Mittwoch, 03. Februar 2021Der Tag

Heute mit Johanna Ohlau und Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Mittwoch, der 3. Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

in Berlin war es heute frühlingshaft warm, doch in ein paar Tagen ist es vorbei: Am Wochenende gibt es in der Nordhälfte Deutschlands bis zu 40 Zentimeter Neuschnee - während man in Süddeutschland bei gemütlichen 16 Grad fast schon Sommerklamotten auspacken kann. Mehr zur "extremsten Winterlage" lesen Sie hier.  

Was war heute wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

21:58 Uhr

Nach Witz auf Twitter: Russischer Chefredakteur muss in Haft

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Vor Gericht trug Smirnow ausgerechnet ein T-Shirt mit dem Logo der Punkband "Tarakany".

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Die russische Justiz hat offenbar gar keinen Sinn für Humor. Der Chefredakteur des kremlkritischen Portals Mediazona muss für mehrere Wochen hinter Gitter - weil er auf Twitter einen Witz geteilt hat.

  • Das Teilen des Tweets wurde Sergej Smirnow als Aufruf zu den Protesten für die Freilassung des Oppositionsführers Alexej Nawalny ausgelegt. Er wird für 25 Tage festgesetzt.
  • Smirnow hatte vor zwei Wochen einen Beitrag auf Twitter geteilt, in dem sich ein anderer Nutzer über seine vermeintliche äußerliche Ähnlichkeit mit dem Sänger der bekannten russischen Punkband "Tarakany" lustig macht. Weil in dem Tweet auch das Datum einer Demonstration für die Freilassung Nawalnys erwähnt wird, wirft die Justiz Smirnow den Aufruf zu nicht genehmigten Protesten vor.
  • Die Vereinigung unabhängiger russischer Medien Sindikat-100 sprach von einer "absurden, hastig zusammengeschusterten Anschuldigung". Reporter ohne Grenzen sprach von einem "Theater der Absurdität".
21:06 Uhr

Biden über sein neues Zuhause: Surreal aber komfortabel

Seit dem 20. Januar 2021 ist Joe Biden Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Zusammen mit seiner First Lady, Jill Biden, erzählt er nun unter anderem von seinen ersten Tagen im Weißen Haus.

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Die Bidens sind grundsätzlich zufrieden mit ihm neuen Zuhause.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

"Es ist surreal, aber es ist komfortabel", erklärt Biden im Gespräch mit dem US-Magazin "People" auf die Frage, ob er sich im Weißen Haus bereits zuhause fühle. Zwar seien er und seine Ehefrau, mit der er seit 1977 verheiratet ist, schon acht Jahre lang - Biden war Vizepräsident unter Barack Obama - dort gewesen, die meiste Zeit habe er damals aber unter anderem im Oval Office neben dem Präsidenten verbracht. Die privaten Gemächer seien jedoch nun neu für ihn.

Bidens Ehefrau erzählt unterdessen, dass das Paar von großartigem Personal empfangen worden sei und die beiden sich bereits ein bisschen heimelig eingerichtet haben: "Wir haben überall Familienfotos, unsere Bücher, einige Möbelstücke aus unserem Zuhause."

20:24 Uhr

Vier Wohnhäuser nach Erdrutsch im Schwarzwald evakuiert

In einem Wohngebiet im baden-württembergischen Schopfheim sind nach einem Erdrutsch mehrere Häuser evakuiert worden.

Auf einer Länge von 40 Metern rutschte ein Hang um etwa vier Meter ab. Verletzt wurde niemand. Vier Häuser sind aber derzeit unbewohnbar. Bei einem Haus geht der Erdrutsch bis zum Fundament. Es sei deshalb "akut gefährdet", teilte die Polizei mit. Der Bereich einer Terrasse sei bereits abgesunken.

Ursache für den Erdrutsch in der Stadt im Schwarzwald sind vermutlich Wassermassen, die das Erdreich aufgeweicht haben. Zusätzlich zur Schneeschmelze hat es mehrere Tage geregnet.

19:51 Uhr

Kanada stuft "Proud Boys" als Terrororganisation ein

Nach der Erstürmung des US-Kapitols am 6. Januar will Kanada die rechtsradikalen "Proud Boys" als Terrororganisation einstufen.

Sicherheitsminister Bill Blair kündigte an, die Organisation zusammen mit zwölf anderen Gruppen, die teilweise Neonazi-Gedankengut vertreten, als "ideologisch motivierte gewalttätige Extremisten" aufzulisten. Das bedeutet, dass Banken Vermögen der Organisationen einfrieren und Strafverfolgungsbehörden gegen Unterstützer sowie Geldgeber vorgehen können.

Angehörige der "Proud Boys" waren Teil des Mobs, der Anfang Januar aufgestachelt vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump das Kapitol in Washington stürmte.

19:23 Uhr

Vier Männer rauben Obdachlosen aus - Mann schwer verletzt in Klinik

Wie erbärmlich: Vier Männer haben in Dortmund einen Obdachlosen ausgeraubt und schwer verletzt.

