Sonntag, 06. Juni 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:33 Uhr

Das war Sonntag, der 6. Juni 2021

Große Überraschung in Sachsen-Anhalt: Die CDU von Reiner Haseloff bleibt nicht nur stärkste Kraft im Magdeburger Landtag, sie legt sogar massiv zu. Woran liegt das? Was überzeugte die Wähler? Lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:44 Uhr

Maaßen sorgt mit skurrilem Baerbock-Tweet für Empörung

Auch Hans-Georg Maaßen ist kein großer Fan von Annalena Baerbock. Der CDU-Bundestagskandidat hat mit einem gegen die Grünen-Kanzlerkandidatin gerichteten Tweet auch in der eigenen Partei für Empörung gesorgt.

Maaßen hatte die Anfangsbuchstaben von Baerbocks vollständigen Namen mit dem polizeifeindlichen Kürzel "ACAB" (All Cops are Bastards, alle Polizisten sind Mistkerle) in Verbindung gebracht. Maaßen schrieb auf Twitter: "Annalena Charlotte Alma Baerbock = ACAB = All Cops Are Bastards. Zufall oder Chiffre?" Er verwies in dem Zusammenhang auf einen Bericht darüber, dass Baerbock Sicherheitsbehörden auf rechtsextreme Gruppen prüfen lassen wolle.

Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, sagte am Wahlabend in der Sendung "Bild live", diejenigen, "die in Ostdeutschland schwierige Personen darstellen, die kommen alle aus dem Westen". Auch Maaßen sei "nicht bei uns sozialisiert worden", betonte der Ministerpräsident.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte in der ARD dazu: "Dieser Tweet ist unmöglich, unsäglich." Er fügte hinzu: "Das ist auch nicht unser Niveau, nicht mein Niveau."

20:56 Uhr

Merz: "Heute Abend ist der Baerbock-Zug entgleist"

Das schwache Abschneiden der Grünen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wertet CDU-Politiker Friedrich Merz als Signal für die Bundestagswahl. Mit Blick auf die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sagte er im Sender "Welt": "Heute Abend ist der Baerbock-Zug entgleist." Die Lage sei ähnlich wie bei SPD-Kandidat Martin Schulz vor vier Jahren - "das wird nichts". Die Grünen kamen in Sachsen-Anhalt laut Hochrechnungen nur auf gut sechs Prozent.

20:12 Uhr

Die Royals sind "hocherfreut" über Tochter von Harry und Meghan

Die Königliche Familie hat sich erfreut über die Geburt von Prinz Harry und Meghans Tochter Lili gezeigt. Die Queen, Prinz Charles und Camilla sowie Prinz William und Kate seien über die Geburt informiert worden und "hocherfreut", sagte ein Sprecher des Buckingham-Palastes.

Lilibet "Lili" Diana ist am 4. Juni in Santa Barbara in Kalifornien auf die Welt gekommen und ist nach ihrer Urgroßmutter Königin Elizabeth II. sowie ihrer verstorbenen Großmutter Prinzessin Diana benannt.

19:25 Uhr

Frau nach Badeunfall im Rhein vermisst

Eine 42-Jährige ist im Rhein beim Schwimmen abgetrieben worden und wird seitdem vermisst. Ihr 41 Jahre alter Ehemann, der mit ihr im Wasser war, wurde von einem Jet-Ski-Fahrer gerettet.

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Rettungskräfte suchen nach der 42-Jährigen, bisher ohne Erfolg.

(Foto: picture alliance/dpa/5vision)

Das Paar war am Nachmittag bei Biebesheim von einer Sandbank aus in den Rhein gegangen. Beide wurden abgetrieben und immer weiter in die Flussmitte gezogen. Die Frau versank im Wasser und wurde nicht mehr gesichtet. Umfangreiche Suchmaßnahmen mit mehreren Booten, Hubschraubern und Tauchern blieben bislang ohne Erfolg.

18:48 Uhr

AfD-Chef Chrupalla spricht von "sehr gutem Ergebnis"

Die AfD hat sich "sehr zufrieden" über das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geäußert. Der Bundesvorsitzende Tino Chrupalla sprach in der ARD von einem "sehr guten Ergebnis". An die Adresse der Union sagte er: "Wir können hier durchaus eine bürgerlich-konservative Regierung bilden."

