Das war Donnerstag, der 6. September 2018
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verpasst nach der historischen WM-Blamage einen Prestigesieg beim Neuanfang. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw muss sich zum Start der neu geschaffenen Nations League gegen Weltmeister Frankreich in München mit einem 0:0 begnügen.
Seehofer provoziert mal wieder. Der Innenminister nennt Migration "Mutter aller Probleme" und äußert Verständnis für die Empörung der Menschen in Chemnitz. Er wäre sogar "als Staatsbürger auf die Straße gegangen". Für seine Äußerungen erntet er heftige Kritik. Auch von Rücktritt ist die Rede.
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Zwei Lehrer nach Behandlung von Wespenstich angeklagt
Nachdem sie den Wespenstich ihres Schülers mit ungewöhnlichen Mitteln behandelt haben sollen, sind zwei Lehrer in Cochem wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung angeklagt worden. Der Vorfall soll sich während einer Klassenfahrt im Mai vergangenen Jahres ereignet haben, wie eine Sprecherin des Amtsgerichts mitteilte.
Dem 39-Jährigen und der 40-Jährigen wird vorgeworfen, einem damals 14 Jahre alten Jungen bei der Behandlung eines Wespenstiches an der rechten Hand nicht nur starke Schmerzen, sondern auch eine Verbrennung zweites Grades zugefügt zu haben. Dies sollen sie bei ihrem Handeln billigend in Kauf genommen haben.
Konkret soll der 39-Jährige eine Gabel mit einem Feuerzeug erhitzt und diese auf den Wespenstich des Schülers gedrückt haben.
Die 40-Jährige soll die Brandblase, die sich daraufhin gebildet habe, anschließend aufgeschnitten und mit einer Creme behandelt haben.
Der Prozess soll nach Angaben der Sprecherin am kommenden Donnerstag fortgesetzt werden.
Trump will offenbar weniger an die Nato zahlen
Die US-Regierung will einem Medienbericht zufolge ihre direkten Zahlungen an die Nato kürzen. US-Vertreter hätten in Nato-Gremien einen entsprechenden Vorstoß angekündigt, berichten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" unter Berufung auf einen Nato-Diplomaten.
"Im Zuge der Debatte über die Lastenteilung haben US-Vertreter deutlich gemacht, dass auch über die direkten Beiträge des Landes an die Nato zu reden sei", sagte der Diplomat den Zeitungen. Zu rechnen sei mit dem Vorstoß im Herbst.
Nato-Vertreter wollten den Bericht auf Anfrage der dpa nicht bestätigen.
US-Präsident Trump hatte die Verbündeten zuletzt immer wieder gedrängt, rasch mehr für Verteidigung auszugeben und das Nato-Ziel von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erfüllen.
US-Schauspieler Burt Reynolds ist tot
Der US-Schauspieler Burt Reynolds ist tot. Der 82-Jährige sei am Donnerstag in einem Krankenhaus in Florida gestorben, sagte sein Manager Erik Kritzer dem Branchenblatt "Hollywood Reporter".
Zu seinen erfolgreichsten Filmen gehörten "Beim Sterben ist jeder der Erste", "Ein ausgekochtes Schlitzohr" und "Auf dem Highway ist die Hölle los".
Mutter tötet einjährigen Sohn und ruft die Polizei
In Berlin hat eine Mutter ihren einjährigen Sohn getötet. Nach der Tat habe die Frau selbst die Polizei gerufen, teilten die Ermittler mit. Diese entdeckten in der Wohnung im Stadtteil Tempelhof den Leichnam des Babys. Der Mutter sollte nun der Haftbefehl wegen Totschlags eröffnet werden.
Behörden vertuschten wochenlang Chemieunfall auf der Krim
Auf der Krim sind nach einem offenbar vertuschten Chemieunglück tausende Menschen evakuiert worden. In der Stadt Armjansk im Norden der von Russland annektierten Halbinsel wurden fast 4000 Menschen evakuiert, darunter viele Kinder, wie die Behörden mitteilten. Bereits am Mittwoch hatte Vize-Gesundheitsminister Valentin Sawtschenko gesagt, vier Menschen würden im Krankenhaus behandelt.