Laut Polizeibericht fragte einer der Täter den 41-Jährigen gegen Mitternacht nach einer Zigarette, die ihm dieser auch "bereitwillig aushändigte". Ein zweiter Mann habe dann unvermittelt mit einem Gegenstand auf den Kopf des Wohnungslosen eingeschlagen. Einen Becher mit Bargeld, der vor dem Obdachlosen stand und etwa 20 Euro enthielt, nahmen die Täter demnach an sich und gingen davon. Der schwer verletzte 41-Jährige wurde mit Verletzungen am Kopf und im Gesicht ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei bittet um Hinweise zu den vier Angreifern.

18:47 Uhr

Einbrecher fahren mit gestohlenem Auto in Juwelierladen

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Drei Unbekannte rasten mit einem Auto gegen die Tür eines Juwelierladens in Hannover.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der vergangenen Nacht haben drei Unbekannte in Hannover ein Auto gestohlen, um damit in ein Juweliergeschäft zu fahren.

  • Binnen Minuten stahlen die Täter hochwertigen Schmuck aus dem Laden und entkamen. Der Wert der Beute ist noch unklar.
  • Die Täter fuhren mit dem Auto rückwärts gegen die Tür. Anschließend nutzten sie den Wagen auch zur Flucht. Die Polizei konnte aber das Nummernschild identifizieren und stattete dem Halter zu Hause einen Besuch ab.
  • Bei ihm handelte es sich um einen 79-Jährigen. Der Mann habe das Fehlen seines Autos erst zu diesem Zeitpunkt bemerkt, teilte die Polizei mit. Er habe "glaubhaft" versichert, dass ihm sein Wagen gestohlen wurde.
18:05 Uhr

Corona-Razzia löst Massenpanik in Disco aus

In der bolivianischen Stadt Quillacollo feiern über hundert Menschen illegal in einem kleinen Lokal. Als die Polizei auftaucht, versperren die Veranstalter die Türen. Es bricht Panik aus, Dutzende Menschen werden verletzt. Der Bürgermeister spricht anschließend von "einer Menschenlawine".

17:32 Uhr

Drei Nationalgardisten sterben bei Hubschrauberabsturz in USA

Im US-Bundesstaat Idaho ist ein Hubschrauber abgestürzt. Drei Mitglieder der Nationalgarde sind dabei ums Leben gekommen.

Die Nationalgarde von Idaho teilte mit, der Helikopter sei bei einem Trainingsflug nahe der Stadt Boise abgestürzt. Die drei Toten seien alle Piloten der Nationalgarde gewesen. Die Unglücksursache sei bislang unklar.

Bei der Nationalgarde handelt es sich um Reservekräfte der US-Armee. Jeder Bundesstaat hat seine eigene Nationalgarde, die zum Beispiel bei Waldbränden, Wirbelstürmen, Überflutungen oder bei Unruhen im Inneren eingesetzt wird.

17:02 Uhr

Moskau beklagt "übertriebene Hysterie" um Nawalny

In Russland scheint es völlig normal zu sein, einen Oppositionspolitiker zu vergiften und ihn dann auch noch ins Gefängnis zu stecken. Wohl deswegen kann der Kreml die weltweite Kritik an der Verurteilung von Alexej Nawalny nicht nachvollziehen. "Diese Hysterie über den Nawalny-Prozess ist völlig übertrieben", sagte Außenminister Sergej Lawrow vor Journalisten in Moskau. "In Bezug auf Russland - und nicht nur, was Nawalny angeht - ist die westliche Berichterstattung selektiv und einseitig."

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

15:48 Uhr

Ermittlungen gegen Schauspieler Richard Berry wegen Inzest

Der beliebte französische Schauspieler und Regisseur Richard Berry steht im Verdacht, eine seiner Töchter sexuell missbraucht zu haben. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft bekannt gab, laufen vorläufige Ermittlungen gegen den 70-Jährigen. Seine älteste Tochter Coline Berry wirft ihm vor, sie als Minderjährige vergewaltigt zu haben. Der Schauspieler bestreitet dies.

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Seine Tochter wirft ihm sexuellen Missbrauch vor: Schauspieler Richard Berry.

(Foto: imago/PanoramiC)

  • Die 1976 geborene Coline Berry schrieb bei Instagram, sie habe "an Sex-Spielen" teilnehmen müssen, und ihr Vater habe ihr Zungenküsse aufgenötigt.
  • Er selbst erklärte dagegen, er habe "niemals deplatzierte oder inzestuöse Beziehungen mit Coline" oder einem anderen seiner Kinder gehabt.
  • Berry spielte seit den 1970er Jahren in zahlreichen Filmen den Liebhaber. Hauptrollen hatte er unter anderem in der Schwulenkomödie "Auch Männer mögen's heiß" von 1996. Seinen größten Regie-Erfolg feierte er mit dem Thriller "22 Bullets" von 2010.
Mehr dazu lesen Sie hier.
15:19 Uhr

Söder wirbt für Schwarz-Grün auf Bundesebene

Markus Söder wünscht sich eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene. "Es wäre ein spannendes Zukunftsteam, das Inspiration bieten könnte, weil es die ganz große Frage unserer Zeit in den Blick nimmt: die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie", sagte Söder dem "Stern". Ausdrücklich lobte der CSU-Chef das Verhalten der Grünen bei der Bewältigung der Corona-Krise: Sie seien "ein verlässlicherer Partner als viele andere Parteien" gewesen.