Die AfD lag nach den Prognosen von 18.00 Uhr erneut auf Platz zwei, aber etwas schwächer als bei der letzten Wahl 2016. Die CDU gewann dagegen mehr als 6 Prozent in Vergleich zur vergangenen Wahl.

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18:35 Uhr
Breaking News

Prinz Harry und Meghan geben Geburt ihrer Tochter bekannt

Prinz Harry und Herzogin Meghan haben die Geburt ihrer Tochter bekanntgegeben. Lilibet Diana sei am Freitag in einem Krankenhaus in der US-Stadt Santa Barbara geboren worden, teilte das Paar mit. Der Prinz und die ehemalige US-Schauspielerin waren nach ihrem Rückzug aus den Diensten der britischen Monarchie im vergangenen Jahr nach Kalifornien gezogen, wo sie mit ihrem ersten Sohn Archie leben.

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18:18 Uhr

Elf Zivilisten sterben bei Anschlag in Afghanistan

Bei einem Bombenanschlag im Westen Afghanistans sind mindestens elf Zivilisten getötet worden. Die Opfer seien in einem Bus unterwegs gewesen, als dieser am Samstagabend von der Explosion des am Straßenrand deponierten Sprengsatzes erfasst worden sei, teilten die Behörden der Provinz Badghis mit.

Nach Behördenangaben stürzte der Bus in ein Tal, nachdem er von der Explosion getroffen worden war. Unter den Opfern waren demnach vier Frauen und drei Kinder.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Der Gouverneur von Badghis machte jedoch die radikalislamischen Taliban für den Angriff verantwortlich.

18:08 Uhr

Prognose: CDU gewinnt Wahl in Sachsen-Anhalt deutlich

Die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nach Prognosen von ARD und ZDF mit großem Abstand gewonnen. Die AfD lag deutlich dahinter auf Platz zwei, wie beide Sender nach Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr berichteten.

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17:33 Uhr

Harry und Meghan wurden auf Royal-Website degradiert

Wo sind sie nur hin? Wirft man aktuell einen Blick auf die offizielle Website der britischen Royals, fällt einem prompt eine Veränderung ins Auge: Während Prinz Harry und Herzogin Meghan dort in einer Auflistung der Royals kürzlich noch direkt nach Prinz William und Herzogin Kate angezeigt wurden, wurden sie nun regelrecht degradiert. In der Liste sind sie jetzt weiter unten nach Prinz Edward und seiner Frau Sophie zu finden.

"Wie im Januar angekündigt, sind der Herzog und die Herzogin als Senior-Mitglieder der royalen Familie zurückgetreten. Sie balancieren ihre Zeit zwischen dem Vereinigten Königreich und Nordamerika und behalten ihre Pflichten gegenüber der Queen, dem Commonwealth und ihren Schirmherrschaften in Ehren. Frogmore Cottage in Großbritannien bleibt weiterhin das Zuhause ihrer Familie", heißt es in der Biografie des Ehepaares auf der Website.

16:50 Uhr

DEB-Team verliert gegen USA und verpasst WM-Bronze

Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat bei der Weltmeisterschaft in Riga das Spiel um Platz drei gegen die USA mit 1:6 verloren. Damit verpasste die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm die erste WM-Medaille seit 68 Jahren.

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16:44 Uhr

Jugendliche randalieren in Irland, Finnland und Deutschland

In Dublin ist es gestern Abend zu Zusammenstößen von Jugendlichen mit der Polizei gekommen. 19 Personen seien festgenommen worden, wie die Polizei laut Berichten des irischen Senders RTÉ mitteilte. Am Samstagabend hatten sich im Zentrum rund 200 Jugendliche versammelt, auch am Freitag gab es trotz der noch geltenden Corona-Beschränkungen Massenansammlungen. Polizisten wurden mit Flaschen beworfen, als sie versuchten, die Menschenmengen aufzulösen. Der irische Gesundheitsminister verurteilte die Vorfälle als "komplett inakzeptabel".

Auch in Finnland gab es dem Sender Yle zufolge ähnliche Vorfälle - genauso wie in Deutschland. In Nürnberg etwa randalierten nachts mehrere Dutzend Menschen. Mehrere Beamte wurden verletzt.

16:25 Uhr

F1-Chaos in Baku: Perez gewinnt vor Vettel

Max Verstappens Reifen-Tragödie von Baku führte Sebastian Vettel unerwartet zurück ins Formel-1-Podiumsglück. Der Aston-Martin-Pilot profitierte in Aserbaidschan auch von einem dramatischen Crash des bis kurz vor dem Ende klar führenden Verstappen und stürmte spektakulär von Startplatz elf auf Rang zwei. Der 33-Jährige übertraf auf dem Stadtkurs am Kaspischen Meer sein bisher bestes Saisonergebnis als Fünfter von Monaco vor zwei Wochen deutlich, weil am Ende auch Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes ungestüm von der Strecke schoss und punktlos blieb.

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15:50 Uhr

Schauspielerin Lisa Banes nach Unfall in kritischem Zustand

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Lisa Banes wurde bei einem Unfall schwer verletzt.

(Foto: imago/ZUMA Press)

US-Schauspielerin Lisa Banes wurde am Freitag in New York City von "einem unbekannten Roller oder Motorrad" erfasst und erlitt dabei erhebliche Verletzungen. Wie ihre Ehefrau Kathryn Kranhold der "New York Post" bestätigte, befindet sich der "Gone Girl"-Star seitdem in kritischem Zustand. "Wir werden in ein paar Tagen mehr wissen", sagte Kranhold der Zeitung.

Der 65-jährige Star aus dem US-Bundesstaat Ohio ist Fernseh- und Kinozuschauern insbesondere aus dem Thriller "Gone Girl - Das perfekte Opfer" mit Ben Affleck und Rosamund Pike und der Fernsehserie "Nashville" bekannt. Weitere Rollen hatte sie unter anderem in den Serien "Royal Pains" und "Masters of Sex".

15:10 Uhr

Zunächst niedrigere Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zunächst eine niedrigere Beteiligung ab. Sie lag nach Angaben des Statistischen Landesamtes um 14.00 Uhr bei 27,1 Prozent nach 35,4 Prozent bei der Abstimmung vor fünf Jahren. Mit ersten Prognosen zum Ausgang wird unmittelbar nach Schließung der Wahllokale am Sonntag um 18.00 Uhr gerechnet. Ministerpräsident Reiner Haseloff hat gute Chancen auf eine weitere Amtszeit: Seine CDU lag in Umfragen zuletzt mit rund 28 Prozent in Führung, gefolgt von der AfD mit bis zu 24 Prozent.

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14:36 Uhr

Letzter Auschwitz-Befreier ist tot

Der letzte lebende Befreier des Konzentrationslagers Auschwitz, David Dushman, ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Das bestätigte ein Sprecher der Israelitischen Kultusgemeinde München. Demzufolge war Dushman in der Nacht zu Samstag in einem Münchner Krankenhaus gestorben.

David Dushman stammte aus der ehemaligen Sowjetunion und kämpfte als Panzerfahrer unter anderem in der Schlacht von Stalingrad. Am 27. Januar 1945 walzte er im Alter von 21 Jahren mit einem Panzer der Roten Armee den Zaun des Konzentrationslagers Auschwitz nieder. Nach dem Krieg trainierte er von 1952 bis 1988 als Fechttrainer die Frauennationalmannschaft der Sowjetunion. Dabei erlebte er auch den Terroranschlag auf die israelische Mannschaft beim Olympia-Attentat 1972 in München mit.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Sarah Platz verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort und bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag!

14:02 Uhr

Bartsch: Merkel soll sich umgehend zu neuer Maskenaffäre positionieren

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch fordert Kanzlerin Angela Merkel auf, zu Berichten über die massenhafte Beschaffung minderwertiger Corona-Schutzmasken und deren geplante Verteilung an Obdachlose, Behinderte oder Hartz-IV-Empfänger Stellung zu beziehen. "In der kommenden Woche erwarte ich eine Regierungserklärung zu diesem unfassbaren Vorgang und umgehend eine Positionierung der Bundeskanzlerin", sagte Bartsch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es ist noch ihre Regierung."

