Unterhaltung

Sommer ohne Festivals Auf diese Stars müssen wir verzichten

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Auch der Auftritt von Miley Cyrus bei Lollapalooza und Superbloom fällt flach.

(Foto: imago images/PA Images)

"Wir müssen leider zu Hause bleiben" - so könnte das Motto für all die Stars lauten, deren Konzerte wegen der Corona-Krise ins Wasser fallen. Besonders hart trifft die Absagenlawine die Veranstalter und Fans der Festivals. Sie müssen auf viele heiß ersehnte Auftritte verzichten.

Der Sommer 2020 wird als Sommer ohne Festivals Geschichte schreiben. Aufgrund der Corona-Krise sind mittlerweile alle bedeutenden Open-Air-Konzerte in Deutschland komplett abgeblasen. Auch in der Schweiz und in Österreich wurden die großen Musikfeste in diesem Jahr bereits offiziell begraben oder sie stehen unmittelbar vor der Absage. Auf diese Megastars müssen Musikliebhaber und Feierfreunde in diesem Jahr verzichten.

Southside- und Hurricane-Festival

Bei den Zwillingsfestivals Southside und Hurricane, die eigentlich vom 19. bis 21. Juni hätten stattfinden sollen, kündigten sich in diesem Jahr wieder einige internationale Mega-Acts an. Als Headliner hätte am Freitag die US-Rockband Kings of Leon das Open-Air-Festival in Neuhausen ob Eck (Southside) eröffnet. Außerdem war der Auftritt der selten live spielenden Glamrock-Band The Killers aus Las Vegas fest eingeplant. Abgerundet hätten das Line-up einige bekannte deutsche Bands wie zum Beispiel die Hip-Hop-Combo Deichkind oder die Dancehall-Heroen von Seeed.

Rock im Park und Rock am Ring

Die berühmten Parallel-Festivals Rock im Park und Rock am Ring trauern doppelt: Die beiden Veranstaltungen, die traditionell am Pfingstwochenende stattfinden, hätten in diesem Jahr ihr 25- beziehungsweise 35-jähriges Jubiläum gefeiert. Als große Headliner kündigten sich eigentlich vom 5. bis 7. Juni die dänische Rockband Volbeat, die Punkrock-Helden Green Day und die selten auftretende US-Metalband System of a Down an. Außerdem müssen die Fans auf andere berühmte Bands wie Disturbed, Wanda, Korn, Billy Talent, Deftones, The Offspring oder auch Weezer verzichten.

Lollapalooza und Superbloom

Im Jahr 2015 bekam das US-Festival Lollapalooza einen europäischen Ableger in Berlin. Auch in diesem Jahr war in und um das dortige Olympiastadion ein Open Air der Superlative geplant. Doch dazu wird es nicht kommen: Die Veranstalter sagten mittlerweile das für 5. und 6. September geplante Event ab, genauso wie das gleichzeitig mit ähnlichem Line-up angedachte Superbloom-Festival in München. Vor allem die beiden Auftritte von US-Superstar Miley Cyrus waren von den deutschen Fans herbeigesehnt worden. In Berlin kündigten sich außerdem die Crossover-Götter Rage Against the Machine an, die sich vor wenigen Wochen nach rund fünf Jahren wiedergründeten.

Wacken Open Air

Natürlich kann 2020 auch das größte Metal-Festival der Welt nicht stattfinden. Das seit Langem komplett ausverkaufte Wacken Open Air hätte in diesem Jahr erneut auf namhafte Headliner gesetzt. So waren bereits die Bands Slipknot, Judas Priest und Amon Amarth als größte Acts angekündigt. Dazu wird es aber nun vom 30. Juli bis 1. August in dem eigentlich verschlafenen Dorf in Schleswig-Holstein nicht kommen.

Situation in Österreich

In Österreich wird es aufgrund der Corona-Krise vorerst ebenfalls keine Festivals geben. Die beiden bekanntesten Events dort, das Nova Rock und das Frequency, sind bereits offiziell gestrichen worden. Beim Nova Rock wären neben System of a Down und Volbeat auch die Foo Fighters, Social Distortion, Mando Diao und Bush aufgetreten. Das Frequency wollte in diesem Jahr als Headliner unter anderem auf die Lokalmatadore von Bilderbuch und den Rapper RAF Camora setzen.

Situation in der Schweiz

In der Schweiz sind die beiden größten Festivals des Landes in Frauenfeld und St. Gallen bis heute nicht offiziell abgesagt. Die Veranstalter warten noch auf endgültige Signale aus der Politik. Doch die Zeichen stehen auch hier alles andere als gut. Vermutlich dürfte es hier zu Absagen in den nächsten Tagen oder Wochen kommen. Die Fans müssen aller Voraussicht nach auf Acts wie Kendrick Lamar, Meek Mill und Sido (alle Frauenfeld) sowie Twenty One Pilots, Placebo und AnnenMayKantereit verzichten.

Quelle: ntv.de, vpr/spot