Einzeltäter."
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Lambsdorff: Trump nicht ernsthaft genug
Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Graf Lambsdorff kann über die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump nur noch den Kopf schütteln. "Der Mangel an Ernsthaftigkeit, den der amerikanische Präsident als Oberkommandierender der stärksten Streitkräfte der Welt zeigt, macht einen sprachlos", sagte der außenpolitische Sprecher der FDP der "Rheinischen Post". Es sei sehr besorgniserregend, dass der US-Präsident Russland wie einen Schuljungen provoziere. "Ich hoffe, die Militärs auf beiden Seiten kommunizieren so, dass es nicht zu einer direkten Konfrontation zwischen den USA und Russland kommt." Es ging um Trumps Twitter-Ankündigung eines Raketenangriffs.
Verdacht: Koks-Überdosis per Oralsex verabreicht
In Sachsen-Anhalt wird gegen einen ehemaligen Chefarzt ermittelt, der einer Geliebten eine tödliche Überdosis Kokain verabreicht haben soll. Die Frau soll er im Internet kennengelernt und sich mit ihr in seiner Wohnung getroffen haben. Sie hatten Oralsex, anschließend brach die Frau zusammen und starb. Laut MDR verabreichte er ihr ohne ihr Wissen die Drogen, dies sei auch bei drei anderen Frauen bei anderen Gelegenheiten geschehen. Laut "Bild"-Zeitung haben die Ermittler den Verdacht, dass der Arzt die Droge auf seinen Penis streute und den Frauen so ohne ihr Wissen zuführte. Ihm drohen laut MDR 15 Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Aus seiner Klinik wurde er bereits entlassen - er selbst macht derweil einen Drogenentzug.
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Mehr rechtsextreme Verdachtsfälle in Bundeswehr
Der Militärische Abschirmdienst geht mittlerweile deutlich mehr rechtsextremen Verdachtsfällen bei der Bundeswehr nach als noch vor einem Jahr. 431 Fällen werde nachgegangen, zitieren die Zeitungen der Funke-Mediengruppe aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Parlamentsanfrage. Vor einem Jahr ging der Geheimdienst der Bundeswehr demnach nur 275 rechtsextremen Verdachtsfällen nach. Wird die Bundeswehr also rechtsextremer? Nicht unbedingt, möglich ist auch, dass die Soldaten nach den Fällen der Vergangenheit sensibilisiert sind und nun dem MAD mehr Fälle gemeldet werden.
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Deutscher im Niger entführt
Sie kamen auf Motorrädern und waren bewaffnet - im Niger ist ein Deutscher entführt worden. Der Mitarbeiter einer Hilfsorganisation sei etwa 25 Kilometer südlich der Stadt Inates verschleppt worden, hieß es von den Behörden. Die Region liegt an der Grenze zu Mali, wo islamistische Terrorgruppen aktiv sind.
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Das wird heute wichtig
Gestern Morgen hatte ich das Gefühl, am Vorabend etwas verpasst zu haben. Liverpool gegen Manchester City war schon ein Highlight. Da war ich froh, mich erinnert zu haben, dass am Abend ja die Bayern spielen. Ich habe es mir angesehen. Tja. Die Null stand und ich stand auf und ging ins Bett. Unglücklich. Das wird heute wichtig:
Trumps Ankündigung eines Raketenangriffs in Syrien wirbelt den dortigen Wüstenstaub auf. Kommen die Raketen? Wir bleiben dran.
Wir berichten ebenso weiter über die Suche nach Tengelmann-Chef Haub.
In Freiburg beginnt der Prozess wegen jahrelangen Missbrauchs eines Neunjährigen. Seine Mutter und ihr Lebensgefährte sollen ihn gegen Geld Männern zur Vergewaltigung überlassen haben.
In Oswiecim, besser bekannt unter seinem deutschen Namen, marschieren junge Juden und Israelis von Auschwitz nach Birkenau, um an die Opfer des Holocausts zu erinnern.
In der Fußball-Europa-League reist RB Leipzig zum ersten Champions-League-Sieger, Olympique Marseille. Es geht um den Einzug ins Halbfinale, das Hinspiel gewann Leipzig mit 1:0. Ab 21.05 Uhr kann man das im n-tv.de Liveticker verfolgen.
Ich heiße Volker Petersen und wünsche einen guten Morgen. Erreichbar für Fragen, Anregungen und Kritik bin ich unter volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter.
Im Osten wird's am schönsten
Heute geht es in der Osthälfte vielfach sonnig weiter. Ansonsten sind die Wolken zwischenzeitlich dichter. Nachmittags bilden sich dann stellenweise Schauer mit Blitz und Donner. Vor allem über den Bergen sowie generell im Südwesten. Die Temperaturen erreichen an der Ostsee bei einem frischer bis starken Seewind höchstens 7 bis 12 Grad. Auch im Norden von Schleswig-Holstein ist es mit 12 bis 15 Grad recht frisch. Im übrigen Land wird es hingegen wieder frühlingshaft mild bis warm mit 18 bis 26 Grad.
Die weiteren Aussichten: Freitag besonders im Norden und Osten zum Teil kräftige Gewitter. Im Süden und Südwesten wird es unterdessen freundlicher. Bei Seewind kühle 9 mit Sonne aber 22 Grad. Das Wochenende verläuft häufiger schön und wärmer mit nur vereinzelten Schauern. Der Samstag bringt 14 bis 24, der Sonntag oft 16 bis 26 Grad. Einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander