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Solidarität mit LGBTQ-Community Die EMAs in Ungarn werden politisch

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Die italienischen ESC-Gewinner Maneskin durften sich über ihren ersten EMA freuen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Am Sonntagabend werden in Budapest die MTV Europe Music Awards verliehen. Neben der K-Pop-Gruppe BTS räumt auch Sänger Ed Sheeran wichtige Preise ab. Mit der Auszeichnung einer LGBTQ-Aktivistin wird der Musikpreis auch politisch.

Am Abend des 14. Novembers wurden die MTV Europe Music Awards (EMAs) in Budapest verliehen. Der britische Sänger Ed Sheeran durfte sich über zwei Preise freuen, die K-Pop-Sensation BTS räumte sogar vier Preise ab. Sheeran, der auf der Bühne der Papp László Budapest Sportaréna unter anderem "Overpass Graffiti" performte, wurde in den Kategorien Bester Künstler und Bester Song für "Bad Habits" geehrt. BTS nahmen die Preise für Bester Pop, Bester K-Pop, Beste Band und Größten Fans mit nach Hause. Die Rapperin Badmómzjay wurde als Best German Act geehrt.

In den weiteren Kategorien wurden diese Gewinner gefeiert: Lil Nas X mit "Montero (Call Me. By Your Name)" für Bestes Video, Doja Cat ft. SZA - "Kiss Me More" für Beste Kollaboration, Saweetie, Moderatorin des Abends, als Beste Newcomerin, David Guetta für Bester Elektro, Yungblud als Bester Alternative-Künstler, Maluma als Bester Latin-Act, Nicki Minaj als Beste Hip-Hop-Künstlerin, Taylor Swift als Bester US-Act, Olivia Rodrigo für Bester Push und Billie Eilish mit "Your Power" in der Kategorie Video for Good.

Die italienischen Gewinner des Eurovision Song Contests (ESC) Maneskin durften sich über ihren ersten EMA und den Preis in der Kategorie Bester Rock freuen. "Die Leute haben uns immer gesagt, dass wir es mit unserer Musik nicht schaffen werden - ich denke, sie haben sich geirrt", erklärte Frontmann Damiano David in seiner Dankesrede. Geehrt wurde auch Viktoria Radvanyi, eine LGBTQ-Aktivistin. Mit dem "Generation Change"-Preis zeigte der Veranstalter seine Solidarität mit der LGBTQ-Bewegung in Ungarn. Dort ist "die Zurschaustellung und Förderung von Homosexualität" seit dem Sommer verboten.

Solidarität mit LGBTQ-Bewegung

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Kim Patras freute sich über die Solidarität mit der LGBTQ-Community.

(Foto: imago images/Future Image)

Dass es bei den diesjährigen EMAs politisch werden würde, hatte sich bereits im Vorfeld durch das Regenbogenlogo und das Motto des Musikpreises, "Music for ALL", abgezeichnet. Der Präsident und CEO der MTV Entertainment Group Worldwide, Chris McCarthy, hatte zudem ein Statement abgegeben, in dem darüber sprach, wie er sich in den 1990er-Jahren als schwuler Jugendliche so lange isoliert und allein gefühlt habe, bis er LGBTQ-Charaktere im Fernsehen sah.

Die erste Transgender-Performerin bei den EMAs, Kim Petras, äußerte sich ebenfalls auf dem roten Teppich über die Solidarität. "Ich freue mich sehr, ich bin MTV sehr dankbar. Ich denke, Zensur jeglicher Art von Liebe ist scheiße, und das ist eine Art Widerstand dagegen", sagte der Popstar. Einige homosexuelle Paare, die zur Show kamen, küssten sich auf dem roten Teppich, andere trugen regenbogenfarbene Kleidung.

Die Nominierungsliste führte im Vorfeld der ohne Preis ausgezeichnete Justin Bieber mit acht Nominierungen an. Es folgten Doja Cat und Lil Nas X mit jeweils sechs Nominierungen. Je fünfmal waren Sheeran und The Kid Laroi nominiert.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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