Montag, 03. August 2020Der Tag

mit Hedviga Nyarsik
Hedviga Nyarsik
22:30 Uhr

Das war Montag, der 3. August 2020

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imago images/Pixsell

Liebe Leserinnen und Leser,

die Corona-Demo in Berlin ist mittlerweile zwei Tage her. Dennoch beschäftigt viele auch noch heute die Frage: Wie viele waren denn nun da? Die Polizei zählt 20.000 Teilnehmer. Die Veranstalter behaupten, es seien 1,3 Millionen Menschen gewesen. Welche Zahl nun stimmt, können Sie in unserem Faktencheck nachlesen.

Schlechte Nachrichten aus dem Vatikan: Der emeritierte Papst Benedikt XVI. kämpft mit einer schweren Virusinfektion. Allerdings gebe es keinen besonderen Anlass zur Sorge, sagt sein persönlicher Sektretär. In Spanien geht es einem ehemaligen König an den Kragen: Wegen Korruptionsverdachts ermittelt die spanische Justiz gegen Juan Carlos I. Der verdrückt sich nun ins Exil. Und Kevin Kühnert verabschiedet sich von den Jusos. Sein nächstes Ziel: der Bundestag.

Bevor ich mich verabschiede, möchte ich Ihnen noch folgende Lektüre ans Herz legen. Stichwort: lesenswert!

Das war's für heute. Ich bin morgen Nachmittag mit neuen topaktuellen Themen für Sie da. Gute Nacht!

21:55 Uhr

Passanten finden Leiche am Weserufer in Bremen

Rund zwei Tage nach dem Zusammenstoß eines Binnenschiffs mit einem Ruderboot, bei dem seither ein Ruderer vermisst wird, ist eine Leiche am Weserufer entdeckt worden. Passanten hätten den leblosen Körper in Bremen-Neustadt entdeckt, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Ermittler versuchten nun, die Leiche zu identifizieren. Ob es sich um den vermissten 64-Jährigen handelt, müsse noch geklärt werden.

Am Samstag waren das Schiff und das Boot zusammengestoßen. In dem Ruderboot saßen vier Menschen im Alter von 49 bis 64 Jahren. Drei von ihnen konnten sich aus eigener Kraft ans Ufer retten. Dort wurden sie von Rettungskräften und Notfallseelsorgern betreut. Der vierte Ruderer blieb verschwunden. Taucher, vier Boote von Feuerwehr und DLRG sowie ein Hubschrauber konnten ihn nicht finden.

21:15 Uhr

Kevin Kühnert sagt den Jusos Ade

Kevin Kühnert will nicht länger Juso-Bundesvorsitzender sein - denn er hat Größeres vor: Er will für den Bundestag kandidieren. Der 31-Jährige stellt deshalb sein Amt beim Bundeskongress Ende November zur Verfügung. Die Neuwahl des Juso-Vorsitzenden wird damit um ein Jahr vorgezogen. Ein personeller Wechsel rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2021 sei der "bestmögliche Zeitpunkt", sagte Kühnert dem "Tagesspiegel". Seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger hätten es verdient, "dem SPD-Wahlkampf den eigenen Stempel aufzudrücken".

Kühnert, der auch stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender ist, kündigte an, dass er für die Bundestagswahl im Herbst kommenden Jahres im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg antreten wolle. Dieser Wunsch sei im SPD-Kreisvorstand "sehr wohlwollend" aufgenommen worden, sagte er der Zeitung.

20:38 Uhr

Verschollene Segler kratzen SOS in Sand - und werden gerettet

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Australian Government

Dank eines riesigen, in den Sand gemalten SOS-Hilferufs sind drei vermisste Segler auf einer winzigen Insel im Westpazifik entdeckt worden. Ein Schiff der australischen Marine sowie Militärflugzeuge aus Australien und den USA hätten die Schiffbrüchigen auf Pikelot Island in Mikronesien lokalisiert, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Segler wurden seit drei Tagen vermisst. Offenbar waren sie mit ihrem sieben Meter langen Boot auf dem Weg zum Pulap Atoll vom Kurs abgekommen, später ging ihnen der Treibstoff aus. Alle seien in guter Verfassung und bereits von einem Hubschrauber aus mit Lebensmitteln und Wasser versorgt worden. Ein mikronesisches Patrouillenschiff sei auf dem Weg zur Insel, um die Männer abzuholen.

