Unterhaltung

DSDS - Der Casting-Start Das Beste kommt zum Schluss

Der Start der 19. DSDS-Staffel lässt die Herzen von Musikpolizisten und Lästermäulern gleichermaßen höherschlagen. Neben vielen Lichtmomenten sehen sich die drei neuen Juroren Florian Silbereisen, Toby Gad und Ilse DeLange auch mit viel Schatten konfrontiert. Am Ende wird aber alles gut.

Der große Traum von Ruhm, Erfolg, goldenen Schallplatten und kreischenden Fans! Auch in diesem Jahr stehen abertausende Gesangstalente aus ganz Deutschland wieder Schlange, wenn das erfolgreichste Casting-Format der Republik zum großen Karaoke-Happening lädt. Mit dabei auf der Reise in den nationalen Pop-Olymp ist natürlich auch die wegweisende Jury, die sich nach dem Abschied von Dieter Bohlen das Staffel-Motto "Music is King" auf die Fahnen geschrieben hat.

Ahnung von der Materie haben die Juroren auf jeden Fall. Mit an Bord sind Star-Produzent Toby Gad (Beyoncé, Madonna, Selena Gomez), die niederländische Countrypop-Queen Ilse DeLange und natürlich auch "Traumschiff"-Kapitän und Schlagerkönig Florian Silbereisen. Es dauert nicht lange, da klatschen die Protagonisten im gläsernen "DSDS"-Kubus auch schon begeistert in die Hände.

"Ja, leck mich…!"

Abigail Nova Campos aus Leipzig glänzt mit Power und viel Gefühl.

Abigail Nova Campos aus Leipzig glänzt mit Power und viel Gefühl.

(Foto: RTL/Stefan Gregorowius)

Verantwortlich für große Augen und offene Münder sind die beiden ostwestfälischen Zirkus-Brüder Gianni und Harry. Während Gianni gefühlvoll die Retro-Keule schwingt ("Put Your Head On My Shoulder"), wandelt Energiebündel Harry gesanglich auf den Spuren von Tom Jones ("Higher And Higher"). Mit Jonglier-Kunst, Rückwärtssalto und beachtlichen Gesangsleistungen erobern die beiden Brüder die Jury-Herzen im Sturm: "Ja, leck mich…!", jubelt Florian Silbereisen. Es soll nicht der einzige Euphorie-Ausbruch des Neu-Jurors bleiben.

Auch der ehemalige Basketball-Profi Din aus Frankfurt ("Beggin") überzeugt Florian Silbereisen und seine beiden Jury-Kollegen auf Anhieb. Obwohl, zuerst lassen Ilse, Toby und Florian den vor Selbstbewusstsein nur so strotzenden Hessen ("Natürlich gewinne ich, wer denn sonst?") ein bisschen in der Luft hängen: "Das war nicht gut", stellt Florian Silbereisen nach der Gitarre-Gesang-Performance fest. Für einen Moment rutscht dem eben noch mit breiter Brust agierenden Kandidaten das Herz in die Hose. Dann huscht aber ein Lächeln über das Gesicht des Ex-Lebensgefährten von Helene Fischer: "Das war nicht gut, das war… sehr gut!", korrigiert Florian Silbereisen. Und auch Ilse DeLange und Toby Gad zeigen mit allen Daumen nach oben.

Lebensfroh wie die berühmte "Heidi"

Melanie Baumann aus Zürich kann nicht wirklich überzeugen.

Melanie Baumann aus Zürich kann nicht wirklich überzeugen.

(Foto: RTL/Stefan Gregorowius)

Neben noch reifenden Gipfelstürmern, die vielleicht das Zeug für eine Karriere haben, schlagen in den Casting-Orten Wernigerode und Burghausen aber auch so einige Luftnummern auf, denen man die Schmach vor laufender Kamera gerne erspart hätte. Ganz vorne mit dabei im Rennen um die Auweia-Krone ist die blonde Melanie aus Zürich. Lebensfroh und gut gelaunt wie die berühmte "Heidi" zieht die Schweizerin zunächst alle Anwesenden mit ihrer positiven Ausstrahlung in den Bann. Dann erklingt aber das Playback zum Tina-Turner-Hit "The Best", und plötzlich ist die Stimmung im Keller.

Im Stil einer Shakira mit Zahnschmerzen presst und quäkt sich die gelernte Hauswirtschafterin die Seele aus dem Leib. Kurz darauf kullern dicke Tränen: "Das war zwar unterhaltsam, aber ziemlich eindimensional", resümiert Toby Gad. Zwei weitere Abfuhren später, steht die eben noch dauerlächelnde Schweizerin vor einem emotionalen Scherbenhaufen: "Das bricht mir jetzt das Herz", sind Melanies letzte Worte, ehe sie schluchzend und im Arm der Mama wieder von Dannen zieht.

Textzeilen aus der Großraumdisco-Hölle

Auch "Showman" Roberto aus Halle ist sich seiner Sache zu Beginn sehr sicher. Aber auch im Fall des rappenden Hallensers schmilzt die Hoffnung auf ein Leben als Superstar alsbald wie Schnee in der Sonne. Ein selbstgebastelter Beat und eine 84-mal wiederholte Textzeile aus der Großraumdisco-Hölle ("Baby, tanz zu dem Beat") lassen den Recall-Traum schnell platzen: "Das war lustig, aber schön war es nicht", bringt es Florian Silbereisen auf den Punkt.

Kurz vor Feierabend zeigt die Talentkurve dann noch einmal steil nach oben. Nach dem denkwürdigen Auftritt der gerade erst 17-jährigen Abigail Nova Campos aus Leipzig sind sich vor und im gläsernen Kubus alle einig: Besser geht's kaum noch. Voller Inbrunst, mit unheimlich viel Gefühl in der Stimme verneigt sich die Kandidatin vor dem Schaffen von US-Superstar Demi Lovato ("Anyone"). Zur Belohnung gibt's einen auf die Knie sinkenden Florian Silbereisen und eine goldene CD, die die Kandidatin schon vorab in Richtung Ausland-Recall katapultiert. "Wahnsinn!", schluchzt Ilse DeLange zum Abschied. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Quelle: ntv.de

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