Bartsch bezeichnet entsprechende Pläne im Gesundheitsministerium von Jens Spahn als schwere Missachtung von Artikel 1 des Grundgesetzes, wonach die Würde des Menschen unantastbar ist.

13:50 Uhr

Zahlreiche Promis gratulieren Sarah Engels zur Schwangerschaft

Nachdem Sarah Engels ihre zweite Schwangerschaft verkündet hat, lassen die Glückwünsche ihrer Promi-Kollegen nicht lange auf sich warten. Influencerin Sarah Harrison, die am heutigen Sonntag ihren 30. Geburtstag feiert, erklärt in einem Kommentar: "Wow, was für schöne News. Alles erdenklich Gute für Euch." Model Fiona Erdmann habe unterdessen "GÄNSEHAUT". Dem konnte sich Tänzerin und "Let's Dance"-Jurorin Motsi Mabuse nur anschließen: "Ich weine wie ein Baby." Beide senden dem Paar Glückwünsche.

Yeliz Koc, die derzeit selbst ein Baby - ein Mädchen - mit Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht erwartet, erklärt in einem Kommentar: "So viele kleine Engel, die unterwegs sind. Ich freue mich für euch." Liz Kaeber, wie Koc unter anderem bekannt aus der Datingshow "Der Bachelor", erklärt, dass ihre Emotionen mit ihr durchgingen. "Ein so herzzerreißendes Video und eine so schöne Nachricht", schreibt die 28-Jährige.

13:28 Uhr

Polizei löst illegale Party im Westerwald auf

Im Westerwald hat die Polizei eine illegale Party aufgelöst. Wie die Beamten berichten, haben sich Anwohner am Abend wegen Ruhestörung an die Polizei gewandt. Die Streife haben auf einem Platz in Heiligenroth eine größere Gruppe beim Feiern der ansässigen Kirmes entdeckt. Eine Musikanlage war wurde aufgebaut und hat die Umgebung beschallt. Auf dem gesamten Platz waren Getränkekisten verteilt, so die Polizei.

Beim Eintreffen der Beamten ist ein Teil der Gruppe geflüchtet, der Rest musste aufräumen und nach Hause gehen. Die Teilnehmer erwartet eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige, weil sie laut Polizei gleich gegen mehrere Vorschriften der Coronaverordnung verstoßen haben.

13:04 Uhr

Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt ist bis zum Mittag geringer als 2016

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich bis zum Mittag eine geringere Wahlbeteiligung als 2016 abgezeichnet. Wie die Landeswahlleitung mitteilt, hat die vorläufige Wahlbeteiligung um 12.00 Uhr bei 22,4 Prozent gelegen. Bei der Landtagswahl 2016 waren es zu diesem Zeitpunkt 25,0 Prozent gewesen. Am Ende des Tages lag die Wahlbeteiligung vor fünf Jahren in Sachsen-Anhalt bei 61,1 Prozent.

Der Ausgang der Landtagswahl am Sonntag wird auch bundesweit mit Spannung erwartet. Umfragen zufolge könnte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU und der AfD geben.

12:45 Uhr

Mann in Sachsen-Anhalt von Kuh schwer verletzt

Eine Kuh hat im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt einen Mann angegriffen und ihn mit ihren mächtigen Hörnern schwer verletzt. Warum das Tier den 58-Jährigen aus dem Balgstädter Ortsteil Dietrichsroda attackiert hat, ist noch unbekannt. Nach Angaben der Polizei könnte die Kuh zuvor einen Weidezaun durchbrochen haben. Der Verletzte ist mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden.

12:25 Uhr

Niederlande holen vier Angehörige von IS-Kämpfern zurück

Die Niederlande holen vier ihrer Staatsbürger aus einem Lager für gefangene IS-Mitglieder im Nordosten Syriens zurück. Eine Frau, ihre beiden Kinder und ein zwölfjähriges Mädchen seien an eine Delegation der niederländischen Regierung übergeben worden, erklärten die kurdischen Behörden. Die Frau werde bei ihrer Ankunft in den Niederlanden verhaftet, erklären das Außen- sowie das Justizministerium in Den Haag.