Die Koalition von Union und SPD werde dagegen lediglich als "Krisenteam" akzeptiert, sagte Söder. Eine Abfuhr erteilte Söder der FDP. Auf die Frage, ob die Liberalen in Form einer "Jamaika"-Koalition an einem schwarz-grünen Bündnis beteiligt sein sollten, sagte er: "Weniger Partner machen eine Regierung stabiler als viele. Mehr Köche machen den Brei nicht unbedingt genießbarer."

14:25 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, liebe Leserinnen und Leser! Johanna Ohlau hat sich vor ein paar Minuten in den Feierabend verabschiedet. Ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, los geht's!

14:09 Uhr

Angelina Jolie will Churchill-Gemälde versteigern

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Churchill soll "Tower of the Koutoubia Mosque" 1943 gemalt haben.

(Foto: AP)

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Angelina Jolie

(Foto: dpa)

Wer wohl berühmter ist - Maler oder Verkäuferin? US-Schauspielerin Angelina Jolie will in London ein von dem früheren britischen Premierminister Winston Churchill gemaltes Bild versteigern lassen. Die Jolie Family Collection habe das Kunstwerk angeboten, bestätigte das Auktionshaus Christie's in London. Zunächst hatte der Sender CNN berichtet. Das Auktionshaus rechnet bei der Versteigerung am 1. März mit bis zu 2,5 Millionen Pfund (2,84 Millionen Euro). Wie Jolie in den Besitz des Werkes gekommen ist, blieb unklar.

Das Gemälde namens "Tower of the Koutoubia Mosque" ("Turm der Koutoubia-Moschee") gilt als einziges Werk Churchills, das dieser während des Zweiten Weltkriegs malte - nämlich im Jahr 1943 nach der Casablanca-Konferenz in Marokko, bei der sich Churchill mit dem damaligen US-Präsidenten Franklin Roosevelt traf. Der Brite soll das Bild an Roosevelt verschenkt haben, dessen Familie das Werk danach lange besaß. Churchill (1874-1965), der während des Zweiten Weltkriegs und dann noch einmal in den 50er Jahren Großbritannien regierte, galt neben seiner politischen Karriere als leidenschaftlicher Künstler, der zu seinen Lebzeiten Hunderte Bilder malte.

13:54 Uhr

Drei Tote bei Unfall in Berlin - Polizei geht von illegalem Autorennen aus

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Der Unfall ereignete sich im Berliner Stadtteil Plänterwald.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Zu dem tödlichen Unfall in Berlin werden immer mehr Details bekannt: Die Polizei vermutet, dass ein illegales Autorennen der Grund gewesen sein könnte. Ein mit vier jungen Männern besetztes Auto ist gestern Abend in zwei Teile zerrissen worden und ausgebrannt. Drei Insassen starben in Folge des Unglücks, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der 21-jährige mutmaßliche Fahrer überlebte verletzt und wurde später in einem Krankenhaus festgenommen. Ihm werden fahrlässige Tötung und ein verbotenes Autorennen zur Last gelegt. Nach Angaben der Ermittler war das Auto gestern am späten Abend auf einer gut ausgebauten Bundesstraße in Richtung Stadtrand außer Kontrolle geraten und "mit großer Wucht" gegen Bäume geprallt. Dabei zerbrach das Fahrzeug und ging anschließend in Flammen auf. Laut bisherigem Ermittlungsstand war der Unfallwagen dabei mit "überhöhter Geschwindigkeit" unterwegs.

In dem Auto saßen demnach vier junge Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren. Einer starb vor Ort, ein weiterer kurz darauf in einem Krankenhaus. Ein weiterer lebensgefährlich verletzter Mann kam mit schwersten Brandverletzungen ebenfalls in eine Klinik, wo er am Vormittag starb. Der im Krankenhaus festgenommene mutmaßliche Fahrer sollte noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen zum Hergang liefen weiter.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:28 Uhr

Ex-EZB-Chef Draghi mit Regierungsbildung in Italien beauftragt

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Mario Draghi

(Foto: imago images/Metodi Popow)

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat den früheren EZB-Chef Mario Draghi mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Damit könnte dieser Nachfolger des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Conte werden. Draghi, der als "Euro-Retter" von 2012 aus der Krise der Gemeinschaftswährung bekannt ist, war schon länger als Regierungschef in Rom im Gespräch. Der Bankmanager stand von 2011 bis 2019 an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB).