20:01 Uhr

Rassisten beleidigen Gruppe von Kinder - schlagen Zwölfjähriger ins Gesicht

Zwei Männer haben in Hamburg eine Gruppe von Kindern rassistisch beleidigt und einer Zwölfjährigen einen Faustschlag ins Gesicht versetzt. Sie erlitt eine Prellung und musste vor Ort von Rettungssanitätern versorgt werden. Ins Krankenhaus musste sie nicht. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilt, ereignete sich der Vorfall am Samstagabend an einem S-Bahnhof im Stadtteil Blankenese. Die beiden Verdächtigen im Alter von etwa 30 bis 40 Jahren entkamen unerkannt. Eine Sofortfahndung nach den Tätern blieb erfolglos. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise auf die Männer geben können.

19:32 Uhr

Nach Korruptionsvorwürfen: Spaniens früherer König Juan Carlos I. ergreift die Flucht

Der unter Korruptionsverdacht stehende spanische Ex-König Juan Carlos I. will das Land verlassen und ins Ausland gehen. Wie das spanische Königshaus mitteilt, informierte der wegen zahlreicher Affären ins Zwielicht geratene Juan Carlos seinen Sohn König Felipe VI. in einem Brief über seinen Entschluss. Der Oberste Gerichtshof Spaniens hatte im Juni ein Ermittlungsverfahren zur Verwicklung des ehemaligen Monarchen in eine mutmaßliche Korruptionsaffäre eingeleitet.

"Aus der Überzeugung heraus, dem spanischen Volk, seinen Institutionen und Dir als König am besten zu dienen, informiere ich Dich über meine Entscheidung, in dieser Zeit ins Exil außerhalb Spaniens zu gehen", zitierte der Königspalast in Madrid aus dem Schreiben von Juan Carlos. Felipe VI. habe die Entscheidung seines Vaters akzeptiert und sich bei ihm bedankt.

18:45 Uhr

Fahnenmast erschlägt 23-Jährige bei Fototermin zu Ausbildungsstart

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imago images/penofoto

An ihrem ersten Ausbildungstag ist auf dem Rathausplatz in Kiel eine 23-Jährige auf besonders tragische Weise ums Leben gekommen: Die städtische Auszubildende wollte sich am Vormittag gemeinsam mit 50 weiteren neuen Azubis für ein Foto auf den Rathausplatz stellen, wie die Stadt mitteilte. In diesem Moment sei am Rande des Platzes ein Lastwagen beim Rangieren gegen einen Fahnenmast gestoßen. Der Mast sei abgebrochen und auf die 23-Jährige gestürzt.

"Ich bin zutiefst erschüttert und geschockt", sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Er war Zeuge des Unfalls. "Es gibt keine Worte für das Entsetzen über dieses tragische Geschehen. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen." Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die anderen Auszubildenden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

17:47 Uhr

Jugendlicher tritt Zugbegleiterin gegen den Kopf

Sie wurde beleidigt, bespuckt und schließlich gegen den Kopf getreten: Eine Zugbegleiterin will Mitte Juli in der S-Bahn nach Leipzig-Grünau bei mehreren Jugendlichen die Fahrscheine kontrollieren. Doch die Teenager werden ausfällig, beleidigen die Frau. Einige schließen sich in der Toilette ein, um der Kontrolle zu entgehen.

Als die Zugbegleiterin die Schwarzfahrer an der Haltestelle in Leutzsch auffordert auszusteigen, werden die Teenager handgreiflich. Einer bespuckt sie. Doch damit nicht genug: Ein anderer aus der Gruppe tritt der Frau mit voller Wucht gegen den Kopf. Sie geht zu Boden, stürzt in die geöffnete Tür der S-Bahn und bleibt minutenlang liegen.

