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Neue Regeln für 2021 And the Oscar goes to - Diversity!

Sein Spielfilmdebüt gab er 1965 mit

Sidney Poitier (mit Anne Bancroft) ist der erste Schwarze, der einen Oscar für die beste männliche Hauptrolle ("Rat' mal, wer zum Essen kommt") bekommen hat.

Es wird auch Zeit: Die Oscar-Verleihung soll nach dem Willen der Academy diverser werden. Dazu hat sie sich einige Maßnahmen überlegt, die teilweise bereits ab 2021 gelten. Unter anderem müssen die Mitglieder an Kursen zu "unterbewussten Vorurteilen" teilnehmen.

Was Rassismus angeht, stehen die Oscars seit vielen Jahren unter enormer Kritik. Zu wenig Diversität käme in der Preisverleihung des begehrtesten Filmpreises der Welt zum Ausdruck, so der hartnäckige Vorwurf. Besonders 2015 und 2016 tobte die Diskussion in den sozialen Netzwerken unter #OscarsSoWhite heftig. Im Anschluss daran verpflichtete sich die Academy, bis 2020 die Anzahl der nominierten Frauen und "people of color" zu verdoppeln. Im Licht der aktuellen Lage in den USA nach dem Tod von George Floyd und den seit Wochen andauernden Protesten, unternimmt die Academy weitere Schritte, wie sie in einem Statement mitteilte.

Bis Ende Juli 2020 soll eine neu ins Leben gerufene Task Force einen Repräsentations- und Inklusionskatalog erarbeiten, dessen Erfüllung Voraussetzung für eine Oscar-Nominierung darstelle. Davon sei die diesjährige Oscar-Verleihung nicht betroffen. Aber bereits ab der 94. Preisverleihung 2021 sollen die neuen Standards greifen.

"Unterbewusste Vorurteile"

Ferner habe man sich darauf geeinigt, dass es künftig immer zehn Nominierte für die Kategorie des besten Films geben werde. Bislang schwankte die Zahl der Nominierten von Jahr zu Jahr. Inwiefern hier auf das Geschlechter- oder Ethnienverhältnis Rücksicht genommen wird, erläuterte die Academy in ihrem Statement nicht.

Außerdem verweist die Academy darauf, seit Januar 2020 an Kursen zu "unterbewussten Vorurteilen" teilzunehmen. Künftig sei dies für alle Mitglieder der Academy verpflichtend, auch seine über 9.000 Mitglieder seien zur Teilnahme daran eingeladen.

Die Academy beschneidet darüber hinaus die Dauer der Mitgliedschaft seiner Aufsichtsratsmitglieder. Bislang konnten seine Mitglieder neun Jahre am Stück im Aufsichtsrat sitzen, ehe sie ein Jahr Pause einlegen mussten - danach durften sie zurückkehren, erneut für maximal neun Jahre, ein Jahr Pause, eine maximale Dauer der Mitgliedschaft gab es nicht. Ab sofort dürfen die Experten maximal zwölf Jahre ihres Lebens Mitglied des Aufsichtsrats der Academy sein. Außerdem müssen sie nach sechs Jahren Mitgliedschaft mindestens zwei Jahre Pause einlegen. Davon erhofft man sich eine weitere Steigerung der eigenen Diversität.

Quelle: ntv.de, soe/ spot