13:12 Uhr

Frau schmuggelt seltene Kakteen am Körper nach Neuseeland

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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Weil sie rund hundert seltene Kakteen an ihrem Körper befestigt durch den Zoll schmuggeln wollte, hat ein neuseeländisches Gericht eine Frau zu einhundert Sozialstunden verurteilt. Die 38-Jährige habe aus China kommend versucht, insgesamt 947 Sukkulenten und Kakteen ins Land zu bringen, die sie in Strümpfen an ihren Körper geschnallt hatte, erklärte das Landwirtschaftsministerium. Die Pflanzen, darunter acht bedrohte Arten, hätten einen Wert von rund 6000 Euro gehabt.

Bei ihrer Einreise im März 2019 sei ein Spürhund auf die Frau aufmerksam geworden, hieß es in der Mitteilung. Sie habe daraufhin versucht, die Pflanzen in einer Flughafentoilette zu entsorgen, wo sie von Sicherheitskräften gefunden wurden. Zusätzlich zu den Sozialstunden werde die Frau für ein Jahr unter Beobachtung gestellt. "Dieses Urteil ist eine Mahnung an alle, die bedrohte Pflanzen oder andere gefährdete Arten nach Neuseeland schmuggeln wollen, dass sie mit ihrer Bestrafung rechnen müssen", sagte ein Ermittler des Ministeriums nach der Gerichtsentscheidung. Neuseeland verfügt über strenge Gesetze, was die Einfuhr von Pflanzen angeht.

12:45 Uhr

Deshalb lehnte Michelle Pfeiffer Rolle in "Das Schweigen der Lämmer" ab

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(Foto: imago images/UPI Photo)

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Anthony Hopkins und Jodie Foster in dem Horrorfilm.

(Foto: picture alliance / United Archives)

"Das Schweigen der Lämmer" ist auch noch knapp drei Jahrzehnte nach seiner Premiere beliebt bei Horrorfilm-Fans. Hollywood-Schauspielerin Michelle Pfeiffer ("Avengers: Endgame") war der Plot zu düster, sodass sie das Angebot ausschlug, die weibliche Hauptrolle neben Anthony Hopkins zu spielen. "In dem Film war so viel Böses", sagte sie in einem Interview des Magazins "The New Yorker". "Es war, dass das Böse am Ende gewann", erklärte Pfeiffer ihre Entscheidung von damals. "Mit dem Ende fühlte ich mich unwohl." So etwas habe sie nicht in die Welt setzen wollen.

Pfeiffer winkte ab und so ging die Rolle dann an Kollegin Jodie Foster, die dafür einen Oscar gewann. Der Psycho-Thriller des Regisseurs Jonathan Demme, in dem ein kannibalistischer Mörder bei der Suche eines anderen Serienkillers helfen soll, hatte 1992 insgesamt fünf Oscars abgeräumt - in den wichtigsten Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin und Bester Hauptdarsteller.

12:08 Uhr

"Können wir hier bitte raus?" - US-Moderator bricht Interview mit Trump-Unterstützer ab

"Können wir hier bitte raus?", spricht Newsmax-Sprecher Bob Sellers aus, was man ihm schon während des ganzen Interviews mit einem Trump-Unterstützer schon deutlich ansehen kann. Sellers und seine Co-Moderatorin wollten live mit dem Geschäftsmann Mike Lindell über die Sperrung seiner Twitterkonten sprechen. Dort soll der Trump-Befürworter Verschwörungstheorien zur US-Wahl gepostet haben. Wiederholt trat er bei Kundgebungen für den vor rund zwei Wochen aus dem Amt geschiedenen Präsidenten auf.

Doch Lindell setzte zu einer Tirade unbelegter Wahlbetrugsvorwürfe gegen den Wahlmaschinenhersteller Dominion an, die der Moderator immer wieder einzufangen versuchte, indem er auf das rechtlich anerkannte Wahlergebnis verwies. "Wir bei Newsmax haben diese Art von Vorwürfen nicht bestätigen können", sagte er hinsichtlich der Wahlbetrugsvorwürfe, die Trump nach seiner Niederlage gegen Joe Biden verbreitete. Als das den Trump-Anhänger nicht stoppte, las Sellers eine Erklärung vor, in der sich der Sender von Betrugsvorwürfen zur US-Wahl distanzierte. Unterdessen redete Lindell im Hintergrund fortwährend gegen den Moderator an - sodass dieser wohl keinen anderen Ausweg sah, als schlichtweg vom Stuhl aufzustehen und das Set zu verlassen. Berichten zufolge hatte Wahlmaschinenhersteller Dominion dem konservativen Sender Newsmax wegen unbelegter Betrugsvorwürfe mit Klagen gedroht. Ein Videoclip des aus dem Ruder gelaufenen Interviews ging bei Twitter viral.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:00 Uhr
11:23 Uhr

China verbannt Smartphones aus Grund- und Mittelschulen

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Nur noch Augen und Ohren für ihr Smartphone - das will das chinesische Bildungsministerium ändern und Handys aus Schulen verbannen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Feiert die Telefonzelle in chinesischen Schulen bald ein Comeback? Dort sollten nach Ansicht des Pekinger Bildungsministeriums wieder öffentliche Telefone installiert werden, damit Kinder ihre Eltern kontaktieren können. China will nämlich das Mitbringen von Smartphones in Schulen generell untersagen. Wie das Ministerium auf seiner Website mitteilte, sollen Schüler in Grund- und Mittelschulen künftig keine Handys mehr mitbringen. Die Geräte könnten beim Betreten der Schule bis zum Ende des Unterrichts verwahrt werden, empfiehlt das Ministerium. Sei es wirklich notwendig, dass ein Schüler ein Handy bei sich trägt, müsse eine schriftliche Erklärung der Eltern vorliegen. Man wolle so das Sehvermögen junger Menschen schützen, ihre Konzentration verbessern und Internetsucht vorbeugen, hieß es.

