Das war Mittwoch, der 23. Mai 2018
Liebe Leserinnen und Leser,
vor allem im Ausland passierte heute so einiges: In Italien geht es mit der Regierungsbildung voran und in der Türkei musste die Notenbank einschreiten, um den türkischen Lira zu stabilisieren.
Auch im Sport gab es einige Neuigkeiten. Der FC Arsenal hat einen neuen Trainer, ebenso wie der SSC Neapel - und in dem Fall ist es sogar ein ehemaliger Trainer des FC Bayern.
Weitere Leseempfehlungen habe ich auch noch für Sie:
Eine Satire-Website meldet, dass sich die Stadt Essen während des Ramadan aus Respekt vor Muslimen in Fasten umbenannt habe. Ausgerechnet die Redaktion einer ungarischen Nachrichtensendung fällt darauf herein - und meldet die Satire-Story als Fakt.
Die EU-Kommission will Banken ermuntern, Staatsanleihen aller Euroländer als "gebündelte Wertpapiere" zu verkaufen. Was das heißt? Sie funktionieren wie das Konstrukt, das 2008 das globale Finanzdesaster verursachte.
Deutschland steht am Wochenende ein erster Vorgeschmack auf den Hochsommer bevor - örtlich soll sogar die 30-Grad-Marke geknackt werden. Und das ist nur der Anfang. Denn die kommende Woche wird richtig heiß, wie n-tv Wetterexperte Björn Alexander erklärt.
Bleibt nur noch, Ihnen eine gute Nacht zu wünschen. Schlafen Sie gut.
"Game of Thrones"-Stars vom Serienende entsetzt
Nein, keine Angst. Es gibt hier keine Spoiler. Nur eine kleine Vorwarnung. Und die kommt von zwei Charakteren der Serie "Game of Thrones".
Serien-Star Emilia Clarke, die Sturmtochter Daenerys Targaryen spielt, hat bereits alle Szenen für die finale Staffel abgedreht, wie sie nun im Interview mit dem Branchenblatt "Vanity Fair" verriet. "Es hat mich fertig gemacht", gab die 31-Jährige zu, "zu wissen, dass das, was Daenerys ist, eine bleibende Wirkung auf jemanden hat...", kommentierte die 31-Jährige das Finale der Staffel.
Und auch Khal Drogo, gespielt von Jason Mamoa, erklärte, dass er während seines letzten Set-Besuches ungewollt gespoilert wurde. "Es wird eine Menge Leute ziemlich fertig machen." Dennoch werde die letzte Staffel "das Großartigste sein, was jemals im TV ausgestrahlt wurde. Es wird unglaublich." Irgendwann im kommenden Jahr sind wir dann alle schlauer.
Gericht verbietet Trump Blocken von Twitter-Followern
'So folget Donald Trump in Scharen, denn er kann nichts dagegen tun.' Unliebsamen Gegenwind auf Twitter muss der US-Präsident künftig ertragen. Follower blockieren, darf Trump laut Gerichtsbeschluss nicht mehr.
Laut einer Entscheidung eines New Yorker Bundesgerichts niemanden auf Twitter davon abhalten, seinem Account zu folgen. Trump und sein Social-Media-Team blockieren oft unliebsame Follower seiner Nachrichten. Richterin Naomi Reice Buchwald entschied, dies laufe dem ersten Verfassungszusatz zuwider, der die Meinungsfreiheit schützt.
Ein Offizieller dürfe niemanden wegen seiner oder ihrer politischen Ansichten blockieren, schrieb die Richterin laut Gerichtsunterlagen zur Begründung. Das gelte auch für den Präsidenten.
Ein Institut der Columbia Universität in New York hatte im Juli 2017 gegen die Blockade von Twitternutzern durch Trump geklagt. Trump hat auf Twitter 52,2 Millionen Follower.
Giftquallen sorgen für Badeverbote auf Mallorca
Nach weiteren Sichtungen von Giftquallen an Mallorcas Küste, zieht die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca Konsequenzen: Für die Strände in Molinar sowie Can Pastilla verhängte die Stadt Badeverbote.
Bei den Quallen handelt es sich um die giftige "Portugiesische Galeere". Bei Kontakt mit der Haut kommt es beim Menschen zu brennenden Schmerzen.
Der Insel-Notdienst warnte bereits gestern: "Am Strand von Molinar wurde ein totes Exemplar der "Portugiesischen Galeere" gefunden. Seien Sie vorsichtig und wählen Sie die 112, falls Sie weitere Quallen entdecken."
Schiff kappt Stromleitung und nimmt Kleinstadt vom Netz
Ein Schiff ist auf der Saar gegen eine Stromleitung gefahren und hat damit der kompletten Stadt Saarlouis die Elektrizität gekappt. Insgesamt habe der Stromausfall am Mittwochvormittag etwa 40 Minuten gedauert, sagte ein Polizeisprecher.
Die Höhe des Schadens könne noch nicht genau beziffert werden, er sei aber immens.
Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts hätten zunächst an einer Schleuse Arbeiten durchgeführt, anschließend sei der Kranaufbau auf ihrem Schiff aus bislang unbekannten Gründen nicht komplett eingezogen worden. Er blieb an der Hauptversorgungsleitung hängen und trennte mehrere Kabel ab.
Die rund 35.000 Einwohner der werden in den kommenden Wochen mit Notstromaggregaten versorgt.
Die Videos des Tages
Pompeo: Entscheidung über Trump-Treffen liegt bei Kim
Ob es nun zu einem Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un kommt, liegt offenbar allein in den Händen des nordkoreanischen Machthabers. Daher erwartet US-Außenminister Mike Pompeo von Nordkorea Klarheit über das geplante Spitzentreffen. Auf die Frage, ob der Gipfel von US-Präsident und Kim wie geplant am 12. Juni in Singapur stattfinden werde, entgegnete Pompeo: "Diese Entscheidung liegt letzten Endes beim Vorsitzenden Kim."
Der Minister wies darauf hin, dass es der nordkoreanische Machthaber gewesen sei, von dem die Initiative zu dem Treffen ausgegangen sei. "Er hat um das Treffen gebeten, der Präsident hat zugestimmt", sagte Pompeo vor dem Außenausschuss des Repräsentantenhauses. Er hoffe darauf, "dass das Treffen zustande kommt", sagte der Minister.
Hund beißt fünfjährigen Jungen ins Gesicht
Ein fünfjähriger Junge ist in einem Park in Frankfurt am Main von einem Hund ins Gesicht gebissen worden. Das Kind habe in einer Grünanlage im Stadtteil Fechenheim gespielt, als eine 22-Jährige mit dem nicht angeleinten Mischling vorbeigekommen sei. Der Junge wollte den rund einen halben Meter großen Hund demnach streicheln, woraufhin dieser zubiss.
Der Junge wurde den Angaben zufolge umgehend ärztlich behandelt und in ein Krankenhaus gebracht, das er wenig später wieder verlassen konnte. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Soziale Spaltung in deutschen Städten nimmt weiter zu
Arm und Reich leben in deutschen Städten einer Untersuchung zufolge immer seltener Tür an Tür. Besonders ausgeprägt sei die soziale Trennung in Ostdeutschland, heißt es in einer Studie des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung.
Für ihre Studie haben die Autoren die soziale Durchmischung in 74 deutschen Städten für die Jahre 2005 bis 2014 untersucht. In rund 80 Prozent dieser Kommunen habe die räumliche Ballung von Menschen, die von staatlichen Sozialleistungen wie Hartz IV lebten, zugenommen, schreiben die Wissenschaftler.
Die höchsten Werte ermittelten sie für Rostock, Schwerin, Potsdam, Erfurt, Halle und Weimar. In 36 Städten gebe es inzwischen Quartiere, in denen mehr als die Hälfte der Kinder von staatlichen Leistungen lebe. Die höchsten Werte errechneten die Wissenschaftler für Rostock, Berlin, Halle, Schwerin und Saarbrücken.
Verwaltungsgericht kippt Alkoholverbot in Duisburg
Salopp gesagt: In Duisburgs Innenstadt darf wieder auf offener Straße gesoffen werden. Denn wer Alkohol trinkt, pinkelt nicht zwangsläufig auf die Straße, schlägt um sich oder schreit durch die Gegend, urteilte das Düsseldorfer Verwaltungsgericht und hob damit das Alkoholverbot für Teile der Duisburger Innenstadt wieder auf.
Das Alkoholkonsumverbot war im Mai 2017 in Kraft getreten und im März für mehr als drei Jahre verlängert worden. Passanten, Anwohner und Einzelhändler hatten über Lärm, Schmutz und Kriminalität geklagt. Die Verordnung greife in das Grundrecht derer ein, die Alkohol trinken und sich nichts zuschulden kommen ließen, sagte der Anwalt der Klägerin. Na dann: Hoch die Tassen!
Stormy Daniels erhält Ehrentag und Schlüssel zur Stadt
Jetzt ist es soweit. Heute ist nicht nur "Welt-Schildkröten-Tag" oder "Internationaler Tag zur Beendigung von Geburtsfisteln". Nein. In den USA hat die Stadt West Hollywood den 23.05. zum "Stormy-Daniels-Tag" erklärt.
Die Pornodarstellerin die sich wegen einer angeblichen Affäre mit Donald Trump im Rechtsstreit mit dem US-Präsidenten befindet, habe in "diesen politisch turbulenten Zeiten" Mut bewiesen und sich in ihrer Führungsrolle niemals unterkriegen lassen. "Selbst wenn ihre Sicherheit durch extreme Einschüchterung bedroht ist, spricht sie die Wahrheit an", wird der Bürgermeister John J. Duran von "USA Today" zitiert.
Obendrauf gab's noch den Schlüssel zur Stadt. West Hollywood zählt um die 35.000 Einwohner und ist wegen seiner Anit-Trump-Haltung bekannt.