Bei der Frau handele es sich um eine junge Mutter namens Ilham B. und ihre beiden Söhne, sagt die Anwältin der Frau, Tamara Buruma. Die beiden Jungen würden in die Obhut des Jugendamtes übergeben. Das zwölfjährige Mädchen wurde nach Angaben der syrischen Kurden mit Zustimmung ihrer Mutter in ihre Heimat zurückgeschickt. Es handele sich um einen "humanitären Fall". Mindestens 220 Kinder von IS-Angehörigen mit niederländischer Staatsangehörigkeit befinden sich laut den niederländischen Behörden noch in Syrien oder der Türkei.

11:52 Uhr

Dörfer in Thüringen und Sachsen stehen komplett unter Wasser

Nach starken Regenfällen am Wochenende steht der thüringische Ort Gierstädt bei Erfurt unter Wasser. Alle Zufahrtsstraßen sind gesperrt, wie ein Sprecher der Polizei sagt. Der Ort sei komplett überflutet, eine Umleitung wurde eingerichtet. In dem kleinen Ort sind zehn Feuerwehren mit 74 Kräften im Einsatz, sagt ein Sprecher der Rettungsleitstelle Gotha. Demnach seien auch größere Schlammmassen aus einem umliegenden Waldgebiet in den Ort gespült worden.

Auch Sachsen hat mit Überschwemmungen zu kämpfen. Wassermassen fluten das Dorf Weißenbach, Anwohner und Einsatzkräfte kommen kaum gegen die Wassermassen an.

11:30 Uhr

Wolfgang Joop: Trinke keinen Alkohol mehr

Modedesigner Wolfgang Joop hat nach seinen Worten in der Corona-Zeit sein Leben neu sortiert. Das sei ihm gut bekommen, erzählt der 76-Jährige der "Bild am Sonntag". Er habe noch mehr Disziplin entwickelt. "Ich habe aufgehört, Alkohol zu trinken: Ein letztes Glas an meinem Geburtstag im November, danach nie wieder. Diese Reinigung, das Cleaning-out, das ich gerade erlebe, finde ich so wichtig, weil ich darauf etwas Neues setzen kann."

Während der Pandemie sei plötzlich der Stress weg gewesen. "Mein Leben fühlte sich über Nacht an wie eine Droge, die auf einmal nicht mehr wirkt. Durch die Pandemie habe ich erst gemerkt, wie abhängig ich bislang von diesem ganzen Druck war, von dem Wettbewerb und dem Applaus."

11:09 Uhr

Airbnb-Gründer: Deutsche sind seit Pandemie Langzeitgäste schlechthin

Der Mitgründer des Online-Wohnungsvermittlers Airbnb, Nathan Blecharczyk, sieht durch die Corona-Pandemie deutliche Veränderungen im Reiseverhalten der Menschen. "Der Trend geht raus auf Land", sagt er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Früher haben die zehn Top-Städtedestinationen wie New York, London oder Berlin zehn Prozent unserer gesamten Buchungen ausgemacht. Der Anteil hat sich halbiert."

Ein weiterer Trend sei, dass die Reisen länger würden, sagte der Airbnb-Manager. "Ein Viertel unserer Buchungen geht heute über einen längeren Zeitraum als 28 Tage, vor Corona waren es nur 14 Prozent." Dabei seien die Deutschen die "Langzeitgäste schlechthin": Hierzulande gingen 2021 fast 40 Prozent der Buchungen über einen Monat und länger.

10:46 Uhr

Steinmeier startet Wanderung in Norden - will mit Bürgern über Pandemie-Erfahrungen sprechen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender beginnen in Lübeck ihre Wanderung entlang der Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Tour ist nach Angaben des Bundespräsidialamtes die erste von insgesamt drei Wanderungen, auf denen Steinmeier im Laufe des Sommers mit Bürgerinnen und Bürgern über deren persönliche Erfahrungen in der Corona-Pandemie und deren Erwartungen für die nächsten Monate ins Gespräch kommen will.