Da schon heute an vielen Schulen in China strenge Regeln für die Nutzung von Mobiltelefonen gelten, wurde das Verbot von vielen Eltern in sozialen Medien kritisch diskutiert. So wurde kommentiert, dass die neuen Regeln aufgrund der ohnehin schon weit verbreiteten Verbote an Schulen während des Unterrichts nicht erforderlich seien. Auch wurde darauf hingewiesen, dass Kinder ihre Telefone wegen des Verbots möglicherweise umso mehr zu Hause nutzen würden.

In Deutschland gibt es kein einheitliches Gesetz zur Handynutzung an Schulen, weil das Sache der Bundesländer ist. Einige handhaben es besonders strikt wie Bayern, andere lockerer - was denken Sie:

10:58 Uhr

Kölner CSD-Parade wird auf September verschoben

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Die Veranstalter hoffen, dass der CSD 2021 im September wieder größer stattfinden kann.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Pandemie hat schon im vergangenen Jahr für reihenweise Veranstaltungsausfälle gesorgt, und auch auf 2021 hat das Virus erste Auswirkungen: Die Kölner Christopher-Street-Day-Parade wird auf den 5. September verschoben. Normalerweise findet sie Anfang Juli statt. Nun habe man sich aber entschlossen, die Parade um zwei Monate nach hinten zu schieben, sagte ein Sprecher. Die Wahrscheinlichkeit, dass Großveranstaltungen stattfinden könnten, sei Anfang September nach heutigem Stand einfach größer als Anfang Juli.

Die CSD-Parade 2019 hatte nach Veranstalter-Angaben 1,2 Millionen Besucher angezogen. Im vergangenen Jahr war der CSD auf Anfang Oktober verschoben worden und hatte dann nur in stark verkleinerter Form stattgefunden - statt der Parade gab es eine Fahrraddemo. Dieses Jahr soll der CSD nach derzeitiger Planung wieder in alter Pracht über die Bühne gehen.

10:14 Uhr

Zweistündiger Rettungseinsatz mit Höhenkletterern für tote Taube an Kirchturm

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Der Kirchturm in Gelsenkirchen-Buer.

(Foto: picture alliance / RHR-FOTO)

Eine tote Taube an einem Kirchturm hat in Gelsenkirchen für einen aufwändigen Rettungseinsatz der Feuerwehr gesorgt. Fußgänger hatten im Bereich eines Kirchturms im Stadtteil Buer einen "augenscheinlich hilfsbedürftigen Vogel" entdeckt und den Notruf gewählt, wie die Feuerwehr mitteilte. Da das Tier demnach nicht mit der Drehleiter der Feuerwehr zu erreichen war, mussten Höhenretter anrücken. Über eine Steintreppe, eine Wendeltreppe und "senkrecht aufsteigende Steigleitern" hätten die vier Höhenretter schließlich den oberen Umlauf der Turmspitze erreicht. Dort entdeckten sie den vermeintlich hilflosen Vogel, der sich als in einem Stück Schnur verfangene tote Taube entpuppte. Ein gesicherter Höhenretter barg das tote Tier. Der Feuerwehreinsatz dauerte knapp zwei Stunden.

09:50 Uhr

Klage gescheitert: Regierung muss Ausschuss V-Mann-Führer nicht nennen

Der Amri-Untersuchungsausschuss des Bundestags bekommt keine Möglichkeit mehr, einen geheim gehaltenen V-Mann-Führer zu befragen. Eine Organklage von Linksfraktion, Grünen und FDP in Karlsruhe blieb erfolglos, wie das Bundesverfassungsgericht mitteilte. Der Zweite Senat kam mehrheitlich zu der Auffassung, dass in diesem besonderen Fall das parlamentarische Aufklärungsinteresse hinter dem Staatswohl zurücktreten müsse. Der Bruch der Vertraulichkeit könne der Arbeit der Nachrichtendienste im islamistischen Milieu insgesamt schaden. Der Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz hatte den Kontakt zu einer Quelle in der Berliner Fussilet-Moschee gehalten, wo auch Anis Amri verkehrte. Der Islamist war am 19. Dezember 2016 mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin gerast. Der Ausschuss hat die Aufgabe, Behördenversäumnisse aufzuklären.