Auslöser ist offenbar ein Vorfall in der Chemiefabrik "Krimski Titan" in Armjansk. Dort waren nach Angaben des Gouverneurs der Krim, Sergej Aksjonow, bereits in der Nacht vom 23. auf den 24. August chemische Stoffe in die Luft gelangt.
Die Behörden ordneten aber erst am vergangenen Dienstag Evakuierungen an - nach Protesten hunderter Menschen in Armjansk.
Die Produktion der Chemiefabrik wurde für zwei Wochen ausgesetzt. Das Werk mit fast 5000 Mitarbeitern produziert in erster Linie Titandioxid für die chemische Industrie.
Die Videos des Tages
Ermittlungen gegen 15 JVA-Beamte nach Haftbefehl-Leak
Nach der Veröffentlichung eines Haftbefehls zur tödlichen Messerattacke auf einen 35-Jährigen in Chemnitz stehen weitere 15 Bedienstete der Justizvollzugsanstalt Dresden unter Verdacht.
Sie gehören der WhatsApp-Gruppe an, in die der bereits als Leck ausgemachte Beamte das Foto des Dokuments geschickt hatte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden.
Geprüft werde, ob die Verdächtigen das Bild selbst weiter verbreitet haben.
Nach Angaben des Justizministeriums wurden zudem gegen mehrere Bedienstete auch Disziplinarverfahren eingeleitet. "Es kann aber sein, dass sie das Foto nur zugeschickt bekommen haben", sagte ein Sprecher.
Die Konsequenzen für Geheimnisverrat reichten vom Verweis über Geldstrafe oder Kürzung der Bezüge bis zur Entlassung.
Polizei fahndet mit Video nach U-Bahn-Stoßer
Am 29. Juni stieß ein Unbekannter einen wartenden Fahrgast auf einem Bahnsteig unvermittelt in die Gleise. Mitten in Köln, am helllichten Tag.
Nun fahndet die Polizei mit einem Video nach dem Mann, der nach einem Streit mit einer Frau einen unbeteiligten jungen Mann voller Wut auf die Gleise gestoßen hat. Die Gewalttat ereignete sich am Bahnsteig des U-Bahnhofs Venloer Straße/Gürtel in Köln.
Der aggressive Täter trug ein weißes Basecap, ein weißes T-Shirt und eine knielange dunkle Hose. Er ist ca. 1,85 bis 1,90 Meter groß, hat kurze, blonde Haare und einen Bart.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet Zeugen um Hinweise unter Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail auf poststelle.koeln@polizei.nrw.de.
Brinkhaus kündigt offiziell Kandidatur gegen Kauder an
Unionsfraktionschef Volker Kauder muss sein Amt Ende des Monats in einer Kampfkandidatur verteidigen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus kündigte in der Klausur der CDU/CSU-Fraktionsspitze seine Kandidatur bei der Wahl am 25. September offiziell an. Das erfuhr die dpa aus Teilnehmerkreisen.
Zuvor hatte Kauder, der als enger Vertrauter von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel gilt, nach diesen Informationen erklärt, dass er sich erneut um den Fraktionsvorsitz bewerben werde. Merkel habe Kauder ihre Unterstützung zugesagt. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt erklärte demnach, dass der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer ebenfalls Kauders Kandidatur unterstützen werde.
Archiv-Mitarbeiterin entdeckt Brief von Einstein
Eine Archiv-Mitarbeiterin in München will nur ein paar alte Zeitungen einordnen - und entdeckt einen Brief von niemand Geringerem als Albert Einstein.
"Der Brief war unterschrieben mit A. Einstein. Da war die Kollegin gleich elektrisiert", sagte die Leiterin der Kulturabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde Ellen Presser.
Umfangreiche Recherchen Pressers und ihrer Kollegen vom Jüdischen Museum ergaben: Bei dem Schreiben handelt es sich um einen Glückwunsch Einsteins an den jüdischen Wirtschaftswissenschaftler Julius Hirsch.
Das Original, das Hirsch damals - im Jahr 1932 - zu seinem 50. Geburtstag bekam, befindet sich nach Angaben Pressers im Leo Baeck-Institut in New York.
Bei dem Münchner Fund handelt es sich demnach um eine Durchschrift, die damals bei Einstein geblieben sein muss. Wie sie aus dem Besitz des wohl berühmtesten Physikers der Welt in das Archiv kam, ist noch völlig unklar.