Die Polizei bezeichnet den Vorfall als schockierend und fahndet nun öffentlich nach der Jugendgruppe.

17:31 Uhr

Forscher entdecken elf Millionen Jahre alten Riesenkranich-Schädel

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Der Schnabel des Riesenkranichs (l) deutet laut Wissenschaftlern darauf hin, dass der Vogel an offenem Süßwasser lebte. Hier im Vergleich mit dem heutigen Sibirischen Kranich (M) und dem in Deutschland heimischen Eurasischen Kranich (r).

(Foto: picture alliance/dpa)

Er war 1,75 Meter groß und hatte eine Flügelspannweite von bis zu 2,80 Meter: Forscher entdecken im Ostallgäu Überreste eines rund elf Millionen Jahre alten Riesenkranichs. Bei dem gefundenen Schädel aus der Tongrube Hammerschmiede bei Pforzen handle es sich um den frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa, teilt die Universität Tübingen mit.

Die neu entdeckte Art stehe möglicherweise am Beginn der Evolution der Echten Kraniche. Das Tier dürfte demnach der größte Vogel zu Lebzeiten von "Udo" gewesen sein - einem zweibeinigen Menschenaffen, dessen Fund in der Hammerschmiede im vergangenen Jahr Annahmen zur Evolution des aufrechten Gangs infrage gestellt hatte.

17:03 Uhr

Hund beißt zweijährigem Kind ins Gesicht

Nur ganz kurz war das zweieinhalb Jahre alte Mädchen mit dem Hund der Freunde unbeaufsichtigt - da ereignete sich die Tragödie in Hamburg: Ein Mischling beißt dem Kind ins Gesicht und verletzt es schwer. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der dramatische Vorfall nach einem Treffen der Familie des Mädchens. Bei der Verabschiedung schnappte der Hund zu, als das Kind dicht neben ihm stand. Laut Beamten war das Tier zu diesem Zeitpunkt angeleint.

Die Zweieinhalbjährige kam ins Krankenhaus und musste notoperiert werden. Eine Lebensgefahr bestand allerdings nicht. Gegen den 56-jährigen Hundehalter wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:21 Uhr

Mann zockt sieben Millionen Euro Corona-Hilfen ab

In Schleswig-Holstein decken Ermittler einen massiven mutmaßlichen Betrug mit staatlichen Corona-Hilfen über 15 Millionen Euro auf. Der 36-jährige Tatverdächtige hat dabei 7,4 Millionen Euro bereits kassiert. Die Bewilligung weiterer 7,6 Millionen Euro wurde während der noch laufenden Ermittlungen noch gestoppt.

Der Betrüger ist laut Hauptzollamt Itzehoe ein Unternehmensberater aus dem Kreis Pinneberg. Der Mann soll im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit unrechtmäßig Sozialversicherungsdaten erworben und damit in mindestens 90 Fällen widerrechtlich Kurzarbeitergeld und staatliche Corona-Soforthilfen beantragt haben. Zurzeit sitzt er in Lübeck in Untersuchungshaft.

15:43 Uhr

Zwölfjährige in Schweden aus fahrendem Auto heraus erschossen

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Die Stockholmer trauern um das Mädchen. Am Tatort legen sie Blumen nieder und zünden Kerzen an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tödliche Schüsse auf eine Zwölfjährige sorgen in Schweden für Entsetzen: Das Mädchen war Medienberichten zufolge am Wochenende vor einem Fast-Food-Restaurant in Stockholm aus einem fahrenden Auto heraus erschossen worden. Sie war demnach nur zufälliges Opfer der Schützen, die eigentlich auf zwei Mitglieder einer kriminellen Bande gezielt hatten. Die Polizei leitete Mordermittlungen ein.

