"Icke bin's, Alter"Berliner Radio-Legende Rik De Lisle ist tot

Mit seiner einzigartigen Stimme und seinem besonderen Stil prägt Rik De Lisle die Radiolandschaft über Jahrzehnte. Besonders beim Berliner Rundfunk 91,4 wird der "alte Ami" zur Legende. Nun ist er im Alter von 79 Jahren gestorben.
Die Radiowelt trauert um Rik De Lisle: Der Moderator, der mit seiner Stimme die deutsche Radiolandschaft über viele Jahre geprägt hat, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Wie der Berliner Rundfunk 91,4 bekannt gab, verstarb der gebürtige US-Amerikaner bereits am 30. März im Kreis seiner Familie. Zur Todesursache wurden keine Angaben gemacht.
Über Jahrzehnte hinweg war De Lisle eine feste Größe im Berliner Radio. Seine markante Stimme und sein unverwechselbarer Stil machten ihn für viele Hörerinnen und Hörer einzigartig. Als DJ bei der US-Armee tätig, war De Lisle 1978 über Umwege nach West-Berlin gekommen, wo er zunächst beim American Forces Network (AFN) das Frühprogramm moderierte. Sein Weckspruch "I'm Air Force Sergeant Rik de Lisle - reminding you, that Rock'n'Roll is just a state of mind" brannte sich ins Gedächtnis.
Später war er bei Sendern wie RS2, 94,3 und RIAS2 tätig. Bei Letzterem fiel er besonders mit seinem berühmten Opener "Icke bin's, Alter Ami Rik De Lisle" auf. 2017 landete er beim Berliner Rundfunk 91,4, wo er bis zuletzt mit der "Rik De Lisle Show" am Mikrofon stand.
In seinem Nachruf würdigt der Sender Rik De Lisle nun als "Radiopionier" und "Legende": "Mit seiner unverwechselbaren, lässigen Art zu moderieren, seinem deutsch-amerikanischen Sprachstil und seinen beliebten Musikgeschichten und Storys von Konzerten und persönlichen Treffen mit Musikgrößen, Superstars und Newcomern - vom West-Berlin zu Mauerzeiten bis heute - hat er die Radiolandschaft in Berlin und Deutschland, aber auch weit darüber hinaus auf ganz eigene Weise geprägt."
Auch innerhalb der Branche hinterlässt De Lisle deutliche Spuren. "Rik war Kollege, Freund und für viele, insbesondere jüngere Kolleginnen und Kollegen, Vorbild", heißt es vom Berliner Rundfunk 91,4 weiter. Er habe Talente entdeckt, gefördert und Generationen von Radiomacherinnen und Radiomachern beeinflusst. Für den Sender war er "ein echter Typ, ein leidenschaftlicher Radiomacher", der seine Sendungen "mit Spaß, Drive und Neugierde, nahbar, herzlich, originell und außergewöhnlich" gestaltete.