09:27 Uhr

Statistik: Jeder vierte Todesfall 2019 geht auf Krebserkrankung zurück

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Lungen- und Bronchialkrebs sind immer noch für die meisten Krebstoten verantwortlich.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Jeder vierte Todesfall in Deutschland im Jahr 2019 ist auf die Folgen einer Krebserkrankung zurückgegangen. Laut einer veröffentlichten Statistik des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden starben rund 231.000 Menschen an Krebs. Damit ist die Zahl der Krebstoten in der Bundesrepublik seit 1999 um zehn Prozent gestiegen. Wie das Bundesamt anlässlich des Weltkrebstages mitteilte, waren alle Altersgruppen von tödlichen Krebserkrankungen betroffen.

  • In der Gruppe der 45- bis 65-Jährigen seien Krebserkrankungen die häufigste Todesursache gewesen. Demnach waren in dieser Altersgruppe 39 Prozent aller Todesfälle darauf zurückzuführen.
  • Bei Kindern im Alter von einem bis 14 Jahren seien 2019 knapp ein Viertel der Sterbefälle auf Krebs zurückgegangen. Innerhalb von 20 Jahren habe sich der Anteil von Krebs als Todesursache somit kaum verändert. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl in Deutschland sei die Zahl der Krebstoten "unverändert hoch".
  • Die Zahl der Todesfälle wegen Magenkrebs sei dafür beispielsweise rückläufig: 1999 kamen der Statistik zufolge 16 Todesfälle auf 100.000 Deutsche, im Jahr 2019 waren es zehn. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sei die Entwicklung mit einem Anstieg von 15 auf 23 Fälle pro 100.000 Einwohner gegenläufig.
  • Die meisten der Krebstoten entfielen laut Statistischem Bundesamt auf die Folgen von Lungen- und Bronchialkrebs. Mit 44.800 Fällen sei das 2019 fast jeder fünfte Krebstote gewesen. Bauchspeicheldrüsenkrebs stellte mit 19.200 Fällen die zweithäufigste tödliche Krebserkrankung dar. Bei der Erhebung hätten sich auch Geschlechterunterschiede gezeigt: Bei Männern hätten Lungen- und Bronchialkrebs am häufigsten zum Tode geführt, bei Frauen Brustkrebs.
09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:39 Uhr

US-Präsident Biden erweist getötetem Kapitol-Polizisten letzte Ehre

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US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden erweisen dem getöteten Polizisten die letzte Ehre.

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Joe Biden hat dem beim Sturm auf das Kapitol tödlich verletzten Polizisten die letzte Ehre erwiesen. In einer feierlichen Zeremonie am Kongresssitz in Washington standen Biden und seine Ehefrau Jill vor dem Podest mit der Asche des Beamten Brian Sicknick. Biden beugte dabei den Kopf und legte die Hand auf sein Herz. Der 42-jährige Polizist war während der Erstürmung des Kongressgebäudes am 6. Januar durch militante Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump laut Medienberichten mit einem Feuerlöscher auf den Kopf geschlagen worden. Er erlag am Tag danach seinen Verletzungen. Im Zuge der Ausschreitungen in der US-Hauptstadt kamen insgesamt fünf Menschen zu Tode. Die Urne mit Sicknicks Asche war in der Rotunde des Kapitols aufgestellt. Eine solche Aufbahrung im Kapitol ist eine seltene Ehre, die meist nur ehemaligen Präsidenten, Parlamentariern und Kriegshelden zuteil wird.

08:20 Uhr

Verdacht auf 19-fachen Mord: Zwölf Polizisten in Mexiko festgenommen

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(Foto: picture alliance/dpa/Sicherheitsamt Michoacan)

Nach dem Fund 19 verkohlter Leichen auf einer mexikanischen Landstraße unweit der US-Grenze sind zwölf Polizisten festgenommen worden. Den Beamten der Polizei des Bundesstaates Tamaulipas werde Mord, Machtmissbrauch und Falschaussage vorgeworfen, teilte der Generalstaatsanwalt von Tamaulipas, Irving Barrios, in einer Pressekonferenz mit. Die Leichen waren am 22. Januar in einem ausgebrannten Pickup-Wagen neben weiteren verbrannten Autos in der Ortschaft Santa Anita im Nordosten Mexikos entdeckt worden. Die Menschen waren Medienberichten zufolge erschossen worden. Unter ihnen waren Barrios zufolge Migranten aus Guatemala. Medien hatten berichtet, dass fast alle Opfer Guatemalteken waren, die - wie jeden Monat Zehntausende Mittelamerikaner - vor Armut und Gewalt in ihrer Heimat geflüchtet waren und in den USA ein besseres Leben suchen wollten.

