Der Tag

Der Tag Turkmenistans Präsident enthüllt goldene Statue - von seinem Lieblingshund

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Der zentralasiatische Owtscharka in seiner ganzen Pracht.

(Foto: REUTERS)

Gurbanguly Berdimuhamedow liebt Hunde. Ganz besonders einen Hund: den turkmenischen Schäferhund, bekannt als zentralasiatischer Owtscharka oder auch Alabai. Turkmenistans Präsident liebt den Vierbeiner so sehr, dass er nicht nur einen Gedichtband über ihn verfasste, sondern nun auch eine riesige, goldene Statue eines Exemplars in der Hauptstadt Aşgabat enthüllte. Um den Sockel der Statue ist eine Leinwand "gewickelt", auf der Videosequenzen des Hundes gezeigt werden - wahlweise wie er über grüne Wiesen tapst oder mit Kindern spielt. Es ist nicht das einzige Monument, das Tiere mit Nationalstolz verbindet: Es gibt mehrere überlebensgroße Pferde-Statuen der Achal-Tekkiner in dem Land - teilweise mit einer Abbildung des autoritären Staatschefs höchstpersönlich, der im Sattel sitzt.

Wie "Der Standard" schreibt, lenkt die aktuelle Show allerdings von den eigentlichen Problemen der Bürger Turkmenistans ab. Seit Monaten berichteten unabhängige Medien über eine schwere Wirtschaftskrise in dem erdgasreichen Land. Güter wie Brot, Öl und Eier seien mittlerweile nur noch unter Mühen zu bekommen. Der Staat hänge zunehmend von Importen ab. Ende Oktober bildeten sich den Berichten zufolge vor Lebensmittelgeschäften lange Schlangen. Darüber hinaus soll die Zahl der Corona-Opfer steigen. Die Existenz des Virus werde von der Staatsführung allerdings konsequent in Abrede gestellt.

Quelle: ntv.de