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Erstes Interview danach Chrissy Teigen spricht über Totgeburt

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Chrissy Teigen und John Legend beziehen öffentlich Stellung zu ihrem Umgang mit dem Tod von Baby Jack.

(Foto: imago/Runway Manhattan)

Im Oktober verliert Chrissy Teigen in einem späten Schwangerschaftsstadium ihr Kind. Für sie und Ehemann John Legend ist das der schlimmste Verlust ihres Lebens. Im US-TV sprechen die zwei nun zum ersten Mal gemeinsam über diese schweren Stunden. Und sie haben auch noch eine Botschaft an ihre Kritiker.

Als Chrissy Teigen im Oktober mit schweren Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert wird, sind sie und Ehemann John Legend noch voller Hoffnung, dass das Baby die Komplikationen überleben wird. Dann der Schock: In der 20. Schwangerschaftswoche verliert Teigen ihr drittes Kind, dem die Eltern den Namen Jack gegeben haben. Sie lässt ihre Follower bei Instagram an den intimen und traurigen Momenten mit Bildern von sich und dem toten Baby teilhaben. Die einen loben das Model für diese Offenheit, andere sind davon irritiert. Im ersten Interview nach der Tragödie erklären die zwei unter anderem ihre Beweggründe für diesen Schritt.

"Alle, die uns kennen, wissen, dass das Wichtigste für uns die Familie ist. Wenn man sich auf seine Lieben verlassen kann, werden die schweren Zeiten erträglicher", sagt Chrissy Teigen in der TV-Show "Good Morning America". Sie gebe sich die Erlaubnis, zu trauern. "Jeder Tag ist so anders, und wenn man mich fragt, wie es mir geht, sage ich: 'Mir geht es gut, heute'", berichtet sie weiter.

Schritt an die Öffentlichkeit

Ihrem Ehemann sei es nicht leicht gefallen, die Fehlgeburt öffentlich zu machen. Heute aber sei er froh darüber. "Dass wir unseren Verlust geteilt haben, hat den Menschen sehr viel bedeutet. Ich bin dankbar, dass meine Frau den Mut dazu hatte", kommentiert Legend. Der Verlust des Babys habe sie "stärker gemacht als je zuvor".

"Das Kind wächst im Körper, man nährt es, aber auch die Rolle des Vaters sollte nicht unterschätzt werden. Die Unterstützung, die wir beide erfahren haben, war unglaublich", erklärt Teigen den Schmerz, den die Mutter in einem solchen Moment erleidet, aber auch nicht ganz allein trägt. Nachdem sie den tragischen Moment der Fehlgeburt auf Instagram geteilt hat, seien "Tausende Briefe" bei ihr eingetroffen, in denen Menschen ihre Anteilnahme bekundeten oder von einem ähnlichen Schicksalsschlag berichteten.

"Es ist mir egal, ob jemand angegriffen war oder sich geekelt hat", so Teigen weiter. Der Schritt an die Öffentlichkeit sei Teil ihrer Trauerbewältigung gewesen. Ein Thema, bei dem es kein richtig oder falsch gebe, sondern es einzig und allein darum gehe, dass die Trauernden lernen, mit dem Verlust umzugehen.

Vor wenigen Wochen ließen sich Teigen und Legend den Namen Jack tätowieren, um sich immer an ihren toten Sohn zu erinnern. Die Asche des kleinen Körpers bewahren die Eltern derzeit zu Hause auf. Auf ihrem Account postete Teigen vor Kurzem das Video einer kleinen weißen Schatulle im Arm eines Teddybären und schrieb dazu: "Wir haben gerade Baby Jacks Asche zurückbekommen. Sie ist erstmal hier drin, mit gesegneten, heiligen Schnüren."

Quelle: ntv.de, nan