  • Einer der vier bisher identifizierten Toten war laut Barrios ein mexikanischer Migrantenschleuser. Die mögliche Beteiligung weiterer Polizisten sowie krimineller Gruppen, die mittelamerikanische Migranten in die USA schleusen und um die Kontrolle der Region kämpfen, werde noch untersucht, sagte Barrios.
  • Das Ausmaß der täglichen Gewalt in Mexiko ist immens, seit Ende 2006 der sogenannte Drogenkrieg ausbrach. Derzeit werden in dem Land mit knapp 130 Millionen Einwohnern fast 100 Morde pro Tag registriert - in Deutschland waren es 2019 insgesamt 245. Zudem gelten mehr als 82.000 Menschen als verschwunden.
  • Das Blutvergießen geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Gangs, die am Drogenschmuggel in das Nachbarland USA beteiligt sind, aber auch etwa durch Entführung und Erpressung Geld einnehmen. Oft haben sie Verbindungen zu Sicherheitskräften. Nur etwa drei Prozent der in Mexiko gemeldeten Straftaten werden laut Zahlen des Thinktanks IEP aufgeklärt.
08:03 Uhr

Putsch in Myanmar: Aung San Suu Kyi soll wegen Hochverrats angeklagt werden

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Aung San Suu Kyi

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die neue Militärführung in Myanmar will die bisherige Regierungschefin Aung San Suu Kyi Berichten zufolge wegen Hochverrats anklagen. In sozialen Netzwerken schrieben zahlreiche Beobachter, dies hätten die Streitkräfte entschieden. Das Militär im früheren Birma hatte sich in der Nacht zum Montag zurück an die Macht geputscht, nachdem erst vor zehn Jahren demokratische Reformen eingeleitet worden waren. Die frühere Freiheitsikone Suu Kyi und Dutzende andere Politiker wurden unter Hausarrest gestellt. Den Berichten zufolge sollen auch andere Politiker der entmachteten zivilen Regierung vor Gericht gestellt werden.

07:34 Uhr

Hochwasser-Lage bleibt angespannt

Schirm oder Handschuhe? Am besten packen Sie beides ein, denn es wird in vielen Teilen Deutschlands nass und ungemütlich. Teils kräftiger Regen zieht im Tagesverlauf von Westen ostwärts. Die Hochwasser-Lage bleibt wie am Rhein weiter angespannt. In der Mitte und im Süden Deutschlands frischt der Wind dabei teils kräftig auf. Die Temperaturen liegen zwischen 1 Grad im Nordosten und 15 Grad im Südwesten.

07:20 Uhr

Auto zerreißt in zwei Teile - zwei Männer sterben bei Unfall in Berlin

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Nur noch Trümmerteile - mehr ist nach dem schweren Unfall in Berlin vom Fahrzeug nicht mehr übrig.

(Foto: dpa)

Ein Auto wird von der Wucht des Aufpralls in zwei Teile gerissen und geht in Flammen auf - in Berlin hat sich gestern Abend ein Horror-Unfall ereignet, bei dem zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Zwei weitere Insassen wurden schwer verletzt. Das Fahrzeug war auf einer geraden Straße im Stadtteil Treptow von der Fahrbahn abgekommen, wie die Feuerwehr mitteilte. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar. Die vier Männer waren laut Polizeiangaben etwa zwischen 20 und 30 Jahre alt. Einer von ihnen verstarb noch am Unfallort, ein zweiter wurde zunächst wiederbelebt und starb später im Krankenhaus. Ein Fußgänger, der den Unfall beobachtet hatte, erlitt einen Schock und musste ebenfalls behandelt werden.

Update: Inzwischen ist ein dritter Mann, der im Fahrzeug saß, seinen Verletzungen erlegen. Als einziger Fahrzeuginsasse hat ein 21-jähriger den Unfall verletzt überlebt. Es handelt sich nach Polizeiangaben mutmaßlich um den Fahrer, der in einem Krankenhaus festgenommen wurde. Ihm werden fahrlässige Tötung und ein verbotenes Autorennen zur Last gelegt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:04 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leser,

für das von der Corona-Pandemie hart getroffene Portugal ist es ein Tag der Hoffnung: Heute trifft Hilfe im Kampf gegen das Virus ein. Die Bundeswehr bricht am Morgen zu einem Hilfseinsatz auf mit einem 26-köpfigen Team aus Ärzten, Pflegefachkräften und Hygiene-Experten - und mit ihnen 50 Beatmungsgeräte und jeweils 150 Infusionsgeräte und Krankenbetten. Mehr zur Pandemie finden Sie wie immer im Corona-Ticker.

Was heute noch wichtig wird:

  • Die Bundesregierung will Gewalt gegen Frauen mit Behinderung besser vorbeugen und diesen Schutz auch rechtlich stärker verankern. Das Vorhaben ist Teil eines Gesetzentwurfs, den das Bundeskabinett heute beschließen will und der auch weitere Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen umfasst.
  • In Istanbul wird heute ein Prozess wegen Terrorpropaganda gegen den Türkei- Vertreter der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG), Erol Önderoglu, und zwei weitere Angeklagte neu aufgerollt. Die Chefin der Türkischen Ärztevereinigung, Sebnem Korur Fincanci, und der Autor Ahmet Nesin stehen ebenfalls vor Gericht.
  • In Hollywood werden heute (ab 14 Uhr MEZ) die Nominierungen für die 78. Golden Globe Awards bekannt gegeben. Die Auszeichnungen des kleinen Verbands der Auslandspresse gelten nach den Oscars als die wichtigsten amerikanischen Filmpreise.
  • Zum Abschluss der Achtelfinal-Runde im DFB-Pokal stehen heute zwei Bundesliga-Duelle im Mittelpunkt: Der VfL Wolfsburg empfängt ab 18.30 Uhr den Tabellenletzten FC Schalke 04. Der VfB Stuttgart trifft am Abend (20.45 Uhr) auf Borussia Mönchengladbach.

