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"Möchtegern-König"Bruce Springsteen teilt erneut gegen Trump aus

18.02.2026, 19:03 Uhr
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Immer noch der "Boss": Bruce Springsteen. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Der "Boss" lässt sich nicht einschüchtern. Und so verpasst Bruce Springsteen dem US-Präsidenten nun abermals eine verbale Breitseite, auch wenn Donald Trump ihm in der Vergangenheit bedeutungsschwanger gedroht hat, er solle lieber den Mund halten.

Bruce Springsteen hat eine Tournee durch die USA angekündigt und dabei erneut ein politisches Ausrufezeichen gesetzt. "Wir leben in dunklen, beunruhigenden und gefährlichen Zeiten, aber keine Panik - die Rettung kommt!", sagt der Musiker in einem Social-Media-Clip. Vom 31. März bis zum 27. Mai ist der "Boss" zusammen mit seiner E Street Band auf der "Land Of Hope And Dreams"-Tour unterwegs.

"Wir werden eure Stadt rocken, um Amerika zu feiern und zu verteidigen - die amerikanische Demokratie, die amerikanische Freiheit, unsere Verfassung und unseren heiligen American Dream", verspricht Springsteen. All das stehe durch "unseren Möchtegern-König und seine Schurkenregierung in Washington, D.C." unter Beschuss, sagt er mit Verweis auf US-Präsident Donald Trump und dessen Administration.

Gleichzeitig betont Springsteen, dass jeder bei seinen Konzerten willkommen sei - "unabhängig davon, wo ihr steht oder woran ihr glaubt". Er fordert seine Fans auf, mit ihm "einen amerikanischen Frühling der Rock'n'Roll-Rebellion zu feiern".

Tourstart in Minneapolis

Bruce Springsteen hat sich in seiner Karriere nie davor gedrückt, politisch Stellung zu beziehen. Auch mit klaren Ansagen gegen Trump und dessen Politik hält er sich seit Jahren nicht zurück. So kritisierte er etwa das Vorgehen der als ICE bekannten Einsatzkräfte der US-Einwanderungsbehörde scharf und sprach von "Gestapo-Taktiken".

Zuletzt veröffentlichte der Sänger den Protestsong "Streets of Minneapolis", der die Tötung von Renée Good und Alex Pretti durch ICE-Kräfte in der besungenen Stadt aufgreift. Die Live-Premiere des Lieds fand bei einem Benefiz- und Protestkonzert am 30. Januar statt - natürlich in Minneapolis. In der Stadt soll nun am 31. März auch Springsteens Frühjahrstour beginnen.

Im vergangenen Jahr war Springsteen noch durch Europa getourt. Auch hier sparte er nicht mit Kritik an dem Präsidenten, der aktuell sein Heimatland führt. Bei einem Konzert in Manchester sprach Springsteen zum Beispiel von einer "korrupten, inkompetenten und verräterischen Regierung".

"Werden sehen, wie es für ihn ausgeht"

Trump lässt derartige Kritik natürlich nicht auf sich sitzen. So beschimpfte er Springsteen etwa bereits als "aufdringlichen, unausstehlichen Idioten". Zudem veröffentlichte er ein mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstelltes Video, in dem es so aussieht, als würde er den Musiker mit einem Golfball umnieten.

Während sich Springsteen in Europa aufhielt, riet ihm Trump, er solle "seinen Mund halten, bis er wieder im Land ist". Daran schloss sich eine Art Drohung an: "Dann werden wir alle sehen, wie es für ihn ausgeht." Nun sehen wir tatsächlich, wie es ausgegangen ist: Springsteen ist immer noch da - und lässt sich auch weiterhin nicht den Mund verbieten.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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