Von Lübeck aus will Steinmeier zunächst ins rund vier Kilometer entfernte Herrnburg wandern. In der dortigen Grundschule ist ein Gespräch mit Lernenden und Lehrkräften zum Thema Bildung geplant. Als weitere Stationen stehen Groß Grönau in Schleswig-Holstein und Schattin in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Plan. "Die Wunden der Pandemie zu heilen, das wird länger dauern. Es ist Zeit, wieder zueinanderzukommen und alte Bande neu zu knüpfen", sagt Steinmeier. "Wenn wir wieder näher zusammenkommen wollen, dann müssen wir gehen, gemeinsam gehen, Schritt für Schritt."

10:25 Uhr

Umweltaktivisten bereiten zahlreiche neue Klima-Klagen vor

Nach dem erfolgreichen Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht bereiten Umweltaktivisten zahlreiche weitere Klima-Klagen gegen Unternehmen und staatliche Institutionen vor. Dies bestätigt Rechtsanwalt Remo Klinger, der Teil der vorherigen Klimaklagen war, gegenüber der "Welt am Sonntag". Die Kläger befassten sich "auf allen in Betracht kommenden rechtlichen Ebenen mit weiteren Verfahren und bereiten diese aktuell vor", erklärt der Anwalt.

Nach Einschätzung des Klimarechtsexperten Gernot Engel gegenüber der Zeitung droht mit den bevorstehenden Klima-Klagen "den Unternehmen und damit auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland großes Unheil", wie die Zeitung berichtete. Die möglichen Prozesse hingen "wie ein Damoklesschwert" über den Unternehmen, sagt Engel.

09:58 Uhr

26-Jähriger stürzt in Hamburger See - tot

Ein 26 Jahre alter Mann ist nach einem Sturz in den Allermöher See in Hamburg im Krankenhaus gestorben. Ersten Erkenntnissen zufolge hat sich der Mann im Uferbereich des Sees befunden, als offenbar die Sandkante, auf der er gestanden stand, abgebrochen ist, wie ein Polizeisprecher mitteilt.

Taucher haben den Mann zunächst aus dem Wasser gerettet und erste Reanimationsmaßnahmen eingeleitet. Er ist in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er dann verstorben ist. Wie tief der Mann gesunken ist, kann der Sprecher nicht sagen. Auch Seelsorger sind vor Ort gewesen. Sie haben die sechs Menschen betreut, die den Unfall gesehen hatten.

09:38 Uhr

Unbekannte verüben Brandanschlag auf Bremer Polizei

Auf das Gelände der Bereitschaftspolizei Bremen ist in der Nacht offenbar einen Brandanschlag verübt worden. Wie die Polizei mitteilt, sind durch das Feuer drei Gruppenwagen und ein Bus der Polizei völlig zerstört worden. Die Hitze hat außerdem vier weitere Streifenwagen beschädigt. Menschen seien durch den Brand nicht zu Schaden gekommen, heißt es.

Unbekannte haben ersten Erkenntnissen zufolge mehrere Brandsätze in Richtung der abgestellten Fahrzeuge geworfen. Die Schadenshöhe ist noch unklar. Der Staatsschutz ist eingeschaltet worden, um einen möglichen politisch motivierten Hintergrund der Tat zu prüfen.

09:15 Uhr

Kirchenrechtler: Woelki ist nicht mehr haltbar

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ist nach Einschätzung des Kirchenrechtlers Thomas Schüller nicht mehr haltbar. "Den Zeitpunkt für einen souveränen Rücktritt ohne größeren Gesichtsverlust hat er bereits verpasst", sagt Schüller. "Angesichts der dramatischen Lage im Erzbistum und der offenkundigen Handlungsunfähigkeit des Kardinals ist er meines Erachtens im Amt nicht zu halten", sagt Schüller.

