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"Bedeutet mir unendlich viel"Collien Fernandes ist "überwältigt" von der Unterstützung

23.03.2026, 16:28 Uhr
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Die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. (Foto: picture alliance/dpa)

Tausende demonstrieren am Sonntag in Berlin gegen sexualisierte Gewalt im Netz - ausgelöst von Collien Fernandes' Vorwürfen gegen ihren Ex Christian Ulmen. Die "Traumschiff"-Schauspielerin zeigt sich davon bewegt.

Fake-Profile, Deepfakes, intime Bilder ohne Zustimmung: Mehrere tausend Menschen, darunter viele Prominenten, sind am Sonntag in Berlin gegen sexualisierte digitale Gewalt auf die Straße gegangen - initiiert vom Bündnis "Feminist Fight Club!". Collien Fernandes hatte am Samstag auf ihrem Instagram-Account auf die Demonstration aufmerksam gemacht.

Die "Traumschiff"-Schauspielerin und Moderatorin setzt sich seit Jahren für einen besseren Schutz vor digitaler Gewalt ein - weil sie selbst Opfer von Deepfake-Pornografie ist. Vor wenigen Tagen machte Fernandes im Interview mit "Der Spiegel" öffentlich, dass ihr Ex-Mann Christian Ulmen dahinterstecken soll. Der "jerks"-Star soll über Jahre hinweg gefakte pornografische Fotos und Videos im Internet verbreitet haben, die den Anschein erweckten, als hätte seine Ex-Frau sie selbst aufgenommen. Christian Ulmen weist diese Anschuldigungen zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Fernandes, die aktuell für eine neue "Traumschiff"-Folge in Vietnam vor der Kamera steht, konnte zwar selbst an der Demonstration in Berlin nicht teilnehmen, bedankte sich aber bereits im Vorfeld bei Instagram für die Unterstützung, die sie nach dem "Spiegel"-Artikel erfahren hatte. "DANKE, DANKE, DANKE für diesen überwältigenden Support, der mir wirklich geholfen hat, aus einem ganz tiefen Tal zu kommen", schrieb sie.

In Berlin ließ sie zudem ein Statement verlesen, in dem sie jedem dankte, der für dieses "wichtige Thema auf die Straße" geht: "Sexualisierte und digitale Gewalt sind weiter verbreitet, als man ahnen mag. (…) Wir dürfen die Täter nicht mehr davonkommen lassen!" Weitere Demonstrationen sind unter anderem in Hannover und Hamburg geplant.

Phasen, in denen sie "keine Kraft mehr hatte"

Auf Anfrage der "Bild" zeigte sich Fernandes nun "überwältigt" von der öffentlichen Unterstützung. Sie wisse gar nicht, was sie sagen solle, zitiert die Zeitung sie. Seit Jahren kämpfe sie für einen besseren Schutz gegen digitale Gewalt, habe aber immer wieder Phasen erlebt, "in denen ich keine Kraft mehr hatte". "Doch nun stehen all diese Menschen an meiner Seite und wir kämpfen diesen Kampf gemeinsam. Das bedeutet mir wirklich unendlich viel! Jedem Einzelnen, der dort war, möchte ich sagen: DANKE, DANKE, DANKE dafür!", erklärt Fernandes laut "Bild".

Auf Anfrage zu den von ihr geäußerten Vorwürfen haben sich weder Christian Ulmen noch Collien Fernandes bislang geäußert. Sein Anwalt hatte in einem Informationsschreiben mitgeteilt: "Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den 'Spiegel' rechtliche Schritte einzuleiten." Gegen seinen Mandanten würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung" verbreitet.

Quelle: ntv.de, csp

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