Haftstrafe erneut verkürztDiddy könnte deutlich früher freikommen

Im Herbst 2025 wird Sean "Diddy" Combs zu 50 Monaten Haft verurteilt. Monate später deutet sich nun an, dass der Rapper möglicherweise früher freikommt: Die zuständige US-Behörde hat den Termin für seine voraussichtliche Entlassung erneut angepasst.
Für Sean "Diddy" Combs gibt es offenbar gute Nachrichten hinter Gittern. Der Rapper und Musikunternehmer könnte früher aus dem Gefängnis entlassen werden als bislang angenommen. Die zuständige US-Behörde hat seinen voraussichtlichen Entlassungstermin erneut nach vorne korrigiert. In der öffentlich zugänglichen Datenbank des Federal Bureau of Prisons wird inzwischen der 23. Februar 2028 als voraussichtlicher Entlassungstermin geführt.
Noch vor Kurzem war auf der Website der Behörde der 15. April 2028 als Termin vermerkt. Davor wurde der 25. April 2028 genannt, zuvor wiederum der 4. Juni 2028. Die Haftzeit des Musikmoguls würde sich damit schrittweise um mehrere Monate verkürzen. Eine offizielle Erklärung für die jüngste Anpassung liegt bislang nicht vor.
Bereits bei einer früheren Vorverlegung des Entlassungstermins hatte das US-Promiportal "Page Six" berichtet, dass die Änderung möglicherweise mit Combs' Teilnahme an einem Drogenrehabilitationsprogramm zusammenhänge. Solche Programme können in den USA unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Verkürzung der Haftdauer führen. Ein Sprecher des Rappers erklärte damals, der 56-Jährige nehme die Maßnahme ernst und arbeite aktiv daran, sein Leben positiv zu verändern.
Währenddessen läuft das juristische Tauziehen um das Urteil weiter. Im Juli 2025 war Combs in einem viel beachteten Verfahren wegen prostitutionsbezogener Straftaten schuldig gesprochen worden. Von mehreren weiteren Vorwürfen wurde er dagegen freigesprochen. Das Gericht verhängte im Oktober 2025 eine Freiheitsstrafe von 50 Monaten.
Seine Verteidiger akzeptieren das Urteil jedoch nicht. Bereits im Dezember legten sie Berufung ein. In einem späteren Schriftsatz bezeichneten die Anwälte die Strafe laut dem US-Magazin "People" als "Perversion der Justiz". Sie fordern die vollständige Aufhebung der Verurteilung und die sofortige Freilassung ihres Mandanten. Alternativ solle der Fall an eine niedrigere Instanz zurückverwiesen und das Strafmaß neu festgelegt werden.