Das Tischtuch zwischen Woelki und den Gläubigen seines Erzbistums sei tief zerschnitten, sagt Schüller. Papst Franziskus hat eine Überprüfung von Woelkies Bistum angeordnet. Danach entscheide er frei über die Zukunft von Woelki, erläutert Schüller. Allerdings würde ein Nachfolger durch das Kölner Domkapitel gewählt werden. In diesem Domkapitel säßen aber mehrheitlich treue Vasallen Woelkis, so Schüller. "Dieses Domkapitel bietet keine Garantie für Reformen und für die Wahl eines reformorientierten neuen Erzbischofs." Zuvor ist Woellki durch das Rücktrittsgesuch des Münchner Kardinals Reinhard Marx unter Druck geraten, ebenfalls Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal der katholischen Kirche zu ziehen.

08:52 Uhr

Özdemir sieht Kreml und türkische Aktivisten hinter Kampagne gegen Grüne

Der frühere Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir wirft dem Kreml sowie türkischen Aktivisten vor, hinter digitalen Schmutzkampagnen gegen seine Partei und ihre Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zu stecken. "Annalena und wir werden nicht mehr nur national, sondern auch durch Putin und seine Geheimdienste sowie durch türkische Aktivisten angegriffen, die im Internet Schmutzkampagnen gegen sie und uns Grüne fahren", sagt Özdemir dem Tagesspiegel.

"Man muss davon ausgehen, dass wir in Moskau und Ankara nicht als Wunschpartner gelten", sagt Özdemir weiter. Kreml-Chef Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan "würden sicher nicht die Grünen wählen". Angesichts der "neuen Dimension", welche die digitalen Angriffe hätten, befinden sich Vertreter der Grünen laut Özdemir im Gespräch mit den deutschen Sicherheitsbehörden.

08:31 Uhr

Verfolgungsjagd auf dem Kurfürstendamm endet in schwerem Unfall

Mit einem Carsharing-Auto liefert sich der Fahrer auf dem Kurfürstendamm in Berlin eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Dabei kommt es zu einem schweren Unfall. Fünf Menschen sind laut Berliner Feuerwehr verletzt worden, vier davon in ein Krankenhaus gekommen. Der Fahrer ist laut Lagedienst aus unbekannter Ursache vor der Polizei geflüchtet. Die Beamten haben seinen Wagen daraufhin verfolgt.

Einem Bericht der Berliner Zeitung zufolge ist der Mietwagen mehrfach den Kurfürstendamm entlang gerast. An einer Kreuzung zur Uhlandstraße soll der Wagen demnach mit Polizeifahrzeugen und einem weiteren Auto zusammengestoßen sein.

08:06 Uhr

Unwetter überschwemmt Stuttgarter Hauptbahnhof

Das Unwetter hat in der Nacht nicht nur die Einsatzkräfte im Griff, sondern führt in vielen Teilen Deutschlands auch zu Überschwemmungen. Am Hauptbahnhof in Stuttgart hat das Wasser zeitweise bis zu 30 Zentimeter hoch gestanden, wie ein Sprecher der Polizei mitteilt. Eine Straße am Hauptbahnhof musste zeitweise gesperrt werden. Das Wasser ist demnach unter anderem aufgrund verstopfter Gullys nicht schnell genug abgelaufen.

In Regionen wie Niederbayern ist es zu Autounfällen, überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern gekommen. Viel Regen ist auch in Thüringen gefallen - auch dort hat es auf den Autobahnen mehrfach gekracht.

07:42 Uhr

Unwettergefahr reißt nicht ab - leichte Abkühlung im Westen

Das Unwetter reißt in vielen Teilen Deutschlands noch nicht ab. Von der Nordsee über die Mittelgebirge bis runter zu den Alpen kann es ordentlich krachen. Örtlich muss mit Unwettern gerechnet werden. Der Westen kann sich erholen - es bleibt überwiegend trocken und die schwülwarmen Temperaturen kühlen etwas ab. Auch der Osten kommt mit maximal 27 Grad meist sonnig durch den Tag. Der Trend setzt sich zum Anfang der nächsten Woche fort: Im Norden und Osten wird es häufig sonnig oder nur locker bewölkt. In den übrigen Landesteilen muss hingegen mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.

