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Der Tag Rassismusvorwurf: Kölner Polizei überwältigt Männer in "langen Gewändern"

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Und noch eine Meldung, die augenscheinliches Fehlverhalten seitens der Polizei beleuchtet. Wie mehrere Medien schreiben, führten Augenzeugenberichte gestern zu einem größeren Einsatz am Kölner Hauptbahnhof. Der Grund: Passanten hatten zehn junge Männer in "langen Gewändern mit Westen" auf dem Vorplatz beobachtet und angeblich "Allahu Akbar"-Rufe vernommen. Später rannten die Männer in das Gebäude. Sie wurden von alarmierten Polizisten überwältigt, der Ausgang zum Dom und der Vorplatz des Bahnhofs weiträumig abgesperrt.

Später stellte sich heraus: Die Männer im Alter zwischen 18 und 28 Jahren trugen traditionelle Gewänder, weil sie das Fastenbrechen am Ende des Ramadan zelebrieren wollten. Zwar wurde bei einem von ihnen ein Messer beschlagnahmt, ansonsten bestehe kein "strafrechtlicher Vorwurf" gegen sie, teilte die Polizei mit. Zu keiner Zeit habe "eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden".

Als Bilder von der Aktion auf Twitter die Runde machten, empörten sich viele User, die Polizei habe "Racial Profiling" betrieben. Die Männer seien allein wegen ihres Äußeren als Terroristen beziehungsweise Straftäter verdächtigt worden. Auch wenn scheinbar nervöse Augenzeugen die Beamten auf den Plan riefen - dass die Polizei nicht die muslimischen Bräuche kennt, sorgte bei vielen Beobachtern für Kopfschütteln.

Quelle: n-tv.de