Mehrere Tote bei Schießerei in Cincinnati
Bei einer Schießerei in einer Bank in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio sind mindestens vier Menschen getötet worden.
Unter den Toten sei auch der Angreifer, sagte Cincinnatis Polizeichef Eliot Isaac. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.
Der Angreifer war nach Polizeiangaben am Morgen über den Liefereingang in das Gebäude der Fifth Third Bank eingedrungen und hatte das Feuer eröffnet.
Polizisten lieferten sich in der Eingangshalle des Bankgebäudes einen Schusswechsel mit dem Mann und töteten ihn. Angaben zur Identität und zu einem möglichen Motiv des Angreifers machte die Polizei nicht.
Bahn streicht Verbindungen wegen Personalnot
Personalnot bei der Deutschen Bahn in Schleswig-Holstein: Weil das Unternehmen aktuell zu wenig Lokführer hat, fallen von Montag an mehrere Verbindungen auf unbestimmte Zeit aus.
Betroffen sind die Strecken Lübeck-Lüneburg, Lübeck-Kiel, Lübeck-Neustadt-Fehmarn und Lübeck-Travemünde-Strand.
Bei den ausfallenden Zügen handelt es sich überwiegend um Verbindungen frühmorgens oder spätabends. Für die Fahrgäste wird ein Ersatzverkehr mit Bussen und Taxis eingerichtet.
Wie lange die Züge ausfallen werden, teilte das Unternehmen nicht mit.
Verbündete unterstützen britische Erkenntnisse zu Skripal
Deutschland, Frankreich, Kanada und die USA haben sich hinter die jüngsten Erkenntnisse der britischen Ermittler zum Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal gestellt.
In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs der vier Staaten sowie Großbritanniens hieß es, sie hätten "volles Vertrauen in die britische Einschätzung", dass die beiden Tatverdächtigen Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes waren und "dass diese Operation mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf hoher Regierungsebene gebilligt wurde".
London hatte kurz zuvor Russlands Staatschef Wladimir Putin die Verantwortung für den Anschlag zugewiesen, bei dem Anfang März Sergej Skripal und seine Tochter Julia in Salisbury schwer verletzt wurden und beinahe gestorben wären.
Mehrheit sieht Flüchtlingspolitik kritisch
Eine Mehrheit der Deutschen zieht einer Umfrage zufolge eine negative Bilanz der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Im ARD-Deutschland Trend gaben 43 Prozent an, dass die Unterbringung und Verteilung der Migranten "sehr gut oder eher gut gelungen" sei. 50 Prozent beantworteten eine entsprechende Frage demnach mit "eher oder sehr schlecht gelungen".
Nur 27 Prozent halten die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft für "sehr gut oder eher gut gelungen", 69 Prozent äußerten das Gegenteil.
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. 69 Prozent sehen demnach hier Defizite, nur 23 Prozent äußern sich zufrieden.
Eine deutliche Mehrheit kritisiert zudem die Abschiebepraxis bei abgelehnten Asylbewerbern, die 83 Prozent "sehr schlecht oder schlecht gelungen" bewerten. Nur elf Prozent stellen den Behörden hier ein gutes Zeugnis aus.
Nur 27 Prozent sind zudem der Meinung, dass ausreichend Maßnahmen zur Vorbeugung von Gewalt und Kriminalität ergriffen werden, 69 Prozent sind damit unzufrieden.
Schlagzeilen zum Feierabend
Syrer in Sachsen mit Eisenkette geschlagen
Ein 20-jähriger Syrer ist im sächsischen Sebnitz bei Dresden von einem Unbekannten mit einer Eisenkette geschlagen worden.
Der Mann wurde am Kopf verletzt. Die Ermittler sehen Fremdenfeindlichkeit als Motiv.
Ein Unbekannter schubste den Syrer demnach von hinten und rief dazu "Ausländer raus". Anschließend habe er mit einer Eisenkette, die er an seinem Hosenbund trug, auf den Mann eingeschlagen.
Die Polizei und das Landeskriminalamt ermitteln wegen schwerer Körperverletzung.