Angesichts einer Zunahme der Bandenkriminalität in den vergangenen Jahren hat die schwedische Regierung die Befugnisse der Polizei erweitert, Zeugenschutzprogramme ausgeweitet und die Strafen für Drogen- und Waffenkriminalität verschärft. Allein im ersten Halbjahr 2020 wurden nach Polizeiangaben in dem rund 10,3 Millionen Einwohner zählenden skandinavischen Land 20 Menschen bei 163 Schießereien getötet.

15:08 Uhr

Fünfjähriges Mädchen stirbt in Schwimmbad

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Ist das Kind unbemerkt ertrunken? (Archivbild)

picture alliance/dpa

Schreckliche Tragödie in Sachsen: Besucher des Johannisbads Freiberg bemerken den leblosen Körper eines kleinen Mädchens im Wasser. Sie alarmieren sofort die Rettungsschwimmer. Doch trotz Reanimationsversuchen stirbt die Fünfjährige. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist bislang noch nicht klar. Die Ermittlungen liefen, sagte eine Polizeisprecherin der "Bild".

14:28 Uhr

Drei Männer sollen junge Frau in Potsdam vergewaltigt haben

Einer hat sie festgehalten, ein anderer mit seinem Handy Aufnahmen gemacht: Drei Männer sollen in Potsdam an der Vergewaltigung einer jungen Frau beteiligt gewesen sein. Die 23-Jährige war laut Polizei in der Nacht zum Samstag zum Einkauf an einer Tankstelle, als drei Männer sie in einer Sprache ansprachen, die sie nach eigenen Angaben nicht verstand. Sie packten die Frau nahe der Tankstelle von hinten und zerrten sie in ein Waldstück, wie die Polizei mitteilt. Dort soll einer der Männer die Frau vergewaltigt haben.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Bis in den späten Abend werde ich Sie im "Tag" mit Nachrichten versorgen. Mein Name ist Hedviga Nyarsik und bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail unter hedviga.nyarsik[at]nama.de.

13:55 Uhr

Bergsteiger aus Deutschland in Schweizer Alpen verunglückt

Ein deutscher Bergsteiger ist bei einem Absturz in den Schweizer Alpen ums Leben gekommen. Nähere Angaben zum Herkunftsort des 52-Jährigen machte die Schweizer Polizei nicht. Der Mann war am Sonntagmorgen mit zwei Begleitern auf dem Finsteraarhorn an der Grenze der Kantone Bern und Wallis in über 4000 Metern Höhe unterwegs. Beim Abstieg vom Gipfel habe der nicht angeseilte Bergsteiger den Halt verloren und sei etwa 250 Meter die Felswand hinabgestürzt, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte konnten demnach nur noch seinen Tod feststellen.

13:40 Uhr

Überfall in Kiew: Mann droht, Bankfiliale zu sprengen

Im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat ein Mann damit gedroht, eine Bankfiliale zu sprengen. Er sei mit einem Rucksack in die Filiale gegangen und hätte behauptet, eine Bombe bei sich zu tragen, teilte Vize-Innenminister Anton Geraschtschenko mit. Die Bankmitarbeiter konnten das Gebäude noch verlassen. Nur der Filialleiter sei freiwillig in der Bank geblieben, hieß es.

Die Polizei nahm Verhandlungen mit dem Mann auf. Über Forderungen war zunächst nichts bekannt. Die Einsatzkräfte sperrten das Gebäude ab. In den vergangenen beiden Wochen gab es in zwei Großstädten der Ukraine Geiselnahmen. Im ersten Fall intervenierte Präsident Wolodymyr Selenskyj persönlich und ging auf die Forderungen des Geiselnehmers ein. Es gab daraufhin Vorwürfe, damit ermutige er Trittbrettfahrer zu derartigen Taten.

13:14 Uhr

Polizei beendet illegales Wettrennen auf Usedom

Bei Nebel haben sich in der Nacht drei Männer ein illegales Autorennen auf der Insel Usedom geliefert. Sie waren auf der Bundesstraße 111 zwischen Wolgast und Zinnowitz zeitweise mit 200 statt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde unterwegs und überholten sich mehrfach gegenseitig, wie die Bundespolizei mitteilte.