07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Kann die CDU ihre Position als stärkste Kraft verteidigen oder gelingt es der AfD, sie zu überholen? Der Wahlausgang wird auch über die Zukunft von Ministerpräsident Rainer Haseloff und seine Koalition mit SPD und Grünen entscheiden. Rund 1,8 Millionen Menschen sind aufgerufen, über das neue Parlament zu entscheiden. Es ist die letzte Landtagswahl vor der Bundestagswahl im September.

Außerdem werden diese Themen heute wichtig:

  • Auch Mexiko wählt. Heute findet die größte Wahl in der Geschichte des Landes statt: Die Bürger entscheiden über mehr als 20.000 Posten - darunter alle 500 Sitze der Abgeordnetenkammer sowie 15 der 31 Gouverneursstellen.
  • Marxist oder Rechtspopulistin: Bei der Präsidentenwahl in Peru kommt es am Sonntag zu einem Kräftemessen der politischen Extreme. Die Peruaner haben die Wahl zwischen dem marxistischen Dorfschullehrer Pedro Castillo und der Rechtspopulistin Keiko Fujimori, Tochter des früheren autoritären Präsidenten Alberto Fujimori.
  • In Rostock findet der Landesparteitag der Grünen aus Mecklenburg-Vorpommern statt. Im Saarland laden die Linken zum Landesparteitag und in Berlin die Landes-AfD.
  • Kann sich Deutschlands U21 den dritten EM-Titel holen? Die Nationalmannschaft unter Trainer Stefan Kuntz spielt im Endspiel gegen Portugal. Das Spiel findet um 21.00 Uhr in Ljubljana in Slowenien statt.
  • Außerdem ist heute der Finaltag der Eishockey-WM, bei der Deutschland um die Bronzemedaille kämpft. Die Fußballerinnen des FC Bayern wollen am heutigen letzten Spieltag des Bundesliga-Fernduells gegen Titelverteidiger VfL Wolfsburg gewinnen.

Ich werde Sie bis zum Nachmittag durch den Tag begleiten. Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir gerne unter: sarah.platz@nachrichtenmanufaktur.de

Genießen Sie Ihren Sonntag!

06:51 Uhr

BDI-Chef: Was China mit den Uiguren macht, ist völlig inakzeptabel - Deutsche Firmen müssen Grenze ziehen

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, fordert deutsche Unternehmen auf, bei Geschäften in China auf die Einhaltung der Menschenrechte zu bestehen. "China ist ein wachsender Wettbewerber, der immer wieder gegen die globalen Regeln verstößt", sagt Russwurm der "Bild am Sonntag".

"Als Exportland müssen wir eine Grenze ziehen, an der die Kompromissfähigkeit aufhört: Menschenrechte sind keine innere Angelegenheit", betont der BDI-Chef. "Was China mit den Uiguren macht, ist völlig inakzeptabel. Jedes Unternehmen mit Werken in Xinjiang muss sich fragen: Kann ich wirklich ausschließen, dass es in meiner Wertschöpfungskette zu Zwangsarbeit kommt?"

06:14 Uhr

Bewaffnete Viehdiebe töten 66 Menschen in Nigeria

Eine Gruppe von Viehdieben hat bei Überfällen auf sieben Dörfer im nordwestlichen nigerianischen Bundesstaat Kebbi 66 Menschen getötet. Dutzende Angreifer auf Motorrädern hätten sieben benachbarte Dörfer überfallen, sagt ein Polizeisprecher des Bundesstaates Kebbi. Die Behörden seien derzeit noch auf der Suche nach weiteren Leichen. Polizisten würden unterdessen in dem Gebiet eingesetzt, um weitere Angriffe zu verhindern, sagte der Sprecher weiter.

Seit Jahren mehren sich im Norden und Zentrum Nigerias die Angriffe krimineller Banden. Die von den Behörden als "Banditen" bezeichneten Gruppierungen überfallen Dörfer, plündern die Häuser und brennen sie nieder. Dorfbewohner werden getötet oder entführt, um Lösegeld zu erpressen. Die Banden handeln vornehmlich aus finanziellen Motiven. Es gibt jedoch wachsende Bedenken, dass sie mit Dschihadisten kooperieren könnten. Diese kämpfen seit Jahren für einen islamistischen Staat im Nordosten Nigerias.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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