Oma bringt scharfe Granate zur Polizeiwache
Seit 1943 lag eine funktionsfähige Weltkriegsgranate bei einer Frau zu Hause auf dem Schreibtisch. Die hat ihr Mann aus dem Krieg mitgebracht. Nach seinem Tod wollte die 90-jährige Frau die Bombe aber nicht mehr haben.
Deswegen brachte sie die Kriegstrophäe ihres Mannes kurzerhand zur Polizeiwache in Leverkusen. Dass sie mit dieser Aktion ihr Leben riskierte, das war der Rentnerin offenbar nicht klar.
Die Beamten sperrten die Wache ab und forderten den Kampfmittelräumdienst an, der die Granate sicherstellte. Der Betrieb auf der Wache war für zweieinhalb Stunden lahmgelegt.
Die Polizei warnt ausdrücklich davor, alte Munition oder Teile davon selbst zu transportieren, um sie entsorgen zu lassen. Dafür gibt es Spezialisten, die sich mit den Gefahren genau auskennen und über die Polizei angefordert werden.
Gigantischer Eisberg A68 ist "nicht mehr zu stoppen"
Es ist einer der größten Eisberge, die Forscher in den vergangenen Jahrzehnten registrierten: 175 Kilometer lang und bis zu 50 Kilometer breit. Über ein Jahr nach seinem Abbruch vom Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis setzt sich Eisberg A68 nun gemächlich in Bewegung.
Auf Satellitenbildern sei zu sehen, dass sich der Gigant aus der Lücke im Schelfeis, die er durch seinen Abbruch hinterlassen hatte, endgültig herausgedreht habe, sagte Thomas Rackow, Klimaforscher am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung(AWI) in Bremerhaven.
"Es sollte nicht mehr lange dauern, bis er durch die Ozeanströmungen beschleunigt wird", sagte der Wissenschaftler. "Dann ist er nicht mehr zu stoppen."
Auf seinem Weg in Richtung wärmere Gewässer werde der Koloss immer kleiner werden. "Vor allem an der Unterseite wird er stark schmelzen", sagte Rackow. Durch Seegang werde er auseinanderbrechen. Zurzeit stecke der Eisberg noch im Meereis fest, das dämpfe die Wellen.
Fall Skripal: London macht Putin persönlich verantwortlich
Neuer Schlagabtausch im Fall Skripal: Die britische Regierung hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin persönlich für den Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten verantwortlich gemacht.
Die Verantwortung liege "letzten Endes" bei Staatschef Putin, dessen Regierung "den Militärgeheimdienst kontrolliert, finanziert und steuert", sagte der britische Staatssekretär für Sicherheitsfragen Ben Wallace.
Der russische Geheimdienst arbeite nicht auf eigene Faust, sagte Wallace in der BBC. Die Verbindungen des Dienstes reichten über das Verteidigungsministerium und den Generalstab "bis in den Kreml und das Büro des Präsidenten".
Moskau wies wiederholt jegliche Verantwortung für den Anschlag empört zurück.
SPD-Vize Kohnen fordert Seehofers Rücktritt
Nach der umstrittenen Aussage zur Migration fordert SPD-Vize Natascha Kohnen den Rücktritt von CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer. "Migration als 'Mutter aller politischen Probleme in unserem Land' zu bezeichnen, ist falsch und gefährlich", sagte die bayerische Landeschefin. Die Verharmlosung der Ereignisse in Chemnitz durch den CSU-Chef sei unerträglich.
"Dass er erklärt hat, dass er als einfacher Bürger auch in Chemnitz mitmarschiert wäre, macht ihn als Innenminister unhaltbar. Damit akzeptiert und unterstützt er, dass eine einzelne Gewalttat zur Hetze gegen alle Migrantinnen und Migranten instrumentalisiert wird", so Kohnen.
Schichtwechsel
Über den Autor
Irgendwie bin ich schon neidisch auf meinen Kollegen Volker Petersen, er hat jetzt nämlich Feierabend und kann das perfekte Spätsommer-Wetter genießen. Dafür darf ich Sie bis zum späten Abend mit den spannendsten und aktuellsten Nachrichten aus aller Welt versorgen. Auch nicht schlecht. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!