Vulkan Kilauea bedroht Kraftwerk auf Hawaii
Seit Wochen spuckt der Vulkan Kilauea auf Hawaii Asche und Lava. Jetzt bedroht das langsam voranschreitende flüssige Gestein sogar ein Kraftwerk auf der Hauptinsel. Zwar schlossen die Behörden eine "unmittelbare Bedrohung" der Anlage aus, doch Lava wälzte sich bereits auf das Gelände zu.
Im Geothermie-Kraftwerk der Puna Geothermal Company bereitet man sich aber bereits auf die nahenden Lavamassen vor vor. Bohrlöcher seien mit kaltem Wasser gefüllt worden, brennbare Chemikalien weggeschafft worden, ließen Behörden verlauten.
Der Kilauea war am 3. Mai wieder aktiv geworden. Seither wurden Dutzende Wohnhäuser und andere Gebäude durch glühende Lavaströme zerstört.
Schlagzeilen zum Feierabend
Mann schleudert Kind in Waschmaschine - drei Jahre Haft
Die folgende Geschichte fällt unter die Kategorie "Vollwaschgang für Vollidioten": Ein junger Mann in Frankreich wollte sich nach eigenen Angaben nur "amüsieren" und schleuderte das 14 Monate alte Kleinkind seiner Partnerin mehrere Runden in der Waschmaschine. Jetzt ist er dafür zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Kind trug Blutergüsse und Prellungen davon.
Die Richter im südfranzösischen Perpignan verurteilten auch die Mutter des Kindes zu einem Jahr im Gefängnis, weil sie nicht eingeschritten war.
Die Aktion fand bereits vor einem Jahr in einem Waschsalon statt. Der damals 22-Jährige legte das Kind in eine Waschmaschine, obwohl es sich zu wehren versuchte. Er betätigte die Trommel händisch und ließ das Kleinkind mehrere Runden schleudern, während die Tür der Maschine geöffnet blieb.
Ungarn als Satire-Opfer - Stadt Essen wird zu "Fasten"
"Essen benennt sich wegen Ramadan in Fasten um", lautet die Schlagzeile von "noktara.de" und Ungarns staatlicher Nachrichtensender M1 wittert bereits die Islamisierung des Abendlandes. Doch mit der Berichterstattung in der Nachrichtensendung "Híradó" fällt der Sender prompt auf eine Satire-Seite im Netz rein.
In vollem Umfang berichtete der Sender, in der Ruhr-Stadt hätte man sich nach einer Unterschriftenaktion geeinigt, diese "temporäre Namensänderung als Zeichen der Integration" zu erlauben - neue Ortsschilder inklusive. Alles abgesegnet von Oberbürgermeister Thomas Kufen und Vertretern der örtlichen Moscheegemeinden.
Dabei erklärt "noktara.de", dass die "Meldungen frei erfunden sind". Oftmals hätten die Nachrichten jedoch einen realen oder tagesaktuellen Bezug. In diesem Fall bleibt es natürlich beim Stadtnamen "Essen" in NRW.
Salmonellengefahr - Kaufland ruft Mandeln zurück
Wegen gefährlicher Bakterien warnt die Kette Kaufland vor einer bestimmten Charge ihrer Mandeln:
Wegen eines Salmonellen-Fundes hat die Supermarkt-Kette Kaufland eine bestimmte Sorte Mandeln aus dem Verkauf genommen. Betroffen von dem Rückruf sei der Artikel "K-Classic Mandeln ganz 200g" mit der Nummer 4337185307874 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28.2.2019. Das teilten Kaufland und der Lieferant, die Hamburger nutwork Handelsgesellschaft mbH, mit.
Einer Sprecherin zufolge sind die Produkte bundesweit betroffen. Salmonellen können Durchfall und Erbrechen verursachen. Es wird deshalb geraten, das Produkt nicht zu essen, sondern zu Kaufland zurückzubringen. Das Geld werde mit und ohne Kassenbon erstattet.
Veterinäramt nimmt deutscher Familie Känguru weg
"Nicht ohne mein Känguru" - für Australier vielleicht ein gebräuchlicher Ausspruch, aber in Deutschland? Auch bei uns können die hüpfenden Beuteltiere als Haustiere gehalten werden, sofern sie richtig gehalten werden. Eine Behörde in Niedersachsen hat jetzt einer Familie ihr Känguru weggenommen. Die Familie lebte mehr als drei Jahre mit ihrem "Viggo".
In den vergangenen Monaten hatte das Veterinäramt Celle versucht, sich mit der Familie über die Haltungsbedingungen zu einigen. Vergeblich. Nun seien die letzten Fristen verstrichen, das Känguru sei abgeholt und "artgerecht untergebracht" worden.
Sollte die Familie nachbessern, werde das Amt das Haustier wieder zurückgeben. Die Familie selbst spricht von einer "überfallartigen Aktion".
Der Garten, in dem "Viggo" herumhopste, nach den gesetzlichen Bestimmungen rund 50 Quadratmeter zu klein für ein Rotnackenwallaby ist. Nach Angaben der Familie ist das Gelände etwa 150 Quadratmeter groß.
Tanzeinlage kostet betrunkene Schüler die Abi-Feier
Ist das Abitur erst einmal in trockenen Tüchern, heißt es bei vielen Schülern: Party bis zum Abwinken. Problematisch wird es aber, wenn sie nach den Prüfungen trotzdem in den Unterricht müssen. Einer Abschlussklasse eines dänischen Gymnasiums wird exzessive Feierlaune jetzt zum Verhängnis:
Weil betrunkene Schüler auf den Tischen tanzten, bis diese zusammenbrachen, hat das Gymnasiums Slagelse deren Abschlussfeier abgesagt. "Es gehört sich nicht in einer Schule, dass man sich während der Unterrichtszeit besinnungslos trinkt", erklärte die Direktorin. Am Vortag hatten rund 200 betrunkene Schüler vormittags heftig in der Schulaula gefeiert.
Wenn die Schüler wie mündige Erwachsene behandelt werden wollten, müssten sie sich auch so benehmen. Stattdessen habe man sie ausgebuht, sagte die Direktorin dem dänischen Rundfunk.
Entlaufener Kater nach 18 Jahren wieder beim Besitzer
Die Berliner Polizei hat einem Berliner ein angeblich vor 18 Jahren entlaufenes Tier zurückgebracht. Der schwarze Kater "Kimba" sei in verwahrlostem Zustand auf einer Wache abgegeben worden, schrieb die Polizei auf Facebook. Er hatte demnach am vergangenen Freitag auf einem Gehweg im Ortsteil Marienfelde mit "kläglichem Miauen" auf sich aufmerksam gemacht.
Da das Tier einen Chip im Körper hatte, konnten die Beamten den Besitzer ausfindig machen. Dieser gab an, dass "Kimba" ihm vor 18 Jahren entlaufen sei und er nicht geglaubt habe, ihn jemals wiederzusehen. Nach einem Tierarztbesuch sei Kimba wieder bei gutem Appetit - er versuche den Begriff "stubenrein" zu verinnerlichen, hieß es im Beitrag weiter. "Kimba" scheint jedenfalls ein besonders robustes Exemplar zu ein: Katzen haben für gewöhnlich eine Lebenserwartung von etwa 14 bis 18 Jahren.
Hier können Sie mehr dazu lesen.
Schichtwechsel
Friederike Zörner hat sich in den Feierabend verabschiedet, Michael Bauer übernimmt bis in den späten Abend. Fragen und Anregungen können Sie einfach per E-Mail äußern. Genießen Sie das Wetter!
Über den Autor
Fotomontage bringt US-Botschafter in Israel in Verlegenheit
Erst vor wenigen Tagen zogen die USA mit der Verlegung ihrer Botschaft nach Jerusalem nicht nur den Zorn der muslimischen Welt auf sich. Nun ist ihr israelischer Botschafter wegen eines manipulierten Bildes erneut in den Schlagzeilen geraten.
Ein Foto zeigt David Friedman, wie er lächelnd ein großes Bildnis in Empfang nimmt. Das Problem: Auf der Montage sind die heiligen muslimischen Stätten auf dem Jerusalemer Tempelberg durch die Simulation eines jüdischen Tempels ersetzt worden.
Die US-Botschaft erklärte, der Diplomat sei hereingelegt worden: "Botschafter Friedman wusste nichts von dem Bild, das vor ihn gehalten wurde, als die Aufnahme entstand." Er sei "zutiefst enttäuscht", dass jemand seinen Besuch bei einer Wohltätigkeitsorganisation ausgenutzt habe, um eine Kontroverse zu provozieren.
Die Wohltätigkeitsorganisation Aschija erklärte, einer ihrer Mitarbeiter habe ohne Absprache gehandelt, als er dem Botschafter das Bild übergeben habe. "Wir bedauern, dass eine kleine politische Geste dieses Ereignis verdorben hat", erklärte die Organisation.
Oma mit Spielzeugpistole löst Polizeieinsatz aus
Eine Oma hat Fahrgästen in der Münchner S-Bahn einen ziemlichen Schrecken eingejagt. Weil sie mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugpistole hantierte, riefen beunruhigte Passagiere die Polizei.
Die 65-Jährige war mit vier Kindern in der Bahn unterwegs, als sie die Pistole unter den Arm klemmte. Zwei Jugendliche filmten die Frau und informierten den Zugführer. Dieser wiederum setzte einen Notruf ab, teilte die Bundespolizei mit.
Die herbeigerufenen Polizeibeamte konnten die Situation schnell aufklären. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Pistole um eine Plastik-Spielzeugwaffe der Enkelin der 65-Jährigen handelte.
Die Frau und die vier Kinder mussten mit auf die Wache der Bundespolizei, die Spielzeugpistole wurde sichergestellt.
Die Großmutter erhielt wegen des "Führens einer Anscheinswaffe" eine Anzeige nach dem Waffengesetz, außerdem musste sie eine Sicherheitsleistung von 100 Euro hinterlegen.
Uni vernichtet Menstruations-Titel von Studentenmagazin
Die Menstruation gehört auch in Deutschland zu den Themen, die in der Öffentlichkeit kaum diskutiert und schon gar nicht gezeigt werden. Dass die Karikatur einer gepixelten Frau, die ihre Beine spreizt und offensichtlich ihre Tage hat, auch hierzulande auf Irritation und Ablehnung gestoßen wäre, scheint daher wahrscheinlich.
In Neuseeland hat ein ebensolches Bild auf dem Titel eines Studentenmagazins für eine Kontroverse gesorgt. Die älteste Universität des Landes zog praktisch die gesamte Ausgabe von "Critic" aus dem Verkehr.
Auf dem Campus der Otago-Universität von Dunedin wurden mehr als 500 Exemplare des "Menstruation Issue" beschlagnahmt und vernichtet. Die Leitung der Hochschule begründete dies damit, dass das Bild "für viele Leute anstößig" sei.
Nach heftigen Protesten entschuldigte sich die Hochschule jedoch für die Aktion: In einer Mitteilung ist von einem "Fehler" die Rede. Weiter hieß es: "Das sollte niemals Zensur sein."
Inzwischen werden restliche Ausgaben im Internet deutlich über dem Verkaufspreis gehandelt.
Bremer Außenstelle trifft keine Asylentscheidungen mehr
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat als Konsequenz aus der Affäre um unrechtmäßige Asylentscheide in Bremen der dortigen Außenstelle des Flüchtlingsbundesamtes (Bamf) bis auf weiteres verboten, über Anträge von Flüchtlingen zu entscheiden. Das teilte das Ministerium mit.
Seehofer sagte demnach: "Das Vertrauen in die Qualität der Asylverfahren und die Integrität des Ankunftszentrums Bremen ist massiv geschädigt worden." Die Bearbeitung der Asylverfahren werde von anderen Außenstellen des Bamf mit sofortiger Wirkung übernommen.
Mehr zu der Entscheidung lesen Sie hier.
Israelischer Minister: EU möge "tausendmal zur Hölle fahren"
Er habe "noch freundlich formuliert", sagt Israels Energieminister Juval Steinitz dem Radiosender "103FM". Zuvor hatte er der Europäischen Union unfaire Kritik und Heuchelei vorgeworfen und ihr gewünscht, sie "möge tausendmal zur Hölle fahren".
Hintergrund der zornigen Äußerungen des Mitglieds des Sicherheitskabinetts ist ein EU-Aufruf vom Dienstag. Unter anderem wurde darin die rasche Untersuchung eines Vorfalls in Haifa gefordert, bei dem der Leiter einer arabischen Bürgerrechtsorganisation verletzt worden war.
Dschafar Farah, Leiter des Mossawa-Zentrums, war am Freitag mit rund 20 anderen bei einer Demonstration gegen die Gaza-Gewalt festgenommen worden. Nach seiner Darstellung brach ihm auf der Polizeiwache ein israelischer Polizist das Bein.
Israels Behörden untersuchen den Fall bereits. Steinitz nannte die EU-Stellungnahme einen "Gipfel der Unverschämtheit, der Heuchelei".
Schlagzeilen zur Mittagspause
2017 wurden mehr als 330.000 Drogendelikte registriert
Cannabis und Kokain: Das sind wohl die beliebtesten illegalen Drogen der Deutschen. 2017 wurden insgesamt 199.000 Straftaten im Zusammenhang mit Cannabis gemeldet. Das ist ein Anstieg um 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler und der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, mitteilten.
Auch die Zahl der Kokaindelikte ist im vergangenen Jahr stark gestiegen - um rund 18 Prozent. Die beschlagnahmte Menge an Kokain vervierfachte sich. Die Rauschgiftkriminalität in Deutschland ist damit das siebte Jahr in Folge gestiegen. 2017 wurden insgesamt rund 330.580 Drogendelikte registriert.
AfD zahlt einigen Demo-Teilnehmern in Berlin 50 Euro
Unter dem Motto "Zukunft Deutschland" wollen am Sonntag Anhänger der rechtspopulistischen AfD am Berliner Hauptbahnhof demonstrieren. Die Partei hat 10.000 Teilnehmer angemeldet. Einige von ihnen dürfen offenbar mit einem kleinen Sümmchen rechnen.
Die AfD in Rheinland-Pfalz will den ersten 30 Demonstranten, die sich melden, jeweils 50 Euro geben. Es habe die Überlegung gegeben, einen Bus nach Berlin zu organisieren oder einen Zuschuss bei eigener Anreise zu zahlen, erklärte Parteisprecher Robin Classen.
Der Landesvorstand habe sich für die flexiblere Lösung des Zuschusses entschieden. Die Teilnehmer reisten nun einmal aus unterschiedlichen Ecken von Rheinland-Pfalz an. Für den Zuschuss sei ein Nachweis nötig - etwa ein Foto von der Demonstration.
Das Vorstandsmitglied Steffen Königer sagte zu der Zuschuss-Aktion im Südwesten: "Das ist die Idee eines Einzelnen, die nicht abgesprochen war."
Mit Blick auf geplante Gegendemonstrationen erklärte Königer: "Nicht wir sind es, die Hass und Hetze säen." Bislang sind 13 Gegenveranstaltungen angemeldet.
Junge wird beim Abkürzen von Güterzug überfahren
Ein 13-jähriger Junge war mit zwei Freunden am späten Abend unterwegs. Die drei wollten eine Abkürzung nehmen und überquerten die Bahngleise am Bahnhof Zoo in Gelsenkirchen. Den herannahenden Güterzug hatten sie offenbar nicht gesehen.
Als der 51 Jahre alte Lokführer eine Notbremsung einleitete, war es schon zu spät. Der 13-Jährige wurde von dem Zug erfasst und tödlich verletzt. Wie die Bundespolizei mitteilte, konnten sich seine beiden Begleiter noch rechtzeitig retten.
Von Vater verletztes Baby in Osnabrück gestorben
Die Nachricht löste bundesweit Entsetzen aus: Ein Baby wird im niedersächsischen Osnabrück von einem Hund attackiert und gebissen. Doch nach wenigen Tagen stellt sich heraus: Nicht ein Hund, sondern offenbar der eigene Vater verletzte den Säugling lebensgefährlich.
Nach mehreren Tagen im Krankenhaus starb das Kind nun. Sein Leichnam soll am Mittwoch obduziert werden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der 24-jährige Vater des Babys wurde bereits vor einigen Tagen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts festgenommen. Ein Richter erließ Haftbefehl.
Eltern zwingen 30-jährigen Sohn per Klage zum Auszug
Weil er partout nicht ausziehen wollte, haben Eltern in den USA ihren 30-jährigen Sohn verklagt. Ein Gericht im Bundesstaat New York urteilte nun, dass Michael Rotondo tatsächlich sein Elternhaus verlassen muss.
Dem Rechtsstreit waren Monate vorausgegangen, in denen die Eltern ihrem Sohn schriftliche Aufforderungen übermittelten, er möge sich endlich eine eigene Bleibe suchen. Sie gaben ihm sogar Geld für einen Neuanfang. Wie "The Guardian" berichtet, können Christina und Mark Rotondo nun darauf hoffen, bald ihre Ruhe in der Kleinstadt Camillus zu bekommen.
Hamburg führt Ende Mai Diesel-Fahrverbote ein
Jetzt ist es offiziell: Hamburg führt als erste Großstadt Fahrverbote für Dieselautos ein. Die vom Senat im Juni 2017 beschlossenen Durchfahrtsbeschränkungen für zwei Straßenabschnitte könnten in Kraft treten, teilte die Stadt mit. Das habe die Prüfung der Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts ergeben.
Die Beschränkungen würden für alle Diesel-Fahrzeuge gelten, die die Euronorm 6 (Pkw) beziehungsweise VI (Lkw) nicht erfüllen. Als Termin für das Inkrafttreten wurde der 31. Mai 2018 genannt.
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Gymnasium bleibt wegen Drohung geschlossen
Die Drohung eines Unbekannten hat ein sächsisches Gymnasium im Vogtland komplett lahmgelegt. Vermutlich ein ehemaliger Schüler habe über mehrere Monate das Lehrerkollegium des Goethe-Gymnasiums in Auerbach belästigt, teilte die Polizei mit. Immer wieder habe er Warenbestellungen an die Privatadressen von Lehrern angewiesen. Außerdem soll er über eine Website öffentlich dazu aufgerufen haben, dies nachzuahmen. "Wir müssen jeden Hinweis aber sehr ernst nehmen", sagte ein Polizeisprecher.
Am Montag sei es zu einer Bedrohung gekommen - deshalb entschied die Schulleitung, das Gymnasium am Mittwoch komplett zu schließen. Die Polizei war am Morgen vor dem Gymnasium im Einsatz, um Schüler, die nicht mitbekommen hatten, dass der Unterricht ausfällt, wieder nach Hause zu schicken.
Google listet Basketballstar als Mitglied von *NSYNC
Google hat Ex-Basketballstar Shaquille O'Neal kurzzeitig als Mitglied der früheren US-Boyband *NSYNC um Sänger Justin Timberlake aufgeführt. Der Ex-Sportler mit dem Spitznamen "Shaq" wurde anstelle von Joey Fatone als fünftes Mitglied der Gruppe genannt, wenn man *NSYNC in die Suchmaschine eingab, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Der Fehler wurde bei Google später korrigiert.
*NSYNC-Mitglied Lance Bass erklärte in einem Interview mit dem Promi-Portal TMZ, dass es durchaus eine Verbindung zwischen O'Neal und der Boyband gibt: "Wir haben in Orlando gelebt und der erste Ort, an dem wir aufgenommen haben, war sein Haus." Der Star der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA spielte bis 1996 für die Mannschaft der Metropole im US-Bundesstaat Florida.
Schlagzeilen am Morgen
Forscher will Legende von Loch Ness überprüfen
Die Legende des Ungeheuers von Loch Ness beschäftigt seit Jahrzehnten nicht nur Kinder, sondern gibt auch Wissenschaftlern Rätsel auf. Kann es wirklich sein, dass ein Plesiosaurus ausgerechnet in Schottland dem Aussterben der Dinos getrotzt und heimisch geworden ist? Oder handelt es sich bei den Monster-Sichtungen in Wahrheit um riesige Exemplare eines Störs und Welses?
Ein Forscher aus Neuseeland will nicht länger im Ungewissen leben. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, wird Neil Gemmel ein internationales Forscherteam anleiten, das in den kommenden Monaten Wasserproben entnehmen und DNA-Tests durchführen will. Damit soll festgestellt werden, welche Spezies tatsächlich in dem gut 56 Quadratkilometer großen Gewässer leben.
Glyphosat findet sich in vielen alkoholfreien Bieren
Glyphosat ist in aller Munde, sowohl im übertragenen als auch wortwörtlichen Sinne. Denn zum einen wird seit Jahren darüber diskutiert, ob das Unkrautvernichtungsmittel krebserregend ist. Zum anderen finden sich Rückstände der Chemikalie nun sogar in alkoholfreien Bieren.
Das ergab eine Untersuchung von Stiftung Warentest von 20 Bieren dieser Art. Abgesehen von zwei Bio-Bieren fanden die Tester in allen Produkten Glyphosat - in Flensburger Frei und Holsten Alkoholfrei sogar so viel, dass diese im "test"-Qualitätsurteil abgewertet wurden. Immerhin neun Sorten wurden aber insgesamt als gut bewertet.
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Scheuer legt Sofortprogramm für bessere Luft auf
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will ein Sofortprogramm für saubere Luft auf den Weg bringen, mit dessen Hilfe die Zahl der knapp 70 von Diesel-Fahrverboten gefährdeten Städte schnell auf unter 10 gesenkt wird. Im Gespräch mit der "Augsburger Allgemeinen" zeigte sich der CSU-Politiker optimistisch, rasch Ergebnisse präsentieren zu können.
2016 habe es noch 90 Städte gegeben, in denen die Grenzwerte überschritten worden seien, 2017 noch 66. Mit dem "schlagkräftigen Sofortprogramm" der Bundesregierung werde die Zahl der Städte "sehr schnell in den einstelligen Bereich kommen", so Scheuer. Die angekündigte Klage der EU-Kommission gegen Deutschland wegen der Luftverschmutzung in Städten bringt den Minister ja auch etwas in Zugzwang.
Abschiebeflug aus Deutschland in Afghanistan eingetroffen
Die Sicherheitslage in Afghanistan ist - euphemistisch ausgedrückt - angespannt. Die radikalislamischen Taliban kontrollieren immer mehr Gebiete des Landes. Seit einem schweren Anschlag vor der deutschen Botschaft in Kabul im Mai 2017 beschränken die Behörden hierzulande daher Abschiebungen auf Straftäter, terroristische Gefährder und Menschen, die "die Mitwirkung an der Identitätsfeststellung hartnäckig verweigern".
Die nunmehr 13. Sammelabschiebung per Flugzeug seit Dezember 2016 ist derweil vollzogen worden. In den frühen Morgenstunden landete in Afghanistans Hauptstadt eine Maschine aus Frankfurt am Main. An Bord waren nach Angaben aus Sicherheitskreisen 15 Menschen. Damit haben Bund und Länder bisher 234 Männer in das Land zurückgebracht.
Tierkollisionen mit Flugzeugen richten Milliardenschäden an
Man lernt ja nie aus. Und so habe ich mit einiger Faszination festgestellt, dass es ein Deutsches Vogelschlagkomitee gibt. Dieser "Deutsche Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr" (DAVVL) hat ermittelt, dass Unfälle mit Vogel- und Wildtierschlägen Jahr für Jahr Schäden von weltweit rund 1,7 Milliarden Euro verursachen.
Rund 2100 Vogelschläge werden allein im deutschen Luftraum pro Jahr registriert. Ein Großteil der Unfälle ist jedoch harmlos.
An vielen Flughäfen wird laut DAVVL zunehmend auf biologische Vergrämung gesetzt: Hunde, die rastende Wasservögel wie Möwen oder Gänse jagen; dressierte Greifvögel, die Krähen oder Graureiher vertreiben. Teils kümmern sich auch Füchse darum, dass es sich Vögel in der Nähe von Start- und Landebahnen nicht zu gemütlich machen.
Vorsorglicher Abschuss der Vögel sei nur "das allerletzte Mittel", nachhaltiger sei es, Nahrung und Brutmöglichkeiten zu entfernen.
Südkoreanische Reporter dürfen über Atomgelände berichten
Die Bilder trauter Zweisamkeit waren kaum in den Zeitungen dieser Welt gedruckt, da gab es schon wieder neue Spannungen zwischen Nord- und Südkorea. Grund der Verstimmung war ein Militärmanöver, das Seoul mit den USA durchführt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un legte die Gespräche mit dem Nachbarn auf Eis - und zeigt sich nun doch versöhnlich.
Denn nach einigem Hin und Her hat sein Land den Weg für die Einreise südkoreanischer Journalisten freigemacht. Diese sollen über die geplante Schließung des umstrittenen Atomtestgeländes Punggye-ri berichten. Nordkorea habe die Liste mit den Namen der Medienvertreter akzeptiert und wolle ihre Einreise genehmigen, so das Vereinigungsministerium in Seoul.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, wir feiern heute nicht nur den Weltschildkrötentag, sondern auch 69 Jahre Grundgesetz. Ob sich die Autoren unserer Verfassung ein soziales Netzwerk, das Millionen Menschen miteinander verbindet, vorstellen konnten, ist nicht überliefert. Und auch ob Mark Zuckerberg das bedeutsame Schriftwerk kennt, ist fraglich.
Zuckerbergs gestriger Auftritt war jedenfalls mit Spannung erwartet worden. Doch dann redeten fast nur die EU-Parlamentarier und der Facebook-Chef kam kaum zu Wort. Aber zumindest hat er sich für den Datenskandal durch Cambridge Analytica entschuldigt. Das ist doch schon mal was. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat heute die Gelegenheit, weitere unangenehme Fragen an Zuckerberg zu stellen.
Was heute wichtig wird:
Bundeskanzlerin Angela Merkel fliegt zu einem kurzen Besuch nach China. Außenminister Heiko Maas befindet sich auf der anderen Seite des Pazifiks. Bei seinem Treffen mit dem US-Außenminister Mike Pompeo steht der Iran-Streit im Vordergrund.
Das Bundeskriminalamt stellt das "Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität 2017" vor. Neben dem Handel mit Drogen im Darknet sollen auch neue psychoaktive Substanzen beleuchtet werden.
Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth geht einer Strafanzeige gegen die aktuelle Bamf-Chefin Jutta Cordt nach. Der Skandal um die zu Unrecht ausgestellten Asylbescheide in der Bremer Außenstelle zieht also weitere Kreise. Horst Seehofer hatte ja bereits angekündigt, weitere personelle Konsequenzen zu erwägen.
Die EU-Kommission gibt Wirtschaftsempfehlungen an die Mitgliedsstaaten heraus - dabei stehen natürlich die europäischen Schuldenregeln im Fokus, die nicht verletzt werden sollten. Außerdem äußert sich die Behörde zu möglichen Euro-Beitrittsländern.
Der Loveparade-Prozess wird fortgesetzt. Auch heute macht der ehemalige Veranstalter Rainer Schaller seine Aussage. Gestern hatte er sich für das Unglück im Juli 2010 mit 21 Toten und mehr als 650 Verletzten entschuldigt.
Über die Autorin
Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie heute durch die erste Tageshälfte. Bei Anregungen und Fragen schreiben Sie mir gerne eine Mail. Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Tag.
US-Schriftsteller Philip Roth ist tot
Er galt als einer der bedeutendsten Schriftsteller seiner Generation und wurde immer wieder für den Literatur-Nobelpreis gehandelt. Nun ist der US-Schriftsteller Philip Roth US-Medienberichten zufolge im Alter von 85 Jahren gestorben.
Als Nachfahre jüdischer Einwanderer wurde er unter anderem mit dem Roman "Portnoy's Complaint" (Portnoys Beschwerden) von 1969 berühmt. Im Laufe seiner langen Schriftstellerkarriere verfasste Roth über 30 Werke. Für seinen Roman "American Pastoral" ("Amerikanisches Idyll") erhielt er 1998 den renommierten Pulitzer-Preis.
Mehr zum Tod des bedeutenden Schriftstellers erfahren Sie hier.
Trockene Luft und Sonne steigern Waldbrandgefahr
Vor allem die Südwesthälfte hat gestern zum Teil ziemlich heftige Schauer und Gewitter abbekommen. Am Großen Feldberg im Taunus fielen binnen eineinhalb Stunden 54 Liter Regen pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In Köln sind 72 Liter pro Quadratmeter im ganzen Mai normal. Und auch heute sind mitunter wieder schwere Gewitter mit Unwettergefahr möglich. Das betrifft im Tagesverlauf die Regionen von der Mitte bis in den Süden unseres Landes.
Besser sieht es in Richtung Norden aus. Denn hier überwiegt der Hochdruckeinfluss mit trockener Luft und viel Sonne. Allerdings ist die Waldbrandgefahr im Norden und Osten nach wie vor hoch bis sehr hoch.
Die Temperaturen liegen weiterhin oft im sommerlichen Bereich zwischen 23 und 27 Grad, wobei es an Rhein und Ruhr am wärmsten wird. Weniger warm geht es an der Ostsee sowie im Bereich Alpen und Breisgau bei 20 bis 22 Grad durch den Tag.
Die weiteren Aussichten: die erste große Hitzewelle des Jahres könnte auf uns zurollen. Bereits am Wochenende werden die Gewittergüsse insgesamt weniger und die Temperaturen klettern am Samstag auf 24 bis 30 Grad. Der Sonntag bringt uns dann verbreitet 26 bis 31 Grad, stellenweise vielleicht sogar mehr. Und in der nächsten Woche sind - je nach Wettermodell - sogar Spitzenwerte bis zu 35 Grad nicht auszuschließen. Dazu natürlich in den kommenden Tagen mehr. Jetzt wünsche ich Ihnen erst einmal einen guten Start in den heutigen Mittwoch.
Ihr Björn Alexander