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"Die Schwarzen lieben mich!" Alec Baldwin provoziert Shitstorm

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Alec Baldwin hat sich mit einem Interview Ärger eingehandelt.

imago/UPI Photo

Er denken, dann reden. Der Ratschlag ist ein alter Hut und doch bleibt er weise. Alec Baldwin jedenfalls hätte besser mal einen Moment innegehalten, bevor er sich zum Helden schwarzer Personen erklärt.

Er kann Donald Trump so gut parodieren, dass er bereits einen Emmy Award dafür bekommen hat. Seit 2016 mimt Alec Baldwin für die beliebte Comedyshow "Saturday Night Live" den US-Präsidenten. Aufgrund einer Aussage in einem Interview mit dem Branchenmagazin " The Hollywood Reporter" fragen sich nun jedoch einige, ob die Rolle möglicherweise auf ihn abgefärbt hat.

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"Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll und es soll auch nicht falsch rüberkommen, weil alles so auf die Goldwaage gelegt wird", beginnt Baldwin. "Aber seit ich Trump spiele, lieben mich die Schwarzen. Sie lieben mich. Überall, wo ich hingehe, drehen sie durch. Ich glaube, weil sie am meisten Angst vor Trump haben", so der 60-Jährige.

Dass er versucht hat, sich vorsichtig auszudrücken, wird Baldwin in den sozialen Netzwerken nicht sonderlich hoch angerechnet. Dort kommen seine Aussagen alles andere als gut an. Einige User fragen sich, ob Baldwin das wirklich ernst meine. Wieder andere unterstellen ihm, dass die Rolle offenbar zu sehr auf ihn abgefärbt habe. "Das ist das Trumpigste, was jemals jemand geäußert hat, der nicht Trump selbst ist", schrieb jemand. Und wieder einer stellte schlicht klar: "Im Ernst, ich habe noch nie mit einer anderen schwarzen Person über Alec Baldwin geredet."

Baldwin wollte sich zu der Kontroverse bislang noch nicht äußern. Dass er aber mit einer Aussage aneckt, ist alles andere als überraschend. Der Schauspieler ist vor allem für seine Ausraster bekannt. So beschimpfte er nicht nur Paparazzi, sondern auch Polizisten und sogar seine eigene Tochter. "Du bist ein unverschämtes, rücksichtsloses kleines Schwein", ätzte er Ireland Baldwin auf die Mailbox. Im Sorgerechtsstreit wurde ihm das zum Verhängnis.

Quelle: n-tv.de, ame/spot