Todesursache von Cranberries-Sängerin bekannt gegeben
Als die irische Sängerin Dolores O'Riordan Anfang des Jahres starb, hat das viele betroffen gemacht - denn die Cranberries-Frontfrau hat der 90er-Jahre-Generation mit "Zombie" einen unzerstörbaren Hit geliefert. Nun wird etwas zur Todesursache bekannt: Es handelte sich laut amtlicher Untersuchung um einen Unfall. Demnach ist die 46-jährige O'Riordan unter erheblichem Alkoholeinfluss in der Badewanne ertrunken. In dem Hotelzimmer wurden mehrere leere Alkoholflaschen gefunden.
Nordkorea will noch in Trumps Amtszeit abrüsten
Seit dem Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim in Singapur ist nicht mehr allzu viel in Sachen Denuklearisierung Nordkoreas passiert. Die Beziehungen zu den USA erkalteten gar wieder ein wenig. Doch nun bekräftigt Kim offenbar den Willen, noch in Trumps Amtszeit das nordkoreanische Atomprogramm einzustellen. Das sagte der südkoreanische Sicherheitsberater Chung Eui Yong nach einem Gespräch mit diesem. Kim nannte dabei erstmals einen Zeitrahmen für die Aufgabe des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms. Trumps Amtszeit endet Anfang 2021.
Elfjähriger klaut Mamas Auto für Süßkram-Tour
Sein Verlangen nach Süßigkeiten hat einen Elfjährigen aus Niedersachsen zum Autofahrer werden lassen. Nach Hinweisen eines Zeugen stoppte eine Streifenwagenbesatzung den Jungen im Auto seiner Mutter in der Gemeinde Schöningen, wie die Polizei in Wolfsburg mitteilt. Nach eigenen Angaben wollte er zu einem Supermarkt, um Süßes einzukaufen. Zehn Kilometer hatte er bereits unfallfrei zurückgelegt.
So viele Autofahrer fahren zu schnell
Viele Autofahrer in Deutschland nehmen es einer Umfrage zufolge mit der Geschwindigkeitsbegrenzung nicht immer ganz genau. Ein Drittel der Befragten gab sogar an, häufig bis sehr häufig zu schnell unterwegs zu sein, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergab.
Knapp zwei Drittel (62 Prozent) sind selten schneller als erlaubt. Nur 5 Prozent gaben an, sich immer an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten.
13 Prozent der Befragten halten häufig bis sehr häufig nicht genug Abstand zum Vordermann, 7 Prozent schreiben oder lesen Nachrichten auf dem Handy. Die Umfrage wurde von der Versicherung CosmosDirekt in Auftrag gegeben.
Hubschrauber stürzt über Kiew ab
In Kiew, der ukrainischen Hauptstadt, ist mitten im Stadtgebiet ein privater Hubschrauber abgestürzt. Der zerstörte Helikopter sei in einem Waldstück auf einer beliebten Ausflugsinsel im Fluss Dnipro gefunden worden, teilte die Polizei mit.
Beide Piloten seien schwer verletzt worden. Über verletzte Passanten war bislang nichts bekannt. Warum der Hubschrauber abstürzte, werde noch untersucht, hieß es. Die Behörden leiteten ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Flugsicherheit ein.
Den Piloten drohen bis zu acht Jahren Haft. Die Insel ist vor allem im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für die Kiewer und liegt nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Mops Sir Henry ist tot
Kennen Sie Sir Henry? Das ist ein berühmter Mops aus Deutschland, meldet die "Bild"-Zeitung. Kennenlernen können Sie ihn nun nicht mehr, denn der Hund hat abgelebt. Der Zeitung zufolge wurde er zwölf Jahre alt.
Seine Besitzerin, Käfer-Witwe Uschi Ackermann, sagte der Zeitung: "Ich fühle mich absolut leer. Sir Henry war mein bester Freund, mein Lebenspartner. Wir waren miteinander verschmolzen. Er spürte immer, wie es mir geht." Der Hund habe Krebs gehabt und sei in der Nacht zum Mittwoch eingeschläfert worden.
Zum Abschied, als letztes Mahl, habe Ackermann Sir Henry Lachs und Roastbeef aus dem Feinkostladen Käfer gegeben, den ihr Mann Gerd Käfer zur bekannten Marke gemacht hatte. Käfer war im Jahr 2015 gestorben - ebenfalls an Krebs.
