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Sein Tod macht noch immer betroffen: Chester Bennington.
Sein Tod macht noch immer betroffen: Chester Bennington.(Foto: Liu song - Imaginechina)
Mittwoch, 06. Dezember 2017

Linkin Park dementieren Bericht: Bennington hatte keine Drogen im Blut

Alkohol könnte beim Selbstmord von Linkin-Park-Frontmann Chester Bennington eine Rolle gespielt haben - Drogen jedoch nicht. Die Band stellt einen Bericht richtig, wonach bei der Autopsie ihres Sängers Spuren von Ecstasy nachgewiesen wurden.

Knapp fünf Monate ist es her, dass sich Linkin-Park-Sänger Chester Bennington das Leben nahm. Doch noch immer beschäftigt sein viel zu früher Tod mit 41 Jahren die Menschen. So veröffentlichte das US-Promiportal "TMZ" nun einen Bericht, wonach der Musiker vor seinem Selbstmord Alkohol und Drogen konsumiert haben soll. Die Website berief sich dabei auf den ihr vorliegenden Autopsiebericht.

Doch zumindest an der Nachricht, im Blut des Sängers sei Ecstasy nachgewiesen worden, ist wohl nichts dran. Jedenfalls reagierte Benningtons früherer Bandkollege Mike Shinoda umgehend im Namen der Gruppe. Bei Twitter schrieb er: "Um das richtigzustellen: TMZ hat fälschlicherweise vermeldet, Chester Bennington hätte MDMA konsumiert, bevor er starb. Das ist falsch, sie haben den Bericht falsch interpretiert. Sie haben ihre Meldung mittlerweile korrigiert. Ich hoffe, andere Medien haben den Anstand, dies auch zu tun."

Bennington galt als trocken

Die weiteren Bestandteile des TMZ-Berichts wurden nicht dementiert. Die Website hatte auch gemeldet, in der Nähe von Benningtons Leiche seien unter anderem Schlafmittel und eine leere Flasche Bier gefunden worden. In der Vergangenheit seien dem Sänger auch Antidepressiva verschrieben worden, hieß es. Diese habe er aber länger als ein Jahr nicht mehr eingenommen. Außerdem habe sich Bennington in einem ambulanten Entzugsprogramm befunden und habe vor seinem Tod als trocken gegolten.

Dass Bennington viele Jahre mit Depressionen zu kämpfen hatte, ist unbestritten. Auch dass er früher mit Suchtproblemen kämpfte, ist bekannt. Sein Tod kam trotz allem überraschend. Nur wenige Tage vor seinem Selbstmord hatte er gemeinsam mit seinen Band-Kollegen ein Karaoke-Video aufgenommen. Wer die Aufnahmen sieht, kann kaum glauben, dass sich der Mann kurz darauf das Leben nahm.

Rat und Nothilfe
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (Tel.: 0800/111-0-111) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333; wochentags von 14 bis 20 Uhr)
  • Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe sind Listen mit regionalen Krisendiensten und mit Kliniken zu finden. Zudem gibt es viele Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige, um die Situation und die Versorgung Depressiver zu verbessern. Sie bieten Depressiven ein E-Mail-Beratung als Orientierungshilfe an.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: n-tv.de

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