Unterhaltung

Strafe wegen "Rust"-Tragödie Alec Baldwin wäscht seine Hände in Unschuld

Die Produktionsfirma des Films "Rust" wird mit einer "höchstmöglichen Strafe" belegt. Schauspieler Alec Baldwin, der am Set des Streifens die Kamerafrau Halyna Hutchins versehentlich erschossen hatte, wertet dies als Beleg für seine Unschuld. Doch auch für ihn ist die Sache noch nicht ausgestanden.

Die für die Sicherheit am Arbeitsplatz zuständige Behörde in New Mexico hat der Produktionsfirma des Low-Budget-Westerns "Rust" eine Geldstrafe von knapp 137.000 Dollar (etwa 126.000 Euro) auferlegt. Dabei handele es sich um die "höchstmögliche Strafe", heißt es. Verhängt wurde sie aufgrund der Tragödie, die sich bei den Dreharbeiten in Santa Fe im vergangenem Herbst ereignet hatte. Dabei hatte Schauspieler Alec Baldwin die Kamerafrau Halyna Hutchins versehentlich mit einer Requisitenpistole erschossen, die scharfe Munition enthielt.

Über seinen Rechtsbeistand reagierte Baldwin wenig später auf das Urteil. Auf seiner Instagram-Seite postete der Schauspieler einen Text, in dem der namentlich nicht genannte Anwalt auf die Verantwortung des Schauspielers eingeht. Tenor: Man fühle sich darin bestätigt, dass Baldwin keine Schuld an dem tragischen Ereignis treffe.

"Wir sind der Behörde für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz von New Mexico für die Untersuchung dieser Angelegenheit dankbar", heißt es in der Erklärung. Und weiter: "Wir freuen uns, dass der Bericht Herrn Baldwin entlastet, indem er klarstellt, dass er glaubte, die Waffe enthalte nur Platzpatronen."

"Offensichtliche Gleichgültigkeit"

Der Anwalt fährt fort: "Darüber hinaus wird in dem Bericht bestätigt, dass die Befugnisse von Herrn Baldwin bei der Produktion auf die Genehmigung von Drehbuchänderungen und die künstlerische Besetzung beschränkt waren. Herr Baldwin hatte keine Befugnisse in den Bereichen, die Gegenstand der vom FBI festgestellten Verstöße waren, und wir freuen uns, dass die Behörden von New Mexico diese kritischen Fragen geklärt haben. Wir sind zuversichtlich, dass die in dem Bericht genannten Personen für diese Tragödie zur Rechenschaft gezogen werden".

Die Behörde in New Mexico verhängte ihre Strafe wegen "offensichtlicher Gleichgültigkeit gegenüber den offensichtlichen Gefahren im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Schusswaffen am Set, die zu einem Todesfall, schweren Verletzungen und unsicheren Arbeitsbedingungen führten". Zudem legt sie dem Management der Produktionsfirma zur Last, es habe gewusst, "dass die Sicherheitsvorkehrungen für Schusswaffen am Set nicht befolgt wurden" und habe dennoch "keine Abhilfemaßnahmen ergriffen". Neben der höchsten Geldstrafe wurde dem Unternehmen auch die "höchste Verwarnungsstufe" auferlegt, die nach den Gesetzen im US-Bundesstaat New Mexico zulässig ist.

Baldwin war nicht nur als Schauspieler an "Rust" beteiligt, sondern auch als Produzent. Im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zu dem Todesfall am Set gibt es noch keine Anklage. Die Ermittler haben eine solche aber nicht ausgeschlossen. Die Familie der getöteten Kamerafrau Hutchins hat Baldwin und weitere Mitwirkende an dem Film auf "erheblichen" Schadenersatz verklagt.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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