Sir Henry hatte wegen seiner zahlreichen Auftritte im Münchner Blitzlichtgewitter bundesweit eine gewisse Bekanntheit. Im Jahr 2013 verlor sein Frauchen einen Urheberrechtsstreit um Bilder ihres Tieres.
Behörden räumen wildes Flüchtlingslager
Rund 500 Menschen, vorwiegend irakische Kurden, kampierten in Dünkirchen am Ärmelkanal - doch damit ist es nun vorbei. Die französischen Behörden haben das wilde Lager geräumt.
Die Räumung lief den Behörden zufolge friedlich. Mehr als 220 Sicherheitskräfte und Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Flüchtlingsorganisationen gehen davon aus, dass zuletzt sogar 800 Menschen in dem Lager lebten, die von Frankreich aus nach Großbritannien wollten. Die Flüchtlinge wurden mit Bussen weggebracht.
Nach Angaben der Präfektur sollen diejenigen, die einen Asylantrag in Frankreich stellen wollen, in Aufnahmezentren gebracht werden. Andere, darunter unbegleitete Minderjährige, seien der Polizei übergeben worden, um ihren Status zu klären.
Verfassungsschutz nimmt AfD Thüringen ins Visier
Die AfD Thüringen gilt als der mit am weitesten rechts stehende Landesverband - dafür hat der dortige Vorsitzende Björn Höcke gesorgt. Nun will das Innenministerium des Freistaats die Rechtspopulisten genauer unter die Lupe nehmen. Darüber berichtet der MDR. Der Verfassungsschutz wolle die Partei ab sofort systematisch auf verfassungsfeindliche Bestrebungen hin untersuchen. Dabei gehe es vor allem um die Frage, "ob und inwieweit" sich die AfD von Rechtsextremen abgrenzt.
Mehr dazu hier.
China droht USA mit Vergeltung
Der Handelsstreit zwischen China und den USA dürfte noch ein wenig weitergehen. Zwar verhandeln beide Seiten über eine Lösung, doch nun verschärft Peking den Ton. Das Handelsministerium droht den Amerikanern bei neuen Zöllen nun mit Vergeltung.
Die Regierung in Peking werde die Auswirkungen neuer Zölle genau beobachten, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag. Falls nötig, würden Maßnahmen ergriffen, um negative Auswirkungen zu vermeiden.
Zugleich erklärte das Ministerium, China und die USA seien weiterhin im Dialog, um den Handelsstreit zu lösen.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt angekündigt, zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar zu verhängen.
Falscher Polizist verlangt Ausweise, zeigt Hitlergruß
Im Berliner Bezirk Neukölln hat ein falscher Polizist selbst einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der Mann war in eine Kneipe gegangen und hatte von den Gästen verlangt, ihre Ausweise zu zeigen. Die machten aber nicht mit, da ihnen der Mann seltsam vorkam, wie die "Berliner Morgenpost" berichtet. Daraufhin habe dieser dann den Hitlergruß gezeigt. Zum Streit kam es auch noch: Zwei junge Männer lieferten sich ein Handgemenge und hielten ihn fest, bis die Polizei kam.
Frauen viel öfter Akademikerinnen als früher
Junge Frauen in Deutschland haben viel häufiger hohe Bildungsabschlüsse als das noch bei ihren Müttern der Fall war. Wie Daten aus dem Mikrozensus 2017 zeigen, haben sie doppelt so häufig einen Hochschulabschluss wie die Generation vor ihnen.
30 Prozent der 30- bis 34-jährigen Frauen hatten 2017 einen Hochschulabschluss, bei den 60- bis 64-jährigen Frauen sind es nur 15 Prozent.
Nach der Statistik ist das Bildungsniveau bei dem weiblichen Teil der Bevölkerung über die Jahre deutlich stärker gestiegen als bei den Männern: Bei den 30- bis 34-jährigen Männern haben 27 Prozent einen Hochschulabschluss, im Vergleich zu 22 Prozent der 60- bis 64-Jährigen.
Auch Levi's für strengere Waffengesetze
Die Mehrheit der US-Amerikaner ist für strengere Waffengesetze, doch die Politik tut nichts, weil die Republikaner dies immer wieder aufs Neue verhindern - die Partei ist eng mit der Waffenlobby NRA verbandelt. Doch der Druck aus der Gesellschaft wächst, mehrere große Unternehmen haben sich bereits für mehr Restriktionen ausgesprochen. Mit dem Jeansfabrikanten Levi's tut dies nun ein weiterer bekannter Konzern.