Die 20, 21 und 20 Jahre alten einheimischen Fahrer wurden in Zinnowitz von mehreren Einsatzwagen gestoppt. Die Staatsanwaltschaft ordnete den sofortigen Einzug von Führerscheinen und Autoschlüsseln sowie die Beschlagnahme der Autos an. Die B111 ist die Hauptverkehrsstraße auf der Urlaubsinsel in Mecklenburg-Vorpommern.

12:37 Uhr

Haben Kim und Kanye Ehekrise überwunden?

Nach dem aufreibenden Medienwirbel um Kanye West gönnen sich der Rapper und seine Ehefrau, Kim Kardashian, offenbar eine Auszeit mit der Familie. Dem US-Portal "TMZ" liegen Bilder vor, auf denen der Musiker gemeinsam mit Sohn Saint in einen Privatjet am Flughafen von Cody im US-Bundesstaat Wyoming einsteigt. Kardashian und die übrigen drei Kinder North, Chicago und Psalm sollen sich zu diesem Zeitpunkt bereits an Bord befunden haben.

Laut Bericht ist die Maschine am Sonntagmorgen zuvor aus Los Angeles, der eigentlichen Heimat von Kardashian, West und den Kindern, gestartet. Wohin es für die sechsköpfige Familie geht, ist nicht bekannt. Zuletzt machten Gerüchte um eine Ehekrise zwischen Kanye West und Kim Kardashian die Runde. Die 39-Jährige soll diversen US-Medien zufolge über eine Scheidung nachgedacht haben, nachdem West Mitte Juli mit seinem emotionalen Wahlkampf-Auftritt in Charleston für Schlagzeilen gesorgt hatte. West kandidiert für die US-Präsidentschaftswahl.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:54 Uhr

Auf den Baustellen werden die Arbeitskräfte knapp

Vor dem Hintergrund der zum Jahresende auslaufenden Einreiseregeln für Arbeitskräfte vom Westbalkan haben Baufirmen vor einem personellen Engpass gewarnt. Ohne die sogenannte Westbalkan-Regelung könnten allein den Bauverbänden Nordrhein-Westfalen "auf einen Schlag 52.000 Arbeitskräfte wegfallen", sagte Hauptgeschäftsführer Hermann Schulte-Hiltrop der "Rheinischen Post". "Dann reden wir ab 2021 über Ausfälle bis hin zum Stillstand auf einigen Baustellen im Bereich des Wohnungsbaus.

"Die Westbalkan-Regelung sieht laut Bundesagentur für Arbeit (BA) vor, dass Arbeitskräfte aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien für jede Beschäftigung außer Leiharbeit eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland erhalten. Die Regelung gilt noch bis Jahresende. Schulte-Hiltrop begrüßte, dass die Bundesregierung einen Referentenentwurf für eine Verlängerung vorgelegt habe. Allerdings sei es völlig unverständlich, warum darin eine Obergrenze von 25.000 Einreisenden vorgesehen sei.

11:16 Uhr

Friedensnobelpreisträger John Hume ist tot

Der nordirische Friedensnobelpreisträger John Hume ist tot. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf die Familie des ehemaligen Chefs der Sozialdemokraten in dem britischen Landesteil. Hume wurde 83 Jahre alt.

Hume hatte wesentlich zum Zustandekommen des Karfreitagsabkommens von 1998 beigetragen, durch das der jahrzehntelange Bürgerkrieg in Nordirland beendet wurde. Bei dem Konflikt standen sich mehrheitlich katholische Befürworter einer Vereinigung der beiden Teile Irlands und überwiegend protestantische Großbritannien-Loyalisten gegenüber. Etwa 3700 Menschen kamen dabei ums Leben, etwa 50.000 wurden verletzt.

