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Sexuell und seriös Der Feminismus der Emily Ratajkowski

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Emily Ratajkowski will sich in keine Schublade stecken lassen.

(Foto: Chris Pizzello/Invision/AP)

Wenn sie sich auszieht, freuen sich Millionen, aber zu hören bekommt sie trotzdem was - Emily Ratajkowski macht sich angreifbar. Der Vorwurf: So viel Sexyness kann nicht feministisch sein. Das sieht das Model allerdings ganz anders.

Menschen packen andere Menschen gern in Schubladen. Das macht das Leben leichter, aber eben auch undifferenzierter. Zu oft wird dabei nämlich vergessen, dass - wenn es schon Schubladen sein müssen - die meisten in verschiedenen gleichzeitig stecken.

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So sieht das auch Emily Ratajkowski. Die 26-Jährige inszeniert sich gern sexy und engagiert sich politisch unter anderem für Frauenrechte. Für ihre Kritiker passt das nicht zusammen.

Nachdem Ratajkowski sich für ein erotisches Video in Pasta gewälzt hatte, ätzte der britische Moderator Piers Morgan: "Das ist Emily Ratajkowski, wie sie 'für Feminismus wirbt'. Irgendwo auf dieser Welt übergibt sich gerade Emmeline Pankhurst." Pankhurst war eins der Gesichter der Suffragetten-Bewegung und gilt als feministische Ikone.

"Sehr einschränkend für junge Frauen"

Auf Morgans Seitenhieb reagiert nun Ratajkowski in einem Interview mit der britischen Zeitschrift "Grazia". Sie nennt die Aussagen sexistisch. Zwar sei es ein valider Ansatz, Sexyness als patriarchal geprägt zu begreifen, es könne aber "sehr einschränkend für junge Frauen sein, die sich dadurch selbst ausdrücken". Wenn man ihnen vorschreiben würde, genau das nicht tun zu dürfen, sei das Unterdrückung, so das Model.

"Menschen werden nicht ernst genommen, weil sie sich auf eine bestimmte Art und Weise präsentieren", erklärte Ratajkowski dem Blatt. "Frauen passiert das deutlich häufiger als Männern." Auf ihre eigene Person zurückkommend gab sie an, erotische Inszenierung ändere weder ihre Ideale, noch beeinflusse sie, was sie zu sagen habe. "Nur weil sich jemand auch mal sexuell gibt, bedeutet das nicht, dass er nicht auch seriös sein kann."

Quelle: n-tv.de, ame