Unternehmenschef Chip Bergh schrieb im Magazin "Fortune", "wir können einfach nicht länger schweigend zusehen, wenn es um Themen geht, die unsere Gesellschaft bedrohen, in der wir leben und arbeiten". Partei zu ergreifen, möge "bei manchen" unbeliebt sein, doch Nichtstun sei keine Lösung mehr.
Bergh verwies in seinem Beitrag auf die Geschichte der Levi's-Jeans als "eines der großen Symbole für die amerikanische Freiheit". Er sprach sich für die Überprüfung aller Waffenkäufer auf mögliche kriminelle Vergehen aus und kündigte Spenden in Höhe von einer Million Dollar für Gruppen an, die sich für schärfere Waffengesetze einsetzen. Täglich würden 96 US-Bürger durch Waffen getötet.
Schlagzeilen am Morgen
Fünfjähriger verschwindet, große Suche, Ende unterm Sofa
Rund 100 Helfer haben in Geestland bei Cuxhaven einen fünfjährigen Jungen gesucht - nur um ihn dann unter dem Sofa der Eltern zu finden. Zuvor hatten die Angehörigen die Polizei alarmiert, weil sie den Jungen nicht mehr finden konnten, wie die Polizei mitteilt.
Mithilfe der Feuerwehr, einer Rettungshundestaffel und Lautsprecherdurchsagen suchte die Polizei das Wohngebiet der Familie nach dem kleinen Jungen ab.
Nach etwa einer Stunde fanden sie ihn am Mittwoch dann unverletzt unter einem Sofa im Wohnzimmer. Die Polizei geht davon aus, dass er sich dort die ganze Zeit versteckte.
Chinesen fühlen sich von britischem Kriegsschiff provoziert
Von den Inseln im Südchinesischen Meer haben Sie vermutlich schon gehört - dort hat Peking künstliche Inseln aufgeschüttet und Militärbasen errichtet. Damit einher geht ein Anspruch auf das gesamte Seegebiet, was zu Streit in der Region führt. Denn die hat bedeutende Fischbestände und ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten. Die Amerikaner fahren daher gelegentlich demonstrativ mit ihren Kriegsschiffen durch die angeblich chinesischen Gewässer. Nun soll das auch ein britisches gemacht haben. China spricht von einer Provokation durch die "HMS Albion", die an den Paracel-Inseln vorbeigefahren sei. Die Chinesen ließen darauf eine Fregatte auslaufen und zwei Hubschrauber aufsteigen, die Lage sei aber ruhig geblieben.
Bestatter vertauscht Leichen
Die "Bild"-Zeitung berichtet über einen für die Angehörigen eines Verstorbenen extrem ärgerlichen Fall: Demnach hat ein Bestatter die Leiche eines 70-jährigen Mannes versehentlich verbrannt. Sein Sohn sagte nun der Zeitung, dieser sei mit dem toten Körper eines anderen Menschen verwechselt worden. Nach der Beerdigung in Berlin habe sich das Bestattungsunternehmen bei ihm gemeldet und ihn gebeten, einen Toten per Foto zu identifizieren - es war sein Vater. Den er aber eigentlich schon zu Grabe getragen hatte. Nur, wie sich damit herausgestellt hatte, war das eben nicht sein Vater gewesen, sondern jemand anderes. Sein Vater wurde stattdessen versehentlich eingeäschert - obwohl er das zu Lebzeiten nicht gewollt hatte.
Trump belässt Verteidigungsminister Mattis auf Posten
Das Enthüllungsbuch des US-Journalisten Bob Woodward über Trumps Regierung ("Angst - Trump im Weißen Haus") dürfte manche um ihren Job fürchten lassen. Unter anderem werden dort Stabschef John Kelly und Verteidigungsminister James Mattis mit abfälligen Bemerkungen über den US-Präsidenten zitiert. Zumindest Letzterer muss aber nicht um seinen Posten fürchten. Trump sagte nun, er wolle ihn nicht entlassen. "Er bleibt genau dort. Wir sind zufrieden mit ihm. Wir haben viele Siege." Mattis soll über den Präsidenten gesagt haben, er habe die Auffassungsgabe eines Fünft- oder Sechstklässlers.