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Den Friedensnobelpreis teilte sich Hume mit David Trimble, dem damaligen Chef der Ulster Unionist Party.

(Foto: REUTERS)

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10:39 Uhr

Betrunkener Autofahrer nickt an Tankstelle ein

Mit mehr als 3,5 Promille Alkohol intus ist ein Autofahrer an einer Tankstelle in Regensburg eingenickt. Mit im Auto war sein neunjähriger Sohn, wie die Polizei mitteilte. Ein Angestellter hatte am Freitagabend die Beamten alarmiert, weil er fürchtete, dass der Betrunkene nach dem Ölauffüllen wegfahren würde.

Als die Polizisten an der Tankstelle ankamen, entdeckten sie den Mann schlafend auf dem Fahrersitz. Nach einem ersten Alkoholtest brachten Rettungskräfte den Mann ins Krankenhaus. Bei den Ermittlungen kam heraus: Er hatte keinen Führerschein mehr - den hatten ihm die Behörden wegen früherer Alkoholvergehen entzogen. Den Jungen brachten die Polizisten nach Hause zu seiner Mutter.

10:01 Uhr

Motorradfahrerin beim Abbiegen schwer verletzt

Bei Breitscheid im Lahn-Dill-Kreis in Hessen ist am Sonntagabend ein 65 Jahre alter Autofahrer mit einem entgegenkommenden Motorrad zusammengestoßen. Die 46-jährige Motorradfahrerin sei dabei schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Ein 56-jähriger Mann, der mit seinem Motorrad hinter ihr fuhr, stürzte ebenfalls und wurde leicht verletzt. Auch der Autofahrer erlitt demnach leichte Verletzungen.

Offenbar habe der Autofahrer nach links abbiegen wollen, sagte der Polizeisprecher. Dabei sei die 46-Jährige mit ihrem Motorrad gegen den Kotflügel des Autos geprallt. Der Sachschaden liege nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Bereich. Zuvor hatte die "Hessenschau" berichtet.

09:05 Uhr

Walschwanz verletzt 29-jährige Touristin beim Schnorcheln

Eine Touristin ist beim Schnorcheln vor Australiens Nordwestküste von einem Wal oder Walhai verletzt worden. Sie sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Sprecher des Krankentransportdienstes St. John. Die Frau erkundete demnach das Ningaloo-Riff im Indischen Ozean, als sie vom Schwanz des Tieres getroffen wurde.

Die 29-Jährige sei zur Behandlung nach Perth ausgeflogen worden, erklärte der Sprecher. Sie habe "Brustverletzungen" erlitten, ihr Zustand sei "ernst, aber stabil". Die Berichte darüber, von welchem Tier die Frau getroffen wurde, waren widersprüchlich. Während der Sprecher des Krankentransportdienstes von einem Wal sprach, berichteten einige Medien, die Verletzungen stammten von einem Walhai, andere sprechen von zwei Buckelwalen, zwischen die die Frau geraten sei.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:23 Uhr

Wohnhaus von Feuer zerstört - 450.000 Euro Schaden

Ein Brand in einem Zweifamilienhaus in Sauensiek (Niedersachsen) hat einen Schaden von fast einer halben Million Euro verursacht. Der Brand war in der Nacht auf Montag im Dachstuhl des Hauses ausgebrochen, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Alle Bewohner konnten sich selbstständig in Sicherheit bringen.

Der erste Stock und der Dachstuhl brannten vollständig aus. Das Erdgeschoss wurde durch das Löschwasser ebenfalls zerstört. Das Haus war danach unbewohnbar. Der Schaden wird auf rund 450.000 Euro geschätzt. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Defekt als Brandursache aus.

07:32 Uhr

Nur noch vereinzelt heftiger Regen

Heute bleibt es im Süden und Südosten oft grau und teils sehr nass. Zum Teil sind auch Blitz und Donner möglich. Insbesondere Richtung Alpen fällt teils lang anhaltender Dauerregen.