Ich begleite Sie in der ersten Tageshälfte durch die Welt der Nachrichten. Mein Name ist Johanna Ohlau. Haben Sie Kritik, Lob oder Hinweise? Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via Twitter oder per Mail an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut in den Mittwoch!

06:49 Uhr

Mainzer Studie empfiehlt Kommunalwahlrecht für alle Ausländer

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Eine Studie empfiehlt mehr politische Beteiligung für dauerhaft wohnhafte Menschen aus Drittstaaten - etwa bei einer Bürgermeisterwahl.

(Foto: dpa)

In Deutschland haben bislang nur EU-Staatsangehörige das Recht, an Kommunalwahlen teilzunehmen. Drittstaatsangehörige sind hingegen von der Wahlteilnahme ausgeschlossen. So ist es wohl kaum überraschend, dass Menschen mit ausländischer Herkunft sich kaum an der demokratischen Mitwirkung an ihrem Wohnort beteiligen. Eine Studie von zwei Mainzer Sozialwissenschaftlern mit dem Titel "Politische Partizipation und Migrationshintergrund in Rheinland-Pfalz" stellt Empfehlungen auf, wie das geändert werden kann. Dazu gehören "die Einführung eines residenzbasierten, allgemeinen Kommunalwahlrechts für Ausländerinnen und Ausländer und die Beibehaltung der Migrationsbeiräte". Die Studie wurde jetzt von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz veröffentlicht.

  • "Die Kommunalpolitik eignet sich besonders gut als Einstieg in den politischen Prozess", schreiben die Autoren der Studie, Luis Caballero und Stefan Diehl.
  • Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, spricht von einem "noch nicht vollständig ausgeschöpften Potenzial eines relevanten Bevölkerungsteiles bei der demokratischen Mitgestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens". Mehr als 900.000 Menschen in Rheinland-Pfalz haben nach Daten von 2016 einen Migrationshintergrund - im Mikrozensus definiert als Situation, wenn man "selbst oder mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt besitzt". Das sind 22,6 Prozent der Bevölkerung. Über die Hälfte von ihnen (56,8 Prozent) sind deutsche Staatsangehörige.
  • Von Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft dürfen sich bislang nur Bürger von EU-Staaten an Kommunalwahlen beteiligen. Und bei der Arbeit der Migrationsbeiräte, so die Studie, wünschen sich Migranten mehr Befugnisse, mehr Geld und auch mehr Interesse.

06:31 Uhr

Erneuter Rückschlag für SpaceX: Rakete explodiert bei Testflug

Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX hat bei seinem jüngsten Raketentest erneut einen herben Rückschlag erlitten. Wie schon im Dezember endete ein Testflug des neuen "Starship"-Raketenprototyps mit einer Explosion. Nach dem gelungenen Start im US-Bundesstaat Texas schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Doch wenige Minuten später - die Rakete hatte bereits die maximale Flughöhe von gut zwölf Kilometern erreicht - ging das unbemannte "Starship" beim Landemanöver wegen eines technischen Defekts in Flammen auf und stürzte in einem Feuerball zu Boden.

Nach den Plänen von SpaceX-Gründer Elon Musk soll das "Starship" eines Tages Fracht und Menschen zum Mond und zum Mars befördern. Der besondere Clou dabei: Die Rakete soll komplett wiederverwendbar werden. Um das zu erreichen, muss das "Starship" in der Luft ein Wendemanöver vollführen und anschließend wieder kontrolliert auf dem Boden landen. So soll die Rakete auch dort einsetzbar werden, wo es weder Startrampen noch ideale Landeplätze gibt - etwa auf dem Mars.

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06:18 Uhr

Perth während Corona-Lockdowns in Australien von Flammen bedroht

Durch einen Waldbrand nahe der westaustralischen Metropole Perth sind bereits mehr als 70 Wohnhäuser vernichtet werden. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens 71 Häuser zerstört. Die Flammen fraßen sich durch die Hügellandschaft nahe der Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt fort und bewegten sich in westlicher Richtung auf dichter bevölkerte Gegenden zu. Todesfälle oder Fälle von schwereren Verletzungen durch die Flammen wurden zunächst nicht bekannt. Der Feuerwehrchef des Bundesstaats Western Australia, Darren Klemm, appellierte an die Einwohner der von dem Brand bedrohten Gebiete, die Flucht zu ergreifen. Sie sollten nicht zögern, sondern sich in Sicherheit bringen. Auch seien angesichts der Bedrohung durch die Flammen die Regelungen des derzeitigen Corona-Lockdowns für sie nicht gültig.