Seehofer: Migration "Mutter aller Probleme"
Für den Innenminister ist die Migration die "Mutter aller Probleme" - so drückte sich Seehofer Berichten von "Bild" und "Welt" zufolge auf der CSU-Klausurtagung in Neuhardenberg aus. Er habe Verständnis, wenn sich Leute empörten, das mache sie noch lange nicht zu Nazis. Über Chemnitz soll der CSU-Chef gesagt haben, an erster Stelle stehe ein brutales Verbrechen. Da würden Debatten geführt, in denen das ursprüngliche Verbrechen gar keine Rolle mehr spiele.
Nord- und Südkorea wollen sich zu Atomgipfel treffen
Zwischen Nordkorea und den USA ist die Stimmung wieder erkaltet, doch Südkorea lässt den Gesprächsfaden nicht abreißen. Die Regierungen beider Staaten haben nun einen Atomgipfel vereinbart. Der soll in zwei Wochen, vom 18. bis zum 20. September, stattfinden. Es solle um "praktische Maßnahmen" gehen, sagte Südkoreas Nationaler Sicherheitsberater Cung Eui Yong nach einem Treffen mit Nordkoreas Diktator Kim Jong Un.
Das wird heute wichtig
Haben Sie schon den anonymen Bericht eines Mitarbeiters des Weißen Hauses gelesen? In Verbindung mit dem neuen Bob-Woodward-Buch, der ebenfalls zahlreiche Insider aus dem Weißen Haus zitiert, leicht beängstigend. Das dürfte uns heute besonders beschäftigen. Außerdem stehen diese Termine und Themen auf dem Programm:
Kanzlerin Merkel gibt RTL und n-tv ihr Sommerinterview. Es ist um 18 Uhr bei n-tv zu sehen, um 18:45 Uhr dann bei RTL Aktuell.
In Genf sollen neue Friedensgespräche für den Jemen beginnen. Dort tobt eine Art Stellvertreterkrieg: Saudi Arabien unterstützt die Regierung, der Iran die Huthi-Rebellen.
Russland plant das größte Manöver seit dem Kalten Krieg. Heute wird es vorgestellt.
Die R+V-Versicherung stellt eine Studie zu den Ängsten der Deutschen vor.
Es gibt ein Wiedersehen mit der Fußball-Nationalmannschaft. Die Löw-Truppe trifft im ersten Spiel nach der verkorksten WM auf Weltmeister Frankreich. Anstoß ist um 20:45 Uhr, Spielort ist die Allianz-Arena in München.
Ich heiße Volker Petersen und wünsche Ihnen einen guten Morgen. Erreichbar bin ich unter volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter.
Teile Deutschlands erwarten kräftige Regengüsse
Der Tag beginnt verbreitet sonnig. Besonders in Teilen Bayerns sowie Mecklenburg-Vorpommerns wabern hierbei allerdings zunächst einmal Dunst- oder Nebelfelder. Abseits des frühherbstlich ruhigen Treibens breitet sich derweil im Westen unseres Landes bereits der bevorstehende Wetterwechsel aus. Denn von der Eifel bis rauf an den Niederrhein sind schon erste Schauer und Gewitter aktiv. Und die kommen im Tagesverlauf immer weiter ostwärts voran und erreichen bis zum Abend etwa eine Linie Ostfriesland - Harz - Westbayern.
Hierbei drohen kräftige Regengüsse; örtlich können durchaus schon mal Regenmengen zwischen 20 und 40 Liter pro Quadratmeter und Stunde zusammen kommen. Weiter ostwärts bleibt es unterdessen noch schöner und sehr warm bei bis zu 28 Grad. Am Niederrhein werden es hingegen nur noch Spitzenwerte um die 20 Grad.
Die weiteren Aussichten: morgen wechselhaft und kühler bei 17 bis 25 Grad. Am Wochenende bekommt der äußerste Nordwesten noch Schauer. Ansonsten meldet sich nach Nebelauflösung die Sonne zurück. Dazu werden es am Samstag 18 bis 25 Grad. Der Sonntag bringt uns 19 bis 26 Grad, stellenweise vielleicht auch etwas mehr. Ihr Björn Alexander