Im übrigen Land geht es hingegen nach Auflösung von lokalen Dunst- und Nebelfeldern häufig freundlich bis sonnig weiter. Erst im Tagesverlauf sind vor allem im Westen und Nordwesten ebenfalls einzelne Schauer drin.

Die Temperaturen kommen am Alpenrand kaum über 15 oder 16 Grad hinaus. Ansonsten werden es meistens 19 bis 23 oder 24 Grad. Doch das wird sich ändern. Denn in den kommenden Tagen meldet sich erst der Sommer und anschließend der Hochsommer an. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in den Tag und in die neue Woche wünsche.

06:52 Uhr

Rückkehr der ISS-Raumfahrer lässt Musk träumen

Nach der Rückkehr des von seiner Firma entwickelten Raumschiffs "Crew Dragon" von der ISS zur Erde hat sich SpaceX-Gründer Elon Musk euphorisch gezeigt. Darüber könne sich die ganze Welt freuen und es als "Errungenschaft der Menschheit" betrachten, sagte er. Dies sei eine neue Ära des Raumflugs und der Weltraumforschung. 18 Jahre sei an dem Projekt gearbeitet worden.

Zuvor waren zwei Monate nach dem ersten bemannten Start der "Crew Dragon" zur ISS zwei US-Astronauten wieder zurück auf die Erde gekehrt. Robert Behnken und Douglas Hurley landeten am Sonntagnachmittag mit der Kapsel "Endeavour" im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaates Florida. Die beiden waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus gestartet. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS flogen, und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

06:35 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die Schule geht wieder los. Als erstes Bundesland startet Mecklenburg-Vorpommern heute ins neue Schuljahr. Für die 152.700 Schülerinnen und Schüler soll es erstmals seit den coronabedingten Schulschließungen Mitte März wieder täglichen Unterricht geben. Weil rund 400 der 13.000 Lehrer aufgrund ihres hohen Corona-Risikos weiter im Homeoffice arbeiten, soll der Präsenzunterricht teilweise durch Fernunterricht ergänzt werden. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Der Aufsichtsrat der Commerzbank sucht erneut nach einem Ausweg aus der Führungskrise. Fast genau vier Wochen nach den Rücktrittsankündigungen von Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann und Konzernchef Martin Zielke berät das Kontrollgremium über Lösungen.

  • Knapp zwei Jahre nach dem tödlichen Einsturz der Morandi-Autobahnbrücke weiht die norditalienische Stadt Genua den Neubau ein. Die Beton- und Stahlkonstruktion ist gut einen Kilometer lang. Die Fahrbahn überspannt in rund 45 Metern Höhe den Fluss Polcevera und Teile der Hafenstadt in Ligurien.

  • In der Fußball-Bundesliga starten vier weitere Teams in die Vorbereitung auf die neue Saison. Nach den erforderlichen zwei Corona-Tests und der obligatorischen Leistungsdiagnostik steht bei Borussia Dortmund und beim FC Schalke 04 das erste Teamtraining an. Auch Aufsteiger VfB Stuttgart startet mit dem ersten Mannschaftstraining endgültig in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit, der FC Augsburg nimmt ebenfalls das Training auf.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kippper@nama.de.


06:13 Uhr

Feuer bedroht Tausende Häuser in Kalifornien

Ein gewaltiger Brand bedroht Tausende Häuser in Kalifornien. Es seien mehr als 1300 Feuerwehrleute am Kampf gegen die Flammen im Süden des US-Bundesstaates beteiligt, teilten die Behörden mit. Trotzdem sei der Brand außer Kontrolle. Mindestens 2600 Häuser wurden den Angaben zufolge bereits evakuiert, fast 7800 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen.

Das Feuer war am Freitag in der Nähe von San Bernardino ausgebrochen. Bis Sonntag wurden mehr als 8000 Hektar Land zerstört, Rauchschwaden waren auch aus weiter Ferne zu sehen. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar. Die Behörden schlossen nach eigenen Angaben aber Brandstiftung nicht aus.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:03 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht